Der ausführliche Bericht: Unterwegs im Osten Kanadas und der USA - 32 Tage „Verrückt nach Meer“

  • <p>Liebe @uschisiggi mir hat es ebenfalls die Sprache verschlagen beim Anblick Deiner Bilder, alleine schon wegen diesem Ausblick hat sich die Reise bis jetzt schon gelohnt.</p>

    LG Elke :Treffen:


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    Weihnachts und Silvesterreise Kanaren mit Lanzarote und Madeira mit der neuen MS1

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • 11.10.2017 Québec / Kanada
    Auch heute Morgen klingelt der Wecker bereits um 6h. Wir wollen schließlich gemütlich frühstücken, bevor es dann um 8.30h zum Treffpunkt unseres heutigen Ganztagesausflugs „Québec und Montmorency Wasserfall“ geht.

    Hier die Ausflugsbeschreibung:
    Dieser Ausflug bietet die Möglichkeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Québec ausführlicher kennenzulernen. Erster Halt erfolgt an der Place Royale in der Unterstadt mit sehenswerter Steinarchitektur aus dem 17. und 18. Jh. Bemerkenswert ist auch die Steinkirche Notre-Dame-des-Victoires, älteste Katholische Kirche Nordamerikas. Nach der geführten Besichtigung dieses historischen Ortes Weiterfahrt zum Cap Diamant mit Fotostopp. Die Fahrt führt über die geschichtlich bedeutsame Abraham-Ebene und entlang der berühmtesten Straße von Québec, der Grande-Allée, bis zum Château Frontenac, einem Luxushotel im Zentrum der Stadt und eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Auf einem Hügel gelegen, bietet sich Ihnen ein herrlicher Blick über die Landschaft des St.-Lorenz-Stroms. Sie haben Zeit zur freien Verfügung, um individuelle Erkundungen zu unternehmen. Anschließend fahren Sie zur Île d'Orléans, die über eine Hängebrücke von knapp 4,5 km erreicht wird. Die beschauliche Insel ist knapp 200 qkm groß und wird in erster Linie landwirtschaftlich genutzt. Viele Einwohner besitzen hier ein Ferien- bzw. Wochenendhäuschen und genießen die Abgeschiedenheit und das traditionelle Landleben. Rückfahrt und Weiterfahrt in nordöstlicher Richtung zur Ortschaft Sainte-Anne-de-Beaupré mit seiner bekannten neugotischen Basilika, auch heute noch bedeutender Wallfahrtsort mit jährlich rund einer halben Million Pilgern. Nach einer ausführlichen Besichtigung können Sie sich in einem wenige Fahrminuten entfernt gelegenen Restaurant bei einem Mittagessen stärken. Nach der gut einstündigen Pause fahren Sie zum Montmorency-Wasserfall und haben hier Zeit zur freien Verfügung, um die tosenden Wassermassen des 83 m hohen Wasserfalls zu bestaunen. Der Montmorency-Fluss stürzt über eine einzige Felsstufe hinunter in einen See, dessen Wasser sich nur wenige Meter weiter in den St.-Lorenz-Strom ergießen. Im Anschluss Rückfahrt zum Schiff.

    Ein Blick vom Balkon. Es scheint ein schöner Tag zu werden mit blauem Himmel und Sonnenschein. Aber kalt ist, sehr kalt sogar, gefühlt unter 10 Grad.
    Wir werden in Québec nicht allein sein, die Norwegian Jade erreicht fast gleichzeitig mit uns den Hafen.

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    Und dann können wir auch bereits das Château Frontenac, 1893 für die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway erbaut, heute ein Fairmont-Hotel und Wahrzeichen Québecs, erkennen.

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    Mit Bus Nr. 3 und Reiseleiterin Christine aus der Schweiz geht es heute auf unseren Ausflug. Schon wenige Meter vom Hafen entfernt gibt es einen ersten Stopp, und wir laufen alle zusammen in die sehenswerte pittoreske Altstadt Québecs, von der Christine berichtet, dass sie über 400 Jahre alt sei und als älteste französischsprechende Stadt seit 1985 zum Weltkulturerbe gehört.
    Der Name Jacques Cartier taucht immer wieder auf. Wir erfahren von seinen frühen Erkundungs- und Entdeckungsreisen rund um den Sankt Lorenz Strom Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.

