Reisebericht AIDAcara Winter im hohen Norden oder "Dat sind die Wellen, Matta" 11.- 25. März 2017

  • :thumbsup:  ...ein super Reisebericht!!!

    Bin begeistert und komme aus dem lachen nicht mehr heraus!!!
    Dein Schreibstil & deine Erläuterungen sind der Hammer..Kopfkino bei "Misses in Superstretch" eingeschlossen.. :D
    Dank Dir, habe ich gerade beim lesen sooo viele "Lächeln verbraten", dass sie für einen ganzen Monat im Voraus reichen!!
    Mein Lebensmotto also glatt übertroffen... :freude:
    Die Fotos vom Polarlicht wirklich beeindruckend und unbedingt "chickenskin fördernd"!!
    Danke Danke Danke..

    Ich bleibe dran...oder anders "komme mit in euren Wikwam"..

    LG Kaddy

    LG Kaddy

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    Silberhochzeitsreise <3 Westl. Mittelmeer mit Ibiza 02.09. - 12.09.2015 MS 2
    Kanaren mit Madeira 1.0 10.01. - 17.01.2016 MS 4

    Kanaren mit Marokko 14.08. - 21.01.2018 MS 4

    Kanaren mit Madeira 2.0 21.01. - 28.01.2018 MS 4

    Azoren mit Madeira 09.01. - 16.01.2020 MS <3


    Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag!

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Samstag, 18. März 2017
    Hafen Alta, Position: 69° 58’ 51’’ N 23° 20’ 00’’ E (nördlichster Punkt der Reise)

    Über Nacht hat es noch mal ordentlich geschneit. So ein zugeschneites Kreuzfahrtschiff hat schon was.

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    Es ist sehr bedeckt und soll den Tag über immer wieder schneien. Ab 16:00 Uhr wird uns Wetterbesserung in Aussicht gestellt. Das wäre wünschenswert, den schließlich gilt Alta als DAS Nordlichtmekka in Norwegen.

    Tagsüber haben wir für heute keinen Ausflug geplant, denn schließlich ist heute der 18. März. Der Finaltag des Finnmarksløpet. Ich weiß nicht, ob dies das größte Hundeschlittenrennen der Welt ist, aber es ist eine enorme Veranstaltung. Man stelle sich mal vor: innerhalb von einer Woche mit einem Hundeschlitten über 1.000 Kilometer von Alta bis nach Kirkenes und wieder zurück.

    Aus dem Internet weiß ich, dass um 12:00 Uhr heute Mittag die Siegerehrung stattfinden soll und ich hoffe darauf, dass Alta vor Schlittenhunden nur so wimmelt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir dann also den Shuttle-Bus in die Stadt nutzen.

    Ach, da war doch noch was. Der Reißverschluss.

    Die ersten zwei Versuche werden schon mal nix.

    ‚Vielleicht sollte ich die Jacke aufs Bett legen, zumachen (das hatte ja gestern zumindest noch funktioniert) und dann irgendwie in die schon zuhe Jacke reinkrabbeln?’

    „Man könnte ja vielleicht irgendwie mit Klebeband...“

    Mein Kopf ruckt ein Stück nach vorn und meine Augen werden riesengroß.
    „Das ist jetzt aber doch wohl nicht Dein Ernst! Da kannste mich ja gleich in die Jacke hier einstretchen lassen, so wie’n Koffer aufm Flughafen.“

    Er grinst, „Möchtest Du die Arme dann mit rein oder doch lieber draußen?“

    Wenn meine Blicke töten könnten... X(

    Eigentlich fand ich es bisher ja immer ganz praktisch, mit einem Handwerker verheiratet zu sein.
    Ich meine, stellen wir uns doch mal die gleiche Situation vor, wenn ich mich damals in einen Manager verliebt hätte.
    Der würde stattdessen jetzt vielleicht einen Satz sagen wie diesen: „Süße, sag doch mal meiner Sekretärin, dass sie jemanden anrufen soll, der sich dann darum kümmert.“
    Bin ich froh, dass er kein Manager ist...

