- Offizieller Beitrag
Hallo Wortguthaben ,
wie Du geschrieben hast, handelt es sich um ein Museum.
Und da Aufnahmen von Museen nicht erlaubt sind, haben wir die Bilder gelöscht.
LG
Admin ( Gabi77 )
Hallo Wortguthaben ,
wie Du geschrieben hast, handelt es sich um ein Museum.
Und da Aufnahmen von Museen nicht erlaubt sind, haben wir die Bilder gelöscht.
LG
Admin ( Gabi77 )
Wortguthaben , da man nur mit Eintrittskarte in die Schiffe rein kommt, kann ich das Handeln der Administratoren an dieser Stelle nachvollziehen.
Ich hatte vor Jahren mal Probleme mit Außenaufnahmen der Suur Töll.
Ich nehme es zur Kenntnis, akzeptiere es, berücksichtige es, kann es aber rechtlich nicht nachvollziehen ![]()
Das Museum ist in jeder Hinsicht sehr interessant!
Nur als Tipp so nebenbei: Mit dem deutschen Schwerbehindertenausweis hat man dort freien Eintritt.
6. Tag – Helsinki
Guten Morgen Finnland, guten Morgen Helsinki.
„Guten Morgen, Sohn. Was möchtest Du denn heute in Helsinki so machen?“
„Ich möchte den ganzen Tag durch die Stadt laufen. In ein Museum oder in irgendetwas, dass entfernt mit Museum zu tun hat, möchte ich auf gar keinen Fall!“
Puh. Glück gehabt, das dürfte die Fortsetzung (und vor allem das Bebildern) des Reiseberichts für unseren Tag in Helsinki natürlich erheblich erleichtern… ![]()
In Finnland war noch keiner von uns. Erstanlauf sozusagen.
„Früher“ wären wir auf einer Kreuzfahrt mutmaßlich gar nicht hier angekommen, sondern das Schiff wäre von Tallinn scharf nach Backbord abgebogen und durch den Finnischen Meerbusen nach St. Petersburg gefahren. Aktuell undenkbar. Ich hoffe (für alle), dass sich das wieder ändert und so etwas wie Frieden oder Normalität auch einen Besuch dieser (uns noch unbekannten) Stadt ermöglicht.
Stattdessen aber: Helsinki. Auf eigene Faust.
Angelegt haben wir (natürlich bei schönstem Sommerwetter) um 7:00 Uhr am „LHC Berth“, Ablegen war um 17:00 Uhr, zurück an Bord sein mussten wir um 16:30 Uhr.
Der Liegeplatz ist „unten“ in Hernesaari. Wir sind – rund 15 Minuten – zur Haltstelle der Straßenbahnlinie 6 („Eiranranta“) gelaufen, dort wartete netterweise schon eine Bahn. Tickets hatte ich vorab morgens online über die HSL-App (des ÖPNV in Helsinki) besorgt, so dass es direkt losgehen konnte in die Stadt. Die Fahrt hat, wenn ich mich recht erinnere, rund 10 Minuten gedauert.
In der Stadt angekommen, ging es zunächst zum Dom, der recht prächtig mit breiter Freitreppe an einem zentralen Platz thront.
Im Anschluss ging es weiter, rüber zur orthodoxen Uspenski-Kathedrale auf der Insel Katanajokka. Die Wege sind kurz in Helsinkis Innenstadt.
Rauf zur Kathedrale ging es für Eilige direkt den Fels hoch,
aber der Weg über die Treppen ist kaum länger.
Die Kathedrale haben wir ausführlich besichtigt. Total interessant, vor allem auch die zahlreichen Ikonen, Artefakte und Bildnisse, die sich in ihrer Art doch recht deutlich von den Ausstattungselementen „unserer“ Kirchen unterscheiden. Da gab es richtig viel zu sehen, der Eintritt (an dessen Höhe ich mich nicht mehr erinnere) war sein Geld jedenfalls wert.
Danach haben wir kurzentschlossen eine Laufpause eingelegt. Da ein Museum nicht in der Nähe war, haben wir kurzentschlossen einige Runden mit dem nahegelegenen Riesenrad gedreht. Die Fensterscheiben haben einen leichten Blaustich, wie die Bilder der nahegelegenen Kathedrale
und des Doms zeigen.
Lustig: Eine Gondel (in der man dann natürlich länger unterwegs ist als wir mit unseren gut 15 Minuten) ist zur Sauna umfunktioniert. Finnen halt.
