[Reisebericht] Antarktis – Große Expeditionsroute intensiv (inkl. Vorprogramm) – 17.01.-11.02.2025 – HANSEATIC nature

  • CosmoST ich finde deinen Vergleich zu den Kaffeewärmern so lustig, aber nah dran. :D

    Lg. Monika


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  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Die Bilder sind echt mega toll :thumbup:

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    Höhepunkte des Westlichen Mittelmeers


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    Festtage in der Karibik


    Leider schon vorbei

    2016 - März Karibik Mein Schiff 3

    2017 - Juni Mittelmeer mit Ibiza Mein Schiff 5

    2018 - April Kanaren mit Kapverden Mein Schiff 4

    2019 - August Adria mit Sizilien und Griechenland Mein Schiff 6

    2020 - August Passau-Budapest-Passau Nicko Vision

    2021/22 - Dezember Kairo-Luxor-Assuan Steigenberger Legacy

    2022 - August/September Hamburg bis New York Mein Schiff 1

    2023 - Februar Kanaren mit Lanzarote Mein Schiff 4

    2023/24 - Dezember/Januar Silvesterreise Dubai Mein Schiff 2

    2024 - August Westliches Mittelmeer mit Valencia Mein Schiff 2

    2025 - März Kanaren mit Marokko Mein Schiff 7

    2025/26 - Dezember/Januar Festtage in Mittelamerika Mein Schiff 1

    2026 - August Adria mit Mein Schiff 4


  • rundumdiewelt : Der Begriff Kaffeewärmer ist aber nicht von mir. Das ist der "offizielle" Begriff im Expeditionsteam an Bord. Er passt aber bildlich gesehen auch ^^

    VG Sven

  • Was soll man zu den Bildern noch sagen? Fantastisch :thumbup::thumbup::thumbup:Auch ich bin total beeindruckt - mir fehlen die Worte.

    Einfach Danke für diese Traum-Bilder ist viel zu wenig. Ich bin echt geflasht.

    LG


  • Ich durfte ja vor einigen Jahren auf Falkland am Volunteerpoint auch schon einmal eine fast unüberschaubare Menge Königspinguine hautnah erleben und kann von daher Deine / Eure Empfindungen mehr als nachvollziehen.

    Danke für die grandiosen Aufnahmen lieber Sven CosmoST

    LG
    Siegrid

  • Ich kann mir vorstellen, wie grandios es gewesen ist mittendrin zu sein. Uns ging es im letzten Jahr in Uganda beim Gorillatracking ebenso. Man kann gar nicht glauben was man grad erlebt :love:

    Wahnsinnig tolle Bilder sind dir wieder gelungen! Man hat manchmal das Gefühl, die Tiere stellen sich für dich extra in Pose :)

    Liebe Grüße

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26

  • Was für ein Erlebnis CosmoST :!::!::!: Und Du lässt uns daran teilhaben:love:. Wunderbare Fotos sind Dir wieder gelungen! Ein großes Dankeschön dafür!

    *MeinSchiff*Glück auf!

    Lebe! Jetzt! Das Leben ist zu kurz für irgendwann!

    RB Norwegens Fjorde mit Aida Perla 05.05. - 15.05.2023
    RB MSC Euribia vom 16.05. bis 23.05.2026 Nordland ab Kiel

  • CosmoST

    Ich bin sprachlos - so schön ! :love::love::love:

  • CosmoST

    :love: Ich habe diese Reise selber unternommen mit Hapag Lloyd und weiß wie es sich anfühlt in einer Kolonie von Pinguinen mit 50.000 (!) Brutpaaren auf Südgeorgien zu stehen! Als ich das erste Mal auf einem Hügel stand und die Tiere live sah und hörte, kullerten bei mir Tränen der Freude und Fassungslosigkeit, dass ich dies erleben darf! Wir haben einige Schnappschüsse und Kurzvideos, die sooo lustig sind. Das kann man nicht iniizieren. Ebenso das Erlebnis ca. 50 Wale so nah zu beobachten (man sah jede einzelne Pocke) und zu hören. Das Schiff "stand" eine Stunde lang und die Passagiere, wenn sie denn redeten, flüsterten.

