Anke66
Ich kann das so gut verstehen!
Mein 87-jähriger Vater war gut acht Wochen im Krankenhaus inkl. Geriatrie. Es war klar, dass er danach nicht nach Hause kann - u.a. wegen der räumlichen Gegebenheiten. Eine leichte Demenz ist auch im Spiel.
Wir haben mit ganz viel Glück einen Platz für die Kurzzeitpflege sogar in der Nähe gefunden. Dort ist er am 19.12. eingezogen. Inzwischen ist er dort vollstationär untergebracht. Er sieht es nach wie vor als Übergangslösung und denkt, dass er irgendwann wieder nach Hause kommt. Das dachten wir tatsächlich auch während der Kurzzeitpflege. Ich hatte sogar schon eine seniorengerechte Wohnung an der Hand für ihn und meine Mutter. Ein Gespräch mit der Pflegeleitung hat uns dann auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht.
Ich fahre ihn 3x pro Woche besuchen und bringe es kaum übers Herz, seltener hinzufahren. Aber wie lange soll das so gehen? Alle um mich herum - inkl. dem Personal im Heim - sagen „Du hast auch noch ein eigenes Leben. Und dieses Leben geht weiter“. Aber es ist alles andere als leicht. Zumal ich auch das Gefühl habe, dass er denkt, wir schieben ab und wollen ihn nicht zu Hause haben.
Ich hoffe - und das wünsche ich dir auch - dass die Situation für alle „normaler“ und „alltagstauglicher“ wird. Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Kraft und drücke die Daumen, dass ihr einen Platz für ihn findet.