Ich habe keine Lust auf 1500 km Autofahrt - oder neu verliebt in Frankreich

  • Von uns mal wieder ein Bericht zum Thema Reisen mit Rolli - ggf betrifft es auch manchen hier und bekommt Ideen oder wird abgeschreckt...

    Ich hatte so tolle Urlaubsideen und Kreuzfahrten rausgesucht aber der Herr des Hauses wollte diesen Sommer unbedingt ans französische Mittelmeer und nach einiger Recherche hatte ich auch ein Mobilhome gefunden das rolligerecht ist und man den Hund (der seit 2024 zu uns gehört) mitnehmen konnte. Gar nicht so leicht muss ich sagen und preislich traf mich schon beim Suchen der Schlag. Aber wirklich reiselustig war ich nicht, denn 1500 km im 13 Jahre alten Auto sind wirklich nicht das was mich erfreut, zurück ist dann die ganze Erholung futsch. Im Sommer unbezahlbar und extrem heiss, im Herbst dann zu frisch und viele Plätze zu, das Zeitfenster war eng durch den Geburtstag und die bevorstehende Approbationsprüfung der Kleinen die aber nicht mitwollte.

    So machten wir uns pünktlich am Tag vor Gattes Geburtstag auf den Weg aus Randberlin gen Süden - die Woche vorher noch der Turoblader am Bus kaputt, mit einem Auto bei dessen Anblick jeder gesagt hätte hier wandern welche aus. Hundebox und Rollstuhl, dazwischen Tetris gespielt mit Koffern und alles was drei Personen eben so brauchen und das Fellmoster. Ich verschweige dass unser Bus einen langen Radstand hat, es waren Unmengen, die Kühlbox passte nur noch hinter den Sitz vorn. Nachts losgefahren noch vor dem Sonnenaufgang und fast schon klar, man schafft die Srecke nicht an einem Tag.

    In Besançon gabs noch ein Hotelzimmer rolligerecht zu dritt mit Hund - also fast zwei Drittel des Weges geschafft - waren wir so fix und alle dass wir es nicht mal geschafft haben die Stadt anzuschauen - eine Schande. Fasziniert hat uns unser Fellmonster der wirklich in der Box mitfuhr und null Theater machte, letztes Jahr war Autofahren noch mit Spucken verbunden - gut dass sie das dann aufgehört hat. Am nächsten Morgen haben wir uns dann bei Lidl Frankreich mit Proviant eingedeckt für die Fahrt - Gattes Geburtstag - den haben wir auch gebraucht denn statt der erhofften 5-6 Stunden wurde es fast ein Tag denn die Franzosen reisen wohl alle Samstags - STAU STAU STAU. Immerhin der Blick auf die Rhone war schön


    Erster Rat an alle die es planen, vermeidet die Samstage, die eigentlich so schön praktisch sind als Reisetage, es staute sich überall, Autobahn, Umgehung, hin in Süden, zurück in den Süden ....Früher waren die Autobahnen leer weil sie eben kosten, heute schien das total egal..... Autobahn ca 70 Euro ein Weg - trotz Verkehr lohnenswert denn sonst kommt man ja wirklich nicht an ! Unser Bus war praktischerweise noch nicht so hoch dass er teurer wäre, Zahlung geht mit der Kreditkarte leicht und schnell. Oder man holt sich dieses System zur Télépéage was sich für uns nicht gelohnt hätte. Mit Rückreiseverkhr hatten wir gerechnet, aber nicht dass es auch zum Meer so schlimm werden würde.

    Picknick auf dem Parkplatz mit improvisiertem Kuchen...

