Reisebericht Östliches Mittelmeer mit der MS5 vom 09.05-23.05.2025

  • Ihr Lieben!

    Susi66 , Elbflorentina , Saedis

    So pauschalisieren kann man das nicht. Ich arbeite für eine Stiftung, zu der mehrere Museen in Berlin gehören. Wir haben ein soziales Preismodell. Freien Eintritt haben: Alle unter 18, Menschen mit Handicap + Begleitperson, Studenten, Schüler, Azubis, Bürgergeldempfänger, Arbeitslose, Flüchtlinge...

    Und ich kenne einige Museen, die das ähnlich handhaben. Nur beim Umgang mit Senioren/ Rentnern muss ich euch zustimmen. Dass ist in fast allen anderen europäischen Ländern besser gelöst und sie bekommen wenigstens ermäßigten, wenn nicht sogar freien Eintritt. Das ist in Deutschland leider eher unüblich.

    Viele Grüße Felicitas

    Einmal editiert, zuletzt von Felicitas11 (24. Mai 2026 um 17:51)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Schön, dass es Ausnahmenbauch in Deutschland gibt. Aber warum nicht überall in unserem noch immer wohlhabenden Land, wenn es z..B . in Spanien funktioniert. Wir haben z.B. in keinem Museum in Madrid Eintritt bezahlt.

    Aber ich will nicht vom Thema ablenken - sorry dafür - und jetzt wieder den Reisebericht genießen !

  • Tag 7: Souda

    Heute haben wir wieder einen Ausflug über Mein Schiff gebucht: „ Rethimnon und Landleben“.

    Rethimnon ist ein bezauberndes Städtchen mit engen Gassen, blumengeschmückten Häusern und kleinen Geschäften. Überall sieht man osmanische und venezianische Einflüsse. Nach einer kurzen Stadtführung, beginnend am Venezianischen Hafen, können wir schlendern und shoppen. Ich empfinde Rethimnon als charmant und nicht ganz so überfüllt wie Chania.

    Die zweite Station ist die Agreco Farm. Auf diesem Landgut werden nach jahrhundertealten Methoden biologische Produkte wie Wein, Olivenöl und Honig hergestellt. Und es ist zu dieser Jahreszeit ein phantastisches Blütenmeer. Inkludiert ist ein wirklich leckerer Imbiss. Nach der Führung und der Verkostung bleibt Zeit für eigene Erkundungen. Ich fotografiere wie ein Weltmeister: Flauschküken, staksige Zicklein, Bienen im Anflug und Blumen, Blumen in allen Farben. Im Hofladen erwerbe ich Olivenöl und bete um eine nicht so genaue Gepäckwaage am Flughafen beim Rückflug.


    Tag 8: Heraklion

    Och, schon Halbzeit!!!

    Auch für heute haben wir einen Ausflug über Mein Schiff gebucht: „Knossos und Arolithos“. Ja, ich weiß, man kommt ziemlich einfach individuell nach Knossos. Haben wir auch schon gemacht. Aber diesmal bin ich zu faul zum Organisieren und vielleicht gibt es bei einer Führung noch mehr Hintergrundinformationen.

    Wir haben eine kurze Busfahrt nach Knossos mit einer hervorragenden Reiseleiterin. Sie stammt zwar ursprünglich aus den Niederlanden, spricht aber fließend Deutsch. Sie führt uns über das Gelände, erklärt fachlich richtig, fundiert und mit viel Humor die Palastanlage, die Ausgrabungen und die mehr oder minder gelungene Rekonstruktion. Sehr informativ und kurzweilig.

    Anschließend fahren wir nach Arolithos, ein Museumsdorf und eine Kunsthandwerkerkolonnie. Das Dorf besteht aus kleinen bunten Häusern in typischer kretischer Bauweise und man kann Werkstätten für kretisches Handwerk besuchen, wie Weber, Töpfer, Mosaikkünstler und Schnitzer. Des Weiteren informiert eine kleine Ausstellung über bäuerlichen Leben im 19. Jahrhundert. Wir bekommen einen kleinen Imbiss, den wir allerdings gegen zahlreiche Katzen verteidigen müssen. In meinem Fall ziemlich erfolglos. Das Ganze ist sehr idyllisch, fällt aber gegen den Besuch der Agreco Farm am Vortag etwas ab, auch kulinarisch.