    Aber was du hier lieferst ist mehr als großes Kino:!:<3:thumbup::love: Du hast sooo viele Infos in deinem Bericht, die ich bisher nicht kannte. Toll, toll, toll...

    @all
    Sollte jemand vorhaben diese Traumreise zu machen, unbedingt darauf achten, dass Südgeorgien dabei ist!!! Meine Meinung!:)

    Liebe Grüße
    Britta :)

  • Deine Fotos sind einfach nur umwerfend schön CosmoST :love: und die der Tierwelt in Südgeorgien ja einfach atemberaubend…

    Südgeorgien war damals ja leider nicht auf unserer Antarktis-Tour dabei … Da haben wir ja ganz schön was verpasst…, vielleicht ein guter Grund zur Wiederholung…;)

    Danke auch für die vielen Informationen

    LG Marina

  • Dein Bericht ist phantastisch, Deine Bilder sind atemberaubend schön, lieber Sven CosmoST - vielen Dank für‘s Teilen!

  • 29.01.25: Grytviken (Südgeorgien) – Schöne Natur in bedrückender Umgebung (Teil 1)

    Auch heute war mal wieder nichts mit Ausschlafen. Um 07:30 Uhr erschallen die ersten Borddurchsagen, dass wir die Bucht von Grytviken erreicht haben. Kurze Zeit später fällt der Anker. Wir nutzten die Gelegenheit, uns die Kulisse und das Bergpanorama vom oberen Deck aus anzuschauen.

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    Es war noch sehr windig. Um 08:00 Uhr wurden die Behörden mit einem Zodiac abgeholt. Diese würden erstmal die Eindeklarierung des Schiffes und der Passagiere vornehmen. Für uns erstmal der Startschuss, um zum Frühstück zu gehen.

    Kurz vor 09:00 Uhr gab es dann die nächste für uns interessante Durchsage. Die Freigabe des Schiffes war erfolgt. Vor dem Landgang stand aber noch der Bio-Security-Check durch die Behörden an, also die Kleidungskontrolle. Vor 2 Tagen hatten wir ja unsere Kleidung untersucht und von allen Samen und Schmutz befreit. Gestern hatten wir aber noch 2 Landgänge gehabt, die Stiefel sind akribisch geputzt worden und jeder sollte seine Kleidung auch noch mal untersuchen. Aber würde das ausreichen? Schon bei mehr als 15 gefundenen Beanstandungen wäre der weitere Landgang in Südgeorgien verboten worden.

    Die erste Farbgruppe unterzog sich also der strengen Kontrolle. Es wurde jedoch nichts gefunden und aufgrund der charmanten Art unseres Expeditions-Leiters beließ man es heute auch bei stichprobenartigen Kontrollen. Wir erreichten die volle Punktzahl von 100%. Und dann wurden auch die nächsten Farbgruppen – unter anderem auch wir – aufgerufen und konnten ins Tenderboot steigen.

    Richtig gelesen, Tenderboot. Meist setzt man auch hier mit dem Zodiac über. Bei Ebbe kann man jedoch mit dem größeren Tenderboot an der hier vorhandenen Pier anlegen. Und heute Vormittag hatten wir Ebbe. Wir sollten trotzdem unsere Stiefel anziehen, wegen dem Bio-Security-Check. Die Stiefel waren gereinigt und kontrolliert worden, im Gegensatz zum persönlichen Outdoor-Schuhwerk. Außerdem kommt man mit den Stiefeln auch besser durch die Bäche, die es an Land gibt und später durch die Stiefelwaschanlage.