    Unser Ziel war die Region Aigues-Mortes, ein mittelgroßer Campingplatz der eigentlich an einem Étang sein sollte- der war aber im Hochsommer ausgetrocknet. Kurz vorher noch Großeinkauf im Supermarkt und Tanken dort, Diesel ca 10 ct billiger als bei uns. Angekommen sind wir dann erst spätnachmittags, checkin klappte super und das kleine Häuschen war wirklich super ausgestattet. Da wäre auch mein Rat beim Suchen, wirklich auf das schauen was einem wichtig ist, lieber mehrfach nachfragen, so hatte ich es wirklich gemacht und gut verglichen, lieber mehr ausgegeben und dann was haben was auch dann passt. Spülmaschine, Klimaanlage, Mückennetze sogar Rolläden an den Fenstern, wirklich mit Rampe und rolligerecht, eine schöne Terasse ( zu den Nachbarn, aber das sind eben Campingplätze) - Grillen ist hier aus Brandschutzgründen nur mit Elektro erlaubt aber der Grill war da un funktionierte besser als gedacht. ABER Bettwäsche vorhanden aber nicht so wie ich das kenne, Leintücher statt Spannbettücher, Bettbezüge gabs auch keine sondern Tücher, eben typisch Frankreich. Lacht Ihr mich nun aus wenn ich sage ich bin zu Lidl uns eine Zudecke zu kaufen die es da gerade im Angebot gab ? Spannbettücher für Ellert hatte ich mit, als hätte ich es geahnt für uns auch eines. Kissen und Decke hat Ellert eh eigene. Als das Auto dann endlich ausgepackt war ist die Sonne schon wieder untergegangen. Also zwei Tage für eine Anreise die man mit dem Flugzeug in einem halben geschafft hätte, ein klarer Nachteil.

    Nach einem leckeren Charolais Steak mit grünen Bohnen und Kartoffeln sind wir dann ins Bett gefallen - mein Mann beschloss so keine Geburtstage mehr haben zu wollen aber der leckere französische Wein hat ihn dann etwas besänftigt. Beim Gassigehen haben ihn dann schon die Schnaken aufgefressen die es trotz der Trockenheit reichlich gab. Gut dass wir nicht mit Kindern reisten die auf Fernsehen wertlegten, denn hier gabs nur französisches Programm.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Ehe es morgen ausführlicher weitergeht mal der Rat an die Reisenden mit Handicap - vorher alle Fremdemverkehrsämter anfragen wie die Regelungen sind, ist kompliziert aber hilft wirklich. Ich hatte von allen ganz schnell Antwort bekommen, die einen Orte haben Behindertenparkplätze wie bei uns, die kann man kostenfrei nutzen mit dem blauen Parkausweis. Viele haben aber die normalen Maße und so passt da kein langes Auto hin. Andere haben Parküberwachungssysteme bei denen man mit einer App bezahlen muss, da mussten wir im Vorfeld eine Art Parkerlaubnis beantragen und so können wir nun zB in Arles ein Jahr lang alle Anwohnerparkplätze der Innenstadt kostenfrei nutzen. Braucht keiner, aber da ist es einfach so. In Aigues-Mortes kann man auf die beschrankten Parkplätze und ohne zu zahlen wieder raus wenn man an der Schranke klingelt und denen erklärt man habe eine carte pmr. In den ganzen Museen und Arenen haben wir mit den deutschen Behindertenausweis Rabatte bekommen, man muss nett fragen und dann klappt das auch. Ich habe auch vorn immer gefragt ob man mit dem Rolli reinkommt und wie das ist - überall gabs freundliche Antworten und die Mitarbeiter waren hilfsbereit.

    Solche Schilder stehen an vielen Plätzen - finde ich gut und sollte manche zum Nachdenken anregen !

    Ich spreche steinaltes Schulfranzösisch ( für mails bin ich über die Übersetzungsprogramme) aber englisch wäre sicher auch gegangen. Private parkplätze kosten wie hier in Deutschland auch. Und wie auch in Berlin, viele Städte haben viele Rolliparkplätze aber keiner ist frei. Parkhäuser waren zT sehr nieder, wir wären mit dem Bus nicht reingekommen. Somit steckt hier leider viel Vorbereitungszeit in einer solchen Reise. Avignon haben wir zeitlich nicht geschafft aber die bieten sogar Shuttle für Rollifahrer an von den Aussenparkplätzen.

  • Sonntag ausgeschlafen wollten wir zum Mittelalterfest in Aigues-Mortes das leider seinen letzten Tag hatte. Verständlich dass es sich schon auf dem Weg dorthin staute, mit Glück ergatterten wir einen Parkplatz. Es war wirklich viel geboten, vom Glasbläser bis zu vielen Ständen zu Spezialitäten, Kostüme zu leihen und Falken zu bestaunen, wäre es nicht so heiss wären wir sicher bis zum abendlichen Feuerwerk geblieben.

