Sherpa Tours - Best of Mittelamerika - 27.2-13.3.2026 - Mein Schiff 1

  • Lemminge on Tour

    Die Lemming waren wieder einmal unterwegs, Sherpa Tours mit Lemming 1, Lemming 2 und natürlich den Bossen von Lemming 1 und Lemming 2 unterwegs in Mittelamerika. Natürlich von uns mit Tour Shirts ausgestattet und, falls hier jemand vom Arbeitsgericht unterwegs ist, immer nach den Bestimmungen des unterschriebenen Kollektivvertrag. Dieser ist sehr vorteilhaft für sie gestaltet, sie haben Urlaubsanspruch (wenig), sie werden theoretisch bezahlt (nachdem sie aber für unterschiedliche Leistungen auch bezahlen müssen, ist es ein Null-Spiel) und sie dürfen meistens in der Kabine im! Bett schlafen. Also wirklich traumhafte Arbeitsbedingungen für die Lemminge, die sie diesmal nach Mittelamerika mit der Mein Schiff 1 führen.

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    Wir würden euch gerne auf die Tour mitnehmen, Tour-Shirts sind in unserem Online-Shop auf Nachfrage erhältlich. Auch bieten wir Wochenend-Kurse zur Lemming-Schulung an (online). Das ist für alle zukünftigen Bosse interessant, die mit Lemmingen auf Urlaub fahren wollen. Gerne bei uns melden!

    (Ich werde die Reise in unterschiedliche Episoden einstellen - bitte wartet mit Anmerkungen und Fragen, bis ich fertig bin. Dann beantworte ich gerne alles. Sonst liest sich der Bericht so schlecht - ich bedanke mich)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Episode 1:

    Lemming on Tour - die Anreise

    Donnerstag, 26.2.2026

    Nach langer Planung starten wir mit dem Zug um 10:50 Uhr von Klagenfurt nach München den ersten Abschnitt unserer Reise.

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    Wer sind nun wir?

    Da bin mal ich, die alles geplant hat (natürlich zusammen mit Eva), ein Pamphlet geschrieben hat (das keiner lesen wird), an den Flügen fast verzweifelt ist (da soll noch mal wer sagen, ein Charter Flug ist easy), Listen für die Koffer hat und diese abarbeitet, eine Medikamententasche mithat, die jeden Bordarzt vor Neid erblassen lässt (sie haben eine Amöbenruhr – keine Sorge, kommen sie zu mir), die zusammen mit Eva jeden Ausflug geplant und gebucht hat, die im Vorfeld mindestens 2 Nervenzusammenbrüche ob des Übergepäcks hatte (20 kg – was denkt sich Condor da bloß – bedenke – Medis) und eine Mappe mit allen Informationen in ausgedruckter Form (und gespeichert am Handy) mithat. Und da ist mein Mann, der … mit ist. Als Kofferträger mit Kollektivvertrag (das gilt übrigens auch für Ralf), also mit Anmeldung und Lohn und alles, nicht, dass jemand glaubt, wir betreiben Schwarzarbeit. Unsere Männer sind somit Reiseprinzen!

    Auf jeden Fall sitzen wir nun im Zug, welcher lt. Zugansage nach Darmenstadt fährt (kenne ich nicht, dachte, er fährt nach Darmstadt, aber gut, man lernt ja nie aus), haben alle Koffer gepackt (noch immer hass ich das), haben das erste Teil vergessen (das I-Pad meines Mannes mit allen gespeicherten Filmen – es hängt noch gut an der Steckdose) und den ersten Prosecco getrunken. Deutsches Schiff, zieh dich warm an, die Ösis kommen!

    Die Zugfahrt war sehr angenehm, und gegen 17:30 kommen wir im Hotel an. Wir sind wieder im Hilton am Münchner Flughafen, das ist einfach perfekt für uns. Diesmal sogar mit Badewanne, so endet der heutige (der 1. Anreisetag) sehr entspannt. Morgen wird ein langer Tag, wird schon alles gut und dann sehen wir endlich Eva & Ralf wieder.

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    Freitag, 27.2.2026

    Nach einer durchaus unruhigen Nacht (zuerst warm, dann kalt, dann schnarcht der Mann, obwohl er immer sagt, dass er nur die wilden Tiere vertreibt) und dann läutet auch noch der Wecker unfreundlich früh. Gerade dann, wenn mein Mann mal alle Tiere vertrieben hat, mir angenehm kühl ist und ich entspannt ruhe. Dachte kurz, die Russen kommen, war dann aber doch nur der Wecker (Drecksding). Also aufstehen, anziehen (genaue Reihenfolge beachten, die Unterwäsche gehört, wie schon der Name sagt, unter die Wäsche), waschen, Zähne putzen, Schönheitscreme ins Gesicht klatschen (und hoffen, dass sie ihre Arbeit tut und ihr Geld wert ist – was soll ich sagen, wenn ich meine Brille nicht aufsetze, geht es) und die Koffer wieder schließen.

    Am Flughafen geht das Einchecken des Gepäcks sehr schnell, wiedersehen werden wir es (so Tui will) erst am Schiff wieder. Auch das Handgepäck wird gewogen, aber erstaunlicherweise ist alles gut. Jetzt heißt es mal warten, am Terminal 1, Gate 17, bedeutet dies, hier steppt kein Bär. Wir und gaaaaaaaaanz viele Deutsche (eigentlich nur Deutsche), ein kleiner Vorgeschmack was noch kommen wird. Der Flug nach Frankfurt hat zwar Startschwierigkeiten (Passagiere müssen ob der Balance umgesetzt werden und in Frankfurt herrscht Nebel, sodass wir warten müssen), aber dann ist der Teil der Anreise rasch erledigt. Der wirklich lange Flug nach La Romana ist dann wirklich voll, nicht ein Kind und wirklich viele Deutsche (also nur, das muss man auch mögen – schwierig). Binnen kurzer Zeit ist der Gang neben uns voll mit stehenden Menschen, das würde es bei anderen Fluggesellschaften nicht geben (das ist durchaus nervig und ich bin kurz davor, mir Turbulenzen zu wünschen. Also echt kurz davor und jeder, der mich kennt, weiß, was das heißt). Zusätzlich haben meine Kopfhörer ein kleines Stromproblem, was dazu führt, dass ich die auch noch alle höre. Ach ja, und wir haben noch nicht mal die Hälfte geschafft. Eher anstrengend, das Ganze.

    Wie ihr ja wisst, esse ich eher nicht im Flieger (Flugangst drückt mir doch auf den Magen, das ist ganz anders, wenn wir Business fliegen können, weil als Passagier in der Business stürze ich nicht ab, weil die Business Klasse zu teuer zum Abstürzen ist und auch wenn, werden wir primär gerettet – weil halt Business. Ist doch voll logisch. Und weil logisch, kann ich das Essen in der Business genießen) und da wir Ecco fliegen (verdammt) kommt meine Abstürz-Logik leider nicht zum Tragen und ich esse halt nichts. Die Stewardess war schon ganz fertig und wollte mir aus der Crew-Kiste (Joghurt, Obst, Snacks…) anbieten, nur damit ich nicht komplett vom Fleisch falle (die Gute, die, ich habe leider Gottes sehr viel Fleisch, was da noch abfallen muss, damit man das überhaupt merken würde).

    Letztendlich schaffen wir es ohne größere Amokläufe nach La Romana, ich bin echt erleichtert. Busse bringen uns zur Mein Schiff 1, die Koffer müssen wir nicht selbst holen (Werden alle da sein? Ja, werden sie).

