Ich stelle mich ein zweites Mal vor

  • Sorry, aber nachdem Du nun angefangen hast, eindeutig rechtsextreme Narrative und Formulierungen zu verwenden, bist Du bei mir ab sofort auf ignore.

    Auch das ist mir völlig egal. Wir werden in diesem Leben ohnehin keine Freunde mehr, und das hat nichts mit Deiner neuen Identität zu tun. Wir kennen uns hier im Forum ja schon etwas länger.

    Ich lasse mir jedenfalls nicht den Mund verbieten und werde auch niemanden nach dem Munde reden. Eine rechtsradikale Gesinnung weise ich weit von mir.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • maischo

    Ich tue mich mit deinem Beitrag aus einem Grund schwer:

    Das mit der „wahren Liebe“ in dem Zusammenhang, dass der/die Partner alles mitträgt.

    Ich finde es schwierig, wenn man dem Partner den Punkt „wahre Liebe“ abspricht, wenn dieser die Veränderung nicht komplett mitträgt - in dem von Dir genannten Fall sind die beiden vor und nach der Veränderung ein Paar gewesen/geblieben.

    Ich finde man muss akzeptieren, dass der Partner sagt (um mal bei dem Beispiel von Faulpelz zu bleiben) : Ich liebe meinen Partner, ABER ich habe einen Mann geheiratet und stelle mir meine Zukunft als Paar auch mit einem Mann vor.
    Das hat dann ja nichts damit zu tun, dass es keine „wahre Liebe“ ist, sondern dass man selbst sich ja nicht verändert hat und somit nicht erwartet werden kann, dass man sich selber dann plötzlich aufgibt und sagt „Okay, dann lebe ich jetzt halt nicht mehr mit einem Mann, sondern mit einer Frau zusammen!“ .


    (Sollte dein Beitrag anders gemeint sein maischo und ich ihn falsch verstanden haben, dann sage ich vorsichtshalber schon mal „Sorry“ ;))

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    • Offizieller Beitrag

    Guten Morgen,

    ich wünsche allen ein ganz entspanntes Wochenende.

    Nachdem Nicis Anliegen / "Bekanntmachung" hier viel Raum gegeben wurde, denke ich, es ist an der Zeit, diesen Thread zu schließen.

    Es weht so ein merkwürdiger Wind hier, der mit dem Thema so gar nichts mehr zu tun hat.

    Liebe Grüße

    Peter

  • Peter 11. Oktober 2025 um 10:19

    Hat das Thema geschlossen.
  • Administrator 8. Dezember 2025 um 13:56

    Hat das Thema geöffnet.
  • Ein Update:

    Ende November habe ich meine neue Geburtsurkunde und die Bescheinigung über die Änderung von Vorname und Geschlechtseintrag erhalten, ich habe mich sofort an die Arbeit gemacht, Scans davon an die verschiedensten Stellen zu schicken. Gleich die zweite eMail ging an das Team von Pooldeck24, wo Sophie sofort Kontakt mit TC und AIDA aufnahm, um unsere laufenden Buchungen aktualisieren zu lassen.

    Da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, ob mein neuer Reisepass auch zeitnah eintreffen würde, hat Sophie gleich freundlicherweise bei TC nachgefragt, ob ich das Schiffsmanifest für unsere kommende Reise mit der MS3 auch nach der eigentlichen Frist ausfüllen könnte - es war kein Problem. Und die aktualisierten Buchungsbestätigungen waren noch am selben Tag da. Supertoll gelaufen, dafür nochmal vielen Dank an alle Beteiligten! :*

    Mein Zugang bei "myAIDA" funktionierte weiterhin problemlos 8aber dort bin ich bislang auch nur per Browser unterwegs), in der TC-App hingegen musste ich erstmal meine eMail-Adresse ändern, da dort noch meine alte gespeichert war. Funktionierte aber auch problemlos. Und sämtliche bereits gebuchten Aktivitäten wie Landausflüge, Bordprogramm oder Restaurantreservierungen waren auch schon auf meinen neuen Namen umgestellt. Das hat also bestens geklappt. :thumbup:

