Beiträge von baseman49

    11.- 12.11.14 – 5.und 6. Seetag

    Helau, Alaaf und was weiß ich noch. 8o An Bord der Mein Schiff 3 begann um 11.11 Uhr der Fasching (ich bleibe beim Münchner Ausdruck). Tatsächlich konnten die zahlreichen Kölner an Bord den Kreuzfahrtdirektor überzeugen, dass an diesem ominösen Zeitpunkt eine Riesensause fabriziert werden muss. Und so versammelte sich eine große Anzahl Feierwütiger in der Arena, um die Luzi (das weibliche Schwein durfte hier nicht genannt werden :D) rauszulassen. Die Crew hatte nicht nur ein Buffet und einen DJ aufgeboten, es gab sogar einen kleinen Umzug mit allem, was dazugehört. KidsClub, Housekeeping, Galley und andere hatten die Fantasie spielen lassen und wirklich lustige „Wagen“ fabriziert. Eine gelungene Veranstaltung und angeblich waberte noch am späten Nachmittag eine Polonaise durchs Schiff.

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    Ansonsten war an diesen beiden Tagen so viel Programm geboten, dass man sich am besten drei- oder vierteilen hätte müssen. Und nicht nur Masse war geboten, sondern auch Klasse. Aber das konnte man vor allem über alle Seetage ganz generell sagen. Exemplarisch sei die Aufführung „20.000 Meilen unter dem Meer“ als szenische Lesung im Klanghaus genannt. Dabei zauberten die Schauspieler eine solch dichte Atmosphäre in den Saal, dass einem selbst diese bekannte Geschichte wieder neu und unerwartet vorkam. Chapeau. :thumbup:

    Ansonsten vergingen diese beiden Tage wie im Flug. Und weil wir gerade von Flug reden. Wir verbrachten geraume Zeit auf unserem Balkon und schauten Massen von fliegenden Fischen zu, die in großen Schwärmen meterweit vom Schiff weg über das Wasser segelten. Zwar viel kleiner als Wale und Delfine, aber nicht weniger faszinierend. Leider aber auch zu klein, um ein entsprechendes Foto machen zu können.

    Ach ja, auf einmal waren auch vor den Bars und Restaurants wieder Crewmembers platziert, die den Gebrauch der Desinfektionierer anmahnten und auf allen Bildschirmen war vor die Startseite eine Seite gepostet, die ebenfalls an Hygiene usw. mahnte. Es war anscheinend mal wieder so weit, dass es eine gewisse Anzahl Mitreisender erwischt hatte. Ich frage mich manchmal, warum nicht am Anfang der Reise da mehr Konsequenz eingefordert wird, sondern immer erst, wenn das Kind im Brunnen liegt. ?( Wenn man von Anfang an die Dinger nutzt, dann wird es nach kurzer Zeit zum Automatismus und alles ist gut.

    Egal, ein paar vom Forum (die üblichen Verdächtigen @DirtyDancer mit Anhang und @NordlichtHH sowie wir) waren ja sowieso fleissige Desi-Nutzer und so unternahmen wir am 11.11.14 ein gemeinsames Abendessen im Mediterran, wobei wir die neue Regelung der „Vorher in der Bar Platzierung“ kennenlernen durften. Leider reichte es dann auch nicht für einen 8er Tisch, sondern nur für zwei 4er hintereinander, aber ok. Wir trafen uns ja sowieso an den meisten Abenden in einer der Bars. Schön, wenn sich an Bord Freundschaften schließen lassen, ein wenig vorbereitet über die gemeinsame Mitgliedschaft hier im Forum.

    Und wir beiden hatten auch noch ein Highlight, nämlich das Degustationsmenü im Richards am 12.11.14, am Geburtstagsvorabend. Wir hatten es einen Tag vorverlegt, da wir gerne ausgeruht nach einem Seetag dort aufkreuzen wollten. Und auch hier kam es uns eine Spur exklusiver vor als auf den beiden anderen Schiffen, auch wenn mir die offene Lage im Schiff nicht so gut gefällt wie der abgetrennte Raum auf der 1 oder 2.

    Wir wurden also 4 Stunden umhätschelt nach Strich und Faden. Oberkellner Oleh scherzte, was das Zeug hält. Zu jedem Gang kamen immer 2 Ober und einer der Köche (meistens der Sous-Chef), um dem jeweils angelieferten Gericht den letzten Schliff zu geben (z.B. ein lecker Sößchen oder die Croutons für die Suppe). Was für ein Mörderaufwand, aber schön war‘s irgendwie schon.

    Es gibt ja dort ähnlich wie im Atlantik 2 Menüs, eins mit Fleisch und Fisch und ein vegetarisches. Und man kann zwischen den Gängen auch variieren. Interessanterweise gab es einen vegetarischen Zwischengang mit Shrimps. Darauf angesprochen, meinte der Sous-Chef, dass es wohl in Italien mit dem vegetarischen nicht so genau genommen wird. Die Menüs waren nämlich zu der Zeit von der italienischen Sterneköchin Donatella Zampoli. Und Oleh gab auch seinen Senf dazu, in dem er meinte, dass man doch als anständiges Mannsbild nur Kraft hat, wenn man viel Fleisch isst. Außer den Menüs gibt es aber auch eine schöne Anzahl an a la Carte Gerichten.

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    Am Nebentisch saß auch Kapitän Holm mit Frau und 2 ausgewählten Paaren. So hatten wir dann fast so was wie ein Captains Diner.

    Die 4 Stunden vergingen wie im Flug, das Essen war erstklassig und am Schluss konnte Oleh uns noch zu einem lecker Schnäpschen überreden, welches dann mit 12 Euro auf der Rechnung erschien. War aber auch ein feines Zeug und wenn man dann recherchiert, dass eine Flasche von selbigem knapp unter 100 Euro zu haben ist, dann ist der Preis an Bord auch irgendwie ok. Wer näheres dazu wissen möge, bitte um pn. Ich will hier nicht öffentlich zum Alkoholkonsum aufrufen :P .

