Reisebericht MS Artania nach Südostasien und Down Under mit Vorprogramm Hongkong und Südseeträume bis Acapulco 1.2. bis 22.3.2018

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Liebe Elisabeth @Soukousa,

    herzlichen Dank, dass du uns mit auf diese besondere Reise nimmst. Es ist dein erster RB? Das ist kaum zu glauben, dein Schreibstil liest sich sehr gut und die Bilder unterstreichen eure Erlebnisse wunderbar. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

    LG

    Kerstin

  • @Soukousa

    Hallo Elisabeth!

    Wow eine tolle Reise!

    Mir gefällt dein packender und schöner Schreibstil. Ich war nach unserer ersten Kreuzfahrt und vor meinem ersten Reisebericht genauso verunsichert, ob es gefällt. Aber irgendwie hat man alles sofort wieder vor Augen, erlebt es erneut und dann sprudeln die Worte nur so aufs Papier bzw aufs Tablet.

    Bleibe auf alle Fälle weiter am Ball.

    LG Eva,

    die im letzten Mai in Papenburg den Forums Lauser Knut dabei hatte.

    LG Eva und Frank


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    20 Nächte Auszeit auf dem Atlantik von La Romana nach Bremerhaven April/Mai 2027

    wohlfuehltreffenanbord

  • @Soukousa
    Bei so einer besonderen Reise möchte ich gerne dabei sein.
    Dass dies dein erster Bericht sein soll ist nicht zu glauben. Deinen Bildern sieht man das schlechte Wetter gar nicht an. Besonders die Nachtbilder faszinieren mich.
    Bin gespannt, wie es weiter geht.
    LG Susanne

  • Dass dies dein erster Bericht sein soll ist nicht zu glauben.

    Doch, doch, das ist mein erster "öffentlicher" Reisebericht! :rolleyes:
    Aaaber... ich schreibe regelmäßig Reisetagebuch im Wechsel mit dem Göga, und jetzt besteht die Hauptaufgabe darin, das Geschriebene sozusagen "gesellschaftsfähig" zu machen, allzu Privates zu streichen und unsere Schreibstile anzugleichen. ^^
    Meine Hochachtung vor allen anderen Reiseberichtschreibern ist in den letzten Stunden sprunghaft gestiegen!
    Mannomann, was ist das für eine Arbeit! ;(
    Aber es macht auch riesigen Spaß! :D

    Bis morgen liebe Grüße und gute Nacht!
    Elisabeth

  • Aber es macht auch riesigen Spaß

    Das stimmt!
    Ich bin gerade dabei, live von unserer Reise ab Freitag zu berichten. Bin gespannt, ob das so funktioniert mitten auf dem Ozean ?(
    LG Susanne

  • Meine Hochachtung vor allen anderen Reiseberichtschreibern ist in den letzten Stunden sprunghaft gestiegen!
    Mannomann, was ist das für eine Arbeit!
    Aber es macht auch riesigen Spaß!

    So ist´s :thumbup:
    Und dabei entwickelt jeder seinen eigenen Stil.

    Deiner gefällt mir sehr gut. Allein schon Euer Rundgang durch Hongkong war echt spannend.
    Besonders die Fotos geben viel vom Alltag in so einer Metropole wieder.

    Freu mich auf die kommenden Fortsetzungen.

    Lg ücki

  • Mannomann, was ist das für eine Arbeit!
    Aber es macht auch riesigen Spaß!


    Griaß Di Elisabeth,

    bin natürlich, wie Du vielleicht schon gemerkt hast, auch dabei.

    Und das Schreiben des RBs machst Du richtig gut. :thumbup:

    Scheinst ein Naturtalent zu sein. :D

    Servus und liebe Grüße aus dem Süden


    Helmut

    So a Urlaub auf See is fei scho schee !

    *MeinSchiff*

  • Mannomann, was ist das für eine Arbeit!
    Aber es macht auch riesigen Spaß!

    ja das macht es und man/frau erlebt die Reise auf diese besondere Weise ein zweites Mal ganz intensiv und Kosten verursacht sie dieses Mal auch nicht. Na ja , vielleicht doch, denn wenn man alles noch einmal Revue passieren lässt, bucht man vielleicht schneller als gedacht die nächste Cruise.

    LG
    von Siegrid, die morgen früh wohl Schnee schieben muss - es schneit kräftig im Nordosten Hamburgs.