    Dann hat er doch noch eine andere Idee.
    „Zieh die Jacke an. ICH mache den Reißverschluss zu. Du hältst die Jacke straff.“
    ‚Okay, im Straffhalten bin ich allererste Sahne.’

    Zu diesem Zwecke geht er vor mir auf die Knie.
    ‚Hach, dass ich das noch mal erleben darf! Wisst Ihr, Männer – es ist so einfach, eine Frau glücklich zu machen! Manchmal kostet es noch nicht mal was, aber es schindet waaaahnsinnig Eindruck.’

    ‚Ups, er kniet ja immer noch. Hab ich was Wichtiges verpasst oder braucht er Hilfe beim Aufstehen?’

    Weder noch.
    Na gut, dann muss es eben erst mal so gehen. Immerhin funktionieren die Klettverschlüsse noch, d.h. ich steh nicht völlig im Freien.
    So. Genug Zeit vertrödelt.

    Während wir im Bus sitzen, beobachten wir die Mannschaft der AIDAcara beim befreien der Rettungsboote vom Schnee.

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    Der Shuttle-Bus setzt uns direkt vor der Touristeninformation ab und wir gehen als erstes natürlich zur Nordlichtkathedrale.

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    Sie wurde 2013 eingeweiht und ist im Wesentlichen aus Beton, außen mit Titanplatten verkleidet. Im Innern findet sich eine 4,3 m hohe Christus Figur aus Bronze. In dem 7,5 m hohen Innenturm hängt eine goldene Jakobsleiter. Auf der Außenseite des Turmes sind die 12 Apostel aus goldenen Mosaiken abgebildet.


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    Gleich vor der Kirche beginnt dann die Fußgängerzone.

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    Dafür das hier gerade dieses Hundeschlittenrennen zu Ende gehen soll, find ich es jaerstaunlich ruhig. Hab ich mich im Datum geirrt? Nein, hab ich nicht. Etwas weiter unten finden wir dann so etwas wie den Zieleinlauf.

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    Hm, und wo sind jetzt die Hunde? Gleich daneben findet sich dieses doch eigentlich recht unscheinbare Zelt. Übrigens beachte man die Betonklötze. Wie man ein Zelt sturmsicher aufbaut, wissen sie hier offensichtlich.

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    Drinnen werd ich schlauer. Hier sitzt nämlich so was wie die Rennleitung. Ich erfahre, dass die meisten der Teilnehmer schon seit heute nacht im Ziel sind. 6 Musher sind noch unterwegs. Die Ankunft des Nächsten wird so gegen halb drei erwartet. Auf einem großen Bildschirm mit Karte kann man sehen, wo sich die sechs im Moment befinden. GPS-Überwachung überall, was natürlich total Sinn macht. Bei der Siegerehrung um 12:00 Uhr bliebe es aber auf jeden Fall.

    Na gut. Dann wandern wir noch etwas durch den Ort und schauen uns z.B. diesen Eisskulpturengarten und das Denkmal für die Arbeiter im Schieferbergbau an.

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    Das Zentrum von Alta ist eher übersichtlich und wird – mal von der Kathedrale abgesehen – durch schmucklose Zweckbauten dominiert. Man ist hier gut beraten, einen Ausflug zu buchen.

    Schlussendlich landen wir dann also doch in einem Einkaufszentrum. Dort kommen wir an einem Marktstand vorbei, an dem ein älterer Herr Geräuchertes anbietet.
    Ob ich den mal die Elchsalami probieren möchte? Gut, er kann ja nicht wissen, dass wir dies bereits gestern Tromsø getan haben und seitdem eine solche Salami in unserer Kabine darauf wartet, zu Hause verspeist zu werden.
    Hm, schmeckt nicht schlecht – hab ich aber schon.
    Ein ganz großer Knaller wäre auch diese Rentiersalami mit Rotwein...
    Ah, das ist neu. Ich probiere und befinde mich ab sofort im Salamihimmel. Leute, ihr macht Euch ja keinen Begriff, was dieses Zeug hier lecker ist. Der Umsatz ist ihm sicher. Ich hab ja gesagt, ich bin eher für die praktischen Mitbringsel.