Als Verschnaufpause ist die Fahrt nett, aber kein zwingendes Highlight der Stadt. Dazu ist es auch nicht ganz preiswert, wir haben zu viert rund EUR 55,00 gezahlt (drei Erwachsene, ein Kind). Ob das für eine Verschnaufpause mit Blaustich sein muss, entscheidet ja jeder selbst.
Jedenfalls sind wir danach bestens erholt wieder in die Stadt – dazu und zum Abend auf dem Schiff folgt dann Teil 2!
6. Tag -Helsinki (Teil 2)
Nach der Fahrt mit dem Riesenrad ging es wieder in und durch die Stadt.
Als wir noch einmal an der Domkirche vorbeikamen, packte gerade eine Militärkapelle ihre Instrumente aus. An dem Tag fand eine Parade mit Musikkapelle statt, aus diesem Grunde hieß es für uns zunächst
Stillgestanden!
bevor wir uns von der Freitreppe vor dem Dom aus die Parade angeschaut haben.
Im Anschluss ging es weiter.
Am Hafen sind wir erst über den Markt und dann in die „Vanha Kauppahalli“ gegangen.
Das ist eine Markthalle aus dem 19. Jahrhundert mit zahlreichen Ständen mit Souvenirs und viel finnischen Spezialitäten. Da wir aber kurz zuvor (typisch finnisch...) Pizza essen waren, haben uns sowohl der Rentierkebap
als auch die Bärensalami nicht gereizt.
Danach ging es weiter durch die Stadt,
Richtung Kaufhaus Stockmann, in dem wir uns aber nur umgeschaut haben. Lego ist in Finnland deutlich teurer als daheim.
Am Nachmittag sind wir mit der Straßenbahn wieder retour, das letzte Stück am Meer entlang Richtung Schiff
und kurz nach 16:00 Uhr sind wir an Bord geklettert. Los ging es pünktlich.
Tschüss, Finnland!
Auch wenn man merkt, dass Dänemark und Schweden in der Geschichte dann doch die größeren und bedeutenderen Seemächte waren und entsprechend Kopenhagen und Stockholm deutlich prächtigere Städte sind, hat es uns in Helsinki gut gefallen. Hier kann man ohne Probleme gut einen schönen und interessanten Tag verbringen.
Am späteren Abend sind meine Frau und ich im FUGU Essen gewesen.
Das Essen war sehr gut, schön angerichtet und hat uns wunderbar geschmeckt. Wirklich ganz hervorragend!
Die Videoeinspielungen mit Filmen und Tim Raue zwischen den Gängen braucht es nach unserer Meinung zwar nicht, aber was soll‘s, das Essen war gut.
Allerdings hat TUI die Weinbegleitung wohl etwas knapp kalkuliert. Wir waren einige Minuten früher da, haben auch den Wein für den ersten Gang rasch bekommen – mein Glas war dann allerdings beim Servieren des ersten Gangs bereits leer (war ja auch nur 0,1). Als ich dann gebeten hatte, noch einen Schluck zur Essensbegleitung zu bekomme, hat die Kellnerin sich schwergetan. Ich habe zwar noch etwas bekommen, wurde aber nachdrücklich darauf hingewiesen, dass man immer nur einmal 0,1 pro Gang bekommt – nun denn, damit kommt man zurecht, bei 119 € pro Person wirkt das allerdings nicht soo einladend. Unbeschadet dessen war es ein schöner Abend!
Abends haben wir dem Jüngsten die Hörner aufgesetzt
(er wollte gern ein echtes Rentiergeweih aus Finnland als Mitbringsel, die gab es zuhauf in der Markthalle) und damit ging ein weiterer schöner Kreuzfahrttag zuende.
Auf nach Stockholm also!
Ein toller Bericht. Meine Mutter und ich waren ja auch auf der Reise. Du hast uns sogar auf einem Foto mit drauf. 😃Wir haben uns gerade sehr gefreut. 🥰
7. Tag – Stockholm
2013 waren wir erstmals und zuletzt mit den damals kleinen Großen im Sommer in Schweden und haben Bullerbü (und Michel aus Lönneberga…) nachgespielt, seitdem nicht wieder. Und in Stockholm waren wir tatsächlich allesamt noch nie!
Schön, dass wir das auf dieser Reise nachholen konnten. Das Wetter war auch heute wieder fantastisch, so dass wir uns auf einen schönen Tag in Schwedens Hauptstadt freuen konnten.
Die Einfahrt durch den Schärengarten haben wir uns recht früh schon mal kurz angeschaut
und die ersten Inselchen im frühen Sonnenlicht uns vorbeiziehen lassen.
