Beiträge von Felicitas11

    Hallo caro49 , vielen Dank für deinen Bericht. Ich bin mit der Mama nächstes Jahr mit der MS5 in Alexandria. Wir haben den Ausflug mit den Pyramiden und dem Grand Egyptian Museum ins Auge gefasst. Du hast meine Befürchtungen der ausreichenden Zeit und auch des inkludierten Essen betreffend, zerstreut.

    Wie hast du das mit dem Trinkgeld für den Guide gelöst? Euro, Dollar oder ägyptische Pfund? Da bin ich unsicher. Ich bin zum ersten Mal in Ägypten. Braucht man noch für irgendetwas anderes Bargeld?

    Liebe Grüße Maren

    Endlich wieder eine 14-tägige Großbritannien-Tour mit der MS3 mit Stornoway UND den Orkney-Inseln. Jippieh! Dann werde ich mir den Termin schon mal blocken.

    In diesem Zusammenhang: Danke, Danke, Danke John . Ich gehöre zu denjenigen, die ihren Urlaub schon sehr weit im Voraus einreichen müssen. Da sind deine Recherchen für die Urlaubsplanung von unschätzbarem Wert.

    Preis: 128€ Dauer: 8,5h

    Wir haben diesen Ausflug im Mai 2024 gemacht. Leider ist am Tag unseres allerersten Zypern-Besuchs orthodoxer Ostersonntag. Alle Museen, Ausgrabungsstätten und die Geschäfte im südlichen Teil Zyperns haben geschlossen. Deswegen haben wir den Ausflug „Die Vielfalt Nordzyperns“ gebucht, der uns in den türkischen Teil Zyperns führt. Leider spielt das Wetter nicht mit. Es ist bewölkt, gelegentlich tröpfelt es.

    Wir haben einen hervorragenden einheimischen Guide. Erste Station ist der Grenzübergang in Nikosia. Passkontrolle, schon mit einem kleinen Nervenkitzel, dann sind wir im türkischen Teil Zyperns.

    Zuerst fahren wir nach Kyrenia (türkisch: Girne) mit einem idyllischen alten Hafen. Wir besichtigen eine Kastell, dass von Byzantinern erbaut und erst von Kreuzrittern im 12. Jh. und dann von Venezianern im 14. Jh. erweitert wurde. Es ist eine imposante Festung mit mächtigen Mauern. Ein kleines Museum informiert über Schifffahrtsgeschichte der Gegend. Highlight ist das Wrack eines griechischen Handelsschiffes aus dem 4.Jh.v.Ch. mit unzähligen Amphoren. Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Festung und klettern auf die Mauern, von denen wir einen phantastischen Blick auf den Hafen, Meer und die Stadt haben.

    Dann geht es weiter nach Bellapais, die zauberhafte Ruine einer gotischen Abtei aus dem 13.Jh. Der Kreuzgang ist wunderbar erhalten, ebenso das Dormiterium, das Refektorium und die Küche. Im Kreuzhof wachsen Zypressen, die in Kombination mit den gotischen Spitzbögen phantastisches Fotomotive sind. Von der Ruine hat man einen grandiosen Ausblick auf Felsen und Meer.

    Mittagessen gibt es in einem Restaurant gleich neben der Abtei. Die Vorspeise -Salat, Pasten, frisches Brot- kommt in die Mitte des Tisches. Alles sehr frisch und lecker. Der Hauptgang musste vorher gewählt werden (Huhn, Fisch oder vegetarisch). Das Mamchen nimmt das vegetarische Gericht, ich den Fisch. Auch das ist köstlich.

    Während der Besichtigung und des Essens gab das Wetter alles: Wir hatten strahlenden Sonnenschein. Kaum klettern wir in den Bus um zurückzufahren, fängt es an zu tröpfeln. Steigert sich dann zu einem richtigen Gewitter. Die Blitze über den Bergen sind ein imposanter Anblick.

    Es war ein toller Ausflug. Auch wenn es nur eine Notlösung war, kann ich ihn empfehlen. Durch die zwei Stunden Hin-und Rückweg hat man auch gleich noch eine Panoramafahrt quer durch Zypern on top.

    Übrigens waren wir einen Tag später auf Rhodos. Auch dort hatten Museen und Behörden geschlossen. (Geschäfte und Gastronomie waren geöffnet.) Und ihr werdet nicht glauben, warum! Da der 1. Mai in die orthodoxe Fastenzeit fiel, wurde er einfach um eine Woche verschoben. Feiertag und Fasten passt ja nun wirklich nicht zusammen.

    Was lehrt uns das: Immer schön vor Buchung die regionalen Feiertage checken!8o

    Preis: 114€ Dauer: 6,5 h

    Wir haben diesen Ausflug im Mai 2024 unternommen. Aber da ich gerade so im Flow bin, mit Reiseberichten schreiben, will ich darübe gerne erzählen.

    Da wir Ephesus schon kennen und ich alte Steine zum Glücklichsein brauche, haben wir uns für diesen Ausflug entschieden. Alle drei Orte waren damals Thema an der Uni und jetzt bekomme ich sie endlich zu sehen! Jippieh!