    Noch ein wenig durch die erste Etage bummeln, da tönt von hinten ein
    „Guck ma.“, an mein Ohr.
    Oh, Oh – das kennt Ihr ja schon.
    Dieser Satz zieht bei uns meist immer irgendwelche Ausgaben nach sich.
    Ich selbst wäre jetzt wirklich nicht auf die Idee gekommen, zwingend nach einer neuen Jacke zu gucken. Die Klettverschlüsse funktionieren noch, durch die kommende Nacht wär ich schon irgendwie durchgekommen und danach fahren wir nur noch Richtung Süden, also wird es auch nur noch wärmer (Frauenlogik).

    Er dagegen – immer um mein Wohl besorgt – verbindet hier das Angenehme mit dem Notwendigen.
    Die Frau muss neu gewandet werden. Ich trotte also zurück zu dieser kleinen Boutique, vor der er stehen geblieben ist und nehme das Teil, welches er mir entgegenhält, in Augenschein.

    Hm. Mein Shoppingberater hat Geschmack. Nur an den Feinheiten müssen wir noch arbeiten.
    „Meinst Du, die haben das Teil auch in meiner Größe?“

    Haben sie. Ich probiere es an und bin sofort begeistert.
    Tolle Farbe, toll geschnitten. Die Jacke schön dick, ohne das sie mich dick aussehen lässt (und das ist nicht einfach), genau die richtige Länge – und das alles sogar auch noch als Winterschlussverkauf. Und wenn’s bei uns im nächsten Winter mal wieder so richtig kalt werden sollte, dann hol ich dieses Teil aus dem Schrank und werde mich sofort wieder an diesen Urlaub und an Alta erinnern. Das nenn ich praktisch.

    Ab kurz vor 12:00 Uhr füllt sich dann der Zieleinlauf doch Zusehens.


    Insgesamt haben am Finnmarksløpet 40 Musher teilgenommen, von denen 22 das Rennen dann auch beenden. Sieger dieses Jahres ist Petter Jahnsen, vor Marit Beate Kasin und Lasse Austgarden.


    Wir sehen uns die Siegerehrung also an und an der Höhe der Preisgelder kann man schon erkennen, dass dieses Rennen ein sehr Bedeutendes sein muss. Der erste Platz erhält außerdem noch dieses schnuckelige Gefährt hier.


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    Der junge Mann, der den dritten Platz belegt hat, ist mir ja am Sympathischsten, denn er bringt wenigstens einen der wirklichen Gewinner mit aufs Podium.

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    Inzwischen fängt es wieder mal an zu schneien und da hier ansonsten so überhaupt nichts los ist, entscheiden wir uns dann doch, nicht bis gegen halb drei zu warten (dann wurde ja einer der 6 Teilnehmer erwartet, die bisher noch fehlen). Zurück auf dem Schiff ist die Mannschaft mal wieder beim Schneeschippen.

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    Und das Wetter macht jetzt auch wieder nicht den Eindruck, als wenn es mit dem Polarlicht heute Nacht was werden würde.

    Als wir auf der Kabine sind, werden wir von seltsamen Geräuschen vor der Balkontür aufgeschreckt. Na, der junge Mann hat aber ein ordentliches Trinkgeld verdient!

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    Und ob das dann noch etwas mit dem Polarlicht geworden ist, werde ich Euch dann morgen verraten...

    LG Joean

  • Wahnsinn die Bilder- vor allem die vom Schnee auf dem Schiff- erst denkt man das passt nicht zusammen, aber es sieht richtig cool aus
    :thumbsup:

    "I haven´t been everywhere, but it´s on my list".
    Reisen ist ein guter Weg Geld auszugeben und trotzdem reicher zu werden :)

    Am 15.09. 2017 geht´s auf die MS5; Route Mittelmeer mit Ibiza <3

  • Wahnsinn was ihr an Schnee hattet @Joean =O das waren dann bei unserer Reise die Sonnenstrahlen :D
    ist schon interessant zu sehen und zu lesen wie es 14Tage später war ;)

    Freue mich auf die Fortsetzung ..