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    Und dann sehen wir sie auch schon, schaut gut aus – und noch besser, weil wir Eva & Ralf am Balkon sehen. Lemminge sind wiedervereint und wir Besties auch! Es ist wie immer so, als wären wir nie getrennt gewesen.

    Auf den ersten Blick gefällt uns das Schiff gut, es wirkt hell und freundlich und auch moderner, als die amerikanischen Schiffe. Was ich nicht gut finde, ist, dass auf vielen Balkonkabinen am Balkon geraucht werden kann – das finde ich doch aus der Zeit gefallen und störend (am Ende der Reise werden wir feststellen, dass es uns nicht aufgefallen ist – wir werden aber in Zukunft darauf achten, im Nichtraucherbereich unsere Kabine zu haben). Nach dem obligaten ersten Essen im Buffetrestaurant werden noch die Koffer ausgepackt und wir werden versuchen, das Auslaufen noch mitzuerleben. Die Chancen stehen 50:50, es bliebt spannend.

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    PS: Unsere Kabinentüre wurde ausgesprochen nett und zuvorkommend von den Deitschen geschmückt. „Schleichts euch, ist unser Schiff!“ Da fühlt man sich doch gleich willkommen. Die Spiele können beginnen.

    Übrigens, das Schiff ist ohne unsere komplette Aufmerksamkeit ausgelaufen. Also eigentlich ein Wahnsinn, dass der Kapitän das geschafft hat, aber wir sind morgens noch geschwommen (also nicht selbst, weil das wäre doch etwas blöd gelaufen, sondern schon das Gesamtschiff), somit versteht er scheinbar sein Geschäft. Hoffentlich bleibt das so, ansonsten kann er sich gerne beim Ausparken oder so unserer Hilfe versichern.

  • Episode 2: Lemminge on Tour - Seetag

    Samstag, 28.2.2026

    Heute haben wir unseren ersten Seetag auf dem Weg nach Jamaica. Wir haben die Uhr eine Stunde zurückgestellt (also somit hat uns der Kapitän eine Stunde geschenkt! Bitte beachtet das Wort geschenkt – ein Geschenk gehört einem für immer und wird nicht schnöde zurückverlangt. Aber kaum 10 Tage später macht er praktisch Schluss mit uns und will sein Geschenk wiederhaben. So was spricht nicht von einer guten Kinderstube), das hilft beim Jetlag. Das Schiff schaukelt ein wenig, dank Patch ist das aber kein Problem für mich. Mal schauen, was der Tag so bringt.

    Mir stellen sich um 6:30 Uhr folgende Fragen:

    1. Wie kann ich mit dem Nachbarzimmer (Eva & Ralf) in Verbindung treten (auf der RCL App gibt es die Möglichkeit, miteinander ohne Internet zu schreiben)?
    2. Warum schlafen die noch (faules Gesindel)?
    3. Wo werde ich frühstücken?

    Bernd ist schon im Fitte – auch das wirft Fragen auf:

    1. Warum?
    2. Warum so früh?
    3. Wie existiert man ohne Kaffee?
    4. Und sind wir schon zu spät, um Liegen zu reservieren (ich mein, deutsches Schiff, deutsche Passagiere – muss ich noch mehr sagen? Und wer bin ich, dass ich mich einem tradierten Verhalten in den Weg stelle?)

    Nach einem guten Frühstück im Anckelmannsplatz begeben wir uns auf das Pooldeck, 4 Liegen sind noch zu finden. Wir fangen langsam an, in den Urlaubsmodus zu wechseln.

    Fazit nach dem ersten Tag:

    • Liegen reservieren können auch Österreicher.
    • Wintergebräunte Körper können rot werden.
    • Man sollte Sonnencreme flächendeckend verwenden, sonst sieht man aus wie ein roter Halbhummer.

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  • Episode 3: Lemminge on Tour - Ochos Rios

    Sonntag, 1.3.2026

    Wir sind gut auf Jamaica angekommen und Ochos Rios empfängt uns mit Sonnenschein. Apropos Ochos Rios, wurde von Eva (Frau Recht) darauf hingewiesen, dass man „Oschos Rios“ sagt. Also eine, die zu Villach – Willach, zu China – Schina und zu dreiviertel 3 – Viertel vor 3 sagt, bessert mich aus. Wollte ich nur mal erwähnt haben und weiß noch nicht, was ich davon halten soll.

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    In Ochos Rios machen wir einen Ausflug über das Schiff „Transfer zu den Dunn´s River Falls“ um 43,20 Euro pro Person. Die Fahrt vom Hafen dauert ca. 15 Minuten und Andrea (unser Guide) hat machen lustigen Spruch auf Lager. „Left is the new right, right is suicid“ (bezogen auf den Linksverkehr). Nachdem wir sehr viele Zettel ausgefüllt und unterschrieben haben (wir waren uns alle nicht so ganz sicher, was wir unterschrieben haben – sind ganz unsicher aus dem Bus gestiegen, voller Angst, jetzt mindestens einer Niere verlustig zu werden. Oder 1 Hoden bei den Männern? Habt ihr mal geschaut, was man am Schwarzmarkt für so ein Ding bekommt? Und unsere Männer haben 2 davon, könnten eigentlich wirklich heroisch eines davon opfern und uns damit Reisen ohne Ende bescheren!!! Hmmm, der Gedanke sollte vielleicht weiterverfolgt werden bzw. Eva und ich sollten vielleicht den Lemming-Kollektivvertrag nochmal überarbeiten), kann es losgehen.

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    Es geht mit einem Führer ganz runter bis zum Strand, hier beginnt dann unsere Kletterpartie. Das ist lustiger, als erwartet, aber auch voll thrillig (bin voller Adrenalin). Wir klettern, wir springen, wir rutschen (sowohl gewollt, als u, wir spritzen uns nass, es ist ein geiler Ausflug.

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    Dann passiert mir etwas ausgesprochen peinliches. Mein Mann nervt mal wieder und ich will ihn (gerechtfertigterweise) schlagen, drehe mich um, nehme Schwung und … schlage einen Wildfremden. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, ich dachte, es wäre Bernd. Ich habe auch kurz vor dem Auftreffen meiner Hand an seiner Brust erkannt, dass es überraschenderweise nicht Bernd war, aber da konnte ich den Schwung leider nicht mehr bremsen. Es hat direkt gerumst. Der unbekannte Geschlagene hat verdutzt geschaut, seine Tochter hat verdutzt geschaut, und ich habe verdutzt geschaut (obwohl, was steht der hinter mir, wenn ich denke, dass mein Mann hinter mir steht, eigentlich fast selbst schuld). Trotzdem 1000 mal entschuldigt und wir haben letztendlich alle gelacht (er wahrscheinlich aus Erleichterung, dass ich ihn nicht weiter schlage, weil verdient hat er es sicherlich irgendwie – weil halt Mann).

    Der Rest der Dunn`s River Falls Besteigung erfolgt dann ohne weitere Zwischenfälle, ich schlage zur Vorsicht nicht mal mehr den Lemming, es ist einfach ein großer Spaß.

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    Die Rückfahrt zum Schiff verläuft problemlos und wir kommen zufrieden wieder im Hafen an.

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    Noch Magnete besorgt, eine Christbaumkugel, leider keine Starbucks Tasse (es gibt zwar einen Starbucks, aber ohne Tasse. Spoiler vorweg, das wird das große Thema dieser Reise – die große Suche nach einer Starbucks Tasse) und schöne Ohrringe.