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    Diese Wandmalerei an der Fassade eines alten Steinhauses am Place Royale, einem kleinen aber geschichtsträchtigen Platz der Stadt, die hier 1608 von Samuel de Champlain gegründet wurde, ist über 400 qm groß und stellt Persönlichkeiten dar, die die Geschichte der Stadt geprägt haben.


    Man kann sich gar nicht sattsehen an den vielen Details. Auch andere Fassaden haben ansprechende Wandmalereien zu bieten.


    Aus der Unterstadt hat man schon ein imposanter Blick auf das Chateau Frontenac

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    Um in die Oberstadt zu gelangen, kann man die seit 1879 bestehende Funiculaire, eine Standseilbahn nutzen, die die 69 Meter Höhendifferenz zwischen Unterstadt am St. Lorenz Strom und Oberstadt auf dem Cap Diamant überwindet,

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    für uns geht es allerdings mit dem Bus weiter, der uns direkt dort am Château absetzt.

    Christine berichtet, dass das Cap Diamant, eine Landspitze und gleichzeitig östliches Ende eines Hochplateaus, auf dem sich heute die Oberstadt befindet, durch den schon genannten Jacques Cartier entdeckt wurde. Cartier fand hier damals an den Steilhängen glitzernde Steine, die er fälschlicherweise für Diamanten hielt, daher der Name.

    Wir können jetzt gut 45 Minuten auf eigene Faust losziehen.
    Das Château Frontenac steht an der 1870 erbauten Dufferin Terrasse, von der sich ein grandioser Ausblick auf den Sankt-Lorenz-Strom bietet. Wir schauen aber gar nicht lange auf den Fluss,

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    sondern bewundern eine riesige Bronzeskulptur von Salvador Dali


    die einen Elefanten darstellen soll.
    Danach geht es erst einmal zum Château Frontenac, das wir uns etwas aus der Nähe ansehen wollen.

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    Schöne Beleuchtung schon außen

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    und innen erst

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    Hier lässt es sich in einem der 600 Hotelzimmer bestimmt gut aushalten oder?
    Das Château wird ordentlich vermarket.

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    An wen ich da wohl gedacht habe?

    Da Roland allerdings ein neues Cap benötigt, haben wir hier zugeschlagen

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    LG
    Siegrid

    2 Mal editiert, zuletzt von uschisiggi (21. Oktober 2018 um 19:34)

  • Beim Anblick der hübschen Schneekugeln hast du garantiert an mich gedacht Siegrid @uschisiggi :love:
    Das Forum reist mit. Herzichen Dank <3
    Tolle Bilder habt ihr geknipst Siegrid, die Temperaturen von 10 Grad lassen mich allerdings gerade frösteln.
    Noch bevorzugen wir Kreuzfahrten bei wärmeren Temperaturen.
    LG Kaline

  • die Temperaturen von 10 Grad lassen mich allerdings gerade frösteln.
    Noch bevorzugen wir Kreuzfahrten bei wärmeren Temperaturen.

    So frisch war es nur in der Früh. Am Tage hatten wir dann sogar um die 15 Grad und viel Sonnenschein, gefühlt also noch wärmer.

    Bin gerade beim Endspurt Quebec - sollte also gleich noch weitergehen.

    LG
    Siegrid

  • Tolle Erinnerungen an die wunderschöne Stadt Quebec werden durch Deinen Reisebericht wieder geweckt, vielen Dank dafür, liebe Siegrid @uschisiggi .

    LG
    Monika

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    New York - was sonst?8):saint:

  • Nachdem uns Christine alle wieder eingesammelt hat, fahren wir zunächst ca. 30 Kilometer nordöstlich weiter nach Sainte-Anne-de-Beaupré immer entlang des Sankt Lorenz Stroms.
    Die nachfolgenden Aufnahmen sind auf dem fahrenden Bus aufgenommen, aber ein Versuch war es uns wert. Kilometer um Kilometer begleitet uns der Indian Summer.

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    In Sainte-Anne-de-Beaupré angekommen besichtigen wir hier die gleichnamige neugotische Basilika mit der Statue der Heiligen Anne. Viele hunderttausend Pilger besuchen diese Kirche jährlich, die auch als „Wunderkirche“ bekannt ist.