    Und das war es dann auch mit den Seetagen.


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    Irgendwie schade, denn das Schiff hält halt einfach so viel parat, dass man es problemlos länger ohne Landgang aushalten kann.

    Bevor ich es vergesse: Lord Helmchen war auch an Bord und trieb sich meistens in der X-Lounge herum (für die, die ihn nicht kennen: Hat was mit Darth Vader zu tun).

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    Ein schönes Wochenende wünscht Euch
    Armin

    Machst du dir immer Notizen, was du so tagsüber machst?


    Liebes @waesserchen,

    da hast du vollkommen recht. Auf Kabine liegt doch immer der kleine Notizblock bereit und da schreib ich abends immer stichwortartig rein, was tagsüber bemerkenswert war. Bei den Seetagen bin ich aber auch etwas nachlässiger. Wenn dann da 2 hintereinander sind, kann es schon mal sein, dass ich da was durcheinander bring - ist aber nicht so wild :)

    Viele liebe Grüße
    Armin

    10.11.14 – Praia

    Montag morgen und alles schläft. :sleeping: So auch die Hafenbehörden in Praia, denn zur vorgesehenen Zeit war von den Herrschaften noch niemand bereit, uns anlegen zu lassen. Aber nach dem kapverdischen Motto „Bloß koa Schtreß“ konnten wir dann doch mit ein bisserl Verspätung festmachen.

    Während wir in Mindelo am Tag zuvor einen schönen Blick auf den Hafen und die Innenstadt hatten, ist Praia dann doch größer und der Blick war nicht ganz so allumfassend.
    Aber spannend war es auf jeden Fall, denn mit dem Fernglas konnte ich schon am Hafenausgang ein irres Gewimmel von Leuten entdecken. Anscheinend waren da Fischer, Händler und Tourguides komplett versammelt, um uns in Empfang zu nehmen.

    Wir hatten diesmal die „Wanderung durch die Serra Malaqueta“ gebucht, den Ausflug auf der Tour, unter dem wir uns am wenigsten vorstellen konnten. Es sollte mit dem Bus in den Nationalpark gehen und dann auf eine 4-stündige Wanderung mit Picknick. Für diesen Ausflug hatten wir uns auch vorbereitet, denn auf der Insel Santiago gibt es laut Recherche ein geringes Malariarisiko bis in den November. Also packten wir uns in langärmelige helle Kleidung, die noch dazu mit Repellents imprägniert war. Warme und wetterfeste Kleidung war außerdem in der Ausflugsbeschreibung empfohlen worden. Allerdings schienen wir die einzigen mit dieser Info zu sein, denn alle anderen hatten überwiegend kurze und dunkle Klamotten an. Aber wenigstens war niemand mit Flip Flops dabei. Na ja, mal sehen.

    Wir also runter vom Schiff und rein in die beiden Kleinbusse mit jeweils 18 Personen Kapazität. Auf den kapverdischen Inseln gibt es keine großen Reisebusse, aber für uns waren die vorhandenen vollkommen ausreichend.

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    Gottseidank hatten wir einen anständigen Rucksack dabei, denn kurz darauf bekamen wir jeder eine große Papiertüte mit Wasser, Saft, Apfel und Sandwich ausgehändigt. Aha, das sollte also das Picknick werden.

    Unsere Reiseleiterin stellte sich als Nilva vor, entschuldigte sich dafür, dass sie nur Englisch konnte und meinte, dass sie unsere Mama und Krankenschwester in einem sei. Rundumbetreuung garantiert. Wir merkten sofort, mit welchem Engagement sie bei der Sache war und der Stolz auf Ihr Land war nochmal eine ganze Spur größer als bei Carlos am Tag zuvor.

    Wir fuhren los, am Hafenausgang an zahlreichen Bretterverschlägen vorbei, in dem aber keine Leute wohnten, sondern vor denen viele Grills ihre Arbeit verrichteten und frischen Fisch vom angrenzenden Fischerhafen zubereiteten. Wie ich vom Balkon aus schon gesehen hatte, war es ein Riesengewimmel und schon ein ungewohnter Anblick für uns. Weiter ging es in der Innenstadt zu 2 Bäckereien, wobei ich bis heute noch nicht weiß, was da noch zum abholen war. Unser Imbisspaket hatten wir doch schon.

    Wir fuhren also hinaus aus der Stadt und Richtung Nationalpark, wobei bereits in den Randbezirken von Praia ziemlich ärmliche Verhältnisse zu herrschen schienen und die meisten Häuser nichts mehr mit den schönen bunten von Mindelo zu tun hatten.

    Ein paar Fotostopps später

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    kamen wir in Assomada an, der drittgrößten Stadt der Kapverden, wo laut Programm noch ein halbstündiger Marktbesuch vorgesehen war.

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    Unterwegs hatten wir schon fantastische Landschaften gesehen, aber auch diverse für uns kaum nachvollziehbare Dinge.

    So saßen unterwegs immer wieder Frauen am Straßenrand (auch außerhalb der Ortschaften), die ein bisserl Obst neben sich zum verkaufen ausgelegt hatten. Nilva erzählte, dass sich da hauptsächlich die Überlandtaxifahrer mit Verpflegung eindecken.

    Ferner sahen wir einen Kombi, in dessen Kofferraum ebenfalls eine Frau saß und an der Decke des Autos baumelte Fleisch. Also so was wie ein rollender Metzger. Krasser Anblick, vor allem, da inzwischen sicher knappe 30 Grad Lufttemperatur waren.

