Kurzreise mit Oslo / Kopenhagen 04.05.-08.05.23

  • double999

    Deine Einstellung finde ich super, macht das Beste daraus und lasst euch nicht ärgern.

    Mir war auch bei unserer Buchung für den 26.-29. 5.23 bewusst, dass es eine Kegelklubtour werden könnte, deine Erlebnisse finde ich allerdings schon heftig. Naja, auch wir werden das Beste daraus machen. Leider gab es bei Buchung vor wenigen Wochen keine JS mehr, ich dachte ich buche dann halt die große Freiheit und wir quartieren uns im Diamanten ein, von wegen, nicht mehr buchbar! Aber wir lassen uns unsere Vorfreude nicht vermiesen :). Ich freue mich schon auf deinen weiteren Bericht.


    bereits vorbei:

    11/2013 Aidastella Kanaren

    01/2014 Aidastella Kanaren

    07/2014 Aidadiva ÖMM

    04/2015 Aidaaura WMM

    07/2015 MS3 Adria mit Kroatien

    10/2015 Aidabella Kurztour Westeuropa

    04/2016 Aidablu Kanaren

    08/2016 Aidaprima Metropolen

    10/2016 Aidaluna N.Y., Florida, Karibik

    04/2017 MS5 Barbados trifft Mallorca

    08/2017 MS3 Ostsee

    05/2018 MS4 Kurztour Norwegen mit Kristiansand

    05/2018 Aidablu Adria ab Venedig

    10/2018 Aidadiva New York bis Montreal

    04/2019 Aidanova Gran Canaria bis Mallorca

    07/2019 MS2 Mittelmeer mit Salerno

    09/2020 Viva Inspire Erlebnis Rheingau

    01/2021 MS2 Blaue Reise Kanaren

    04/2022 MS5 Griechenland mit Korfu

    08/2022 MS1 Hamburg bis New York

    12/2022 MS Amera Auszeit im Advent

    05/2023 MS6 Kurzreise Kopenhagen/Göteborg

    07/2023 MS2 Mittelmeer mit Barcelona




    Höhepunkte USA ab /bis Bayonne


  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Ich finde es auch gut, dass du trotz der speziellen Klientel neutral berichtest.

    Ihr habt doch aber eine JS, eure kiffenden und rauchenden Nachbarn also vermutlich auch, oder? Das ist ja nicht so die Kegelclubklientel.


    Die arme Crew und auch das arme Housekeeping. Das ist sicher kein leichter Job.

    Herbst 2009 Aidabella - westliches Mittelmeer -

    Herbst 2014 Aidamar - westliches Mittelmeer -

    Herbst 2016 MS 4 - westliches Mittelmeer mit Kanaren -

    Sommer 2018 MS 1 - Norwegen -

    Herbst 2019 MS 6 - Adria -

    Sommer 2021 Aidasol - Schweden -

    Herbst 2021 MS 5 - Griechische Inseln -

    Ostern 2022 MS 6 - Mallorca bis Hamburg -

    Herbst 2022 MS 4 - Bremerhaven bis Gran Canaria -

    Sommer 2023 MS 3 - Island mit Schottland -


    Ostern 2025 - Frühlingserwachen Antalya bis Kreta

    Herbst 2025 - Adria

  • Ihr habt doch aber eine JS, eure kiffenden und rauchenden Nachbarn also vermutlich auch, oder? Das ist ja nicht so die Kegelclubklientel.


    Die arme Crew und auch das arme Housekeeping. Das ist sicher kein leichter Job.

    Nein, wir haben die erste bzw. letzte Junior-Suite. Rechts neben uns sind lauter Balkonkabinen, links von uns bis zum Bug sind Junior-Suiten. Ich mag mir nicht anmassen darüber zu urteilen, wer für welche Kategorie von Kabine eine bestimme Klientel ist. Unser Kiffernachbarn bewohnen jedenfalls eine Balkonkabine...

  • Oh ha….das klingt ja nicht so toll, aber ihr macht immerhin das beste aus der Situation!


    (Ich war mit meinem Mann vom 24.-28.04. auf Kurztour mit der AIDA Mar: Wir hatten eine ganz entspannte Tour mit sehr angenehmen Publikum. Wahrscheinlich wandern die Clubs etc. zu TC ab, weil man bei AIDA auf den Kurztouren unter 5 Nächten nur noch das alkoholfreie Getränkepaket buchen kann. Für diejenigen, deren Hauptaugenmerk auf „Alkoholkonsum“ liegt (was man ja zum Glück nicht grundsätzlich auf alle Clubs umlegen kann) , ist AIDA damit vermutlich uninteressant)

  • Kurzes Update, einen ausführlichen Bericht mit Bildern schreibe ich dann in der nächsten Woche.