    Grytviken – norwegisch für Topfbucht – ist eine alte Walfangstation, die 1904 vom norwegischen Kapitän Carl Anton Larsen gegründet wurde. Topfbucht oder Kesselbucht geht auf die hier vorhandenen Waltrankessel zurück. Die Station entwickelte sich kurz nach ihrer Gründung schnell zu einem Zentrum des industriellen Walfangs und der Walverarbeitung. Pro Tag wurden ca. 20 große Finnwale oder andere große Walarten von bis zu 500 Arbeitern im industriellen Maßstab verarbeitet. V.a. der Blubber wurde verarbeitet und in den Kesseln zu Tran ausgekocht. Die Wale wurden von den Walfangschiffen zur Station gebracht und dort an den einzelnen Produktionsstationen in Fließbandarbeit komplett verarbeitet. Von diesen Wallfangstationen gab es in Südgeorgien einige. Man kann sich vorstellen, wie viele Wale hier in der Blütezeit gefangen und geschlachtet wurden. Eine grausige Vorstellung müssen wir sagen!

    In den 1950er Jahren begann der Niedergang der Walfangstation, die Verarbeitung der Wale wurde wirtschaftlich und ökologisch unrentabel. Grytviken wurde 1966 endgültig geschlossen.

    Heute ist der Ort eine geschützte, historische Stätte. Das South Georgia Museum bietet einen Einblick in die Geschichte des Walfangs und in die Erforschung Südgeorgiens. Die alten inzwischen verrosteten Produktionsstätten sowie einige gestrandete Walfangschiffe stehen als stumme Zeitzeugen und Mahnmale für die menschlichen Aktivitäten in dieser Region. Einige Wohngebäude und Freizeiteinrichtungen aus der damaligen Zeit blieben ebenfalls erhalten.

    Außerdem befindet sich neben der alten Walfangstation am King Edward Point der Verwaltungssitz des britischen Überseeterritoriums Südgeorgien und Südliche Sandwich-Inseln sowie eine Forschungsstation. Diese waren aber von uns nicht zu besuchen.

    Angekommen an Land steht man mitten in den historischen Überbleibseln einer vergangenen Zeit.

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    Dort, wo vor vielen Jahren Tausende Giganten der Meere im großen Maßstab abgeschlachtet wurden. Für uns eine etwas bedrückende Atmosphäre. Zum Glück ist der kommerzielle Walfang inzwischen größtenteils verboten, einige wenige Länder leider ausgenommen.

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    Über die Jahre hat sich die Natur das Gebiet aber wieder zurückerobert.

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    Seebären haben die Ruinen für sich entdeckt. Kleine Pelzrobben-Welpen spielen in den Ruinen oder bei den gestrandeten Schiffen.

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    Auch die größeren, erwachsenen Tiere wuseln umher.

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    Wir schlenderten durch die Überbleibsel und rostigen Gerippe der Station. Immer wieder begleitet von der Tieren, die jetzt im „Besitz“ der Station sind.

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    Auf den Wiesen lagen einige See-Elefanten. Und überall dazwischen die niedlichen Seebären.

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    VG Sven

  • 29.01.25: Grytviken (Südgeorgien) – Schöne Natur in bedrückender Umgebung (Teil 2)

    Ein größerer See-Elefant hatte die Idee, ins Meer robben zu wollen.

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    Kommt man den Seebären oder Pinguinen als Besucher doch recht nahe, hält man hier doch lieber etwas mehr Abstand. Zwar wirken die Tiere etwas schwerfällig, wenn sie sich aber einmal in Gang gesetzt haben, sind sie nicht mehr aufzuhalten. Nicht von uns Menschen und auch nicht von den anderen Tieren.

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    Stück für Stück wurde der Weg zum Meer zurückgelegt, immer ein Stückchen robben, den massigen Körper in Bewegung setzen. Dann eine kleine Pause zum Verschnaufen und weiter.

    Schließlich am Wasser angekommen, ging es dann schnell, der See-Elefant war verschwunden. Im Wasser sind sie in ihrem Element.

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    Unter den Seebären-Welpen konnten wir auch einen „Blondie“ ausmachen.