    Am Wegesrand sahen wir immer wieder riesige Spinnennetze an den Stromleitungen. Nilva erklärte uns, dass es sich um Netze des Wespenspinne handelt, die darin aber einfach nur abhängen und nicht aggressiv sind. Bei der teilweise handtellerartigen Größe der Viecher ist das aber mal eine echt erleichternde Meldung.

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    Aber der absolute Hammer war dann die Ortseinfahrt in Assomada. Mitten auf dem Bürgersteig in der Hauptstraße wurde gerade ein frisch geschlachtetes Schwein abgeflämmt. Und daneben stand auch schon der Haushund mit richtig Gier in den Augen. Ein echt verstörender Anblick für uns verwöhnte keimfreie Westeuropäer. :/

    Aus dem Marktbesuch wurde leider nichts mehr, denn wir waren inzwischen schon relativ spät dran und immer noch 45 Minuten vom Nationalpark entfernt und die meisten im Bus wollten ja schließlich die kompletten 4 Stunden wandern. Schade, denn im Vorbeifahren schien der Markt sehr farbenfroh und spannend zu sein. Ich hätte gern die Wanderung dafür gekürzt. Aber vielleicht ging das ja auch gar nicht, weil es keine Rundwanderung war. ?( Wussten wir zu diesem Zeitpunkt ja nicht.

    Schließlich kamen wir über einen Gebirgspass auf ca. 1000 m Meereshöhe und sahen einen Einstieg in einen Wanderweg. Wir hielten und Nilva meinte, dass jetzt jeder hier in der Gegend 3 bis 4 Stunden wandern könne. Allgemeines Unverständnis schlug ihr entgegen. Was sollten wir alleine in einer fremden Gegend ohne Karten oder Führer ? Also wurde mal kurz darüber diskutiert und es stellte sich heraus, dass Nilva einen komplett anderen Ablauf des ganzen Ausflugs erhalten hatte und es war ihr furchtbar unangenehm, dass wir jetzt so verärgert waren.

    Wir einigten uns dann darauf, dass wir alle gemeinsam den hier beginnenden Trail erwandern würden. Dieser führte ca. 90 Minuten durch den Nationalpark und wieder zurück. Damit würden wir auf 3 Stunden kommen und jeder war damit einverstanden. Das hatte auch den Vorteil, dass sich niemand verlaufen konnte, denn es gab nur den einen Weg und wenn es jemandem zu viel werden würde, könne er ja warten oder zum Bus zurückgehen.

    Nilva ging also mit und erklärte viele Pflanzen und auch das eine oder andere Tier, von denen es aber nicht viele gab außer Käfern und schönen Schmetterlingen. Auf den Kapverden gibt es ja keine für den Menschen gefährlichen Tiere.

    Mit der Zeit zog sich die Gruppe auseinander und wir beschlossen ebenfalls nach einer Stunde, umzudrehen und am einzigen Schattenplatz, den wir gesehen hatten, eine Pause zu machen. Dort gesellten sich dann auch andere zu uns und wir stellten fest, dass der Hinweis auf warme wetterfeste Kleidung genau das Gegenteil war, was wir wirklich gebraucht haben. Sonnenschutz und Trinkwasser. Es war brutal heiß trotz der Höhe und wir genossen den Schattenplatz sehr. Ich habe auch nach dem Ausflug bei TC die Empfehlung ausgesprochen, die Ausflugsbeschreibung entsprechend zu ergänzen.

    Aber die Wanderung hatte außer der Hitze auch wundervolle Ausblicke, sehr schöne Pflanzen und spannende Felsformationen zu bieten. Eine wahrhaft urwüchsige archaische Gegend.

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    Nach ca. 3 Stunden waren dann alle wieder wohlbehalten beim Bus angekommen und inzwischen auch überwiegend sehr zufrieden mit dem Ausflug. Und nicht der Hauch von irgendwelchen Mücken, die uns in Malariabedrängnis bringen hätten können. Aber wenn man eine Gegend nicht kennt, muß man halt erstmal auf das vertrauen, was irgendwo geschrieben steht.

    Auf dem Rückweg meinte Nilva dann, ob sie denn noch etwas für uns tun könnte und wir baten um einen geeigneten Stopp an der Strecke, um Postkarten zu kaufen. Freudestrahlend sagte sie uns einen solchen zu und wir hielten dann doch nochmal im Zentrum von Assomada. 5 Gäste marschierten mit ihr dann mit durch den Ort, die anderen blieben im Bus. Wir konnten so doch noch einiges vom quirligen Leben in einer kapverdischen Stadt sehen. Schuhputzer, mobile Verkäufer, Frauen mit großen Paketen auf dem Kopf und viele interessierte Gesichter.

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    Nach einigem Durchfragen wurden wir zur Post geschickt, die aber leider schon geschlossen hatte. Dank Nilva öffnete der Postler aber doch nochmal für uns und wir konnten sogar mit Euro ein paar Postkarten erstehen. Und auf dem Rückweg zum Bus nahm Nilva dann noch an einem kleinen Imbissstand ein paar gegrillte kleine Fische mit, eine Spezialität, die man mit Kopf und Schw. anz essen sollte. Von letzterem nahmen wir Abstand, denn wahrscheinlich hätte unser Schiffsarzt sowieso schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er das gesehen hätte. Aber auch ohne Kopf schmeckten die Fische ausgezeichnet und so hatten wir 5 sogar noch ein kleines „Abenteuer“, bevor wir wieder am Bus waren und uns auf den Heimweg zum Schiff machten.

    Unterwegs sahen wir noch das Nationalstadion und den Flughafen, von dem sogar eine Autobahn in die Stadt führt. Nilva erzählte noch, dass wegen Ebola derzeit alle Flüge und Schiffsankünfte aus Westafrika gestoppt sind, um die Seuche nicht ins Land zu holen. Das war eigentlich das einzige Mal, dass Ebola auf der Reise ernsthaft thematisiert wurde.