    Ich nehme alles zurück, was ich über unseren Kapitän geschrieben habe und bekräftigte meinen ersten Eindruck von Wiebke Busch. Bekanntlich habe ich keine große Kreuzfahrt-Erfahrung, aber das, was Wiebke Busch hier an Feuerwerk abefackelt hat, da hätte man auch einen Tagesschausprecher engagieren können. Kein Wortwitz, kein Elan, monoton, langweilig - puh, mir fällt echt dazu nur noch wenig ein. Im September, pünktlich zu den USA und Karibikreisen gibts die große Personalrochade, also werde ich auf der Oktoberreise zum Glück nicht wieder über sie berichten können….


    Der Käptn hingegen ist zwar sehr reserviert - er spricht auch nicht so super gerne deutsch - aber ziemlich nett. Ich hab ihn mir vor zwei Tagen einfach mal in der XLounge selbst geschnappt und ihn gefragt, ob wir uns nicht vielleicht mal die Brücke ansehen dürften…. Klar, kein Problem, wann wollt ihr denn? Heute war es dann soweit und ich muss sagen, es war ziemlich beeindruckend. Wir hatten eine 40minütige Führung und der Kapitän und sein Team haben uns mit viel Geduld alles erklärt. Also, Zusammenfassung: der Autopilot macht das schon :)


    Ansonsten hatten wir ziemlich viel Glück mit dem Wetter. Kein Regen, kaum Wind, viel Sonne - was will man mehr….. Wir sind so viel gelaufen, dass mich meine AppleWatch gefragt hat, ob bei mir alles in Ordnung ist, weil meine durchschnittliche Schrittanzahl der letzten Wochen um ein Vielfaches überschritten wurde….


    Gleich gehts zum letzten Mal zum Abendessen, dann schnell Koffer packen und vor die Tür stellen (bei der zweiten Reise ist man ja bekanntlich schlauer, daher haben wir extra eine weitere Tasche für die Wechselklamotten mitgenommen), dann zum allerersten Mal heute Abend ins Theater (unser Sohn ist nämlich heute Glückskind und zieht das Los für die verloste Seekarte), und dann ist sie auch schon wieder vorbei, unsere Mini-Kreuzfahrt.


    An den Hafentagen hat sich der Stress mit den Kegel-Fußball-Junggesellenabschied-Saufterroristen-Clubs deutlich entspannt und so kann ich ein sehr versöhnliches Fazit der Reise ziehen, in der wir in kurze Zeit viele tolle Dinge erleben konnten. Die Vorfreude auf die Oktoberreise hat sich jedenfalls potenziert und ich weiß jetzt schon, dass mindestens einer von uns dreien wieder ein dickes Krokodilstränchen verdrücken wird, wenn wir dann das Schiff verlassen.


    Aber das ist zum Glück nicht das Ende aller Tage, wie kommen wieder, keine Frage ;)

  • Sooooo, leider hat alles etwas länger gedauert, also geplant. Ich musste in der letzten Woche noch auf einen Kongress, aber jetzt sitze ich bei schlechtem Netz in der Bahn auf dem Weg nach Berlin, kann also eh nicht vernünftig arbeiten und nutze daher die Zeit, ein paar Zeilen zu schreiben….



    04.05.2023 – Anreise


    Die Anreise verlief ziemlich unspektakulär. Wir waren um 13:00 Uhr in Hamburg am Hafen und ich habe mir im Vorfeld lange und intensiv die Frage gestellt, wie ich wohl auf den erneuten Anblick des Schiffs reagieren würden. Da ich am Steuer saß konnte ich leider nicht ganz so intensiv durch die Gegend schauen, aber als meine Frau und vor allen Dingen mein Sohn beim Überqueren irgendeiner hohen Hafenbrücke laut brüllten „Da ist sie….!!!!!!“ wurde mir schon etwas warm ums Herz. Dieser elendig große Pott lag dort mit seinem lachenden Schornstein und schien auf uns zu warten...




    und trotzdem war es anders als bei unserer Jungfernfahrt im letzten September. Ja klar, es war immer noch beeindruckend, aber halt nicht mehr ganz so überwältigend. Naja, auch das allererste Mal erlebt man halt nur einmal und in gewisser Weise war ich offenbar durch die erste Reise entjungfert…


    Dank des super Tipps von Elbflorentina haben wir den Wagen jedenfalls in Hamburg direkt am Cruise Terminal stehen lassen und einen Shuttle von Kiel zurück nach Hamburg gebucht. Der hat 170 Euro gekostet und war damit nicht wesentlich teurer – dafür aber deutlich schneller - als der Bustransfer von Tui, den wir aber ja aufgrund der kurzfristigen Buchung eh nicht mehr hätten buchen können. Die Schlange an der Kofferabgabe war ziemlich voll, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Einige Kegelclubs hatten offenbar schon die Anreise nach Hamburg dazu genutzt, sich ordentlich auf die Reise einzustimmen oder aber kamen gerade nach einer durchzechten Nacht direkt von der Reeperbahn – man weiß es nicht….