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    Einige wenige Welpen werden mit hellem Fell geboren. Es handelt sich jedoch nicht um Albinos o.ä. Sie haben nur kein dunkles, sondern ein helles Fell. Allerdings werden diese Tiere selten alt, durch das helle Fell wird die Jagd erschwert, außerdem ist man auffälliger für Feinde. Laut unserem Expeditionsleiter soll es aber auch mal ein „Blondie“ zum Beachmaster geschafft haben – er hatte schon mal einen gesehen. Unter 1.000 Welpen kommt im Schnitt ein „Blondie“ vor – damit könnte man durch Zählen der hellen Seebären theoretisch auf die Gesamtpopulation schließen. Naja, ganz so eindeutig ist das dann natürlich nicht …

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    Unser Ziel war der kleine Friedhof, der etwas außerhalb lag.

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    Bewacht wurde der Friedhof von einer See-Elefanten-Kuh, die sich im Fellwechsel befand und daher fast bewegungslos im Gras verharrte. Auch wenn man es nicht denken würde: sie lebte! Ab und an bewegten sich die Augen und der Kopf ein kleines bisschen.

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    Auf dem Friedhof befinden sich u.a. das Grab von Sir Ernest Shackleton, dem berühmten Antarktisforscher, der 1922 hier beigesetzt wurde, und seinem engen Vertrauten, Frank Wild.

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    Die Geschichte, die zu diesen Berühmtheiten der Antarktisforschung gehört, erzähle ich dann ausführlicher im Laufe des Reiseberichts an anderen Tagen.

    Neben den Toten sind auf dem Friedhof auch viele Lebende zu finden, die allgegenwärtigen Pelzrobben haben auch den Friedhof für sich entdeckt.

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    Wir gingen vom Friedhof zur Walfangstation zurück, begleitet von zahlreichen Tieren.

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    Südliche Riesensturmvögel

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    See-Elefanten im Gras

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    Ein winkender Seebär

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    Eine größere Gruppe Königspinguine


    VG Sven

  • 29.01.25: Grytviken (Südgeorgien) – Schöne Natur in bedrückender Umgebung (Teil 3)

    Auf dem Gelände der ehemaligen Walfangstation befindet sich eine Kirche, die Whalers Church, die 1913 aus Norwegen mitgebracht und hier errichtet wurde.

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    Gegen 11:00 Uhr wurden die Glocken geläutet und man konnte in der Kirche einem kleinen Orgelkonzert, welches unser Bordpianist gab, lauschen. Darauf verzichteten Steffie und ich aber, wir schauten uns lieber draußen noch ein paar Tiere an.

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    Es gab auch einige Freizeiteinrichtungen in der alten Station, ein Fußballplatz sowie eine Skisprungschanze (K20) – Norweger halt.

    Neben dem bereits angesprochenen Museum befindet sich hier auch ein Souvenirshop, der von einigen Gästen besucht wurde. Sowie ein Postamt bzw. Briefkasten. Die von uns hier aufgegebenen Postkarten sind aber leider immer noch nicht in Deutschland angekommen.

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    Vor dem Museum wuselten einige Pelzrobben herum.

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    Wenn diese sich im scharfen Galopp befinden, geben sie – wahrscheinlich vor Anstrengung – entsprechende Laute von sich. Für mich hörte sich das an wie „Nuffta, nuffta, nuffta“. Damit hatten sie bei Steffie und mir ihren Spitznamen weg: „Nufftas“ :D

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    Und immer, wenn man dieses Geräusch hörte, wusste man, dass ein Seebär sich in Bewegung gesetzt hat und naht!

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    Wir nahmen noch an einem kleinen geführten Rundgang teil, der vom South Georgia Hertitage Trust durchgeführt wurde. Dieser Rundgang führte durch die ehemalige Walfangstation und es wurden die einzelnen Produktionsstätten erklärt. Das war eine gute Ergänzung zum individuellen Rundgang.

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    Zwischen den Ruinen konnten wir einige Südgeorgische Spießenten (Spitzschwanzenten) sehen.