    Um 9.30 Uhr finden wir uns am Busparkplatz ein. Hmmm, nur ein Bus für diese Destination und der ist auch nur zur Hälfte gefüllt. Das verspricht entspannt zu werden.

    Wir starten mit der Fahrt nach Priene, der ersten am Reißbrett entworfenen Stadt. Die Stadt wurde im 4. Jh.v.Ch. von den Persern zerstört und dann im Hellenismus wieder aufgebaut. Somit ist sie ein Musterbeispiel griechischen Städtebaus. Das Theater ist sehr gut erhalten und hat eine hervorragende Akkustik. Wir machen einen Test und ich habe das Mamchen tatsächlich oben sprechen gehört. Besonders angetan haben es mir 5 Ehrensessel, die für Würdenträger reserviert waren. Vom Athena-Tempel ragen nur noch 5 pittoreske Säulen (ionisch) aus den Trümmern und zwischen den Mohnblumen hervor.

    In Milet machen wir erstmal eine Zwangspause zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Der frisch gepresste Orangensaft ist aber wirklich lecker. Wir besichtigen die Faustina-Therme, ein römisches Bad aus dem 2.Jh.n.Ch. Ein monumentales hellenistisches Amphitheater mit Platz für 15000 Zuschauern ist ebenfalls gut erhalten und ein absolutes Highlight. Ich sitze auf jahrtausendalten Rängen und streife durch unterirdische Gänge. Dann werfe ich noch einen Blick in das Heroon (Grab einer wichtigen Persönlichkeit), aber der Reiseleiter mahnt zur Eile. Im Großen und Ganzen wirkt das Areal aber etwas verwahrloster als Priene. Es gibt nur ein kleines, windschiefes Kassenhäuschen. (Stand 2024)

    In Didyma angekommen, essen wir erstmal verspätet zu Mittag. In einem Restaurant sind lange Tische mit Pasten, Brot und Salaten eingedeckt. Als Hauptgang hat das Mamchen Huhn, ich entscheide mich für Fisch und bekomme eine Art von Barsch (ganz am Stück, mit kleinen Zähnchen). Sehr lecker!

    Aber dann bekomme ich ihn endlich zu sehen: den Apollon-Tempel von Didyma!! Er war eine der bedeutendsten Kult-und Orakelstätten im hellenistischen Griechenland und zählt zu den monumentalsten Sakralbauten der griechisch-römischen Antike. Viele Säulenbasen (sollen 120 Säulen gewesen sein) sind gut erhalten. Aber richtig spektakulär sind die gigantischen Säulen (19,7 m), die noch aufrecht stehen. Es ist atemberaubend!!! Aber auch hier drängelt der Reiseleiter. Ich wäre gerne noch länger geblieben. Beim Rausgehen entdecke ich noch eins der Medusenhäupter, die sich am Architrav befunden haben sollen.

    Wir kommen 1,5 Stunden verspätet am Schiff an.

    Es war ein spektakulärer, aber auch anstrengender Ausflug. Unser Reiseleiter war nicht so toll. Aber an allen 3 Orten war das Deutsche Archäologische Institut an den Ausgrabungen beteiligt und es gibt Erklärungen und Schilder in Türkisch, Englisch und Deutsch. Positiv ist auch zu erwähnen, dass alle drei Orte nicht überlaufen waren. In Priene und Didyma war noch ein andere Reisegruppe vor Ort, in Milet waren wir komplett alleine. Wenn man Ephesus schon kennt und alte Steine mag, kann ich diesen Ausflug wirklich empfehlen.

    Liebe Alexandra1201 !

    Verandakabinen sind toll! Gerade in wärmeren Gegenden ist es wie eine vergrößerte Kabine. Der Blick auf die Heckwelle ist total entspannend. Und ich liebe die Hängematte.

    Ich bin begeisterte Fotografin und habe so zwei Seiten, um tolle Motive vor die Kamera zu bekommen.

    Außerdem bin ich Raucher. Ich frage die Balkone rechts und links, ob es stört. Wenn ja, gehe ich halt um die Ecke.

    Liebe Naturfreundin , bluekat , Elbflorentina und Alexandra1201 !

    Vielen, vielen lieben Dank für das positive Feedback. Es hat mir auch sehr viel Spass gemacht, zu schreiben. Wollte ich schon die ganze Zeit machen, aber der vollgestopfte Alltag .....

    Und da ich schon ganz schön traurig war, dass unsere Kreuzfahrt jetzt im Mai abgesagt wurde, hat mir das Schreiben und eure Resonanz über die Wehmut hinweg geholfen. Dankeschön!<3Und außerdem hatte ich ja trotzdem Urlaub und somit Zeit.

    Mein Fazit

    Es war eine großartige Reise!!

    Unsere Verandakabine war toll. Die Kabine ist genauso groß wie eine normale Balkonkabine. Aber die 35 qm Veranda ist spektakulär. Ich liebe die Hängematte!

