Die Thaya Runde mit dem Radel - 5 herrliche Tage im Waldviertel

  • Hinter Slavonice wurde die Strecke wieder sehr unbelebt.

    Unsere Route führte auf sehr wenig befahrenen Straßen durch riesige Felder, auch hier hauptsächlich Getreide, Kartoffeln, Mais und Blumen, landschaftlich wunderschön!

    Ein paar winzige Orte lagen auf unserem weiteren Weg, allesamt mit Kirchen, aber leider ohne Gaststätten, wo wir noch das tschechische Bierchen hätten nachholen können.

    Unsere Haupt-Rast legten wir in Raabs an der Thaya ein. Die ganze Region ist bekannt für ihre Knödel und den guten Schweinsbraten, bei dem reichlich Kümmel verwendet wird. So ist es natürlich klar, was es zum Mittagessen gab! Und hinterher? Natürlich! Ein Stück Mohntorte mit Waldviertler Mohn und ordentlich Schlag! Ein Gedicht!

    In Raabs gibt’s sogar ein Schloss zu besichtigen, wenn man möchte und nach einem üppigen Mittagessen noch eine längere Pause benötigt ;)

    Wir beschlossen, die Thaya Runde noch am selben Tag abzuschließen und suchten nach einem Quartier in der Nähe von Windigstieg, unserem Schnittpunkt zur nächsten Etappe. Die Quartiere suchten wir uns immer auf Google Maps. Das hat sehr gut funktioniert!

    An diesem Tag buchten wir uns telefonisch in Echsenbach ein, in einem Gasthaus, in dem wir auf dem Hinweg schon einmal Pause gemacht hatten, leider ohne Gastgarten oder Balkon, dafür aber mit der besten Matratze und dem schönsten Badezimmer unserer kleinen Reise.

    Einmal editiert, zuletzt von gina h (24. Juni 2024 um 09:18) aus folgendem Grund: Umformatiert

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Unseren Rückweg zum Auto in Hadersdorf habe ich mir ab Windigstieg einfach als Fahrradtour von Outdoor Active vorschlagen lassen, ohne mich an speziellen Radrouten zu orientieren. Klappt auch prima!

    Es ergab sich eine Radetappe “obenrum” mit deutlich weniger km und Höhenmetern als auf unserem eigenhändig geplanten Hinweg entlang der Stauseen. Das Programm orientierte sich offenbar an verschiedenen Radwegen, z.B. dem Knödelland-Radweg, von dem ich bis dato auch noch nichts gehört hatte, schickte uns dann für ca. 20 km etwas anspruchsvoller durch ein militärisches Übungsgebiet und führte uns das letzte Stück wieder über den Kamp-Thaya-March-Radweg.

    Über das den Teil durchs Militärgebiet freute sich besonders mein Mann. Für ihn kam durch den teilweise grob schottrigen, steinigen und ab und zu auch wurzeligen Untergrund, auf dem es hauptsächlich bergab ging, fast so etwas wie “Mountainbike-Feeling” auf. Das mag er manchmal. Für mich war’s auch gut machbar. Ich habe mir halt Zeit gelassen, und er hat brav auf mich gewartet ;)

    …

  • Bereits am Vorabend hatten wir festgestellt, dass wir unsere Etappe bis zum frühen Nachmittag schaffen würden. Das war super, da wir unbedingt noch ein paar Weine aus dem Kamptal probieren wollten.

    Deshalb hatten wir uns bei 3 Winzern angekündigt, die allesamt sagten, wir sollten uns ca. 30 min bevor wir probieren möchten, bei ihnen melden. Also alles kein Problem!

    Gerne hätten wir uns auch für die Nacht auf einem Weingut oder im Schloss eingebucht, aber unsere beiden Favoriten waren leider ausgebucht, so dass wir für unsere letzte Nacht in einer schlichten Privatpension in Langenlois landeten, die auch noch gerade umgebaut wurde. Aber wir hatten uns ja von Anfang an vorgenommen, es in unserem kleinen Abenteuerurlaub zu nehmen, wie es kommt.

    Die Weine aus dem Kamptal haben uns sehr gut geschmeckt.