    Ende letzter Woche kamen dann auch mein neuer Reisepass und Personalausweis viel früher als erwartet an, so dass ich gleich die Schiffsmanifeste für meine Familie und mich ausgefüllt habe. Ebenso kamen letzte Woche schon meine aktualisierten Kreditkarten mit meinem neuen Namen an, auch das hat toll funktioniert. :)

    Überhaupt laufen die Umstellungen bei Banken und Versicherungen super, aber bei den verschiedenen Schweizer Behörden ist das schon deutlich komplizierter. Die Änderung meines Namens im Schweizer Zivilstandsregister (das entspricht in etwa dem deutschen Einwohnermeldeamt) kann, wie man mir mitteilte, 4-6 Monate in Anspruch nehmen. Und von dieser Änderung hängt leider sehr vieles ab - ohne bekomme ich keinen aktualisierten Führerschein, Ausländerausweis und noch einige Dinge mehr. Ich vermute, dass das an gewissen Beglaubigungen liegt. Naja, ich habe auch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass das alles ganz fix gehen würde. Inzwischen wäre ich froh, wenn bis Ostern alles durch ist. :huh:

    Egal: unserer nächsten Kreuzfahrt steht nun nichts mehr im Wege. Und dort haben wir noch etwas Spezielles geplant - meine Frau und ich wollen während der Reise neue Eheringe tauschen. Ursprünglich hatte ich die Idee, dies im Rahmen einer Zeremonie an Bord zu tun; TC bietet ja die "Erneuerung des Eheversprechens" an. Aber leider nur einmal pro Reise, und für unsere kommende KF war dieser Termin bereits vergeben.

    Also haben wir uns etwas anderes überlegt. Wir hatten sowieso schon keine Idee, welchen Landausflug wir in Honningsvag machen wollten. Am Nordkap war ich bereits 2019 mit meinen Söhnen gewesen (während meine Frau zeitgleich beim Königskrabbenfischen war). Aber dann kam uns die Idee, dass meine Frau und ich ja dort, unterm Nordkapglobus, unsere neuen Ringe tauschen und ganz einfach nur für uns ein erneutes gegenseitiges Eheversprechen abgeben könnten, lediglich mit unseren Kids als "Gästen". Und so werden wir es nun machen. <3

    Ist sowieso auch um einiges billiger als die von TC angebotene Zeremonie. Und ein wenig begleitende Musik können wir auch genausogut vom Handy abspielen (Song ist auch schon ausgewählt).

    Es ist absolut cool, jetzt endlich die "richtigen" Personaldokumente in Händen zu halten und auch im Schriftverkehr mit dem korrekten Namen angesprochen zu werden. Wobei ich mich anfangs schon das eine oder andere Mal gefragt habe, ob das gerade alles wirklich passiert. Aber ich denke, das ist normal, wenn ein lebenslanger Traum plötzlich Realität wird. Und die nächsten Schritte sind auch nicht mehr weit, kommendes Jahr geht es weiter.

  • Also haben wir uns etwas anderes überlegt. Wir hatten sowieso schon keine Idee, welchen Landausflug wir in Honningsvag machen wollten. Am Nordkap war ich bereits 2019 mit meinen Söhnen gewesen (während meine Frau zeitgleich beim Königskrabbenfischen war). Aber dann kam uns die Idee, dass meine Frau und ich ja dort, unterm Nordkapglobus, unsere neuen Ringe tauschen und ganz einfach nur für uns ein erneutes gegenseitiges Eheversprechen abgeben könnten, lediglich mit unseren Kids als "Gästen". Und so werden wir es nun machen. <3

