AHOI Muesi,
täusche ich mich oder sieht das "Surf n`turf" dem im Pichler sehr ähnlich?
Ich hatte mich schon über die häufigen Notfälle auf eurer Cruise gewundert; aber das lasse ich bei dem hohen Durchschnittsalter lieber sein ![]()
BG Kay
AHOI Muesi,
täusche ich mich oder sieht das "Surf n`turf" dem im Pichler sehr ähnlich?
Ich hatte mich schon über die häufigen Notfälle auf eurer Cruise gewundert; aber das lasse ich bei dem hohen Durchschnittsalter lieber sein ![]()
BG Kay
So, nun nähern wir uns Madeira von Norden. Um 13:00 gibt es dann ein Schwesterntreffen mit der Amadea, die den (nördlichen) Liegeplatz für uns frei macht, und dann werden wir festmachen und bis morgen dort liegen. Da ich Internet habe, kann ich jetzt mal beginnen, den Bericht von unserer privaten Inselrundfahrt auf São Miguel hochzuladen.
São Miguel am Montag, 27.10.
Nach zwei entspannten Seetagen , die wir mit Runden auf dem Deck, dem Sortieren von Fotos, Zuhören bei Vorträgen, Saunagängen, Stricken und natürlich leckerem Essen und Trinken verbrachten, stand heute die erste Azoreninsel auf dem Programm.
Eine Hiobsbotschaft gleich zu Beginn des Tages. Der Blick auf den Bordfernseher und dann auch die Ansage des Kreuzfahrtdirektors verhießen Ungemach: zwei Versuche, in den Hafen von Ponta Delgada einzulaufen, mussten wegen zu starken Windes abgebrochen werden. Aber Kapitän und Lotse gaben nicht auf, und nach einer Stunde bangen Wartens lagen wir, unterstützt von zwei Schleppern, sicher im Hafen.
Und so konnte mit einer Stunde Verspätung unser privater Inselausflug mit Josef Steininger beginnen. Der Wetterbericht sagte immer wieder Regen im Laufe des Tages voraus (und sollte leider Recht behalten), aber zunächst war es trocken, und wir fuhren entlang der Südküste gen Westen. Unterwegs erzählte uns Josef Wissenswertes über die Insel. Auch, dass sie leider in den letzten Jahren in den Blickpunkt von Investoren aus den USA, Kanada und dem europäischen Festland geraten ist, was zu einer Verdoppelung bis Verdreifachung der Immobilienpreise geführt habe, so dass die Azorianer sich häufig einen Hauskauf nicht mehr leisten können. Die Hauteinnahmequellen sind der Fischfang (hauptsächlich große Fische wie Thunfisch), die Landwirtschaft ( Rindfleisch und Milchprodukte) sowie in zunehmendem Maße der Tourismus.
Unser erster Stopp war dann Ponta de Ferraria im Westen der Insel. Über eine kurvenreiche Serpentinenstraße fuhren wir runter an die Küste. Sie ist geprägt von schwarzer Lava, in deren Mitte sich ein Naturschwimmbecken befindet. Heißes Wasser aus unterirdischen Quellen fließt hier ins Meer, so dass man zumindest bei Ebbe einigermaßen geschützt und bei angenehmen Temperaturen baden kann. Dieser ca. 40 ha große Teil der Insel ist durch einen Lavaausbruch vor ca. 900 Jahren in seiner heutigen Form entstanden. Wind und Wetter setzen ihm allerdings zu, wie ein Teilabbruch des Lavabergs vor kurzem zeigt.
Der Leuchtturm Ponta da Ferraria wurde 1901 gebaut und gilt als einer der schönsten der Insel.
Weiter ging es dann an der Westküste in Richtung Norden zum Miradouro da Ponta do Escalvado. Von hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf das Meer und eine Gruppe Felsen. Besonders schön soll es hier bei Sonnenuntergang sein. Aber auch bei regnerischem Wetter lohnte sich ein kurzer Stopp.
Der Leuchtturm von Ponto da Ferraria
Blick auf das Meer. Die Pools sind nicht gut zu erkennen von hier oben
Hier gab es vor kurzem einen Erdrutsch
Blick vom Miradouro da Ponta de Escolvado
Die Felder sind durch Lavasteine voneinander abgetrennt
São Miguel Teil 2
Ein Höhepunkt jeder Rundgahrt auf São Miguel ist der Besuch von Sete Cidades. Es handelt sich um einen Kratersee, der aus zwei Teilen besteht und dessen eine Hälfte blau leuchtet und die andere grün. Das klappt allerdings nur bei Sonnenschein. Wenn wie heute der Himmel bedeckt ist, sind beide Teile in ein einheitliches grau getaucht. Man kann in die Caldera hineinfahren und auf einer Brücke zwischen den beiden Seen laufen. Kaum sind wir aus dem Auto ausgestiegen, begann es in Strömen zu regnen, so dass wir unseren Spaziergang schnell wieder beendeten. Wir fuhren dann zum Rand der Caldera, wo ein weiteres Foto im Regen gelang.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann den Aquädukt ‚Nove Janelas‘ (neun Fenster). Er wurde im 17. und 18. Jh. gebaut, um Wasser aus den Bergen nach Ponta Delgado zu leiten. Das feucht-neblige Wetter tauchte diese Szene in eine ganz besonders mystische Atmosphäre.
Ungefähr in der Mitte der Nordküste lag mit Capelas und dem kleinen Ort Vila de Capelas unser nächster Stopp. Schroffe Felsen, eine Badestelle mitten im Ort sowie ein Seehund aus Stein - mehr gibt es hier nicht zu sehen. Auf der Weiterfahrt nach Ribeira Grande passierten wir dann noch die 1756 erbaute hübsche Kirche Nossa Senhora da Luz.