Zu etwas christlicherer Stunde hab ich mich dann auch mal rausgeschleppt
und weiter Schären geschaut.
Das ist schon ganz schön schön!
Angelegt wurde um 8:30 Uhr am Stadsgarden 167.
Da Google meinte, der Bus ander nahegelegenen Haltestelle käme schon recht bald, haben wir uns für die Busfahrt entschieden, Google hatte erfreulicherweise recht. Geht flott, sind nur wenige Stationen bis in Schloßnähe. Der Weg dorthin ist mit einer grünen Linie markiert.
In der Stadt ging es durch hübsche Straßen
zunächst Richtung des königlichen Schlosses, wo wir zunächst meinten, eine Bedrohungssituation ausgemacht zu haben
,
aber es ist alles friedlich geblieben.
Selbst die Kanonen waren gesichert, alles friedlich also.
Am Parlamentsgebäude vorbei
ging es zur Deutschen Kirche, bei der eine Besichtigung zu empfehlen ist.
Kurz zur Erinnerung:
Weiter durch die Stadt,
aber langsam hungrig werdend. Eingekehrt sind wir im Café Schweizer.
Das Café bietet eine große Auswahl köstlicher belegter Brote
Und eine schöne, lebendige Atmosphäre. Idealer Ort für ein eher rasches Mittagessen!
Wie wir die Zeit bis zum Kaffeetrinken verbracht haben, folgt!
7. Tag – Stockholm (Teil 2)
Nach dem Essen ging es weiter, zunächst nochmal über den Stortorget mit dem Nobelpreismuseum und seinen herrlich farbenfrohen Fassaden. Wenn hier im Winter der Weihnachtsmarkt stattfindet, muss das eine tolle Atmosphäre sein.
Wir haben an dem Tag ordentlich Strecke gemacht – und es muss reiner Zufall gewesen sein, dass an den Orten, zu denen ich die Familie gelotst habe, auch so mancher Geocache wartete…
Vom kleinen Inselchen Riddarholmen, wohin man auf dem Weg das stattliche Riddarhuset passiert,
hat man einen Blick rüber zum Stadthaus/Rathaus. Riddarholmen selbst liegt zwar unmittelbar an der Altstadt, ist aber ein im Vergleich sehr ruhiger, deutlich weniger besuchter Ort.
Auf der Insel selbst warten unter anderem das „Wrangelsche Palais“ und die Riddarholmskyrkan.
Nachdem wir weiter nördlich in der (modernen) Stadt etwas shoppen waren, ging es langsam zurück.
Durch Marten Trotzigs gränd, der schmalsten Gasse Stockholms (benannt ist sie nach einem Herrn Martin Traubtzich, einem deutschen Auswanderer) ging es
zu Sundbergs Konditori (die älteste Konditorei der Stadt, heißt es), zu Kaffee und (logo) Zimtwecken. Fika-Zeit.
Lustig fand ich, dass man den Kaffee bezahlt, sich dann aber im Anschluss selber „zapft“. Nachfüllen erlaubt!
Der Kaffee hat überraschend gut geschmeckt, dafür, dass er nicht frisch gebrüht war. Aber wer weiß, vielleicht war das das Urlaubsgefühl, das geschmacksverstärkend gewirkt hat. Wir hatten Glück und einen Tisch draußen in der Sonne ergattert.
Kurz vergewissert: Schiff noch da!
Also noch ne kleine Runde.
Gegen Ende des Stockholmtages sind wir noch in die Nikolaikirche. Nach der schmalsten Gasse und dem ältesten Café war die älteste Kirche Stockholms natürlich Pflicht.
Die lohnt absolut! Schöne Altäre (vor allem der Ebenholz-Altar mit seinen Silberarbeiten), tolle Kanzel, prächtige Königslogen, ein beeindruckend großes Standbild des Drachentöters Georg undundund – hier sollte ein Besuch der Kirche bei einem Tag in Stockholm nicht fehlen. Alle unter 18 kommen kostenlos rein, darüber kostet der Eintritt rund EUR 10,00.
Danach ging es dann doch zurück zum Schiff (das Ablegen war ja leider schon um 17:00 Uhr – aber dafür wartet ja noch die abendliche Schärengartenausfahrt!)
Wie fanden wir Stockholm? So!
7. Tag – Stockholm (Ausfahrt)
Das Schöne nach einem schönen Tag in Stockholm ist ja, dass noch eine besonders schöne Ausfahrt wartet.