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    Eigentlich wollen wir dann noch zum Strand, aber 10 $ pro Person sind uns als Eintritt für diese Uhrzeit einfach zu viel. Deswegen geht es zurück aufs Schiff zum Pooldeck.

    Langsam füllen sich auf die Gänge mit Koffer, auf Montego Bay ist ja Ausschiffungstag für einen Teil der Passagiere. Immer ein schönes Gefühl, wenn es einen noch nicht betrifft. Abends spielen wir noch eine Runde Kniffle, wieder gewinnt Ralf, wieder gewinnt der Schreiber (sollte man dahinter System vermuten?). Danach sind wir alle gut müde – Gute Nacht für heute!

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  • Episode 4: Lemminge on Tour - noch immer Jamaika, diesmal Montego Bay

    Montag, 2.3.2026

    Geburtstags-, Aida-Hochzeitstags- und Verlobungsfeiertag! Das muss doch ein guter Tag werden. Aber organisatorisch hakt es heute ein wenig:

    1. Eva hat uns gestern für heute noch einen Ausflug bei getyourguide an einen Strand gebucht – Abholzeit 10:00 Uhr. Das Bestätigungsemail enthielt dann 8:00 Uhr als Abholzeit – somit wurde der Ausflug storniert (da wir nicht so früh von Bord gehen wollten, und uns auch nicht stressen wollten). Nur das akzeptierten sie nicht und überweisen das Geld nicht zurück. Bleibt spannend (News: trotz Einschaltung von paypal wird das Geld nicht zurücküberwiesen, da es in der Beschreibung steht, dass sich die Zeit geringfügig ändern kann – das hatten wir vorher auch gelesen, aber geringfügig war für uns vielleicht 9:00 oder 9:30, aber sicher nicht einfach 2 Stunden. Frau Recht hat das jetzt akzeptiert und es wird uns eine Lehre sein).
    2. Aufgrund des Rundherum-Sorglos-Pakets haben wir nicht daran gedacht, dass wir morgen ja tendern müssen und dazu einen Tender-Slot brauchen. Jetzt haben wir (mit Mühe) 12:15 erhalten – unser Ausflug startet aber um 12:00 Uhr. Wir werden also hoffen müssen, dass wir vorher runter kommen, sonst ist der Ausflug weg. Jetzt wissen wir es, hoffentlich funktioniert das trotzdem (News: nachmittags wurden neue frühere Slots freigeschalten, somit sind wir save. Es hätte uns eigentlich auch klar sein müssen, da wir heute ja in Montego Bay sind und neue Passagiere zusteigen – die ja auch einen Slot brauchen. Ärgerlich war nur, dass ich dafür extra bei der Guest Relation war und die mir das auch sagen hätte können. Hätte uns ein wenig die Spannung herausgenommen).

    Nachdem das mit dem Ausflug ja nichts geworden ist, sind wir einfach mit einem Taxi (7 $ pro Person) zum Doctor`s Cave, einem sehr schönen Strand, nicht weit weg vom Hafen – oder wäre es, wenn der Verkehr nicht ein Wahnsinn wäre. Endlich angekommen, zahlen wir den Eintritt (8 $ pro Person), leihen uns Liegen und Schirme und genießen das karibische, türkisblaue Wasser (wir empfehlen hier, früh genug vom Schiff zu kommen, es wird dann durchaus voll). Nach einem sehr langen und in Klagenfurt auch sehr nebeligen Winter ist das nochmal mehr eine einzige Wohltat.

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    Starbucks Becher von Jamaika bekommen wir auch hier leider nicht, sie sind auch hier nicht verfügbar. Eva und ich sind da echt traurig, es ist nicht so wahrscheinlich, dass wir nochmal nach Jamaika kommen. Aber nützt ja nichts, dann muss es halt wieder auf unsere To-do-Liste (von der wissen die Lemminge natürlich, natürlich nicht in vollen Umfang, wir sind ja fürsorgliche Chefs, wir wollen nicht, dass sie primär dekompensieren. Das muss langsam und in kleinen Schritten kommuniziert werden)!

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    Sonnenverbrannt, klebrig von der Sonnencreme, in Salz und Sand paniert (KFC könnte uns ohne Probleme auf die Speisekarte setzen), bringt uns Willbert sicher durch den chaotischen Straßenverkehr zurück zum Schiff. Magnete kaufen wir im Hafen, damit erhöht sich die Anzahl auf 2, welche in die Kabine ziehen dürfen. Abends feiern wir noch ein wenig mit Pizza und Sekt, Geschenke werden verteilt, ein durchaus netter Abend (das ist wirklich anders als am amerikanischen Schiff, den Geburtstag (obwohl wir mit Geschenken am Tisch sitzen) ignorieren die Waiter wirklich vollkommen. Das ist tatsächlich ein wenig komisch – man muss ja nicht singen, aber gratulieren wäre doch nett).

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  • Episode 5: Lemminge on Tour - Grand Cayman (oder Frau sollte doch nicht beim ersten Date schmusen)

    Dienstag, 3.3.2026

    Heute hat Anna Geburtstag, sie ist ja mit uns in derselben Zeitzone unterwegs von NY Richtung Karibik. Dank Internetpaket können wir ihr auch gratulieren, 26 Jahre, ich kann es kaum glauben.

    Unser Ziel ist heute Grand Cayman, hier tendern wir das erste Mal. Und nach den anfänglichen Problemen gestern mit dem Tenderticket haben wir dann ja noch ein früheres bekommen. Somit steht unserem Ausflug nichts mehr im Wege, Stingray City, wir kommen.

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    Wir haben vorab einen 4 stündigen Ausflug über „grandcaymanexcursions.com“ gebucht, „Stingray City, Barrier Reef Snorkeling & Starfish Beach Excursion“ (65 $ pro Person). Treffpunkt ist direkt am Hafen, weiter geht es mit einem Transfer zum Boot und dann zur Stingray City. Hier heißt es dann mutig sein und ins seichte Wasser zu den (auf die Nähe doch sehr großen) Stachelrochen zu gehen. Ralf bleibt an Bord, wir haben somit unseren eigenen, persönlichen Fotografen.

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    Wir dürfen dann die Rochen angreifen (fühlen sich sehr fischig an) und auch füttern. Die Stingrays beißen ja nicht (ungemein erleichternd), sondern saugen den Fisch ein – und meiner ist da scheinbar sehr hungrig. Er verpasst mir einen Mega-Knutschfleck an meiner Hand (man sollte doch nicht gleich beim ersten Date knutschen), das ist doch sehr schmerzhaft. Wahrscheinlich dachte er, ich würde zum Menü dazugehören. Kurz vermeinte ich zu hören, dass er enttäuscht seufzen würde (verstehe ich, ich wäre für jeden Stachelrochen ein Gewinn).

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    Auf jeden Fall kann man noch Fotos machen (machen wir natürlich), und dann ist das erste Highlight vorbei.

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    Ich muss sagen, letztendlich bin ich ein wenig froh, dies relativ unbeschadet überlebt zu haben. Ich bin auch die einzige mit einem (im Ausmaß zunehmenden) Knutschfleck, trage es mit Fassung und fühle mich geehrt (wir machen solche Ausflüge mit irgendwelchen Tieren, die dafür eingesperrt werden, nie – aber hier geht es, weil die Rochen jederzeit wegschwimmen können, wenn es für sie zu viel wird). Weiter geht es zum Schnorchel Spot, klares Wasser und bunte Fische inklusive.

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    Anschließend tuckern wir noch zu den Seesternen, eine kleine Insel mit herrlichem Wasser, wo wir die Seesterne auch angreifen dürfen – aber keinesfalls aus dem Wasser heben (per Strafe verboten und wird von allen Passagieren rigoros geahndet). Ist schon schön hier, muss ich sagen – würde ich auch ohne Seesterne gut aushalten.