    Und so ging einer der beeindruckendsten und intensivsten Ausflüge zu Ende, den wir je auf einer Schiffsreise gemacht hatten und zum ersten Mal war zwischen uns und der Reiseleiterin eine solche Verbindung entstanden, dass es zum Abschied sogar die eine oder andere Umarmung gegeben hat. <3

    Und die Insel Santiago hatte uns mit Ihrer Schönheit der Landschaft und der für uns so fremden Lebensweise der Einwohner sowie deren teilweise doch noch sehr großen Armut so gepackt und berührt, dass wir anschließend auf dem Schiff blieben, obwohl es noch bis 23:00 Uhr am Kai liegen sollte. Wir sahen den Hunden am Kai zu, wie sie teilweise erfolgreich die wenigen Leute, die abends dann noch außerhalb des Schiffes unterwegs waren, um Futter anbettelten. Und irgendwie waren wir froh, dass jetzt 2 Seetage folgen sollten, denn es gab viel zu verarbeiten und drüber nachzudenken, was vielleicht bei einem folgenden Besuch im Senegal nicht möglich gewesen wäre.

    Viele Grüße
    Armin
    Dem die Kapverden noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

    Ja in den Verandakabinen sind andere sowie in der Helene Fischer Suite, Kapitänssuite und der Familienkabine Veranda Deluxe.


    Na, die schauen ja wieder so aus wie die auf der 1 und der 2, bloß etwas dunkler.

    Aber wenn in der H&M Suite (was für ein interessante Abkürzung) diese geflochtenen sind, dann bekommt man da ziemliches Glump, wie wir in Bayern sagen, fürs viele Geld.

    Viele Grüße
    Armin

    Servus Reimund,

    brauchst dich doch nicht entschuldigen fürs verpasste Forumstreffen.

    Meinst du die auf Deck 15 bei den Entspannungsinseln ?


    Die Hängematten haben wirklich übel ausgesehen. Sind in den Verandakabinen andere ?

    Da musst du etwas improvisieren. Irgendwas reinklemmen z.B.


    Wir haben am dritten Tag gemerkt, dass man bei der Schiebetür im geöffneten Zustand den Türhebel auf "zu" stellen kann. Das hat wunderbar geklappt. Nur bei der Abfahrt von Praia haben wir zugelassen - da war die Luft dermaßen warm und dampfig ;)

    Die Geräusch, die @Regina meint, waren nicht von der Tür. Diese "Knallgeräusche" denke ich, waren die gleichen wir bei unserer Kabine. Die war ja mittschiffs. Wir hatten das Gefühl, dass es sich um einen Wäsche- oder Abfallschacht handelt, durch den irgendwas durchrutscht. Vielleicht frag ich doch interessehalber mal bei TC nach, ob die mir dazu was sagen können.

    Viele Grüße
    Armin

    Servus Reimund,

    schade, dass wir uns an Bord nicht getroffen haben. Aber bei 2.500 Gleichgesinnten...

    Das finde ich auch schade, dass man einen Riesenbalkon hat und dann an der Ausstattung gespart wird. Bei uns in der JS war zwar der Balkon "nur" 8 qm, aber dafür hatten wir wenigstens noch 2 Fußhocker, um uns einigermaßen ausstrecken zu können. Das war auch ganz bequem und konnte fast die fehlende Hängematte ersetzen.

    Hast du die Matten gesehen ? Ich finde, die schauen etwas instabil aus. Sie sind zwar optisch schöner als die blauen auf den alten Schiffen, aber die auf Deck 14 hatten schon ein paar Macken. Ich habe sie aber auch nicht ausprobiert. Vielleicht kann jemand anderer mal einen Erfahrungsbericht darüber einstellen ?

    Ach ja, Thema Wind. Das glaube ich, dass es bei Euch hinten praktisch windstill war, aber wir konnten uns Steuerbord mittschiffs meistens auch nicht beschweren. So richtig gepfiffen hat es nur im Außenbereich der X-Lounge.

    Viele Grüße
    Armin

    09.11.14 – Mindelo

    Nun war es also soweit. An der Insel Santo Antao auf der Steuerbordseite vorbei fuhren wir in den Hafen von Mindelo ein, der Hauptstadt der Insel Sao Vicente und der zweitgrössten Stadt der Kapverden. Mindelo stellt auch das kulturelle Zentrum der Inseln dar, während Praia (unser nächster Hafen) das Verwaltungszentrum ist.

    Der Hafen wirkte auf den ersten Blick recht nett, es lagen ein paar Frachter herum und wir machten an der Pier fest.

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    Wir hatten den TC Ausflug „Jeep-Safari“ über TC gebucht und zwar gleich für den Vormittag und so machten wir uns auch bald auf zum Treffpunkt. Da die Jeeps für jeweils 4 Personen vorgesehen waren, hatten wir im Vorfeld mit @NordlichtHH schon ausgemacht, uns einen zu teilen.

    Draußen vor dem Schiff wartete dann auch schon eine Kolonne von 12 Jeeps unterschiedlicher asiatischer Marken, aber vom äußeren Anschein alle relativ neu und in gutem Zustand.
    Wir wurden einem Jeep zugeteilt und bekamen die Info, dass der Fahrer wirklich nur ein Fahrer sei und wir an den Stopps dann in der Gruppe zusammen diverse Infos erhalten sollten.
    Zunächst ging es durch Mindelo, wobei uns schon auffiel, dass es recht ausgestorben wirkte, es war ja Sonntag. Ab und an saßen ein paar Leute vor ihren Häusern auf der Straße und frönten dem Nichtstun.