Der Liegeplatz des Schiffs ist übrigens gut geeignet, um Kinderwünsche zu wecken, da direkt gegenüber der Freizeitpark Gröna Lund liegt.
Aber mit einem Versprechen für Kopenhagen (Tivoli…) ging es dann recht einfach, die Kurve zu kriegen.
Wir haben uns hinten am Heck auf Deck 6 mittig über dem Schraubenwasser im Außenbereich des X–Coast einen schönen Platz gesucht und waren kurz nach fünf bereit zum Auslaufen.
Ein letzter Blick zurück, dann ging es los.
Während meine Frau und ich mit einem Gläschen auf das Auslaufen anstießen,
schwächelte die Jugend. Ein Glas Bier -
und aus die Maus…![]()
Wie ich schon bei der Beschreibung der X-Bereiche zu Beginn des Reiseberichts geschrieben habe, war es erstaunlich, wie leer es dort häufig war. Wir saßen lange Zeit – Essen gegangen sind wir erst gegen 19:30 Uhr, weil die Ausfahrt so schön war – ziemlich, zum Teil ganz alleine bei herrlichstem Wetter am Heck.
Es hat mich schon gewundert, dass sich so wenige Leute die Schärenausfahrt draußen „angetan“ haben. Wahrscheinlich alles Profis… Für uns jedenfalls hat es sich wirklich gelohnt.
Begleitet wurden wir unter anderem von der Amera. Ein wirklich schmuckes Schiff!
Auch ein weiteres Kreuzfahrtschiff einer skandinavischen Reederei ist uns gefolgt und hat hinter uns die Engstelle bei der Oskar-Fredriksborg passiert.
Ganz lustig:
Freunde von uns haben ihren Urlaub in Schweden verbracht, auf der recht großen Schäreninsel Tynningo. Und zur Rückfahrt haben wir uns abgestimmt: Zum besseren Erkennen in leuchtendes Gelb gekleidet, standen sie auf der Terrasse ihres Ferienhauses und haben gewunken. Wir zurück, das gegenseitige „Huhuuuu!“ war gut zu hören.
Der Eindruck der Nicht-Kreuzfahrer von der Relax: „Beeindruckend, aber auch beängstigend, Euer Pott!“
Zu Abend gegessen haben wir im griechischen Restaurant, dort war es gegen 19:30 Uhr sowohl drinnen als auch draußen wunderbar leer, so dass wir ein schönes und leckeres Abendessen in der Abendsonne genießen konnten.
Doch was war das? Ein kleines Trollchen hatte sich an Bord geschlichen und saß verlegen auf unserer Tischkante. Den haben wir mal eingesackt!
Später haben wir dann noch den Sonnenuntergang in der X–Bar mitgenommen,
Bevor wir zu einer „Morgen ist Seetag“-Zeit ins Bett gegangen sind.
8. Tag - Seetag
Nach drei intensiven und vollen Tagen kam uns der heutige Seetag sehr recht. Ein weiterer Sonnentag auf dieser Reise, bei der wir mit dem Wetter wirklich richtig Glück hatten.
Gefrühstückt haben wir gegen 10 Uhr im X-Coast. In unserem „Stammlokal“, dem X-View, war es recht voll, wir sind also runter und haben dort einen schönen Tisch direkt am Fenster bekommen.
Der Rest des Tages war typisch Seetag.
Sport, Sonnen, dem Kleinen zuliebe in die Whirlpools und den großen Pool. Diverse Tiere liefen uns auch über den Weg.
Manchmal war auf der Ostsee ein anderes, hübsches Schiff unterwegs.
Der kleine Troll, der in Stockholm zu uns gestoßen war, hat sich als Wächter der wachsenden Kühlschrankmagnetenfraktion prima bewährt.
Wenn ich beim Reisebericht an die Reise zurückdenke, merke ich, wie viel wir auf dem Schiff nicht gemacht haben:
Wir waren keinmal im Theater oder in der Blauen Flora, haben nur einmal kurz bei einer Party auf dem Agora Deck vorbeigeschaut, haben die allermeisten Bars und Bistros (vor allem im Außenbereich) nicht besucht, am La Cage sind wir nur vorbeigelaufen und haben die Einkaufsmöglichkeiten weitestgehend ignoriert. Ausgefüllt waren die Tage trotzdem, aber abseits großer Teile des Angebots.