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    Diese waren fast ausgestorben, aufgrund der Ratten auf Südgeorgien. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden diese mit den Walfängern eingeschleppt, vermehrten sich rasant und waren eine Gefährdung für die einheimische Tierwelt, v.a. für die zahlreichen Bodenbrüter. In den 2010er Jahren nahm man sich im großen Maßstab der Rattenplage an – inzwischen sind diese auf Südgeorgien ausgerottet. Die einheimische Tierwelt kann wieder gedeihen, u.a. gibt es wieder einige der Spitzschwanzenten. Nach unserem Urlaub haben wir im TV einen Bericht gesehen, der sich genau um diese Rattenbekämpfung auf Südgeorgien drehte. Wir haben vieles aus dieser Dokumentration wiedererkannt, die Basis für die Rattenbekämpfung lag ja in Gryviken. Neben den Ratten wurden auch andere, nicht einheimische Tiere, wie z.B. Rentiere, aus Südgeorgien entfernt. Aktuell versucht man sich an der Pflanzenwelt – um z.B. den Löwenzahn wieder loszuwerden.

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    Gegen 12:00 Uhr verlassen wir Grytviken mit dem Tenderboot. Ein schöner, aber auch nachdenklich machender Ort, den wir besucht hatten. Schön, dass es aktuell so aussieht, als ob die Natur hier wieder die Oberhand gewinnt.

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    Wenn der Mensch die Natur lässt und auch Maßnahmen zu ihrem Schutz ergreift …


    VG Sven

  • 29.01.25: Südgeorgien – Überfahrt von Grytviken in die Fortuna Bay

    Von Grytviken führte unsere Route wieder ein kleines Stückchen nach Nordosten. Die Fortuna Bay ist eine 5km lange und 1,5km breite Bucht an der nordöstlichen Küste Südgeorgiens. Sie ist wie so viele Orte auf Südgeorgien nach einem Schiff benannt. Der Walfänger Larsen war 1904-05 in dieser Ecke Südgeorgiens mit seinem Schiff „Fortuna“ unterwegs.

    Von Grytviken stand uns eine etwa 3-stündige Überfahrt entlang der Küste bevor. Nach dem Landgang in Grytviken aßen wir zunächst einmal Mittag.

    Vom Balkon oder dem oberen Deck schauten wir auf die nahen Berge an der Küste Südgeorgiens.

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    Hatten wir gestern bei der Überfahrt noch schönsten Sonnenschein und blauen Himmel und tolle Sicht auf die Berge, gab es heute eher das „normale“ Südgeorgien-Wetter. Tiefe Wolken und Nebel verhinderten, dass man die Bergpanoramen in ihrer kompletten Schönheit bewundern konnte.

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    Der eine oder andere Regenschauer war auch dabei.

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    Unterwegs tauchten neben dem Schiff immer wieder Seebären und Königspinguine auf, die sich auf Beutezug befanden.

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    Ebenso der eine oder andere Südliche Riesensturmvogel, von dem es eine Variante mit hellerem Gefieder und eine dunkle Variante gibt.

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    Schließlich erreichten wir die Fortuna Bay mit dem König-Gletscher.

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    Dieser Gletscher ist in den letzten Jahren stark geschrumpft. Dort, wo einmal die Gletscherzunge bis zum Meer reichte, befindet sich nun eine größere Kolonie von Königspinguinen mit ca. 10.000 Brutpaaren. Diese sollte unser Ziel für den Nachmittag sein.

    In der Bucht befand sich der eine oder andere große Eisberg. V.a. bei Sonnenschein sehen diese Eisberge dann komplett weiß aus, sie wirken fast wie Styropor. Bei Bewölkung kommen die einzelnen Eisschichten dann besser zur Geltung.

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    Um 16:15 Uhr wurde unsere Gruppe aufgerufen und wir begaben uns auf den Weg Richtung Pinguin-Kolonie …


    VG Sven

  • 29.01.25: Fortuna Bay (Südgeorgien) – Die große Königspinguin-Kolonie (Teil 1)

    Wir landeten an einem kleinen Kiesstrand und wurden auch hier bereits von zahlreichen Königspinguinen und Pelzrobben begrüßt.