    Da dürften noch einige weitere "Zaungäste" anwesend sein. Selbst bei Sturm- und Nebelwetter (selbst schon erlebt) tummeln sich seeeeeehhhhrrrr viele Leute um und auf dem Globus-Sockel rum. ;)

    Aber der "Plan" klingt gut! Viel Erfolg beim "Kampf" um das perfekte Foto! ;):saint:

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  • Selbst bei Sturm- und Nebelwetter (selbst schon erlebt) tummeln sich seeeeeehhhhrrrr viele Leute um und auf dem Globus-Sockel rum. ;)

    War bei unserem letzten Besuch auch nicht anders. Zur Not suchen wir uns eine ruhigere Ecke

  • Schöne Idee mit dem Eheversprechen auf dem Nordkap liebe Faulpelz

    Bei den Skulpturen „Kinder der Welt“ ist es in der Regel nicht ganz so überlaufen und bestimmt auch ein schöner Ort für euren Ringtausch, falls es an der Nordkapkugel zu voll ist.



    LG Gudrun

  • Was für eine schöne Idee Faulpelz. Ich wünsche euch, dass ihr vielleicht so einen Moment abpassen könnt wie wir im August diesen Jahres :love:

  • Es freut mich für Dich Faulpelz, dass dieser ganze Papierkram so problemlos über die Bühne gegangen ist! Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch eine enorme Erleichterung für Dich ist.

    Ja, Du hattest ja berichtet, dass Ihr Euer Ehegelübde erneuern wollt. Die Idee mit dem Norkapp finde ich sogar noch besser. Das wird sicherlich ein toller Moment für Euch werden. Wie kommt Ihr dort hin? Nehmt Ihr Euch einen Mietwagen oder habt Ihr einen Ausflug gebucht?

    *MeinSchiff*Glück auf!

    Lebe! Jetzt! Das Leben ist zu kurz für irgendwann!

    RB Norwegens Fjorde mit Aida Perla 05.05. - 15.05.2023
    RB MSC Euribia vom 16.05. bis 23.05.2026 Nordland ab Kiel

  • Wie kommt Ihr dort hin? Nehmt Ihr Euch einen Mietwagen oder habt Ihr einen Ausflug gebucht?

    Wir haben einen Ausflug über TC gebucht: "Nordkap und Perleporten Theater". Und für nach dem Theater habe ich in einem örtlichen Restaurant eine Tischreservierung angefragt, damit wir noch ein wenig feiern können. Habe allerdings noch keine Antwort, aber vielleicht haben die gerade Betriebsferien.

    Falls das nicht klappt, werde ich für den Abend in der X-Lounge einen Tisch für uns reservieren.

    Zitat

    dass dieser ganze Papierkram so problemlos über die Bühne gegangen ist

    Naja, wie ich weiter oben schon angedeutet habe, hakt es im Moment noch bei gewissen Schweizer Behörden. Der Witz ist, dass ich im eMail-Verkehr mit diesen in den letzten Tagen sehr widersprüchliche Anweisungen und Aussagen bekommen habe. Ich denke mal, dass die hier bei uns auf dem Land noch nicht so viel Erfahrungen mit Ausländer*innen haben, die Vorname und Geschlechtseintrag gewechselt haben (also nicht nach Schweizer Recht). Ich vermute, dass man da in den grösseren Städten, vor allem in Basel und Zürich, bereits eingespielter ist.

  • Dieser Thread ging total an mir vorbei…

    Überschrift gelesen und gedacht: Huch… hatte Faulpelz seinen Account gelöscht, gabs irgendwie Ärger?

    Aus Neugierde reingeklickt und nun alles nachgelesen.
    Nici, es freut mich, dass du diesen Schritt gewagt hast und dass dein Umfeld zu sehr großen Teilen positiv reagiert. Selbst in unserer modernen Zeit gibt es ja manche Themen, wo Menschen wieder „alt“ denken.

