frau_shrimp Was für ein toller Einstieg, freue mich auf deine weiteren 1.x Eindrücke - dein Schreibstil schreit förmlich nach Fortsetzung deines RB. ![]()
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Eine Landratte geht an Bord - Ein Erfahrungsbericht Teil 1 (16.-24.4.25 auf der Mein Schiff Relax ab/bis Palma de Mallorca)
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Vielen Dank für all die positiven Rückmeldungen und Eure Resonanz

Tut mir leid, dass es hier gerade (noch) nicht weitergeht, an diesem Wochenende ist Garten umgraben und auf Vordermann bringen angesagt. Meine Arme sind zu schlapp, es reicht gerade noch so für die paar mickrigen Zeilen. Ich freue mich auf die Couch und werde sogar die Fernbedienung Dieter überlassen - keine Kraft mehr…

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Ich freue mich auf die Couch und werde sogar die Fernbedienung Dieter überlassen - keine Kraft mehr…

Das macht doch nichts und das schöne Wetter möchte auch genutzt werden im Frühjahr. Auch für lästige aber notwendige Dinge in und um‘s Haus herum. Man möchte es ja dann auch schön haben(u.a) im Sommer
. Da hat es mein Mann echt gut glaube ich
: er darf wann immer er möchte frei über die Fernbedienung verfügen
. Erhol Dich gut morgen - schlafen wirst Du nach der körperlichen Gartenarbeit heute sicher wunderbar
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Ich springe auch noch auf deinen Bericht auf.
Was du zum Buffet sagst kann ich so unterstreichen. Gerade am An- und Abreisetag und an Seetagen isses da immer sehr wuselig. Auf allen Schiffen und bei allen Reedereien die wir bisher kennengelernt haben.
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Wozu hat man Pläne und es lebe die Zivilisiertheit Europas
Die Nacht verbrachten wir gut schlafend und sehr bequem. Um die Tür offen zu lassen war es zu kalt, aber die Klimaanlage wollten wir auch nicht nutzen. So lief lediglich die Lüftung. Damit sind wir während der gesamten Reise sehr gut gefahren. Ich erinnerte mich an die diversen Diskussionen hier im Forum, Klimaanlage zu laut, zu viel Zugluft, zu viel dies, zu wenig das. Ich verstand diesen Stress nicht…
Die Sonne schien morgens wunderbar auf den Balkon und wir genossen den ersten Kaffee mit Blick auf Fähren, auf die gerade die LKWs fuhren. Was für eine Meisterleistung der Logistik, es kam tatsächlich zu keinen Staus.
Um 10 Uhr wollten wir uns mit dem Rest der Familie vor den Fahrstühlen treffen, um gemeinsam im Harbour Market zu frühstücken. Mein Schwager und mein Vater haben am Vorabend tatsächlich noch einen Zug durch die Bars gemacht und waren erst gegen 3 Uhr auf der Kabine. Begründung: ihre Frauen hatten ihnen mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass sie beim Einkramen im Weg standen. Also trat Mann die Flucht nach vorn an und testete das All Inklusive Angebot an Bord. Dementsprechend übermüdet sahen sie aus, aber weder meine Schwester noch meine Mutter waren darüber verschnupft (insgeheim glaube ich, Dieter wäre auch gern dabei gewesen, auch wenn er es nie gesagt hat
)Wir suchten also im Harbour Market nach einem 8er Tisch – ein Unterfangen, dass bis zum Ende der Reise nie von Erfolg gekrönt war, aber das wir uns weigerten, aufzugeben. Es wurde wieder zwei Vierertische in der Nähe und wir machten uns auf, das Frühstück zu erjagen. Als einzige von uns Acht entdeckte ich die Leberwurst und bekam neidische Blicke von den anderen – wo ich DIE denn wohl gefunden hätte



