Natürlich stoppen wir auch bei den „Los Dedos“ eine circa 5 Meter breite und 3 Meter hohe Steinskulptur in Form einer Hand, die an einem der Strände aus dem Sand emporragt.
Und der 1860 erbaute 45m hohe Leuchtturm ist genauso sehenswert
wie das extravagante weiße Haus CASA PUEBLO , in dem ein Museum und eine Kunstgalerie untergebracht sind.
Unterwegs fahren wir auch über die verrückteste Brücke, die man sich vorstellen kann. „Puente Leonel Vieira“, eine 1965 erbaute Brücke mit zwei Wellen im Profil. Erst machen wir seitliche Fotos, dann aber geht es bergauf, mit einer atemberaubenden "Talfahrt" hinunter und das Ganze noch ein Mal zurück. Eine Fahrt wie auf einer Achterbahn mit ganz viel Gejuchze im Fonds des Autos.
Diese Rundfahrt hat uns überraschend gut gefallen. Vor allem der Unterschied zu Brasilien ist eklatant. Wir verabschieden uns mit einem großzügigen Trinkgeld und entscheiden uns, vom Hafen aus direkt noch einmal in die Stadt zu laufen.
An der Mole stehen viele Menschen, und wir bekommen irgendwie mit, dass sie dort Seelöwen füttern. Wollen wir auch oder nicht? „Das schauen wir uns genauer auf dem Rückweg an oder in 5 Tagen“, beschließen wir einstimmig.
Auf dem Rückweg sind die Tiere verschwunden, denn es gibt keine Fischer mehr, die den Fisch an die Touristen zur Fütterung verkaufen und der zweite Besuch wird nicht stattfinden, aber das wissen wir heute natürlich noch nicht.
Was wir dann in Punta del Estes Straßen sehen, überzeugt nicht wirklich.
Auf der bekannten CALLE 20, der südamerikanischen Rodeo Drive Avenue, sieht man viele teure Läden, die mit 50% off werben. In einen schauen wir hinein und entdecken eigentlich nur Ladenhüter. Einen Caféhausbesuch brechen wir wieder ab, als wir die Preise auf der Speisekarte sehen. Umgerechnet 10 € für ein Stück Torte, kann das sein? Wohl ja und stutzig macht uns auch, dass das zentral gelegene Café nur wenig besucht ist.
Ein paar Straßen weiter im „Il Mondo della Pizza“ lassen wir uns trotz ohrenbetäubender Musik von einem der benachbarten Läden auf dessen Terrasse nieder und bestellen ein Burger Menü für zwei. Kostet rd. 22 US$ pro Paar und schmeckt – ganz frisch zubereitet – durchaus einmal anders als MCD. Einfach lecker!
Auf direktem Weg wollen wir zurück zum Schiff, entdecken dann aber noch einen kleinen Kunsthandwerkermarkt am Plaza General Artigas. Hier werden u.a. die bekannten, hier weitverbreiteten Mate-Becher mit Silberlöffel angeboten.
Den erlebnisreichen Tag beenden wir heute im Pologrill mit einem leckeren Filetsteak. In fünf Tagen wollen wir dann einen Friseur besuchen, den wir auf der Hauptstraße entdeckt haben und vielleicht ein Souvenir auf dem Kunsthandwerkermarkt erwerben. Unsere Freunde haben dort ja bereits ein Mate-Gefäß mit Bombilla erworben, aber ich konnte mich nicht so schnell entscheiden. Erst einmal gab es nur einen Magneten.
Punta del Este / Uruguay - Montevideo / Uruguay 148 Seemeilen
