Bye bye Kambodscha - welcome Vietnam
Der Wecker klingelte heute früh um kurz nach 6 Uhr, nach dem Frühstück packten wir die Sacher zusammen und trafen uns in der Lobby. Der Bus war pünktlich und wir fuhren 167 km Richtung vietnamesischer Grenze. Die Straße A1 ist die Wirtschaftsstraße Kambodschas und keine Autobahn. An der engsten Stelle, im Osten, ist Vietnam nur 47 km breit. Im Grenzbereich ist es dünn besiedelt. Während der Fahrt erzählte Davinn uns vom Krieg zu dessen Beginn er 11 Jahre alt gewesen ist.
Wir hatten nochmal einen Blick auf das Unabhängigkeitsdenkmal (roter Sandstein).
Auf der Brücke sahen wir blaueres und braunes Wasser, das Blaue ist der See Tonle Sap und das Braune ist der Mekong.
Fazit zum Hotel Onra Phnom Penh
Die Lage ist einfach mit "mittendrin" zu beschreiben. Mitten im Lauten, mitten im Trubel, mitten im Leben der Hauptstadt. Drumherum waren Läden, Garküchen und viele luxuriöse Hochhäuser mit Pools und Bars auf den Dächern. Der Service war sehr freundlich. Die Zimmer sind mit 35 qm großzügig. Nach unserem Zimmertausch, konnten wir aus dem Fenster sehen und waren mit der 6. Etage sehr zufrieden.
Allerdings klappte in allen Zimmern der Safe nicht. Es werden in nächster Zeit in allen Zimmern neue Safes eingebaut. Wir könnten die Wertsachen im Zimmer lassen, hieß es. Es wäre mit Video überwacht und niemand außer die Gäste kämen ins Hotel.
Wir teilten unsere Wertsachen während der Ausflüge auf, einen Teil ließen wir im Hotel und einen Teil führten wir mit uns.
Das Frühstück war gut. Es gab im Frontcoking Eierspeisen wie frisch zubereitete Spiegeleier, Rühreier und Omelette. Die Brötchen und Croissants waren echt gut. Es gab Frensh Toast und einiges an Obst. Der Kaffee war mir leider zu bitter, Cappuccino gab es nicht.
Kambodscha baut jetzt einen neuen Kanal um die Transportkosten zu senken, gebaut für 12 Milliarden US Dollar, durchgeführt von den Chinesen. Nach kurzer Zeit und knapp 20 km später waren wir aus Phnom Penh raus, es wurde ländlicher und ursprünglicher, keine Hochhäuser mehr, kleine Häuser und Hütten säumten die Straße.
Davinn erzählte von der Roten Khmer Bewegung und der Genfer Konferenz. Im Norden war es kommunistisch, im Süden prowestlich. Es ging um den organisierten Putsch von Bangkok und Saigon bis hin zur Befreiuungsorganisation, mit der der Krieg begann. 1975 hat die Rote Khmer bereits Phnom Penh erreicht. Die Stadt blieb relativ unbeschädigt, es gab keinen direkten Häuserkampf.
Es ging um die Situation unter Pol Pot.
und die unterschiedliche Zustände zwischen den nahestehenden des vietnamesischen Regimes.
1990-1993 unter UNO Einsatz, viele deutsche Soldaten im Einsatz im Sanitätsbereich.
Die "ehemaligen" der Roten Khmer waren mit fünf Verantwortlichen übrig. Vier davon sind inzwischen verstorben, noch einer sitzt im Gefängnis Khieu Samphan * 1931 und 2014 verurteilt, verantwortlich für 1,7 Mio. Tote.
Wir fuhren über eine riesige Brücke über den Mekong. Ab hier sind es für die Schiffe und Boote noch 60 Fluß-Km bis Vietnam. Hier fahren auch die Flusskreuzfahrtschiffe.
Nach 2 Stunden war der erste Stopp mit WC und Möglichkeit zum kurzen Shopping. Kurz danach sahen wir eine große Tempelanlage an der Straße.
Der RL Davinn brachte uns bis zur kambodschanischen Grenze. Hier erwartete ein Paar unserer Reisegruppe noch eine große Herausforderung. Seit der Einreise von Thailand nach Kambodscha wussten sie, dass der Reisepass2der Mannes 2 Wochen zu kurz gültig ist und das es in Vietnam zu Problemen kommen kann. Der Reiseleiter erkundigte sich dann bei der Agentur und Kambodscha hat empfohlen, dass sie über den Luftweg einreisen sollen. Allerdings wären sie dann von der Reisegruppe getrennt. Die ursprüngliche Aussage des Reiseveranstalters in Deutschland war, dass es kein Problem ist wenn sie als Gruppenreise unterwegs sind.
Durch die Unklarheiten verunsichert fuhren die Beiden gestern zur deutschen Botschaft in Phnom Penh und bekamen dort die Aussage besser in der Gruppe zu bleiben und den Landübergang zu nutzen. Davinn, der jetzige Reiseleiter hat davon im Namen seiner Agentur abgeraten, denn wenn sie aus Kambodscha ausreisen und dann alleine mit den Koffern zur vietnamesischen Grenze laufen, sind sie auf sich alleine gestellt und stehen im Ernstfall ohne Hilfe auf der Straße.
Uns taten die Beiden zwar leid, aber die ganzen Diskussionen und Telefonate des Reiseleiter waren auch total nervig.
Wir persönlich konnten es nicht verstehen, hätten uns in Deutschland nicht auf die Aussage der RV verlassen und einfach einen neuen Pass bestellt. Wir waren alle gespannt wie es an der Grenze ablaufen würde.