Meine Schwester und ihre Familie wollten sich an dem Tag Fahrräder leihen und die Playa de Palma entlangfahren, meine Eltern wollten einen Bummel durch Palma machen und Dieter und ich wollten mit dem Roten Blitz nach Port de Soller fahren. Natürlich hatte keiner von uns irgendwas vorgebucht. Ich glaube, es liegt in der Familie, sich spontan treiben zu lassen und sich morgens soviel Zeit für alles zu lassen, wie man eben braucht. Abends wollten wir uns dann wieder alle an Bord treffen und die Erlebnisse des Tages austauschen.
Kaum waren wir zurück in der Kabine, klopfte es an unserer Tür – meine Mutter. Ob wir was dagegen hätten, wenn meine Eltern doch mit uns die Tour nach Port de Soller machen würden. Hatten wir natürlich nicht, und so stiegen wir zu viert in den TUI Shuttle Bus, der uns die Stadt bringen sollte. Das Konzept mit der direkten Verbuchung auf der Bordkarte finde ich übrigens extrem praktisch, so musst Du weder Bargeld noch Karte zücken und alle Leistungen werden von vornherein der richtigen Person zugeordnet.
So standen wir also irgendwann gegen 11:30h an der Kathedrale und folgten Google Maps zum Bahnhof für den Roten Blitz. Wir ließen uns durch die Straßen der Altstadt treiben, bis wir gegen 12:00h am Ziel waren. Natürlich war es am Bahnhof voll, aber nicht so voll, dass wir Bedenken hatten oder lange hätten warten müssen. Als wir jedoch endlich am Ticketschalter an der Reihe waren, sagte uns die Dame, dass die nächste verfügbare Fahrt erst um 15:00h möglich sei. WHAT???? Dann schaffen wir es ja nie mit dem letzten Zug wieder zurück. Das wird dann wohl nichts mit der Fahrt mit dem Roten Blitz… So ein Mist…
Aber wir sind ja flexibel und so griffen wir eben Plan A unserer Eltern auf und erkundeten Palma. Ein wunderschönes Städtchen übrigends

Natürlich überkam uns nach diversen Sehenswürdigkeiten der Durst und wir kehrten an der Plaza Major ein. Wir hatten ein Wetterchen zum Sonne putzen und bestellten einen eisgekühlten Rosé. Die Plaza Major ist zweigeteilt und auf der uns abgewandten Seite demonstrierte ein Straßenkünstler sein Können. War uns Recht, so konnten wir uns ungestört unterhalten und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Nach ein paar Minuten zog auf unserer Seite des Platzes eine Mariachi Band auf und klapperte die diversen Restaurants ab. Kurz bevor sie bei unserem Restaurant ankamen, zogen sie sich wohl in eine kleine Pause zurück, jedenfalls waren sie nicht mehr zu sehen.
In der Zeit war der Straßenkünstler auf der anderen Platzseite mit seiner Darbietung fertig und zog mit Sack und Pack auf unsere Seite des Platzes um. Kaum hatte er alles aufgebaut und mit seiner Vorstellung begonnen, kam die Mariachi Band zurück und baute sich vor den Tischen unseres Restaurants auf, um ihre Darbietung fortzuführen. Wir unkten sofort, dass es jetzt Ärger gegen wird und die Banden der verschiedenen Straßenkünstler nun derbe aneinandergeraten würden. Ich gebe zu, in Mexiko hätte ich an dieser Stelle zugesehen, dass ich Land gewinne, aber in Palma de Mallorca, sahen wir das ganze entspannter, aber trotzdem gespannt. Während die Mariachis also ihr erstes Lied anstimmten, kam direkt der Clown auf seinem Einrad angeradelt und es gab eine hitzige Disskussion, die der Straßenkünstler wohl gewann. Jedenfalls verabschiedete sich Band bedauernd von uns als Publikum und zog von dannen. Ich hätte nicht gedacht, dass lustig geschminckte Clowns es fertigbringen können, so böse zu gucken xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxxWir genossen jedenfalls weiterhin den sonnigen Nachmittag und ließen das Leben an uns vorbeiziehen. Wir hatten keinen Zeitstress, trotzdem überlegten wir uns, aufs Schiff zurück- und in der Bar 17 einzukehren. Dort ergatterten wir tatsächlich noch einen gemütlichen Loungeplatz in der Sonne und etwas später stieß die Familie meiner Schwester mit dazu. Sie hatten tatsächlich ihre Fahrradtour machen können und einen tollen Tag an der Playa verbracht. Gemeinsam genossen wir noch den ein oder anderen Gin Tonic, bevor wir uns zum Abendessen im Atlantik verabredeten.
Natürlich bekamen wir wieder keinen Tisch für uns alle zusammen, immerhin bekamen wir wieder Tische in der Nähe, allerdings in einem abgelegenen Teil des Restaurants ohne Möglichkeit, nach draußen zu schauen. Das Essen war fantastisch, besonders die Hummerravioli hatten es mir angetan. Das könnte mein neues Lieblingsgericht werden…
Die Kinder waren jedoch weniger angetan, ihnen war zu viel Chi-Chi am Essen und sie wollten lieber ins Harbour Market gehen. An diesem Tag haben meine Schwester und ihr Schwager das noch unterbinden können, aber ich spoilere schon mal, das haben sie nicht lange durchgehalten xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxxNach dem Abendessen haben wir unsere dicken Jacken aus der Kabine geholt und sind zur Diskonacht an die Agora Bar gegangen. Dort haben wir auch unserer ersten Auslaufen begossen und anschließend gefeiert. Den Kindern war unsere Getanze zu peinlich, sie zogen es vor, sich in die Kabine zurückzuziehen und zu lesen – komische Generation heutzutage… Mir wären damals zwar meine Eltern auch peinlich gewesen, aber ich hätte doch nicht tatsächlich auf der Kabine gelesen, sondern mit anderen in meinem Alter das Schiff unsicher gemacht… Aber gut, jeder so wie er mag. Wir hatten jedoch einen glorreichen Abend und sahen die Lichter Mallorcas hinter uns kleiner werden. Morgen erwartete uns unser erster Seetag und wir beschlossen, dass jeder so lange schläft, wie er will, wir würden uns schon auf dem Schiff wiederfinden. Und so stach die Landratte das erste Mal tatsächlich in See und fand es großartig xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxx
Erkenntnisse des zweiten Tages: Pläne sind Schall und Rauch, Straßenkünstler haben eine international unterschiedliche Konfliktfähigkeit und die heutige Generation ist auch nicht mehr das, was wir mal waren…
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Bin schnell hinterhergereist und lese ab jetzt mit.
Vielen Dank für deine Mühe und liebe Grüße
Anette
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Die Kinder waren jedoch weniger angetan, ihnen war zu viel Chi-Chi am Essen und sie wollten lieber ins Harbour Market gehen. An diesem Tag haben meine Schwester und ihr Schwager das noch unterbinden können, aber ich spoilere schon mal, das haben sie nicht lange durchgehalten 😊Mhmm ? Was möchtest du uns damit sagen, liebe frau_shrimp ? Der Schwager deiner Schwester ist doch dein Dieter - oder irre ich mich da??