    Bis dahin haben wir strahlenden Sonnenschein. Bei der Rückfahrt nach Heraklion zieht sich der Himmel langsam zu. Beim Schiff angekommen, ist es richtig duster. Man kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen, Windböen und Sturm. Die Augen brennen und die Luft ist gelb vor Sand. Eigentlich wollte ich bei 28°C nachmittags in der Sonne liegen. Das fällt wohl nun aus, es sei denn, man mag Ganzkörperpeelings.

    Abends legt sich der Sturm und ich will bei der Poolparty noch etwas das Tanzbein schwingen. Der DJ ist richtig gut, aber irgendwie kommt keine Stimmung auf. Es ist leer, zu leer. Und warum legen wir eigentlich nicht ab???

    Von unserer Veranda aus sehe ich gegen 23 Uhr noch mehrere Busse anrollen. Das erklärt einiges.

    Am nächsten Morgen sehen wir auf dem Weg zum Frühstück an vielen Kabinen noch die Umschläge mit den Bordkarten stecken. Später stellt sich heraus: die Flieger konnten wegen des Sandsturms nicht landen. Einige wurden nach Athen umgeleitet, einige sind nach Deutschland zurückgeflogen. Am nächsten Tag ist auch noch eine größere Menge Gäste auf Santorin zugestiegen. Gerade von den Gästen, die nach Deutschland zurückfliegen mussten und die nur für eine Woche gebucht hatten, haben dann wohl einige verzichtet. Ich konnte leider nicht rauskriegen, wie kulant TUI Cruises in diesen Fällen war.

  • Tag 9: Santorin

    Der Tag mit dem Horror-Ausflug!

    Gebucht haben wir „Santorins Postkartenmotive“. Da ich leidenschaftlich gern fotografiere und wir die Ausgrabung von Akrotiri und das Prähistorische Museum in Thira schon kennen, erscheint dieser Ausflug als eine gute Wahl. Laut Beschreibung sieht man die schönsten Motive der Insel.

    Noch gut gelaunt, steigen wir in das Tenderboot, das heute ganz schön wackelt, und fahren mit einem ketterauchenden Skipper zum Neuen Hafen. Dort steht unser Ausflugbus bereit. Die Reiseleiterin stellt sich vor: Sie ist Deutsche und der Liebe wegen nach Santorin gezogen. Leider kann sie nicht besonders gut erzählen und gibt kaum Auskünfte über Land und Leute. Ihre geschichtlichen und archäologischen Informationen sind schlichtweg falsch. Nur als die Frage aufkommt, wie sie die zahlreichen Erdbeben im Frühjahr 2025 erlebt hat, wird es etwas interessanter.

    Erst fahren wir nach Pyrgos, ein altes Gebirgsdorf mit verwinkelten Gassen, verwunschenen Kirchen und wirklich vielen Treppen. Dort haben wir etwa 15 Minuten Freizeit. Weiter geht es nach Oia, DAS Bilderbuchdorf Santorins mit den wunderschönen blauen Kirchenkuppeln. Leider hetzen wir durch den Ort. Weiterfahrt nach Firostefani und Spaziergang entlang der Caldera nach Thira. Tja, mit Spaziergang hatte das nicht mehr viel zu tun, eher mit Schweinsgalopp. Man kann weder gucken geschweige denn in Ruhe fotografieren. Mehrere Ausflugteilnehmer stürzen, als sie Schritt halten wollen. Leider auch die Mama.

    Mit letzter Kraft schleppen wir uns zur Seilbahn. Dort stehen unfassbare Menschenmengen an. Wir stehen mit und stehen und stehen. Ich kann noch nicht mal die Fahrt nach unten genießen, weil ich mir Sorgen um das Mamchen mache. Bei den Tenderbooten geht das Stehen weiter.

    Zurück auf dem Schiff untersuchen wir Mamchens Blessuren. Einige Schürfwunden, aber der eine Arm sieht nicht gut aus: Er ist geschwollen und hat eine ziemlich ungesunde Farbe. Mamchen wiegelt ab und wir gehen erstmal zum Abendessen. Danach kann ich sie aber doch noch zu einem Besuch beim Bordarzt überreden. Der ist nett und effizient und röntgt sogar. Puh, nichts gebrochen. Sie soll kühlen. Am nächsten Tag haben wir eine Rechnung von 354,-€ im Briefkasten (haben wir übrigens anstandslos von der Versicherung zurück bekommen). Hatte es teurer erwartet. Naja, können wir die Erfahrung mit dem Bordhospital also auch abhaken.