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    Über eine Hängebrücke von knapp 2,5 km Länge erreichen wir anschließend die im Sankt Lorenz Strom eingebettete, 200 qkm große Insel Île d'Orléans, eines der ältesten besiedelten Gebiete Neu-Frankreichs mit Häusern, die teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert stammen.
    Die Insel ist bekannt für landwirtschaftliche Produkte, wir sehen unterwegs u.a. Erdbeerfelder.

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    Zum Mittagessen besuchen wir einen historischen Gasthof in einer alten Mühle. Im „Le Moulin de Saint-Laurant“ werden wir wunderbar verpflegt.

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    Leider reicht die Zeit nicht aus für einen weiteren Stopp auf der Insel, denn auf uns wartet noch der Montmorency Wasserfall, den man schon auf der Rückfahrt von der Île d'Orléans auf der Hängebrücke prima fotografieren kann.
    Er stürzt über eine Felswand 83 m tief in den Sankt-Lorenz-Strom und ist damit sogar rund 30 m höher als die Niagarafälle, natürlich nur nicht so breit.

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    Wir fahren mit dem Bus aber bis oben. Von dort kann man dann über einen ausgebauten Weg direkt bis fast an den Wasserfall gelangen bzw. auf eine Plattform


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    und Schwindelfreie wie Roland (ich nicht) gehen dann noch höher auf die Hängebrücke, die die beiden Ufer verbindet.

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    Alternativ kann man auch die Zipline nehmen, die aber gerade nicht in Betrieb ist.

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    Auf der gegenüberliegenden Seite kann man auch über 487 Holzstufen den Wasserfall rauf und runterlaufen.

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    Wir genießen von hier oben den Blick auf Wasserfall, St. Lorenz Strom und die Île d'Orléans, dann geht es langsam zurück nach Quebéc zur Artania.

    Dort erwartet uns das eine oder andere Gläschen Sekt, das Phönix allen Rückkehrern einer Ganztagestour spendiert. Das war uns so von unserer letztjährigen AMADEA-Kreuzfahrt nicht geläufig, aber ein netter Empfang nach Rückkehr.

    Am Pier entdeckt:

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    und an Bord später nachgefragt: Die Räder sind nicht vorab von daheim aus vor-reservierbar, können aber beim Bordreisebüro am Vorabend eines Hafens gebucht werden.

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (21. Oktober 2018 um 19:35)

  • Bei diesen tollen Bildern werden so viele Erinnerungen wach.
    Euer Ausflug in Québec East 1 zu 1 der selbe, den wir seinerzeit über Aida gebucht hatten. Ihr hattet sogar identisches Wetter. Wir haben uns gleich in Québec verliebt. Alles ist so hübsch und ordentlich. Hätte schon große Lust den Indian Summer nochmal zu wiederholen, aber Angst, dass es beim zweiten Mal nicht so schön wird.

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  • Hätte schon große Lust den Indian Summer nochmal zu wiederholen, aber Angst, dass es beim zweiten Mal nicht so schön wird.

    Genauso diese Gedanken gehen uns aktuell immer häufiger durch den Kopf - also lassen wir die Wiederholungen, noch jedenfalls.
    Die Welt hat noch so viel zu bieten! :love:

    LG
    Siegrid

  • @uschisiggi Auch ich lese diesen wunderbaren Reisebericht. Ich kann meine Begeisterung gar nicht in Worte fassen. Freue mich schon auf die Fortsetzung ^^


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  • Hier lässt es sich in einem der 600 Hotelzimmer bestimmt gut aushalten oder?