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    Bevor die Reise dann im Hafen wieder endet, bittet einer von der Crew Ralf noch seine Ansage auf Deutsch zu übersetzen (also genau derjenige, der nicht auf ein amerikanisches Schiff wollte, weil er kein Englisch kann) – er macht es jedenfalls fehlerfrei und launig. Trinkgelder bekommt trotzdem nur die Crew, es ist ein brotloses Geschäft, so als Simultan-Dolmetscher auf Grand Cayman.

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    Im Hafen selbst besorgen wir dann noch Starbucks Tassen und Magnete, es läuft, kann man sagen.

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    Kleiner Scherz am Rande:

    Bernd hat beide Tassen an Bord getragen und Eva`s durch eine Mein Schiff Tasse (aus der Kabine) ersetzt. Befürchte, sie wird es erst zuhause merken (er hat sich doch vorher erbarmt, wir haben alle sehr gelacht – vielleicht Eva weniger, bei Starbucks Tassen kennt sie keinen Spaß).

    Abends müssen wir noch eine kleine Kontaktlinsen-Krise bewältigen. Das Drecksding hat sich gedacht, verstecke ich mich mal in Evas Auge. Nach einer fast sterilen chirurgischen Augapfelextraktion (beinahe) und verschiedenartigsten Flüchen in verschiedenen Sprachen (deutsch und österreichisch) konnte das kleine Scheißerchen geborgen und vernichtet werden. Und Eva sieht sogar noch was – als Erfolg auf voller Linie.

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  • Episode 6: Lemminge on Tour - Seetag (oder auch Kofferträger müssen ruhen)

    Mittwoch, 4.3.2026

    Seetag – immer gut zur Erholung. Wir verbringen diesen Tag mit sonnen, sporteln, essen, liegen, Unterhaltungen führen … und dann wieder von vorne beginnen.

    Allerdings ist es ein ewiger Kampf Sonne gegen Sonnencreme. Wir schmieren, die Sonne brennt, wir schmieren, die Sonne brennt – es ist tatsächlich schwierig unter diesen Bedingungen, nicht verbrannt zu werden. Wir haben versucht, unsere Männer dahingehend zu motivieren, mit einem großen Palmwedel neben uns zu stehen und uns den gewünschten Abkühlungseffekt zu generieren – also zu wedeln (Kleopatra lässt grüßen). Allerdings entspricht das scheinbar nicht dem Aufgabenkatalog im Kollektivvertrag, sodass sie hier nicht zu motivieren sind (Erinnerung an uns: das muss in den geplanten neuen Vertrag, immer gut sowas).

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    Irgendwann geben wir auf, die Klimaanlage ist dann unser Freund. Der Spiegel eher nicht, er lässt deutlich erkennen, wo die Sonne gewonnen hat. Nachdem wir uns gut runtergekühlt haben, machen Eva und ich dann im Pool noch unser obligates 1-10 Ranking, wer ist schön (ganz schön; Biniki schön, …) und wer eher nicht. Und wir stellen beide fest, dass diese Schiff eher im unteren Drittel (eher nicht schön – um Gottes willen, was hat sich der oder die dabei nur gedacht) sich bewegt. Auch gut, ist es diesmal halt leicht, dass wir die schönsten sind.

    Sonst passiert nicht mehr viel, wir genießen den Abend im Dining Room und spielen zum Abschluss noch Karten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tanja73 (24. März 2026 um 18:27)

  • Episode 7: Lemminge on Tour - Mexiko (oder wer ist der schnellste Lemming von Mexiko?)

    Donnerstag, 5.3.2026

    Viva la Mexiko!

    Heute erreichen wir Mexiko, hier haben wir unseren längsten Ausflug gebucht. Wir besuchen Tulum und dann weiter Xel-Ha. Das bedeutet, wir müssen um 5:45 aufstehen, um um 6:30 rechtzeitig am Treffpunkt zu sein. Wir sind uns unschlüssig, wer das entschieden hat, weil das ist schon sch… früh. Ob der Uhrzeit sind wir leider deutlich weniger schön, weniger geistreich und weniger lebendig. Aber es hilft ja nichts, also raus aus den Federn, alles, was die Schönheitsindustrie zu bieten hat, ins Gesicht klatschen und das Beste hoffen.

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    Auf jeden Fall gehen wir pünktlich vom Schiff, um das nächste Schiff zu entern – die Fähre, die uns zum Festland bringen soll. Und das tut sie auch, mit viel Schaukelei und Gehüpfe. Trotz Kaugummi und frischen Patch wird das zu einer Herausforderung, Mageninhalt gegen Tanjas Willen. Ich gewinne, es ist allerdings knapp und tut ihr Übriges, um meine Schönheit deutlich ins Negative zu drehen. Gsd kommen wir irgendwann an, hier werden wir auf Busse verteilt und es geht los Richtung Tulum. Dort angekommen, werden wir erstmal über die Regeln aufgeklärt – kein Plastik, Filmen nur mit Gebühr, keine Drohnen, Fotografieren erlaubt (ohne Gebühr). Dann können wir die Maya Stadt besichtigen, zuerst in der Gruppe, dann allein. Es ist sehr schön, sehr alt, sehr heiß.

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    Irgendwann haben wir alles gesehen, beschlossen, dass wir unsere Männer heute doch nicht zum Vergnügen opfern und machen uns vollzählig auf die obligate Suche nach Magneten. Gefunden und zurück zum Bus – alle wieder am selben Platz, wir wollen ja eine Revolution verhindern.

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    Weiter geht es nach Xel-Ha, einem wunderschönen Wasservergnügungspark. Nach einer sehr langen Einweisung (entweder denkt unser Guide, wir sind alle blöd oder dement oder brauchen deutsche Gruppen das immer? Ich bin kurz davor, jetzt eine Revolution zu starten, weil das hält ja niemand aus. Zuerst müssen wir als Gruppe reingehen, dann zeigt er uns beide Restaurants, dann die Umkleide – alles gut ausgeschildert, alles hätten wir allein gefunden. Und zu meiner Verteidigung – es war sooooo heiß. Und kein Lemming weit und breit, der fächern würde bzw. keiner, der bereit würde zu fächern. Deswegen ist ein umfassender Kollektivvertrag so wichtig) sind wir endlich losgelassen. Und das Wasser ist echt ein Traum. Wir machen zuerst die Flussfahrt mit Reifen – schon sehr herrlich. Dann schnorcheln wir und die 3 Mutigen (also ohne mich) machen auch die Wasserrutsche. Alles in allem eine Traumzeit!

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    Langsam, aber sicher geht es zurück und damit endet ein anstrengender, informativer und lustiger Tag in Mexiko. Von den Ausschreitungen haben wir nichts mitbekommen, auch eine vermehrte Polizeipräsenz ist uns nicht aufgefallen.

    Irgendwann sind wir wieder gesund und wenig munter am Schiff. Heute reicht die Energie nur mehr für ein Abendessen im Anckelmannsplatz, dann ist Schicht im Schacht.


    So, das war es für heute - morgen geht es weiter mit den Episoden und den Lemmingen on Tour! Ich freue mich, wenn es euch bis jetzt gefallen hat und ihr unsere Tour weiter verfolgt!