    Eine wunderschöne Stadt darüber gibt es noch viel zu erzählen, wir waren in den zwei Wochen oft dort und haben die Atmosphäre genossen in den alten Stadtmauern mit den riesigen Toren.. direkt dahinter die Salinen. Das Thema Kopfsteinpflaster verfolgt uns überall, irgendwann werden wir wohl doch so ein Vorspannrad kaufen, aber da sind wir schon von den Kreuzfahrten erprobt mit dem Schieben....


    Das Fest von Saint Louis war aber wirklich besonders und wir waren froh den Hund nicht mitgenommen zu haben, es war brechend voll. Auf dem Heimweg sind wir nochmals einkaufen, schön in Frankreich dass dort auch Sonntags die großen Supermärkte Stundenweise geöffnet haben. So hatten wir immer frisches Baguette und leckeren Kuchen. Auf dem Platz ging es erstmal in den Pool ( leider auch brechend voll da die Franzosen noch Ferien hatten) Was wir zwar vorher wussen aber nicht kannten, in Frankreich sind wohl enge Badehosen in Schwimmbädern Pflicht, also in Badeshorts kam man nicht in den Pool.

    Kurz vor 23 h war das große Feuerwerk allerdings war Ellert so müde dass wir nicht hingefahren sind, in den 6 km Entfernung sah man es weit nicht so eindrucksvoll wie es dort gewesen sein muss aber romantisch war es dennoch. Wenig Lichtverschmutzung waren auch die Sterne wunderschön am Himmel !!!

  • Was die Gegend bietet sind überall diese wunderschönen Pferde

    und Stiere

    auf den Weiden ... wir können ja nicht reiten aber es muss ein Paradies sein für Reiter denn man sah sie überall - auch am Strand zum Teil.

    In den Gewässern die Flamingos, frühs beim Gassigehen konnten die Häschen über den Weg hoppeln

    und die Schnecken an den Zäunen waren immer wieder wunderschön anzuschauen !

    Und natürlich überall der Traubenanbau, den leckeren Wein haben wir gerne genossen

    Wege zum Laufen bedingt rolligerecht aber auch das kennen wir von daheim, Gassigehen soll ja auch dem Hund gefallen ! Leider haben wir festgestellt dass es nicht immer und überall üblich ist die Hinterlassenschaften der Fellmonsterchen einzusammeln, auch in den Städten fanden wir das gerade ekelhaft. Überall Tütenbehälter aber nur wenige nutzten dies.

  • Nicht ganz eine Stunde entfernt liegt Saintes-Maries-de-la-Mer. Man fährt vorbei an einigen Weingütern die auch den typischen Rosewein machen und wenn man es nicht eilig hat würde ich den Weg nehmen über die Seil-Fähre "Le bac du Sauvage". Sie fährt nur alle halbe Stunde und 8 Autos passen drauf über die kleine Rhone die ganz schön groß ist. Uns wunderte dass sie gratis fährt und hatten das Glück gleich drauf fahren zu können und die Abfahrtzeit passte.....

    Saintes-Maries-de-la-Mer ist ein alter Wallfahrtsort, zu Ehren der schwarzen Sara , der Schutzheiligen der Gitans. Dort hinunter kommt man nicht mit dem Rolli, da wir eher aus Interesse hin sind und nicht katholisch sind traf uns das nicht so sehr, es gab viele Gläubige und Kerzen ( Bilder darf man ja nicht einstellen) und daher wirklich berührend mit den Fotos die dort stehen. Eine schöne Kirche


    Auch der Ort ist hübsch, natürlich sehr touristisch und man hatte Mühe einen Parkplatz zu finden. Es gibt einen kleinen Strand und einen sehr langen ( dort gabs Parkplätze) kleine süße Häuschen am Strassenrand, hübsche Gassen, lädt ein zum Bummeln und es gab auch viele Restaurants zum Fisch oder Austernessen, Meeresfrüchte gabs in der Urlaubsregion auch überall.


