gina h ich hab jetzt länger überlegt, ob ich darauf antworten soll. Und ich halte es kurz: zum "jönne könne" gehört auch, und vor allem auch, anderen ihre eigene Meinung "jönne ze könne". Diese Toleranz vermisse ich oft im Forum, u.a. auch in deinem Beitrag.
Ich verstehe, was du schreibst. Wenn wir einen Gutschein haben, lassen wir i.d.R. den 4. Gang weg. Wir haben uns nicht geärgert, aber ja, wir haben ihn mitbezahlt, obwohl wir ihn nicht brauchen. So finden wir die neue Regelung schöner. Das vermag anderen anders gehen.
Ohne jetzt allzuweit vom Thema „Relax - Kulinarik“ abschweifen zu wollen, möchte ich Dir doch nochmal kurz antworten:
Wenn ich mich für einen Urlaub mit All-inklusive-Konzept entscheide, liegt es in der Natur der Sache, Leistungen mitzufinanzieren, die ich nicht nutze. Dafür nutze ich wiederum Leistungen, die für andere nicht unbedingt zu einem gelungenen Urlaub gehören. So gleicht sich am Ende alles im Idealfall wieder aus (so auch im Gourmet Paket in der Betrachtung 3 große versus 4 kleinere Portionen ….)
Jetzt stell Dir doch mal vor, man wollte alles zu 100% gerecht auf die Konsumenten verteilen: Die Vegetarier würden protestieren, daß Fleisch inkludiert ist … die Leute, die keinen Fisch/ Meeresfrüchte mögen, würden fordern, dass Gosch oder sogar Fischgerichte überall zusätzlich zahlbar sein sollen … die Antialkoholiker würden sämtliche alkoholischen Getränke aus dem AI ausschließen wollen … Weintrinker würden sagen, dass für arbeitsintensive Cocktails (ob mit oder ohne Alkohol) zugezahlt werden sollte … die Liste lässt sich endlos fortsetzen, sowohl im Food- als auch im Non-Food-Bereich
Aber was wäre das für ein Urlaub?
Wenn ich an Bord eines All-inclusive-Schiffs gehe, habe ich nicht den Ehrgeiz, alle Angebote zu nutzen und sämtliche Möglichkeiten bis zur Neige auszuschöpfen (das wäre mir auch viel zu anstrengend
und auch beim Gourmet Paket bestelle ich nach Appetit und nicht nach Preislite😉). Ich möchte aber gerne entspannt aus einem bunten und möglichst umfangreichen Strauß an Angeboten das für mich passender auswählen können und dürfen. Auch das, was ich selbst nicht nutze oder konsumiere, gönne ich von Herzen meinen Mitfahrern! Ich glaube, dass ein All-inklusive- oder auch ein Gourmet-Paket-Angebot genauso gedacht ist.
Leider entfernt sich der Zeitgeist immer mehr von dieser Idee des „geteilten Luxus“. Es ist en vogue, alles aufzurechnen. Damit möchte ich weder meinen Urlaub noch mein Leben verbringen!
