Unsere erste Kreuzfahrt - Traumreise auf Traumschiff - Nordlandtour mit Mein Schiff 4 – Bergen bis Trondheim - 19. Juni bis 30. Juni 2017

  • @JoeFranz

    Hallo Jörg,

    auf der TUICruises Homepage kannst du die Ausflugsbroschüren von derzeit noch aktuellen Fahrten runterladen als PDF. Die bereist absolvierten Reisen sind jetzt wieder verschwunden und werden erst nächstes Jahr wieder eingespielt. Aber gibt dir eine Vorab-Übersicht von Kosten. Norwegen ist teuer, aber das hast du ja schon bei den Buchungspreisen festgestellt, somit auch die Ausflüge nicht so preiswert. Im Forum gibt es aber auch einige Hinweise für private Touren.
    PDF findest du unter Reiter "warum mein Schiff" - Auflüge - Übersicht der Landausflüge ganz runterscrollen, Nordland kommt am Ende
    VG
    Katja

    Motto: Nach der Reise ist vor der Reise.....
    gebucht:

    18.10.-01.12.2027 MS 6 Palma bis Singapur / 44 Nächte

    schon vorbei, aber schöne Erinnerungen bleiben:

    15.09.-22.09.2026 MS 2 Metropolen von/bis Hamburg

    23.03.-01.05.2026 MS 4 Dubai- Palma abgesagt von TC

    2025 Phoenix MS Amera Grönland - Reisebericht / 2025 MS7 Kanaren mit Madeira und Kanaren mit Agadir

    2024 Phoenix Flußreise mit der Anesha ab Köln bis Basel / MS Amadea Phoenix rund um Südamerika (Lima bis Buenos Aires)

    2022 MS1 HH-NewYork und Neuengland/Kanada

    2021 AMA Lucia Stella Donau Flusskreuzfahrt (nach 3 abgesagten Hochsee Touren)

    2019 - MS2 neu Mittelmeer mit Salerno // 03.2019 - MS3 Vietnam mit Hong Kong // 06/07.2018 - MS3 Nordland mit Spitzbergen und Island

    2017 - MS3 Mittelmeer mit Lissabon // 07.2014 MS2 Ostsee Baltikum // 07.2011 Aida blu Norwegen // 05.2008 Aida vita östl. Mittelmeer // 09.2006 Aida vita west.Mittelmeer

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • @JoeFranz

    Hallo, schön, dass es Dir gefallen hat. Freu Dich heute schon auf diese Reise, sie ist wunderschön. Und wenn man dann noch so Wetterglück hat wie wir, ist es noch schöner. Ich wünsche Dir heute schon auch solche sonnigen Tage. Aber soooo schlecht wie manche tun, ist das Wetter gar nicht in Norwegen. Wenn die Sonne scheint, kommt es einen auch nicht so kalt vor. Norwegen ist einfach ein schönes Land und die Norweger sind nette und freundliche Menschen, das habe ich ja in meinem Bericht schon mehrfach erwähnt. Ja, Norwegen ist ein sehr teures Reiseland, aber das kennen wir von der Schweiz auch - aber schön :)

    Ich würde Dir die Preise für Landausflüge gerne sagen, aber wir haben die Bons schon weggeworfen. Aber billig ist das nicht. Der Husky Ausflug war der teuerste von allen - hat 115 Euro gekostet. Dann kommt es auch darauf an, wie lange man unterwegs ist. Diese Panoramafahrt am Geirangerfjord hat über 5 Std gedauert und hat sich absolut gelohnt, war aber auch ziemlich kostenintensiv, also für uns zwei so um die 130 Euro. So eine kleine Stadtrundfahrt oder kleine Panoramafahrt von rund zwei Stunden z. B. in Tromso belief sich dann "nur" auf 45 Euro pro Person sowas rum. Ja, man kann sicherlich auch sparen an den Landausflügen. Aber ist das dann Sparen an der richtigen Stelle? Also ich habe auch schon mehrfach in meinem Reisebericht ausgesagt, dass ich persönlich die über TUI gebuchten Ausflüge gut fand, insbesondere die Reiseleitung war gut, vor allem sprachen alle Deutsch (bis auf die Hundeführerin, aber da war dann eine Übersetzerin von TUI dabei), jedes Mal fachlich vorbereitet, alles gut organisiert, also wir fanden es gut so. Wenn man kleinere Landausflüge in die Städte macht, gibt's auch immer eine Möglichkeit, am Ende dort auszusteigen und dann noch mal eine Runde auf eigene Faust und alleine in Ruhe durch die Stadt zu spazieren. Man hat ja dann schon mal einen Überblick und weiß was einen persönlich am meisten interessiert.

    Die Kreuzfahrt nach Norwegen ist für 11 Tage tatsächlich kein billiges Vergnügen, aber man macht das ja auch nicht jedes Jahr. Wir haben es genossen. Ich würde nicht an Landausflügen sparen. Aber hier gibt's Kreuzfahrtexperten, die können sicherlich noch mehr Tipps geben zu den Ausflügen.

    Im Übrigen bin ich noch am Schreiben (auf Word) und bald geht's weiter.... das meiste ist sowieso geschafft, aber zwei schöne Städte kommen noch - Trondheim und Alesund. Bald geht's weiter.

    Viele Grüße

  • Hallo Katja,

    vielen Dank für die Info! :) Hab`s auch gleich gefunden und runtergeladen.
    Die Preise sind ja soweit ok, nur die 79.-€ pro Person für die doch recht kurze Busfahrt zum Nordkap
    finde ich doch etwas happig. Aber wenn man schon mal da oben ist, dann nimmt man das natürlich mit... ;)

    Gruß Jörg

  • Ich kann murmafan nur zustimmen. Die Ausflüge waren bestens organisiert und die Guides immer sehr informiert und engagiert. Ich finde, sie sind ihr (teures) Geld wert. Man muss aber auch mit einberechnen, dass gerade in den höherpreisigen Ganztagesausflügen meist auch noch ein Mittagessen enthalten ist.

    Vor zwei Jahren auf der Ostseekreuzfahrt ist mir aufgefallen, dass die Guides von MeinSchiff mit ihren Gruppen schon lange in den Museen waren (z.B. in der Eremitage in St. Petersburg oder auch bei der Vasa in Stockholm) während die anderen Reisegruppen noch ewig in den überlangen Warteschlangen anstanden........
    Ich denke mal, die Guides werden ja täglich für andere Schiffe eingesetzt.....aber auffällig war das schon.

