Nach meinem Mammutbericht über den Westen der USA wurde ich hier ganz nett motiviert, den nächsten Bericht folgen zu lassen.
Aber worüber bloß?
Ich muss dazu sagen, dass Reisen für uns durchaus eine hohe Priorität hat und durch mein Hobby, das Fotografieren, auch durchaus viele Bilder von verschiedenen Zielen vorhanden sind.
Aber letztendlich habe ich mich dazu entschieden:
Reisebericht New York mit Halbmarathon 2018
Wer die (zugegeben nicht kurze) Vorgeschichte nicht lesen möchte, kann getrost zu den Fotos springen:-) Ansonsten wünsche ich Euch viel Spass und ich freue mich über Fragen und Anmerkungen!
Warum New York? Warum Halbmarathon?
Da hole ich (wie auch im RB über den Westen der USA) etwas aus.
Erst einmal: New York ist Fraus, Tochters und meine absolute Lieblingsstadt. Frau war schon im Zuge ihres AuPair-Aufenthaltes mehrfach in New York und 2003 waren wir dann das erste Mal zusammen dort. Tochter kam 2008 das erste Mal mit, war aber erst 15 Monate alt und konnte sich natürlich nicht daran erinnern.
Ein paar Erinnerungen blieben dann ab ihrem zweiten Aufenthalt und es folgten noch ein Paar…
OK, und warum Halbmarathon?
Auch da hole ich etwas aus: Im Sommer 2017 hat uns eine Freundin erzählt, dass sie im März 2018 den Halbmarathon in New York laufen würde. Eher im Scherz wurde ich gefragt, ob ich nicht auch mitlaufen würde. Ich bin seit gut 10 Jahren Hobbyläufer, war aber nie in Sphären von 20km und mehr eingedrungen. Gemütliche Runden waren um die 10km und wenn es mal mehr waren, auch mal 17km. Mehr aber nicht.
Also sollte ein Halbmarathon mit der Grundkondition doch zu machen sein, oder?
Aber das Feuer war irgendwie entfacht.
Hobby laufen + Lieblingsstadt New York = Halbmarathon dort…
An dem gleichen Tag noch die Daten geprüft und „oh Wunder“: genau an dem Wochenende gingen in Niedersachsen die Osterferien los. Und die dauern hier mindestens 14 Tage.
Dazu muss ich schreiben, dass wir solche Sachen nur zusammen machen und es auf keinen Fall in Frage gekommen wäre, dass ich so etwas in dem Rahmen alleine oder nur mit Frau machen würde. Das ist unsere Family-Quality-Time!
Weiter geprüft und festgestellt, dass es bei diversen Anbietern äußerst gute Preise für NYC in dem Zeitraum gab. Trotz des Großereignisses und den anstehenden Osterfeiertagen. Aber wie lange sollten wir denn dann rüber? Nur für ein paar Tage?
Nee, lieber eine Woche.
Hmmmm, und wenn wir dann noch das Au-Pair-Kind besuchen, bei dem meine Frau früher gewesen ist? Müssen wir einplanen!
Och Mönsch, dann werden aus 6 Tagen Reise ja doch nur 4 NYC – Na dann halt etwas länger – wenn schon Ferien sind, dann auch ausnutzen.
Vielleicht eine Woche NYC und dann noch eine Woche Florida? Haben wir Tochter ja versprochen (diejenigen, die meinen anderen RB gelesen haben, dürften Bescheid wissen;-)
Gut, es sind dann doch insgesamt 13 Tage in New York geworden. Das Hotel war zwar in Long Island City, aber mit gut 10 Minuten Fußmarsch zur Subway durchaus ok. Der Preis war unschlagbar… Da nehmen wir auch gerne etwas Fußmarsch in Kauf.
Wie sich dann herausstellte, brauchten wir vom Hotel nur etwas mehr als 20 Minuten zum Rockefeller Center.
Jetzt brauchte ich nur noch einen Startplatz, der bei großen Läufen immer verlost wird. Ich habe mich dann zum Zeitpunkt der Freigabe um einen Platz beworben, ohne zu wissen, ob ich einen bekommen würde.
Unsere Freundin und ihr Mann haben über ein Reisebüro gebucht, bei dem man den Startplatz kaufen kann. Das kam aber aus Kostengründen für uns nicht in Frage und somit hingen wir mit dem Lauf ziemlich in der Luft.
