Da habt Ihr ja einen sehr vielfältigen und aufregenden Tag hinter Euch gebracht Faulpelz ! Und dazu noch einen kleinen Marathon geschafft! Bravo! Deine Fotos gefallen mir, besonders auch die Foodporn-Bilder
. Sehr interessant, was Du so berichtest. Ich war noch nie in Paris, daher bin ich gespannt, wie es weiter geht!
Ostern 2023 in Paris! Während des Streiks!! Mit Kindern!!!
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Wir waren in den 60er Jahren mit dem ASTA in Paris.
Nach meiner Erinnerung war die Eiffelturmbesichtigung kostenlos.
Oder truegt mein Gedaechtnis, kann jemand weiterhelfen?
Geld war da bei uns auch noch knapp. Zum Fruehstueck im Hotel gab es eine Riesentasse Milchcafe und einen Croisannt.
Das wars dann.
Gruss aus Neuseeland.
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Das ist aber nicht ganz eindeutig. Der normal beleuchtete Eiffelturm sollte im Prinzip unproblematisch sein, das Verbot bezieht sich m.W.n. nur auf die Lightshow um 21 und 22 Uhr.
Aber der Vorsicht halber werde ich hier im RB dennoch auf Nachtfotos vom Tour Eiffel verzichten, wir wollen doch Peter nicht in schwierigkeiten bringen.

Nachtrag: ich habe jetzt noch einmal genau recherchiert, und es scheint doch eher, dass auch die "normale" Nachtbeleutung urheberrechtlich geschützt ist. Übrigens ebenso die Glaspyramide im Hof des Louvre, das Centre Pompidou, die Nationalbibliothek und die Géode.
Mei, früher waren Urlaubsbilder echt einfacher...
Die spinnen doch … die Gallier!
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Faulpelz: Danke, nicht nur interessant, auch sehr amüsant geschrieben - Chapeau!
Zitat "Ach ja, falls es Euch interessiert: am Ende des Tages waren wir bei genau 14`671 Schritten angekommen. Meine Frau war voller Bewunderung, wie ich diesen Tag durchgestanden hatte, so völlig aus dem Training."

Min. 14.000 sind mein "Städtereisenminimum"
. Hab schon die 18.000er Marke geknackt... 
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Wir waren in den 60er Jahren mit dem ASTA in Paris.
Nach meiner Erinnerung war die Eiffelturmbesichtigung kostenlos.
Oder truegt mein Gedaechtnis, kann jemand weiterhelfen?
Bis in die frühen 90er-Jahre war das Erklimmen des Turms über die Treppen kostenlos, die Aufzüge mussten wir aber schon bei meinem ersten Besuch 1988 bezahlen.
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Tag 4:
Weiter geht es mit dem Ostersamstag. Pünktlich um 9 Uhr wurden wir von einem Fahrer mit einer Grossraumlimousine am Hotel abgeholt. Und schon 35 Minuten später waren wir am Parkeingang.

Wie ich schon in meinem Eingangsposting erwähnt hatte, fand an diesem Tag die Saisoneröffnung 2023 statt. Und um die Leute in den Schlangen vor der Sicherheitskontrolle (ja, auch diesmal gab es eine im Flughafen-Style) bei Laune zu halten, hatte man ebendort einen Anheizer mit einem Megafon und mit Asterix-Helm platziert.
Direkt dahinter warteten schon die nächsten Schlangen, aber glücklicherweise betraf dies nur die Dauerkarteninhaber*innen, die sich ihre Saisonkarten abholen wollten. Wir hingegen konnten sofort den Park betreten. Es war zwar noch vor 10 Uhr, aber der Eingangsbereich mit den Souvenirshops und den ersten Restaurants war bereits zugänglich.
Wir setzten uns erst einmal an die Seite, und ich kümmerte mich um unsere Fast-Passes, den sog. «Filotomatix». Im «Parc Asterix» gibt es nämlich verschiedene Optionen, die langen Schlangen an den beliebtesten Attraktionen zu umgehen:
Die teuerste heisst «Ultimate» und kostet €105 p.P. Damit kann man an den 11 beliebtesten Attraktionen beliebig oft die Schlange überspringen und nahezu sofort fahren. Aus meiner Sicht aber nur etwas für absolute Achterbahn-Fans.
Die nächste heisst «Gold» und kostet €45 p.P. im Park bzw. €39 im Vorverkauf. Damit kann man an 10 Attraktionen je einmal die Schlange überspringen, ausserdem gibt es bei den Shows «preferred seating» (beim Ultimate übrigens auch). Diese Variante haben wir dann auch gebucht.
Bei beiden Varianten gibt man in der Park-App auf dem Handy die Attraktion an, die man nutzen möchte, bekommt dann für die angegebene Anzahl an Personen einen QR-Code und geht damit zum «Filotomatix»-Eingang, wo der Code, der dann 15 Minuten lang gültig ist, gescannt wird.
Dann gibt es die Variante «Silver», die kostet €25 p.P. - damit halbiert man jeweils einmal die Wartezeit an 10 Attraktionen. Konkret funktioniert das so, dass man ebenfalls in der App die Attraktion auswählt, das Computersystem berechnet dann die aktuelle Wartezeit an dieser Bahn und schickt einen Timer an die App mit der halben Wartezeit. Sobald dieser Timer abgelaufen ist, kann man mit besagtem QR-Code auch direkt durch den «Filotomatix»-Eingang in die Attraktion gehen. Vorteil: man kann in der Zwischenzeit etwas anderes machen, bis man an der Reihe ist.

