Ich bin begeistert Elke keseburg
Good Morning Vietnam geht auch noch ein drittes und viertes Mal.
Ich freue mich sehr auf deine Fortsetzung.
LG Kaline
Ich bin begeistert Elke keseburg
Good Morning Vietnam geht auch noch ein drittes und viertes Mal.
Ich freue mich sehr auf deine Fortsetzung.
LG Kaline
Ab halb sieben gibt es Frühstück und um acht geht es mit dem Ausflugsboot nach Cai Be. Dort machen wir einen Spaziergang durchs Dorf. Oma erwartet uns schon und wir sehen wie Reisoblaten, Puffreis, Kokoskaramellen und andere Leckereien hergestellt werden. Wir können alles probieren und wieder einiges unserer Souvenirsammlung hinzufügen. Rechts und links der „Bundesstraße“ sind kleine Marktstände aufgebaut und es herrscht reger Verkehr. Die Mopedfahrer machen ja Geräusche, aber es gibt auch Elektroroller. Die werden nicht ohne Grund auch der leise Tod genannt.
Zurück zur Lan Diep geht es weiter Richtung Chau Doc und wir können wieder mit Tim malen. Heute machen wir zuerst eine Skizze, die später coloriert werden soll. Heute fahren wir unter der My Thuan Brücke hindurch. Sie wurde mit der Unterstützung Australiens gebaut.
Heute gibt es zum Mittagessen vietnamesiche Nudelsuppe. Ich liebe sie.
Nach dem Mittagessen relaxen wir auf dem Sonnendeck. Das Malen lasse ich ausfallen und genieße lieber die vorbeiziehende Landschaft bei einem leckeren Kaffee und Zimtkeksen. Neben dem Kaffee stehen immer zwei große Keksdosen. Die mit Zimt sind noch leckerer als die mit Schokolade.
Am Nachmittag erzählt uns der vietnamesische Guide Mr. Long etwas über Land und Leute und beantwortet unsere Fragen. Mr. Long begleitet uns seit Saigon und wird bis Phnom Penh dabei sein.
Deutsch hat er während seines Studiums in der ehemaligen DDR gelernt. Die DDR ist übrigens auch dafür verantwortlich, dass in Vietnam überhaupt Kaffee angebaut wird. Während der Kaffeekrise sollen Verantwortliche in der DDR geschaut haben, in welchem der Bruderländer Kaffee angebaut werden kann und da kam Vietnam ins Spiel. Schon im 19. Jahrhundert hatten die Franzosen dort mit dem Anbau begonnen, durch den Vietnamkrieg kam der Anbau zum Erliegen und wurde in 1980 er wiederbelebt. Inzwischen ist Vietnam der zweitgrößte Kaffeeanbauer. Für die hochwertige Arabicabohne sind die notwendigen Hochlagen nicht vorhanden, es wird fast nur die Robustabohne angebaut. Ich weiß nicht, wie sie es hinkriegen, aber der Kaffee hat ein tolles Aroma mit Noten von Schokolade und Vanille.
In Chau Doc legen an der Uferpromenade am Hotel Viktoria an. Nach dem Abendessen wird im Bordkino der Film Best Exotic Marygold Hotel gezeigt. Den habe ich schon zweimal gesehen. Wir machen stattdessen einen Bummel durch nächtliche Chau Doc. An der Promende ist viel los. Es ist eine große Bühne aufgebaut, auf der junge Menschen tanzen und singen. Wir schauen eine ganze Weile zu, sind von den Sangeskünsten beeindruckt und spenden entsprechend Applaus. Applaus gehört aber anscheinend nicht zur vietnamesischen Kultur. Wieder was gelernt.
Wir suchen noch eine Bar, um ein kühles Getränk zu geniessen. Das gestaltet sich schwierig. An einem Straßenstand finden wir eine Kühlbox mit Getränken und wir sammeln unsere Dong zusammen. Für zwei Runden reicht es. Ein paar Plastikstühle finden sich auch noch und wir können das Leben auf der Straße geniessen. Alle zehn Minuten kommt ein Moped voller mit Schweinehälften auf einem kleinen Anhänger vorbei.