    Und wie du schon geschrieben hast: auch Menschen aus Söderland können modern denken ;) deswegen aus dieser Gegend einen herzlichen Glückwunsch (und vielleicht trifft man sich ja mal auf einer Reise :))

    Stefan/DerFranke

    Geplante Reisen:

    2026 MS - Höhepunkte entlang Westafrikas Küste - ab Las Palmas/bis Kapstadt

    bisherige Reisen:

    2026 MS7 - Naturwunder Fjordland - ab Warnemünde/bis Kiel
    2025 MS2 - Transatlantik - ab Palma/bis Bridgetown
    2025 Aidadiva - Schweden, Polen & Dänemark Warnemünde
    2024 Aidanova - Highlights Skandinaviens
    2024 MS5 - Singapur – Dubai
    2023 MS6 Dubai - Antalya (Transsuez)
    2022 MS1 Hamburg - New York
    2019 MS6 Mittelamerika
    2018 MS2 (alt) Triest - Valetta - Ägäis - Valetta
    2017 MS1 (alt) Dubai trifft Valetta (Kreuzfahrtvirus-Infektionsreise)

  • Nach Monaten der hin-und-her Diskussionen hat nun auch endlich der grösste bekannte Anbieter von Social Media meinem Antrag auf Vornamensänderung stattgegeben.

    Ich hätte einfach einen neuen Account registrieren können. Wollte ich aber nicht. Aber für die Namensänderung musste ich nun einmal meinen neuen Pass und die Änderungsurkunde beibringen. Was ich heute endlich konnte.

    Manchmal ist es kompliziert. Aber ebenso manchmal lohnt es sich aus meiner Sicht, zu warten.

  • Ich finde es total komisch, dass jeder unter einem beliebigen Phantasienamen ein Account erstellen kann, dann aber für eine Namensänderung offizielle Dokumente verlangt werden.

    Wie passt denn das zusammen??? Wurde Dir das erklärt?

  • Wurde Dir das erklärt?

    Seit wann erklärt FB seine Entscheidungen? 8o

  • Mich wundert bei FB gar nix.

    12/2022: Aida Prima Weihnachten in Norwegen
    09/2024: MS2 Westliches Mittelmeer
    09/2025: MS5 mediterrane Inseln 09/2026 Relax Ostsee 09/2027 MS4 Sonnenseiten der Adria

  • In einem anderen Thread hatte ich ja über meine Vergangenheit als «Rampensau» berichtet. Da ich in dem anderen Thread nun nicht mehr das OT zu sehr überreizen möchte, hier eine «kleine» Geschichte dazu (für alle von Euch, die das interessiert):

    (Nota bene: es geht mir in diesem Zusammenhang nicht um «Selbstbeweihräucherung», lediglich um eine sachlich korrekte Einordnung.)

    Bis 1986 war ich einfach nur der «kleine dicke Junge», der zwar ganz lustig war, den aber irgendwie nie jemand wirklich ernst genommen hat. Das änderte sich im Oktober 1986, als ich – völlig unerwartet – plötzlich Assistenz-DJ auf einer Schulparty wurde. Vor allem, weil ich der einzige war, der eine (selbstgebaute) Lichtorgel, aber auch ein paar Cassetten und jede Menge Singles mit aktueller Musik dabei hatte. Der Haupt-DJ hat sich seinerzeit schnell zurückgezogen und mir die Bühne überlassen. Und das war damals mein Durchbruch, zuerst in der Schule, später auch im Studium.

    In den 1990ern war ich dann dreimal in Folge «DJ des Jahres» in Hannover, durfte schliesslich 1995 auch meine Stadt bei der deutschen Meisterschaft des «International Club of DJs» (ICDJ) in Berlin vertreten. Ich kam dann auch ins Finale der letzten drei, wo ich aber den letzten Platz belegte.