Bei den schon länger zurückliegenden Reisen waren wir stärker engagiert in Sachen Bordleben. Ob das daran lag, dass das Angebot nicht „zwingend“ war oder ob doch nicht die erheblich aufgewerteten Suitenbereiche „schuld“ daran waren, dass wir häufiger dort geblieben sind? Aber während wir auf den „Nummernschiffen“ mindestens einmal im Theater (sei es zur Crew-Show oder zur Vorstellung der Offiziere) waren, uns im Klanghaus oder Studio ein Konzert oder einen Auftritt angesehen haben, fiel das dieses Mal komplett aus.
Jetzt aber erstmal weiter – nach Kopenhagen „overnight“.
9. Tag – Kopenhagen (Teil 1)
Kopenhagen über Nacht – sehr schön.
Das heißt: Morgens (oder mittags) Zeit beim Start, abends kein Stress „hintenraus“.
Liegezeit: Von heute 12:00 Uhr bis morgen 14:00 Uhr.
Dass wir unserem Ziel näherkommen, hat bereits Morgens um 9:30 Uhr ein Blick vom Balkon aus angekündigt – Schloss Kronborg in Helsingör, das „Hamlet–Schloss“. Weit kann es also nicht mehr sein.
Trotzdem hatten wir noch Zeit, uns nach dem Frühstück mental auf den Landgang vorzubereiten.
Kurz vor 13:00 Uhr sind wir los. Leider macht die große MS Relax ja nicht an der Langelinie fest (von dort bummelt man schön am Kastell und der kleinen Meerjungfrau vorbei in die Stadt), sondern weiter draußen am Oceankaj. Von dort ging es für uns mit einem Uber (mit supernettem, unterhaltsamem Fahrer) in die Stadt. Ganz so billig wie in Tallin oder Gdingen ist es nicht, die Fahrt hat rund EUR 20,00 gekostet.
Los ging es am Schloß Christiansborg:
„Borgen“ also.
Die gleichnamige Serie haben wir sehr gern geschaut, jetzt standen wir davor und haben vergeblich darauf gewartet, dass Brigitte Nyborg rauskommt…
Weiter ging es, Richtung Rundetarn.
Auf den sind wir rauf, immer schön die Rampe (und am Schluss die Treppe) hoch.
Oben hat man einen schönen Blick über die Stadt bis zum Schiff und
zur Öresundbrücke.
Im Anschluss sind wir durch den Park von Schloß Rosenborg gebummelt.
Karpfen (oder so) streicheln inklusive…
Als wir an der schönen Marmorkirche (oder Frederikskirche) in der Nähe von Schloß Amalienborg vorbei kamen, hatten wir Glück: Wenig los, keine Schlange.
Ein prächtiger Bau mit ebensolcher Kuppel, der eine Besichtigung lohnt.
Amalienborg, das Stadtschloss des dänischen Königshauses, war wie immer gut bewacht.
Ganz in der Nähe DER Touristenhotspot Kopenhagens, Nyhavn.
Das ist er aber zu recht, vor allem bei schönem Wetter ist es einfach wunderschön dort.
Zeit für eine Mittagspause. Für die Großen gab es Smörrebröd.
War schon lecker, aber: Als wir vor einigen Jahren einmal hier waren, unterschied sich das Angebot in den Restaurants stärker, zum Teil waren das wirklich kleine Kunstwerke, die da auf den Tellern gelandet sind. Jetzt gibt es obige Auswahl gleich identisch in mehreren Restaurants – da ist dann doch ein bisschen „Abfüttern“ dabei…
…aber was soll‘s, wir haben dort schön in der Sonne gesessen.
Auch der Kleine hat ein neues Leibgericht für sich entdeckt:
Und das gab‘s dann, mit der schönen, roten Polser, insgesamt dreimal an den zwei halben Tagen …
Den zweiten Teil des Tags in Kopenhagen packe ich in den nächsten Beitrag.
9. Tag – Kopenhagen (Teil 2)
Was mir gerade einfällt: Das war gar keine Mittagspause, sondern ein frühes Abendessen. Wir waren ja erst mittags runter vom Schiff… Hab mich gerade gewundert, dass meine Frau zwei Hugos getrunken hat.
Nach dem Essen ging es jedenfalls auf der anderen Seite vom Nyhavn zurück
und zwar zum Anleger der Kanalboote. Wir haben eine einstündige Rundfahrt durch die Kanäle und den Hafen gemacht.
Das war nett, es gab viel zu sehen. Die Brücken waren mitunter sehr niedrig
und zwar des Öfteren und materialunabhängig.
Unter anderem ging es an der königlichen Yacht vorbei, die, so der Skipper, gerade erst von einer Tour der königlichen Familie zurückgekommen sei.