    Trotz der langen Schlange ging es einigermaßen schnell und da wir zum Glück auf kein Zeitfenster Rücksicht zu nehmen brauchten reihten wir uns sofort in die nächste Schlange ein, die aber glücklicherweise recht kurz war. Beim Foto für die Bordkarte wurden bereits erste Kontakte geknüpft, denn für unser Onboarding verantwortlich war eine nette Mitarbeiterin des Kids-Clubs, die unseren Sohn direkt zur Welcome-Party einlud. Diese Einladung fiel auf recht fruchtbaren Boden, und zwar vor allen bei unserem Junior, aber auch wir waren nicht tief traurig darüber, dass er gerne direkt mal nachschauen wollte, wie der Kids-Club der MS6 sich von dem auf der MS3 unterscheidet.


    Also einmal lächeln bitte, ab durch den Sicherheitsbereich und dann schnell aufs Schiff. Die Kabine war bereits fertig, die Koffer waren tatsächlich auch schon teilweise da, der Reise konnte also eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Eigentlich, denn wir hatten die Rechnung ohne die Mitreisenden gemacht, die offenbar kein Interesse an der SRÜ hatten, so dass sich unsere Abfahrtszeit um 90 Minuten verzögerte. Wir vertrieben uns derweil die Zeit auf dem X-Sonnendeck, denn tatsächlich war es ja noch recht schönes Wetter.



    Auch am Pooldeck brachten sich die Gäste in Stellung.



    Mit dem Grafen im Ohr und einem Grauburgunder in der Hand ging es dann aber doch endlich los, die Elbe hinauf Richtung Nordsee. Vorbei an der Elphi, den großen und imposanten Containerschiffen, dem Elbstrand und kleineren Badehäfen und letztlich auch an den bemitleidenswerten Sozialbauten von Hamburg Blankenese….





    Für sicherlich 3 bis 5 Stunden immer geradeaus, bis wir dann bei Cuxhaven endlich unsere Fluss reise beenden und in der Nordsee weiterfahren konnten….


    Mittlerweile waren wir wieder auf der Kabine und nach einem letzten Blick in die Minibar



    legten wir uns schließlich beseelt in Morpheus Arme….



    tbc

  • Oh prima!


    Gleich zweimal - weil endlich dein Bericht kommt und weil es mit dem Transfer geklappt hat. :love:

  • double999 ,


    leider schreibst Du den Bericht im RollCall.

    3x Aura, 6x Bella, 2x Blu, 5x Cara, 3x Diva, 1x Luna, 7x Mar, 2x Sol, 3x Stella, 2x Vita, 3x Prima,1x Perla, 5x Nova, 2x Mein Schiff 2, 1x Mein Schiff 3, 1x Mein Schiff 4, 1x Mein Schiff 5, 2x Mein Schiff 6, 1x nMS 1, 1x MS Albatros, 2x Arosa, 1x Fluss mit ?, 1x MS Michail Scholochow, 2x MS Vista Star,1x Fluss Swiss Gloria, 1x MS Asara, 1x MS Antonia, 1x Viva Tiara, 1 x MS Amera, 1 x MS Adora, 1x MS Artania, 1x MS Annika

  • 05.05. – Seetag


    Heute ist Seetag und an einem Seetag ist natürlich nicht ganz so viel zu erzählen. Dass uns unsere kiffenden Nachbarn mächtig geärgert haben möchte ich an der Stelle nicht nochmal vertiefen, der Rauch ist quasi mittlerweile verflogen…


    Morgen aber sind wir in Oslo und da haben wir schon ordentlich Strecke abgerissen. Aber erstmal kurz zum Seetag.



    Die Nacht war insgesamt ruhig, aber die See war ruppig. Es hat schon wieder ein wenig geschaukelt.





    Nicht dramatisch und kein Vergleich zu der Schaukelei im letzten September, aber ich habe jetzt für mich abgespeichert: Nordsee – Norwegen – Schaukelei.



    Wir waren früh wach und hatten einen großen Teil des Schiffs noch für uns. Zum Glück möchte ich hinzufügen, denn die ganzen Kegelclubs und Junggesellenabschiede lagen offenbar noch im Koma.