Bevor der Zugang zum Schiff abgeschlossen wird, machen wir uns auf den Heimweg und fallen zufrieden ins Bett
einfach wunderbar! Danke Elke für die Fortsetzung.
Extrem beeindrucked... vielen lieben Dank dafür.
Womit wurden diese wunderbaren Fotos geschossen? Teilweise sieht es mir nach verschiedenen Modi und Effekten aus?
Die Mekongfahrt hört sich für mich sehr spannend an. ![]()
LG Regina
Danke, daß Du es ansprichst. Die Motive sind toll. Aber mir sind einige Fotos zu sehr mit Farbe verstärkt worden. Das sind ev. schöne Effekte, meistens aber unecht und übertrieben.
Nur meine persönliche Meinung. Mag anderen bzw. TO gefallen...![]()
Der arme Junge mit den roten Ohren...![]()
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hat Elke keseburg bereits beantwortet. Siehe thread 287.
keseburg Elke, die Bilder sind ja wirklich der Wahnsinn. Was für tolle Farben ![]()
keseburg ,
das ist so schön und so exotisch. ![]()
Diese Flusskreuzfahrt steht nun auch auf meiner langen Liste der schönsten Orte, die ich noch besuchen möchte!
Entweder muss ich 200 Jahre alt werden, oder darf zwischen den Reisen keine Pausen mehr machen.![]()
LG Andrea
Heute Morgen werden wir wieder von Ausflugsbooten abgeholt und fahren zu einem nahegelegenen Dorf der Cham, einer muslimischen Minderheit in Vietnam. Die Anlegestelle ist abenteuerlich, es führt nur ein schmaler Steg zum Ufer und ein Fehltritt würde im Schilf enden. Um für die Frauen der Cham Arbeit zu generieren wurde eine Werkstatt aufgebaut, in der sie das Weben lernen sollten. Eine Textilwerkstatt mit mechanischen Webstühlen war aber schneller aufgebaut und die Frauen arbeiten jetzt ohne weitere Ausbildung dort.
Weiter geht es mit dem Boot zu einer Fischfarm auf dem Mekong. An den Ufern haben wir ja schon öfter schwimmende Häuser gesehen. Nun wird es erklärt, dass unter den Häusern mit riesigen Netzen Fischhaltebecken angelegt sind. Der Mekong liefert das frische Wasser und das Haus spendet Schatten für die Aufzucht von ca. 75.000 Fischen pro Einheit. Die Anzahl der Fische und die Zugabe von vielleicht auch Antibiotika richtet sich nach den Wünschen des Marktes, erklärt der Guide. Möchte der Markt günstigen Fisch, wird es unter den Häusern auch mal doppelt so voll und die Fische müssen ob der Enge gesundheitlich bei Laune gehalten werden. Was aber bei einem fließenden Gewässer nicht wirklich einfach ist. Im Moment verlangt der Markt guten Fisch, die Becken sind großzügiger belegt. Über eine Luke wird Fischfutter ins Wasser gestreut und schon geht das Gewurle wie bei den Piranhas los.
Eine dreiviertel Stunde fahren wir weiter durch die Kanäle um Chau Doc. Die Häuser stehen dicht auf langen Stelzen am Ufer. Hier kann man gut erkennen, das Trockenzeit ist.
Am Anleger ist eine große Freizeitanlage mit Restaurant. Hier können wir kurz auf die Toilette gehen, bevor wir zu Fuß durch die Mittagshitze zu Tay AN Pagode und weiter zum Miu Ba Chua Xu Tempel gehen.
Auch hier wird anläßlich des Tetfestes reichlich geopfert. Reihen von Spanferkeln stehen auf langen Tischen. Früher wurde die Opfergaben im Tempel gelassen und die Gaben wurden an Bedürftige und/oder Mönche verteilt, heute gibt es den Bedarf nicht mehr bzw. sind die Opfergaben so umfangreich geworden, dass die Hüter der Tempel von den Mengen quasi erschlagen werden. Bis auf einen kleinen Teil werden die Opfergabe später wieder mit nach Hause genommen.
Wir nutzen ein wenig der Freizeit für einen leckeren Kaffee. Bis wir eine Bar gefunden haben, bei der wir mit USD bezahlen können, dauert es etwas. Aber dann genießen wir unseren ersten Kaffee auf Eis, lecker mit einem Schuss gesüßter Kondensmilch.