Und an anderen großen und kleinen Schiffen.
Oder war das anders rum. Ich weiß es nicht mehr genau
.
Danach sind wir weitermarschiert, zu einem unserer persönlichen Highlights:
Der Vor Frelsers Kirke.
Bei dieser Kirche ging es uns vor allem darum (mal wieder, machen wir ja gefühlt dauernd), den Turm zu besteigen. Die Tickets dazu lassen sich mit einem Zeitfenster (der Andrang ist durchaus beträchtlich, da die Gruppen, die jeweils hochgelassen werden, überschaubar sind) rasch und einfach über das Handy buchen. Wir waren gegen 7:00 Uhr eine der letzten Gruppen, die hochspaziert sind. Das Besondere:
Zunächst geht es im recht verwinkelten Turm hoch.
Der zweite Teil des Weges findet dann spiralförmig an der Außenseite der Turmhaube statt.
Bei unseren Urlauben in den Bergen bin ich leider der erste, der an ausgesetzten Stellen kneift, hier geht es aber gut, das Geländer ist schon (auch) psychologische Hilfe. In „Der Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne spielt diese Kirche (und ihr Turm) lustigerweise zum Thema „Höhenangst und was man dagegen tun kann“ eine Rolle.
Die Wendeltreppe endet ganz schmal und ganz oben unter der goldenen Kugel auf der Turmspitze – und unser Jüngster war natürlich wild entschlossen, die Treppe wirklich bis ganz zum Schluss hochzugehen.
Das sieht dann so aus:
Oben hat man dann einen schönen Blick über die ganze Stadt und bis zum Schiff.
Das Festhalten des Handys beim Fotografieren ist hier oben besonders wichtig…
Wieder unten angekommen, stand ja noch das Versprechen vom Liegeplatz in Stockholm (mit Blick auf den Freizeitpark) zur Einlösung offen:
Der Besuch im Tivoli.
Wir hatten Glück, direkt von der Kirche fuhr ein Bus zum Eingang des Vergnügungsparks. Also nichts wie rein.
Und rauf.
Und wieder runter.
Wir sind durch den schönen Park geschlendert, immer wieder unterbrochen von Karussell- und Achterbahnfahrten (Das geht ins Geld. Dänemark ist alles andere als billig). Später am Abend war die Atmosphäre besonders schön, da der Park von tausenden bunten Glühbirnen (oder von mir aus von LED-Leuchtmitteln) beleuchtet wurde.
Irgendwann ging es dann langsam zurück Richtung Ausgang.
Aber vorher wurde noch etwas sinnlos rumgeballert (auf Großwildjagd).
Kurz nach 22:00 Uhr waren wir draußen und sind mit einem Uber zurück zum Schiff. Die Fahrt war spannend: Wir hatten einen Tesla. Und in Dänemark ist es (anders als in Deutschland, glaube ich), erlaubt, wirklich autonom zu fahren. Unser Fahrer hat gefragt, ob wir das mal machen wollen – das haben wir bejaht. Und dann hat er im Wortsinne die Hände in den Schoß gelegt, die Füße vom Pedal genommen – und das Auto hat uns selbstständig zum Schiff zurückgebracht. Dort kamen wir gegen 22:30 Uhr an und waren der Meinung, dass wir für einen halben Tag ganz schön viel gemacht und erlebt haben…
und waren der Meinung, dass wir für einen halben Tag ganz schön viel gemacht und erlebt haben…
Das finde ich auch ![]()
…Danke mal zwischendurch für die vielen tollen Eindrücke eurer Reise. Deine Erzählungen sind immer so als wenn man live dabei wäre ![]()
Das finde ich auch
…Danke mal zwischendurch für die vielen tollen Eindrücke eurer Reise. Deine Erzählungen sind immer so als wenn man live dabei wäre
Genau so, danke...und man kann wunderbar die Reise dann mal nachreisen, danke![]()
10. Tag – Kopenhagen (bis Mittag)
Auch wenn wir gestern schon viel und lange in Kopenhagen unterwegs waren und es heute bereits um 13:30 Uhr hieß „Alle Mann an Bord!“, so hatten wir doch keine Lust, den ganzen Tag an Bord zu bleiben. Also ging es wieder los, Richtung Stadt. Dieses Mal nicht mit dem Uber, sondern den Öffis.
Von der Bushaltestelle in der Nähe des Anlegers sind wir zur U-Bahn-Station Orientkaj gefahren, von dort fahren die (fahrerlosen) U-Bahnen
in die Stadt. Dabei hat man vorne raus einen interessanten Einblick ins Tunnelsystem.