Wir kamen aber zu dem Schluss, dass wir unsere Freundin halt anfeuern würden, wenn ich keinen Startplatz bekommen würde. Also ging für ein paar Monate das Warten los…
Und dann: Am frühen Morgen des 07. Dezember kam eine Mail von den „New York Road Runners“, die den Lauf organisieren, dass mir ein Platz zugelost wurde. Das war das coolste Nikolausgeschenk, welches ich je bekommen habe.
Trainiert habe ich übrigens auch schon vor der Zusage und das wurde den Winter über auch durchgezogen. Es gibt kein „zu kalt“ oder „zu viel Regen oder Schnee“ – es gibt auch beim Laufen nur die falsche Kleidung:-) Und wer 15km laufen kann, kann auch äußerst schnell auf 21,09km kommen.
Ich war also ab Februar so richtig fit und es kam wie es kommen musste: gut 4 Wochen vor dem Start habe ich mir eine schöne Zerrung der Wade zugezogen. Also zwei Wochen pausiert, dann wieder vorsichtig gestartet und beim zweiten Training: wieder die Wade…
Da bin ich tatsächlich für eine Zerrung zum Arzt und der hat mich dann doch noch fit bekommen. Oder? ![]()
Die Abreise war dann einen Tag vor dem Lauf - nicht ganz optimal, aber aufgrund der Ferien nicht anders machbar. Also Flug früh morgens von HH nach London und von dort weiter nach JFK.
So, habt Ihr durchgehalten? Jetzt geht es richtig los. Ich muss Euch aber warnen: heute gibt es (fast) nur Sportbilder...
Genialer Harry Potter-Laden in Heathrow. Dort wurde dann auf dem Rückflug auch noch ein Zauberstab für Tochter zum Geburtstag gekauft, ohne dass sie es mitbekommen hat. Als sie den ein paar Monate später dann bekommen hat, ist sie fast ausgeflippt:-)
Das erste Mal bei einem unserer Flüge war es erforderlich, dass das Flugzeug enteist werden musste…
Der St. Patricks Day wurde auch von den Stewardessen gefeiert.
Irgendwo:
Und dann unsere neighborhood für die nächsten Tage. Sieht auf den ersten Blick nicht so toll aus, es stellte sich aber sehr schnell raus, dass Hunters Point „total im kommen ist“, wie es im Urbanen so heißt. Es gab klasse Bars, Restaurants, witzige Lädchen und abseits der Hauptstraße, des Vernom Blvd.“ auch tolle Wohnecken.
Wir stellten schnell fest, dass uns die Gegend richtig gut gefällt. Auch weil es Unmengen von Möglichkeiten gab, auf dem Weg vom oder zum Hotel noch etwas einzukaufen bzw. was zu essen zu holen.
St. Patricks Day - so offensichtlich haben wir noch nie gesehen, wie viele Irish Pubs es in NYC gibt... Einer beim Hotel:
Coole Street Art.
Frau und Tochter haben dann noch etwas zum Abend gegessen und ich musste noch zu unserer Freundin nach Manhattan, weil sie meine Startunterlagen abholt hat. Da wir in unterschiedlichen Gruppen gelaufen sind, war eine Übergabe vor dem Start nicht möglich.
Ein paar Wochen vor dem Start hieß es noch, dass man seine Unterlagen zwingend persönlich abholen müsste. Und dass das bis max. Samstag um 4pm möglich wäre. Da kam ich doch noch massiv ins Schwitzen, weil unser Flug erst ja erst am frühen Nachmittag in JFK ankam… Jede Minute Verspätung hätte das schon unmöglich machen können und auch die Immigration dauert in den USA ja auch gerne mal länger…
Ich habe erst gut einen Monat vor dem Lauf die Bestätigung bekommen, dass auch „Fremde“ die Unterlagen abholen dürfen…
Also noch kurz nach NYC rein, Tochter und Frau sind im Hotel geblieben.
Auch das Empire State Building war aufgrund des St. Patrick Day in den irischen Farben angestrahlt.
So, um etwas die Länge rauszunehmen habe ich mich entschlossen, den Lauf direkt als neuen Beitrag zu machen.