    Liebe Grüße
    Sonja

    Bleibt gesund <3

  • Klasse, so ein Kreuzfahrtschiff im Schnee -totaaal ungewohntes Bild! Und super, dieser knuffige Husky mit dem wohligen Grinsen :love:

    Aber die tolle neue Jacke wollen wir doch unbedingt mal sehen!!

    LG,
    Emma

  • Hallo @Joean

    Danke fürs mitnehmen, toll geschrieben, und en KF Schiff mit Schnee habe ich auch noch nicht gesehen

    Viele Grüße aus Hamburg

    28.04.2010 - 01.05.2010 AIDAluna Nordeuropa Eidfjord
    08.01.2011 - 15.01.2011 AIDAblu Kanaren
    26.05.2011 - 30.05.2011 AIDAcara Nordeuropa Oslo/Kopenhagen
    06.01.-13.01.2012 Kanaren mit Agadir TUI Mein Schiff 1
    16.12. -23.12.2012 Dubai TUI Mein Schiff 2
    11.08.13 - 18.08.13 Adria mit Kroatien TUI Mein Schiff 2
    15.12.13 - 22.12.2013 Kanaren mit Madeira TUI Mein Schiff 1
    01.08.14 - 09.08.2014 Südnorwegen mit Kopenhagen Mein Schiff 2
    12.12.14 - 19.12.2014 Nördliche Karibik Mein Schiff 1
    09.12.15 - 23.12.2015 Malaysia und Thailand Mein Schiff 1
    29.07.16 - 09.08.2016 Norwegen Nordkap mit Trondheim III Mein Schiff 1
    27.05. - 06.06.2017 Baltikum mit Danzig Mein Schiff 3

    14.01. bis 21.01.2019 Dubai mit Katar Mein Schiff 4


    Reisebericht Südnorwegen m.Kopenhagen
    Reisebericht Karibik
    Reisebericht Asien
    Reisebericht Norwegen Nordkap mit Trondheim III 29.07. - 09.08.2016
    Reisebericht Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05.-06.06.2017Ostsee Baltikum mit Danzig 27.05. - 06.06.2017 ( Mein Schiff 3 )

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  • was ihr an Schnee hattet Joean das waren dann bei unserer Reise die Sonnenstrahlen

    @Seefahrer6168

    Ja, die Unterschiede sind schon wirklich bemerkenswert. Es bringt ja nichts, über das Wetter zu meckern, aber bis auf Tromsø standen wir in jedem Hafen in dichtem Schneefall oder im Regen. So ein wenig ausgewogener hätte es insgeamt schon sein dürfen.

    LG Joean

  • Samstag, 18. März 2017
    Hafen Alta (Teil 2)

    Wie angekündigt, wird es abends mit dem Wetter aber wieder besser.

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    Der Treffpunkt für den Nachtausflug „Polarlicht“ ist um 19:15 Uhr im Theater. Dort gibt es dann erst mal eine gute dreiviertel Stunde eine Vorstellung der Firma Glødexplorer und Hinweise zu Fotoeinstellungen. Glødexplorer hat rund um Alta 3 Camps von denen eines angefahren wird (jeweils das, wo die Wetterbedingungen für die Sichtung von Polarlicht am geeignetsten erscheinen).

    Wir werden heute in das am Weitesten entfernte Camp fahren, es liegt ca. 45 Minuten landeinwärts. Um 20:00 Uhr machen sich also schon mal 4 Busse dorthin auf den Weg. Um 21:30 Uhr werden es nochmals 4 Busse sein. Im Camp selber wird es dann ein Haus geben, in dem man sich zwischendurch mal aufwärmen kann, wo es warme Getränke und Kuchen gibt und natürlich auch Toiletten.