  • Episode 8: Lemminge on Tour - Belize (Nervenzusammenbruch to go)

    Freitag, 6.3.2026

    Wir sind in Belize angekommen und es wartet ein Tag voller Herausforderungen auf mich. Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte einen Nervenzusammenbruch auf einer Brücke (Hängebrücke, wackeliges Teil) gehabt. Aber fangen wir beim Anfang an.

    Wir haben heute wieder einen Ausflug vom Schiff gebucht „Hängebrücke, Zipline und Maya-Höhlen mit Gummireifenfahrt“ um 119,20 Euro pro Person und er sollte 6,5 Stunden dauern. Eva hatte es gebucht und hat mich in einem schwachen Moment erwischt (wahrscheinlich war ich betrunken) – weil Höhenangst und Hängebrücke und Zipline ist eine durchaus schwierige Kombination. Mal sehen (und ich habe viiiiel gesehen!).

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    Wir tendern wieder, aber da wir einen Ausflug machen, brauchen wir uns um nichts kümmern. Am Ort des Geschehens angekommen, bekommen wir alle einen Helm mit Licht – das brauchen wir später in der Höhle. Wir werden in Gruppen zu 8 Personen aufgeteilt, 6 sehr sympathische Menschen und 2, nun ja, andere. Unser Guide erzählt uns viel, er macht das echt gut.

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    Wir kommen bald zu einer sehr kurzen Zipline, diese dient sozusagen dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wenn man die nicht schafft, ist man eine Lusche (er hat es etwas netter formuliert, aber das Ergebnis ist das gleiche). Ich bin sowas mal sicher nicht und stürze mich todesmutig hinein. Ha, ich bin ein Held (ich meine, die Zipline war praktisch fast am Boden, fast konnte man mitlaufen – aber immerhin)!

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    Aber leider hält mein Hochgefühl nur bis zur sehr langen, sehr hohen, sehr instabilen Hängebrücke an (bitte vergesst nicht, wir sind in Belize, Mittelamerika, die haben sicherlich keine deutschen Standarts, wie Hängebrücken im Dschungel zu bauen sind). Bei der Hälfte möchte ich nachhause. Klein Tanja möchte aus der Hängebrücken-Hölle abgeholt werden. Denke kurz darüber nach, mich hinzusetzen und einen Nervenzusammenbruch zu bekommen – bin mir aber auch durchaus klar, dass mich das nicht von der Sch… Brücke bringt. Eva merkt meine missliche Lage (möglicherweise habe ich geschluchzt) und atmet mich zum Brückenende (Einatmen und ausatmen, nicht nach unten schauen, Ziel fokussieren, einatmen, ….). Das Ergebnis ist, dass die ganze Brücke geatmet hat und ich irgendwann schweißgebadet wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Herrschaftszeiten, was für ein kranker Sch…

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    Da sind die nachfolgenden Ziplines Kinderkram – also fast, also eher nicht, aber machbar. Bis wir zur letzten Zipline gekommen sind. Die endet nämlich in der Höhle – das bedeutet, du siehst die Hand vor Augen nicht (Licht hin oder her) – das bedeutet wiederum, du siehst das Ende nicht – das bedeutet, du hoffst, dass da wer steht, der dich freundlicherweise abbremst, bevor du an die Wand knallst.

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    Da ich noch in der Lage bin, hier darüber zu berichten, sind wir abgebremst worden. Im Nachhinein auf sicheren Boden stehend ist das alles sehr geil und ich bin stolz auf mich (vergessen wir mal diesen winzigkleinen Nervenzusammenbruch – kaum der Rede wert).

    Weiter geht es jetzt am Wasser mit Gummireifen. Diese bindet unser Guide zusammen und lenkt uns durch das Höhlensystem. Nett, wie Eva so ist, denkt sie sich, Tanja schaut wieder entspannt aus, das beenden wir und fragt nach, ob es hier Wasserschlangen gibt – ja, gibt es, sofort ist Tanja weniger entspannt (denkt euch bloß, jetzt überlebe ich diese ganze Hängebrücken- und Ziplinethematik, um dann im Wasser treibend durch eine Wasserschlange zu sterben – das wäre echt voll schade). Schlangen haben wir dann aber freundlicherweise keine gesehen, dafür aber eine ziemlich große Spinne (die Eva hasst) – Karma is a bitch, liebe Eva!

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    Mitten in der Höhle müssen wir dann alle unser Stirnlampen auschalten, wow, das nenne ich finster. Irgendwie auch gruselig, weil wir so nie mehr aus der Höhle herausfinden würden. Solche Dunkelheiten kennt man gar nicht mehr. Gsd funktionieren dann unsere Lampen, aber es ist schon ein eigenartiges Gefühl.

    Dann sind wir auch schon am Ende unserer Fahrt angekommen, Mutige (Bernd und ich) werfen sich noch ins Wasser und genießen die Abkühlung. Es war jedenfalls ein Ausflug, der empfehlenswert ist – auch weil man die ganze Tour in Kleingruppen macht. Würde ich es nochmal machen? Ja! Warum? Weil ich das Schlechte gerne verdränge und der Rest super war.

    Zurück im Hafen noch schnell Magnete besorgt (ist gar nicht so einfach, da fast alle Geschäfte schon zu haben) und dann tendern wir auch schon zurück. Wieder geht ein wunderschöner Tag mit wundervollen Menschen zu Ende, Urlaub pur!

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  • Episode 9: Lemminge on Tour - wir schaukeln auf Coxen Hole

    Sonntag, 7.3.2026

    Es geht Schlag auf Schlag, wir sind jetzt in Coxen Hole auf Roatan angekommen. Hier haben wir einen privaten Transfer zu einem Strand, Brady´s Cay, gebucht (59,99 $).

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    Wir gehen pünktlich vom Schiff, und unser Fahrer wartet schon auf uns. Nach einer sehr kurzweiligen und informativen Fahrt über die Insel kommen wir am Bootstransfer an.

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    Unser Fahrer sagt, dass heute der perfekte Tag ist, weil nur unser Schiff im Hafen liegt – das bedeutet weniger trubelig. Und echt, wir sind derzeit zu 6! Am Strand. Und der ist einfach nur herrlich.

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    Türkises Wasser, perfekte Liegen und eine Schaukel für die tollsten Fotos. So stellt man sich Karibik vor. Wir genießen die Zeit, machen Fotos, tauschen diese mehr oder weniger erfolgreich aus und debattieren, ob unsere Männer sich für uns aufgespart haben. Sie bestehen darauf, obwohl wir es natürlich besser wissen (ich sage nur, liederlicher Lebenswandel).

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    Gegen halb 3 lassen wir uns wieder zurück in den Hafen bringen, Magnete kaufen sich ja nicht von alleine. Der Hafen von Roatan ist auch wirklich schön und läd zum Verweilen ein. Wir finden hier wunderschöne Magnet und ebenso tolle Ohrringe (wer kann bei Schildkröten schon nein sagen?) – mission completed!

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    Zurück am Schiff entspannen manche, manche gehen ins Fitte (nenne keine Namen). Aber fürs Auslaufen sind wir wiedervereint – ich muss sagen, mit Auslaufmusik ist das nochmal schöner und eine ganz andere Liga.

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    Abends essen wir wieder im Dining Room, das ist hier immer sehr entspannt und man muss nie warten. Scheinbar isst ein Großteil der Passagiere lieber im Selbstbedienungsrestaurant. Wir machen das nur, wenn ein Ausflug zu lange dauert, weil wir finden, dass die Auswahl nicht optimal ist. Aber grundsätzlich wird hier niemand verhungern.