LG Sabine
P.S. Danke für deinen tollen Bericht, habe die Schlacht der Straßenkünstler direkt vor meinem geistigen Auge gesehen

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Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Mhmm ? Was möchtest du uns damit sagen, liebe frau_shrimp ? Der Schwager deiner Schwester ist doch dein Dieter - oder irre ich mich da??

LG Sabine
Ups, ja, hast Du wohl Recht
. Dieter war an der Kindererziehung natürlich nicht beteiligt. Das bleibt dann eher in deren Familie 
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Ja die Hummerravioli liebe ich auch! Nachdem es sie auf jedem Schiff und immer gibt, glaube ich, dass man sie gefrostet irgendwo kaufen kann, man müsste mal einen Koch danach fragen!

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Ups, ja, hast Du wohl Recht
. Dieter war an der Kindererziehung natürlich nicht beteiligt. Das bleibt dann eher in deren Familie 
Du siehst, hier wird ganz genau gelesen!


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Sehr unterhaltsamer Bericht frau_shrimp richtig klasse geschrieben

freue mich schon auf die Fortsetzung.
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Oh ja frau_shrimp ich würde mich auch sehr über eine Fortsetzung deines tollen Reiseberichtes freuen. (Ganz lieb guck
)LG Sabine
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Bin gerade auf deinen Reisebericht gestoßen frau_shrimp
Liest sich besser wie mancher Roman. Amüsant und unterhaltsam.
Ich freue mich auf die Fortsetzung

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Ihr habt Recht, ich habe es zu lange hier schleifen lassen. Daher kommt nun die Fortsetzung

Die Kinder maulen und wenn es am Pool zu voll ist, gehe ich eben an die Bar
Es stand ausschlafen auf dem Plan! Es war unser erster Seetag und schließlich waren wir ja im Urlaub. Wir verabredeten uns bewusst nicht, jeder sollte frühstücken gehen, wann er wollte. So kam es, dass Dieter und ich bestimmt bis 9 Uhr schliefen und auch anschließend noch nicht wirklich aufstanden. Den ersten Kaffee auf dem eigenen Balkon zu trinken, dabei aufs Meer zu gucken und noch aussehen zu können wie Schlunski, hatte schon was feines