Noch eine Variante heisst «Bronze», diese kostet €10 p.P. Damit kann man sich für jeweils eine der 10 Attraktionen eine Zugangszeit reservieren. Ich habe aber keine Ahnung, wie lange da die Wartezeiten sind.
Und zu guter Letzt kann man auch für jede der 11 Attraktionen des Ultimate-Passes (sowie eine weitere, für die keiner der anderen «Filotomatix» gilt) einen Sofortzugang kaufen, Kostenpunkt je nach Attraktion zwischen 6 und 10 Euro p.P.
Klingt kompliziert? Isses auch! Aber funktioniert tadellos.


Nachdem ich nun unsere «Filotomatix» reserviert hatte, gingen wir weiter zum ersten zentralen Platz, wo bereits mehrere hundert Personen darauf warteten, in den eigentlichen Park eingelassen zu werden. Im Gegensatz zu anderen Parks, wo dieser Zugang durch ein grosses Tor versperrt wird (wie z.B. im Europa-Park), standen dort jede Menge junger Männer in der Kluft römischer Legionäre und versperrten den Weg mit ihren Lanzen. Dahinter zeigten einige ihrer Kollegen zur Überbrückung der Wartezeit Demonstrationen römischer Kampftechniken. Sehr kreativ – und kam bei der Menge gut an.

Über all dem wachte Asterix auf einem künstlichen Berg:
Und dann kamen die letzten Minuten vor der Saisoneröffnung. Der Herr, der am Eingang bereits die Besucher*innen angefeuert hatte, war nun auf diesen Platz gekommen, und hielt per Megaphon eine flammende Ansprache auf den gallischen Stolz, in der er die Legionäre, die noch den Weg versperrten, aufforderte, zurückzuweichen und den Weg in den Park freizugeben. Natürlich immer wieder unterbrochen von entsprechenden Rufen aus der Menge. Da war der französische Nationalstolz voll erwacht.

Die letzten 10 Sekunden wurden im Chor runtergezählt, dann wichen die Legionäre zur Seite und verzogen sich in die hinteren Parkbereiche. Die Gallier hatten wieder einmal gesiegt. Einfach nur grossartig! Das muss man wirklich erlebt haben.

Etwas zum Publikum: grob geschätzt, waren mindestens 90% der Besucher*innen Französ*innen. Und nicht wenige waren auch als Gallier*innen kostümiert, so richtig mit den Klamotten aus den Comics, den Helmen, und oftmals auch mit künstlichen Schnauzbärten und Zöpfen. Es wirkte wie ein riesiges Cosplay. Und es passte hervorragend zu der extremen Detailverliebtheit der Parkgesatltung – man fühlte sich wirklich in die Asterix-Comics, oder vielmehr in die diversen Realverfilmungen versetzt. Dagegen kann sich Disney echt gehackt legen. (Übrigens: laut offiziellen Quellen sind die allermeisten Besucher*innen von Disneyland Paris keine Einheimische, das überlässt man lieber den Tourist*innen.)