Die U-Bahnen (top sauber!) fahren sehr regelmäßig, damit ist man sehr schnell in der Stadt. Mit den Bussen hat es bei uns auch gut funktioniert, Google kennt die Abfahrtzeiten gut und verlässlich.
Ausgestiegen sind wir an der Marmorkirche, dann ging es zunächst wieder etwas durch die Stadt,
bevor ich mich mit dem Kleinen zeitweise selbständig gemacht habe, wir waren noch etwas Geocachen. Dabei sind wir auch noch einmal durch den Park von Schloss Rosenborg gekommen.
Oberhalb des Schlossparks befindet sich die Kaserne der königlichen Leibgarde. Das sind die, die bei Schloss Amalienborg Wache schieben. Und als wir dort vorbeikamen, bereiteten sich die Soldaten kurz vor 11:30 Uhr gerade auf den Wachwechsel um 12:00 Uhr vor.
Warum die Herrschaften links eher aussehen wie Strafgefangene, weiß ich allerdings nicht.
Kurz danach ist die (uniformierte) Einheit quer durch die Stadt Richtung Amalienborg marschiert – wir fix hinterher (es wurden immer mehr, die sich diesem Marsch angeschlossen haben).
Bis Schloss Amalienborg sind wir mitmarschiert, um uns den Wachwechsel anzuschauen.
Nun ja. Da haben schon zwei, drei Leute gewartet.
Da waren wir wohl nicht die einzigen…
Dieser Versuch hat dann auch nichts genützt:
Das waren Menschenmassen. Am Morgen des heutigen Tages hatte auch noch nebenan eine Aida festgemacht, die Passagiere standen heute Morgen schon in langer Schlange vor der Marmorkirche – und jetzt hier, zusammen mit uns.
Wenn man einmal zurückblickt, wie es in der Corona–Zeit war: Sonntagvormittag Anfang August 2021 / 11:55 Uhr / schönstes Wetter / Wachwechsel bei Schloss Amalienborg:
Wir haben jedenfalls den Wachwechsel Wachwechsel sein lassen und sind weiterspaziert.
Der Plan: Wenn alle anderen schon bei Schloss Amalienborg sind, können sie ja nicht hier sein:
![]()
Na gut. Leer war es nicht - aber die Kleine Meerjungfrau lässt sich erfreulicherweise ja schön so fotografieren, dass man nicht die ganzen anderen Touristen auf dem Bild hat.
Am späteren Vormittag haben wir uns noch einmal vergewissert, ob das Schiff tatsächlich noch da ist.
Danach ging es durch die Stadt (noch ein letztes Hotdog!) zurück zum Schiff.
13:30 Uhr war „Alle an Bord“. 13:15 Uhr standen wir am Schiff. Passt.
Dann hieß es nicht nur Farvel København, sondern auch Tschüss, letzter Hafen der Reise (schnüff).
An Bord haben wir die Magnetsammlung erweitert,
die Öresundbrücke gesehen
und schmucke Segelschiffe passiert.
Natürlich ging es auch noch einmal an Hamlets Schloss vorbei.
Abends waren wir (zum ersten Mal) im Bistrot sur mer.
Und das war richtig gut! Die Karte ist recht kurz, die „klassische“ Kinderkarte gibt es nicht – aber das Essen war sehr lecker. Mein Boeuf Bourgignon brauchte sich wirklich nicht zu verstecken. Und – der Wein! Im Atlantik können wir nur den Rosé trinken, aber nicht den Roten. Hier wird ein einfacher französischer Cabernet ausgeschenkt. Und den kann man (sogar mit Freude) trinken. Hat Spaß gemacht.
Als wir den Abend oben in der X-Bar haben ausklingen lassen,
brach plötzlich bei meiner Frau große Hektik aus:
Die Brücke über den großen Belt nahte – und dazu wollte sie am liebsten unten auf Deck 5 stehen und schauen, wie wir (möglichst knapp) unter der Brücke durchrutschen.
Also haben wir die Beine die Hand genommen und sind runtergerast, gerade noch rechtzeitig, bevor wir die Brücke erreicht haben.
Morgen Früh erreichen wir mit Kiel dann den Ausgangshafen wieder.
11. Tag – Kiel
So, da sind wir wieder.
Und unsere Nachfolger sind auch schon da:
Da waren wohl viele recht neugierig auf das Schiff und haben den Early-Check-In gebucht, hier kam es schon gegen 8:30 Uhr zur Schlangenbildung, wie der Blick vom Balkon zeigt.