Zurück auf Schiff gibt es auch gleich Mittagessen und wir fahren auf dem Vinh Te Kanal zur Grenze nach Kambodscha. Die Abfertigung geht sehr schnell und ohne Probleme über die Bühne.
Im Salon können wir die Dokumentation von Peter Kunz Vietnam – im Land der Drachensöhne anschauen. Es werden verschiedene Vietnamesen und deren Lebensweg vorgestellt. Z.B. den des reichsten Mannes in Vietnam, einen Motorradschrauber, der sein Handwerk in Bayern erlernt und ehemalige Funktionärskinder, die in den 50er Jahren in die DDR geschickt wurden und noch heute für Goethe schwärmen.
Im Anschluss werden auf dem Sonnendeck frische Kokosnüsse gereicht, wer mag kann auch einen Schuss Rum hinein bekommen. Tim hat die Malsachen auch wieder aufgebaut.
Vor dem Abendessen gibt es noch eine Dokumentation über das NACOPCA (National Action Culture for the Orphan Poor Children Association) Waisenhaus. Die kambodschanische Schauspielerin Peng Panh und ihrem Mann haben es aufgebaut und bieten bis zu 30 elternlosen Kindern oder solchen, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können, ein Dach über dem Kopf und eine Ausbildung im traditionellen Tanz, Schauspiel, Musik und Englisch. Der Film ist sehr berührend und besonders traurig ist, dass das Projekt enden wird, sollte die Schauspielerin versterben, sie ist leider sehr krank. Wer mag, kann mehr im Internet erfahren.
Da wir an der Grenze nicht großartig aufgehalten wurden. Sind wir früher als geplant in Phnom Penh. Vor dem Abendessen wird gefragt, wer am Abend noch Interesse an einer Tuktukfahrt durch die nächtliche Stadt hat. Für die Interessierten werden vertrauenswürdige Tuktuks organisiert. Der Preis liegt bei 10 USD für eine Stunde. Wir fahren jeweils zu viert die schönsten Stellen ab, machen Fotostopps und genießen den schönen Abend. Hier wurden wir das erste Mal gebeten, darauf zu achten den Fotoapparat zu sichern, nichts aus dem Tuktuk hängen zu lassen.
Deine Nacht Bilder von Phnom Penh gefallen mir sehr gut.
LG Susanne
Vielen Dank für Deinen tollen Bericht. ![]()
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Ich habe eine Frage zu # 221 Wir fahren ab dem 11. Dezember die Tour nach Hong Kong und für Koh Samui überlegen wir auch eine Jeep Tour zu machen. Deine Bilder sind auf jeden Fall sehr ansprechend. Kannst Du mir sagen über wen Ihr die gemacht habt? Herzlichen Dank! Anke
Mara88 aus dem Kopf weiß ich es nicht. Morgen kann ich schauen, ob ich was in den Unterlagen finde.
Von halb sieben bis acht gibt es Frühstück. Zwischendrin findet die Grenzkontrolle an Bord en passant statt.
Mit dem Bus startet unser heutiger Ausflug. Der Guide für unseren Bus ist eine junge Kambodschanerin namens Soreya. Sie ist echt klasse und geht auf jede Frage ein. Wir besuchen den wunderschönen Königspalast und die Silberpagode, deren Boden mit Silberkacheln ausgelegt ist. Zum Schutz sind sie mit Teppichen belegt.
Falls man mit dem Elefanten los muss, oberhalb der roten Gatters kann man gut vom Balkon aufsteigen
Im Garten sehen wir auch Kanonenkugelbäume. Die Blüten sehen noch so harmlos aus.
Auf einigen Blättern von Dieffenbacchia (?) haben sich Menschen mit guten Wünschen verewigt.
Wir fahren zum Nationalmuseum und sehen Ausstellungsstücke aus den verschiedenen Angkorepochen. An einem Tore gibt es einen Geocache, an dem wir aber trotz Gruppenarbeit scheitern.