    Das änderte sich dann am frühen Mittag. Wir waren mit dem Kids-Clubs zur Familienschatzsuche in der Galeriebar verabredet [wer keine Kinder hat: Da gibt es Rätsel in Textform, die einen über das halbe Schiff führen und am Ende findet man einen Schatz, der genau dort steht, wo man angefangen hat]. Das war natürlich eine spitzen Idee, denn dort befanden sich dank des nicht so ansprechenden Wetters nicht nur etwa 10 bis 15 Familien, sondern auch 100 bis 150 trinkfreudige Gäste, die sich in den Bars lauthals grölend die Zeit mit Karten- oder Würfelspielen vertrieben haben – und die Kids immer mittendrin, was für ein Spaß…


    Naja, nach der Schatzsuche wollte unser Sohn gerne noch in den Kidsclub, so dass wir und für ein paar Augenblicke in die X-Lounge zurückziehen und die Ruhe genießen konnten. Mittlerweile war es zwar draußen immer noch ziemlich kalt, aber der Seegang war nahezu weg, so dass wir mit schöner Aussicht und ohne Schaukelei Richtung Oslo schippern konnten.




    Nach einem turbulenten, weil lauten, vollen und daher ziemlich anstrengenden Abendessen im Anckelmannsplatz waren wir noch etwas an Deck unterwegs, auch wenn es echt verdammt kalt war. Meine Frau wollte unbedingt zum kältesten Platz des Schiffs, um von dort die Aussicht zu geniessen und der kälteste Platz bei kaltem Wind ist überraschenderweise nicht die Eisbar, sondern die mir namentlich nicht näher bekannte Aussichtplattform direkt hinter der Arena, oben am Schornstein.





    Kurze Zeit später konnten wir einen echt schönen Sonnenuntergang genießen, wobei ihr bitte den Umstand ausblendet, dass natürlich links und rechts von mir gefühlt 7.000 Menschen in Dreierreihen gestanden haben….




    Und während die Kegelclubs in die Bars stürmten ging für uns der Seetag auf der Kabine zu Ende. Die Sonne war auf der einen Seite kaum untergegangen, da ging der Mond in seiner vollen Pracht auf der anderen Seite schon auf





    Für uns gingen jedenfalls die Lichter aus und wir freuten uns auf Oslo.



    tbc

  • Stellenanzeige von Pooldeck 24
  • Wow!!! Das Mondbild ist suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuper!!!! :love::love::love:

  • Ich muss einsehen, dass ich aktuell einfach zu viel unterwegs bin und daher nicht dazu gekommen bin, den Bericht weiterzuschreibe – daher sorry! Für die Transreise bin ich happy, dass Profis die Berichte übernehmen können und werden… xxxAdmin(bitte nur Emojis aus dem Forum verwenden)xxx




    Oslo 06.05.23



    Die Nacht war gut und trotz des relativ knackigen Zeitfensters, welches für Oslo vorgesehen war (07.30 – 15.30), haben wir erst einmal schön ausgeschlafen – Die Schlacht um die besten Plätze überlassen wir gerne anderen….


    Wir lagen am Oslo Cruise Terminal und da unsere Kabine steuerbords war begrüßte uns auf Augenhöhe die Festungsmauer der beeindruckenden Festung Akershus. Wir waren uns beim Betrachten der Menschen nicht ganz sicher, wie warm es denn sein könnte, denn von kurzer Hose und T-Shirt bis zu Winterjacke und Mütze war fast alles vertreten. Als ich dann einfach mal auf den Balkon gegangen und selbst gefühlt habe, habe ich beschlossen, dass die Fraktion „kurze Hose und T-Shirt“ sicher Engländer gewesen sein mussten und entschied mich für wärmere Kleidung xxxAdmin(bitte nur Emojis aus dem Forum verwenden)xxx




    Dann ging es aber erstmal ab in die XLounge zum Frühstück. Wir hatten einen tollen Tisch am Fenster und die Sonne schien bei stahlblauem Himmel und recht knackigen 6 oder 7 Grad. Man merkte aber trotzdem, dass die Sonne schon ziemlich viel Kraft hatte und nach der gefühlt ewig langen dunklen Jahreszeit war das schon ein echt tolles Gefühl, aber auch ein toller Anblick – auf Akershus





    den Hafen





    den Holmenkollen





    und in der Ferne konnte man auf einigen Bergen noch Schnee erkennen.





    Die Luft roch sauber und klar und wir waren bereit für Oslo.



    Einen festen Plan hatten wir nicht, wir wollten uns erstmal einen Überblick verschaffen, und das geht aus meiner Sicht ganz brauchbar mit HopOn-HopOff – wie praktisch, dass direkt am Oslo Cruise Terminal eine Station war – also nix wie rauf auf den Bus….