  • Abends essen wir wieder im Dining Room

    Darf ich mal fragen, welches Restaurant du meinst? Auf Mein Schiff gibt es doch keinen "Dining room" :/:?:

  • Episode 10: Lemminge on Tour - oder wie man einen Kapitän verwirrt

    Sonntag, 8.3.2026

    Unser vorletzter Seetag ist angebrochen. Und wir genießen wieder die Sonne, was dazu führt, dass wir am Ende des Tages alle different shades of red aufweisen. Seegang und Wind nehmen zu, ich muss den Patch wechseln, mir ist ein wenig flau im Magen.

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    Abends gehen wir ausnahmsweise in das Fischrestaurant (Fischmarkt) auf Deck 12. Auch keine Wartezeit (wir gehen immer um 18:45 essen – mein Kind würde sagen, alte Menschen halt) und das Essen ist sehr gut. Unser Kellner ist total süß und wir geben ihm abschließend ein Trinkgeld (was wir eigentlich jeden Abend auch im Hauptrestaurant machen) – er ist sehr überrascht und freut sich sichtlich.

    Vielleicht noch eine Anekdote am Rande (damit ihr wisst, was wir als Lemming-Ehefrauen manchmal mitmachen):

    Wir liegen alle am Pooldeck und der Kapitän (Sven Kassel) kommt vorbei. Mein Mann springt auf (Lemming 2 gleich mit), fragt den Kapitän um ein Foto und drückt ihm das Handy in die Hand. Die Lemminge werfen sich in Pose und der Kapitän ist deutlich irritiert (weil normalerweise ein Foto mit ihm gewünscht wird und nicht von ihm). Letztendlich machen sie dann doch alle 3 ein Foto. Da passt dann auch der Spruch des Kapitäns zum Weltfrauentag „Hinter jedem lustigen Mann steht eine Frau, die den Kopf schüttelt.“ Das war mal wieder so ein Moment.

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  • Schöner Bericht Tanja73

    Ich sehe übrigens alle Fotos. Denke Tanja meint das Atlantik Restaurant Elbflorentina

    LG Kaline, die sich schon auf die Fortsetzung freut.

  • Episode 11: Lemminge on Tour - oder wie könnte ich ein Faultier mitnehmen?

    Montag, 9.3.2026

    Und weiter geht die wilde Tour, wir kommen heute nach Puerto Limon auf Costa Rica (und nicht Puerto Rico, wie ich es fälschlicherweise vielleicht einmal aufgeschrieben habe – klingt doch sehr ähnlich. Aber Frau Recht ist da sehr korrekt). Auch hier haben wir einen Ausflug vom Schiff gebucht, zuerst Strand und dann noch einen kurzen Stadtbummel „Lässig: Strand und Bummeln in Puerto Viejo“ (79,99 € pro Person, 6,5 Stunden).

    Zuerst fahren wir mit dem Bus relativ lange, um zu einem schönen Strand zu kommen. Zwar sind hier rote Fahen aufgestellt, und die Strömung ist wirklich irre, aber ein wenig gehen wir doch ins Wasser – zur Abkühlung. Bis zu den Knien, dann hinsetzen, weil weiter traue ich mich echt nicht, man kann kaum stehen, so sehr zerrt das Wasser an einem. So ist das Baden hier leider nicht die Hauptattraktion, aber die echte finden wir hinter uns im Dschungel (und hier ist echter Dschungel (das bedeutet, dass Eva Angst vor Spinnen und Tanja Angst vor Schlangen haben, die Lemminge haben, wie gewohnt und wie erwartet und lange trainiert (wie gesagt, wir bieten Kurse an!) Angst vor uns!).

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    Hinter uns in den Bäumen hat sich nämlich ein Faultier (jaaaaaaaaa, ein echtes Faultier) bequem gemacht und wird schnell zum begehrten Fotomotiv. So süß, man möchte es mitnehmen und knuddeln. Leider müssen wir uns mit Fotos begnügen – es fällt uns schon schwer. Dann biete es uns auch noch eine seltene Show, es geht runter vom Baum, für sein wöchentliches Geschäft und klettert wieder nach oben. Man steht da und ist berührt (Eva und ich würden es gerne einpacken, knuddeln, lieben – aber die bösen Lemminge sagen nein!).

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    Beim Zurückgehen zum Bus (die Lemminge kontrollieren übrigens unsere Taschen, sind schon misstrauische Ehemänner, die beiden) sehen wir dann in den Bäumen noch eine Affenfamilie, wir fühlen uns wie in einer anderen Welt (was eigentlich auch stimmt). Weiter geht es in die kleine Surferstadt, Puerto Viejo, hier bummeln wir, immer auf der Suche nach dem perfekten Magneten und nach den perfekten Ohrringen (Eva sagt ja, ich habe ein Ohrring-Problem; Ich gebe es zu, ich heiße Tanja und ich bin eine Ohrring-Abhängige). Wir finden beides und sind somit sehr glücklich.

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    Was machen wir eigentlich mit diesen Magneten? Wir haben zuhause eine große Metallwand, wo sie alle ihren Platz finden. Oft stehe ich dann davor und es kommen Erinnerungen hoch. Sie ist schon relativ voll, auch das macht mich glücklich, wenn ich sie anschaue (habe euch ein Foto davon eingestellt, hier schon mit einer weiteren Metallplatte)

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    Zurück am Schiff genießen wir das Auslaufen, das ist auf diesem Schiff schon ein berührender und einzigartiger Moment, da sind wir uns alle einig. Und der inkludierte Sonnenuntergang ist dann schon fast kitschig.

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  • Episode 12: Lemminge on Tour - oder Oh, wie schön ist Panama!

    Dienstag, 10.3.2026

    Manchmal muss ich kurz innehalten und mich kneifen – wir sind tatsächlich in Panama (wo ist jetzt Janosch und die Tigerente?). Wir haben hier im Vorfeld einen Transfer nach Panama City gebucht (über das Schiff, „Malerische Altstadt auf eigene Faust“, 59,99 € pro Person, 6 Stunden), um dann die Stadt auf eigene Faus erkunden zu können (und um, ich bin mir sicher, ihr wisst es schon, Magnete, Ohrringe und Starbucks Tassen zu kaufen; Spoiler vorweg, in 2 von 3 werden wir erfolgreich sein, Nummer 3 ist auf dieser Reise wie verhext).

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    Unser erster Weg führt uns zum Panama Kanal Monument, wo wir die Einfahrt zum Kanal erahnen können. Und wir sehen auch, dass es auch am Wasser zu Staubildung kommen kann (scheinbar Rush Hour). Fotos werden gemacht, wir haben heute die Lemming Shirts an (die von den Männern seht ihr am Anfang des Berichts, unsere hier).

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    Weiter geht es durch eine Gasse, in der viele Hüte aufgehängt wurden – sie heißt dementsprechend auch Calle de los Sombreros. Herrlich bunt und wunderbar für Fotos (und dann die Menschen-Lösch-Funktion von Apple – dann schaut es so aus, als wären wir alleine).

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    Nach einer kurzen Stärkung in einem süßen Café mit herrlich ruhigem Innenhof (inkl. sehr süßen Katzen) (sogar hier kaufe ich Ohrringe, aber ich kann da echt nichts dafür, da war die süße Katze, die hat mich hingeführt, ich habe echt versucht, stark zu bleiben, aber die Katze war echt voll süß, und so ein kleine Sackale mit Ohrringen, das wirkt sich ja gar nicht auf unser Gepäck aus und ich habe die echt gebraucht, die waren wunderschön und überhaut) geht es gestärkt weiter zur Kirche San Francisco de Asis.

