Mit der Aurelia von Passau bis zum Eisernen Tor

  • Flusstag nach Belgrad (20.08.2018), sonnig, über 30 Grad

    Um 05.00 Uhr hieß es Leinen los und die Aurelia nahm Kurs auf die Grenzabfertigungsstation Mohacs zur EU-Ausreiserevision. Bei normalen Verlauf hätten wir Mohacs schon um 09.00 Uhr erreicht und dort einen Ausflug nach Pecs angetreten; der Wasserstand der Donau hatte dies jedoch verhindert. Nach dem Frühstück ließen wir uns auf dem Sonnendeck nieder. Das süße Nichtstun wurde nur vom Mittagessen unterbrochen; heute gab es Rouladen. Angesichts dieses Menues hatte ich am Morgen in weiser Voraussicht für den Abend nur eine kalte Platte geordert.

    Um 15.30 Uhr steuerten wir die Grenzabfertigungsstation Mohacs an. Die beiden Mitarbeiterinnen der Rezeption verschwanden mit ihren Unterlagen in der Station und wir harrten der Dinge, die da kommen sollten. Fast 1 ½ Stunden lang tat sich nichts. Inzwischen gab es auf dem Sonnendeck eine Eisparty, die wir aber ausließen, weil wir vom Mittagessen noch satt waren. Dann tauchten die beiden Damen endlich wieder auf, 15 Minuten später folgten ihnen einige ungarische Grenzbeamte. Die Passagiere wurden nach Decks aufgerufen und marschierten an den Beamten vorbei; diese schauten in die Ausweise bzw. Pässe der Gäste und verglichen wahrscheinlich die Bilder mit dem Original. Bald war diese Prozedur beendet und es konnte weiter gehen.

    Nach dem Abendessen veranstalteten Bordmusiker Tihomir und Hanneke in der Lounge ein Musikquiz, bei dem es Kleinigkeiten zu gewinnen gab.

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Belgrad, Serbien (21.08.2018), sonnig, über 30 Grad

    Die serbische Hauptstadt erreichten wir gegen 08.00 Uhr. Wir legten neben der Vista Explorer an. Nach dem Frühstück begann unser Ausflug „Belgrad Stadtbesichtigung“. Zwei Busse standen für uns bereit, mit denen wir zunächst eine kurze Stadtrundfahrt machten, die uns u.a. auch in die Villenvororte Topcider und Dedinje sowie zum ehemaligen Wohnhaus von Tito führte. Im Anschluss fuhren wir zur Kathedrale des Hl. Sava; dabei handelt es sich um das größte christliche Gotteshaus der Balkanhalbinsel. Belgrad ist Sitz der Serbisch-Orthodoxen Kirche und Residenz des serbischen Patriarchen. Einen Teil des Inneren der Kathedrale konnten wir besichtigen; sehr beeindruckend. Weiter ging die Fahrt Richtung Innenstadt und Fußgängerzone. Dort erhielten wir in einem Hotel eine Erfrischung in Form eines Softdrinks oder einheimischen Bieres. Schließlich fuhren wir zur Festung Kalemagdan. Diese Festung mit unterer und oberer Stadt war früher der Kern Belgrads. Heute befinden sich dort ein Militärmuseum, ein türkisches Bad, das Prinz Eugen Tor sowie weitere Bauwerke. Vom Wahrzeichen Belgrads, dem Siegerdenkmal, einem falkentragenden Siegesboten auf einer dorischen Säule, genossen wir einen Panoramablick über die Stadt und die Mündung der Save in die Donau. Leider kam Gaby auf einer Treppe zum Denkmal ins Rutschen und dehnte oder zerrte sich das rechte Knie. Das war sehr schmerzhaft; sie musste zurück zum Bus humpeln. Zum Glück war der Ausflug jetzt auch beendet und der Bus brachte uns zurück zum Schiff. Dort konnten wir uns von unserer bisherigen Kreuzfahrtleiterin Hanneke verabschieden, die wegen einer Operation den Heimweg antrat; ihre Nachfolgerin, Erika, war auch schon eingetroffen.

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    Nach dem Mittagessen machten wir uns trotz Hitze und Gabys Knie noch einmal zu Fuß auf Richtung Innenstadt. Der kürzeste Weg führte vom Anleger über etliche Treppen; das war für Gaby schon extrem, aber sie wollte ja unbedingt mit! In der Innenstadt angekommen suchten wir ein Geschäft um Ansichtskarten zu kaufen. Wir wurden auch fündig; eine Bezahlung mit Euro war aber nicht möglich, so musste die Kreditkarte herhalten. Zu allem Überfluss hatte der Laden keine Briefmarken; die freundliche Verkäuferin zeigte uns aber den Weg zur nächsten Post. Dort konnten wir nach einigem Hin und Her auch mit Kreditkarte bezahlen. Also alles gut. Zum Abschluss suchten wir das beeindruckende Hotel Moskau auf, machten einige Fotos und traten dann den Rückweg an. Auch dieses Mal wählten wir die Treppe, was Gaby wegen der Schmerzen im Knie an ihre Grenzen brachte. Schließlich war auch das geschafft.

