So, nun kann es also losgehen mit meinem Reisebericht der „Mittelmeer trifft Atlantik“ Tour vom 02. – 16.11.14.
Für uns begann die Reise allerdings schon am 01.11.14, denn aufgrund des frühen Abflugs (5.50 Uhr) am Sonntag hatten wir uns für die Nacht davor am Flughafen eingemietet und auch schon das Auto auf den Urlauberparkplatz abgestellt. Und so waren wir ganz gemütlich um 04.15 Uhr an der Gepäckabgabe, denn einchecken ging im Web schon am Tag zuvor. Aufatmen beim Koffergewicht, denn diese versprach für die Reise Mitbringsel in Höhe von 6 Kilo.
Am Gate dann die erste Überraschung, denn irgendwie waren kaum Leute da und es zeigte sich, dass der Flieger tatsächlich nicht einmal halb voll war. Und so konnten wir doch noch die Reihe 12 mit den XL Sitzen benutzen, obwohl beim Check In dort alles belegt sein sollte. Na ja, manchmal hat man halt auch Glück. ![]()
In Palma de Mallorca pünktlich angekommen, ging es dann auch gleich zum Transferbus. Und dort begannen bereits die Klischees, denn es ging schon los mit dem leider unvermeidlichen Gemecker. Neben uns war ein Herr nicht sonderlich erbaut darüber, dass er nach der „Enge des Flugzeugs“ nun auch der „Enge des Busses“ ausgesetzt war und tat dies durchaus vernehmbar kund.
Ohren zu und durch, das Schiff ist nimmer weit.
Beim Check In war nun gewaltig was los, denn anscheinend waren sehr viele Flieger früh in Malle angekommen. Allerdings hatten wir dank unserer Junior Suite 2 extra Schalter und es ging zügig vonstatten. Die etwas irritierende Frage nach einem kürzlichen Aufenthalt in Liberia verneinten wir wahrheitsgemäß und so konnten wir unsere Bordkarten in Empfang nehmen und zum ersten Mal die Mein Schiff3 betreten.
Wir brachten also unsere Handgepäck und unsere warmen Jacken in die X-Lounge, stießen mit einem Glas auf eine schöne Reise an und gingen wieder von Bord, um nicht dem Ab- und Anreisegewusel im Weg zu sein.
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Der Shuttlebus ( 7 Euro) nach Palma fuhr regelmäßig wie gewohnt und wir bummelten eine Zeitlang durch die relativ leeren Gassen, schließlich war Sonntag. Aber auch am Sonntag ist es in Mallorca meistens warm und das erfreute uns schon. Allerdings sollte es in diesen Tagen auch in München noch tagsüber gute 20 Grad haben. Aber es ist halt im Süden eine andere Wärme. ![]()
Kurz vor 3 dann zurück aufs Schiff und pünktlich wurden die Kabinen freigegeben. Auch unsere Koffer standen schon davor, nicht selbstverständlich, wie wir am Abend noch mitbekommen sollten.
Die Junior Suite 10080 beeindruckte uns sofort. Reichlich Platz, vor allem auch im Bad (Doppelwaschbecken). Aus unserer Sicht geschmackvoll eingerichtet, viele Schränke, 46 Zoll Fernseher und ein großer Balkon mit 2 Liegestühlen, 2 Fußhockern und 1 Tisch. Wir verstauten unser Gepäck und hätten dabei den Inhalt von 2 weiteren Koffern locker untergebracht. Lag wohl auch daran, dass keine Rettungswesten mehr im Schrank sind.
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Und auch die nette Begrüßungskarte von Peter stand auf dem Tisch – vielen lieben Dank nochmal.