    Es gibt viel grünen Veltiner wie auch in der Wachau, aber auch Muskateller, Sauvignon, Chardonnay und Weißburgunder.

    Sogar einen trinkbaren Rosé haben wir gefunden, womit wir in dieser Gegend gar nicht gerechnet hatten.

    Die Weine liegen bei guter Qualität preislich deutlich unter denen der bekannteren Wachau, vermutlich weil das Anbaugebiet sehr klein und dadurch weitgehend unbekannt ist.

    Unsere beiden ersten Weinproben bei sehr gesprächigen Winzern dauerten den ganzen Nachmittag und verliefen dermaßen feucht-fröhlich, dass wir die dritte Probe bei den heißen Temperaturen lieber ausfallen ließen.

    Als Tüpfelchen auf dem i entdeckten wir unterwegs in Schönberg am Kamp noch eine Straußenfarm.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Nach einem leichten Abendessen in einem schönen Gastgarten in Langenlois fielen wir totmüde ins Bett.

    Am nächsten und letzten Morgen radelten wir nur noch die ca. 10 km zurück zum Auto und fuhren dann wie am Vortag vereinbart zu beiden Weinbauern, um die verkosteten Weine zu kaufen …

    Selbstverständlich besuchten wir auch das Straußenland, das aktuell ca. 500 Vögel auf großen Flächen außerhalb des Orts hält und diese kleine Aufzucht- und Besuchsstation mit Shop unterhält. Tolle Produkte, von denen natürlich ebenfalls welche in unseren Kofferraum wanderten.

    4 Stunden später trudelten wir wohlbehalten wieder zuhause ein ….

    P.S.: Auf dem Foto bin ich selbst zu sehen. In diesem Fall sind Personen doch erlaubt, oder?

  • Wieder daheim!


    Das ausgezeichnete Straußenfilet, das wir von der Kamp gut gekühlt mitgebracht haben, landet noch am selben Abend auf einem bunten Salat mit Avocado auf dem Abendbrottisch … sehr lecker!!!

    (Kam dann noch viel Schnittlauch drauf, ist damit aber weniger photogen)

    Unser kleiner Abenteuerurlaub hat uns großen Spaß gemacht!

    Gerne mal wieder!

    Und die mitgebrachten Weine werden für einige Zeit alle schönen Erinnerungen wieder aufleben lassen ….

    Zum Abschluss noch eine kleine Zusammenfassung, der Text zu den entsprechenden Seiten meines Fotobuchs 2024 ….

    Danke, dass Ihr mitgefahren seid!

    Demnächst sitze ich wieder bei Euch auf dem Gepäckträger …


    Die Thaya-Runde -

    Mit dem Radel durchs Waldviertel bis nach Tschechien

    5 tolle, sonnige Tage im Waldviertel

    4 teilweise herausfordernde Radel-Etappen

    Auf zumeist hervorragend ausgebauten Radwegen

    Durch Getreide-, Kartoffel- und Blumenfelder,

    Entlang zweier Flüsse, Stauseen

    Und einer stillgelegten Bahnlinie,

    Riesige Feldhasen, unzählige Bussarde und ein Hirsch

    Insgesamt 313,1 hügelige km

    2494 hm Steigung

    6880 verbrannte kcal, die kein schlechtes Gewissen aufkommen lassen trotz der phantastischen Waldviertler Knödel mit klassischem Schweinsbraten und anderer Schmankerl

    2 tolle Weinproben und eine verpasste

    eine gut geführte Straußenfarm mit tollen Produkten

    Als Mitbringsel ein Kofferraum voller Wein und phantastisches Straußenfleisch …

    Alles in allem:

    Ein gelungener, kleiner Abenteuerurlaub!

    Gerne mal wieder!

  • gina h vielen Dank für Deinen Bericht; jetzt steht die Tour noch viel mehr auf meiner Liste und unsere Anreise wäre ja nicht wirklich weit :P

  • Schöne Tour, danke für‘s teilen. :)

    Viele Grüße Nicky

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    DER GRAF LIVE- endlich!

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    Meine Reiseberichte

    Nicky75
    24. September 2022 um 14:57


    Erinnerungen im Herzen…

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