    Aber die Finalist*innen wurden dann noch nach Ende des Wettbewerbs kurz nach 3 Uhr morgens ins legendäre «Berghain» gebracht, den Techno-Tempel der Hauptstadt zur damaligen Zeit. Wir sollten als «Belohnung für unseren Erfolg» jede*r ab 4 Uhr für jeweils 30 Minuten auflegen und einheizen (die Parties im «Berghain» gingen damals bis in den frühen Vormittag). In der Reihenfolge der Platzierung. Da begann das Problem.

    Ich war also als Drittplatzierter erst um 5 Uhr morgens dran, nachdem der Wettbewerb in der anderen Disco, deren Namen ich heute ums Verrecken nicht mehr erinnern kann, schon Stunden zuvor begonnen hatte. Entgegen meiner jahrelang eisern durchgehaltenen Regel, bei einem Auftritt weder Alkohol noch Drogen zu konsumieren, habe ich in der Wartezeit nicht nur zwei Gin-Tonic getrunken, sondern auch mal am Joint des Haus-DJs, der mir grosszügig angeboten wurde, gezogen.

    Als dann meine halbe Stunde anstand (nochmal: Techno ist so absolut nicht mein Ding!), habe ich eigentlich ganz gut abgeliefert. Nur leider meinte der Haus-DJ um halb 6, er habe noch keinen Bock, wieder zu übernehmen, ich solle einfach noch ein wenig weiter machen. Dafür bekam ich nochmal einen Zug von seinem Kraut.

    Naja, als der Typ sich um circa 5:45 Uhr immer noch nicht bemüssigt sah, wieder das DJ-Pult zu übernehmen, hatte ich die Schnauze dermassen voll, dass ich in meinen Plattentaschen eine Single rausgekramt habe, die mir meine Mutter zu meinem 7. Geburtstag geschenkt hatte (und ich weiss ganz ehrlich bis heute nicht, warum ich die seinerzeit in der Tasche dabei hatte). Die habe ich dann auch aufgelegt. Und die Tanzfläche war in weniger als 30 Sekunden komplett leer!

    Aufgelegt hatte ich übrigens «Das Lied der Schlümpfe». Kam wohl nicht so gut an. Jedenfalls wurde ich innert weniger Minuten aus dem Club entfernt (über die Hintertür) mit der Aufforderung, mich dort nie wieder blicken zu lassen. Meines Wissens nach bin ich bis heute der einzige DJ bzw. die einzige DJane, die im «Berghain» Hausverbot bekommen hat…

    Die Geschichte hat es seinerzeit sogar in die regionalen Medien geschafft. Ich habe zwar vor ein paar Jahren mal im Internet Hinweise darauf gefunden, die ich aber nicht gespeichert habe, und hier im Forum sowieso nicht verlinken könnte. Aber ab der «Love Parade» 1997 fuhr am Ende des Zugs der Trucks (nachweislich!) plötzlich ein Fiat 500 mit völlig überdimensioniertem Lautsprecher auf dem Dach mit, aus dem das Schlumpflied erklang, um klarzumachen, dass die Parade vorbei war, und sich die Teilnehmer*innen gefälligst in die Clubs verziehen sollten.

    Footprints…

    Meine DJ(ane)-Karriere habe ich schliesslich 2016, 30 Jahre nach ihrem Beginn, auf meinem 25jährigen Abitreffen beendet. Wir hatten die grosse Ehre, die allerletzte Party in unserer Stammdisco in Elmshorn feiern zu dürfen, bevor der Laden endgültig abgewickelt wurde.

    Auch an meiner Uni-Stadt Hannover habe ich ein paar Partylocations als DJ(ane) zu Grabe getragen. Mir besonders im Gedächtnis geblieben ist da vor allem die «Burning down the House»-Party im «Extruder» im Jahr 2000. Hmmm, solle es mir zu denken geben, Totengräberin mehrerer Locations gewesen zu sein?