Wir halten noch am Wat Phnom, dem Tempel auf dem Hügel. Die Witwe Daun Chi Penh ließ den Tempel bauen, nachdem sie fünf Buddha-Statuen, davon vier aus Bronze und einen aus Stein, in einem Koki-Baumstamm am Ufer des Mekong gefunden hatte, die durch eine große Flutwelle flussabwärts gespült wurden. Sie ließ den Hügel aufhäufen und den Tempel, der die Statuen beherbergen sollte, aus den angespülten Baumstämmen errichten.
Auf dem Hügel gibt es werde Altare für verschiedene Zwecke, an einem Löwen werden rohe Eier aufgeschlagen und Speck ins Maul gelegt. Auch eine Art sich von einem schlechten Gewissen freizukaufen.
An einem Baum hängen Flughunde. Die sind ganz schön groß
Das Mittagessen nehmen wir im Restaurant Titanic ein. Es liegt direkt am Mekong und besticht durch seinen Kolonialstil. An der hohen Decke sorgen dutzende Ventilatoren für ein angenehmes Klima. Am Eingang wieder ein Tisch mit Opfergaben für die Ahnen.
Wir sitzen in gemütlichen Loungesesseln und genießen das Essen und die Aussicht.
Das Restaurant wird wohl demnächst einem Neubau weichen müssen. Chinesen sichern sich hier die Sahnestücke und bauen in die Höhe. Früher durfte nichts den Königspalast überragen, aber seit ein paar Jahren ist damit Schluss. Ein Bauminister soll dem Charme der Chinesen erlegen sein und nachdem er in einen Prachtbau umziehen konnte, war die Obergrenze dahin. Wo das hinführt kann man schon jetzt auf Koh Pich bzw. Diamond Island sehen. Bis zum Jahr 2000 noch Sumpf, ist dort ein riesiger Vergnügungspark mit entsprechenden Hotelanlagen entstanden.
Der nächste Programmpunkt ist ein Besuch des Tuol-Sleng-Genozid-Museum, dem ehemaligen Gefängnis S21 der Roten Khmer. Ca. 18000 Menschen wurden hier gefangen gehalten, gefoltert und anfangs auch hier erschlagen. Später wurden die Delinquenten zu diesem Zweck zu den Killing Fileds transportiert.
Ursprünglich gehörten die Gebäude zu einer Schule. Die Räume wurden mit Backsteinen oder Holz in kleine Zellen unterteilt.
Kurz vor der Befreiung am 07.01.1979 wurden die letzten 14 Gefangenen umgebracht und hier begraben. Lediglich 4 Kinder überlebten, weil sie sich z.T. unter Wäschebergen versteckt hatten. Zwei dieser Kinder leben noch und sind in meinem Alter. Sie sind fast täglich im Museum und stellen sich den Fragen der Besucher. Für weitere Informationen werden zahlreiche Bücher, auch in Deutsch angeboten. Von den roten Khmer hatte ich schon gewusst, aber die das ganze Ausmaß wurde mir erst hier bewußt.
Während des Regimes durch die Roten Khmer ist fast ein Drittel der Bevölkerung getötet worden oder ist an den Folgen von Folter, harter Arbeit in den Lagern oder Unterernährung gestorben. Das Bildungsbürgertum wurde systematisch getötet und Bildung konsequent vernachlässigt. Kinder wurden von Ihren Eltern getrennt und umerzogen. Von den Folgen erholt sich Kambodscha immer noch.
Danach besuchen wir noch den Russenmarkt. Schon in den achtziger Jahren kamen Russen nach Kambodscha und haben diesen Markt gegründet. Eine Stunde geht hier schnell rum. Hier werden neben Lebensmitteln auch verschiedene Dienstleistungen angeboten. Ich hatte aber schon die Haare schön.
Nach dem Abendessen bekommen wir Besuch vom NACOPCA Waisenhaus. Die Jugendlichen unterhalten uns mit Musik, Gesang und Tanz. Für jeden Zweck gibt es einen eigenen Tanz mit immer anderen Kostümen, die auch im Waisenhaus angefertigt werden. Die Gründerin Peng Panh begleitet die Gruppe. Wir sind schwer beeindruckt von der Einführung. Am Ende geht der Hut rum und es wird auch reichlich gespendet. Mach einer würde gerne über den heutigen Tag hinaus etwas geben, aber es gibt leider noch keine Möglichkeit dem Waisenhaus z.B. monatlich etwas zukommen zu lassen.