    Außerhalb der Stadt fuhren wir auf einer Kopfsteinpflasterstraße Richtung Inselinneres, um jedoch bald darauf in die Berge abzubiegen. Dort begann dann ein wilder Ritt über Stock und Stein, bei dem wir manchmal schon das zu Fuß gehen für schwierig gehalten hätten. Irgendwie hatte unser Fahrer anscheinend auch noch nicht die Erfahrung auf dem Auto, denn anfangs würgte er den Motor an besonders schönen Steigungen ein paar mal ab. Aber er bekam das bald in den Griff :)

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    Unser erster Halt war dann an einem nahezu menschenleeren Strand. Herrliche Lichtstimmungen, rauschende Brandung, toller Sand und ordentlicher Wind machten daraus einen herrlichen Platz. Hier bekamen wir auch die ersten Infos von Carlos, unserem einheimischen Guide, übersetzt von einer TC Begleiterin. Auf den Kapverden gibt es (zumindest nicht über TC) keine deutschen Reiseleiter.

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    Carlos hatte interessante Infos über den Aufbau der Inseln, über Vulkane, er erklärte uns die Flagge und hatte auch viele weitere Details. Vor allem merkte man ihm an, dass er sehr stolz war auf sein Land, welches erst seit 39 Jahren ein eigenständiger Staat ist. :thumbup:

    Weiter gings mit unseren Jeeps. Wir wechselten uns mit den Plätzen ab, denn zu dritt war es hinten schon relativ kuschelig. Aber wir hatten ja keine Fremden an Bord. ;)

    Der nächste Stopp war im Landesinneren in einem grünen Tal, dem praktisch einzigen Platz auf der Insel, wo etwas Ackerbau und Anpflanzungen zu finden waren. Ansonsten besticht die Insel durch nahezu 1000 Brauntöne. Mangos, Papayas und Bananen werden dort angebaut, sowie Mais und Bohnen, den Hauptnahrungsmitteln der Einwohner auf den Kapverden. Aus Mais und Bohnen wird Cachupa gemacht, ein breiartiger Eintopf, der zu jeder Tages- und Nachtzeit gegessen wird, manchmal mit Gemüse, manchmal mit Fleisch. Carlos erzählte, dass ein Großvater einmal aus Versehen eine Fliege im Cachupa mitgegessen hatte und danach ganz stolz war, dass er der einzige gewesen wäre, der Fleisch dabei gehabt hätte. :D

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    Und wieder über Stock und Stein zu einem weiteren Strand, an dem viel Wassersport betrieben wird, allerdings nicht zur aktuellen Jahreszeit. Carlos zeigte uns eine Familie, die sich an diesem Strand mit einem neuen Restaurant eine Existenz aufbauen will. Na, ich weiß nicht – ein Restaurant ohne Straße, die dort hinführt. ?(

    Ein weiterer Stopp fand in einem kleinen Fischerort statt. Carlos erzählte, dass die Fischer von Cabo Verde schwer zu leiden haben durch die chinesische Großfischerei. Diese habe man sich aber selbst zu verdanken, denn die Chinesen gelten als hauptsächliche Geldgeber des Staates und lassen sich dies natürlich auch vergelten. :(

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    Zu guter Letzt noch die Küstenstraße Richtung Baia das Gatas, wo jedes Jahr ein großes Musikfestival mit Tausenden Zuschauern stattfindet. Die Küstenstraße war recht neu und hervorragend zu fahren. Da brauchte es den Allradantrieb dann nicht mehr. Am letzten Stopp sang Carlos mit uns noch ein traditionelles Abschiedslied, nicht schön, aber ergreifend. :whistling:

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    Und dann gings nach einem tollen Ausflug mit einem exzellenten Fahrer und einem klasse Guide zurück ans Schiff, wo erstmal kurzes Frischmachen und ein Snack auf dem Programm stand. Schließlich wollten wir nochmal zu Fuß ins Zentrum von Mindelo.

    Gesagt, getan. Wir marschierten also bei sengendem Sonnenschein (endlich mal Hitze in 2014) durch den Hafen, in dem unterschiedlichste Boote und Schiffe lagen. Von der kleinen feinen Segeljacht über das Marineschiff der Küstenwache bis zum abgewrackten Seelenverkäuferfrachter (siehe mein Avatar) war alles vertreten, eine äußerst bunte und sehenswerte Mischung.

    Am Hafenausgang die üblichen Ansprachen bezüglich Taxifahrt etc., aber nicht aufdringlich und nachdem wir freundlich verneint hatten, ging es an der Promenade entlang ins Zentrum, welches leider immer noch ziemlich ausgestorben war, abgesehen von einzelnen Reisegruppen unseres Schiffes. Gottseidank gab es einen kleinen Kiosk in einer Holzbude, denn sonst wären wir ohne Postkarten abgezogen und auch im Zeitalter von Whatsapp ist von so einem Ziel wie Cabo Verde eine Postkarte für die Daheimgebliebenen doch noch Pflichtprogramm. Für uns zumindest.

    Nur am Marktplatz war ein bisserl was los und ich konnte mir ein garantiert originales Fußballtrikot von Cabo Verde kaufen. War sogar noch in Folie verpackt, so dass ich erst am Schiff zurück dann sah, dass es von Cabo erde ist. :thumbsup: Jetzt brauch ich halt dann einen gelben Edding und dann passt das auch wieder.

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    Ein wenig irritiert waren wir allerdings schon, denn wenn Leute zu sehen waren, saßen sie auch wieder nur kreuz und quer vor den Häusern rum. Vielleicht hatte es aber auch was mit dem Sonntag zu tun.