    Die Mein Schiff 5 hat uns gefallen, obwohl ich die 6 ein kleines bisschen mehr mochte. Das Atrium ist einfach grandioser. Der 25 m Pool ist der Hammer, ich konnte an den Seetagen entspannt meine Runden ziehen. Sauna-und Wellnessbereich haben wir nicht genutzt. Die Massage, die wir hatten, war sehr wohltuend.

    Auch das Essen war großartig. Morgens haben wir meist in der Großen Freiheit gefrühstückt. Nur wenn wir sehr frühe Ausflüge gebucht hatten, waren wir im Atlantik Klassik. Dort war es weniger entspannt, aber nichtsdestotrotz lecker. Das Abendessen haben wir immer im Atlantik Klassik gegessen. Ansonsten waren wir gelegentlich in der Osteria und zum Waffel essen im Anckelmanns. Ich war natürlich Stammgast an der Eisbar, habe allerdings wieder nicht geschafft, alle Eissorten auszuprobieren. Naja, man muss ja auch noch Ziele für die nächste Kreuzfahrt haben.

    Der Service hakte in den ersten Tagen etwas. Vielleicht gab es einen Crewwechsel kurz vorher. Nach einigen Tagen hatte es sich eingespielt und lief wie am Schnürchen. Auch das Housekeeping hat einen hervorragenden Job gemacht. Wir haben uns täglich über sehr schräge Bettdeckentiere gefreut.

    Kapitän Aus und Kreuzfahrtdirekor Max sind ein tolles Team. Bei der Vorstellung der Offiziere und auch bei der Nautischen Fragestunde haben wir Tränen gelacht. Die Blickwinkeltour war definitiv ein Highlight.

    Unsere über Mein Schiff gebuchten Ausflüge waren, bis auf den Ausrutscher in Santorin, großartig. Wir haben viel gesehen und erlebt. Alle Ausflüge waren sehr gut organisiert, ebenso unsere An-und Abreise.

    Also ja, Mein Schiff bleibt unser Schiff.

    Tag 14: Seetag

    Och, schon der letzte Tag. Der Tag vergeht mit den üblichen Aktivitäten: Frühstück, Schwimmen, Faulenzen. Warum gibt es eigentlich kein Verb für „in-der-Hängematte-rumlümmeln“? Vielleicht kommt ja „abhängen“ davon.

    Mittags gehen wir zur „Nautischen Fragestunde“. Informativ und kurzweilig. Kapitän Aus ist wirklich großartig.

    Dann streifen wir noch einmal durch das Schiff und landen in der TUI Bar mit den gemütlichen Sitzen im Fenster. Ich stelle erschüttert fest, dass sich die tollen alkoholfreien Cocktails in der Karte unter ihren alkoholhaltigen Entsprechungen befinden. Und ich hatte bis jetzt immer die langweiligen Kinder-Cocktails ohne Schirmchen. Und ohne Deko.

    Letztes Abendessen, wieder zu spät fürs Bingo, Packen. Die Kofferwaage zeigt genau 23 kg. Puh, zum Glück! Unser Transfer zum Flughafen geht um 10 Uhr, also gehen wir beizeiten ins Bett

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    Tag 13: Korfu

    Der heutige Ausflug heißt „Achilleion und Korfus Altstadt im kleinen Kreis“ Wir haben in meiner Kindheit immer zu Weihnachten „Sisi“ im Fernsehen geschaut und wollen endlich Sisis Refugium auf Korfu im Original sehen. Da auf Korfu am 21.Mai Nationalfeiertag ist (Vereinigung der ionischen Inseln mit dem griechischen Festland), starten wir mit dem Spaziergang durch die Altstadt. Unsere Reiseleiterin erklärt, dass dann später wegen der Umzüge kein Durchkommen in der Innenstadt sei.

    Wir sehen auch tatsächlich festlich geschmückte Musikkapellen, Trachtengruppen und einen Zug der griechischen Marine in ihren prächtigen weißen Ausgeh-Uniformen, die sich auf die Parade vorbereiten. Wir schlendern über den Rathausplatz, entlang der französischen Arkadenhäuser und können einen kurzen Blick in die Agios Spiridon Kirche werfen.

    Während wir mit dem Bus anschließend zum Achilleion fahren, zieht sich leider der Himmel immer mehr zu. Bei der Ankunft gießt es aus Kannen. Leider ist der Palast seit einigen Jahren wegen Renovierung geschlossen. Also bleibt nur der Garten. Bei strömenden Regen. Zum Glück ist es nur ein Schauer und wir können dann das Gelände und den tollen Ausblick doch noch bei Sonnenschein genießen. Wir spazieren durch den Garten mit zahlreichen griechisch anmutenden Statuen und vielen mediterranen Pflanzen wie Bougainvillea, Oleander, Hibiskus und Magnolien. Einfach nur schön!

