Venedig im September 2020

  • Hallo zusammen,


    eigentlich wollten wir.


    So fangen in diesem Jahr viele Sätze an, wenn es um geplante Reisen geht - bei uns auch natürlich. Also - eigentlich wollten wir in gut zwei Wochen auf die MS 3 aufsteigen und durchs Mittelmeer fahren, eigentlich wollten wir am vergangenen Wochenende an einer Tagung in Lissabon teilnehmen und uns insbesondere (anonym kann man so ehrlich ja sein ;)) auf das Rahmenprogramm konzentrieren. Ist mal wieder alles nix geworden.


    Was aber was geworden ist, ist die Zusage meines Vaters, unsere Kinder für das verlängerte Tagungswochenende zu übernehmen. Wir sind also los, für drei Nächte und (dank feiner Flugzeiten) vier fast volle Tage nach Venedig. Da waren wir ewig nicht! Und aktuell sind diese ganzen doofen Kreuzfahrer nicht da! Also los, ein kurzer Bericht über Städtereisen im Jahr des Virus.

    In den nächsten Tagen gibt es also eine kurze Zusammenfassung des Aktuellen Reisens Aus unserer subjektiven Sicht, dazu einige Fotos dieser wunderbaren Stadt.

    Viele Grüße!

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Da komme ich auch mit.

    Sind wir uns vielleicht unbewusst über den Weg gelaufen? Wir waren vom 19.-22.9. selbst in Venedig.

    LG Susanne

  • Da sind wir gerne dabei <3

    Als "Vorpogramm" ist ein Wellnesshotel im Südtirol gedacht und danach ein paar Tage Venedig.

    Statt unsere Reise die wir ursprünglich mit der mein Schiff gebucht haben.

    Gruss

    Claudia

  • komme auch gerne mit. Wir haben statt "Island mit der MS3" im August auch einige Tage in Venedig verbracht.

    Ich glaube das war/ist heuer ein Alternativprogramm für viele verhinderte Kreuzfahrer ;)

  • Für uns war die Anreise der erste Flug in der Corona-Zeit. Von daher haben wir länger gebangt, ob der Flug durchgeführt wird und die Flugzeiten bleiben – Freitag morgens los, Montag abends zurück, mit easyJet ab Tegel.

    Eine Bekannte von uns „aus der Branche“ hat uns gesagt, dass easyJet den Slot immer auf den letzten Drücker vierzehn Tage vor Abflug buche, wenn der Flug selbst wirtschaftlich sinnvoll gebucht sei – und so konnten wir zwei Wochen vor Abflug sicher sein, dass es klappt. Los ging es am 25. September.

    Am Flughafen war – natürlich – wenig los, so dass wir die von der Fluggesellschaft empfohlene Ankunftszeit am Flughafen deutlich unterbieten konnten. Der Flug selbst war „wie früher nur mit Maske“ und superpünktlich. Die Passagiere haben sich ausnahmslos ruhig und diszipliniert der Maskenpflicht gefügt, auch das „Reihe-für-Reihe“-Aussteigen hat problemlos geklappt. Auch im recht vollen Bus am Venediger Flughafen blieben die Masken allesamt oben.

    Bei Flügen nach Italien sind im Flugzeug offenbar nur „medizinische Masken“ erlaubt, meine Frau musste ihre kleine Handarbeit noch rasch gegen eine solche umtauschen.

    Mäntel und Jacken dürfen nicht „lose“ ins Handgepäckfach (italienische Vorgabe), sondern müssen entweder in eine verschließbare Plastiktüte, ins Handgepäck – oder bleiben „am Mann“ (oder der Frau). Die Sinnhaftigkeit will ich hier nicht kommentieren, ich habe das Jäckchen angelassen, meine Frau das Mäntelchen ins Handgepäck getan.

    Im Landeanflug hatten wir interessante Aussichten auf die Lagune, auch auf die Inseln, die nicht bebaut wurden und deshalb mehr oder weniger so aussehen wie das, auf dem Venedig entstanden ist

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    Am (leeren) Flughafen kurz auf das Gepäck gewartet, dann ging es zum „Schalter 71“:

    Ich hatte über GetYourGuide ein Sammelwassertaxi gebucht, für € 32,- je Person und Richtung geht es dann in einem solchen Wassertaxi mit zwei weiteren Paaren über die Lagune in die Stadt. Eine Buchung zur alleinigen Nutzung kostet glaube ich € 120,- bis € 140,-. Die Organisation hat gut funktioniert, wir haben auf die letzten Mitreisenden rund zehn Minuten gewartet und sind dann bei herrlichem Sonnenschein über die Bucht in die Stadt. Eine sehr schöne Annäherung an Venedig vom Flughafen.

    Da die beiden anderen Paare zuerst in der Nähe ihrer Hotels abgesetzt wurden, hatten wir noch eine erste kleine Stadtrundfahrt inklusive. Empfehlenswert und nur wenig teurer als die Fahrt mit den „Bus-Booten“ von Alilaguna.

