TEIL 5
Flusskreuzfahrt auf der Donau mit Viva Cruise von Passau bis Budapest und zurück Ende August 2025
AUSFLÜGE
Die Route war ja die klassische – Donaupanorama – Passau - Melk – Esztergom – Budapest – Bratislava – Wien – Linz - Passau. Ich schreibe nun nicht zu jedem Anlegeort etwas, sonst wird es doch ein Roman statt Reisebericht.
Montag, 25. August > Melk an 07:00 Uhr ab 12:00 Uhr
Der erste Morgen auf dem Schiff nach einer ruhigen Nacht. Wir haben geschlafen wie die Murmeltiere, das Bett – ein sog. Boxspringbett - sehr bequem, es war ruhig in der Kabine. Zwei-dreimal hat es nachts etwas gerumpelt und ganz leicht geschaukelt. Es war wohl eine Schleuse.
Als wir aufwachten, lag das Schiff bereits an der Anlegestelle Melk. Die Sonne schien, der Himmel war stahlblau, morgens war es noch etwas kühl. Wir hatten eine Jacke mit, die wir schließlich nur auf dem Arm herumschleppten.
Die niederösterreichische Stadt MELK liegt am rechten Ufer der Donau und wird als TOR ZUR WACHAU bezeichnet.
Wichtigste Sehenswürdigkeit in Melk sind die Altstadt und das Benedektinerstift, welches Teil des UNESCO Weltkulturerbes WACHAU darstellt. Es ist weithin sichtbar und thront hoch oben über der Stadt. Für eine Besichtigung der weitläufigen Anlage kann man mehrere Stunden verbringen.
Wir spazieren zunächst am Ufer der Donau entlang an mehreren anderen Flusskreuzfahrtschiffen vorbei und gingen rund 2,5 km in Richtung Altstadt Melk - immer mit Blick zum Stift Melk.
Die Stadt Melk hat uns sehr gut gefallen – schöne traditionelle alte Häuser, hübsche Geschäfte, nette Cafes und es gab überall viel zu sehen. Wir sind gemütlich geschlendert, gebummelt, haben viel fotografiert, in einem Geschäft einen Marillenschnaps und Likör gekauft und einen gemütlichen Vormittag verbracht. Man hätte gut und gerne noch ein paar Stunden mehr Zeit verbringen können. Zum Stift selbst sind wir nicht hoch gegangen.
Es liegt auf einer Anhöhe und ist eine große Anlage. Die Besichtigung hätten wir zeitlich nicht geschafft, da unser Schiff am Mittag wieder ablegte.
Zurück zum Schiff konnten wir beoabachten, wie das Schiff mit Waren, Lebensmittel und Getränken beliefert wurde. Der Transport erfolgte nicht etwa automatisch, sondern handisch. Das gesamte Personal vom Chef bis zum Reinigungspersonal half dabei. Es war wirklich einmalig zu sehen, dass das Personal trotz der anstrengenden Arbeit fröhlich war und so die Arbeit flott erledigt werden konnte sodass bald die gewohnte Routine auf dem Schiff wieder hergestellt war und das Schiff auch pünktlich auslaufen konnte.
Wir haben uns ein kleines Mittagessen im Moments gegönnt und sind dann hoch zum Sonnendeck, haben aufs vorbeifahrende Ufer geguckt und einfach nur die Seele baumeln lassen.
Ja, so eine Flusskreuzfahrt kann auch sehr entspannend und entschleunigend sein. Die Landschaft durch die Wachau war wunderschön, man konnte Dörfer erkennen, Kirchtürme, mal eine Burg usw. - das Ufer war mal nahe, mal weiter.
Schließlich erlebten wir auch mal bewusst am Tag vom Sonnendeck aus das Schleusen. Es ist schon etwas beklemmend, wenn man so eng zwischen den Schleusenwänden steht. Elf Schleusen gab es auf unserer Fahrt, die wir je einmal auf der Hin- und dann wieder auf der Rückfahrt passieren. Manchmal muss das Schiff anstehen und warten, manchmal steht ein zweites Schiff neben- vor- oder hinter uns. Jedes Mal spannend.
Auf dem Sonnendeck wurde man immer gut versorgt. Alle halbe Stunde oder öfters kam eine Servicekraft mit einem Tablett voll gefüllter Gläser, vom Apfelschorle über Bier bis hin zum Aperol Spritz. Es war erstaunlicherweise auch immer in Plätzchen frei, am liebsten im Schatten, es gab nie Gedränge. In den kleinen Pool, der eigentlich von der Größe her eher ein Whirlpool war, gingen wenige Passagiere rein, obwohl schönes sonniges und warmes Wetter war. An den Tagen 4 und 5 mit über 30 Grad trauten sich dann eher mal die eine oder der andere rein oder das einzige Kind bzw. Jugendlicher an Bord. Aber die Fahrräder, die ebenfalls auf dem Sonnendeck bereit standen, wurden doch öfters benutzt. Einfache aber gut funktionierende Dreigangfahrräder. Wir haben es uns überlegt, aber da wir zu Hause E-Bikes gewohnt sind, haben wir doch verzichtet.