    Wir waren allerdings von den Wartezeiten an den einzelnen Stationen und auch von der Route selbst ziemlich schnell genervt, also sind wir nach ungefähr 20 Minuten – an der Uni




    direkt an einer kleinen Radfahrerstatue





    wieder ausgestiegen und haben also fortan Oslo auf eigenen Füßen erkundigt.



    Über die Karl Johans Straße





    ging es hoch zum Schloss







    (1/3)

  • Vom Schloss aus ging es anschließend weiter durch die Stadt, vorbei an einer Statue Haakons des VII




    Zum Konzerthaus Oslo




    Und dann zum geschichtsträchtigen Friedensnobelpreiszentrum





    , welches direkt am Hafen neben dem Rathaus





    liegt.



    Der Hafen und sein Vorplatz sind recht schön gestaltet





    und von dort aus führten uns unser Weg direkt zur fantastischen Oper, die neben dem Munch-Museum liegt. Von dort aus hat man einen grandiosen Überblick über den Fjord




    Die letzte Stunde, bevor wir wieder auf dem Schiff sein mussten, verbrachten wir noch am Oslostrand – neben der Oper, vor dem Munchmuseum – in herrlichem Sonnenschein, und ein paar Verrückte sind sogar baden gegangen – bei wohlgemerkt immer noch einstelligen Temperaturen. Norweger sind offensichtlich in Bezug auf deren Kälteempfinden deutlich näher an Engländern als an mir….



    Dann ging es, beseelt durch einen schönen Tag, zurück zum Schiff....


    (2/3)

  • Recht bald schon verabschiedeten wir uns aus Oslo




    fuhren im Oslofjord vorbei an einem schwimmenden Restaurant





    In Richtung Ostsee





    Beim Sonnenuntergang




    ärgerte ich mich kurz darüber, dass sich ausgerechnet jetzt eine Wolke vor die untergehende Sonne schieben musste, bis ich realisierte, dass das gar keine herkömmliche Wolke war, sondern eine Abgaswolke der MS6, die durch den Wind genau in meine Blickrichtung gepustet wurde… Naja, man kann ja nicht immer Glück haben! Auf der anderen Seite kann ich durchaus verstehen, dass Norwegen ab 2026 nur noch emissionsfreie Schiffe die Welterbe-Gewässer befahren dürfen….



    So, sorry, dass ich es auf 3 Posts strecken musste, aber leider kann ich ja immer nur 10 Fotos gleichzeitig in einen Beitrag packen.



    Was nehmen wir aus Oslo mit? Die Straßen und Gassen, aber auch die Architektur erinnerten uns stark an Bergen, das wir ja ein halbes Jahr zuvor bereisen durften. Die Oper ist einfach großartig, ein architektonisches Meisterwerk und ein toller Ort zum Verweilen. Die Fahrt durch den Oslofjord ist ebenfalls ein wahnsinnig schönes Ereignis, aber – ganz ehrlich? Ich bin durch die Fahrt durch den Geirangerfjord einfach versaut…… Ja klar ist das landschaftlich toll! Ja klar bietet der Oslofjord endlose Weiten und ein tolles Panorama - aber Geiranger ist halt Geiranger, das ist in meinen Augen sicherlich zehnmal beeindruckender als der Oslofjord. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und die ist – daher ist es ja meine persönliche Meinung – keineswegs objektiv….


    (3/3)


    tbc…

  • 07.05.2023 Kopenhagen



    Die Nacht war ziemlich ruhig und insgesamt scheint mir die Ostsee deutlich mehr Ententeich zu sein als die Nordsee…..



    Die Mein Schiff hatte ziemlich weit außerhalb angelegt, am neuen Oceankaj Kopenhagen, der ungefähr 5 bis 6 Kilometer entfernt liegt von der Innenstadt.





    Die Dänen wollen die großen Pötte offenbar nicht direkt in der Innenstadt haben und haben deshalb ein neues Cruise Terminal gebaut… ich kanns verstehen! Wir gingen erstmal wieder in Ruhe frühstücken, denn man braucht ja schließlich eine Grundlage, um eine fremde Stadt erkunden zu können. Als wir zurück auf unserer Kabine waren fanden wir einen lieben Abschiedsgruß von unseren Zimmerfeen vor. Neben dem schon bekannten Deckentier gab es auch einen handgeschriebenen Zettel.