    Aber ein nettes Städtchen ist es schon, dieses Mindelo. Viele Häuser sind zwar nicht in europäischem Standardzustand, aber auch nicht heruntergekommen und wenn ein bisserl Geld da ist, wird das Haus auch bunt angemalt. Dies hatten wir von Carlos auch erfahren. Und so konnten wir einige sehr schöne Fotos schießen.

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    Wir hatten aber auch den Tipp bekommen, dass sich die Leute verständlicherweise nicht so gerne fotografieren lassen und das haben wir natürlich respektiert, so dass keine Porträtaufnahmen entstanden sind.

    Am Torre de Belem ( kleiner Nachbau vom Lissabonner) vorbei mussten wir uns mehr den Mein Schiff Fotografen erwehren als den Einheimischen und marschierten dann allmählich wieder zurück aufs Schiff, um die Eindrücke dieses ersten Kapverdentages zu verarbeiten. Die Marina war dann noch ziemlich bemerkenswert, denn dort hat man ein paar moderne, verglaste Pavillons hingestellt mit einem Geschäft für Luxusuhren und -schmuck, einer Parfümerie und einem nobel anmutenden Speiselokal sowie einer leider ebenfalls geschlossenen Tourist Info. Wirkte fast schon wieder fremdartig in dieser Stadt.

    Als Fazit bleibt, dass es nach wie vor ein recht armes Land ist, aber man bemüht sich, dass es aufwärts geht und ist vor allem Stolz, dass es trotz der Armut politisch stabile demokratische Verhältnisse gibt und man kann den Kapverden nur alles Gute auf dem weiteren Weg wünschen.

    Und falls ich etwas wesentliches vergessen haben sollte, möge es jemand der anderen, die dabei waren, gerne ergänzen.

    Viele Grüße
    Armin

    na ja, 3 Minuten braucht man ja schon, bis man von der Gangway am Bug des Schiffes ist


    Hi Sonja,

    ich nochmal. Ich muß mich bis auf oben stehendes korrigieren, denn ich habe wie schon dauernd in den letzten Wochen die beiden kapverdischen Inseln verwechselt :D Meine Schilderung des langsamen Gehens war aus Mindelo. In Praia sind wir nach unserem Ausflug, der direkt am Schiff begann, nicht mehr zu Fuß zum Hafenausgang gegangen. Ich kann also nix genaues dazu sagen, rein optisch würde ich die 10 Minuten vom Markus bestätigen.

    Viele Grüße und sorry an sonny
    Armin

    h danke, dann ist der Hafen ja ganz schön groß


    Hi Sonja,

    na ja, 3 Minuten braucht man ja schon, bis man von der Gangway am Bug des Schiffes ist ;)

    Die 10 Minuten waren an diesem Tag sicher auch der Hitze geschuldet, denn wir bewegten uns alle eher langsam. Und im Hafen gibt es auch allerhand spannendes zu sehen, wie du ja schon auch meinem Avatar entnehmen kannst :D

    Viele Grüße
    Armin
    Der die Strecke auch gelaufen ist, aber mit kürzeren Beinen als Markus

    Hi Markus,

    das hast du uns halt doch noch einiges voraus, denn gerade bei uns unbekannten Destinationen vertrauen wir meistens auf TC. Und auf Santiago hatten wir ja auch Glück, denn unsere Reiseleiterin konnte zwar "nur" Englisch, war aber mit einem solchen Herzblut bei der Sache, dass der Ausflug ein voller Erfolg war. Und mit unseren Körperhöhen gibt es auch keine Platzprobleme im Bus. :thumbsup:

    Aber angesichts Deines Berichts überlege ich mir schon, künftig auch etwas mehr vorher zu recherchieren und auf den einen oder anderen "kleineren" Anbieter vor Ort zurückzugreifen.

    Viele Grüße ins Ländle auch an die beiden Neuinfizierten
    Armin
    Der darauf wartet, dass die beiden im Forum auftauchen

    07.-08.11.14 – 3.und 4. Seetag

    Die beiden nun folgenden Seetage waren sehr relaxed, der Wind ließ allmählich nach und wir merkten, dass wir immer weiter Richtung Süden unterwegs waren, denn die Temperaturen verwandelten sich von warm in heiß.

    Auf 2 spezielle Ereignisse an diesen beiden Tagen möchte ich später noch eingehen, ansonsten möchte ich diese beiden Tage nutzen, um ein paar Eindrücke vom Schiff mal etwas zusammenzufassen:

    • Die Sonnendecks waren an diesen beiden Tagen sehr voll, sogar auf dem Suitendeck gab es kaum eine freie Liege.
    • Das Sonnendeck der Suiten ist nur etwas für reine Sonnenanbeter, Schatten gibt es da nicht und musste mit Handtuchkonstruktionen selbst improvisiert werden. Laut aktueller Auskunft eines TC Mitarbeiters kann da auch nicht nachgebessert werden.
    • Der 25m Pool ist sehr schön, dient aber an solchen schönen Seetagen auch nur als Kneipptretbecken, da er zum schwimmen zu voll ist.
    • Für Suitenbewohner ist die X-Lounge generell zu jeder Zeit ein sehr entspannter Rückzugsort.
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    • Die 500 Paxe mehr auf der 3er im Vergleich zu 1 und 2 fallen nicht auf, es verteilt sich auf dem Schiff in etwa ähnlich., d.h. aber auch, dass die gewonnene Größe des Schiffes durch die größere Passagieranzahl wieder aufgehoben wird.
    • Bei den Läden im Neuen Wall ist aus meiner Sicht kein Fortschritt gegenüber den anderen Schiffen zu sehen, lediglich die Auswahl an Uhren im gehobenen Preissegment ist deutlich besser. Leider kann man rein rechtlich da gar nicht einkaufen, da nahezu alle Uhren die Steuerfreigrenze weit überschreiten würden.
    • Das Essen war in diesen ersten 7 Tagen absolut klasse, egal in welchen Restaurants. Auch die Wokstation ist super wie immer. Bei dieser ist neu, dass man jetzt von links und rechts auf die Mitte zusteuert mit seinem Teller, alle Rohprodukte sind also 2 mal da. Vorteil MS3. Buzzersystem hat sich bewährt.
    • Über die Teilung des Atlantik kann man geteilter Meinung sein. Die Vielfalt hat sich erhöht, aber das geht zu Lasten des Platzangebots.
    • Während im Klassik die Menüs täglich wechseln, soll es im Mediterran und im Eurasia alle 3 Tage sein. Konnte ich nicht ganz nachvollziehen und wurde auch leider dadurch unterwandert, dass die Karten im Gästeportal nicht denen im Restaurant entsprachen. Es sollte sich dabei um einen technischen Fehler handeln, den Hamburg zu verantworten hat. :/
    • Die Backstube ist klasse: Das dort gebackene Brot schmeckt sensationell :!: und die frisch zubereiteten Paninis stellen einen willkommenen Zwischensnack dar. Die Öffnungszeiten von 6 bis 21:30 Uhr sind dazu sehr essensfreundlich.
    • Im Anckelmannsplatz wurde der Buffetbereich jetzt in der Mitte zentriert. Das ist aus meiner Sicht gelungen, da man sich jetzt kompakter bedienen kann und nicht so weite Wege zurücklegen muss.
    • Der Bereich Große Freiheit mit dem Diamanten wird von TC immer als Insel der Ruhe bezeichnet. Das stimmt zwar, denn dort ist nie was los. Das liegt aber daran, dass dort quasi vieles bezahlt werden muss, was anderswo im Preis inkludiert ist. Und damit ist der Bereich leider für mich verschenkter Platz, den man anders besser hätte nutzen können. :/

    So viel mal von mir zur Ausstattung des Schiffes, so weit wir es genutzt haben. Einiges haben wir die ganzen 14 Tage nicht geschafft, wie z.B. den Saunabereich oder den Innenpool. Daher kann ich auch nix dazu sagen. Auch die Cafe Lounge scheint interessant zu sein (siehe Bericht von @waesserchen), wir sind aber nicht dazu gekommen, da mal ein Schoki-Tasting auszuprobieren. Aufgrund der Fotos von waesserchen aber bestimmt beim nächsten Mal.

    Nun noch zu 2 speziellen Unternehmungen bzw. Veranstaltungen:

    Wir haben aus unserem Gourmetpaket den 2. Coupon eingelöst und zwar im Hamami. Dort gibt es dafür ein 4 Gang Menü mit Suppe, Salat und Nachspeise, wobei man jeweils aus 2 Vorschlägen auswählen kann. Als Hauptgang gibt’s dann Sashimi, Nigiri und Maki – ich weiß nicht mehr genau, wieviel von jedem, aber ausreichend.
    Qualität und Service hervorragend, und ein Blick auf die normale Karte zeigte einen gewaltigen Sprung gegenüber den Sushi-Bars auf den an beiden anderen Schiffen.
    Wir beschlossen, noch einmal zu kommen, und zwar zum Shabu Shabu dann an meinem Geburtstag und zu diesem Anlass wurde mir von der Maitre D‘ sogar eine Flasche Asahi auf die Seite gelegt. Diese Sorte war nämlich kurz zuvor eigentlich ausgegangen.

    Und am 07.11. fand eines der absoluten Highlights der Reise statt: Das Galakonzert von Joja Wendt im Theater. Der brachte den natürlich restlos gefüllten Saal zum kochen und war sichtlich selber angetan ob der Stimmung. Klanglich wäre es vielleicht im Klanghaus noch besser gewesen, aber da hätten nur 30% der Zuschauer reingepasst und das wäre auch schade gewesen.

    Und damit gingen die beiden relaxten Seetage
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    zu Ende und voller Spannung sahen wir der ersten kapverdischen Insel entgegen und ich kann vorweg nehmen: Wir wurden nicht enttäuscht.

    Virle Grüße
    Armin
    Der grübelt, ob wir nicht 14 Tage zu früh dort waren

    Auch wir denken sehr gern an die schönen 14 Tage an Bord zurück und das Alltagsleben hier im (fast) Dauergrau fällt schon schwer.

    Vorher kam übrigens in den Nachrichten, dass der Pico do Fogo auf Fogo ausgebrochen ist und ordentlich Feuer spuckt. Faszinierende Bilder.

    Würde mich mal interessieren, ob es Auswirkungen auf unsere Reise gegeben hätte, wenn das vor 14 Tagen passiert wäre. Auf jeden Fall hätten wir ein spektakuläre Naturschauspiel zu sehen bekommen.

    Viele Grüße
    Armin
    Der wohl morgen am Reisebericht weiterschreiben wird

    06.11.14 – Agadir

    Was hatte ich nicht alles gelesen über Agadir und die damit verbundenen Ausflüge. Marrakesch zu stressig, alles in Agadir selber nicht sonderlich lohnenswert und überhaupt war der Tenor in vielen Beiträgen im Forum, dass man sich da einen gemütlichen Tag an Bord machen sollte. :/

    Allerdings fehlte mir Agadir noch in meiner Ländersammlung, so dass zumindest ein kurzer Landgang schon sein musste.

    Also 7 Euro abgedrückt für den TUI Shuttle und rein ins Zentrum. Dort sind wir an einem zentralen Platz an der Mohamed V Avenue ausgestiegen und waren sofort umringt von zahlreichen Taxifahrern, die uns alle zu einer Stadt- oder sonstigen Rundfahrt überreden wollten. Im ersten Moment war das ziemlich lästig, da wir aber standhaft und dennoch freundlich verneinten, ließen sich uns dann auch in Ruhe ziehen Richtung Strand. Der war von hier in ca. 200 m über einen Fußweg entlang des Tierparks im Tal der Vögel erreichbar vorbei an wunderschönen Bougainvilleas vorbei und mit Einblicken in die Tiergehege des Zoos.