Uns sind an diesem Tag auch mehrmals kleine bis mittlere Gruppen junger Männer im Gallier-Outfit begegnet, die den Parkbesuch wie ein Live-Rollenspiel zelebrierten. Einmal kam einer solchen Gruppe ein Trupp patroullierender Legionäre entgegen, vor denen die Gallier sofort ihre Plastikschwerter zogen. Die Legionäre machten den Spass spontan mit und traten diesen mit angelegtem Speer entgegen. Daraufhin nahmen die Gallier einen ordentlichen Schluck aus ihren Zaubertrank-Trinkflaschen, woraufhin die Legionäre die Speere senkten und um Gnade flehten, nicht allzu übel verprügelt zu werden. Und zwar – jetzt kommt es – auf Latein!

Ja, Ihr habt richtig gelesen, einer der Legionäre rief tatsächlich so etwas wie: «Parce nobis, dedimus!” Mein Schullatein ist zwar nach 35 Jahren ein wenig eingerostet, aber ich konnte dies spontan mit “Verschont uns, wir ergeben uns!” übersetzen. Keine Ahnung, ob das nur eine Einzelaktion des betreffenden Legionärs-Darstellers war, oder doch vom Park vorbereitet, aber es war absolut geil.

Und anschliessend fielen sich Gallier und Römer lachend in die Arme, gaben High Five, machten Küsschen-links-Küsschen-rechts, und gingen wieder ihrer Wege.

Ja, in diesem Park ist man wirklich in Gallien 50 B.C.
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Aber zurück zur Chronologie. Wir liessen es erstmal langsam angehen und machten zuerst eine kurze Fahrt auf einer Einschienenbahn mit römischen Streitwagen als Gondeln, die durch von vorderen Parkteil führt. Einfach, um mal einen Überblick zu bekommen.
Anschliessend gingen wir zu einer ruhigen Bootsfahrt, die thematisch an den phönizischen Händler Epidemais aus den Comicbänden “Asterix als Gladiator” und “Die Odyssee” angelehnt ist:
Zum Glück mussten wir nicht selber rudern (Kenner der Comics werden den Witz verstehen).

Die Fahrt führte uns vorbei an verschiedenen Szenen mit Charakteren aus den Comics, von denen ich Euch hier ein paar zeigen möchte (nota bene: nachdem Administrator leider weiter oben einige meiner Fotos aus einem Museum löschen musste, habe ich mir für diese Bilder extra eine Freigabe von “Pooldeck24” geholt):
(Natürlich die Schweizer mal wieder...)
Sehr stimmungsvoll.


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Als nächstes gingen wir ins gallische Dorf. Hierauf hatte ich mich ganz besonders gefreut:

(Zur Erklärung: ich war vor etwa 10 Jahren mal in einem Forum mit dem Nick “Majestix” unterwegs – da konnte ich mir dieses Foto natürlich nicht verkneifen.)

Meine Frau und die Jungs standen derweil beim Fischhändler an:
Im Dorf wurden übrigens rund um die Hütten auch Hühner gehalten. Und sogar Truthähne (eine Anspielung auf “Die grosse Überfahrt”, wo Asterix und Obelix in Amerika landen, und Obelix seine Liebe zu diesen grossen Vögeln, welche er aufgrund ihrer Ruflaute “Guruguru” nennt, entdeckt. Natürlich im kulinarischen Sinne...