    LG
    Siegrid

  • Hallo Elisabeth
    Was für eine Reise!
    Bei so einem Routenverlauf bekommt man ja die reinste Reizüberflutung. Irre.
    Ich weiß jetzt schon das ich mich auf die Fotos von der Südsee freuen werde. Gerade bei den Wetterbedingungen die ich hier so lese.

    LG von der Michi, die gerne mitliest

    MS1 02/12 Kanaren m.Agadir
    MS1 11/12 Transatlantik West + südl. Karibik "Deck 12er-Tour" :thumbsup:
    MS1 04/13 Rund um Westeuropa
    MS1 11/13 Kanaren m.Agadir
    MS3 06/14 JFF
    MS3 06/15 östl. Mittelmeer mit Bodrum
    MS <3 04/16 Mittelmeer mit Türkei Kreta
    MS3 08/16 Mittelmeer mit Ibiza
    MS3 01/17 Dubai mit Bahrain
    MS6 09/17 NY mit Kanada
    MS6 10/17 NY mit Bahamas

    MS3 08/18 Großbritanien + Irland
    MS6 05/19 Mallorca bis Malta

    MS1 09/19 Neuengland mit Kanada I

    MS4 01/20 Mittelmeer mit Kanaren

    MS3 02/22 Kanaren mit Azoren + Madeira
    MS4 11/22 Kanaren mit Lanzarote + Madeira

    MS2 04/23 Dom Rep. - Gran Canaria
    MS6 10/23 NY - Dom. Rep.

    MS3 12/24 Festtage auf den Kanaren ab Bremerhaven

    MS Relax 03/25

    ----------------------------------------------------------------



    Reiseberichte:
    Mittelmeer mit Kreta
    Nordamerika NY-Kanada + NY-Bahamas

    Wegbeschreibung von Bayonne nach Manhattan per Path + Fähre

  • Liebe @Soukousa

    auch ich bin jetzt schon fasziniert von dieser tollen Route und finde, dass Du es wirklich super machst. Wundbar geschrieben und bebildert. Ich freue mich auf die Weiterreise!

    Liebe Grüße Nicole

    Diese Reisen liegen hinter uns:
    Mein Schiff 3 - Westliches Mittelmeer - 2014
    Mein Schiff 3 - Östliches Mittelmeer - 2015
    Mein Schiff 2 - Adria mit Kroatien - 2016
    Mein Schiff 1 - Asien mit Malaysia - 2016/17
    Mein Schiff 5 - Mittelmeer mit Valencia - 2017

    Neue Mein Schiff 1 - Kanaren mit Lanzarote 2019

    Mein Schiff 6 - Malta mit Griechenland 2019

    Mein Schiff 1 - Mittelamerika 2019/20

    Mein Schiff 6 - Ostsee 2022

  • Liebe @Soukousa,

    was für ein Rentnerleben :), dass könnte mir später auch gut gefallen.
    Eure Reiseroute ist wirklich erste Sahne und ich bin sehr gespannt, was
    du über die Artania und die tollen Reiseziele erzählst.

    Liebe Grüße
    Ute

  • und jetzt besteht die Hauptaufgabe darin, das Geschriebene sozusagen "gesellschaftsfähig" zu machen, allzu Privates zu streichen

    Moin Elisabeth,
    den Spaß kenne ich auch, zuerst die unzensierte Originalversion und dann folgt die entschärfte Forumsversion. In gut 14 Tagen starte ich meinen nächsten Roman.

    Nachdem ich bereits Katharinas RB lesen durfte und Chris mir telefonisch einige Internas mitteilte, freue ich mich auf deine Fortsetzung.

    Und DANKE für die herrlichen Fotos.

    LG aus dem kalten, verschneiten Kiel
    Nane

  • Und schon geht es weiter...

    Reisetagebuch Hongkong 01.02.2018:

    Für heute haben wir einen privaten Ausflug nach Lantau gebucht, der seinerzeit noch von Sonja @Seefahrer6168 organisiert wurde. (Bei Interesse: der Ausflug ist unter dasisthongkong zu finden.)
    Deshalb müssen wir relativ früh aufstehen, denn wir wollen aus dem Hotel auschecken, die Koffer für den Transfer aufs Schiff bereitstellen, die Tour mit Polly machen und dann uns einschiffen. Das erfordert also einige Vorplanung.
    Die Koffer sind noch unverändert seit der Anreise, und wir packen alles, was wir hier in Hongkong benutzt haben, in die Tasche, die als 3. Gepäckstück dabei ist. Alles Gepäck versehen wir mit „Artania“-Anhängern und schleppen es runter zur Rezeption des Hotels. Den Leuten dort erläutern, was damit geschehen soll, ist gar nicht so einfach. Wir hoffen nun, dass wir unser Gepäck auf der Artania wiedersehen…