    Rückkehr zum Schiff und Waffeln essen. Weil es noch früh am Nachmittag ist, nehmen wir den Mein Schiff Shuttlebus in die Altstadt. Wir klettern den Felsen zur Neuen Festung hinauf und haben von dort einen spektakulären Panoramablick. Zurück in der Altstadt gucken wir uns die Agios Spiridon Kirche nochmal etwas genauer an. Und dann wird geshoppt. Korfu Stadt ist mit seinen kleinen ambientösen Geschäften ein wahres Shoppingparadies. Erschöpft nehmen wir den Shuttlebus zurück.

    Wir schaffen es nach dem Abendessen wieder nicht zum Bingo. Vielleicht sollte ich einfach mal das Dessert weglassen? Eher nö! Aber wir gehen ins Theater zu einer tollen Crew-Show und anschließend wieder ins Atrium zum Shanty singen. Wie immer ein Mordsspaß!

    Tag 12: Tarent

    Auch heute haben wir einen Ausflug gebucht: „Matera - die Stadt der Höhlensiedlungen“. Nachdem ich gelesen hatte, dass dir Stadt Kulisse für James Bond und Wonderwoman war, wollte ich sie unbedingt besuchen. Mamchen haben die 2 Tage Ruhe gut getan und sie fühlt sich fit genug für einen Ausflug.

    Heute haben wir einen englischsprachigen Guide. Leider spricht sie mit einem sehr starken italienischen Akzent, der es schwer macht, ihren Ausführungen zu folgen. Naja, wird schon gehen. Nach ca. 90 Minuten Busfahrt erreichen wir unser Ziel.

    Die Altstadt von Matera besteht aus uralten, in den weichen Tuffstein geschlagenen, Höhlenwohnungen, den sogenannten Sassi, verwinkelten Gassen und Treppen. Vielen Treppen! Wir werden durch die Stadt geführt und besuchen eine der Felsenkirchen mit atemberaubenden Fresken. Auch eine Besichtigung der Casa Grotta steht auf dem Programm. Dabei handelt es sich um einen originalgetreu eingerichtete Höhlenwohnung, die zeigt wie eine Großfamilie mit ihren Haustieren bis in die 50er Jahre (!!!) in solch einer Höhlenwohnung lebte. Beeindruckend, aber auch etwas beklemmend.

    Wir verlassen die Sassi und haben dann noch eine Stunden Freizeit. Auch der Rest von Materas Innenstadt ist zauberhaft. Wir schlendern durch eine barocke Altstadt, kaufen Souvenirs und schauen in eine Barock- und eine normannische Kirche hinein. Auf dem Piazza Vittorio Veneto reicht die Zeit leider nicht mehr für die unterirdische Zisterne, aber definitiv noch für ein Eis. Und ich entdecke an der Ostseite des Platzes noch eine versteckte Aussichtsplattform, von der man noch einmal einen grandiosen Blick auf die Sassi hat.

    Ein toller Ausflug! Es ist wie eine Reise in eine komplett andere Welt. Am Ende fand ich auch unsere Reiseleiterin richtig gut, weil sie sich wirklich sehr bemüht hat, die Gruppe sicher über die steilen Treppen und durch die verwinkelten Gassen zu bringen.

    Zurück auf dem Schiff entspannen wir auf der Veranda. Wir schauen beim Musik-Quiz im Studio auf Deck 4 vorbei, aber wir sind zu spät. Mist! Da das Mamchen und ich zusammen einige Jahrzehnte Musikgeschichte abdecken, hätten wir gute Chancen gehabt.

    Tag 11: Seetag

    Heute gibt es lecker Lachsfrühstück im Atlantik Klassik. Danach gehe ich Schwimmen. Diesmal erlebe ich Liegen-reservieren mal von der anderen Seite. Das Pooldeck ist noch vollkommen leer. Ich parke mein Handtuch und meinen Bademantel auf einer Liege nahe der Poolleiter. Als ich nach dem Schwimmen zu der Liege zurückkehre, um in den Bademantel zu schlüpfen, finde ich dort statt meiner Sachen einen Herrn. Hmmm….. Erklärt mir sehr herablassend, dass ich zu lange weg gewesen wäre. Das wäre jetzt seine Liege. Ich schwanke zwischen Belustigung und Zorn. Aber ich denke an meine ureigenste Liege auf der Veranda. Also begnüge ich mich mit einer kleinen boshaften Bemerkung und gehe hoheitsvoll ab. Naja, soweit man von hoheitsvoll sprechen kann, wenn man leise vor sich hintropft. (P.S. Übrigens waren zu diesem Zeitpunkt immer noch andere Liegen in der Sonne frei.)

    Der Tag vergeht mit Veranda, Hängematte, Lesen und ich recherchiere Bingo Regeln im Internet. Auf einer Kreuzfahrt muss man doch auch mal Bingo spielen. Schon allein, um alle Klischees zu erfüllen. Wir gehen natürlich Waffeln essen, ich probiere mich weiter durch das Eissortiment (neuer Favorit: Espresso-Eis) und besuchen das Bord-Reisebüro.