Zaubertrank gab es im Dorf natürlich ebenso, wie einen Blick in Obelix Hütte:
Am Ausgang kamen wir dann noch an der Stelle vorbei, wo man später am Tag Selfies mit den verschiedenen Gallier*innen machen konnte. Leider war zu diesem frühen Zeitpunkt noch niemand von ihnen zu sehen.
(Ganz wichtiger Hinweis: wir haben leider erst viel zu spät in der App entdeckt, dass diese Selfie-Gelegenheit nur einmal am Tag um 12 Uhr besteht. Demzufolge bin ich leider nicht zu meinem so sehr gewünschten Foto mit Obelix gekommen, meinem Bruder im Geiste, in Körperdimension und in der Kulinarik. Schade...
)Dann haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt. Es gibt da im Park diverse Sorten, welche alle nach bekannten Gallier*innen (z.B. Asterix, Miraculix oder Falballa) benannt sind. Uns reizte jedoch die Variante “Obelix”, stilecht blau-weiss gestreift (wie seine Hose):
Die Geschmacksrichtungen sind weisse Schokolade und “Bonbon”, in dieser Kombination aber absolut lecker. Und der Preis pro Kugel von €1,70 war auch recht angemessen. Wir genossen es mit Ausblick auf einen kleinen See:
(Anmerkung: der Turm rechts oberhalb der Fontäne ist eine Bar, an der man einen gallischen Cocktail nehmen kann, während die Bar mit den Hockern auf und ab fährt. Haben wir allerdings nicht ausprobiert.)
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Nach zwei Fahrten auf einer Schiffsschaukel im Galeeren-Stil war das Eis schon durchgerutscht und hatte Hunger auf ein werschhaftes Mittagessen hinterlassen. In unmittelbarer Nähe gab es ein Restaurant, welches u.a. Wildschwein-Burger anbot. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir auch einen Tisch im Aussenbereich (Hinweis: besser vorher in der App reservieren).
Ein kleines Kunstwerk neben dem Restauranteingang (wer erkennt die Anspielung?):

Die Karte bot auch noch jede Menge anderer leckerer Schweinereien – here comes the foodporn:

Das sind kleine Ziegenkäse-Hinkelsteine mit einem Honig-Senf-Dressing und Auberginenkaviar. Yummi!



Ich hatte als Vorspeise ein göttlich gutes Lachstartar:
Den Wildschweiburger habe ich leider nicht gut getroffen:
Zum Dippen der Pommes gab es verschiedene Sossen zur Auswahl, alle ziemlich gut. Ich selber hatte eine Wildschweinplatte mit Spiess, Kotelett und Bratwurst:
Der Spiess war sensationell gut, die Bratwurst okay (die kann unser Dorfwirt aber besser), das Kotelett fiel ein wenig ab. Dazu eine sehr feine Sauce Bernaise.
Dann die Desserts – für die Jungs selbstverständlich mal wieder Crêpes mit Nutella:
Meine Frau hatte einen “Gallierhelm”, bestehend aus einem Schokoladenkuchen mit Schoko-Mousse-Füllung und Applikationen aus weisser Schokolade:
Sehr lecker!

Ich hatte eine Apfel-Tarte mit Waldhonig:
Alles in allem ein sehr gutes Essen, eines der besten, die ich je in einem Freizeitpark gegessen habe. Kostenpunkt: für 2 Gänge €24, für 3 Gänge €29 - zzgl. Getränken.
Natürlich gibt es im Park auch günstigere Verpflegungsmöglichkeiten, vor allem an kleineren Imbissständen, aber dieses Restaurant war wirklich klasse.

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Tolle Fotos Faulpelz ! Asterix gefällt mir

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Vom Restaurant gingen wir dann in einen Parkteil, der uns ein wenig verwirrte. Denn dort wechselte die Szenerie vom Asterix-Universum zu einer französischen Burg des 14. Jahrhunderts – mit entsprechenden Ständen und Bühnen. Ein Stück weiter kam noch ein anderer Bereich, welcher das Paris des frühen 20. Jahrhunderts als Thema hat.

Meine Frau fand aber im Internet schnell eine Erklärung: diese Bereiche im hinteren Parkteil dienen vor allem an verschiedenen Wochenenden als Kulisse für Historien-Spektakel. Schon ein wenig schräg im Gallier-Park, aber auch nicht ohne Charme.

Am Rande des Paris-Teils nutzten wir dann zum ersten Mal unsere “Filotomatix” für eine sehr geniale Schlauchboot-Turbo-Rutsche. Sowas hatte ich bislang auch nicht in einem Freizeitpark, diese Attraktionen findet man auch eher in den USA als in Europa.
Zurück im “Gallischen Teil” des Parks besuchten wir dann das in vielen Parks inzwischen obligatorische 4D-Kino. Hier hatten wir mit “Filotomatix” wiederum schnellen Zugang und konnten uns eine von den “Studios Idéfix” (in denen die letzten Asterix-3D-Filme entstanden sind) erstellte Kurzfassung von “Der Kampf der Häuplinge” anschauen. Mit beweglichen Sitzen und vielen Spezialeffekten, die uns mitten in die Handlung katapultierten, inklusive Geruch, Nebel, Wassereffekten uvm. Tolle 15 Minuten!