Ein erster Rundgang durchs Schiff zeigte viel Neues, aber auch Gewohntes. Hier mal ein paar Stichpunkte ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Aufzüge sind jetzt in einer Art Mittelgang parallel zum Schiff angeordnet, nicht mehr gegenüber den Treppen
- Nur noch 2 Treppenhäuser
- Dort befinden sich jeweils große Bildschirme mit dem sog. Gästeportal, wo per Touchscreen alle Infos abrufbar sind (u.a. auch die Speisekarten)
- Der 25 m Pool war wegen Arbeiten daran geschlossen, die Größe konnten wir aber bereits sehen. Sehr beeindruckend
- Die Restaurantaufteilung ist anders als auf den beiden anderen Schiffen, aber nicht so, dass man nix mehr findet. Hauptunterschied ist der, dass das Tag & Nacht Bistro, welches das Cliff24 ersetzt, nicht mehr am Pool oben, sondern im Schiffsinneren auf Deck 5 beheimatet ist.
- Neben den Toiletten sind Tasten als Türöffner, die Türklinke muss mal also nicht unbedingt benutzen.
- Der blaue Balkon ist spannend, aber leider nicht ganz durchdacht, denn durch den Boden sieht man nicht aufs Wasser, sondern aufs Promenadendeck 5.
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Weiteres dann im Verlaufe der nächsten Tage, wenn es thematisch passt.
Abendessen im Atlantik Klassik, wie es ja jetzt zur Abgrenzung der beiden anderen (Eurasia und Mediterran) heißt. Das Prozedere ist wie gehabt: 2 Menüs, zwischen denen man auch bunt durcheinander springen kann, lediglich die Bestellaufnahme läuft jetzt über kleine mobile Datenerfassungsgeräte, mit denen der einen oder andere Ober doch ein bisserl auf Kriegsfuß steht. ![]()
Was sich allerdings schon zeigte, war, dass es mit der Auslastung der Restaurants doch problematisch werden kann, vor allem am ersten Tag, war das Atlantik schnell voll und die Leute mussten entweder warten (mit Nummern an der Bar) oder auf Alternativen ausweichen. Aber das spielte sich aus unserer Sicht im Laufe der Reise ein. An Seetagen war es logischerweise voller.
Das Essen selber gewohnt sehr gut (u.a. Steak mit einer genialen Chili-Schokoreduktion), allerdings wurde am Nebentisch schon wieder heftig genörgelt, vor allem darüber, dass die Koffer sehr ungleich auf die Kabinen gebracht wurden. Auch Anreise und sonstiges war Thema, da hatten sich wieder mal die 2 richtigen Paare gefunden.
22:15 Uhr dann Seenotrettungsübung mit deutlich anderem Ablauf als auf der 1 und 2. Wir sollten zu Musterstation C, dem Neuen Wall, wurden dort auch abgescannt (nix mehr Liste), aber dann durch ein Crew-Treppenhaus ins neue Klanghaus geleitet. Etwas merkwürdig. Als alle da waren mit den üblichen Durchsagen noch fehlender Kabinen, wurde ein Film gezeigt ähnlich wir im Flugzeug und kurz danach war es auch schon vorbei. Nix mehr gemeinsamer Gang zum Rettungsboot.
Die Westen liegen jetzt auf Vorrat an den Musterstationen und werden dort verteilt, macht aus meiner Sicht auch Sinn, denn wer ist schon ständig auf der Kabine. Aber natürlich gab es auch wieder reichlich Witzchen und Gemecker über den Ablauf, wie sollte es auch anders sein.
Und dann der große Moment: 23:00 Uhr – Auslaufen unter den Klängen der großen Freiheit. Nix mehr Santiano. Gänsepelle bei den meisten incl. uns, manche jedoch waren ernsthaft angefressen deswegen und ich frage mich, wie man sich so auf einen schönen Urlaub einstimmen will.
Soll mir aber egal sein – wir gingen nach einem schon mal sehr aufregenden, aber auch dank dem frühen Aufstehen sehr langen Tag in unsere schöne Kabine und ins Bett. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war groß und ließ mich dann trotzdem nicht gleich einschlafen. Ob das bei den Meckerfritzen auch so war…
Dieses war der erste Streich bzw. Tag – ziemlich viel Stoff, aber es war ja auch vieles neu und damit werden die nächsten Tage wohl kürzer (oder auch nicht). ![]()
Viele Grüße aus dem gruselig verregneten und kalten München
Armin
Der sofort wieder Richtung MS3 abdüsen könnte