    Ja, das kann ich bestätigen. Quebec war damals auch mein Highlight!
    Bei deinen Bildern der Altstadt, werden die Erinnerungen gleich wieder geweckt. Die tollen Wandmalereien scheinen neu zu sein und so täuschend echt :thumbsup:
    LG Susanne

  • Guten Morgen Sigrid @uschisiggi

    Ich habe jetzt deinen Reisebericht bis hierher in einem Rutsch durchgelesen und bin begeistert: von der Route, dem Schiff und natürlich der lebendigen Schilderung eurer Eindrücke mit tollen Fotos dazu. Vielen Dank, Daniela

  • Wow! Wie schön ist denn Quebec???? 8o
    Da kann ich mich ja eventuell in 2 Jahren drauf freuen und werde mir garantiert den RB nochmal zu Gemüte führen.
    Danke liebe Siegrid

    LG aus dem Rheinland

    MS1 02/12 Kanaren m.Agadir
    MS1 11/12 Transatlantik West + südl. Karibik "Deck 12er-Tour" :thumbsup:
    MS1 04/13 Rund um Westeuropa
    MS1 11/13 Kanaren m.Agadir
    MS3 06/14 JFF
    MS3 06/15 östl. Mittelmeer mit Bodrum
    MS <3 04/16 Mittelmeer mit Türkei Kreta
    MS3 08/16 Mittelmeer mit Ibiza
    MS3 01/17 Dubai mit Bahrain
    MS6 09/17 NY mit Kanada
    MS6 10/17 NY mit Bahamas

    MS3 08/18 Großbritanien + Irland
    MS6 05/19 Mallorca bis Malta

    MS1 09/19 Neuengland mit Kanada I

    MS4 01/20 Mittelmeer mit Kanaren

    MS3 02/22 Kanaren mit Azoren + Madeira
    MS4 11/22 Kanaren mit Lanzarote + Madeira

    MS2 04/23 Dom Rep. - Gran Canaria
    MS6 10/23 NY - Dom. Rep.

    MS3 12/24 Festtage auf den Kanaren ab Bremerhaven

    MS Relax 03/25

    ----------------------------------------------------------------



    Reiseberichte:
    Mittelmeer mit Kreta
    Nordamerika NY-Kanada + NY-Bahamas

    Wegbeschreibung von Bayonne nach Manhattan per Path + Fähre

  • Liebe Siegrid,

    vielen vielen Dank für den tollen Bericht und die traumhaften Fotos.

    Ich verschlinge ihn schon, einige der Ziele haben wir im nächsten August auf unserer Tour dabei. Wir fahren zwar nicht im Indian Summer, hoffen dafür auf schöne Sommertage in Kanada, evtl. mit Walsichtungen und Kanutouren, vielleicht sogar ein Bad in den Seen.

    Viele Grüße
    Saha

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • 12.10.2017 Seetag
    Heute nur Entspannung – herrlich! Nach einer Woche Vollgas ist das jetzt auch wirklich notwendig. Ich komme gar nicht hinterher mit der Aktualisierung meiner Tagebuchnotizen.

    Die Artania kreuzt heute Vormittag auf ihrem Weg nach Gaspé im Fjord du Saguenay, der 100 km lang, bis zu 278 m tief und bis zu 3 km breit ist. Auf dem Weg nach Montreal hat sie hier auch im Hafen Saguenay Station gemacht, heute fahren wir „nur“ bis zur Trinity-Bucht mit der Marienstatue „Our Lady of Saguenay“.
    Die Bucht soll gegen 8.30h erreicht werden, Grund genug für uns also, auch an einem Seetag schon um 7.30h zu frühstücken. Danach also warm eingepackt und hoch aufs Außendeck 8. Die Sonne scheint, aber es ist s..kalt.
    Über die Bordlautsprecher erhalten wir von Jörn Hofer, dem stellvertretenden Kreuzfahrtdirektor, einige Information über die Marienstatue.

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    „Seit 1881 thront die weiße, 7,5 m große Madonna ca.180 m hoch über dem Meer auf einem Felsvorsprung am Cap Trinité, gestiftet vom Kanadier Robitaille. Dieser löste damit sein Versprechen ein, dass er eine Madonnenstatue errichten werde, wenn sein Leben gerettet würde. Er brach nämlich im Winter in das Eis des Saguenayfjordes ein und überlebte.“

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    Die Artania kreuzt direkt unterhalb der Madonna und ihr zu Ehren gibt es sogar eine Sondervorstellung an Deck. Ein weibliches Mitglied des Showensembles singt für uns mit klarer heller Stimme das berühmte AVE MARIA und erhält dafür tosenden Beifall.