    Icg finde es immer mutig, wenn manche auf eigene Faust Auto- oder Bustouren unternehmen.Alleine der Gedanke, dass man aus irgendwelchen unvorhergesehenen Gründen nicht pünktlich beim Schiff sein könnte....
    Nichts für meine Nerven.

  • @murmafan

    Auch dir danke für die Info! :)
    Wir freuen uns auch riesig drauf und mit jeder Info, jedem Bild und jedem Reisebericht von da oben wird die Vorfreude noch größer. :)
    Dabei ist es noch soooo lange hin... ;(
    Klar werden wir den ein oder anderen Ausflug mitmachen und auch schon vorher buchen. Das war bei den letzten Kreuzfahrten nicht anders.
    Wenn man schon mal in dieser Gegend ist, dann möchte man auch was sehen oder erleben. Es muss ja nicht gleich der Hubschrauberrundflug
    für 500.-€ sein. :D Deswegen entscheidet man sich ja auch für diese Art von Urlaub. Ich habe die aktuelle Broschüre mal kurz überflogen
    und denke das wir rund 750.-€ für Ausflüge einplanen sollten, das ist ok.

    Gruß Jörg

  • Unsere etwas ausführlichere Rundfahrt am Nordkap hat incl. Theaterbesuch € 109,-- gekostet. Ich finde, die 30€ mehr haben sich für das doch sehr viel umfangreichere Programm auf jeden Fall gelohnt.
    Nicht lohnen tuen sich hingegen die € 29,-- für einen Audioguide, wenn man alleine eine Stadt erkunden will. Da kommt man mit Reiseführer und einem guten Stadtplan besser zurecht (zumindest wir). Ich bin sooooo froh, dass wir das für Ålesund noch umgebucht bekommen haben. Die Stadt kann man wirklich so erlaufen und unser Busausflug dort war ein richtig netter Urlaubsabschluss.

  • @JoeFranz
    ja es stimmt, die Shuttletour zum Nordkap war extrem teuer, die wissen halt, dass alle dahin wollen. Heute würde ich bevorzugt die Tour buchen, die @eisbarbesucher unternommen hat. Hat sich sicherlich gelohnt.
    Mit 750 Euro für Landausflüge für zwei Personen wirst Du hinkommen.

    So, und jetzt geht's weiter im Reisebericht - wir kommen jetzt nach Trondheim :)

  • Oh es geht weiter...ich freu mich schon darauf 8o


    Mai 2014 Westeuropa mit Amsterdam MS1
    Dezember 2014 Dubai mit Bahrain MS2
    Juni 2015 Testfahrt MS4
    April 2016 Gran Canaria trifft Mallorca MS4
    Oktober 2016 Antalya trifft Dubai I MS1
    Kurzreise Stavanger - Oslo Mai 2017 MS3
    Dezember 2017 Mittelamerika MS6

    April/Mai 2018 Mallorca bis Bremerhaven II MS4

    Oktober/November 2018 Mallorca bis Barbados MS5

    Juni 2019 Ostsee mit Baltikum MS1

    Oktober 2019 Bremerhaven bis Mallorca MS3

    März 2020 Kanaren mit Madeira MS3

    September 2020 Blaue Reise in die Schären MS2

    Juli 2021 Blaue Reise in die Schären MS6

    Oktober 2021 Ganz grosse Freiheit Norwegische Küste 3 MS1

    Mai 2022 Grossbritannien mit Orkney-Inseln MS3

    November/Dezember 2022 Nordland mit Oslo (mal 2)

    Dezember 2023 Nordland mit Oslo (mal 2)

    coming soon Dezember 2024 Europas Westküste im Adventsglanz/Winterliche Fjordwelten (mal 2)

    September 2016 Forumstreffen Hamburg
    November 2017 Forumstreffen Hamburg


  • Unsere erste Kreuzfahrt – Mein Schiff 4 - Nordlandroute - von Bergen bis Trondheim - 19.06. bis 30.06.2017
    TEIL 9 Reisebericht
    TRONDHEIM - Dienstag, 27. Juni 2017

    Nach einer leicht schaukeligen Nacht :/ freuten wir uns mal wieder auf Landgang und die Stadt Trondheim. Wir haben ja schon in einem Bericht von Lektor Dr. Dirk Schmidt-Herholz einiges über die Stadt gehört, wir waren also etwas vorbereitet. Alles kann und will ich nicht wieder geben, aber die Geschichte fand ich dennoch interessant. Wir wussten, dass es eine alte Stadt ist, durch die Wikinger gegründet. Heute hat die Stadt etwas über 180.000 Einwohner und ist die drittgrößte Norwegens. Später haben wir noch mehr erfahren – durch unsere Reiseleiterin.

    Zuerst wollten wir die Stadt ja auf eigene Faust erkunden, aber wir haben uns dann doch noch kurzfristig an Bord entschlossen, einen Landausflug bei TUI zu buchen, nichts so Großes, aber einen kleinen Überblick wollten wir uns doch verschaffen. Also buchten wir folgendes Programm:

    Straßenbahn- und Busfahrt durch Trondheim Klassiker, 2 Stunden, vormittags
    Auf Schiene: Die Gründung der Stadt Trondheim erfolgte im Jahr 997 nach Christus durch König Olav Tryggvason; die Schienen der Straßenbahnstrecke, auf der Sie sich heute durch die Stadt schlängeln, wurden im Jahr 1924 eröffnet. Nach einem kurzen Bustransfer im Zentrum angekommen, steigen Sie in eine Bahn der Gråkallbanen, die sich vom Stadtzentrum über eine Länge von etwa 8,8 km bis in das Naherholungsgebiet Bymarka erstreckt. Zu Beginn der ca. 20-minütigen Fahrt kommen Sie an alten, teils farbenfrohen Holzhäusern vorbei, bevor Sie sich bergaufwärts mit Ausblicken auf das moderne Trondheim bewegen. Nach dem Umstieg in den Bus unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem eindrucksvollen Dom

    Wie immer beste Organisation :thumbsup: , Treffen in Schaubar und dann ab an den Bus, wo wir von unserer jungen norwegischen Reiseleiterin namens Wanda erwartet wurde. Sie konnte auch nahezu perfekt Deutsch und erklärte, dass sie an ihrem Erdbeerkleid zu erkennen wäre. Anmerkung: Alle Reiseleiter der Stadt tragen uniformähnliche rote Kleidung.
    Gleich bei Abfahrt begann sie viel zu erzählen über ihre Stadt, man merkte sie war Trondheimerin, und sie liebte ihre Stadt. Sie erzählte so lebendig und anschaulich, dass ich bis heute einiges behalten habe. Schon alleine wegen Wanda war dieser gebuchte Landausflug sein Geld wert. :saint:

    Zunächst fuhren wir also mit dem Bus ganz langsam in und durch die Stadt, vorbei an dem modernen großen Hallenbad in unmittelbarer Hafennähe mit Glasdach, das 30 Euro Eintritt kostet und dadurch von Wanda und ihrer Familie höchstens einmal im Jahr besucht werden kann. Gegenüber ist der Rockpalast (Rockheim),

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    vorbei am Alten und Neuen Hafen, an den Fischerhäuser auf Stelzen, Speicherstadt, in die Stadt hinein.