Dann fuhren wir ein paar Runden Tassenkarussell – oder vielmehr Kessel-Karussell (in Anlehnung an “Asterix und der Kupferkessel”). Dann noch etwas Wildwasserbahn, Bobbahn (beides wieder unter Umgehung der Schlangen) und einiges mehr. Alles wiederum sehr schön ins Asterix-Theming eingebunden.
So allmählich zeigte sich aber dann auch eine gewisse Ermüdung,
so
dass wir schliesslich zum Vorplatz zurückkehrten, um uns die
Amphitheater-Show “Romains vs Gauloises” anzuschauen. Und diese
hatte es wirklich in sich. 
Zur Idee: Julius Cäsar hat nach mehr als 2’000 Jahren endgültig genug von den aufrührerischen Galliern und beschlossen, die Frage des Sieges durch einen Wettkampf ein für alle Mal zu klären. Dieser wird auf seinem privaten Fernsehkanal “Julius César TV” (JCT) in alle Teile Galliens live übertragen.
Zu Beginn lief ein junger Römer, welcher mich ein wenig an Michael Mittermaier erinnerte, mit einer mobilen Kamera durch die Reihen und begrüsste verschiedene Gäste als römische Honoratior*innen. Danach erklärte eine glamuröse Römerin die Regeln des Wettkampfes, in dem 4 römische Legionäre 4 gallischen Kriegern gegenüberstehen würden.
Und dann meldete sich Cäsar höchstselbst per Satellit aus Rom auf einer Leinwand zu Wort – gnadenlos gut gespielt durch das Urgestein des französischen Kinos Alain Delon (welcher den Cäsar ja auch schon 2008 in der Real-Verfilmung von “Asterix bei den Olympischen Spielen” dargestellt hatte (manche Fans werden sich erinnern, dass dort u.a. auch der deutsche Komiker und Filmproduzent Michael “Bully” Herbig erste Erfahrungen mit Comic-Realverfilmungen sammeln konnte, welche er ein Jahr später in seinem Realfilm “Wickie und die starken Männer” eingesetzt hat)).

Dies brachte die Anwesenden in ein echtes Dilemma: auf der einen Seite wollte man die Römer natürlich ausbuhen, auf der anderen Seite – hey, das ist Alain Delon!


Die Wettkämpfe bestanden aus verschiedenen Teilen, u.a. Hip-Hop-Dance, Bodenakrobatik, Seilakrobatik u.a. Sehr offensichtlich gewannen die Gallier jede Runde, aber jedes Mal vergab der Mittermeier-Römer den Punkt an seine Landsleute – sehr zum Unmut der Anwesenden.
Es wurde
im Rund immer lauter, noch einmal brach der französische
Nationalstolz komplett durch. 
Das Ganze wurde immer wieder durch Werbeeinblendungen mit Anspielungen auf bekannte Unternehmen der Gegenwart unterbrochen: so wurde z.B. von einer Burgerkette “ViKing” geworben (Anspielung auf “Burger King”).

Am Ende standen die Gallier in Ketten in der Arena, umringt von römischen Legionären. Aber dann gab es auf der Leinwand “Breaking News” aus dem gallischen Dorf, bei denen die Aussenmoderatorin von Idefix förmlich überrannt wurde, welcher auch kurz darauf mit einer Flasche Zaubertrank unter tosendem Applaus in die Arena lief (und da hatten die Macher der Show einen Hund gefunden, der dem Comic-Vorbild wirklich zum Verwechseln ähnlich sah).

Naja, die Gallier nahmen jedenfalls jeder einen Schluck aus der Pulle, sprengten ihre Ketten (während das Publikum völlig ausrastete) und lieferten sich mit den Römern eine Martial Arts-Vorführung allererster Güte, an deren Ende ein grosser Stapel Legionärshelme in der Mitte der Arena zurückblieb, an dem Idefix noch schnell das Beinchen hob, bevor er wieder hinauslief.

Normalerweisebin ich ja kein sooo grosser Fans von Shows in Freizeitparks, vor allem, weil ich da in der Vergangenheit schon jede Menge Trash erlebt habe, aber diese Show hat mich absolut geflasht.
Vor allem, weil das
Publikum und seine Rektionen so haargenau eingepasst wurden. Und als
Cesar schliesslich die Übertragung abbrechen liess, um seine erneute
Niederlage zu vertuschen, kochte die Stimmung im Rund so richtig
über. 


