13.01.2025 Ushuaia , Argentinien - Teil 3
Jetzt erreichten wir die Lapataia Bay. Hier wartete das nächste Highlight auf uns. Hier endet der Pan-America-Highway Nummer 3. Natürlich wurden auch hier wieder alle wichtigen Schilder fotografiert. Und wenn man schon mal da ist, blanko- nur das Schild, einzeln und zu zweit.![]()
Hier befindet sich auch ein wunderschöner kleiner Rundweg. Wir hatten das Glück, dass wir hier mit unserer kleinen Gruppe fast alleine waren. Die Stimmung und Atmosphäre waren magisch. Ich musste ständig stehen bleiben. Ich konnte mich nicht satt sehen an diesem Naturpanorama und versuchte förmlich diese Ruhe und Kraft in mich aufzusaugen.
Nun setzten wir die Fahrt fort. Es ging vorbei an Bächen und kleinen Flussläufen. Wir passierten Wälder und Lichtungen. Die Berge und Täler nahmen uns in ihren Bann.
Unser nächster Stopp war der „Lago Roca“ . Dieser smaragdgrüne See gehört zu 2/3 Chile, zu 1/3 Argentinien. Der Chilenische Westteil heißt „Lake Errazuriz“. Der argentinische Ostteil trägt den Namen „Lake Roca“. Diese Namen erhielt der See
1899 zu Ehren der jeweiligen Länder-Präsidenten. 2008 wurde er seitens der argentinischen Nationalpark-Verwaltung umbenannt. Sie führte für ihren Teil den ursprünglichen Namen „Acigami“ wieder ein. So wurde der See früher in der Yaghan Sprache genannt. Diese Namensänderung wurde 2024 unter Präsident Milei wieder rückgängig gemacht.
Das Farbspiel des türkisen Wassers mit den Bergen und Wolken war einfach super. Allerdings waren wir hier nicht alleine. Viele Busse von HAL und andere Touranbieter waren auch hier. Ein bisschen wie „Rush Hour“ am Ende der Welt.
Als wir weiterfuhren war ich fast schon ein bisschen „Guck-Müde“. Wir hatten bereits so viel Tolles gesehen, was sollte da noch kommen? Stimmt, es war wohl noch ein Kaffee Stopp geplant. Na mal sehen ….
Dies und Das – Zug am Ende der Welt / Train at the end of the World
Diese Schmalspurbahn wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut. Sie diente als Versorgungsstrecke für das in Ushuaia angesiedelte Gefangenlager. Damals war die Strecke 25 km lang und wurde speziell für den Holztransport benötigt. Im Jahre 1952 wurde die Strecke stillgelegt.
Im Jahr 1994 wurde sie an anderer Stelle als Touristenattraktion wieder neueröffnet. Heute führt eine ca. 7 km lange Strecke durch Teile des Nationalparks. Sie ist eines der Top-Ziele. Viele Besucher wollen unbedingt einmal mit dem Zug „am Ende der Welt“ fahren.
In der Regel werden viele Kontingente an Kreuzfahrt-Tagen von den Reedereien aufgekauft. Diese Ausflüge werden auch entsprechend hochpreisig angeboten - und wer hätte das gedacht- sie sind auch sehr schnell ausverkauft. Wir haben an dem Tag zwar auch später in der Stadt Schilder mit Angeboten für die Zugfahrt gesehen, aber ich kann nicht sagen, ob man den Zug in Eigenregie organisieren kann.
Train-Spotting im Tierra del Fugo
Unseren letzten Halt haben wir an einer besonderen Aussichtplattform eingelegt. Von hier aus konnte man die vorbeifahrenden Züge beobachten. Ihre Dampfwolken sehen und ihre ratternden Motoren hören.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir auf unserem Ausflug den Zug überhaupt sehen werden. Dass wir nun aber an einem speziellen Platz, gleich mehrmals die Züge vorbeifahren gesehen haben, war einfach „die Kirsche auf der Torte“ für mich. ![]()
Neben dem „Train-Spotting“ hat uns unser Guide an Hand von Karten die gesamte Region von Feuerland erklärt. Sie zeigte uns, welche Stationen wir auf unserer Tour gesehen haben und erzählte uns noch viel vom Leben hier am Ende der Welt.
Hier gab es neben Kaffee und speziellen argentinischen Keksen auch noch den für Argentinien so typischen Mate Tee zum Probieren. Okay, es war die Teebeutel Variante. Aber für uns war es eine richtig schöne Geste. ![]()
Wie „echter“ Mate Tee schmeckt und wie er frisch zubereitet wird, haben wir später während unserer Reise bei einem anderen Landgang noch kennengelernt. ![]()
Nun hieß es leider Abschied nehmen vom Fuego Nationalpark und es ging zurück nach Ushuaia.
Diese Landschaft hat uns einfach „geflashed“. Ich habe selten so etwas Beeindruckendes und gleichzeitig Erholsames gesehen und gespürt. Wenn es nicht so weit weg wäre, es ist halt am (anderen) Ende der Welt, würde ich bestimmt wieder kommen.![]()
Geht gleich weiter …