    Nach kurzer Zeit hieß es umsteigen in die für unsere Gruppe extra bereit stehende Straßenbahn, keine normale, sondern eine alte restaurierte kleine Straßenbahn. Man saß sich an Tischchen auf schmalen Holzbänken gegenüber, wer lange Beine hatte, wie wir, hatte ein kleines Problem. 8|

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Nach Hafen und Stadtmitte lernten wir nun Trondheim auf eine ganz andere Art kennen, und da wären wir mit Sicherheit alleine nie hingekommen. Die Gegend wurde immer grüner und hügeliger und gemütlicher. Es ging leicht bergan, und wir fuhren tatsächlich durch ein Wohngebiet mit den kleinen roten, blauen, gelben grünen und einigen weißen Holzwohnhäuser der Trondheimer, mit kleinen Vorgärten, liebevoll gepflegt, blühenden Pflanzen und wunderschön angelegt. In so einem Häuschen wohnen die meisten Trondheimer und irgendwo dazwischen auch Wanda mit Mann und Kindern. In manche Häuser konnte man regelrecht hineinsehen, allesamt sehr skandinavisch, hell, mit Wintergarten. Es hat mir sehr gefallen. Danach ging es tatsächlich noch ein Stück weiter hinauf, vorbei an herrlichen bewaldeten Anhöhen und sogar einem See, einem Naherholungsgebiet namens Bymarka, wunderschön. Der See ist im Winter zugefroren, und es wird Schlittschuh gelaufen. Im Sommer – norwegische Sommer haben in Hochsommerzeiten zwischen 15 bis 20 Grad – wird sogar gebadet, mich schüttelt es bei Wassertemperaturen =O von so 12 bis 15 Grad. Da ist ja sogar der Außenpool auf Mein Schiff wärmer. :thumbup:

    Wir erfuhren durch Wanda, dass die Kommune über eine riesige Fläche mit viel Waldbestand verfügt. Rund ein Drittel der kommunalen Fläche besteht aus Wald. Da der Winter lange dauert und es auf den Anhöhen Schnee hat von Oktober bis Mai, kennt Wanda persönlich niemanden in Trondheim, der nicht Skifahren kann. Sie bringt bei Schnee ihre kleinen Kinder täglich mit Ski in den Kindergarten. Autofahren geht nur mit Spikes, die in Norwegen noch erlaubt sind. Nach einer knappen halben Stunde hieß es wieder umsteigen in den Bus:

    Am Umsteigeort hatte man herrliche Aussicht über den Trondheimfjord und die Stadt, der Himmel war blau, die Sonne schien, man konnte schauen bis zum Hafen und natürlich lag da auch Mein Schiff. Danach fuhr der Bus weiter bergab in die Stadt hinein vorbei am Trøndelag Freilichtmuseum (hier leider ohne Stopp und ohne Besichtigung) und nun begann die eigentliche Stadtrundfahrt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Die Straßen heißen übersetzt Königsstraße, Prinzessinnenstraße usw. Man ist stolz in Trondheim auf die Königsfamilie, heute noch, und das ist überall spürbar. Schließlich fuhren wir vorbei an Stiftsgården, eines der größten Holzgebäude Skandinaviens im schönen norwegisch-senfgelb und heute noch die offizielle Residenz der norwegischen Königsfamilie in Trondheim. Die norwegische Königsfamilie kommt jedes Jahr zu Besuch nach Trondheim, und wohnt dann in ihrem senfgelben Palais. Sie bewegen sich ziemlich frei durch die Stadt und sind sehr bodenständig. Der König fährt gerne Straßenbahn und geht auch gerne spazieren. Im Innenhof von Stiftsgården gibt’s einen kleinen schön angelegten Park, der ist nie verschlossen, und auch wir sind da durchgegangen. Wo gibt’s denn sowas noch?


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Ursprünglich war Trondheim Sitz der Krone und Hauptstadt Norwegens. Früher hieß Trondheim Nidaros und der Dom ist danach noch benannt, Nidarosdom, in dem alle norwegischen Könige gekrönt wurden – bis heute. Daher nennt man sie auch Krönungsstadt: Der Dom ist ein sehr imposantes Gebäude.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Aber auch viele andere schöne Gebäude, das Rathaus, Museen, einzelne interessante Gebäude und ganze Straßenzüge bis hin zur Festung Kristiansten waren vom Bus aus zu bewundern. Durch den Dom ist Trondheim auch ein beliebter Wallfahrtsort und nach einiger Unterbrechung wieder an den Jakob-Pilgerwegs angeschlossen, dafür gibt’s viele Zeichen in der Stadt.


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Dennoch ist Trondheim aber auch eine junge Stadt, denn es gibt über 30.000 junge Menschen, Studenten hier, hat man auch bemerkt - Studentenstadt, Studenten aus vielen Nationen, also auch hier Multikulti. So viele junge Leute und so viele Fahrräder wie in Trondheim habe ich sonst wo nirgends gesehen. Ja, sagte Wanda, wir haben sogar einen Fahrradlift.