    Wir sind an einem kleinen Steg am Canal Grande ausgestiegen und hatten noch knapp fünf Minuten zum Hotel

    Viele Grüße!

  • Nach kurzem Fußmarsch waren wir am Hotel – Hotel Becher, zentral in San Marco gelegen, keine fünf Minuten zum Markusplatz, nur unwesentlich weiter zur Rialtobrücke.

    Das Hotel schön, sauber, ein kleiner Anlegestegl, auf dem man nach Vorbestellung auch frühstücken kann.

    Sehr freundliche, bemühte Mitarbeiter, saubere, schöne Zimmer in typisch Gelsenkirchener venezianischem Barock. Da die Zimmer in den Hotels oft recht klein sind, hatten wir ein Superior-Zimmer gebucht, das mit 18 m² eine schöne Größe hatte. Die Fenster gingen wunschgemäß zum Kanal. Mücken waren schon auch ein paar da, wenn man die Fenster offen hatte…

    Das Frühstück: Nicht vom Buffet, wegen Ihr wisst schon. Vorbestellung mit der Möglichkeit, sich das Ganze sehr individuell zusammenzustellen. Große Auswahl, lecker, frisch. Ein kleines Ärgernis: Am letzten Tag hatten wir auf 9:30 Uhr geordert, ich hatte das amerikanische Frühstück mit Pancakes und Rührei. Wir kamen aber „erst“ um 9:35 Uhr runter – und da standen Pfannkuchen und Eierspeise auf dem Tisch, etwas vorgekühlt. Nun denn. Für italienische Verhältnisse indes fraglos ein gutes Frühstück.

    Ich würde das Hotel empfehlen, muss aber auch nicht zwingend wieder dahin – anderes Hotel, andere Gassen, andere Kanäle und Brücken in der Nähe!

    Wir sind direkt los, über den Markusplatz

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    vorbei am Dogenpalast

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    runter ans Wasser

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    Und weiter zur Rialtobrücke.

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    Geht leerer, aber mit Sicherheit auch voller…

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    Ich habe ja eine recht brutale Frau. Keine Brücke blieb unbegangen, keine Kirche unbesichtigt. Vier Tage lang sind wir eisern durch die Stadt gezogen, am späten Nachmittag des ersten Tages habe ich uns dann kurzentschlossen zu einer ersten, fast halbstündigen Pause verholfen:

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    „Gondola! Gondola!“

    „Si!“

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    Dann ging es über den Canal Grande und durch kleinere Kanälchen, häufig – Flut – in brückenangepasster Schräglage.

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    Mit romantischen Selfie-Bildern vom gefühlt immer noch halbwegs jungen Glück verschone ich Euch. Schwarze Gesichtsbalken sind da zu unromantisch.;)


    Bis später.

    Viele Grüße!

  • Wortguthaben

    Venedig , immer wieder schön - war schon sehr sehr lange nicht mehr da - Bilder sind wunderschön!

  • Zwei, drei Empfehlungen kulinarischer Natur möchte ich loswerden:

    Tagsüber waren wir häufiger in der Bar Al Campanile, Piazza San Marco, 310, ein Seitengässchen zum Markusplatz. Sehr leckere Cicchetti (keine Häppchen, lecker belegte Baguettescheiben) für € 1,50 pro Stück, der Aperol hatte auch belebende Wirkung.

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    Ein tolles Restaurant ist die Spaghetteria / Pizzeria 6342 A le Tole (Sestiere Castello). Vorspeisen sehr gut, wirklich wunderbare Pasta, klasse Pizza. Die Weinkarte kurz, aber mit Weinen mit einem sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnis bestückt.

    Der Wirt ein bunter Vogel, nette Atmosphäre, Publikum eher unter 35 (bis auf ein paar Ausnahmen :S). Lebendige, quirlige Atmosphäre mit Live-Musik, manchmal greift der Patrone unterstützend zum Bass.

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    Aber Achtung: Der Laden ist voll. Das Personal ist nicht durchgängig vermasket, die Tische stehen recht eng. Wem das derzeit nicht so geheuer ist, sollte lieber woanders essen und später wiederkommen. Uns hat es jedenfalls wunderbar geschmeckt und gefallen.

    Und noch eine Weinbar: Sehr gute Weine, leckere Tapas, entweder draußen in der Gasse am Fenster oder auf Barhockern in der kleinen Bude – eine echte „Kneipe“. Fast nur Italiener, sehr herzliche Wirte, ganzganz schöne Stimmung, wenn man mal abseits gedeckter Tische nicht zu wenig guten italienischen Wein trinken will – Un Mondo di Vino, Salizada San Canzian.

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    Viele Grüße!

  • Am nächsten Tag waren wir wieder kräftig unterwegs. Zuerst ging es in den Dogenpalast und über die Seufzerbrücke in den benachbarten Knast, auf Casanovas Spuren quasi.

