von den Szenen an der Rezeption habe ich nichts mitbekommen, im Gegenteil, als ich mir meinen Online Check-in ausdrucken lassen wollte, waren die Damen sehr zuvorkommend. Aber da hatte sich die Aufregung vielleicht schon gelegt. Wir waren jedenfalls zu keiner Zeit beunruhigt und vertrauten auf die Organisation von TUI. Man kann sich ja sicher vorstellen, was da im Hintergrund abgelaufen sein muss. Wir genossen die zusätzlichen Seetage an Bord, man hatte ja keinerlei Beeinträchtigungen. Wir hatten auch immer Internet und erfuhren natürlich, was in Deutschland los war. Die ersten Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, auch Banken und öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Eigentlich fühlten wir uns auf dem Schiff sicher vor dem Virus, was natürlich nicht der Fall war, denn jeder hätte es vom Landgang eingeschleppt haben können. Ein befreundetes Ehepaar war in Sydney auf die Artania gegangen und wie das geendet hat, ist ja bekannt.
Wir waren jedenfalls froh, dass unser Abflug planmäßig verlief und wir sicher nach Hause kamen. Das wurde in den nächsten Tagen immer klarer, denn der 15.3. war ja der letzte Tag, an dem noch reguläre Flüge nach Deutschland gingen. Wie unwichtig sind da entgangene Hotelübernachtungen und Gutscheine, das sind doch nur materielle Dinge und dafür hat es doch sicher eine Kompensation gegeben (und wenn nicht, was ist denn wichtiger, Geld oder Gesundheit) und sich dann so aufzuführen, ist wirklich zum fremdschämen.
Für uns war es eine wunderschöne Reise und gerne würden wir nochmal eine Kreuzfahrt machen, aber erst dann, wenn es einen sicheren Impfstoff gibt.
Bis dahin, bleibt alle gesund!
LG
Monika
