Die durchgehenden Öffnungszeiten im Anckelmannsplatz empfanden wir als sehr, sehr angenehm.
Wenn ich es richtig verstanden habe, so reduziert man mit dieser Maßnahme auch die zu entsorgende Speisemenge, denn alles, was einmal "draußen" gewesen ist, müsse ja entsorgt werden?
Wir sind 2017 das erste Mal gefahren, einen Vergleich zu scheinbar paradiesischen Zuständen 2012 ist uns also nicht möglich.
Lese ich mir hier nun die Argumente durch, so kann ich vieles nicht recht nachvollziehen oder ordne/bewerte die Dinge anders, insbesondere wenn Kleinigkeiten zu Katastrophen aufgeblasen werden (nicht meine Wortwahl, findet sich so wörtlich hier im Thread)
Die Kritiker versichern gleichwohl den Erstfahrern, dass die ganze Reise immer noch supertoll gewesen sei, sprechen von Jammern auf hohem Niveau, halten aber ihre Kritikpunkte für bedeutend genug , um TUI-Cruises generell einen massiven Qualitätsverlust zu bescheinigen.
Weil mich das nun wirklich mal interessierte, habe ich mir den ganzen Faden hier nochmal sorgfältig durchgelesen und bin, ehrlich gesagt, ziemlich ins Kopfschütteln gekommen.
Die hauptsächlichen Kritikpunkte:
- dass der Wow-Effekt nachlässt, wenn man Austern-, Schoko- oder Käsebüfett schon mehrmals erlebt hat (logisch oder?)
- dass das Essen zwar gut ist, aber Überraschungseffekte ausbleiben und Vielfalt vermisst wird (ist mir zu ungenau)
- dass in der Fischsuppe keine Fischstücke mehr schwimmen (einmal? immer? Cremesuppe?)
- dass der Fisch jetzt wässerig ist (einmal? immer? Fischsorte?)
- dass es keine Nordseekrabben mehr gibt (die sind bekanntlich zwischendrein gar nicht mehr erhältlich oder sehr, sehr teuer geworden)
- dass es Kaffeeespezialitäten nur noch in den Innenbars gibt (schade, aber wenn ich das weiß, hole ich sie mir eben in der Innenbar)
- dass auf dem Pooldeck weniger Events stattfinden (hier widersprachen sofort andere, bei denen genau das Vermisste auch 2018 stattgefunden hatte)
- dass es frisch zubereitetetes Omelett zum Frühstück nicht mehr im Anckelmanns, sondern nur noch im Atlantik gäbe (schade, aber wenn ich das weiß, frühstücke ich halt im Atlantik)
- dass das Käsebuffet nicht mehr 45 , sondern nur noch 29 Käsesorten enthält (
)
- dass weder Eierlikör noch Baileys als Topping für das Eis zur Verfügung steht (
, das war mein Lieblingsargument)
- dass statt Nespresso-KaffeeMaschinen jetzt Meinl-Maschinen und Meinl-Kaffeepads genutzt werden (
)
- dass von der Wokstation aus dem Gast sein Essen nicht mehr in die Außenalsterbar nachgetragen wird (ginge das überhaupt räumlich noch bei den neueren?)
- dass weniger Personal bedient und dieses oft nicht richtig angelernt worden ist bzw. es an Routinen fehlen lässt (auch irgendwo logisch bei dem KF-Boom weltweit oder?)
- dass man manches Mal eine falsche Auskunft bekommt, wenn man jemanden vom Personal fragt (Menschen machen Fehler oder?)
Hinzu kamen berechtigte Kritikpunkte zu defekten Sonnenliegen und Desinfektionsspendern und darüber, dass es immer mehr Zuzahlungspflichtiges gebe. Meines Wissens ist das Zuzahlungsfreie dadurch jedoch kaum eingeschränkt worden oder doch?
Mich persönlich ärgert es eher, wenn das ganze Heck oder der ganze Bug nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, sondern besonderen Kunden vorbehalten bleiben.
Andererseits kann ich mir problemlos einen Irish Coffee im Diamanten bestellen (und bezahlen) wenn ich das denn will.
Ich möchte hier übrigens niemanden auf den Schlips treten, sondern zeigen, wie subjektiv manche Begründung ist.
Neulich las ich auf einer großen Bewertungsplattform nicht nur für Kreuzfahrten. dass jemand sich über fehlenden Frischfisch mokierte - "auf dem Ozean!!!"
Der wäre wahrscheinlich besser aufgehoben gewesen auf einem Fischtrawler.
Ein entspanntes Weihnachten mit oder ohne Cruise wünscht Dorothea