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    Innenaufnahmen sind hier im Forum aus urheberrechtlichen Gründen ja nicht gewünscht, so dass Ihr Euch die ganzen Tintorettos und Veroneses (wie auch die ganzen Tizians undundund in den Kirchen) halt vor Ort selbst anschauen müsst. Gibt schlimmere Schicksale.

    Wir haben aber nicht nur auf Decken und Wände geschaut, sondern auch aus dem Fenster.

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    Deutlich weniger prachtvoll als bei Dogens geht es nebenan im Gefängnis zu. Wen man die Zellen dort sieht, weiß man, dass der Strafvollzug anno dazumal ein anderes Kaliber war als heute…

    Ehemalige Insassen hatten zumindest die Zeit, sich im Stein der Zellen zu verewigen.

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    Ach ja: Das „Skip the Line“-Ticket bei GetYourGuide lohnt den geringen Aufschlag! Es war zwar für venezianische Verhältnisse leer, aber doch nicht verlassen. Der Spaziergang an der Schlang vorbei zum Fieberthermometer am Eingang (35,9! Mir ist kalt!) war schöner als anzustehen.

    Viele Grüße!

  • Im Anschluss waren wir mit dem Vaporetto unterwegs, kurzer Stopp auf der Friedhofsinsel, Strawinskys Grab haben wir gefunden, das von Ezra Pound nicht.

    Auf Burano, dem nächsten Ziel, war es seltsamerweise total voll. Auch der Wasserbus war voll ausgelastet, dabei war das Wetter nicht so toll und auch kein besonderes Programm oder Highlight – einfach grundlos voll. So was.

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    Ist aber auch ein recht reizvolles Inselchen.

    Am Campanile des Markusdoms war nix los, so dass wir kurzentschlossen mit dem Aufzug (Maskenpflicht, vier Personen plus Liftboy) hochfuhren – während es unten windstill war, pfiff es oben kalt über die Aussichtsplattform. Der Ausblick – siehe Fotos – verleitet zu einem heiteren Suchspiel:

    Venedig ist doch die Stadt der – na – richtig! – Kanäle. Nur: Wo sind die denn bitte? Alles Fake! Keine Kanäle zu sehen!

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    Wieder unten, haben wir rasch noch einmal nachgeschaut. Klar, die kann man von oben nicht sehen. Viel zu schmal!

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    ;)

    Viele Grüße!

  • Danke für die tollen Bilder vom Dogenpalast. Jetzt weiß ich wenigstens, was wir nicht gesehen haben ;)

    LG Susanne

  • Danke <3

    Gebe gerne Ende nächster Woche ein Feedback!

    Wir lieben Apero und Häppchen :love:

    Gruss

    Claudia

  • Unser Tagesticket für die Vaporetti haben wir abends genutzt, um zum Restaurant etwas abzukürzen. Nach dem Essen sind wir an diesem Abend wieder Wasserbus gefahren – und einfach sitzengeblieben. Die Fahrt auf dem abendlichen bzw. nächtlichen Fahrt auf dem Canal Grande war einfach zu schön. Ein paar Eindrücke:

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    Leider sind die Bilder in dieser Vergrößerung recht unscharf, sorry. Aber mehr scheint das iPhone nicht herzugeben, zumindest meines nicht.

    Viele Grüße!

  • Wortguthaben

    Wir haben im Sommer auch einen Tag Venedig ohne Kreuzfahrer genossen. Ist schon ein Unterschied, wenn man die Stadt mal voll erlebt hat.

    Deine Abendbilder sind wunderschön. Zu der Zeit waren wir immer schon wieder auf dem Stellplatz :(

    Ich freu mich auf mehr.

    Liebe Grüße

    Anette

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    Adriaperlen und Höhepunkte Italiens MS4

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    Kanaren mit Agadir

    Wie schön, dass ich’s erleben durfte :)
    WMM mit Barcelona, Okt. 14, MS1
    N. mit Nordkap, Aug. 16, MS1
    Barbados - Mallorca, April 17, MS5
    Ägäis mit Kreta, Juli 18, MS2
    Adria mit Dubrovnik, Juli 19, MS6 RB
    RB: Nicht perfekt...und irgendwie doch! Safari in Tansania, Okt. 19
    Blaue Reise 4, MS1, Okt. 20
    MM mit Andalusien, MS3, Okt. 21
    N. mit Ålesund, MS1, April 22
    Kurzreise, Kopenhagen mit Göteborg, MS4, Mai 22
    Adria mit Korfu, MS5, Juli 22
    Metropolen, Aidasol, Okt. 22
    Winter in Schwedisch-Lappland, Dez. 23 RB
    Transatlantik, MS1, April 23, Karibik - Gran Canaria
    Metropolen, AidaNova, Dez.23
    ÖMM mit Zypern, MS2, April 24
    Uganda Juli 24, Gorillas im Sonnenschein RB
    N. Kiel - Hamburg, AidaNova, Okt. 24
    Kanaren mit Kapverden, MS5, Feb. 25
    Kanaren mit Madeira, AidaCosma, März 26