    Ich denke schon, dass das eigentlich ein sehr schöner Ausflug ist. Man bekommt wirklich die Highlights der Insel zu sehen. Nur in unserem Fall hat das Zeitmanagement einfach nicht hingehauen. Bei der abendlichen Fotoschau stelle ich fest, dass ich wider Erwarten doch einige vernünftige Fotos für mein Fotobuch knipsen konnte.

  • Tag 10: Piräus

    Heute ist wieder ein Mein-Schiff-Ausflug geplant: „Antikes Korinth“. Die Mama bleibt auf der Veranda und pflegt ihre Wunden.

    Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir den Kanal von Korinth. Von einer Brücke hat man einen großartigen Blick aus schwindelerregender Höhe und kann beobachten, wie Schiffe einzeln zwischen den über 80m hohen Felswänden hindurch navigieren. Spektakulär!!

    Weiterfahrt zum antiken Korinth. Korinth war eine der mächtigsten und reichsten griechisch-römischen Handelsmetropolen. Heute ist das Grabungsgelände ein Archäologischer Park. Ich bestaune einen Apollon-Tempel, ein griechischen Theater und aufwendig konstruierte Brunnenanlagen. Das Gelände ist nicht überfüllt und sehr idyllisch: Ruinen und Fragmente zwischen Mohnblumen und Rhododendren. Ein bezauberndes kleines Museum zeigt griechischen Statuen, römische Mosaiken und eine kuriose Sammlung von Ton-Votivgaben, die menschliche Körperteile darstellen und dem Gott der Heilkunst, Asklepios, geopfert wurden. Ein großartiger Ausflug mit einem hervorragenden Guide.

    Mamchen geht es gut, sie liegt auf der Terrasse, kühlt ihren Arm und liest. Abendessen im Atlantik Klassik und nach dem Auslaufen erleben wir einen grandiosen Sonnenuntergang.

    5 Mal editiert, zuletzt von Felicitas11 (19. Mai 2026 um 12:13)

  • Felicitas11 Da hattet Ihr aber Glück mit einem Schiffsarzt nach dem Abendessen. Wir waren auf der MS 5 und nach dem Abendessen ist mein Mann, der schon seit ein paar Tagen schwer hustete und der sich an Land in einer Apotheke mit Medikamenten eingedeckt hat, im Aufzug fast kollabiert. In der Kabine bekam er Schüttelfrost und Fieber. Ich konnte eine zusätzliche Bettdecke ordern, aber zum Arzt konnten wir nicht. Es war 2 Stunden vor dem Auslaufen und es stand ein Seetag bevor. Bei meinem Anruf bei der Notfallnummer hat mir eine Krankenschwester gesagt, dass außerhalb der Sprechstunden kein Arzt zur Verfügung steht, wir sollen am nächsten Tag in die Sprechstunde kommen. Ich solle meinem Mann wegen dem Fieber 2-3 Mexalen geben. Ein Fiebermesser wurde mir weder von der Krankenstation noch von der Rezeption zur Verfügung gestellt. Ich war dann im Buffetrestaurant und habe Essig und Servietten besorgt und konnte so das hohe Fieber senken. Schlussendlich hat sich am nächsten Tag eine schwere Bronchitis herausgestellt.

  • Felicitas11 Da hattet Ihr aber Glück mit einem Schiffsarzt nach dem Abendessen. Wir waren auf der MS 5 und nach dem Abendessen ist mein Mann, der schon seit ein paar Tagen schwer hustete und der sich an Land in einer Apotheke mit Medikamenten eingedeckt hat, im Aufzug fast kollabiert. In der Kabine bekam er Schüttelfrost und Fieber. Ich konnte eine zusätzliche Bettdecke ordern, aber zum Arzt konnten wir nicht. Es war 2 Stunden vor dem Auslaufen und es stand ein Seetag bevor. Bei meinem Anruf bei der Notfallnummer hat mir eine Krankenschwester gesagt, dass außerhalb der Sprechstunden kein Arzt zur Verfügung steht, wir sollen am nächsten Tag in die Sprechstunde kommen. Ich solle meinem Mann wegen dem Fieber 2-3 Mexalen geben. Ein Fiebermesser wurde mir weder von der Krankenstation noch von der Rezeption zur Verfügung gestellt. Ich war dann im Buffetrestaurant und habe Essig und Servietten besorgt und konnte so das hohe Fieber senken. Schlussendlich hat sich am nächsten Tag eine schwere Bronchitis herausgestellt.