    Nach Ende der Stadtrundfahrt – es dauerte so rund 40 Minuten – konnte man am Nidarosdom entscheiden, ob man aussteigen und selbständig zu Fuß durch die Stadt zum Hafen zurück spazieren möchte oder man blieb eben im Bus und ließ sich dahin fahren. Die zwei Stunden geführte Bus- und Straßenbahntour vergingen wie im Flug. Wegen mir hätte es auch drei Stunden dauern können. Innenbesichtigungen waren leider keine dabei, was teilweise auch sehr schade, aber vorher bekannt war. Wir verabschiedeten uns also von der netten Wanda :thumbsup: und zogen es vor, noch einige Zeit alleine durch die schöne Stadt zu spazieren, Wetter stimmte ja und Zeit genug war ja auch noch. Es ist wirklich eine schöne Stadt und so hielten wir uns noch einige Zeit auf, machten Fotos und blieben da und dort stehen. Das Hafenviertel mit den auf Stelzen stehenden Häusern, eine kleine Speicherstadt, besichtigten wir noch und dann ging es eine Brücke hinauf zu Mein Schiff. Vorher stürzten wir quasi noch in so ein Tourigeschäft hinein. Aber dort wurden auch wir fündig. Mein Mann erstand eine schöne Lightdaunenjacke – wiegt nur 600 Gramm.


    Schließlich kamen wir voll mit Eindrücken und etwas müde auf das Schiff zurück.


    Zwischenzeitlich meldete sich der kleine Hunger und da alle Restaurants auf dem Schiff gerade geschlossen hatten, Kuchen wollten wir nicht, ging es mal in das Tag & Nacht – Bistro. Lauter „gesunde“ Sachen gabs da. Pizza, Burger, Pommes, Schnitzelchen, naja Salat stand auch war auch dabei. Also verhungern kann man auf dem Schiff wirklich nicht. Ich war begeistert von den Wiener Schnitzelchen, total dünn aus Kalbfleisch. Mein Mann musste mal eine Currywurst sich einverleiben mit paar Pommes. Lecker! Irgendwann im Verlaufe der Schiffsreise trieb es uns nochmals dahin - wir mussten mal einen Burger testen, also das Essen schmeckt auf Mein Schiff überall gut, sogar im Tag & Nacht – Bistro. Später gab es dann eine schöne Hafenausfahrt, Wetter war immer noch schön und ein leckeres Abendessen im Atlantik und schließlich landeten wir auch an diesem Abend noch im Theater und in einer Bar.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Ein wunderschöner Tag war wieder mal zu Ende – und das Wetter war übrigens viel schöner als es der Kapitän vorausgesagt hatte, aber das fanden wir nun gar nicht schlimm.

  • Ja, ja, die Tag und Nacht Bar. Auch uns hat es da ab und zu hingezogen. Sogar gefrühstückt haben wir dort an einem Tag, als es uns überall sonst viel zu voll war. Ich mag dort übrigens besonders gerne den überbackenen Pfannkuchen, und der vegetarische Burger war auch nicht schlecht.

    murmafan, Euer Ausflug hört sich klasse an. Mit der Straßenbahn auch die Außenbezirke einer Stadt kennenzulernen ist sicherlich reizvoll.

    Wir hatten "Trondheim zu Fuß und mit dem Boot" gebucht. Als wir vormittags aufbrachen schien noch die Sonne. Die Tour begann gleich am Hafen und von dort folgten wir unserem Guide zu unserem Ausflugsboot. Dort angekommen nahmen alle zwei Ausflugsgruppen auf dem teils offenen, teils geschlossenen Boot Platz. Es schien die Sonne und wir entschieden uns für überdachte, aber an der Seite offene Plätze. Gute Wahl!
    Zuerst fuhr das Boot in die Stadt hinein und wir bekamen allerlei Sehenswertes gezeigt. Faszinierend, wie die Häuser auf Stelzen am, eher im Wasser stehen. Nach der Stadtrundfahrt ging es dann aufs offene Meer hinaus in Richtung der Mönchsinsel (munkholmen).
    Interessanterweise schlug das Wetter dann um und wir hatten dann eine lustige Seefahrt mit Regen und Wellen.
    Keine Frage, dass der Regen aufhörte, sobald wir das Boot verließen. Unser Guide führte uns dann entlang einiger Sehenswürdigkeiten, murmafan hat sie ja schon beschrieben, zum Nidarosdom. Dort wurde uns freigestellt mit dem Guide wieder zurück zum Schiff zu gehen oder noch alleine in der Stadt zu bleiben. Wir entschieden uns für letzteres und besichtigten zunächst den Dom von innen. Anschließend führte uns der Weg dann zur gamle bybro, zur alten Stadtbrücke. Wer dort durch die Tore schreitet, soll sich den restlichen Tag glücklich fühlen.
    Nun denn, ja, aber wie soll man sich in dieser hübschen Stadt und auf dem feinen Schiff denn sonst fühlen.....
    Wir spazierten einmal quer durch die Stadt und besuchten dabei auch die Liebfrauenkirche. Unsere Guide in Geiranger hatte uns schon davon erzählt, aber hier erlebten wir es zum ersten Mal: Viele norwegischen Kirchen dienen nicht alleine zur Andacht an Gott und zum Gebet, sie bieten vielmehr einen bevölkerungsschichtenübergreifenden Treffpunkt. Direkt hinter dem Eingangsbereich der Kirche befindet sich ein Café mit mehreren Tischen. Wer mag, kann natürlich spenden. Wer nichts hat, freut sich über den warmen Platz und das Getränk. Es saßen dort Obdachlose, ältere Damen mit Strickzeug.....Insgesamt herrschte eine ruhige, dem Kirchenraum angemessene, aber durchaus lebendige Atmosphäre.
    Wir bummelten dann weiter durch die hübsche Fußgängerzone und überlegten zum Schluss kurz, noch Rockheim zu besichtigen. Im Foyer informierten wir uns kurz über die Inhalte, entschieden uns dann aber dagegen und gingen wieder an Bord. Vielleicht haben wir was verpasst, vielleicht auch nicht. Aber es wäre zeitlich auch schon etwas knapp geworden.

    Abends passierten wir dann einen Windpark, erst den zweiten auf dieser Reise (aber vielleicht haben wir auch welche nicht mitbekommen). Ich hätte gedacht, dass sie dort verbreiteter wären, aber da die Norweger mit ihrer Wasserkraft ja gut und ausreichend zurechtkommen, ist der Bedarf nach Windparks vielleicht gar nicht so hoch?

  • Abends waren wir nicht in der Show des Theaters, sondern haben uns den Comedian (Leichtmatrose) im Klanghaus angeschaut. War gut besucht und na ja, ganz lustig.
    Vor dem Abendessen waren wir aber doch noch im Theater, um uns den Vortrag über Ålesund anzuhören. Zwei Zahlen dominierten den Vortrag und den folgenden Tag: 1904 und 408......haben sich mir auf ewig eingeprägt.
    Was es damit auf sich hat?

    murmafan: Sollten wir wirklich keinen einzigen Ausflug gemeinsam gemacht haben? Ich bin gespannt auf Eure Ålesund-Erlebnisse.