So war es dann auch schon deutlich nach 10 Uhr, als uns der Hunger dann bewog, uns doch endlich mal anzuziehen. Wir freuten uns darauf, der Fülle und dem Buffet des Harbour Markets zu entgehen und uns im Atlantik das Frühstück am Platz servieren zu lassen.
Doch ein Blick in den Zettel mit den Öffnungszeiten belehrte uns schnell eines besseren: das Frühstückangebot im Atlantik war schon vorbei. Auch die anderen inkludierten Bedienrestaurants waren bereits zu oder schlossen in den nächsten Minuten. Ja verdammt, gab es denn an Bord keine Langschläfer??? 10:30 Uhr erschien uns jetzt nicht als ungewöhnliche Zeit fürs Frühstück. Aber vielleicht waren Kreuzfahrer ja anders…
Bei der Wahl zwischen dem Tag und Nacht Bistro oder dem Harbour Market entschieden wir uns dann doch lieber fürs Harbour Market. Kaum waren wir dort, merkten wir, dass es offenbar sehr wohl auch unter Kreuzfahrern Langschläfer gab. Es war wie immer proppenvoll, alles wuselte durcheinander und keiner gönnte dem anderen einen Meter Platz am Buffet
Wir versuchten den Menschenmassen so gut es ging aus dem Weg zu gehen und entdecken die Wok-Station. Hier war es deutlich ruhiger, es gab mehrere freie Tische zur Auswahl und das Angebot war quasi der Harbour Market im Kleinformat. Hier fanden wir alles, was wir uns für ein Frühstück wünschten, vor allem: etwas Ruhe!!!Das dachte sich wohl auch meine Schwester samt Familie, denn kaum hatten wir uns niedergelassen, kamen die vier auf uns zu und gesellten sich zu uns. Die Kinder waren etwas maulig und berichteten von der zweiten unbequemen Nacht, da sie auf der brettharten Couch kaum schlafen konnten. Sie hatten sich dann abgewechselt und immer einer ist zu den Eltern ins Bett gekrochen, um wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen. Dementsprechend müde sahen alle vier ein bisschen aus.
Auch wir haben die Couch übrigens als so hart und unbequem empfunden, dass wir nicht mal darauf gesessen haben…Nach dem Frühstück wollten mein Schwager, die Kinder und ich etwas gegen das gute Essen tun und wir verabredeten uns im Fitnessstudio. Die Drei wollten an die Geräte und ich aufs Laufband. Gute Vorsätze soll man umsetzen, solange sie da sind

