17.10.2017 Saint John / Kanada
(auch ein neuer Anlaufhafen von TUI Cruises)
Obwohl ist für mein Leben gerne ausschlafe, jedenfalls zu Hause, bin ich auch heute Morgen früh auf den Beinen. Irgendwie habe ich auf Reisen stets das Gefühl, etwas zu verpassen.
Und so ist es in der Früh gegen 6.30h mit 8 Grad empfindlich kühl auf dem Balkon. Also lieber noch einmal unter die Bettdecke, leider nicht allzu lange, denn unsere Ankunft in Saint John ist zwar erst zu um 9h vorgesehen, aber unser gebuchter Ausflug startet eben auch als allererster nur 15 Minuten später.
Erste Eindrücke der größten Stadt der kanadischen Provinz New Brunswick mit rd. 70.000 Einwohnern. Das „Saint“ wird übrigens nie abgekürzt, um Verwechslungen mit St. John’s auf Neufundland zu vermeiden.
Es dampft nicht nur an Land
Dann kann man es nicht mehr übersehen, wir sind in
eingetroffen und liegen mit der Steuerbordseite am Pier.
Ich teste auf dem Balkon sofort mögliches free wlan und bin begeistert. Das Internet ist ohne Kennwort verfügbar und darüber hinaus noch sehr schnell.
Nach schneller Freigabe des Schiffes geht es dann auch umgehend los zu unserer sechsstündigen Tour „St. Martins und Bay of Fundy“
Zunächst kurze Landschaftsfahrt zum Fallsview Park, wo Sie das Naturphänomen der "Reversing Rapids" sehen können. Nach einem 15-minütigen Aufenthalt Weiterfahrt zum malerischen Fischerort St. Martins. Auch hier können Sie den eindrucksvollen Tidenhub der Bay of Fundy erleben. Mit seinem Leuchtturm und den Fischerbooten zeigt sich der Ort von seiner malerischen Seite, der insbesondere von zahlreichen Künstlern aufgesucht wird. Während eines längeren Strandspaziergangs sehen Sie die von der kraftvollen Tide in den Sandstein gegrabenen Höhlen. In einem der am Strand gelegenen Restaurants nehmen Sie Ihr Mittagessen ein (Meeresfrüchte oder Alternative).Anschließend Rückfahrt nach St. John, wo Sie im Herzen der Stadt den ältesten Bauernmarkt Kanadas besuchen, heute noch beliebter Treffpunkt der Einwohner. Von Schiffsbauern errichtet hat das Dach des Marktes die Form eines Schiffsrumpfes. Ein wenig Zeit zur freien Verfügung. Anschließend erneute Fahrt zum Fallsview Park, wo Sie den zwischenzeitlich veränderten Tidenhub beobachten können und Rückkehr zum Schiff.
Auch heute fungiert unser Lektor Georg Hahn als kompetenter Reiseleiter seitens Phönix, eine kanadische örtliche Reiseführerin - in Tracht kostümiert - ist mit dabei.
Zunächst hören wir etwas über die Besonderheiten der Bay of Fundy, an der Saint Johns liegt. Im Osten läuft die Bucht in die Chignecto-Bucht und den Minas-Kanal mit dem sich anschließenden Minas-Becken aus. Und in diesem Becken gibt es die welthöchsten Tidenunterschiede mit etwa 13m bei Normalwasser und 16 m bei Springfluten. Der Rekordstand aus 1869 wird sogar mit unglaublichen 21,6 m Höhendifferenz dokumentiert.
Hier bekommt man von der einsetzenden Ebbe nur eine ganz kleine Ahnung
Und los geht es – zunächst durch die Stadt Saint John mit zum Teil schöner alter Bebauung. Die folgenden Aufnahmen sind alle aus dem fahrenden Bus aufgenommen.
Unser erster Stopp ist dann wie vorgesehen am Fallsview Park.
So ganz habe ich das Naturphänomen der "Reversing Rapids" nicht verstanden, als es von Herrn Hahn erklärt wurde. Das müssen wir uns ansehen.
Der Saint John River fließt westlich des Stadtzentrums durch eine schmale Schlucht, bevor er die Hafenbucht erreicht. Bei Flut kann sich die Fließrichtung umkehren, was man besonders deutlich an den hier am Stopp vorhandenen Stromschnellen erkennen kann.
Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Holzfabrik, die in der Papierverarbeitung führend ist.
Und um es gleich an dieser Stelle vorwegzunehmen. Am Nachmittag fahren wir diesen Haltepunkt ja bekanntlich ein weiteres Mal an und hoffen, dass Umkehrphänomen zu erkennen.
Und tatsächlich, jetzt hat sich die Fließrichtung des Wassers geändert wie man auch unschwer auf den nachfolgenden Aufnahmen erkennt.
