Von uns mal wieder ein Bericht zum Thema Reisen mit Rolli - ggf betrifft es auch manchen hier und bekommt Ideen oder wird abgeschreckt...
Ich hatte so tolle Urlaubsideen und Kreuzfahrten rausgesucht aber der Herr des Hauses wollte diesen Sommer unbedingt ans französische Mittelmeer und nach einiger Recherche hatte ich auch ein Mobilhome gefunden das rolligerecht ist und man den Hund (der seit 2024 zu uns gehört) mitnehmen konnte. Gar nicht so leicht muss ich sagen und preislich traf mich schon beim Suchen der Schlag. Aber wirklich reiselustig war ich nicht, denn 1500 km im 13 Jahre alten Auto sind wirklich nicht das was mich erfreut, zurück ist dann die ganze Erholung futsch. Im Sommer unbezahlbar und extrem heiss, im Herbst dann zu frisch und viele Plätze zu, das Zeitfenster war eng durch den Geburtstag und die bevorstehende Approbationsprüfung der Kleinen die aber nicht mitwollte.
So machten wir uns pünktlich am Tag vor Gattes Geburtstag auf den Weg aus Randberlin gen Süden - die Woche vorher noch der Turoblader am Bus kaputt, mit einem Auto bei dessen Anblick jeder gesagt hätte hier wandern welche aus. Hundebox und Rollstuhl, dazwischen Tetris gespielt mit Koffern und alles was drei Personen eben so brauchen und das Fellmoster. Ich verschweige dass unser Bus einen langen Radstand hat, es waren Unmengen, die Kühlbox passte nur noch hinter den Sitz vorn. Nachts losgefahren noch vor dem Sonnenaufgang und fast schon klar, man schafft die Srecke nicht an einem Tag.
In Besançon gabs noch ein Hotelzimmer rolligerecht zu dritt mit Hund - also fast zwei Drittel des Weges geschafft - waren wir so fix und alle dass wir es nicht mal geschafft haben die Stadt anzuschauen - eine Schande. Fasziniert hat uns unser Fellmonster der wirklich in der Box mitfuhr und null Theater machte, letztes Jahr war Autofahren noch mit Spucken verbunden - gut dass sie das dann aufgehört hat. Am nächsten Morgen haben wir uns dann bei Lidl Frankreich mit Proviant eingedeckt für die Fahrt - Gattes Geburtstag - den haben wir auch gebraucht denn statt der erhofften 5-6 Stunden wurde es fast ein Tag denn die Franzosen reisen wohl alle Samstags - STAU STAU STAU. Immerhin der Blick auf die Rhone war schön
Erster Rat an alle die es planen, vermeidet die Samstage, die eigentlich so schön praktisch sind als Reisetage, es staute sich überall, Autobahn, Umgehung, hin in Süden, zurück in den Süden ....Früher waren die Autobahnen leer weil sie eben kosten, heute schien das total egal..... Autobahn ca 70 Euro ein Weg - trotz Verkehr lohnenswert denn sonst kommt man ja wirklich nicht an ! Unser Bus war praktischerweise noch nicht so hoch dass er teurer wäre, Zahlung geht mit der Kreditkarte leicht und schnell. Oder man holt sich dieses System zur Télépéage was sich für uns nicht gelohnt hätte. Mit Rückreiseverkhr hatten wir gerechnet, aber nicht dass es auch zum Meer so schlimm werden würde.
Picknick auf dem Parkplatz mit improvisiertem Kuchen...
Unser Ziel war die Region Aigues-Mortes, ein mittelgroßer Campingplatz der eigentlich an einem Étang sein sollte- der war aber im Hochsommer ausgetrocknet. Kurz vorher noch Großeinkauf im Supermarkt und Tanken dort, Diesel ca 10 ct billiger als bei uns. Angekommen sind wir dann erst spätnachmittags, checkin klappte super und das kleine Häuschen war wirklich super ausgestattet. Da wäre auch mein Rat beim Suchen, wirklich auf das schauen was einem wichtig ist, lieber mehrfach nachfragen, so hatte ich es wirklich gemacht und gut verglichen, lieber mehr ausgegeben und dann was haben was auch dann passt. Spülmaschine, Klimaanlage, Mückennetze sogar Rolläden an den Fenstern, wirklich mit Rampe und rolligerecht, eine schöne Terasse ( zu den Nachbarn, aber das sind eben Campingplätze) - Grillen ist hier aus Brandschutzgründen nur mit Elektro erlaubt aber der Grill war da un funktionierte besser als gedacht. ABER Bettwäsche vorhanden aber nicht so wie ich das kenne, Leintücher statt Spannbettücher, Bettbezüge gabs auch keine sondern Tücher, eben typisch Frankreich. Lacht Ihr mich nun aus wenn ich sage ich bin zu Lidl uns eine Zudecke zu kaufen die es da gerade im Angebot gab ? Spannbettücher für Ellert hatte ich mit, als hätte ich es geahnt für uns auch eines. Kissen und Decke hat Ellert eh eigene. Als das Auto dann endlich ausgepackt war ist die Sonne schon wieder untergegangen. Also zwei Tage für eine Anreise die man mit dem Flugzeug in einem halben geschafft hätte, ein klarer Nachteil.
Nach einem leckeren Charolais Steak mit grünen Bohnen und Kartoffeln sind wir dann ins Bett gefallen - mein Mann beschloss so keine Geburtstage mehr haben zu wollen aber der leckere französische Wein hat ihn dann etwas besänftigt. Beim Gassigehen haben ihn dann schon die Schnaken aufgefressen die es trotz der Trockenheit reichlich gab. Gut dass wir nicht mit Kindern reisten die auf Fernsehen wertlegten, denn hier gabs nur französisches Programm.