    Ja, natürlich ist mir bewusst, dass die diese Zettel dreihundertmal geschrieben oder haben schreiben lassen und dass jeder die bekommt – aber ich hab mich trotzdem sehr darüber gefreut und war direkt ein wenig wehmütig, denn morgen war die Minikreuzfahrt ja schon wieder vorbei…



    Aber jetzt hieß es erst einmal, Kopenhagen zu erkunden und auch wenn wir aus Kopenhagen etwas später abgelegt haben als aus Oslo mussten wir doch schon um 14.30 Uhr wieder auf dem Schiff sein, denn unser Sohn hatte ja noch ein Date mit dem Käptn. Also nach dem Frühstück schnell ab in die Stadt. Am Terminal wurden große Reisebusse als Shuttle eingesetzt. Die Strecke kostete pro Person ca 8 Euro und es bildeten sich ordentlich lange Schlangen vor den Bussen. Nein Danke, nichts für mich / uns. Wir setzten uns in eines der zahlreich vorhandenen Taxis und ließen uns in die Stadt fahren. Die Fahrt kostet pro Strecke knapp 20 Euro und war für uns drei damit sogar preiswerter als der Shuttle mit dem Tui-Bus.



    Wir ließen und direkt im Zentrum absetzen, am Königsplatz mit einem Reiterstandbild von König Christian V. Von dort aus konnten wir die Einkaufspassage hochlaufen, stellten aber sehr schnell fest, dass heute ja Sonntag war. Viele Geschäfte hatten also geschlossen. Das war nicht besonders schlimm, also jedenfalls für mich nicht – meine Frau hatte da einen etwas anderen Blick auf die Dinge. Also erkundeten wir , nachdem sich unser Sohn mit einem offenbar ziemlich leckeren HotDog gestärkt hatte - die Gegend und erreichten ziemlich schnell Nyhavn mit seinen bunten Häuschen, kleinen Bistros und Restaurants.





    Was ich nicht so toll fand war der Trubel auf dem Wasser. Dort legten am Fließband im 10MinutenTakt vollbepackte Ausflugsschiffe ab, in jedem bestimmt 150 bis 200 Passagiere. Die Schiffe haben im Wasser regelrecht Tetris gespielt, um irgendwie rein- bzw. rausfahren zu können. Die Fahrten an sich scheinen sehr gut zu sein, anderenfalls würden ja nicht tausende Touristen pro Tag damit fahren, aber für mich / uns was das nichts….



    Wir bogen daher ungefähr auf der Hälfte der Promenade ab in Richtung Schloss Amalienborg. Der Weg dorthin war sehr schön und führte uns durch kleine Parks und schöne Straßenzüge mit Skulpturen und Figuren.







    (1/3)

  • Am Schloss Amalienborg angekommen fand offenbar gerade ein Wachwechsel statt. Ist ja auch immer mal wieder witzig, anzusehen und irgendwie ist das ja in meinen Augen auch ziemlich aus der Zeit gefallen. Aber egal, wenn wir schonmal da waren, dann kann man das auch mal mitnehmen….






    Als der Wachwechsel vorbei war wurde der Innenhof schlagartig leer, was ich sehr begrüßte…





    Anschließend liefen wir noch zur Frederikskirche, die auch als Marmorkirche bekannt ist





    und nahmen uns ein Taxi zum





    Tivoli!



    In unserer grenzenlosen Naivität gingen wir davon aus, mal schnell auf ein paar Fahrgeschäfte zu können und unserem Sohn etwas Action bieten zu können – aber Pustekuchen. Das gesamte Gelände ist deutlich weitläufiger, als ich dachte und wir haben es gerade mal in ein Fahrgeschäft geschafft, und zwar in den Ballon – ein Mini-Riesenrad in Ballonform. Zumindest hatte mal von dort eine ganz schöne Aussicht.






    Uns drückte natürlich etwas der Zeitschuh, denn einen Käptn will man ja nicht unnötig lange warten lassen. Also war unser Tivoli-Aufenthalt nach knapp 90 Minuten schon wieder vorbei und wir nahmen ein Taxi zurück zum Schiff. Im Taxi fiel mir dann ein, dass wir es ja komplett verpennt hatte, die kleine Meerjungfrau zu besichtigen. Also bat ich den Taxifahrer, uns so nah wie möglich an die Statue heranzufahren und kurz auf uns zu warten. Offenbar machten wir auf ihn nicht den allerseriösesten Eindruck, denn er wollte gerne einen Pfand dafür haben, dass wir wiederkommen. Mit meinem Perso war er dann einverstanden und so entstand noch dieses schnelle Foto von der kleinen Meerjungfrau, die ich aufgrund der Vorwarnungen deutlich kleiner erwartet hatte…





    Ich kam mir zwar vor wie eine japanische Reisetruppe mitten in München, aber ausnahmsweise musste das halt mal sein. Was macht man nicht alles für ein einzelnes Foto, wobei das Bild und die dazugehörige Story im Kopf ja viel besser ist als der Anblick der Statue auf einer kleinen Insel inmitten von Touristen….



