Exakt das selbe Problem habe ich auch beim Erstellen meines Plan B. Derzeit haben wir mit den griechischen Inseln ja noch eine Route, welche nahezu von den Virus unberührt ist, aber ich habe einfach Angst vor Mitreisenden, welche das Problem verdrängen oder gar als nicht vorhanden ansehen und sich dementsprechend auch nicht an die hygienischen Vorsichtsmassnahmen halten. Dann wird es zum hausgemachten , nicht von den Fahrgebieten abhängigem Problem.
lg Christine
Selbst bei einer sehr positiven Denkstruktur muss man aktuell davon ausgehen, dass Europa flächendeckend vom Corona-Virus erreicht wird, auch im Land der Griechen. Die aktuelle Ausbreitung schreitet nämlich weiter schnell voran, eine Stagnation ist nicht erkennbar. Leider gibt es keine zentrale Koordination gegen das Corona-Virus. Jeder Bürgermeister, jeder Landrat, jeder Ministerpräsident macht individuell das, was er für richtig erachtet.
In diversen Kommunen werden Veranstaltungen abgesagt, wo kaum 1.000 Besucher teilnehmen. Dagegen finden die Bundesliga-Spiele statt, wo zehntausende von Menschen nahe "zusammen hocken", viele davon noch in Zügen an-und abreisen, wo der Kontakt zum Mitreisenden hautnah ist. Bayern schließt Schulen, aber da wo in Deutschland die meisten Corona Erkrankungen registriert sind (NRW), bleiben die Schulen geöffnet. Gesundheitsminister Jens Spahn schafft es noch nicht einmal die Gesundheitsminister der Bundesländer zu einer einheitlichen Vorgehensweise zu verpflichten. "Wir sind gut vorbereitet", lautet sein Aussage noch vor Wochen. Davon ist kaum etwas erkennbar. In Italien wird zur Abriegelung von Regionen das Militär eingesetzt. Und in Deutschland die Bundeswehr ? Kaum vorstellbar. Wahrscheinlich müsste dazu erst der Bundestag zusammentreten. Grüne, Linke und sonstige Sozis würden dagegen Stimmen - und das war es dann.
Ob der Einsatz des Militärs etwas bringt - wie in Italien - weiß heute niemand. Aber nichts zu tun, hilft ganz sicher noch weniger. Das Virus breitet sich weltweit weiter aus, eine Tatsache die unstrittig ist. Und Minister Spahn ? Der schlägt doch tatsächlich gestern Abend (07.03.2020) ein Europäisches Robert Koch Institut vor. Ganz sicher eine gute Anregung für die Zukunft, aber angesichts der aktuell weiteren Ausdehnung des Corona Virus, die völlig falsche Ansage. Wann soll ein solches Institut fertig gestellt sein ? In 3 oder 5 Jahren ? Und bis dahin ? Bis dahin bekämpft Deutschland das Corona Virus weiter in Sitzungen, Fach-Ausschüssen, Gremien und Tagungen.
Nein, in anderen Ländern wird vielfach auch nicht besser gearbeitet. Man gewinnt zur Zeit den Eindruck, dass jeder Bürgermeister, Polizeichef oder Hafenmeister in Hafenstädten sein ganz individuelle Entscheidung trifft. Vielfach allerdings, weil die (seine) Regierung ihn im Regen stehen lässt.
Noch stagniert Corona nicht, noch steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Daher sollte jeder Kreuzfahrtreisende sich darauf vorbereiten, dass seine Reise ganz oder in Teilen nicht durchgeführt wird. Und wir sollten endlich damit aufhören den Reedereien Vorwürfe zu machen. Ich möchte nicht auf dem Stuhl eines CEO einer Reederei sitzen, denn jede Entscheidung die man trifft, kann die falsche Entscheidung sein. Zum Nachteil von Menschen und zum Nachteil der Wirtschaftskraft des Unternehmens. Jede Entscheidung kann mal eben der Reederei viele Millionen Euro kosten und/oder Menschen in Gefahr bringen. Auf welche Informationen kann sich der CEO einer Reederei denn stützen ? Eigentlich auf keine. Weder Mediziner, Virologen, Krisenmanager noch Politiker können irgend eine Perspektive ausbreiten.
Wir stehen diesem Scheiss-Virus fast hilflos gegenüber. Das einzige was wir wissen ist, dass er sich rasch verbreitet. Aber selbst seine "Gefährlichkeit" kennen wir nicht genau. Diese wird auch von Medizinern/Virologen unterschiedlich beurteilt.
"Wir sind gut vorbereitet" - so Jens Spahn. Wo bitte Her Spahn finde ich die gute Vorbereitung. Es wir ja noch nicht einmal etwas zentral koordiniert.