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    Im hohen Tussock-Gras ruhten einige See-Elefanten.

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    Während der Überfahrt und jetzt auch an Land nieselte es leicht. Aber nach ein paar Minuten hörte der Regen dann auch wieder komplett auf. Glück gehabt!

    Von der Anlandungsstelle führte eine etwa 1,5km lange Wanderung zur Königspinguin-Kolonie. Über grüne Wiesen führte der wie immer mit orangenen Fähnchen ausgeflaggte Weg: entlang an Schmelzwasser-Flüsschen, manchmal auch durch Bäche hindurch. Vorbei an zahlreichen Tieren und unglaublicher Landschaft.

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    In der Bucht tummelte sich eine Vielzahl von Königspinguinen, die sich für ihren Beutezug sammelten.

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    Leider gab es hier in der Fortuna Bay vermehrt Auswirkungen der Vogelgrippe zu sehen. Der eine oder andere Tierkadaver lag auf unserem Weg, v.a. betraf es die Seebären. Auch das soll hier nicht verschwiegen werden.

    Wie liefen mehr oder weniger direkt und zügig zum Aussichtspunkt auf die Pinguin-Kolonie, dem Endpunkt unserer Wanderung. Die Tiere und Landschaft auf dem Weg dorthin wollten wir dann auf dem Rückweg fotografieren.

    Vom Aussichtspunkt hat man in der Tat einen beeindruckenden Blick auf die Königspinguin-Kolonie.

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    Dicht gedrängt stehen Tausende Tiere beieinander. Sie haben sich hier versammelt, um ihre Küken groß zu ziehen. Viele erwachsene Pinguine befinden sich in der jährlichen Mauser.

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    Und wir können endlich auch den einen oder andere Kaffeewärmer sehen, die Küken der Königspinguine in ihrem flauschigen, braunen Daunenkleid.

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    Vom Hügel hat man einen schönen Rundumblick auf die Pinguin-Kolonie in der einen Richtung, auf die Schwemmebene des Gletschers mit der Bucht im Hintergrund und unserem Schiff in der anderen Richtung sowie auf die hohen Berge im Hintergrund.

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    VG Sven

  • 29.01.25: Fortuna Bay (Südgeorgien) – Die große Königspinguin-Kolonie (Teil 2)

    So beeindruckend die schiere Masse an Tieren in der Kolonie auch ist, fällt es doch schwer, einzelne Tiere herauszupicken und zu fotografieren.

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    Daher verließen wir den Aussichtspunkt und begaben uns auf den Rückweg. Natürlich nicht mit dem Ziel, direkt zurückzugehen, sondern wir wollten noch das eine oder andere Tier ablichten.

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    Am Rande der Kolonie konnten wir auch den einen oder anderen Spätbrüter bei den Königspinguinen entdecken. Obwohl wie schon beim Bericht über Jason Harbour gesagt, das Ganze keinen Erfolg haben wird, versuchen es die Pinguine.

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    Und der Versuch freut auch die Raubmöwen (Skuas). Schließlich kommen sie so an Nahrung. Zwei dieser großen Möwen waren jedenfalls damit beschäftigt, ein Pinguin-Küken zu verspeisen.

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    Auch die Südgeorgischen Spießenten konnten wir wieder entdecken.

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    Und natürlich viele Seebären. Kleine Welpen, die spielten, kleine Welpen, die gesäugt wurden oder zusammen mit der Mutter ruhten.

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    Ein „Blondie“ kreuzte ebenfalls unseren Weg. Extra niedlich würde ich mal sagen :love:

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    In den Bächen labten sich mehrere Riesensturmvögel an den Kadavern. Sie räumen auf und sorgen u.a. auch dafür, dass Krankheiten sich nicht weiterverbreiten.

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    VG Sven