    Mit einiger Zeitreserve checken wir aus und gehen zum Treffpunkt am U-Bahn-Zugang Tsim Sha Tsui am Exit E am Ende der Mody Road. Wie gut, dass wir bereits gestern recherchiert haben, wo das ist.
    Gegen 9 kommt Polly, eine kleine junge Frau, die fließend deutsch spricht. Und es kommen noch 6 weitere Gäste, die mit uns die heutige Gruppe bilden. Polly verteilt an jeden Ohrhörer und ein Empfangsgerät, so dass wir ihre Ansage auch über etliche Meter gut hören. Außerdem verteilt sie Octopus-Karten für die Öffis. Und so ausgerüstet geht es mit der U-Bahn los. Der Zug ist enorm lang, der Zugang ist mit Doppeltüren ausgeführt, die Bahn fährt ordentlich fix. Alles ist sehr effektiv hier.

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    Wir fahren bis Tung Chung auf der Insel Lantau, dort geht es weiter mit einem Bus, der uns bis nach Tai O fährt, einem kleinen Fischerdorf. Die Fahrt geht übers Land, wir sehen mal wieder Bäume, Wald, Felder, Gegend ohne Pflaster oder Asphalt! Es geht ordentlich bergauf und bergab.

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    Nach etwa einer halben Stunde sind wir in Tai O. Dort sind wir schon bei unserer ersten Hongkong-Reise 1990 gewesen. Wir erkennen einige Blicke und Eindrücke wieder: die Fischerhäuser auf Stelzen, Läden mit Fischfang in allen möglichen Zubereitungen. Wo früher ein Wasser mit einer malerischen Zieh-Fähre war, ist jetzt eine geschwungene Brücke. Die Fähre gibt es schon lange nicht mehr, sagt Polly.

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    Polly hat eine kurze Bootsfahrt organisiert durch den Fischerort, wir sehen die Häuser und Hütten vom Wasser aus sehr gut und eindrucksvoll.

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    Danach spazieren wir noch durch den Ort und bestaunen, was man alles aus gefangenen Fischen machen kann.

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    Polly gibt uns alle möglichen Dinge zu probieren, auch diese Art Pressfleisch.
    Es schmeckt… ähm… interessant… :whistling:


    Fortsetzung folgt...

  • Und weiterhin geht uns die Kälte auf den Wecker: so was kaltes! Ich bin froh, als wir danach erstmal wieder in einen Bus steigen und weiterfahren zum Po Lin Kloster und einer riesigen Bronze Buddha Statue Tian Tan in Ngong Ping. Damals 1990 war diese Statue gerade im Bau gewesen und wurde erst 2011 fertiggestellt. Jetzt ist es ein Ausflugs- und Pilgerziel.

    Die 268 Stufen hinauf zum Buddha sind mächtig anstrengend, aber zumindest wird uns dabei etwas wärmer.

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    Beim Klostereingang sehen wir viele angezündete Räucherstäbchen, aber: ...chen ist gut, denn da sind nicht nur die Streichholz-dicken, sondern auch Zigarren-dicke, Unterarm-dicke und sogar Bauchumfang-dicke Räucher-Balken dabei. Da müssen ja ganz besondere fette Wünsche auf den Weg geschickt worden sein.

    Wir besichtigen dann die Gebetshallen des Klosters, ziemlich neue und reich gold-geschmückte große Räume mit unendlich vielen Buddha-Statuen von winzig bis pompös-riesig.

    Neben dem Kloster gibt es ein kleines vegetarisches Restaurant, wo Polly einen kleinen Lunch organisiert. Zum Sitzen gibt es draußen Steintische und Stein-Sitzbänke. Meine Güte sind diese Sitzbänke kalt, und das von unten! Auch eine untergelegte Zeitung hilft kaum.
    Wir probieren von den vegetarischen Happen und Nudeln und dem Jasmintee. Alles recht lecker und vor allem WARM! :D

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    Mit dem Bus geht es wieder zur MTR-Bahn. Dort, wo wir umsteigen, sehen wir die Bauten einer der ziemlich neu gebauten Trabantenstädte. Das sind Hochhäuser, die dermaßen hoch (20 bis 30 Stockwerke) und schmal und dünn (6 bis 8 Wohnungen zu 20 bis 50 qm je Etage) sind, dass wir nur noch von Nadel-Häusern sprechen. Solche Häuser sind ganz oft zu sehen und sozusagen Standard in den Vorstädten, meint Polly.