    Auf dem Weg fand man auch die Reisfelder, uns war vorher nicht bewusst dass die Camargue bekannt für den Reis ist denn man überall zu essen und zu kaufen bekam. Überhaupt wurde viel angebaut, an jeder Ecke gabs frische Melonen und Feigen zu kaufen

  • Aigues-Mortes liegt NICHT am Meer, wenn man also ausser im Pool ins Meer möchte muss man immer fahren, der Platz hatte einen Bustransfer welcher nach Le Grau-du-Roi zum Strand fuhr ( je nach Saison sogar mit Rollirampe) . Tipp für Familien mit Kinderwägen oder auch Rollifahrer - die Gemeinde hat einen extra Strand mit Rampen, Strandrolliverleih ( Stunde 2.-) den man im Navi unter "Boucanet Handiplage" findet. Hier gibt es eine Badeaufsicht mit Rettungsschwimmern, eine Rampe, eine Art Platz mit Beschattung wenn Rollifahrer gerne im Rolli bleiben wollen und jede Menge Strand und flaches Meer ! Die Rollis schwimmen im Meer ( Ellert fand es bei 22 Grad Wasser leider viel zu kalt).

    je nach Wetterlage viele schöne Muscheln:

    Nach den frz Ferien war die Badeaufsicht weiter vorhanden, leider konte man die Rollis nicht mehr leihen. Dies fiel uns übrigens überall auf, nach den Ferien wird es schlagartig ruhiger und viele Dinge gibt es dann nicht mehr. Am Handiplage gibt es viele kostenfreie Behindertenparkplätze - Karte reinlegen, hier wird kontrolliert !

    Französische Strände sind in der Regel nicht bewirtschaftet was wir sehr lieben, man bringt sein Handtuch mit , Sonnenschrim oder wie wir seine Strandmuschel und geniesst den Tag. Franzosen picknicken gerne am Strand mit der Familie, dieser Strand wurde zu unserem Stammstrand wenn wir gerade keine Tagestour machten.


    In der Nähe verfügt auch La Grande-Motte über einen rolligerechten Strand - ALLE nicht für Hunde zugelassen. ( 2026 soll es in La Grande-Motte einen geben für beides, bei Bedarf fragt nach dem Abschnitt beim Fremdenverkehrsamt, ist wohl dann ein privater und direkt neben dem bisherigen Rollistrand)

  • Ehe ich mich an die Steuererklärung setzte ( der nächste Urlaub muss ja bezahlt werden) dann noch ein weiterer Ort von Vielen, 14 Tage lassen Raum zum Erkunden...

    Eigentlich wollten wir ja am nächsten Tag die Salinen besichtigen aber das Wetter meinte es anders denn es war super sonnig und auch 26 Grad bei praller Hitze eignen sich da eher nicht. Also sind wir wieder nach Aigues-Mortes gefahren, dieses mal ohne Parkplatzsuche und ohne Menschenmassen, ohne Marktstände und Blick auf die schönen Details der alten Stadt.

    Eine der größten noch erhaltenen mittelalterlichen Festungsstädte, Name bedeutet totes Wasser, aussenrum überall die Salinen heute und je nach Wetter schimmern die wunderschön rosa ( bei uns leider nicht) Man kann auch auf die Mauern mit einem Rundgang hoch, mit dem Rolli natürlich nicht. Innen wirkt alles nicht so riesig aber wenn man von aussen auf die Stadtmauern schaut erkennt man wie wunderschön erhalten alles ist.


    Durchs Schilf hinter der Stadt gehen Wege, man bickt auf die Salinenberge und die Stadt - im Innenbereich viele Läden und Restaurants, unbedingt in der Gegend eine Fougasse probieren, gibt es als Art Brot mit Oliven oder süß getränkt mit Lavendel Orangenaroma...

    Alte Kirchen und Ausstellungen am Zentralplatz - man kann lange verweilen

  • Am nächsten Morgen wollten wir über dem Étang hinter dem Platz eigentlich den Sonnenaufgang betrachten, hatten extra den Wecker gestellt denn man musste ein Stück hinlaufen - Meer gabs ja keines.

    Wie so oft im Leben kam es anders, denn die Sonne ging zwar auf aber hinter den Wolken, statt dessen hatten sich die Flamingos den Platz ausgesucht zu landen, zu fressen, zu schwimmen - wunderschön anzusehen. ( Bilder lass ich klein, mit dem Handy leider nicht serh scharf)


    Jeder weitere Versuch hier Flamingos zu schauen scheiterte, sie waren wirklich nur an diesem Tag hier - Zufälle gibts ?