Das war aber noch gar nichts gegen den Beifalls-Sturm, als im Moment, als sich die Darsteller in der Arena verbeugten, Alain Delon in persona im Cesaren-Kostüm in die Arena trat, um minutenlange standing ovations entgegenzunehmen.




Ihr lest richtig! Er war es höchstselbst!



Zur Erklärung: ich habe am Ausgang durch eine Park-Mitarbeiterin auf Nachfrage erfahren, dass die “TV-Einblendungen” normalerweise und an allen anderen Tagen ausser der Saisoneröffnung einen ganz anderen französischen Schauspieler zeigen. Nur am Ostersamstag kommt diese Ikone des französischen Films bereits seit Jahren in den Park. Das ist anscheinend ein Insider-Gag, im Internet findet sich dazu nämlich absolut gar nichts. Und die “Live-TV-Einblendungen” entstehen an diesem Tag offenbar live hinter der Bühne.
Yiiiiiihhh!
Wir haben Alain Delon live gesehen! 

Wie geil ist das denn?!? (und in diesem Moment gehen mir gerade akut die Smileys aus, um meine Gefühle angesichts dieses Erlebnisses zu unterstreichen) -
Nach diesen Erlebnissen war es schon fast 18 Uhr geworden. Unser Fahrer wollte um 19:15 Uhr auf dem VIP-Parkplatz auf uns warten, wir hatten bis dahin also noch ein wenig Zeit. Aber auch inzwischen wieder so richtig Hunger. Also enterten wir ein Restaurant, direkt gegenüber der Arena, die “Pizzeria Cassius”.
Die Jungs orderten jeweils Penne Bolognese, meine Frau und ich zwei verschiedene Pizzen. Alles schnell bestellt und bezahlt – bis mich kurz darauf der Herr, der unsere Bestellung entgegengenommen hatte, informierte, dass man leider keine Pasta mehr hätte. Ob wir vielleicht etwas anderes bestellen wollten?

Der Herr vom Tresen entpuppte sich dabei als Elsässer und sprach nahezu akzentfrei Deutsch. Und unsere Jungs änderten dann spontan ihre Bestellungen auf 3-Käse-Pizza (der Grosse) bzw. Chicken-Wings (wer wohl?).
Um es kurz zu machen: die Wings waren ganz gut, die Pizzen jedoch eine Beleidigung für jeden Italiener.
Hier mal ein Foto von meiner:Fettig, halb verbrannt, zäh und schlecht gewürzt. Da konnte auch die dazu in Tüten gereichte Chilisosse (seit wann serviert man sowas zu einer Pizza?!?) nichts ändern.

So gut unser Mittagessen gewesen war, so schlecht geriet leider unser Abendessen.
Aber der Hunger trieb es rein...Auf dem Weg aus dem Park kauften wir uns noch ein paar Souvenirs. Der Grosse eine Asterix-Trinkflasche, der Kleine ein Asterix-Schwert aus Plastik. Für meine Frau kaufte ich ein Plüsch-Wildschwein, mir einen Idefix:

Danach trafen wir pünktlich auf die Minute unseren Fahrer, es ging zurück nach Paris. Die Rückfahrt dauerte verkehrsbedingt fast eine Stunde, aber schliesslich kamen wir gegen Viertel nach 8 im Hotel an.
Wir hatten schon wieder hart an der 10’000-Schritte-Grenze gekratzt, da qualmten Socken und Schuhe, und erneut hatte niemand von uns Bock, noch irgendwohin zum Essen zu gehen. War aber angesichts des immer noch bestehenden Sättigungsgrades auch kein Problem, wir hauten uns lieber in die Betten und versprachen uns gegenseitig, am kommenden Tag deutlich kürzer zu treten. Und vor allem mal auszuschlafen, Frühstückszeiten im Hotel hin oder her.