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    Nach dem Abendessen (Kasseler Braten) saßen wir bei immer noch sommerlichen Temperaturen mit einem Ehepaar aus dem Allgäu auf dem Sonnendeck und unterhielten uns angeregt. Ein Teil der Gäste befand sich auf einem Ausflug „Serbische Folklore und abendliche Altstadt“. In der Nähe unseres Liegeplatzes waren einige Lokalitäten, die offensichtlich sehr gut besucht waren. Es herrschte ein ständiges Kommen und Gehen von überwiegend jungen Leuten. Um 23.30 Uhr wurden die Leinen gelöst und die Aurelia nahm Kurs auf das Eiserne Tor.

  • Hallo zusammen,

    in Belgrad sollte das 2. Foto eigentlich das Innere der Kathedrale des Hl. Sava zeigen. Entweder habe ich mich beim Kopieren ver"klickt" oder das Innere von Kirchen darf hier nicht gezeigt werden? Fotografieren war dort aber ausdrücklich erlaubt.

    Ich unterbreche unsere Reise hier erst einmal. Vielleicht geht esnoch heute, bestimmt aber morgen weiter. Versprochen!

    LG

    Peter

  • Hallo Blu51

    ich lese sehr gern Deinen Bericht, wir schippern nächstes Jahr Ostern von Passau nach Budapest und zurück, auch mit Phönix und auch in dem Hotel als bei uns allerdings als Nachprogramm. Ist das zu empfehlen?

    Viele Grüße

  • Hallo Hundefreundin

    das Hotel können wir auf jeden Fall weiter empfehlen. Die Lage direkt an der Promenade ist ideal; Donau und Altstadt sind in wenigen Minuten zu erreichen. Es gibt ein umfangreiches Frühstücksbuffet; eine Lobby-Bar ist auch vorhanden. Hätte die Aurelia direkt in Passau gelegen, wäre sie auch zu Fuß zu erreichen gewesen. Aber sie lag ja in Passau-Lindau. Das wussten wir bei Buchung des Hotels aber noch nicht.

    Viele Grüße

    Peter

  • Hallo Nordlichter64

    auch wir waren zuerst skeptisch, was Flusskreuzfahrten angeht. Hauptargument war natürlich das fortgeschrittene Alter der Passagiere. Das trifft auch zu; das Durchschnittsalter bei Flusskreuzfahrten dürfte um einiges höher liegen als bei Hochseekreuzfahrten. Aber: 1. sind wir auch nicht mehr die Jüngsten und 2. ältere Leute können auch nett und lustig sein. Wir haben davon schon viele kennen gelernt.

    Flussfahrten sind u.E. gemütlicher als Kreuzfahrten auf See. Es gibt keinen Seegang, so dass auch keinem schlecht werden kann und man kann immer etwas sehen, weil sich auf beiden Seiten eben Land befindet. Das Essen ist klasse, die Kleiderordnung eher leger und die Ausflüge gut organisiert. Selbstverständlich kann man auch auf eigene Faust losziehen. Einziges Manko aus unserer Sicht ist die Abendunterhaltung; hier kann man nicht zwischen verschiedenen Lokalitäten wählen sondern muss sich dem Programm (meistens ein Bordmusiker) fügen. Bei unserer Tour und dem Sommerwetter konnten wir allerdings manchmal auf das Sonnendeck flüchten.

    Wir machen jedenfalls beides gern: Hochsee und Fluss. Viel Glück beim Überreden Deines Gatten.

    LG

    Peter

  • Weiter gehts:

    Eisernes Tor, Donji Milanovac, Serbien (22.08.2018), sonnig, über 30 Grad

    Zwischen 05.00 und 09.30 Uhr durchfuhr die Aurelia die berühmte Kataraktenstrecke. Den größten Teil davon verschliefen wir; das war aber nicht weiter schlimm, weil wir die gesamte Strecke auf der Rückfahrt und mit Tageslicht ja noch einmal auf uns wirken lassen konnten. So suchten wir uns nach dem Frühstück einen Platz auf dem Sonnendeck; das war gar nicht so einfach, weil fast alle Passagiere sich diesen Streckenabschnitt nicht entgehen lassen wollten. Zwei Stühle für uns fanden sich aber doch noch. Gegen 10.00 Uhr erreichten wir den End- und Wendepunkt unserer Reise, die Schleuse Djedap I. Hier drehte der Kapitän das Schiff und wir machten uns auf den Rückweg. Die Vista Explorer folgte uns die ganze Zeit in einigem Abstand. Eine Stunde später fand auf dem Sonnendeck ein Frühschoppen statt; es gab Weißwürste, Leberkäse, Brezeln, Kraut- und Kartoffelsalat. Obwohl das Frühstück noch gar nicht so lange vorbei war, ließen wir es uns schon wieder munden.