Im Studio gab es dann aber erneut lange Gesichter, die Kinder waren zu jung für die Geräte und durften nicht trainieren (obwohl sie in Deutschland durchaus im Fitnessstudio angemeldet sind und dort auch an die Geräte dürfen). Der jüngere durfte noch nicht mal rein ins Studio, während die Ältere zumindest die Cardiogeräte nutzen durfte. Fanden sie natürlich beide auch nicht so toll und der jüngere zog maulend wieder ab, um in der Kabine bei meiner Schwester weiter zu maulen.
Uns verblieben Dreien erging es derweil aber auch nicht viel besser: die Geräte waren natürlich alle besetzt
So warten wir dann halt und tatsächlich – wir konnten unser Glück kaum fassen – wurden drei Crosstrainer frei. Sogar nebeneinander!! Es sind doch die kleinen Dinge, die einen glücklich machen 
Also alle Mann schnell drauf, bevor uns einer dazwischen funkte. Meine Nichte, die sich eigentlich auf Gerätetraining mit Papa eingestellt hatte, hatte natürlich keine Kopfhörer dabei um sich das langweilige Training wenigstens ein bisschen interessanter zu machen. Also wieder Gemaule, wie langweilig das sei und warum TC diese Altersvorgabe für Teenager macht und so weiter und so fort…
Irgendwann hab ich aufgegeben und meinen Kopfhörer einfach so laut eingestellt, dass ich sie nicht mehr hörte. Nicht nett von mir, aber wirkungsvoll. So dröhnte Hape Kerkelings Stimme aus den Ohrstöpseln und schrie mir seine Lebensgeschichte ins Ohr
Meine Nichte gab nach 20 Minuten auf und ging ebenfalls auf die Kabine. Maulend natürlich. Mein Schwager verzog sich sichtlich erleichtert an seine geliebten Geräte. Endlich konnte ich Hape wieder auf normale Lautstärke einstellen – eine Wohltat!!!
Ein fleißiges Stündchen und -480 Kalorien später trat ich wohlgelaunt den Rückweg auf die Kabine an und freute mich auf eine Dusche.Fortsetzung folgt (zu viele Zeichen
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Fortsetzung
Dort traf ich Dieter wieder, der dick eingepackt auf dem Balkon saß, las und fror (wir hatten zu der Zeit Schatten auf dem Balkon und es war wirklich kalt und windig dort). Ihm war es an Deck in der Sonne viel zu laut, trubelig, eng, ungemütlich, voll und was weiß ich noch… Muss ihn wirklich gestört haben, da oben, denn auf dem Balkon war es auch ungemütlich…
Als ich jedenfalls aus dem Bad wieder rauskam, lag er dick eingemummelt im Bett. Er sei völlig durchgefroren und wolle nur noch schlafen. In der Stimmung lässt man ihn am besten allein und ich konnte ihm nur noch entlocken, dass der Rest der Familie irgendwo an Deck am Pool lag. An welchem erfuhr ich jedoch nicht mehr…
Mir schwante schon, dass das ein Glückspiel werden würde, aber ich blieb optimistisch und stürzte mich ins Gewühl.Tatsächlich erlebte ich auf dem Pooldeck einen kleinen Kulturschock! Wie gesagt, es war meine erste Kreuzfahrt, mein erster Seetag und ich war einsame Campingplätze im Süden Afrikas gewohnt. Es war voll! Rappelvoll! Alles voller Liegen, die Liegen voller Menschen, der Pool voller Menschen, die Außenbars voller Menschen, Kinder schrien und liefen wild umeinander und auf dem schmalen Pfad entlang des Pooldecks schoben sich auch die Menschenmassen. Ich hatte ja mit vielem gerechnet, aber das war echt zu viel…
Ihr müsst Euch das mal vorstellen, die Liegen sind so eng nebeneinander aufgestellt, dass man über das Fußende draufkrabbeln musste, weil neben den Liegen kein Platz mehr war. Mag sein, dass das für den vielfahrenden Kreuzfahrer nicht ungewöhnliches ist, ich fand es jedenfalls total abtörnend. Außerdem, wie sollte ich hier den Rest meiner Familie finden??? Also irrte ich den Laufweg entlang, versuchte in niemanden reinzulaufen bzw. von niemanden umgelaufen zu werden und trotzdem die Leute auf den Liegen genau anzuschauen, ob ich irgendwo dort drin meine Familie finde.
An dieser Stelle: ist Euch mal aufgefallen, dass eine Menschenmasse auf Liegen irgendwie total homogen aussieht???
Durch einen Riesenzufall entdeckte ich meinen Vater, der sich mit zwei Getränken in der Hand ebenfalls durch die Massen schob. Meine Rettung!!! Allerdings sah auch er ziemlich verloren aus und freute sich mindestens ebenso, sehr mich gefunden zu haben, wie ich ihn. Er fand die anderen nämlich auch nicht wieder und konnte sich auch leider nur noch erinnern, dass sie alle am Pool lagen, aber nicht mehr, ob es der große oder der kleine Pool war. Also machten wir uns nun zu zweit auf die Suche.
Wir fanden sie schließlich auf der Etage über der Agora Bar, aber auch nur, weil mein Neffe fast in uns reinlief. Mit seiner Hilfe fanden wir dann die anderen und der mittlerweile warme Drink den Weg zu meiner Mutter.
Sie quetschen sich zu sechst auf fünf Liegen und ich setze mich als siebte mit zu meiner Mutter auf die Liege. Immerhin war hier zwischen den Liegen noch so viel Platz, dass man sie seitlich betreten konnte und nicht über das Fußende hineinkrabbeln musste. Trotzdem war es ungemütlich eng und da die Bar 17 nur ein paar Meter weiter lag, verzog ich mich mit meinem Buch dorthin und fand dort tatsächlich ein lauschiges Plätzchen, sogar im Schatten
Anscheinend waren alle Gäste entweder an den Pools oder beim Mittagessen und so war es erstaunlicherweise recht ruhig an der sonst so beliebten Bar 17.
Es dauerte gar nicht lange, da trudelte einer nach dem anderen von den Liegen in der Bar 17 ein. In der Sonne war es ohne Schatten auf Dauer doch zu warm bzw. Sonnenbrand drohte den kalkweißen Norddeutschen. Sogar Dieter fand uns nach seinem Mittagsschlaf an der Bar 17 (es ist erschreckend, wie gut er mich kennt und weiß, wo er mich finden kann…).
Es war Platz genug für alle und so verbrachten wir einen feuchtfröhlichen Nachmittag in der Bar 17 mit einem herrlichen Ausblick aufs Meer. An den Pools hätte es nicht schöner sein können
Am Abend verabredeten wir fürs Atlantik. Die Kinder maulten. Ihnen war das Atlantik eindeutig zu viel ChiChi, sie wollten lieber die handfesten Chicken Nuggets aus dem Harbour Market essen. Mit Ketchup! Wie sie wichtig betonten! Meine Schwester und mein Schwager gaben klein bei und erlaubten ihnen, allein ins Harbour Market zu gehen, um all den Kram zu essen, den sie wollten. Das Gemaule schlug schlagartig um in Gejohle, die Begeisterung war groß!
So kam es, dass wir ausnahmsweise zu Sechst im Atlantik aufliefen, was sich als 6er im Lotto herausstellen sollte. Wir bekamen tatsächlich einen der raren phantastischen Rundtische direkt vor den großen Heckfenstern zugewiesen! Jetzt war unser Gejohle groß und wir dankten den Kindern für ihre profanen Essensprioritäten. Der Blick auf die Heckwelle und den Sonnenuntergang über dem Meer war zusammen mit dem leckeren Essen absolut traumhaft. Diesen besonderen Platz haben wir richtig genossen. Als wir gingen, waren wir fast die letzten Gäste im Restaurant. Doch wohin jetzt? Nach Kabine stand uns allen nicht der Sinn, wir wollten weiter schön gemütlich irgendwo hin, was leckeres trinken und uns gepflegt unterhalten. Also ab ins Chalet!
Dazu kamen wir an der TUI Bar vorbei und keiner von uns hat verstanden, wie man die Fülle dort genießen kann. Im Chalet war es da doch viel gemütlicher, ruhiger und auch mit einer schnelleren Bedienung. Wir konnten toll am Fenster sitzen, testeten uns durch die Getränkekarte, die Kinder machten es sich in der Fensternische mit diversen Kissen bequem und ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wann und wie ich an dem Abend auf der Kabine gelandet bin
Erkenntnis des dritten Tages: voll, voller, am vollsten - das Schiff und ich