    Leider zieht sich das Abendessen heute etwas und ich schaffe es nicht rechtzeitig zum Bingo. Aber ich bleibe heute auf und werfe noch einen Blick auf die 80er-Jahre-Party auf dem Pooldeck. Der DJ ist großartig, die Stimmung toll und ich erspähe tatsächlich einige 80er Modesünden, da sich einige Gäste und Crewmitglieder in zeitgemäße Outfits geworfen haben.

    Tag 10: Piräus

    Heute ist wieder ein Mein-Schiff-Ausflug geplant: „Antikes Korinth“. Die Mama bleibt auf der Veranda und pflegt ihre Wunden.

    Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir den Kanal von Korinth. Von einer Brücke hat man einen großartigen Blick aus schwindelerregender Höhe und kann beobachten, wie Schiffe einzeln zwischen den über 80m hohen Felswänden hindurch navigieren. Spektakulär!!

    Weiterfahrt zum antiken Korinth. Korinth war eine der mächtigsten und reichsten griechisch-römischen Handelsmetropolen. Heute ist das Grabungsgelände ein Archäologischer Park. Ich bestaune einen Apollon-Tempel, ein griechischen Theater und aufwendig konstruierte Brunnenanlagen. Das Gelände ist nicht überfüllt und sehr idyllisch: Ruinen und Fragmente zwischen Mohnblumen und Rhododendren. Ein bezauberndes kleines Museum zeigt griechischen Statuen, römische Mosaiken und eine kuriose Sammlung von Ton-Votivgaben, die menschliche Körperteile darstellen und dem Gott der Heilkunst, Asklepios, geopfert wurden. Ein großartiger Ausflug mit einem hervorragenden Guide.

    Mamchen geht es gut, sie liegt auf der Terrasse, kühlt ihren Arm und liest. Abendessen im Atlantik Klassik und nach dem Auslaufen erleben wir einen grandiosen Sonnenuntergang.

    Tag 9: Santorin

    Der Tag mit dem Horror-Ausflug!

    Gebucht haben wir „Santorins Postkartenmotive“. Da ich leidenschaftlich gern fotografiere und wir die Ausgrabung von Akrotiri und das Prähistorische Museum in Thira schon kennen, erscheint dieser Ausflug als eine gute Wahl. Laut Beschreibung sieht man die schönsten Motive der Insel.

    Noch gut gelaunt, steigen wir in das Tenderboot, das heute ganz schön wackelt, und fahren mit einem ketterauchenden Skipper zum Neuen Hafen. Dort steht unser Ausflugbus bereit. Die Reiseleiterin stellt sich vor: Sie ist Deutsche und der Liebe wegen nach Santorin gezogen. Leider kann sie nicht besonders gut erzählen und gibt kaum Auskünfte über Land und Leute. Ihre geschichtlichen und archäologischen Informationen sind schlichtweg falsch. Nur als die Frage aufkommt, wie sie die zahlreichen Erdbeben im Frühjahr 2025 erlebt hat, wird es etwas interessanter.

    Erst fahren wir nach Pyrgos, ein altes Gebirgsdorf mit verwinkelten Gassen, verwunschenen Kirchen und wirklich vielen Treppen. Dort haben wir etwa 15 Minuten Freizeit. Weiter geht es nach Oia, DAS Bilderbuchdorf Santorins mit den wunderschönen blauen Kirchenkuppeln. Leider hetzen wir durch den Ort. Weiterfahrt nach Firostefani und Spaziergang entlang der Caldera nach Thira. Tja, mit Spaziergang hatte das nicht mehr viel zu tun, eher mit Schweinsgalopp. Man kann weder gucken geschweige denn in Ruhe fotografieren. Mehrere Ausflugteilnehmer stürzen, als sie Schritt halten wollen. Leider auch die Mama.

    Mit letzter Kraft schleppen wir uns zur Seilbahn. Dort stehen unfassbare Menschenmengen an. Wir stehen mit und stehen und stehen. Ich kann noch nicht mal die Fahrt nach unten genießen, weil ich mir Sorgen um das Mamchen mache. Bei den Tenderbooten geht das Stehen weiter.

    Zurück auf dem Schiff untersuchen wir Mamchens Blessuren. Einige Schürfwunden, aber der eine Arm sieht nicht gut aus: Er ist geschwollen und hat eine ziemlich ungesunde Farbe. Mamchen wiegelt ab und wir gehen erstmal zum Abendessen. Danach kann ich sie aber doch noch zu einem Besuch beim Bordarzt überreden. Der ist nett und effizient und röntgt sogar. Puh, nichts gebrochen. Sie soll kühlen. Am nächsten Tag haben wir eine Rechnung von 354,-€ im Briefkasten (haben wir übrigens anstandslos von der Versicherung zurück bekommen). Hatte es teurer erwartet. Naja, können wir die Erfahrung mit dem Bordhospital also auch abhaken.

    Ich denke schon, dass das eigentlich ein sehr schöner Ausflug ist. Man bekommt wirklich die Highlights der Insel zu sehen. Nur in unserem Fall hat das Zeitmanagement einfach nicht hingehauen. Bei der abendlichen Fotoschau stelle ich fest, dass ich wider Erwarten doch einige vernünftige Fotos für mein Fotobuch knipsen konnte.