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    Der Strand von Agadir ist sehr breit, sehr lang und meiner Ansicht nach auch sehr sauber. Wir bummelten Richtung Norden, trafen ein paar Forumskollegen und tätigten die üblichen Postkarteneinkäufe, problemlos in Euro ohne große Aufschläge. Die Unterhaltungen in den Geschäften waren unterhaltsam in einer Mischung aus deutsch, französisch und englisch, also völlig entspannt.

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    Die befürchtete Anmache von fliegenden Händlern blieb nahezu völlig aus. Uns fiel auf, dass es trotz Donnerstag zahlreiche Familien um die Mittagszeit an den Strand gezogen hatte. Vielleicht war aber auch ein Feiertag, denn es fand auch ein Volkslauf (Marathon?) im Zentrum statt, was an einem Wochentag ja auch eher unüblich ist.

    Da wir beide die nordafrikanische Küche sehr mögen, wollten wir natürlich auch was essen und landeten im Le Flore an der Strandpromenade. Ein recht elegant eingerichtetes Lokal mit Stoffservietten und schönem schattigen Platz auf der Terrasse nahm uns in Empfang. Wir erhielten mit der Speisekarte zusammen gleich einen Cocktail, Oliven und Auberginenpaste. Das Brot dazu wurde nachgeliefert, da der Bäcker Verspätung hatte. ^^ Und dann hatten wir eine fantastische Tajine mit Gemüse – so gut wie noch keine bisher.

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    Es war dort zwar etwas teurer als in den umliegenden Lokalen (Tajine knapp 8 Euro), hat sich aber meiner Meinung nach voll rentiert. Außer uns waren nur Einheimische da, die auch den Eindruck machten, gerne gut zu essen. Und die Speisen, die dort aufgetragen wurden, sahen auch allesamt sehr appetitilich aus. Nach der Tajine gab es dann noch ein Schnäpschen und Tee bzw. Kaffee und alle diese Beigaben standen nicht auf der Rechnung, so dass wir nur Essen und Wein bezahlten. Damit relativierte sich auch der Preis wieder.

    Also für alle, die künftig nach Agadir kommen, eine klare Empfehlung ! Restaurant Le Flore, 9 Bd twada, Agadir :thumbsup:

    Danach noch eine Weile am Strand entlang und dann zurück aufs Schiff. Mehr brauchten wir an diesem Tag dann nicht. Im Nachgang haben wir dann auch von anderen gehört, dass vor allem die Ausflüge in Agadir selber nicht der ganz große Hit waren.

    Der späte Nachmittag war dann aber doch noch sehr spannend, denn um uns rum lagen lauter Containerschiffe und Frachter, die ein- bzw. ausgeladen wurden. Hinter uns wurde gelbes Korn (Mais, Hirse o.ä.) aus einem Frachter aus- und in Lastwägen eingeladen, wobei dann jeweils ein Arbeiter über den vollen Lastwagen eine Plane zog, indem er über die ganze Ladung stapfte. Na, ich weiß ja nicht…

    Und vor dem Ablegen wurde der direkt vor unserem Balkon stehende Kran aktiviert, um die Gangway zu entfernen.

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    Das Foto stammt allerdings noch vom Vormittag, als der Kran im Tiefschlaf lag. :)

    Ebenfalls eine sehr spannende Sache, die wir vor dem Essen dann noch vor unseren Augen zu sehen bekamen.Und damit ging ein Tag zu Ende, der zum ersten Mal richtig heißes Wetter, ein neues Land für mich und schöne Eindrücke gebracht hatte. Es konnte also losgehen zu über 1000 nm bis zu unseren nächsten Ziel: Kapverden

    Viel Spaß beim lesen und einen schönen Sonntag wünscht
    Armin
    Der heute mal wieder die Sonne gesehen hat

    05.11.14 – 2.Seetag

    Wie uns Kapitän Holm ja schon „versprochen“ hatte: Der Atlantik schläft nie und so tanzte die Mein Schiff 3 heute den ganzen Tag fröhlich durch die Dünung, die noch durch einen kräftigen Wind unterstützt wurde. Die Tüten wurden ausgehängt <X , aber wir empfanden es als nicht schlimm und das Schiff zeigte sich auch nicht von irgendeiner bockigen Seite.

    Auf der anderen Seite war das Wetter schön und wir hatten am Nachmittag auch freundlichen Sonnenschein auf unserem Balkon, was abends dann auch in den entsprechenden Sonnenuntergang mündete.

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    Und abends fand dann für uns Fußballfans natürlich noch eine Pflichtveranstaltung statt: Champions League FC Bayern gegen AS Rom, übertragen auf Leinwand in der Arena. Es hatten sich durchaus ein paar Zuschauer eingefunden und man versorgte sich in einer der umliegenden Bars in der Umgebung. Das ist schon ein tolles Gefühl. Leider zeigte sich aber, dass in diesen Gefilden um diese Jahreszeit auch die Sonne für die Wärme am Tag zuständig ist und die Abende schon kühl sind. Und nachdem der Wind auch noch nicht nachgelassen hatte, freuten wir uns über die Decken, die die aufmerksame Crew bereitgestellt hatte.

    Das Spiel war für uns Bayern-Fans erfolgreich :thumbsup: und so konnten wir beruhigt in unsere Schaukel (auch Bett genannt) zurückgehen und uns auf Afrika vorbereiten.

    Und gleich gehts auch noch weiter mit Agadir.
    Armin