    Jetzt aber schnell wieder ab ins Taxi.



    (2/3)

  • Wir waren echt pünktlich, Treffpunkt war die Rezeption. Um Punkt 15.00 Uhr kam dann auch ein Mitarbeiter der Brücke und brachte uns auf die selbige. Ich muss ehrlich zugeben, dass das schon ein schöne Erlebnis war, für mich allerdings vermutlich mehr als für unseren Sohn. Die Brücke ist – okay das kann man ja schon erahnen – riesig groß und mit einem ganzen Haufen an Monitoren ausgestattet, die ich natürlich alle nicht fotografieren durfte. Etwa in der Mitte der Brücke befindet sich eine Art Kommunikationsecke. Dort stehen zwei Satellitentelefone und auf ca 30 Monitoren ist nahezu jeder Winkel des Schiffs im Livebild abgebildet. Live-Videos vom Pool, Live-Videos vom Sicherheitsbereich beim Check-In, Live-Bilder von einzelnen Deckfluren… nahezu das gesamte Schiff war für den Käptn auf einen Blick sichtbar. Wofür der ganze Spaß? Der Käptn muss zu jeder Zeit immer alles sehen und wissen, war die Antwort….



    Das Schiff wird im Zentrum der Brück gesteuert. Vieles läuft im Autopilot, aber das An- und Ablegen übernimmt der Mensch, mit einem kleinen Joystick – sehr technisch das Ganze. Daneben natürlich wieder tausend verschiedene Karten, auf denen alle möglichen Dinge (Wassertiefe, Hindernisse, etc.) zu erkennen sind. Links und rechts in den Ausbuchtungen (mein Sohn nennt die Brücke in Anlehnung an einen Hammerhai immer „Hammer“) befinden sich ebenfalls Steuerinseln, sowie jeweils Bodenfenster, um von dort aus die Hafenmauern besser sehen zu können.





    Und auch ohne Monitore hat die Brücke alles im Blick, denn man kann ja von dort aus prima den Gästen der Themensuiten auf den Pelz schauen…





    Nach dem aufregenden Besuch auf der Brücke wollte unser Sohn unbedingt nochmal in den KidsClub, so dass meine Frau und ich noch einmal ganz ausgedehnt übers Schiff laufen konnten. Zum allerersten Mal bin ich dabei am Bug gewesen, von dort hat man auch eine ganz schöne Aussicht auf das Schiff





    Als wir unseren Sohn dann zum Abendessen aus dem KidsClub abholten wurden wir gefragt, ob wir uns vorstellen können, dass unser Sohn am Abend bei der Verabschiedung im Theater das Los für die Seekarten-Tombola zieht. Problem daran:


    1. Unser Sohn ist erst 5 Jahre alt
    2. Kopenhagen war schon voller Eindrücke
    3. Die Brückenbesichtigung war auch spannend
    4. Von 19.00 bis 21.00 Uhr war noch Kinderdisco im Kidsclub
    5. Der „Auftritt“ unseres Sohnes sollte erst um 21.30 Uhr anfangen
    6. Er würde mit Wiebke Busch zusammen auf der Bühne stehen….


    Uns war also klar, dass die Nacht – die ja ohnehin aufgrund des Kreuzfahrtende kurz werden würde – ziemlich bescheiden ausfallen sollte. Und so kam es auch…. Aber der Reihe nach. Kinderdisco war super, die Kids waren platt. Aber während alle anderen Kids jetzt müde ins Bett plumpsen konnten ging es für uns in Richtung Theater. Naja, wir hatten ihn vorher gefragt und er wollte es unbedingt – was willste machen…? Kurz waren wir zum Umziehen noch auf der Kabine und konnten den letzten Sonnenuntergang der Reise mitnehmen






    Um 21.15 Uhr trafen wir uns mit seiner Lieblingserzieherin vor dem Theater und gingen dann auf für uns reservierte Plätze in der ersten Reihe. ERSTE REIHE – ALBTRAUM! Der Abend wurde durch die atemberaubend schlechten Witze der Wiebke B auch nicht deutlich besser, aber der Kurze hatte viel Spaß, und das ist ja schließlich die Hauptsache.




    Um 22.30 Uhr waren wir dann endlich auf der Kabine, aber unser Sohn war vollkommen aufgedreht und die ganze Nacht drohte sehr unruhig zu werden….. In dem Zustand morgen im Abreise-Stress zum Frühstück zu gehen war eigentlich undenkbar, also musste ich mir etwas einfallen lassen….


    tbc

  • 08.05.23 Kiel



    Früh morgens haben wir in Kiel angelegt.