    Tag 7: Souda

    Heute haben wir wieder einen Ausflug über Mein Schiff gebucht: „ Rethimnon und Landleben“.

    Rethimnon ist ein bezauberndes Städtchen mit engen Gassen, blumengeschmückten Häusern und kleinen Geschäften. Überall sieht man osmanische und venezianische Einflüsse. Nach einer kurzen Stadtführung, beginnend am Venezianischen Hafen, können wir schlendern und shoppen. Ich empfinde Rethimnon als charmant und nicht ganz so überfüllt wie Chania.

    Die zweite Station ist die Agreco Farm. Auf diesem Landgut werden nach jahrhundertealten Methoden biologische Produkte wie Wein, Olivenöl und Honig hergestellt. Und es ist zu dieser Jahreszeit ein phantastisches Blütenmeer. Inkludiert ist ein wirklich leckerer Imbiss. Nach der Führung und der Verkostung bleibt Zeit für eigene Erkundungen. Ich fotografiere wie ein Weltmeister: Flauschküken, staksige Zicklein, Bienen im Anflug und Blumen, Blumen in allen Farben. Im Hofladen erwerbe ich Olivenöl und bete um eine nicht so genaue Gepäckwaage am Flughafen beim Rückflug.


    Tag 8: Heraklion

    Och, schon Halbzeit!!!

    Auch für heute haben wir einen Ausflug über Mein Schiff gebucht: „Knossos und Arolithos“. Ja, ich weiß, man kommt ziemlich einfach individuell nach Knossos. Haben wir auch schon gemacht. Aber diesmal bin ich zu faul zum Organisieren und vielleicht gibt es bei einer Führung noch mehr Hintergrundinformationen.

    Wir haben eine kurze Busfahrt nach Knossos mit einer hervorragenden Reiseleiterin. Sie stammt zwar ursprünglich aus den Niederlanden, spricht aber fließend Deutsch. Sie führt uns über das Gelände, erklärt fachlich richtig, fundiert und mit viel Humor die Palastanlage, die Ausgrabungen und die mehr oder minder gelungene Rekonstruktion. Sehr informativ und kurzweilig.

    Anschließend fahren wir nach Arolithos, ein Museumsdorf und eine Kunsthandwerkerkolonnie. Das Dorf besteht aus kleinen bunten Häusern in typischer kretischer Bauweise und man kann Werkstätten für kretisches Handwerk besuchen, wie Weber, Töpfer, Mosaikkünstler und Schnitzer. Des Weiteren informiert eine kleine Ausstellung über bäuerlichen Leben im 19. Jahrhundert. Wir bekommen einen kleinen Imbiss, den wir allerdings gegen zahlreiche Katzen verteidigen müssen. In meinem Fall ziemlich erfolglos. Das Ganze ist sehr idyllisch, fällt aber gegen den Besuch der Agreco Farm am Vortag etwas ab, auch kulinarisch.

    Bis dahin haben wir strahlenden Sonnenschein. Bei der Rückfahrt nach Heraklion zieht sich der Himmel langsam zu. Beim Schiff angekommen, ist es richtig duster. Man kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen, Windböen und Sturm. Die Augen brennen und die Luft ist gelb vor Sand. Eigentlich wollte ich bei 28°C nachmittags in der Sonne liegen. Das fällt wohl nun aus, es sei denn, man mag Ganzkörperpeelings.

    Abends legt sich der Sturm und ich will bei der Poolparty noch etwas das Tanzbein schwingen. Der DJ ist richtig gut, aber irgendwie kommt keine Stimmung auf. Es ist leer, zu leer. Und warum legen wir eigentlich nicht ab???

    Von unserer Veranda aus sehe ich gegen 23 Uhr noch mehrere Busse anrollen. Das erklärt einiges.

    Am nächsten Morgen sehen wir auf dem Weg zum Frühstück an vielen Kabinen noch die Umschläge mit den Bordkarten stecken. Später stellt sich heraus: die Flieger konnten wegen des Sandsturms nicht landen. Einige wurden nach Athen umgeleitet, einige sind nach Deutschland zurückgeflogen. Am nächsten Tag ist auch noch eine größere Menge Gäste auf Santorin zugestiegen. Gerade von den Gästen, die nach Deutschland zurückfliegen mussten und die nur für eine Woche gebucht hatten, haben dann wohl einige verzichtet. Ich konnte leider nicht rauskriegen, wie kulant TUI Cruises in diesen Fällen war.

    Ihr Lieben!

    Susi66 , Elbflorentina , Saedis

    So pauschalisieren kann man das nicht. Ich arbeite für eine Stiftung, zu der mehrere Museen in Berlin gehören. Wir haben ein soziales Preismodell. Freien Eintritt haben: Alle unter 18, Menschen mit Handicap + Begleitperson, Studenten, Schüler, Azubis, Bürgergeldempfänger, Arbeitslose, Flüchtlinge...