    Auf der Theaterbühne habe ich mich ebenfalls in Schul- und Studienzeit versucht: klassisches Theater, english theatre, Mundarttheater, Musical – ich habe alles durchgemacht, als Darsteller*in und in der Regie. Irgendwann auch mal im (medizyn)politischen Kabarett. Aber das alles endete mit meinem Studienende; lediglich das letztgenannte Kabarett habe ich 2023 nochmal in kleinem Skeptiker*innen-Kreis aufleben lassen – mit meinem ersten abendfüllenden Programm: «Ein Landarzt tönt blöd». Hat mir dann sogar das für mich neue Erlebnis einer Mini-Tour durch 4 Städte in Deutschland eingebracht, mit immerhin im Schnitt gut 200-300 Zuschauer*innen pro Auftritt

    War nochmal toll, aber ich habe dabei sehr deutlich gemerkt, dass meine Bühnenzeit nun endgültig vorbei ist.

    Soviel also zur «Rampensau». Ich könnte noch ein wenig zu meiner Zeit als Bassist*in in zwei Bands schreiben, aber das gehört irgendwie nicht hierher. Immerhin durfte ich im Mai 1993 bei einem Bandwettbewerb in meiner Heimatstadt Elmshorn, bei dem ich allerdings nicht auf der Bühne stand, sondern nur eine teilnehmende befreundete Punkband als «offizieller Manager» vertrat, eine aufstrebende Combo namens «König Boris und sein Gefolge» hinter der Bühne kennenlernen. Ein Jahr später änderten sie ihren Namen in «Fettes Brot». Klar, dass ich mit ganzer Familie 2023 bei ihrer Abschiedstour nochmal am Start war.

    Warum ich das hier schreibe? Weil ich glücklich und dankbar bin, im Laufe meines Lebens so viele tolle und interessante Personen getroffen und kennengelernt zu haben. Zum Beispiel beim oben erwähnten DJ-Wettbewerb 1995 in Berlin die grossartige DJane «Marusha», die den Wettbewerb seinerzeit moderiert hat. Oder später auch Elton, John Cleese, Frank Elstner, Frederick Meissner, Britta von Lojewski (die letztgenannten drei, weil ich die Ehre hatte, in ihren TV-Sendungen als Kandidat aufzutreten), Nena, Percy Howen (bei einem Praktikum bei «Center TV» in Hannover, kurz nachdem er die erste Staffel von «Big Brother» moderiert hatte (und da habe ich ein paar wirklich interessante Hintergrundinformationen bekommen)), Thorsten Sträter (vor ein paar Jahren im ICE), Bernhard Hoecker (auf einer Veranstaltung in Wien 2016), Rodrigo Gonzales (Bassist meiner Lieblingsband «Die Ärzte» - in ihn bin ich wörtlich beim WM-Viertelfinale Deutschland-Argentinien 2006 im Berliner Olympiastadium in der Halbzeitpause der Verlängerung hineingerannt), Dr. Marc Benecke (den kennt Ihr vielleicht aus der «Vox»-Serie «Medical Detectives»), seine Ex Lydia Benecke (immer wieder bei «Aktenzeichen XY ungelöst» als Expertin für psychische Gewalttaten präsent) und noch viele mehr. Alles sehr besondere Begegnungen, die mir aber vor allem eines klargemacht haben: all diese sind einfach nur ganz normale Leute.

    Und von den ganzen anderen «normalen Leuten», denen ich ausserdem begegnen durfte, und die nicht so prominent sind, mal ganz zu schweigen. Es war stets eine grosse Ehre, und ich denke an jede dieser Begegnungen mit grosser Dankbarkeit und Demut zurück.

  • Mig :

    Ganz ehrlich?

    Ich würde den "ganzen Scheiss" sofort und vorbehaltlos opfern. Wenn wir dafür als Familie unser "normales Leben" zurück bekämen.