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    Stellt sich die Frage, gefällt uns Panama City? Ja! Jedenfalls dieser Teil! Colon, wo wir ja angelegt haben, ist ohne Frage sehr hässlich. Sehr viel Armut, sehr viele kaputte Gebäude, sehr viel Müll überall.

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    Der Hafen an sich ist wiederum schön gemacht, mit großer Duty Free Zone und nett gemachten Foto-Spots.

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    Wieder an Bord verfolgen wir wieder das Auslaufen – wieder mit Gänsehaut.

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  • Episode 13: Lemminge on Tour - oder Tantscha geht der Frage nach, warum die Hitze nicht Fett schmelzen lassen kann?

    Mittwoch, 11.3.2026

    Es ist soweit, wir haben unseren letzten Hafen erreicht: Cartagena in Kolumbien. Hier sieht man wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind kaum von La Romana weggefahren und jetzt ist die Reise praktisch fast wieder vorbei. Aber denken wir jetzt nicht daran, genießen wir den Tag.

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    Und der hat es in sich. Der Kapitän hat uns schon vorgewarnt, es wird heiß und es ist heiß (wie in der Hölle. Nicht, dass ich da schon mal war, aber ich kann es mir wärmetechnisch so vorstellen). Wir wollen diesmal mit dem Taxi selbst unterwegs sein also müssen wir durch das Terminal hinaus. Und das ist hier etwas Besonderes. Nämlich ein kleiner Zoo ohne Gitter und Zäune, dafür mit verschiedenen Papageien, Pfauen, Affen und Flamingos. Das hat etwas, muss ich sagen.

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    Draußen machen wir ein Taxi klar, welches uns zuerst zum Konvent „Konvento de Santa Cruz de la Popa“, ein historisches Kloster am höchsten Berg der Stadt, hinaufbringen soll und dann in die berühmte Altstadt (15 $ pro Person). Und wir haben glaube ich das älteste Taxi erwischt, ohne gute Klimaanlage und mit ruckelnder Fahrweise. Und nur mit 1. und 2. Gang und die trifft er nicht immer. Hinauf muss er auch noch die (schlechte) Klimaanlage ausschalten, sonst wäre er nicht hinaufgekommen. Ein echter Horror (vor allem bei der Hitze und der Fahrweise), für den wir tatsächlich auch noch Geld bezahlen. Im Konvent zahlen wir 5 $ Eintritt (außer Bernd, der braucht eine Pause ob der Übelkeit verursachenden Fahrweise) und bekommen einen schönen Blick über die Stadt und einen ruhigen Innenhof.

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    Weiter geht es Richtung dem Viertel Getsemani mit seinen wunderschön bemalten Hausmauern. Er will uns dann noch abholen, was wir fassungslos ob des Ansuchens ablehnen – es gibt auch kein Trinkgeld, ein Wahnsinn, die Fahrweise (ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll, er gab Gas, runter vom Gas, Gas, runter vom Gas, Gas …. Und das nur im 1. und 2. Gang).

    In Getsemani lassen wir uns treiben und genießen die wunderschöne Umgebung.

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    Wißt ihr eigentlich, dass heiße Luft, die man fächert, noch immer heiß ist? Es ist so, als würde ein Fön ins Gesicht blasen. Hot like Hell! Der einzige Vorteil, frau braucht keine Toilette, weil wir schwitzen jedes Fitzelchen Flüssigkeit auf unserem Körper. Deswegen genießen wir auch unsere Pause im sehr klimatisierten Café und merken richtig, wie der Schweiß trocknet. Natürlich nur kurz, weil irgendwann müssen wir wieder raus in diesen Temperaturwahnsinn. Tapfer geht es weiter, der Körper und der Kreislauf möchten ihren Dienst einstellen und ich frage mich, warum ich nicht wenigstens Fett schwitzen könnte (ich wäre nach diesem Tag ein Size Zero Modell).

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    Wir sind jetzt in der Altstadt, auch wunderschön und noch schöner, weil hier bekommen wir endlich unsere ersehnte Starbucks Tasse. Läuft! Vor einer Markthalle sehen wir dann das Kurioseste unserer Reise. Hier sitzen ganz viele Menschen an Tischen mit Schreibmaschinen. Das sind alles ehemalige Jus-Studenten, die ihr Studium abgebrochen haben und jetzt ihre Dienste für Steuererklärungen und ähnliches anbieten. Eigentlich geile Idee, aber ebenso voll fremd.

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    Wir lassen uns noch ein wenig treiben. Magnete müssen gekauft werden. Dann geht es zurück zum Schiff, Eva ist in ihrem Element und ich … eher nicht. Ich fluche, hasse sie, wünsche ihr die Krätze an den Hals … natürlich alles nur leise und so, dass sie es nicht merkt. Weil wenn Eva in ihrem Element ist (also gehen darf), macht sie mir Angst. Bevor ich mich komplett auflöse, sind wir tatsächlich wieder am Schiff (Und ja, es hätte genug Taxis gegeben, aber die Blöße wollte ich mir dann auch nicht geben. Und als ich sie mir gerne geben wollte, gab es keine Taxis mehr. Und in dem Zustand hätte ich Eva gerne gehaut, aber sie war zu schnell und ich war …. Kennt ihr Dead Man Waking?) – Halleluja! Das obligate Rückkehrer-Bier habe ich mir heute wirklich verdient!

    Auch beim letzten Auslaufen sind wir dabei, diesmal sogar mit der Welle im Reisefilm. Langsam geht unsere wunderbare Reise zu Ende, leichter Wehmut kommt auf.

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  • Episode 14: Lemminge on Tour - es ist jetzt MEIN Schiff

    Donnerstag, 12.3.2026

    Wir haben heute nicht nur unseren letzten Seetag, sondern es ist ebenso unser letzter Tag am Schiff. Morgen erreichen wir La Romana und dann ist die Reise wirklich vorbei. An dieser Stelle möchte ich mir die Zeit nehmen, und unsere Erfahren zusammenfassen. Und ich lasse euch auch wissen, ob mir denn die Mein Schiff gefallen hat.

    Was hat mir sehr gut gefallen?

    Mir hat das Schiff mit seinen Farben, seiner Gestaltung, seiner Einrichtung sehr gut gefallen. Ich finde, es wirkt modern und jung und ist ansprechend auf mich. Unsere Kabine war schön, das Bett bequem und die Farben haben mir wirklich gut gefallen. Das Pooldeck war einladend, es waren immer genug Liegen vorhanden und der Pool ist mit seinen 25 Meter einfach nur geil. Entgegen meinen Befürchtungen, dass es der Lieblingssport der anwesenden Passagiere sein wird, Liegen zu reservieren, passierte das kaum und wenn, wurden auch Sachen weggeräumt. Das ist tatsächlich teilweise auf den amerikanischen Schiffen schlimmer. Was Bernd und mir ausnehmend gut gefallen hat, war, dass es keine laute Musik am Tag am Pooldeck gab – das fanden wir zum Schluss bei den Amerikanern echt störend. Auch das ganze Konzept, dass man sozusagen All inlusive hat und nicht darauf achten muss (bis auf wenige Ausnahmen), was man trinkt, ist extrem angenehm und ich mag es.

    Die deutsche Sprache finde ich positiv, wenn der Kapitän spricht, weil ich ihn verstehe. Nicht, dass ich kein Englisch könnte, aber ansonsten verstehe ich kaum was (weil die Kapitäne, die dann englisch sprechen, meist keine native speaker sind, somit habe ich meist keine Ahnung, redet er über das Wetter, oder greifen wir Spanien an). Ich bräuchte es nicht überall, da ich auch sehe, dass sie die Kellner teilweise schon sehr plagen, verstehe aber das Konzept – und zur Not spreche ich einfach englisch.