Rückwirkend hat sich der “Filotomatix Gold” aber nicht wirklich gelohnt, Was aber auch an dem Umstand lag, dass wir noch vom Vortag ein wenig lauffaul gewesen waren – den westlichen Parkteil hatten wir zum Beispiel komplett ausgelassen. Ausserdem hatten meine Frau und der Grosse kaum Bock auf grosse Bahnen.
Ich nehme Fast-Pässe ja vor allem auch deshalb gerne, weil ich aufgrund meiner im Laufe der Jahre angewachsenen Körpermasse (man erinnere sich: Prinzip Obelix) oftmals nicht abschätzen kann, ob ich die Bügel in einer Bahn wirklich komplett schliessen kann. Da ist es in der Vergangenheit schon manchmal blöd gewesen, nach 30 oder 45 Minuten Anstehens die Bahn kurz vor der Fahrt wieder verlassen zu müssen.

(“Nein, ich bin nicht dick. Niemand ist hier dick. Hat hier jemand einen Dicken gesehen?” ((c) Obelix)
Fazit: der “Parc Asterix” ist wirklich toll.

Ohne Zweifel einer der
besten Freizeitparks, den ich in meinem Leben besuchen durfte (und
ich habe schon einige gesehen). 

Und ein neuer Haken auf meiner
Bucket-List. 
Zugegebenermassen kenne ich “Disneyland Paris” nicht, aber wenn das so in etwa wie “Disneyworld Florida” ist, würde ich den “Parc Asterix” in jedem Fall vorziehen. Zumal ich auch erst im Nachhinein herausgefunden habe, was es da über den Sommer noch für Aktionen gibt. Beispielsweise ein klassisch gallisches Wildschweinbankett im gallischen Dorf an Auffahrt, zu Pfingsten sowie an allen Wochenenden in den französischen Sommerferien. Da müssen wir definitiv auch nochmal hin.
Und eben die besagten Historienwochenenden.Gut €50 Eintritt sind im Vergleich mit anderen Parks auch nicht wirklich hoch. Den “Filotomatix” würde ich allerdings nicht mehr nehmen, sondern lieber die “Pay per Ride”-Version auf der App. Oder allenfalls die “Silver”-Variante.
Wenn man nicht gut Französisch spricht, muss man vor dem Besuch dennoch keine Angst haben: der Grossteil der Mitarbeiter*innen spricht zumindest ein passables Englisch, manche auch Deutsch.
Wir werden auf alle Fälle wiederkommen. Und vielleicht lassen wir uns vorher noch passende Outfits schneidern: ich als Majestix, meine Frau als Gutemine. Fänden wir beide richtig cool.

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Oh, das würde ich gerne sehen, Du und Deine Frau kostümiert
, ich stelle es mir recht witzig vor, aber auch bestimmt sehr schön Faulpelz -
Oh, das würde ich gerne sehen, Du und Deine Frau kostümiert
, ich stelle es mir recht witzig vor, aber auch bestimmt sehr schön FaulpelzUnd unsere Jungs als kleine Gallierkinder... jöööh...

(Nebenbei: meine Frau und ich waren während unseres Studiums recht aktiv in der Hannoveraner Live-Rollenspiel-Szene (vor allem "Vampire live" und "Dark Ages"); sowas ist uns also durchaus nicht fremd.)
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Okay, damit war der Preis für unsere Turmfahrt mal eben auf 320 Euronen gestiegen, aber wann kommen wir schon das nächste Mal nach Paris?
Das ist aber wirklich ein stolzer Preis

Wir waren ja im August auch in Paris, sind aber dieses Mal nicht auf den Eiffelturm gefahren da wir es schon kannten.
Ich bin begeistert von deinem RB und den dazugehörigen Fotos

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Von diesem Park hatte ich bisher noch nie gehört Faulpelz
Als bekennender EP-Superfan (haben trotz 400 km Anfahrt seit Jahren einen 365 Day Pass) auf jeden Fall mal eine Überlegung wert. Die Asterix Comics habe ich alle durch und die Kleine lernt seit einem Jahr Latein..........wenn DAS kein Grund ist

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Die Anspielung in #49…- Hieronymus Bosch, oder?
Toller Bericht, richtig klasse!!
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Super Bericht - weiter so!

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Und vielleicht lassen wir uns vorher noch passende Outfits schneidern: ich als Majestix, meine Frau als Gutemine. Fänden wir beide richtig cool.

Dann bitte ich Dir noch unseren Dackel Max. Der heißt laut Papieren nämlich Vulkan Verleihnix.
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Die Anspielung in #49…- Hieronymus Bosch, oder?
Die historische Periode passt beinahe - aber noch nicht ganz.
Hat jemand hier noch einen anderen Tip parat?
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