    Die ganze Zeit erzählt Polly Interessantes aus dem Alltag in Hongkong: was machen die Kinder? Wie geht es mit der Schule? Welche Feiertage hat man hier? Der Aberglaube der Chinesen (so spricht sie auch von sich). Die Bedeutung der Zahlen 1 bis 9 für die Chinesen usw.

    Nach der Rückkehr nach Kowloon (an der Station von Tsim Sha Tsui) drücken wir Polly das verabredete Geld in die Hand mit einem Bonus und einem herzlichen Dank, denn sie hat den Tag wirklich gut organisiert und durchgeführt und viel Wissenswertes erzählt. Uns hat es sehr gut gefallen!

    Und jetzt geht es aufs Schiff. :thumbsup:

    Schön dass die Artania am Cruise Center direkt an dem Star Ferry Pier liegt (und nicht an dem neuen KaiTak-Terminal, dort wo früher der Flughafen war).
    Wir haben hier nur ein paar Meter durch die Shopping-Mall zu gehen. Nach einigen Schlenkern kommen wir über die Gangway aufs Schiff. Begrüßung erleben wir kaum, denn genau zu diesem Zeitpunkt geht Morten Hansen von Bord, die Fernseh-Leute sind tätig, man wuselt herum, und wir werden kurz an der Rezeption abgefertigt und mit Bordkarten versehen.
    Es ist also nix mit Händedruck des Kreuzfahrtdirektors, „Willkommen zu Hause“, Einschiffungsfoto und Begrüßungssekt. =O^^
    Bald haben wir unsere Kabine 7475 gefunden, und sogar alle 3 Koffer sind da! Also allem gut!

    Meine Güte, wo sollen wir nur alles verstauen? ?(

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    Na, geht doch! :D

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    Und nach dem Auspacken werden wir mit diesem Blick von unserem Balkon belohnt:

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    Gute Nacht!

  • Reisetagebuch Hongkong und endlich geht es los! 02.02.2018:

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    Am Morgen haben wir diesen Blick aus dem Fenster:

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    Also immer noch grau in grau… :/

    Es ist weiterhin sehr kalt. Zum Glück ist es jedoch trocken, aber der Wind ist immer noch schneidend.
    Unseren letzten Tag in Hongkong nutzen wir noch einmal für einen Stadtbummel. Mit der Star Ferry fahren wir wieder rüber nach Hongkong Island und von da spazieren wir erst mal Richtung Causeway Bay (nach Norden) um nach Caches zu suchen. Aber die Ausbeute ist mager. Nach einigen vergeblichen Suchen biegen wir ab in das Hochhaus-Gewimmel. Hier ist die Gegend der fetten Banken und Behörden.

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    Auf der Straße sieht man dauernd BMW oder Mercedes, aber dann auch RollsRoyce, Maserati, Tesla, Ferrari.

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    Und die Leute sind schnieke angezogen und geschäftig. Für einen Cache spazieren wir durch den Hongkong-Park, eine schön angelegte Anlage. Bei schönem Wetter muss das ein herrlich kühles Paradies sein, aber bei der Kälte ist es ein verdammt kaltes Paradies. Angeschlossen ist eine große begehbare Vogelvoliere. Vorher war es wohl ein grün zugewuchertes Bachbett, jetzt ist es fein zurechtgemacht und mit vielen verschiedenen Vogelarten belebt.

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    Kurz vor Mittag haben wir Kaffeedurst. In einem der Glitzerhochhäuser fragen wir in einem Cafe einen Tisch an und bekommen ihn zugewiesen, nachdem wir zugesichert haben, dass wir in 30 min wieder fertig sind. Das entspricht der Erfahrung der letzten Tage. Mittags ist alles schlagartig überfüllt, weil alle Büroleute Lunchpause machen.
    Nach dem Cappuccino (2 Tassen für 12 Euro) gehen wir dann langsam zurück und fahren wieder mit der Star Ferry nach Kowloon. Im Cruise Center kaufen wir noch Mineralwasser und dann ab aufs Schiff!

