3. Tag Die königliche Stadt Trondheim
| Trondheim | 6.00 - 12.00 Uhr |
| kleinere Hafen ist: | Rorvik |
Um die Einfahrt von Trondheim mit erleben zu können, stehen wir früh auf.
Irgendwie fehlt die Nespressomaschine und der Balkon.
Gleich nach dem Frühstück soll es los gehen. Es gibt einen Stadtspaziergang mit dem Lektorenteam zum Dom. Da wir nicht das erste Mal in Trondheim sind, wählen wir lieber ein gemütliches Schlendern durch die Stadt zu zweit.
Vorher bekommt mein Mann noch seine neuen Eisspikes aufs Auge, äh auf seine Schuhe gedrückt, die ich heimlich am Tag zuvor im Bordshop für ihn erstanden hatte.
Gab zwar kurzes Murren, so etwas bräuchte er nicht. Letztendlich war er aber doch froh, dass ich ihn dazu überredet hatte, es war nämlich überall spiegelglatt!
Trondheim ist drittgrößte Stadt Norwegens und war früher mal Hauptstadt des Landes, hat sich trotz über 170.000 Einwohnern, ein gewisses Kleinstadtflair erhalten. Viele kleine farbenfreudige Holzhäuser und dann teilweise auch recht moderne Architektur als Gegensatz.
Im Hafen vor uns liegt das Hurtigruten Schwesternschiff die MS Nordnorge die wieder auf dem Weg nach Bergen ist. Wer von den MS Finnmarken-Passagieren möchte, kann das andere Schiff besichtigen. Wir wollen nicht, ist aber eine nette Idee und Möglichkeit auch andere Schiffe der Flotte kennenzulernen.
Wir stehen bei der Ausfahrt Trondheims wieder kurz an Deck, wunderbar denn die Sonne scheint. Schnelles Mittagessen und dann wieder ganz dicke eingepackt und raus zum windungeschützen Bug. Auf der nächsten Teilstrecke sollten uns viele Leuchttürme in den verschiedensten Formen begegnen.
Vom Wetter merkte man, es geht immer weiter nordwärts, Richtung Polarkreis.
Der leuchtend rote Hurtigruten-Thermobecher, gefüllt mit heißem Tee, wird ab sofort mein neuer täglicher Begleiter auf den Außendecks.
Abends erfreulicherweise neue Gäste, die am an uns angrenzenden Tisch Platz genommen haben. Leider sind wir durch eine Art raumteilende Lampe getrennt, was die Unterhaltung etwas kompliziert. Ganz nette Leute, eben Norddeutsche, das bekommt man schon mal mit! Die anderen uns gegenüber sind aber immer noch da.
Man merkt, dass man jetzt auf dem offenen Meer fährt. Die See wird immer rauher und es geht ganz schön schaukelnd zur Sache. Manche haben echt Probleme, auf dem Schiff voran zu kommen. Da hilft der Seemannsgang weiter. Die Bordreiseleitung machts vor, und dann klappts auch mit der Fortbewegung.
Diesen Abend erstmal das mit dem Internet auf dem Smart Phone hin bekommen. Also erst mal lesen, was so in Deutschland die letzten drei Tage passiert ist und ich gebe zu, ein bisschen süchtig ist man mittlerweile schon.
LG waesserchen