    Die Nacht war – wie befürchtet – unruhig. Unser Kleiner hatte offenbar eine ganze Menge zu verarbeiten und war daher ständig wach. Ich beschloss, mir den Stress in einem der Restaurants nicht anzutun, sondern stattdessen um 06.30 Uhr alleine frühstücken zu gehen, meine Frau und meinen Sohn schlafen zu lassen und denen auf dem Rückweg dann etwas zum Essen mitzubringen. Als ich im Anckelmannsplatz ankam traf mich der Schlag, denn die Idee mit dem frühen Frühstück hatten offenbar alle anderen Gäste auch….. Ich ergatterte ein kleines Plätzchen für ein schnelles Frühstück und schmierte dann ein paar Brötchen für die Kabine. Als ich zurückkam weckte ich meine Familie und etwa eine Stunde später verließen wir das mittlerweile schon recht leere Schiff….





    Die Koffer waren in nullkommanix gefunden und vor dem Eingang wartete unser Fahrer, der uns in knapp einer Stunde zurück nach Hamburg brachte. Nach weiteren 3 Stunden Fahrt war sie dann vorbei, unsere Minikreuzfahrt im Mai….



    FAZIT



    In zwei Worten? Nie wieder!



    Nie wieder Kreuzfahrt? Oh doch, sehr gerne sogar. Aber nie wieder eine Minikreuzfahrt mit Abfahrt und Ankunft in Deutschland. Das Publikum war mehrheitlich unangenehm und entsprach so überhaupt nicht demjenigen, welches ich auf einer Reise um mich haben möchte. Jetzt kann und wird man mir entgegenhalten: Mensch, das hättest Du doch vorher wissen müssen. Und ja, ihr habt recht, das hätte ich zumindest wissen können – hab ich aber nicht. Die Zeiten, in denen ich mir auf Campingplatzurlauben zum Frühstück eine Dose Bier aufgemacht habe, habe ich glücklicherweise lange hinter mir gelassen. Ballermann und Sauerlandstern sind für mich genauso uninteressant wie Après Ski und ich bin auch in keinem Kegelclub oder einer Thekenmannschaft. Um es deutlich zu machen: Ich habe überhaupt nichts gegen Leute, die Gefallen an genau diesen Aktivitäten finden. Ganz im Gegenteil: Jedes Hobby soll bitte tun und lassen, was er möchte, solange er damit niemand anderem schadet. Ich finde es halt nur unangenehm, mich kaum auf dem Balkon aufhalten zu können, weil meine Nachbarn pro Tag eine Stange Kippen rauchen oder sogar kiffen. Ich bin mir aber des Umstandes bewusst, dass gerade das Thema „Rauchen“ ja auch hier im Forum durchaus kontrovers diskutiert wird und will es daher nicht weiter vertiefen.



    Was haben wir – außer ein paar neuen Legofahrzeugen aus dem Bordshop - mitgenommen? Wir haben in kurzer Zeit zwei tolle Städte gesehen, wobei mir persönlich Kopenhagen noch ein wenig besser gefallen hat als Oslo, und dadurch unseren Horizont erweitert. Ich weiß gar nicht, wie ich es genau ausdrücken soll, aber während mir Oslo eher vorkam wie eine Finanzmetropole war in Kopenhagen irgendwie alles ein wenig lockerer, leichter und weniger förmlich. Vermutlich tue ich Oslo damit Unrecht, aber das war halt mein erster Eindruck. Während ich Oslo auf der Liste der Städte, die mich grundsätzlich interessieren, jetzt abhaken kann, möchte ich Kopenhagen definitiv noch ein zweites oder drittes Mal besuchen.



    Außerdem konnten wir die MS6 kennengelernt und freuen uns jetzt noch mehr auf die Transreise im Oktober als ohnehin schon. Folgen weitere Kreuzfahrten? Ja, das ist überragend wahrscheinlich! Folgen weitere Reiseberichte? Mal schauen…



    In diesem Sinne hoffe ich, dass ich den einen oder die andere zumindest etwas habe unterhalten und auf unserer Minireise mitnehmen können.



    Wir sehen / lesen uns spätestens im Oktober! Ich freu mich drauf….



    ENDE

  • Sehr gute Zusammenfassung und auch ein toll geschriebener Reisebericht double999 :thumbup:

    ich kann Deine Meinung über das Publikum zwar verstehen, aber vielleicht ist es auch nicht bei jeder Mini-Kreuzfahrt so. Wir hatten 2014 so eine ähnliche Kreuzfahrt mit Oslo und Kopenhagen und diese war eine Musikreise. Wir fanden diese sehr toll! Und auch das Publikum.

    Aber es ist wie es ist, jeder empfindet anders.

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