    Der Rest des Tages ist mit Terminen gespickt: gegen 17 Uhr müssen wir unten im Schiff bei den chinesischen Organen unsere Einreisekarten abgeben und damit sozusagen wieder ausreisen. Nach dem Essen um 20.30 ist die SNRÜ (hier richtig mit Schwimmwesten unter dem Arm, dann auf der Musterstation die Westen anlegen und im Gänsemarsch raus zu den Booten). Wir haben uns schlauerweise ordentlich warm angezogen, denn einige Minuten müssen wir draußen stehen, ehe alles erledigt ist und uns Kapitän Fronenbroek inspiziert und kontrolliert.

    In der Phoenix Bar auf Deck 4 wird der Abfahrtsekt gereicht, und dann werden die Leinen gelöst und die große Fahrt um die halbe Erde kann beginnen! Das Gefühl, als es endlich losgeht, ist unbeschreiblich! :)
    Bei der Auslaufparty warmgetanzt lassen wir uns später durch das leichte Schwanken des Schiffes in den Schlaf wiegen.

    Wir sind unterwegs!

  • Reisetagebuch 03.02.2018 auf See:

    (Sorry, heute habe ich leider kein Foto für Euch… 8) )

    Morgens erzählt uns der Käpten, dass der Wind 7 Bft und die See Stärke 5 („grobe See“) zeigt, also recht herbe Bedingungen. Wir haben damit (im Moment) keine Schwierigkeiten.
    Es geht nach Süden. Immer mehr reißen die Wolken auf, die Sonne wird spürbar warm und freundlich. Mehr und mehr Leute liegen draußen auf den Liegen.

    Es ist Seetag, und wir haben viele Termine. ;)
    Nach dem (leckeren!) Frühstück gehen wir ins Fitness Studio zur Einweisung in die Geräte. Leider gibt es ziemlich wenig Kraftgeräte, aber wir werden schon irgendwie dafür sorgen, dass wir in der langen Zeit nicht einrosten.
    Anschließend gehen wir in die Atlantik Show Lounge zum Lektoren Vortrag. Der Lektor spricht über „Die Philippinen - Geheimnisse der Inselwelt“, ist eigentlich ganz unterhaltsam, aber etliche Leute hatten wohl etwas anderes erwartet und verlassen vorzeitig den Raum. Er ist ihnen wohl etwas zu politisch in seinen Äußerungen.

    Nach der Kultur ist der nächste Tagesordnungspunkt der maritime Frühschoppen an der Kopernikus Bar auf Deck 8. Es werden leckere Fischspezialitäten angeboten, und mir hat es vor allem der Krabbensalat angetan. Köstlich! :thumbsup: Dazu ein Alsterwasser und Seemannslieder. Die Stimmung ist gut, und die Sonne scheint. Endlich!
    Derartig gestärkt probieren wir erstmals die Muckibude aus. Ich gehe eine halbe Stunde aufs Laufband, mache 5 Minuten rudern (anstrengend!), nutze die drei Kraftgeräte und mache dann noch ein paar Dehnungsübungen mit den Fitnessbändern. Das muss reichen für heute.

    Nach dem Duschen mache ich mich auf den Weg zum Ärztetreffen, das traditionell zu Beginn jeder Reise stattfindet.
    Dr. Winnie Koller, der in Natura genauso nett und sympathisch ist wie in VnM, begrüßt uns. Es sind ca 14 Kollegen und Kolleginnen aus allen möglichen Disziplinen anwesend. Winnie Koller erzählt viel aus dem Alltag eines Schiffsarztes, und wir können Fragen stellen. Wir erfahren, dass es pro Weltreise ca 1 bis 2 Tote gibt, dass auf der Weltreise immer zwei Ärzte an Bord sind, die sich die Nächte teilen. Täglich haben sie ca 45 Patienten zu versorgen, es sei also kein lauer Job.
    Auch nachts werden sie oft gerufen, manchmal auch wegen Lappalien, was ziemlich ärgerlich sei. Einmal habe eine Frau angerufen, weil ihre Nase zu sei und sie deshalb nicht schlafen könne... X/
    Die Ärzte rechnen nach GOÄ ab, 2,3facher Satz, also üblicher Privatpatientensatz. Es ist unterhaltsam und eine nette Runde. Nach etwa einer Stunde bekommen wir noch eine Führung durchs Hospital, bestens ausgerüstet mit Röntgen, Ultraschall, kleinem Labor, einige stationäre Betten und einem Intensivraum. Wir können also alle ganz beruhigt sein.