Wir haben unser Zeug gepackt und noch einmal im X-View gefrühstückt. Einen letzten Kaffee haben wir in der Barista Bar getrunken
und auch eine Runde Lotti Karotti gespielt…
Kurz vor elf sind wir dann los, mit dem Gepäck Richtung Parkhaus. Leider hatte sich tatsächlich niemand bemerkt, auf welchem Parkdeck wir den Wagen abgestellt haben – bei der folgenden Parkdeck–Lotterie haben wir nur den dritten Preis gewonnen. Es war weder Deck 3 noch Deck 5 – sondern Deck 4.
Die Rückfahrt war unproblematisch, wir sind gut und zügig zu Hause angekommen.
Am Abend war die Trauer über das Ende der Reise dann aber wohl doch so groß, dass sich sogar die Sonne verdunkelte ![]()
Das war sie also, Kreuzfahrt Nr. 8 der Familie Wortguthaben.
Ein kurzes Fazit:
Vorneweg das Wetter – sensationell! Bei der Einfahrt in Kopenhagen hat es einmal leicht geregnet, das war nachmittags aber wieder vorbei – sonst hatten wir nur bestes Wetter und Sonnenschein. Dazu angenehme Sommerfrische–Temperaturen.
Zur Route ist wenig zu sagen. Dass es sich hier um eine sehr empfehlenswerte, klassische Tour über die Ostsee handelt, werden die meisten hier im Forum wissen – die Ziele sind allesamt lohnenswert, lassen sich ausnahmslos gut individuell erkunden und bieten viel Abwechslung für jeden Geschmack. Das war definitiv richtig schön.
Zum Schiff: Einiges hatte ich ja schon geschrieben - der fehlende zweite Pool, der fehlende Teensclub – aber auch die sehr aufgewerteten X – Bereiche (im Vergleich zu den älteren Schiffen).
Und ganz ehrlich: Wenn wir noch einmal auf der Relax (oder der baugleichen Flow) eine Kreuzfahrt machen, würde ich das sehr gerne wieder in den Suitenbereichen tun. Die X-Bereiche bieten einen echten Mehrwert, so dass wir stets sehr schöne Rückzugsmöglichkeiten hatten, zudem allesamt in von uns sehr geschätzter Hecklage. Ich glaube wir waren an Bord aber auch deshalb so viel in den X-Bereichen, weil uns die schiere Zahl an Passagieren doch beeinflusst hat.
Die Restaurants waren, was die Qualität angeht, durchweg gut. So viele Warteschlangen wie dieses Mal hatten wir aber bisher auf keiner unserer Reisen gesehen. Und auch, wenn das Atlantik auf der Relax ohne Frage eine tolle Lage hat, kam es mir dort doch unpersönlicher vor als bisher. Natürlich ist es auch auf den älteren Schiffen ein sehr großes Restaurant über zwei Decks – aber auf allen anderen Reisen war es irgendwie individueller. Man hatte „sein Team“, „seine Ecke“ - das war hier nicht der Fall.
Alles in allem wäre das, wenn es Jammern wäre, ein solches auf hohem Niveau.
Die Relax ist ein schönes Schiff mit vielen Annehmlichkeiten und schönen Orten, einer schönen Kabine undundund. Und wenn wir im nächsten Herbst auf die 4 klettern, werde ich hier im Bericht wahrscheinlich schreiben, dass mir die X-Lounge dort im Vergleich zur Relax viel zu klein ist...![]()
Die Tour hat jedenfalls in jeder Hinsicht viel Spaß gemacht! Bis zum nächsten Mal!
Vielen Dank Wortguthaben für deinen Reisebericht und die schönen Fotos.
Es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen und er hat nette Erinnerungen an die eigene Ostseereise wachgerufen. Ich finde die Ostseehäfen auch sehr schön, bei uns ging sogar noch St. Petersburg.![]()
LG Andrea
PS
Mir gefällt die Relax auch![]()
Vielen lieben Dank Wortguthaben für den tollen Bericht. Vielleicht bekomme ich meinen Mann ja doch mal auf die neuen Schiffe?
Das Problem mit dem Parkplatz hatten wir einmal in Hamburg am Airport. Seitdem fotografieren wir die Nummer der Parklücke.
Immer wieder schön von dir zu lesen Wortguthaben
Vielen Dank für deinen Bericht, den ich bei Gelegenheit fast eins zu eins nachreisen könnte.
Liebe Grüße
Anette