    Wir stehen noch eine ganze Weile an Deck und unterhalten uns mit dem zweiten jungen Paar, das wir vorgestern auf unserer Tour in die Laurentians kennengelernt hatten. Die beiden sind auch erst seit Montreal an Bord und ganz begeistert. Mit dem TV-Team für VnM kommen sie gut zurecht, berichten aber schon jetzt, dass die Dreharbeiten doch anstrengender sind als gedacht. Alles soll natürlich wirken, aber dafür muss so manche Filmeinstellung und so mancher Kommentar zig Mal wiederholt werden. Das andere Paar haben sie noch nicht kennengelernt und sind daher ganz gespannt auf das erste Zusammentreffen und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

    Die Artania hat gedreht und nähert sich wieder dem Fjord Ausgang und damit dem Sankt Lorenz Strom. Langsam wird es gefühlt noch kälter und wir verziehen uns auf unsere Kabine.

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    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (21. Oktober 2018 um 19:36)

  • Während Roland danach zum Vortrag „Kanada und der St. Lorenz Strom“ von und mit Lektor Georg Hahn in die Atlantik-Lounge geht, widme ich mich heute der Wäsche.

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    Schräg gegenüber unserer Kabine auf Deck 7 befindet sich einer von zwei Waschsalons auf der Artania, was ich persönlich recht praktisch finde. Die Wege dorthin sind kurz, der Waschsalon selbst stört Geräusche mäßig nicht. Es gibt jeweils 8 Waschmaschinen und darüber acht Trockner. Pro Waschladung zahlt man drei Euro (ich hatte bereits von daheim einige ein Euromünzen gesammelt), in Form von Ein-Euromünzen. Die Trockner sind kostenlos, auch das Bügeln auf zwei vorhandenen Bügelbrettern.

    Nachdem bereits um 8h alle Maschinen besetzt waren, habe ich jetzt Glück.
    Natürlich kann man seine Wäsche auch in die Bordwäscherei geben. Preise dazu gab es auf der Kabine, genutzt habe ich diesen Service allerdings nicht.

    Und kaum ist die Wäsche erledigt wartet schon ein weiteres Highlight auf uns: es geht bei herrlichem Sonnenschein wieder auf Deck 8 in den Bereich der Kopernikus Bar mittschiffs zum „Maritimen Frühschoppen“.
    Das Küchenteam bietet leckeren hausgebeizten Lachs und andere maritime Köstlichkeiten an.


    Dazu ein Glas wirklich leckeren Champagner für nur 4 €, da kann frau einfach nicht widerstehen. Roland bleibt lieber beim Bier. Wir treffen hier nicht nur Cori, die Entertainment Managerin der Artania, im lockeren Gespräch, auch Kapitän Elmar Mühlebach mischt sich unter die Gäste.


    Alles herrlich, nur die musikalische Untermalung (Hans Albers und Co) ist nicht die unsrige.
    Auch das Kamerateam von VnM ist mit von der Partie, stört aber nicht wirklich.

    Hier vielleicht gleich noch ein Hinweis zu weiteren Filmaufnahmen. Die gesamte Kreuzfahrt wird zusätzlich noch von einem bordeigenen Kameramann an Bord und auch an Land (ausgewählte Ausflugstouren) dokumentiert. Einer dieser besonderen Höhepunkte ist dann der Kapitänsempfang. Sofern man es wünscht und dabei ist, wird die persönliche Begrüßung später ganz individuell in den zu bestellenden Film geschnitten.
    Die entsprechende DVD kostet für die gesamte 44 tägige Kreuzfahrt 203 €, für unser Teilstück immer noch 128 €. Man erwirbt allerdings nicht die „berühmte Katze im Sack“, sondern kann sich während der Kreuzfahrt schon fertiggestellte Szenen im Bordfernsehen laufend ansehen.

    Was gibt es noch zu berichten?
    Unsere Pässe und Esta-Kopien lagen an der Rezeption abholbereit. Wir haben bei dieser Gelegenheit auch noch die Registrierung unserer Kreditkarte für die Bordabrechnung nachgeholt. Keine Zeit vorher!!! Ach ja, und natürlich haben wir sofort eine Tischreservierung für die Bodega Bar als „American Steakhouse“ vorgenommen.
    Sieben Termine für das besondere Abendessen standen zur Verfügung, fünf davon waren bereits ausgebucht, obwohl die Anmeldungen dazu erst ab heute möglich waren. Glück gehabt!