Hübsche Kirche am Wegesrand. An schattigen Stellen blühten noch einige Hortensien
Sete Cidades: der grüne See
Diese Ente brachte Farbe ins Grau
Diese Lilie heißt Belladonna und ist giftig. Im Vordergrund wächst die Yamswurzel
Einer der beiden Seen vom Rand der Kaldera fotografiert
Beide Seen
Der Aquädukt
Ribeira Grande ist die größte Stadt im Norden von São Miguel. Mittendurch fließt der gleichnamige Fluss, der sich bei starkem Regen (wie in den letzten Tagen) sehr schnell füllt und dann zu einem reißenden Fluss wird, der die Stadt überschwemmen kann.
Es war Mittagszeit, und die Lust auf ein Pastel de Nata ließ uns durch die Stadt streifen, aber leider waren wir nicht erfolgreich. Die Saison ist vorbei…
Danach hielten wir bei einer Teefabrik. Hier werden die Spitzen der Teepflanzen alle 3 Wochen in der Zeit von April bis Anfang Oktober abgeerntet, fermentiert, getrocknet und teilweise von Hand sortiert. Es gibt schwarzen und grünen Tee. Die Maschinen sind zum Teil schon sehr alt, aber sie tun immer noch ihren Dienst.
Dann wieder ein Highlight: die Fumarolen im Tal von Furnas. Nach einer kurzen Rundfahrt durch den hübschen Ort Furnas mit seinen schönen Gärten stiegen wir bei den Fumarolen aus und wanderten durch das Gebiet, das uns eindrücklich vor Augen führte, dass unter den Azoren immer noch aktive Vulkane sind.
An der Küste bei Ribeira Grande
Das Flüsschen Ribeira Grande
kleine Kirche
Der zentrale Platz mit dem Rathaus
Teefabrik
Alte Maschinen
Bremerin Da riecht es dann sicher sehr nach Schwefelwassertoff oder ist das nur heisser Dampf??
Da riecht es dann sicher sehr nach Schwefelwassertoff oder ist das nur heisser Dampf??
Es riecht intensiv nach Schwefel
Der Tee aus der roten Tüte
damit decke ich mich bei jedem Anlauf ein.
Trotz des Wetters sehr beeindruckende Bilder
Trotz des Wetters sehr beeindruckende Bilder
Ihr habt wirklich viel gesehen, für das Wetter kann niemand etwas. Und ich war ja leider auf dieser Reise nicht dabei.
Duck und weg.....
Ihr habt wirklich viel gesehen, für das Wetter kann niemand etwas. Und ich war ja leider auf dieser Reise nicht dabei.
Ich finde auch, dass wir viel gesehen haben und Josef einen wirklich guten Job gemacht hat. Und dass Ihr den Vorrat an Sonne aufgebraucht habt, darüber müssen wir nochmal sprechen
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zwei Versuche, in den Hafen von Praia da Vitória einzulaufen, mussten wegen zu starken Windes abgebrochen werden. Aber Kapitän und Lotse gaben nicht auf, und nach einer Stunde bangen Wartens lagen wir, unterstützt von zwei Schleppern, sicher im Hafen.
Du meinst aber sicher Ponta Delgada auf Sao Miguel, Verena Bremerin . Praia da Vitoria liegt auf Terceira, dort habt ihr ja erst nach dem Ausfall von Horta festgemacht.
Nach 6 Stunden erreichten wir wieder Ponta Delgada, wo wir uns von Josef zu einem Pastel de Nata eingeladen wurden. Anschließend verabschiedeten wir uns von ihm bedankten uns herzlich und für den schönen und informativen Tag. Er ist jedenfalls eine Empfehlung, wenn man die Insel mit einem privaten Führer erkunden möchte.
Silke und ich sind dann durch den Jardim Botânico António Borges und die Altstadt zum Schiff gegangen. Sowohl der kleine botanische Park als auch die Altstadt haben uns sehr gut gefallen.
Der botan. Garten António Borges
Du meinst aber sicher Ponta Delgada auf Sao Miguel,
Danke, wird sofort korrigiert.
Dienstag, 28.10. Praia da Vitória (Terceira) statt Horta
Wie schon live berichtet, konnten wir ja leider auf Faial nicht anlegen, Statt dessen sind wir mit Vollgas nach Terceira gefahren, wo wir pünktlich um 15.00 festgemacht haben. Das bescherte uns einen zusätzlichen freien Nachmittag, den wir für einen Stadtbummel in Praia da Vitória genutzt haben. Hin sind wir mit dem kostenlosen Shuttlebus gefahren, und zurück ging es dann zu Fuß bei Du kelheit über den sehr gut ausgebauten Küstenwanderweg. Die letzten 1,5 km allerdings entlang der Straße bei schlechter Beleuchtung. Das war ein wenig spooky.
In der Markthalle war nichts mehr los
Hübsche Straßen
Ein Friseursalon
Und Kirchen
Leider darf ich hier keine Fotos zeigen, da es sich ja um Innenaufnahmen handelt
Verena, das gilt eigentlich nur für Kirchen und Museen. Der Bahnhof ist ja komplett öffentlich und kostet auch keinen Eintritt.
Euer Gemeinschaftsbericht gefällt mir richtig gut.
Moin,
einfach nur wunderschön Eure bebilderten Berichte.....Danke![]()
Euer Gemeinschaftsbericht gefällt mir richtig gut.
Danke für das Lob. Mir macht es auch viel Spaß, mit Silke gemeinsam zu berichten. Ich finde, wir ergänzen uns gut.