    Das Ausschiff-Konzept fand ich genial, wir konnten bis zur Abreise am Schiff bleiben. Herrlich. Da können sich andere was abschneiden. Die Sauna habe ich leider nicht benutzt, werde aber das nächste Mal darauf zurückkommen. Was ich wirklich geliebt habe und was mich mehr berührt hat, als erwartet, war die Musik zum Ablegen. Die „große Freiheit“ lautstark, dazu diese ganz eigene Stimmung – ich hatte Gänsehaut!

    Was hat mir weniger gefallen?

    Das Essen im Selbstbedienungsrestaurant fand ich nicht besonders gut und auch die Auswahl entsprach nicht immer meinem Geschmack. Ich fand auch, dass es schlecht aufgeteilt war. Speisen, die sehr nachgefragt waren (wie Omelette oder Speisen aus dem Wok) gab es nur an einer Stelle – hier sind die Amerikaner besser, die ihr Angebot immer spiegeln – somit kann man dies an 2 Stellen erhalten. Die Speisen im Restaurant waren sehr gut, aber die Portionen waren ein Wahnsinn – so wenig. Gsd hatte man 5 Gänge, sonst wäre das schwierig. Ich fand es nervig, dass meine Vorspeise, die wirklich gut war, mit einem Bissen erledigt war -da hätte ich gerne mehr gehabt und dafür weniger Gänge.

    Ich finde, die Kellner könnten ein wenig mehr von den Amerikanern übernehmen (nicht das ganze Getanze) – ich mag es, wenn die sich vorstellen und man so ein wenig ins Plaudern kommt. Wir haben auch immer versucht, den gleichen Tisch zu bekommen (war leichter als gedacht) und so hat das ein wenig gefehlt. Auch unsere Kabinenreinigung haben wir nie gesehen, ich hätte mich gerne persönlich bedankt, wusste so aber nicht, wie sie aussehen (sie waren super, keine Frage). Trinkgeld haben sie natürlich trotzdem bekommen, ich musste es in einem Kuvert lassen, hätte es gerne persönlich übergeben mit persönlichem Dank.

    Ich fand, am Balkon fehlt ein Hocker – ich mag es, wenn ich meine Beine hochlagern kann. Mit dem vorhandenen Tisch kann man das natürlich auch machen, aber das ist mühsam und eigentlich habe ich den Tisch auch gebraucht. Das ist eine Kleinigkeit, aber ich würde mich freuen.

    Zusammenfassend kann ich sagen, diese Reise mit der Mein Schiff hat mich abgeholt. Ich war wirklich skeptisch, ob ein deutsches Schiff etwas für mich ist. Aber ich mag es wirklich sehr. So sehr, dass wir alle noch am Schiff die nächste Reise gebucht haben. Ich glaube, das sagt alles.

    Nachdem dies jetzt geklärt ist, steht leider das Kofferpacken an, welches ich hasse. Zum einen bedeutet es immer, dass eine Reise zu Ende geht, zum anderen bedeutet es auch, dass am Ende der Koffer gewogen werden muss. Wir haben vorsorglich 10 kg hinzugekauft, somit sind wir im grünen Bereich. Nach unserem letzten Abendessen werden die Koffer in den Gang gestellt, wehmütig tun wir das. Die letzte Nacht an Schiff ist immer von Wehmut begleitet, aber wir trösten uns, dass die nächste Reise schon auf uns wartet. Wieder mit Eva und Ralf, diese Reisen gemeinsam sind etwas ganz Besonderes. Ihr werdet es sicherlich schon in den Berichten gemerkt haben, wir ergänzen uns und wir könnten uns niemanden vorstellen, mit denen wir lieber reisen würden.

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  • Episode 15: Lemminge on Tour - oder Tanja will nachhause!

    Freitag, 13.3.2026

    Es geht wirklich nach Hause! Puh, diese plötzliche Realität kickt richtig rein. Aber dank dem Abreisepaket von Tui ist es im Gegensatz zu anderen Reisen wirklich sehr entspannt (bleibt nicht so, aber davon später mehr).

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    Wir gehen ganz ruhig frühstücken und dann zum Hafen-Terminal, um unsere Koffer einzuchecken (wir werden sie erst wieder in München sehen) – überraschenderweise werden sie hier nicht mal gewogen (verdammt, ich hätte mehr kaufen können). Dann gehen wir wieder zurück und machen es uns am Pooldeck noch gemütlich. Wir werden erst um 14:30 abgeholt, unser Flug geht um 17:15. Eva und Ralf kommen direkt nach uns, ihr Flug geht um 17:30 nach Düsseldorf.

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    Der Flug nachhause ist (obwohl wir einen Notausgang-Sitz haben) geprägt von Schmerzen und dadurch 0 Schlaf für mich (mein Ischias hat mich sehr geplagt) und wenig Schlaf für Bernd (er leidet mit), aber ansonsten relativ ruhig. Wir landen in Frankfurt, haben dann wirklich zu tun, dass wir zu unserem Anschlussflug kommen und starten dann Richtung München. Von diesem 35 minütigen Flug habe ich wenig mitbekommen, ich habe tief und fest geschlafen (leider zu kurz, bin wie in Watte gepackt). Wahrscheinlich war der Flug ruhig, wie gesagt, ich war out of order.

    Dann weiter zum Münchner Hauptbahnhof, wir müssen ja noch mit dem Zug heim. Und diesmal war das super, wir mussten nicht lange warten, es war kein Schienenersatzverkehr angesagt (wie bei unseren letzten Reisen), wir waren happy. Bis, ja bis, die deutsche Bahn dachte, sicher nicht – die Ösen sollen warten. Unser Zug wurde aufgrund von Gleissperrungen gecancelt. Und es wurde uns gesagt, es ist nicht sicher, wann oder ob heute überhaupt noch ein Zug fährt. Kennt ihr das, wenn ihr todmüde seid und jemand etwas zu euch sagt, und ihr das Gefühl habt, euer Gehirn hat auf mechanisch umgestellt? Auf jeden Fall, ich konnte gar nichts damit anfangen. Bernd hat mich gefragt, was wir machen sollen, warten oder in ein Hotel? Ich so, hä, was, ich will heim, da ist mein Zug, was ist los? Ich will nicht in München sterben, ich mag Deutschland nicht, ich mag nachhause, es soll mich wer abholen. Das hätte noch ewig weitergehen sollen, aber dann sahen wir einen Regionalzug nach Salzburg. Nichts wie hinein (wir sind nicht auf die Idee gekommen, dass der doch auch ein Problem hat, weil auch der braucht Schienen) – und mit uns alle anderen. Der Zug war somit gut gefüllt.

    Er ist auch losgefahren, natürlich nicht so richtig lange, irgendwo in der deutschen Einöde (echt) sind wir stehengeblieben und haben gewartet (ich immer so, bitte nicht hier rausschmeißen, bitte nicht hier, ich will nach Österreich) und irgendwann sind wir tatsächlich Richtung Salzburg weiter. Große Erleichterung. In Salzburg mussten wir dann auf einen Zug nach Klagenfurt warten und waren dann schlussendlich 3 Stunden später zuhause. Ich war selten so froh, daheim zu sein.

    Damit endet dieser Reisebericht, ich hoffe, ihr hatte Spaß. Wir hatten ihn auf jeden Fall. Bis zum nächsten Mal!

    Einmal editiert, zuletzt von Tanja73 (26. März 2026 um 11:46)