    Das finde ich erschreckend! Ist das grundsätzlich so, dass der Arzt nur zu den Sprechzeiten zur Verfügung steht? Und was ist mit den Zeiten dazwischen? Möglichst gesund und heile bleiben???

  • Es gibt ja auch noch Schlaganfälle, Herzinfarkte, schwere Stürze mit Beinbruch.... Da hoffe ich doch, dass ein Schiffsarzt zuzr Verfügung steht und nicht per Bordsprechanlage einer gesucht werden muss...

    Ihr wart ja wirklich auch sehr langmütig bauxi70 Ich hätte in gleicher Situation unglaublichen Rabatz gemacht oder darauf bestanden, dass ein Arzt von Land geholt wird, wenn noch so viel Zeit vor dem Auslaufen war.

  • Wir haben mal einen Arzt nach einem Ausflug außerhalb der Sprechzeiten benötigt.

    Dies war kein Problem, er wurde gerufen.

    Ich glaube , es war dann nur ein bisschen teurer.

  • Tag 11: Seetag

    Heute gibt es lecker Lachsfrühstück im Atlantik Klassik. Danach gehe ich Schwimmen. Diesmal erlebe ich Liegen-reservieren mal von der anderen Seite. Das Pooldeck ist noch vollkommen leer. Ich parke mein Handtuch und meinen Bademantel auf einer Liege nahe der Poolleiter. Als ich nach dem Schwimmen zu der Liege zurückkehre, um in den Bademantel zu schlüpfen, finde ich dort statt meiner Sachen einen Herrn. Hmmm….. Erklärt mir sehr herablassend, dass ich zu lange weg gewesen wäre. Das wäre jetzt seine Liege. Ich schwanke zwischen Belustigung und Zorn. Aber ich denke an meine ureigenste Liege auf der Veranda. Also begnüge ich mich mit einer kleinen boshaften Bemerkung und gehe hoheitsvoll ab. Naja, soweit man von hoheitsvoll sprechen kann, wenn man leise vor sich hintropft. (P.S. Übrigens waren zu diesem Zeitpunkt immer noch andere Liegen in der Sonne frei.)

    Der Tag vergeht mit Veranda, Hängematte, Lesen und ich recherchiere Bingo Regeln im Internet. Auf einer Kreuzfahrt muss man doch auch mal Bingo spielen. Schon allein, um alle Klischees zu erfüllen. Wir gehen natürlich Waffeln essen, ich probiere mich weiter durch das Eissortiment (neuer Favorit: Espresso-Eis) und besuchen das Bord-Reisebüro.

    Leider zieht sich das Abendessen heute etwas und ich schaffe es nicht rechtzeitig zum Bingo. Aber ich bleibe heute auf und werfe noch einen Blick auf die 80er-Jahre-Party auf dem Pooldeck. Der DJ ist großartig, die Stimmung toll und ich erspähe tatsächlich einige 80er Modesünden, da sich einige Gäste und Crewmitglieder in zeitgemäße Outfits geworfen haben.

  • Tag 12: Tarent

    Auch heute haben wir einen Ausflug gebucht: „Matera - die Stadt der Höhlensiedlungen“. Nachdem ich gelesen hatte, dass dir Stadt Kulisse für James Bond und Wonderwoman war, wollte ich sie unbedingt besuchen. Mamchen haben die 2 Tage Ruhe gut getan und sie fühlt sich fit genug für einen Ausflug.

    Heute haben wir einen englischsprachigen Guide. Leider spricht sie mit einem sehr starken italienischen Akzent, der es schwer macht, ihren Ausführungen zu folgen. Naja, wird schon gehen. Nach ca. 90 Minuten Busfahrt erreichen wir unser Ziel.

    Die Altstadt von Matera besteht aus uralten, in den weichen Tuffstein geschlagenen, Höhlenwohnungen, den sogenannten Sassi, verwinkelten Gassen und Treppen. Vielen Treppen! Wir werden durch die Stadt geführt und besuchen eine der Felsenkirchen mit atemberaubenden Fresken. Auch eine Besichtigung der Casa Grotta steht auf dem Programm. Dabei handelt es sich um einen originalgetreu eingerichtete Höhlenwohnung, die zeigt wie eine Großfamilie mit ihren Haustieren bis in die 50er Jahre (!!!) in solch einer Höhlenwohnung lebte. Beeindruckend, aber auch etwas beklemmend.