    Und dann muss ich ja noch berichten, dass unser morgiger Whalewatching Ausflug abgesagt ist, und zwar vom Ausflugsanbieter, weil in den letzten beiden Wochen keine Wale mehr weit und breit gesichtet werden konnten. Und nun?

    Mit der Idee, einen reinen Transfer nach Percé von Gaspé aus buchen, begeben wir uns zum Bordreisebüro. Leider gibt es keine freien Plätze mehr. Während sich Gäste vor uns in der Warteschlange mit der gleichen Idee, auf eine Warteliste setzen lassen, entscheiden wir uns blitzartig für die einzige verbliebene Alternative: „Percé und Bootsfahrt“

    Zum Entspannen kommen wir heute irgendwie noch nicht. Jetzt müssen wir erst einmal das neue Merkblatt zum Thema „Anpassung zum Aufenthalt in US-amerikanischen Gewässern und Häfen“ studieren.
    Aufgrund der Bestimmungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde dürfen viele, bislang offen angebotene Lebensmittel wie Marmelade oder Honig, aber auch rohe Fischsorten, Eiscreme und Speisen, die rohe Eier enthalten, nicht mehr am Büfett zur Verfügung stehen. Alles muss, wenn möglich einzeln verpackt sein, oder aber aus dem Tagesangebot verschwinden. Und so ist es z.B. ebenfalls nicht gestattet, Bestecke, Gläser oder Geschirr mit einem Tuch nach zu polieren.
    Das kann ja heiter werden. Wir sind auf die anstehenden Veränderungen, die bereits in Saint John am 17.10. beginnen und erst am 23.10.17 mit Verlassen der US-amerikanischen Gewässer enden, gespannt.

    Um 15.30h testen wir heute den „Erdbeerhimmel“, eine besondere Tee- und Kaffeestunde in den beiden Bedienrestaurants. Die Küche hat frische Erdbeeren eingekauft - das Patisserie-Team hat daraus köstliche Erdbeer-Spezialitäten gezaubert.

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    Und als ob dafür nicht heute schon genug angeboten worden wäre, heißt es dann auch noch heute Abend „GALA“.Nach einer Begrüßung durch den Kapitän Elmar Mühlebach und dessen Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega (man kann, aber muss aber nicht Hände schütteln – es gibt zwei Eingänge), wird ein Begrüßungscocktail gereicht - ich bin noch beschwipst vom Morgen – und weitere Offiziere sowie ds Phönix-Team stellen sich vor.


    Anschließend erwartet uns ein Gala-Dinner in allen Restaurants. Ich mache es kurz. Es hat vorzüglich geschmeckt und bestand aus nachfolgenden Gängen

    • Lachs Carpaccio
    • Kraftbrühe mit Klößchen
    • Orangensorbet auf Champagner
    • Wolfsbarsch auf Spinat
    • Mousse au Chocolat mit Himbeeren
    • Etagere mit Pralinen


    Leider habe ich es versäumt, Bilder zu machen. Aber Ihr glaubt es mir bestimmt oder?
    Wem das alles zu viel ist, der kann übrigens auch den kostenlosen Zimmerservice nutzen:

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    In der Nacht entschleunigt die Artania ihre Reise auf dem Weg nach Gaspe. Wir dürfen nur mit max. 10 Knoten fahren. Walschutzgebiet!

    Habe ich schon erwähnt, dass ich bisher nicht eine Zeile in einem Buch gelesen habe? Nein? Dem ist aber so und bis zum Ende der Kreuzfahrt werde ich es auch nicht geschafft haben.

    Fortsetzung folgt...

    LG
    Siegrid

    Einmal editiert, zuletzt von uschisiggi (21. Oktober 2018 um 19:36)

  • Danke für die Auffrischung meiner Erinnerung an Saguenay, liebe Siegrid @uschisiggi - dort waren wir mit der Legend ots in 2014 - war toll da. Aber wir waren noch im September da - eindeutig zu früh.

    Habe mir gerade ein kleines Täfelchen Nespresso Schokolade zum Kaffee geholt, sonst hätte ich die Erdbeerbilder nicht überstanden....