    Und ich kenne einige Museen, die das ähnlich handhaben. Nur beim Umgang mit Senioren/ Rentnern muss ich euch zustimmen. Dass ist in fast allen anderen europäischen Ländern besser gelöst und sie bekommen wenigstens ermäßigten, wenn nicht sogar freien Eintritt. Das ist in Deutschland leider eher unüblich.

    Viele Grüße Felicitas

    Tag 5: Seetag

    Frühstück, Schwimmen, in der Hängematte abhängen und ich arbeite immer noch daran, mich durch das Eissortiment zu essen.

    Highlight des Tages ist die Blickwinkeltour. Wir finden uns mit ca. 20 weiteren Gästen im Diamanten ein. Leider sind Fotos aus Sicherheitsgründen bei der Tour nicht erlaubt, aber der Bordfotograf begleitet uns.

    Der Küchenchef persönlich führt uns in die Küche und erläutert, wie die Arbeitsabläufe sind. Ich kenne tatsächlich einige Großküchen, aber das ist schon eine andere Liga und extrem beeindruckend. Wir bekommen Häppchen und Sekt bzw. O-Saft und versuchen nicht im Weg zu stehen. Das ist gar nicht so einfach, da die Vorbereitungen für das Abendessen schon laufen. Im Lager auf Deck 2 übernimmt dann der dortige Chef. Auch das ist spannend und die Logistik bewundernswert. Und falls irgendwer mal Angst haben sollte, dass das Bier alle wird – das ist eher unwahrscheinlich. Wir dürfen sogar in die Kühlräume. Dann geht es über die „Autobahn“, einen Hauptweg längs durch das ganze Schiff, in die Wäscherei. Ich hatte ja schon vorher einen Heidenrespekt vor der Arbeit der vielen fleißigen Hände an Bord. Aber nachdem ich die Wäscherei gesehen habe, ist der Respekt ins Unermessliche gestiegen.

    War die Tour mit 79,- € ziemlich teuer? Ja! Hat es sich gelohnt? Aber sowas von Ja!!!! Mit 4 Ausrufezeichen.


    Tag 6: Piräus

    Für heute habe ich wieder über Hellenic Heritage Tickets gebucht: zwischen 9 und 10 Uhr für das Akropolis-Museum und 13 Uhr für die Akropolis. Ich kann diese Website wirklich nur wärmsten empfehlen. Es ist die Seite der offiziellen griechischen Altertumsbehörde und die Tickets sind preiswerter (weil die teils unverschämten Aufschläge der anderen Ticketanbieter wegfallen) und man bekommt auch die verbilligten Senioren-Tickets. Das Akropolis-Museum wurde mir von vielen Freunden und Bekannten ans Herz gelegt. Wir wollten es im Jahr davor schon besuchen. Damals waren wir aber früh erst auf der Akropolis. Als wir dann gegen Mittag ins Museum wollten, standen unfassbare Menschenmengen davor, so dass wir doch lieber ins Archäologische Museum gegangen sind.

    Wir liegen am Terminal C. Erstmal schauen, ob der hier im Forum empfohlene Bus X80 fährt. Nö, tut er nicht. Wohl erst ab Ende Mai. Der Gott des Öffentlichen Nahverkehrs ist uns wohl nicht gewogen. Dann eben Taxi. Wir werden einem charmanten Fahrer zugewiesen, der sich durch Seitenstraßen schlängelt und als er von den gebuchten Tickets fürs Museum hört, nochmal richtig Gas gibt. Mamchens Herz gewinnt er, als er nicht glauben will, dass sie meine Mutter ist. Wir bezahlen letztendlich etwas mehr als die im Vorfeld recherchierten 25,- €, aber egal. Trinkgeld gibt es trotzdem und im Gegenzug erhalten wir eine Telefonnummer und das Versprechen, uns abzuholen, egal wo wir gerade in Athen sind. Beim Abendessen erzählen uns übrigens andere Gäste, dass wohl alle Ausflugsbusse von Mein Schiff eine Stunde oder mehr im Stau standen.

    Wir spazieren ins Akropolismuseum und es ist wohltuend leer. Die lichtdurchflutete Architektur ist spektakulär. Glasböden im Erdgeschoss erlauben einen Blick auf die Ausgrabungen. Im oberen Stock ist der komplette Parthenon-Fries im exakten Winkel zum Original-Tempel gezeigt. Die fehlenden Teile, die sich größtenteils im Britischen Museum befinden, wurden mit Gips nachgebildet. Wir bestaunen die Original-Karyatiden und informieren uns in einer Teilausstellung über die Bemalung von griechischen Statuen.

    Gegen Mittag füllt sich das Museum stetig, aber wir finden noch ein Plätzchen im Museumscafè mit einem tollen Blick auf die Akropolis. Mamchen meckert, weil ich viel zu viel Zeit im wirklich tollen Museumsshop verbringe.