  • @eisbarbesucher
    Schönen Ausflug, den Ihr gemacht habt. Na, warte mal, was wir in Ålesund so unternommen haben. ;) Ja, ich glaube auch fast, dass wir keinen Ausflug gleich gemacht haben. Da sieht man mal, wie vielfältig das Ausflugsprogramm ist. Ansonsten scheinen wir uns tatsächlich auf dem Schiff nicht begegnet zu sein, glaub ich fast so.
    1904... das hat sich mir auch eingeprägt.
    Übrigens, Ålesund ist die nun meine absolute Lieblingsstadt. :) Aber davon später mehr ...

  • Hallo, was soll frau bei diesem Wetter nur machen? :mistwetter: Am Computer sitzen und Reisebericht schreiben 8o - und daher geht's jetzt weiter:


    Unsere erste Kreuzfahrt – Mein Schiff 4 - Nordlandroute - von Bergen bis Trondheim - 19.06. bis 30.06.2017
    TEIL 10 Reisebericht
    ÅLESUND- Mittwoch, 28. Juni 2017

    Nach einer ruhigen Nacht und eine ruhige See, erwachte ich frühmorgens – schon jetzt bei strahlendem Sonnenschein, einem glitzernden ruhigen Meer, das eher wie ein See aussieht und eine so schöne Aussicht – es war alles in blau getaucht, ja es hatte wirklich den Eindruck, dass man auf einem SEE und nicht auf dem MEER ist. Einen Hafen sah man von unserer Seite des Schiffes – wir lagen backbord – nicht, aber vor uns eine kleine Insel und eben das glitzernd-blaue Meer.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Die Hoffnung auf einen sonnigen Tag in Ålesund steigt stetig. Schöner konnte dieser letzte Hafen- und Ausflugstag eigentlich nicht werden, und ich habe mich schon in diesem Augenblick in diese schöne Stadt verliebt *herz* . Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel und zu emotionsgeladen schreibe 8| , denn ich gebe zu, der Geirangerfjord und die Stadt Ålesund haben es mir auf dieser Kreuzfahrt besonders angetan – und natürlich da ganze Mein Schiff.

    Wir konnten uns heute erst mal Zeit lassen mit dem Frühstück, denn unser gebuchter Ausflug ging erst nach 11 Uhr los. Eigentlich hätte es uns heute schon früher rausgetrieben, bei dem Traumwetter. Heute war genug Platz im Atlantik zum Frühstücken, denn es ist ja Hafentag und da sind die Leute doch schon recht früh unterwegs, wenigstens diejenigen, die einen Ausflug gebucht haben. Daher gab es wohl auch Berge von Lachs, guten Lachs – und da schlugen wir mal zu.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Es reichte uns dann bis zum Abendessen. Nach dem Frühstück ging es dann auf die Kabine zum Umziehen. Ein kurzer Blick auf dem Balkon, zeigte mir, heute ist es so warm, da bleibt die dicke Jacke mal zu Hause. Langärmeliges T-Shirt und ärmellose Weste müssen reichen – hat dann auch übrig gereicht, kann ich jetzt schon sagen. Wir hielten es nicht lange aus auf der Kabine, wir mussten raus an die Luft und die Aussicht genießen. Also ging es erst mal hoch auf Deck 14. Ich war erstaunt, wieviel Betrieb hier schon war. Einige lagen sogar schon auf der Sonnenliege, andere saßen schon bei einem Getränk an der Außenalsterbar.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Die Aussicht von Deck 14 war gigantisch, man sah die Stadt, den Hausberg Aksla und einige weiße Gebäude, kleine Inseln, wirklich hübsch. „Ålesund könnte die Kulisse für ein nordisches Märchen sein – mit moderner Wendung“, so habe ich in einem Reiseführer gelesen – er hat recht! Dann hatte ich noch besonderes Glück, als ich einige besonders nette Mitglieder der Schiffscrew vor meine Fotolinse bekam, sie waren auf Nachfrage sofort bereit für ein Foto, auch sie natürlich bestens gelaunt über diesen sonnigen und schönen Sommertag in Ålesund. :thumbsup:


    Es wurde Zeit, dass unser heutiger besonderer Ausflug losging. Ja, es war heute mal ein besonderer Ausflug. Bus hatten wir nun genug.
    Unser Programm hieß:
    Ålesund zu Fuß und mit dem Boot - Klassiker, Wasser & Mehr, 2,5 Stunden, vormittags
    Eine traumhafte Stadt erwartet Sie. Ålesund wurde auf 7 Inseln erbaut. Auf einem Ausflugsboot starten Sie Ihre spannende Rundreise durch den Borgundfjord. Sie entdecken in gut 1 Stunde die Seeseite von Ålesund und erleben bei einem Stadtrundgang die farbenprächtige Jugendstilarchitektur sowie die maritimen Traditionen des Städtchens. Ein ortskundiger Gästeführer nimmt Sie mit in die Fußgängerzone und geleitet Sie zum malerischen Fischereihafen Brosundet. Hier verkaufen die Fischer ihren frischen Fang direkt vom Boot. Die typische Jugendstilarchitektur mit all ihren hübschen Ornamenten und Verzierungen ist nur ein kleiner Teil der interessanten Geschichte der Stadt. Ihr Ausflug endet an der Pier.
    Hinweis: Der Fußweg beträgt etwa 2 km, führt zum Teil über Kopfsteinpflaster und beinhaltet ca. 100 Stufen. *)
    *)diese Angaben von TUI sind übrigens total falsch und wegen diesen 100 Stufen, die gar nicht zu bewältigen waren, hätte ich diesen tollen Ausflug fast nicht gebucht. Es ging zwar einige Male bergauf und bergab, aber das ist sehr gut zu bewältigen, auch für mich mit meinem lädierten Knie.


    @eisbarbesucherin, was sagst Du dazu - ein Tag später hatten wir den Ausflug gebucht, den Ihr in Trondheim hattet, bin mal gespannt, was Du nun in Alesund so gemacht hast.