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Oh je, das hört sich nach einer negativen Erfahrung hinsichtlich Entspannung am Seetag an. So schlimm haben wir es bei ca. 15 Kreuzfahrten auf Aida oder Mein Schiff noch nie getroffen, sind aber auch noch nie in den Ferien gefahren. Ausserdem suchen wir nicht unbedingt Liegen am Pool , sondern gerne auf anderen Decks. Da eigentlich immer was frei. Und die Liegensituation auf der Relax scheint nach Berichten auch schlechter zu sein als auf der 1-7.
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Oh je, das hört sich nach einer negativen Erfahrung hinsichtlich Entspannung am Seetag an. So schlimm haben wir es bei ca. 15 Kreuzfahrten auf Aida oder Mein Schiff noch nie getroffen, sind aber auch noch nie in den Ferien gefahren. Ausserdem suchen wir nicht unbedingt Liegen am Pool , sondern gerne auf anderen Decks. Da eigentlich immer was frei. Und die Liegensituation auf der Relax scheint nach Berichten auch schlechter zu sein als auf der 1-7.
Auf Deck 19 an der Mistral Bar war meistens nicht viel los. Der Bereich lässt sich nur über Treppen erreichen, vielleicht lag es daran.
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John Das erinnert mich an den Bugbereich auf der alte 1 und 2.Da war es auch schön chillig. Was habe ich dumm geschaut, als ich auf einem der neuen Schiffe vor einer Tür zum X-Bereich stand,nachdem ich meinem Mann gesagt hatte, ich ginge zum Bug und wollte versuchen, eines der Doppelbetten zu ergattern.

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Ein ausführlicher Bericht, liest sich wie ein spannender Roman. Ich hin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
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