    Draußen sind immer Guides von Glødexplorer unterwegs, die Fotos machen, helfen und Tipps geben.
    Was Polarlichtausflüge angeht, hat diese Firma hier oben das Monopol. Wenn man sich nicht darauf verlassen will, dass man vom Schiff aus Polarlicht zu sehen bekommt, dann führt praktisch kein Weg an einem Ausflug mit Glødexplorer vorbei.

    Ich vermute mal, als AIDA beschloss, diese Winterreisen hier hoch zu machen, haben sie in der Firma fünf Tage durchgefeiert. Wann bekommt man schon mal so viel Umsatz auf einem goldenen Tablett serviert?

    Als wir ankommen, ist vom Polarlicht weit und breit nichts zu sehen. Aber was für ein Sternenhimmel!

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    Frage:Wie fotografiert man übrigens Sternschnuppen?
    Antwort:Zufällig!

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    Und so gegen 22:00 Uhr entwickelt es sich...

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    Alle sind aus dem Häuschen und rennen was das Zeug hält, hinein ins Dunkle.
    ‚Ah, es muss dunkel sein, damit man auf den Fotos was sieht...’

    Und das Beste ist dann auch noch, dass die, mit diesem Spruch auf den Lippen, dann auch genau die sind, die keine Ahnung von Ihrer Kamera haben. Man hätte meinen können, dass da hinten im Dunklen gerade irgendein Popsternchen erschienen sei. Anders kann ich mir dieses Blitzlichtgewitter nicht erklären.
    Amüsant fand ich auch die Dame, die die ganze Zeit durchs Gelände stolperte, dabei ihr Tablet immer schön vor sich über den Kopf gen Himmel haltend und ständig: „Ich seh nichts, ich seh nichts.“ vor sich hin jammerte.
    ‚Nein, liebe Leute. So wird bei Euch nie ein Schuh draus!‘

    Ich lasse sie alle rennen und liefere hier den Beweis...
    (Anmerkung: In der Nacht in Tromsø habe ich ungefähr 150 Fotos gemacht. Ich bin wählerischer geworden und werde heute Nacht nur ungefähr die Hälfte der Fotos machen. Davon hab ich dann zu Hause ca. nochmal die Hälfte weggeworfen und für die Auswahl der nun kommenden Fotos hab ich trotzdem noch über 3 Stunden gebraucht. Das, was ich Euch nun zeigen werde, finde ich selbst ziemlich gelungen. Betonen möchte ich aber noch, dass diese Bilder exakt so aus der Kamera kamen. Hier ist nichts, aber auch gar nichts nachbearbeitet oder aufgepimt. Das gilt natürlich auch für die Bilder aus Tromsø. Es kann gut sein, dass Euch genau diese Bilder nochmal in einem Internetvideo unseres Kabinennachbars begegnen werden. Dort werd ich dann aber auch als Urheber genannt werden. Ich komm im Abspann vor – das hätt ich mir auch nie träumen lassen.
    :whistling: )

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    Hier noch mal ein schönes Beispiel, warum zusätzliches Licht bzw. Hintergrundlicht beim Fotografieren durchaus sinnvoll sein kann.
    Es ist dreimal das gleiche Motiv, aber:

    Bild 1: ohne irgendein Zusatzlicht
    Bild 2: einer der wartenden Shuttle-Busse wendet und erleuchtet mit seinen Scheinwerfern den Vordergrund
    Bild 3: Wir denken uns: ‚was so ein Bus kann, das können wir auch’ und leuchten den Schneehaufen mit einer kleinen Taschenlampe an. Das bringt uns kurz den Zorn einiger umstehender Fotografen ein. Ich lächle nur und lade sie ein, sich das Ergebnis auf dem Monitor anzusehen. Selten ist es so einfach, die Leute zu überzeugen. Wieder sind alle Bilder ansonsten komplett ungeschönt.