    Abends wird es Zeit sich aufzutakeln. Schließlich ist heute der erste Gala Abend! Cle schmeißt sich also in den schwarzen Anzug und Krawatte, und ich ziehe eins meiner Kleider an, fühle mich darin aber nicht recht wohl, und auf den Hackenschuhen kann ich bei dem Seegang auch nur schlecht laufen. Wir verzichten auf das Shakehands mit dem Kapitän sondern gehen auf der anderen Seite in die Atlantik Showlounge, wo wir ein Glas Sekt in die Hand bekommen und uns die Präsentation der Offiziere und Reiseleiter ansehen. Von den „Prominenten“ sind Maika, Elke und Bernd an Bord. Moritz und Cori haben offenbar Urlaub.

    Das Galadinner nehmen wir im Restaurant Vier Jahreszeiten ein, ausgesprochen lecker! An unseren Tisch setzt sich ein Ehepaar aus Bayern. Das Gespräch ist etwas mühsam und anstrengend, weil der Mann sehr leise spricht, sich oft wiederholt und so manches sagt, was uns nicht so recht gefällt. (Oder ist es etwa poltisch korrekt, kleinwüchsige Menschen als "Liliputaner" zu bezeichnen...?)
    Durch das reichliche Essen und das anstrengende Tischgespräch werde ich sehr müde, und wir verabschieden uns bald auf die Kabine, wo wir beschließen, uns die Willkommengala am Fernseher anzusehen.
    Was für eine Wohltat, aus den schnieken Klamotten und den unbequemen Schuhen zu kommen...! ^^

    Wir machen früh das Licht aus und schlafen wieder bestens bei offener Balkontür und weiterhin kabbeliger See.

  • Reisetagebuch Hundred Islands / Philippinen ® *) Seetag 04.02.2018:

    Schon in der Nacht überlege ich, ob ein Tendern überhaupt möglich ist bei dem Wellengang. Auch morgens ist die See noch recht rau, aber die Luft ist klar, und es ist schon warm.

    Eine der Hundred Islands aus der Ferne:

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    Nach dem Frühstück schauen wir dem Probe-Tenderboot zu, das mächtig auf den Wellen tanzt. Selbst die Crewmitglieder haben Schwierigkeiten, in das Boot zu steigen, und auch das Anlegen nach einer Probefahrt ist schwierig. Deshalb wundert es uns nicht, als die Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega bedauernd verkündet, dass ein Tendern heute nicht möglich sei. Man bemühe sich um ein Alternativprogramm und um die Möglichkeit, vorzeitig - also heute Abend noch - in Manila anzukommen.
    Insgeheim bin ich ganz froh über die Planänderung. So ein unverhoffter Ruhetag kommt gerade recht. Und so kommen wir endlich mal zum Lesen... ^^

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    Ist das nicht immer wieder ein herrlicher Blick?:

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    Nachmittags steht die Versteigerung der Schneekugeln von Reiseleiter Bernd auf dem Programm. Wegen des ausgefallenen Landgangs spendiert Phoenix Freibier und Fruchtpunsch dazu. Die Kopernikusbar auf Deck 8 ist mächtig voll, die Stimmung ist bestens, und Entertainment Manager Rainer Groeber moderiert sehr launig und humorvoll die Versteigerung. Das Filmteam von VnM ist natürlich auch dabei.

    Das Geld soll einer Einrichtung für krebskranke Kinder in Manila zugutekommen. Die Leute sind in Geberlaune. Manche Schneekugel erzielt mehrere 100 Euro, und letztlich kommen fast 10.000 Euro zusammen. (Phoenix erhöht die Spende später auf 15.000 Euro! :thumbsup: )

    Es ist ein schöner Nachmittag an Bord.

    Nach dem Abendessen nehmen wir noch einen Absacker an der Phoenixbar ein und gegen 22 Uhr erreichen wir Manila.

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    Die Silhouette der Stadt ist mit vielen Lichtern zu sehen. Wir liegen an einer Pier im südlichen Hafen, es scheint direkt an dem Intramuros-Viertel zu sein. Na, dann kann es ja morgen früh losgehen.


  • Interessant ist dein Bericht über das Ärztetreffen, ich hätte nicht mir einer solchen Vielzahl an Behandlungen gerechnet.
    (..ich glaube Dr. Schröder hat im TV immer weniger zu tun :love: )