    Ja, anscheinend hatten wir noch nicht genug vom Schifffahren, also runter vom Schiff und rauf aufs Boot – so wars auch. Unsere Reisleiterin Bärbel erwartete uns schon am Hafen und so ging es auch gleich mit dem Boot, das unweit von Mein Schiff lag, weiter.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Es stellte sich heraus, dass Bärbel auch eine ausgewanderte Deutsche war, gebürtig in Halle, und seit guten zehn Jahren mit ihrem ebenfalls deutschen Mann in Ålesund bzw. in der Nähe davon, Richtung Geirangerfjord, der nicht weit weg ist, lebte. Auch Bärbel war eine sehr versierte, sympathische und begeisterte Reiseführerin und erzählte uns während der Bootsfahrt ununterbrochen Wissenswertes über Ålesund, auch sie liebte ihre Stadt, sie war da heimisch, man spürte es bei genau jedem Wort.

    Zunächst ging es raus aus dem Hafen in die Natur. Unsere Gruppe war heute auch etwas kleiner, schätzungsweise keine 20 Leute, die gut verteilt auf dem Boot Platz hatten. Es ging in teilweise rasanter Fahrt vorbei an kleinen Inseln, viel Natur mit viel Grün, schönen Ausblicken bis zu einem kleinen Bootsmuseum mit Fischerbooten, einer kleinen Insel und eben viel grüner Natur, schönen Ausblicken, unter Brücken hindurch. Immer wieder begegneten uns kleine Boote und Ausflugsboote, auch mit Kindern, die hier ihre Kindergarten- und Schulausflüge unternahmen.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Nach ca. 30 Minuten wendete unser Boot und fuhr zurück, am Hafen und Mein Schiff vorbei, in Richtung Stadt, unter Brücken durch. Wie ja schon in der Beschreibung steht, liegt die Stadt verteilt auf mehrere Inseln und ist mit Tunneln und Brücken miteinander verbunden. Ich hatte den Eindruck, dass ich in der Stadt auf einem schmalen Kanal bin und rechts und links sind Wohn- Geschäftshäuser, also die Stadt selbst und das Boot fuhr dann bis zum Fischereihafen. Die Stadt entwickelte sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde so zu einem der größten Fischereihäfen Norwegens und zum größten Exporthafen für Stockfisch in Norwegen. Wieder wendete das Boot und fuhr aus der Stadt heraus zurück zum Hafen, wo auch Mein Schiff lag. Nach einer guten Stunde war nun die Bootsfahrt zu Ende.


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Von da an ging es nun zu Fuß weiter, denn unser Programm hieß ja auch „Ålesund zu Fuß und mit dem Boot“.
    Bärbel spazierte also mit uns in die Stadt hinein und machte immer wieder Stopps, um uns auf Denkmale, besondere Gebäude, Straßen, Ausstellungen usw. aufmerksam zu machen. Ålesund ist einfach eine wunderschöne Stadt mit wunderschönen Giebelhäusern, im Jugendstil. Jede Stadt, die so nah am Wasser gebaut ist, hat ihre Reize, so auch Ålesund. Es war zwischenzeitlich auch recht warm, die Norweger genossen diesen Tag; sie trugen kurze Hosen und Shirts und saßen draußen und tranken Kaffee – kein Bier, denn das Alkoholthema in Norwegen ist ja allgemein bekannt.


    Von Bärbel erfuhren wir immer wieder Geschichte und interessanten Geschichten. Natürlich waren wir interessiert, warum es in Ålesund so viele und schöne Jugendstilhäuser hat und kein einziges Holzhaus hier steht, wie in norwegischen Städten, z. B. auch gestern in Trondheim, ansonsten üblich. Es hat damit zu tun, dass bei einem großen Standbrand im Jahr 1904 (und da ist die Zahl liebe @eisbarbesucherin) fast die komplette Innenstadt zerstört wurde. Ausgelöst durch eine umgekippte Petroleumlampe in einer Margarinefabrik brannte das Feuer über 16 Stunden lang. Rund 850 Häuser – alle nahezu komplett in Holzbauweise errichtet – wurden vollständig zerstört und über 10.000 Einwohner wurden obdachlos. Der damalige Bürgermeister sorgte dafür, dass die Stadt wieder aufgebaut wird, aber dann alles in Steinbauweise, von Holzhäusern hatten die Bürger endgültig genug. Er hat vom Jugendstil gehört und sogar gesehen und das gefiel ihm, so wollte er die Stadt wieder aufbauen und hat es seinen Bürgern schmackhaft gemacht. Nur, wie geht das? Damit waren die Norweger sehr unerfahren. Es gab jedoch in Deutschland einen Kaiser Wilhelm, der das Land Norwegen liebte; er war ein großer Norwegerverehrer und verbrachte jedes Jahr einige Wochen in Norwegen. So soll er beispielsweise 18 Mal am Geirangerfjord gewesen sein :thumbsup: . Dies hatten wir nun auf unserer Reise schön öfters durch die Reisführer gehört. Also lag es nahe, diesen norwegerfreundlichen Kaiser um Hilfe zu bitten. Kaiser Wilhelm sagte sofort zu und half nicht nur mit deutschem Know-how auf dem Bausektor und mit geeignetem Baumaterial, sondern vor allem auch mit Personal, Architekten, Baumeistern, Maurern und Zimmerleuten, sondern auch mit Hilfsleistungen, wie Lebensmitteln und Medikamenten. Material und Menschen kamen mit Schiffen der Reichsmarine nach Ålesund. So wurde die Stadt innerhalb von nur sieben Jahren fast vollständig neu errichtet. Durch den Wiederaufbau ist Ålesund berühmt für die vollständig im Jugendstil errichtete Innenstadt. Sie ist eine der meist besuchtesten Städte in Norwegen. Seitdem durften und dürfen neue Häuser nur noch aus Stein gebaut werden. Die Ålesunder errichteten dem deutschen Kaiser aus Dankbarkeit nicht nur ein Denkmal – ein hoher Obelisk – sondern nannten eine Straße nach ihm, einen Ausflugsdampfer, der heute noch so heißt und ein Kirchenfenster in einer der großen Hauptkirchen. Aufgrund dieser großen humanen Hilfsleistungen sind die Deutschen in Ålesund heute noch beliebt, obwohl im 2. Weltkrieg durch sie viel Leid und Unheil über ganz Norwegen gebracht worden ist. Das Gute von Kaiser Wilhelm ist dauerhaft bis heute in den Köpfen und Herzen der Menschen geblieben. Das hat mich irgendwie berührt.