    Die Akropolis ist auch nicht so voll. Als wir kommen, verlassen die meisten Reisegruppen bereits das Gelände. Wir schlendern entspannt durch die Anlage und bestaunen den Parthenon, das Erechtheion (wie wir jetzt wissen, mit Kopien der Karyatiden), das Odeon und den Tempel der Athena Nike. Der Parthenon ist auch diesmal größtenteils eingerüstet. Irgendwie bekomme ich wohl nie ein Foto ohne Kran und Baugerüst. Wir bekommen ohne Drängeln einen Platz auf der Aussichtsplattform im hinteren Teil des Geländes. Athen liegt uns zu Füßen und ich kann seelenruhig Fotos von der Stadt machen.

    Die Plaka ist uns zu überfüllt zum Shoppen, also bummeln wir zum Parlamentsgebäude. Dort warten wir auf den Wachwechsel der Garde und beobachten dann fasziniert, wie Männer in lustigen Bommelschuhen ihre Beine beim Marschieren nach oben werfen.

    Mittlerweile ist es in der Sonne ziemlich heiß und wir beschließen, zum Schiff zurück zu kehren. Wie versprochen hält unser Taxi mit quietschenden Reifen 10 Minuten nach unserem Anruf genau vorm Parlament.

    Den Rest des Tages verbringen wir mit Essen (erst lecker Waffeln mit Vanilleeis, später Abendessen im Atlantik Klassik) und Faulenzen.

    Abends gehen wir in eine Show ins Theater. Hab leider vergessen, welche. Ist eh nur, um die Zeit bis zum Shanty-Chor zu überbrücken. Wir sichern uns einen Platz an der Atriumtreppe auf Deck 4 mit einem perfekten Blick auf die Sänger. Das Ganze ist, wie immer, ein Mordsspaß und wir singen, sehr laut und sehr falsch, mit. Obwohl die Mama natürlich behauptet, sie sänge nie falsch. Nie. Niemals. Auf gar keinen Fall. Ich lass das mal so stehen.

    Tag 3: Seetag

    Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen des Universums, dass Kinder ihrer Mama morgens den Kaffee auf der Veranda reichen. Also tue ich das. Frühstück im Diamanten und dann schwimme ich einige Runden. Die Kampfschwimmer sind um diese Zeit schon durch und die Poolplanscher noch nicht da. Teilweise habe ich den Pool ganz für mich allein. Und während ich gemütlich meine Bahnen ziehe, beobachte ich ungläubig und leicht belustigt das merkwürdige Gebaren meiner Mitmenschen beim Liegen-Reservieren.

    Schiffserkundung, Mittag in der Osteria -lecker- und ich versuche an der Eisbar alle Eissorten zu probieren. Klappt nicht. Sind zu viele. Neuer Favorit ist Sanddorn-Quark.

    18.30 Uhr haben wir Massage-Termin: Rückenmassage mit heißer Rolle. Sehr Wohltuend!

    Dadurch sind wir spät beim Abendessen im Atlantik Klassik und werden an einen großen Tisch zwischen andere Gäste gequetscht. Das Essen dauert ewig, aber wir unterhalten uns großartig.

    Tag 4: Limassol (Zypern)

    Als wir das letzte Mal auf Zypern anlegten, war fatalerweise ein orthodoxer Feiertag und im griechischen Teil Zyperns alles geschlossen. Damals hatten wir einen Ausflug in den Norden, den türkischen Teil, gemacht.

    Aber diesmal will ich unbedingt in den Archäologischen Park von Paphos. Also haben wir über Mein Schiff den Ausflug „ Paphos und Kourion - Auf den Spuren der Römer“ gebucht. Und diesen Ausflug kann ich uneingeschränkt empfehlen.

    Erste Station ist Kourion, eine antike Ausgrabungsstätte mit tollen Mosaiken. Gegen Wind und Wetter sind die Mosaiken mit einer Stahlkonstruktion überdacht. Hilft auch gegen die Sonne, die mittlerweile schon ganz schön vom Himmel brennt. Einige Meter weiter befindet sich ein griechisch-römisches Theater mit einem spektakulären Blick aufs Meer. Mit uns ist auch ein zypriotischer Kinderchor vor Ort, der, um die Akkustik zu testen, einige Lieder vorträgt. Ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen – ich sitze auf jahrhundertealten Stufen, diese Kulisse und dann noch der Chor.

    Weiter geht’s zum Felsen der Aphrodite. An dieser Stelle soll die Göttin der Schönheit und der Liebe aus dem Meer gestiegen sein. Ich versuche mich für Fotos in eine Aphrodite-Pose zu werfen, sehe aber wegen des starken Windes am Meer eher aus wie ein gerupftes Huhn.

    Die dritte Station ist die Agios-Paraskevi-Kirche mit atemberaubenden Fresken. Und dann zum Schluss der Archäologische Park Paphos. Ein Besucherzentrum informiert über die Geschichte des Ortes. Die Höhepunkte des Parks sind aber die römischen Villen mit den zahlreichen in situ vorhandenen Bodenmosaiken.

    Die Freizeit reicht dann nur noch für einen kleinen Spaziergang entlang der wirklich schönen Uferpromenade. Zurück auf dem Schiff sind wir so erschöpft, dass wir nur noch zum Abendessen gehen und dann beizeiten ins Bett.