    Wir verlassen die Sassi und haben dann noch eine Stunden Freizeit. Auch der Rest von Materas Innenstadt ist zauberhaft. Wir schlendern durch eine barocke Altstadt, kaufen Souvenirs und schauen in eine Barock- und eine normannische Kirche hinein. Auf dem Piazza Vittorio Veneto reicht die Zeit leider nicht mehr für die unterirdische Zisterne, aber definitiv noch für ein Eis. Und ich entdecke an der Ostseite des Platzes noch eine versteckte Aussichtsplattform, von der man noch einmal einen grandiosen Blick auf die Sassi hat.

    Ein toller Ausflug! Es ist wie eine Reise in eine komplett andere Welt. Am Ende fand ich auch unsere Reiseleiterin richtig gut, weil sie sich wirklich sehr bemüht hat, die Gruppe sicher über die steilen Treppen und durch die verwinkelten Gassen zu bringen.

    Zurück auf dem Schiff entspannen wir auf der Veranda. Wir schauen beim Musik-Quiz im Studio auf Deck 4 vorbei, aber wir sind zu spät. Mist! Da das Mamchen und ich zusammen einige Jahrzehnte Musikgeschichte abdecken, hätten wir gute Chancen gehabt.

  • Tag 13: Korfu

    Der heutige Ausflug heißt „Achilleion und Korfus Altstadt im kleinen Kreis“ Wir haben in meiner Kindheit immer zu Weihnachten „Sisi“ im Fernsehen geschaut und wollen endlich Sisis Refugium auf Korfu im Original sehen. Da auf Korfu am 21.Mai Nationalfeiertag ist (Vereinigung der ionischen Inseln mit dem griechischen Festland), starten wir mit dem Spaziergang durch die Altstadt. Unsere Reiseleiterin erklärt, dass dann später wegen der Umzüge kein Durchkommen in der Innenstadt sei.

    Wir sehen auch tatsächlich festlich geschmückte Musikkapellen, Trachtengruppen und einen Zug der griechischen Marine in ihren prächtigen weißen Ausgeh-Uniformen, die sich auf die Parade vorbereiten. Wir schlendern über den Rathausplatz, entlang der französischen Arkadenhäuser und können einen kurzen Blick in die Agios Spiridon Kirche werfen.

    Während wir mit dem Bus anschließend zum Achilleion fahren, zieht sich leider der Himmel immer mehr zu. Bei der Ankunft gießt es aus Kannen. Leider ist der Palast seit einigen Jahren wegen Renovierung geschlossen. Also bleibt nur der Garten. Bei strömenden Regen. Zum Glück ist es nur ein Schauer und wir können dann das Gelände und den tollen Ausblick doch noch bei Sonnenschein genießen. Wir spazieren durch den Garten mit zahlreichen griechisch anmutenden Statuen und vielen mediterranen Pflanzen wie Bougainvillea, Oleander, Hibiskus und Magnolien. Einfach nur schön!

    Rückkehr zum Schiff und Waffeln essen. Weil es noch früh am Nachmittag ist, nehmen wir den Mein Schiff Shuttlebus in die Altstadt. Wir klettern den Felsen zur Neuen Festung hinauf und haben von dort einen spektakulären Panoramablick. Zurück in der Altstadt gucken wir uns die Agios Spiridon Kirche nochmal etwas genauer an. Und dann wird geshoppt. Korfu Stadt ist mit seinen kleinen ambientösen Geschäften ein wahres Shoppingparadies. Erschöpft nehmen wir den Shuttlebus zurück.

    Wir schaffen es nach dem Abendessen wieder nicht zum Bingo. Vielleicht sollte ich einfach mal das Dessert weglassen? Eher nö! Aber wir gehen ins Theater zu einer tollen Crew-Show und anschließend wieder ins Atrium zum Shanty singen. Wie immer ein Mordsspaß!

    Einmal editiert, zuletzt von Felicitas11 (1. Juli 2026 um 16:41)

  • Tag 14: Seetag

    Och, schon der letzte Tag. Der Tag vergeht mit den üblichen Aktivitäten: Frühstück, Schwimmen, Faulenzen. Warum gibt es eigentlich kein Verb für „in-der-Hängematte-rumlümmeln“? Vielleicht kommt ja „abhängen“ davon.

    Mittags gehen wir zur „Nautischen Fragestunde“. Informativ und kurzweilig. Kapitän Aus ist wirklich großartig.