  • Heute hatten wir wieder einen Ausflug geplan nach Uzès, eine gute Stunde zu fahren aber dort sollte einer der schönsten Märkte stattfinden. Der Herzogspalast und die Kirchen, der Blick auf die Umgebung sollte sehr sehenswert sein. Das erste und einzige mal fanden wir auf Anhieb einen tollen Parkplatz und wir zogen los in die Stadt.

    Auch hier wunderschön alt, viel Kopfsteinpflaster, ein richtig ursprünglicher alter Markt mit so leckeren Sachen, romantischen Gassen, das Wetter wunderschön und (bisher) auchnicht so heiss, in den alten Mauern ist es eh imemr sehr angenehm.

    Natürlich musste ich allerlei auf dem Markt mitnehmen, vom Olivenöl über Obst und einer leckeren Fougasse - war das heutige Mittagessen dann unterwegs. Weiter zum Palast und durch all die tollen Ecken - so stellt man sich den Süden Frankreichs vor !

  • Auf dem Rückweg einen kleinen Umweg und man kommt zum Pont du Gard, einem sehr alten römisches Aquädukt welches man von der rechten oder linken Seite besuchen kann. Parkplätze kostenpflichtig vorhanden auf beiden Seiten.

    Man sollte bei heissem Wetter Badesachen mitnehmen denn man kann toll im Fluss baden, am Aquädukt entlang und drüber laufen oder hoch rechts oder links zu den Panoramapunkten. Picknicktische , Restaurant hätte es auch gegeben aber wir haben uns erstmal so zum späten Mittagessen hingesetzt und unsere Markteinkäufe verspeist. Klappt super mit Rolli und auch mit Hunden, nur runter ans Wasser eben nicht.


    Heiss und anstrengend ( im Hochsommer noch extremer) und doch so faszinierend wie Vieles an der römischen Geschichte der Ecke, was man zu der Zeit für ein Wissen schon hatte Dinge zu erbauen die heute noch stehen wie die Arenen im Süden Frankreichs zahlreich. 50 km Weg legte damals das Wasser zwischen Uzès und Nîmes zurück - ein UNESCO Weltkulturerbe.

  • herzo 1958 - ich glaube die Fellnase wurde in den zwei Wochen so viel gekämmt wie nie zuvor, die Kletten in der Vegetation hat sie magisch angezogen und den Sand auch kiloweise mit ins Mobilhome gebracht.

    Dank der vielen Ochsenkottlets die wir verspeist haben auf dem Grill mangelte es auch nicht an besonderen Leckerlis...

  • Am nächsten Tag wagten wir nochmals den Versuch mit den Salinen, erst am Nachmittag denn in der Früh "war" es eher nass siehe oben das Foto Hund mit Pfütze.

    Aus der Saline von Aigues-Mortes kommt das Salz von La Baleine das viele sicher aus dem Supermarkt kennen,das Blaue mit dem Wal. Man kann sie zu Fuss besichtigen oder mit einem kleinen Zug ( hätte es nach Anmeldung auch rolligerecht gegeben). Da mein Gatte aber gerne lang fotografiert machte es zu Fuß mehr Sinn ( und rächte sich später...)

    Rolliparkplatz vorhanden, Eintritt bezahlt und dann machten wir uns auf den Weg, leider war gerade nicht die Zeit der herrlich pinken Farbe, erahnen konnte man es aber dann doch.


    Man läuft nach den Angaben der Betreiber eine kleine Runde 4 km , es gäbe auch eine andere und eine mit 12 km aber ich wollte unbedingt auf den Salzberg. Nachmittags, sonniges aber nicht zu heisses Wetter, wir schlenderten auf unserem Weg und betrachteten die Stadt und die vielen verschiedenen Farben... merkt Ihr was ?

  • Ich unkte noch woher wohl das Wetter kommt - die Wolken schienen sich nicht zu bewegen, irgendwo hinten regnete es, aber nee zu uns kommt das sicher nicht.... Also weiter in Richtung Salzberg, da wollte ich ja hoch, von oben gab es sicher einen tollen Blick auf die Salinen.