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Unser Spaziergang ging weiter – eine Anhöhe hinauf – bis in den schönen Stadtpark – mit Blick auf den Hausberg Aksla, der übrigens in der Stadt immer wieder zu sehen und allgegenwärtig ist. Der Berg ist für die Menschen in Ålesund ein wichtiger Naherholungsort und wird immer wieder gerne aufgesucht, auch abends zu den Sonnenuntergängen oder Silvester oder anl. von Hochzeiten usw. - trotz der vielen Stufen oder des neuen Weges, der aufwärts zu bewältigen ist. Einige in unserer Gruppe wollten da unbedingt hinauf, Zeit genug war noch dafür. Deshalb trennte sich im Stadtpark unsere Gruppe. Ja, liebe @eisbarbesucherin - ich habe Deine andere Zahl gefunden. Es sind 418 Stufen, die auf den Berg führen, Respekt! Ich denke Ihr seid diese hinaufgegangen, und wir nicht. Wir anderen gingen mit Bärbel wieder hinunter in die Stadt. Beim Abschied meinte sie, dass es schade sei, dass wir schon auf der Rückreise sind und unser Urlaub in Norwegen bald zu Ende ist - sie bedauerte uns aufrichtig, dass die meisten ab nächste Woche wieder in das deutsche Arbeitsleben und den deutschen Stress mit Zeitdruck usw. zurück müssen. Für sie und ihren Mann ist das nichts mehr - Stress können sie keinen mehr ab, Stress mögen die Norweger gar nicht und sie hat sich an das ruhigere Leben gewöhnt, sie will nicht mehr zurück, auch wenn es 7 Monate lang Schnee hat.

    Wir beschlossen, noch nicht zum Hafen zu laufen. Die Stadt war so schön und das Wetter auch, also blieben auch wir noch eine ganze Weile, tranken Kaffee, fotografierten, besuchten auch einige der schönen kleinen individuellen Geschäfte, insbesondere so Möbelgeschäfte und Dekogeschäfte gefielen mir sehr gut, skandinavisches Design, wunderschön.

    So kamen wir am Spätnachmittag immer noch bei schönstem Sonnenschein auf Mein Schiff zurück. Wir freuten uns, dass auf unserem Balkon noch die Sonne schien und wir einen schönen Blick auf die kleine Insel - nicht auf den Hafen – hatten. So verbrachten wir die Zeit bis zur Hafenausfahrt auf dem Balkon – dieses Mal ohne in Decken gehüllt, sondern in sommerlicher Kleidung, ja auch das gibt’s in Norwegen. :D

    Bei unsere letzten – ja leider die allerletzte Hafenausfahrt :( – wollten wir natürlich oben sein an Deck. Und mit uns ca. 90 % der anderen Mitfahrer auch. Es war traumhaft schön :thumbup: , angefangen bei der besonders guten Stimmung, wie bei der ersten Hafenausfahrt, der tollen Aussicht, dem glitzernden Meer, das wie ein See vor uns lag und bei diesem Bilderbuchwetter. Es hat einfach alles gepasst bei dieser letzten Hafenausfahrt, man wurde auch ein kleines bisschen sentimental dabei, achja es war einfach traumhaft schön.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Begleitet wurden wir von einem Feuerwehrlöschboot, das die Fontäne laufen ließ und einige Zeit neben uns her fuhr. :D Dann kam die Durchsage des Kapitäns. Er wird uns nun noch eine ca. halbstündige Haufenrundfahrt vorbei an den Inseln schenken – ja es war ein ganz besonderes Geschenk 8o . Und spätestens da hat es mich gepackt, das Kreuzfahrervirus – ich will unbedingt wieder eine Kreuzfahrt machen, und am liebsten wieder auf Mein Schiff. *Rockliner3*

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Zur Krönung gabs dann abends beim Abendessen nicht nur ein Käsebüffet,


    sondern abends dann noch ein Dessertbüffet auf Pooldeck

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    und Cocktails


    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    und einen Sonnenuntergang vom Feinsten

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    – wir waren ja wieder außerhalb des Polarkreises und da gabs auch wieder Sonnenauf- und untergänge und nach einem Traumtag gabs den natürlich gratis traumhaft schön dazu.


    In dieser Nacht wurde es dann übrigens auch wieder mal dunkel und in dieser Nacht verwandelte sich der See bei Ålesund wieder in ein Meer, und in was für eines =O . Es gab Wellen – und die hielten sich auch am nächsten Tag – aber davon mehr am letzten Seetag.
    Hat es gefallen? Dann würde ich mich über ein paar Anmerkungen freuen.

    Und ich bin schon gespannt, was @eisbarbesucherin zu Alesund sagt und was sie so unternommen hat.

    So langsam geht mein Bericht zu Ende. Es fehlt noch der letzte Seetag, Ankommen in Bremerhaven und das Resümee - folgt demnächst. Bis denn tschüss :freude:

  • @murmafan
    Ich kann nur sagen was für ein traumhafter Tag in Ålesund! Einfach grandios! Hoffentlich haben wir nächstes Jahr auch so viel Glück. ...
    Ganz prima Fotos :-)

    Liebe Grüße Tina

  • @murmafan
    Danke für's mitnehmen, es war eine wunderschöne Reise, die ich mit Dir nochmals erleben durfte. Alesund hat auch mir besonders gut gefallen, leider waren wir nur einen halben Tag dort. Das Auslaufen brachte glaublich von jedem die sentimentale Seite zum Klingen.
    Falls Du das Auslaufen, zwar meines Wiederholen möchtest, schau Dir das Video in meinem Reisebericht an.
    Weil’s so schön war, ein zweites Mal, aber halt ein wenig weiter - Reisebericht - Mein Schiff 1 „Norwegen -Nordkap mit Trondheim II vom 26.6.2016 bis 7.7.2016“

  • @eisbarbesucher
    tolles Foto - ja von oben wars sicherlich toll.

    @Isuledda99
    danke für Dein positives Feedback

    @Tina28
    Danke - und ich werde mal noch Deinen Reisebericht ansehen, aber ich glaub, hab ich schon, und zwar vor Antritt unserer.

    @Sola76
    oh sei froh, Du hast es noch vor Dir - es ist einfach eine Traumreise. Wetterglück gehört natürlich dazu - und wir hatten es meistens und andere hier auch. Also Du bestimmt auch.

    Ich übe mich derzeit im Collage erstellen, da ich im Herbst / Winter mal ein Fotobuch machen möchte. Hier kommt mal ein Test, noch nicht perfekt, aber ansehen kann man es

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
  • Das hübsche Ålesund.....