    Dann streifen wir noch einmal durch das Schiff und landen in der TUI Bar mit den gemütlichen Sitzen im Fenster. Ich stelle erschüttert fest, dass sich die tollen alkoholfreien Cocktails in der Karte unter ihren alkoholhaltigen Entsprechungen befinden. Und ich hatte bis jetzt immer die langweiligen Kinder-Cocktails ohne Schirmchen. Und ohne Deko.

    Letztes Abendessen, wieder zu spät fürs Bingo, Packen. Die Kofferwaage zeigt genau 23 kg. Puh, zum Glück! Unser Transfer zum Flughafen geht um 10 Uhr, also gehen wir beizeiten ins Bett

    .

  • Mein Fazit

    Es war eine großartige Reise!!

    Unsere Verandakabine war toll. Die Kabine ist genauso groß wie eine normale Balkonkabine. Aber die 35 qm Veranda ist spektakulär. Ich liebe die Hängematte!

    Die Mein Schiff 5 hat uns gefallen, obwohl ich die 6 ein kleines bisschen mehr mochte. Das Atrium ist einfach grandioser. Der 25 m Pool ist der Hammer, ich konnte an den Seetagen entspannt meine Runden ziehen. Sauna-und Wellnessbereich haben wir nicht genutzt. Die Massage, die wir hatten, war sehr wohltuend.

    Auch das Essen war großartig. Morgens haben wir meist in der Großen Freiheit gefrühstückt. Nur wenn wir sehr frühe Ausflüge gebucht hatten, waren wir im Atlantik Klassik. Dort war es weniger entspannt, aber nichtsdestotrotz lecker. Das Abendessen haben wir immer im Atlantik Klassik gegessen. Ansonsten waren wir gelegentlich in der Osteria und zum Waffel essen im Anckelmanns. Ich war natürlich Stammgast an der Eisbar, habe allerdings wieder nicht geschafft, alle Eissorten auszuprobieren. Naja, man muss ja auch noch Ziele für die nächste Kreuzfahrt haben.

    Der Service hakte in den ersten Tagen etwas. Vielleicht gab es einen Crewwechsel kurz vorher. Nach einigen Tagen hatte es sich eingespielt und lief wie am Schnürchen. Auch das Housekeeping hat einen hervorragenden Job gemacht. Wir haben uns täglich über sehr schräge Bettdeckentiere gefreut.

    Kapitän Aus und Kreuzfahrtdirekor Max sind ein tolles Team. Bei der Vorstellung der Offiziere und auch bei der Nautischen Fragestunde haben wir Tränen gelacht. Die Blickwinkeltour war definitiv ein Highlight.

    Unsere über Mein Schiff gebuchten Ausflüge waren, bis auf den Ausrutscher in Santorin, großartig. Wir haben viel gesehen und erlebt. Alle Ausflüge waren sehr gut organisiert, ebenso unsere An-und Abreise.

    Also ja, Mein Schiff bleibt unser Schiff.

    3 Mal editiert, zuletzt von Felicitas11 (3. Oktober 2026 um 12:23)

  • Vielen Dank für den tollen Reisebericht Felicitas11 . Er macht definitiv Lust auf ÖMM, auch wenn wir da von früheren "Land" reisen so vieles kennen.

  • Liebe Naturfreundin , bluekat , Elbflorentina und Alexandra1201 !

    Vielen, vielen lieben Dank für das positive Feedback. Es hat mir auch sehr viel Spass gemacht, zu schreiben. Wollte ich schon die ganze Zeit machen, aber der vollgestopfte Alltag .....

    Und da ich schon ganz schön traurig war, dass unsere Kreuzfahrt jetzt im Mai abgesagt wurde, hat mir das Schreiben und eure Resonanz über die Wehmut hinweg geholfen. Dankeschön!<3Und außerdem hatte ich ja trotzdem Urlaub und somit Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von Felicitas11 (21. Mai 2026 um 14:18)

  • Liebe Alexandra1201 !

    Verandakabinen sind toll! Gerade in wärmeren Gegenden ist es wie eine vergrößerte Kabine. Der Blick auf die Heckwelle ist total entspannend. Und ich liebe die Hängematte.

    Ich bin begeisterte Fotografin und habe so zwei Seiten, um tolle Motive vor die Kamera zu bekommen.

    Außerdem bin ich Raucher. Ich frage die Balkone rechts und links, ob es stört. Wenn ja, gehe ich halt um die Ecke.

    Einmal editiert, zuletzt von Felicitas11 (21. Mai 2026 um 20:54)