    Von oben war der Blick wirklich sehr beeindruckend aber irgendwie donnerte es immer näher und alle Gäste die mal zu Fuss kamen setzten sich in den kleinen Zug der unten stand. Wir dann machten uns zu Fuss auf den Rückweg und kaum 30 Meter los kam er - der Starkregen. NICHTS zum Unterstellen, Schirm war dabei aber flog sofort durch den Wind in sich zusammen, es half nur rennen so gut das mit Fotorucksack und Rollstuhl schieben über Steinwege so geht. Vor uns ca 10 Minuten der Kiosk, da hatte ich Sonnenschirme gesehen, zum Unterstellen sicher auch hilfreich... Dort gabs schon keine Menschen mehr - aber auch keine stehenden Sonnenschirme, Ellert in eine Rettungsdecke gewickelt die meiner immer im Fotorucksack hat für kalte Nächte - da entdeckte uns die Kioskbetreiberin die auch völlig erschüttert war über diese Regenmassen und den plötzlichen Sturm. Sie konnte aussen nichts mehr retten, Schirme umgekippt, was stand weggeblasen. Mein Kleid konnte ich auswringen wie einen Spüllappen - wirklich ! Aber wie sollten wir nun zum Auto kommen,die Dame meinte solche Unwetter kennt sie nicht, wie lange die gehen wisse sie auch nicht. Zu unserem Glück kam dann ein Salzwagenfahrer und die zwei Männer haben versucht die Schirme zusammen zu bekommen - superlieberweise bot er sich dann an uns im Laster zurück zu fahren. GG und Kind hinten im Laderaum ( der hatte eine Rampe) mich dann vorn. Alle klatschnass .. aber alles besser als laufen

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Soviel zum Thema Wettervorhersage und der Himmel ist blau - aber auch zum Thema hilfsbereite Menschen - an uns war NICHTS mehr trocken, das arme Kind welches das aber lustig fand - und Ende gut alles gut - es ist keiner krank geworden ! Unser Motto "langweilig kann jeder" wieder voll erfüllt !

  • Zu Hause gab es dann erst mal heissen Tee aber da war das Unwetter schon wieder um... einmal in den Pool gehüpft und der war wärmer als die Luft.

    Am nächsten Morgen war wieder ein "ich stelle den Wecker Tag" da wir vor dem Sonnenaufgang zum Turm von Carbonnière wollten. Man kann ihn besteigen, von oben hat man einen traumhaften Blick über die Landschaft. Einst Teil des Verteidigungssystems der Stadt stammt er aus dem 14. Jahrhundert. Tagsüber gerne besucht ist er zum Sonnenaufgang menschenleer - klar mit dem Rolli hoch klappt nicht aber entland sind die Wege vom Parkplatz aus gut ausgebaut, unten kommt man ran.


    Tipp meinerseits, Mückenmittel großzügig auftragen denn wo Wasser ist sind eben auch die Schnaken die einen fressen.... Frühaufstehen lohnte sich definitiv, der Blick, die Stille, die Tiere ... schön romantisch und als wir gingen kamen dannauch die ersten Besucher !

  • Traumhafte Bilder und ein gut ausgegangenes, sehr nasses Erlebnis… ;)

    Toller einprägsamer Spruch übrigens auf dem Parkplatz-Schild :thumbup:

    Der Süden von Frankreich würde mich tatsächlich auch noch locken…

    Danke Ellert und liebe Grüße

    Marina

    In Besancon war ich übrigens mit 17 für drei Wochen bei einer Familie zum Sprach-Austausch… schöne Erinnerungen …

  • Wir haben wirklich überall nur supernette Leute getroffen und an keiner Stelle Franzosen die irgendwie uns Deutsche nicht gemocht hätten. Auch beim Essengehen viel erklärt, alles verstehe ich halt auch nicht so auf Anhieb.

    Mehr negativ aufgefallen sind mir mache Deutschen aber das steht eben auf einem anderen Blatt. Tosehama, ich durfte auch immer zum Schüleraustausch nach Lons-le-Saunier ... seither kenne ich schöne Schimpfwörter. Lustigerweise halten mich die Franzosen oft für eine Schweizerin, da muss es damals einen solchen Dialekt gegeben haben.

    Gabi ich berichte nicht uneigennützig, andersrum profitiere ich auch von solchen Berichten anderer User und finde Orte die es sich zu besuchen lohnt oder aber auch Solche, bei denen es mit Rolli überhaupt keinen Sinn macht. Früher plante man mit Karte und Reiseführer, heute hat man es da bedeutend leichter.