    Ursprünglich wollten wir uns in Ålesund nur einen Audioguide leihen und auf eigene Faust die Stadt erkunden. Wie weiter vorne schon geschrieben, sagten uns die Audoguides in Tromsø ja nicht zu und deshalb hatten wir auf einen "richtigen" Ausflug umgebucht. Der sollte aber erst um 13 Uhr beginnen und daher hatten wir trotzdem genug Zeit (ich immer mit Blick auf die Uhr.....) uns ein wenig in Ålesund (ach, was schreibe ich gerne das Å und auch das ø - gibt gleich so ein richtiges Urlaubsgefühl) umzusehen.
    Ausgestattet mit einem Stadtplan machten wir uns schon ziemlich früh auf den Weg. Zuerst führte uns der Weg zu einer Kirche, anschließend besuchten wir den kleinen dicken roten Leuchtturm. Wunderhübsch. Und man kann darin sogar übernachten, wie uns später unser Guide erklärte. Die 1000€ pro Nacht übersteigen dann aber doch unser Budget. Anschließend spazierten wir auf die andere Seite von Ålesund, auf der auch der Park liegt. Zunächst schlenderten wir duch die Fußgängerzone, schauten uns das im Hafen liegende Hurtigrutenschiff an, guckten dann in einen Souvenirshop und fanden uns dann, so ganz zufällig, im Park wieder.
    Der Lektor vermittelte, zumindest mir, am Vortag den Eindruck, dass das Erklimmen der 418 Stufen doch recht anstrengend sei. Da ich wusste, dass unsere Tour nachmittags auch oben am Aksla vorbeiführen würde, hatte ich also kein Bestreben dort hochzuklettern.
    Anders mein Mann. Dessen sportlicher Ehrgeiz war geweckt.
    Ein kurzer Blick von mir auf die Uhr. Nun gut, soll er halt laufen. Eine letzte Mahnung: Wenn Du um ... nicht oben bist, kehr bitte um.
    Ich selbst machte es mir dann, im T-Shirt!, auf einer sonnigen Bank im Park gemütlich während er den Berg in Angriff nahm.
    Es war kaum eine Viertelstunde vergangen, da stand doch mein Mann schon wieder neben mir. 6! in Worten sechs! Minuten hat er für den Aufstieg gebraucht. 6 Minuten hoch - Fotobeweis - und gemütlich wieder runter. Wenn also irgendeiner unserer Mitreisenden sich von einem Jogger ohne Joggingklamotten zur Seite geschubst gefühlt hat - Beschwerden bitte an mich. Ich gebe sie weiter.
    Aber im Prinzip ist der Aksla wirklich nicht so hoch, wie er scheint. Der Kölner Dom hat mehr Stufen. An die nachfolgenden Reisenden: Lasst Euch vom Lektor nicht bange machen.
    Da wir trotz/dank der sportlichen Leistung noch Zeit genug hatten, bummelten wir etwas, gingen noch in einen Lebensmittelmarkt, um Schokolade einzukaufen und waren dann auch pünktlich zurück. Die Zeit reichte sogar noch für eine kleine Mahlzeit.

    Um 13 Uhr begann dann unser Ausflug "Besuch der Insel Godøy und des Alsnes-Leuchtturms". Unser Guide war diesmal weder deutscher noch norwegischer
    Herkunft, sondern, irgendwie ganz unerwartet im hohen Norden, Spanier. Um die Inseln zu erreichen mussten wir nicht nur eine Brücke, sondern auch noch diverse Tunnel passieren. Normalerweise habe ich es ja nicht so mit Tunneln, aber durch die langen Fahrten am Hardanger- und Geirangerfjord hatte ich inzwischen Vertrauen in die norwegische Tunnelbaukunst und auch in die einheimischen Auto- und Busfahrer. Es war aber doch ein etwas mulmiges Gefühl bei den Unterwassertunneln zu wissen, dass sich das Meer über einem befindet. Besonders spannend fand ich auch einen ein!spurigen Bergtunnel. Ab und zu gibt es dort Ausweichbuchten und der, der den anderen zuerst sieht, fährt dort hinein und wartet. Und das klappt!

    Unser erstes Ziel war der Alnes-Leuchtturm auf der Insel Godøy. Wir konnten ihn über eine steile Treppe ersteigen und hatten von dort eine wundervolle Aussicht. Manchmal kann man lt. Guide von dort auch Orcas sehen, aber selbst, wenn welche da gewesen wären, hätte man sie wegen der vielen Wellenkämme nicht erkennen können.
    Unterhalb des Leuchtturm liegt ein kleines Besucherzentrum mit Café. Dort wurden wir mit Café und Pfannkuchen versorgt. Üblicherweise servieren die Norweger diese Art Pfannkuchen wohl zum Frühstück. Mit Butter bestrichen und Zucker bestreut werden sie zusammen geklappt gegessen. Waren lecker.
    Anschließend gingen wir dann noch ein wenig bis zur Abfahrt des Busses spazieren.

    Unsere nächste Station war auf Giske die Marmorkirche. Klein und fein. Dort erwartete uns dann eine dort heimische Führerin, die uns vieles über das Kirchlein erzählte. Leider sieht man von dem Marmor der Kirche nicht mehr viel. Nur an einer Stelle außen liegt der Marmor zur Betrachtung frei; die restliche Kirche wurde zum Schutz vor dem Seewetter eingegipst.

    Der Rückweg führte uns dann über den Aksla. Ich konnte den Ausblick von dort also doch noch ganz ohne Anstrengung genießen.

    Über die Ausfahrt hat murmafan ja schon gut geschrieben. Phantastisch die Ausblicke, aber auch irgendwie traurig zu wissen, dass es die letzte auf der Reise sein wird.

    Aber es bleibt ja noch ein Seetag........

  • Auch von mir ein großes Lob für den tollen Reisebericht mit den super Bildern. Der Norden ist für mich Neuland, bisher hat es mich immer in den Süden gezogen. Trotzdem lese ich auch sehr gerne RB aus dem Norden. Vielen Dank

    Von Traumschiff

  • @eisbarbesucher
    Wie ich schon zu den Ausführungen von @murmafan geschrieben hatte : einfach ein nordisches Träumchen hattet ihr in Ålesund! Tolle Bilder bei Traumwetter - Herz was willst Du mehr :-) Danke auch für deine Eindrücke ; super interessant. Eins weiss ich aber : in 6 Minuten bin ich auf KEINEN Fall auf dem Aksla oben :-D

    Liebe Grüße Tina