Tag 10:
Santa Fe
Heute nun die Tour nach Santa Fe. Warum ausgerechnet Santa Fe?
Naja, bei der Planung hatten wir geschaut, von wo man nach Abschluss der Parktour vernünftig nach Tampa/Florida kommt.
Das Naheliegende wäre gewesen, die Tour dort zu beenden, wo sie angefangen hat:
Las Vegas.
Allerdings waren die Verbindungen nach Tampa zu dieser Zeit eher schlecht und vor allem ziemlich teuer.
Also haben wir einfach mal geschaut, was in der „näheren“ Umgebung von Flagstaff war, was ja parkmäßig unser letztes Ziel gewesen ist.
Nach Phoenix hat es uns etwas weniger gezogen, also warum nicht weiter in den Osten?
Was gab es weiter im Osten?
Santa Fe – das hörte sich doch nach einem perfekten Abschluss des Wilden Westens an. Der Name hat Klang.
Also Google angeschmissen und geschaut, ob Santa Fe ein lohnenswertes Ziel sein könnte. Die Bilder sprachen für sich und somit war das historische Städtchen ziemlich schnell gesetzt. Santa Fe hat allerdings nur einen Regionalflughafen und somit kamen wir da auch nicht wirklich weiter, was aber durch die Nähe zu Albuquerque und dem größten Flughafen der Region nicht dramatisch war.
Albuquerque… Da war doch was? Dazu aber später mehr.
Als Abflughafen dann also Albuquerque gewählt und dort kamen deutlich bessere Angebote als von Vegas.
Die Fahrtzeit von Flagstaff dorthin war lt. Maps nur unwesentlich länger als zurück nach Vegas, wo auch dank des 04. Juli die Hotelpreise explodiert sind. Der Flug sollte am 03. Juli stattfinden
Also wieder mit Maps rumgetestet, wie das am meisten Sinn macht. Abschließend wurde es dann Flagstaff->Santa Fe->Albuquerque.
Das Frühstück in Flagstaff war für US-Motel-Verhältnisse hervorragend. Bagels in diversen Varianten, Muffins, Toast & Eier in verschiedenen Varianten und eine Waffelmaschine, wo man sich Waffeln selber machen konnte. Das war wirklich klasse und mit ein klein wenig Wehmut dann weg aus Flagstaff.
Die Parktour war praktisch beendet und es war wirklich fantastisch gewesen. Wehmut vor allem, weil wir nicht wussten, wann wir diese eindrucksvolle Gegend wiedersehen würden. Mittelfristig wollten wir zwar wiederkommen, aber es gibt auf dieser Welt ja noch so viele andere schöne Sachen – auch der Grund, warum wir Kreuzfahrten (wir sind ja hier in einem Kreuzfahrtforum;-) eher unregelmäßig machen.
Die Fahrt nach Santa Fe sollte dann lt. Maps 5:40h dauern. Also ein echtes Brett… Aber wir waren alle frohen Mutes und es sollte prinzipiell eine ruhige Fahrt werden. Viel Wüste, etwas Westernlandschaft und endlose Highways. An sich sind wir in Flagstaff auf die I40 und mussten erst in Albuquerque abbiegen.
So werden Container transportiert. Der Zug war mehrere Hundert Meter lang...
Auf dem Weg haben wir dann ein Werbeschild für einen riesigen Meteoritenenkrater gesehen, den man besichtigen konnte. Um etwas Abwechslung reinzubringen also vom Highway runter und hin da. Dummerweise sollte das über 30$/Person kosten und es war fiese heiß. Da waren wir dann doch nicht so richtig motiviert, für eine Pause von gut 30 Minuten so viel Geld auszugeben.
Also wieder zurück, dabei hat Frau dann aber Präriehunde gesehen und somit hat es sich gelohnt:-)
Zwischendurch getankt und in Gallup etwas zu Essen eingeschmissen.
Nach weit über 6 Stunden sind wir dann am Nachmittag in Santa Fe eingetroffen. Gleich ins Motel, einer Econolodge, eingecheckt. Auch hier gab es nichts zu meckern. Alles sauber, recht groß und ansprechendes Äußeres im „Adobe Stil“, welcher typisch für die Gegend ist.
Also schnell Koffer raus und ab nach Downtown.
Es war wunderschön dort. Ein völlig entspanntes Städtchen mit einer Architektur, die ich in der Form noch nicht gesehen habe. Der erwähnte „Adobe Stil“ ist das, was man sich so unter Mexikanischen Häusern vorstellt. Zumindest im kitschigen und alten Sinne.
Die ganze Innenstadt bestand aus kleinen Geschäften aller Art mit viel Kunst&Kitsch sowie unglaublich vielen Rooftop-Bars und Restaurants.
Wir haben uns rund um die Santa Fe Plaza rumgetrieben und waren wirklich begeistert. Hier würden wir sofort noch einmal herkommen.
Beim Bummeln haben wir dann unter anderen noch einen Laden entdeckt, der Öle, Gewürze und Salatsaucen in zig Varianten hatte. So etwas können die Amis ja, zumindest nach unserem Geschmack – leider lassen die sich diese Leckereien auch richtig teuer bezahlen. Aber ist ja Urlaub;-)
Und wie es in den USA auch ist, kann man wirklich alles probieren. Gekauft haben wir dann zwei Olivenöle mit geröstetem Knoblauch und Chili für weit über 30$. Diese wurden hervorragend für den anstehenden Flug verpackt, sonst hätten wir es nicht gemacht. Mir sind 2008 auf einem Flug von Hamburg nach New York zwei Flaschen Bier im Koffer kaputt gegangen bzw. hat der Bügelverschluss nicht dichtgehalten und somit sind wir „gebrannte Kinder“, was flüssige Lebensmittel aller Art im Gepäck angeht… Gott sei dank war das Bier damals im Koffer meiner Frau verpackt;-)
Hier der Laden:
Dann war es Zeit fürs Abendessen. Lt. Tripadvisor gab es nur ein Restaurant, welches für uns in Frage kam: Das „Pantry Restaurant“, welches auch an der Straße lag, wo unser Motel war.
Warum ausgerechnet dieses? Wir wollten in New Mexico natürlich auch mexikanisch angehaucht essen und ein kurzer Blick auf die Karte und auf die Bewertungen haben uns keine andere Wahl gelassen. Das Essen war hervorragend. Steak, Burger und wieder eine schöne Craft-Beer-Auswahl. Dank der hervorragenden Bewertungen betrug die Wartezeit für einen Tisch dann auch locker 30 Minuten, aber egal - es sollte sich lohnen!
Beim Essen haben wir uns dann noch nett mit einer US-Mexikanischen Familie unterhalten und den Tipp bekommen, am nächsten Tag unbedingt noch „Meow Wolf“ zu besuchen, was wir nach einem kurzen Online-Check auch gemacht haben. Dazu mehr im nächsten Bericht.
Die Fahrt war doch ziemlich anstrengend gewesen und somit waren wir dann froh, ins Bett zu kommen.