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    Zwischendurch wärmen wir uns auch einmal in dem Haus auf. Und irgendwann so gegen Mitternacht beschließen wir, zurück zum Schiff zu fahren. Organisatorisch ist es so gelöst, dass immer ein Bus dasteht, der zurück zum Schiff fährt. Ist der Bus voll, geht’s los. Es gibt somit keine feste Rückfahrzeit. Und erstaunlicherweise scheint dies auch ganz gut zu klappen.

    LG Joean

  • Hammer!

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    Mittelmeer mit Ibiza - Mein Schiff 4 - April 2016
    Dubai mit Muscat - Mein Schiff 2 - Dezember 2015
    Mallorca trifft Malta - Mein Schiff 3 - April 2015
    Kanaren mit Madeira - Mein Schiff 1 - Februar 2014
    Westeuropa - Mein Schiff 1 - April 2013

  • herrlich dein Bericht @Joean, die Polarlichtfotos sind der Wahnsinn, ich bleibe dran :) Schnee auf dem Kreuzfahrtschiff hab ich noch nie gesehen, konnte man die Decks außen überhaupt betreten ohne auszurutschen?

    LG Sonja

  • bin gespannt, wie es weiter gehen wird

    @AstraNick
    Nun ja, sagen wir mal so. Es ist schon noch weiter gegangen. Aber leider wurde das Wetter in den nächsten Tagen (außer Sonntag morgen) nicht wirklich besser. Aber das spielte für mich keine Rolle. Meine beiden Highlights dieser Reise hatte ich in den Nächten von Tromsø und Alta. Vor allem wollte ich mir sebst beweisen, dass ich seit Island doch noch ein wenig dazugelernt habe, was das Fotografieren in der Nacht angeht. Von daher hatte sich für mich an dieser Stelle diese Reise schon mehr als gelohnt. Der Rest war einfach nur noch Zugabe und Entspannung.

    LG Joean

  • Was für ein Erlebnis, einfach grandios. Selbst Matta und Lisbett wären jetzt still gewesen.
    DANKE für deine Bilder!

    Heute nachmittag lief übrigens bei schönstem Kaiserwetter die AIDA Cara direkt vor unserer Nase ein und machte am Ostseekai fest. Wir fuhren gerade vorbei und ich musste lächeln und an deine Schneefotos denken. :love:

    LG Nane

  • konnte man die Decks außen überhaupt betreten ohne auszurutschen

    @Sonny

    Auf allen Außendecks lagen solche Matten aus. Diese siehst Du auch in einem Bild von Alta am Vormittag. Darauf ließ es sich wirklich sehr gut laufen. Und die Mannschaft war auch immer sehr bemüht, die Wege möglichst schnell wieder schneefrei zu bekommen. Problematisch waren nur mal früh am Morgen so ca. 1-2 Meter wo man aus Platzgründen diese Matten nicht hinlegen konnte. Dort war es dann auch mal ziemlich glatt. Aber das war gut zu sehen und taute ja dann auch wieder sehr schnell ab. Wer nicht sicher auf den Beinen ist, musste dann eben mal für kurze Zeit einen anderen (weiteren) Weg nehmen. Insgesamt können wir uns über den Einsatz der Besatzung bei Schnee und Eis nur absolut lobend äußern. Beispielsweise hätte ich nie gedacht, dass sogar auf unserem Balkon jemand zum Schneeschippen kommt, wo man doch davon ausgehen konnte, das die ganze Pracht spätestens am nächsten Tag weggetaut sein würde.

    LG Joean

  • @AstraNick
    ...
    Meine beiden Highlights dieser Reise hatte ich in den Nächten von Tromsø und Alta.
    ... Von daher hatte sich für mich an dieser Stelle diese Reise schon mehr als gelohnt. Der Rest war einfach nur noch Zugabe und Entspannung.

    LG Joean

    Das kann ich absolut nachvollziehen. Mir würde es genau so ergehen.
    Ich bin total gespannt, wie bei Euch die Reise weiter ging - meine Schwägerin hatte nach ALTA wohl auch mit schlechterem Wetter zu kämpfen... inkl. Wellengang. Auch ihr Ausführungen zu der heute zu Ende gegangenen Reise bin ich sehr gespannt.