    Der weitere Verlauf der Strecke wurde von der Kreuzfahrtleiterin kommentiert. Die gesamte Kataraktenstrecke ist landschaftlich eine Augenweide. Steile Schluchten wechseln sich mit breiteren Flusspassagen ab. In früheren Zeiten versetzte dieser Abschnitt der Donau die Schiffer in Angst und Schrecken. Durch den Bau von zwei Kraftwerken wurde der Fluss gestaut und kann jetzt gefahrlos befahren werden.

    Um 12.30 Uhr legten wir in Donji Milanovac an; dieser Ort auf der serbischen Seite der Donau, hat genau wie das auf der gegenüberliegende Seite befindliche rumänische Svinita, nach der Inbetriebnahme der Kraftwerke an höherer Stelle sein neues Zuhause gefunden. Wegen der kurzen Liegezeit (um 15.00 Uhr ging es schon weiter) wurden hier keine Ausflüge angeboten. Wir verließen kurz das Schiff und schlenderten bei wieder großer Hitze etwas an der Uferpromenade entlang. Während Gaby wegen ihres Knies dann wieder zurück aufs Schiff ging, schaute ich mich noch im Ortskern um. Viel gab es hier aber auch nicht zu sehen. Um 15.00 Uhr legten wir wieder ab. Im weiteren Verlauf kamen wir am Abbild des Drakerfürsten Decebal sowie an dem kleinen Kloster von Mraconia auf der rumänischen Seite vorbei. Fotomotive waren hier jedenfalls mehr als genug vorhanden. Mit dem Passieren des Babakei-Felsens und der Burg Golubac gegen 18.00 Uhr ließen wir die Kataraktenstrecke dann hinter uns.

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    Vor dem Abendessen kam die Durchsage, dass Piraten an Bord gesichtet worden seien. Demzufolge gab es heute ein Piratenabendessen. Am Eingang des Restaurants kredenzten uns als Piraten verkleidete Crewmitglieder einen Piratentrunk (Piratenblut), die Stühle im Restaurant lagen wild durcheinander, auch das Besteck lag unordentlich verteilt auf den Tischen. Trotz allem verlief der weitere Abend durchaus friedlich.

  • Hallo Blu51

    da hat es ja doch super mit den Fotos geklappt (kleiner Tipp: lass eine Leerzeile dazwischen, dann wirken sie noch besser)

    Die Reise gefällt mir sehr gut. Könnte mir auch vorstellen, mal eine Schnuppertour zu machen.

    LG Susanne

  • Hallo Peter Blu51

    toller Reisebericht :)

    Bislang haben wir auf dem Fluss im vergangenen Jahr nur geschnuppert, aber es hat uns gut gefallen:)

    Dein Bericht gefällt mir sehr gut, und das Wetter war ja perfekt :thumbup:freue mich auf die Fortsetzung

    Gruß

    Sonja

    Bleibt gesund <3

  • Hallo zusammen, jetzt geht es weiter:

    Novi Sad, Serbien (23.08.2018), sonnig, über 30 Grad

    In Novi Sad, der Hauptstadt der Vojvodina, kamen wir um 08.00 Uhr an. Hier hatten wir den Ausflug „Novi Sad und Sremski Karlovci“ gebucht. Nach dem Frühstück ging es um 08.30 Uhr los.

    Neben uns lag die River Aria. Mit dem Bus fuhren wir zunächst nach Sremski Karlovci, nicht weit von Novi Sad entfernt. Dort wurde 1699 in der Friedenskapelle der Friedensvertrag zwischen der Heiligen Liga und den Türken unterzeichnet. Sehenswert sind die Kathedrale, die wir auch von innen besichtigten, das Stadtmuseum und die älteste Apotheke Vojvodinas. Wir entdeckten darüber hinaus einen Briefkasten, dem wir die in Belgrad erworbenen und inzwischen geschriebenen Ansichtskarten anvertrauten. Sie sind auch alle daheim angekommen.

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    Nächster Stopp war ein Restaurant direkt an der Donau, wo wir wieder eine Erfrischung erhielten. Zum Abschluss fuhren wir zurück nach Novi Sad; dort machten wir einen Rundgang durch die Innenstadt. Wir sahen u.a. die katholische Marienkirche, die orthodoxe Kirche des Heiligen Georg und das Stadthaus.

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    Albert Einstein hat knapp zwei Jahre in Novi Sad gewohnt; dieses Haus sahen wir nur vom Bus aus. Es ist aber auch kein Schmuckstück. Wie uns unser Reiseleiter sagte, wird Novi Sad 2021 Kulturhauptstadt Europas. Mit den dann fließenden EU-Geldern könnte das Einstein-Haus evtl. zu einem Museum umgestaltet werden. Nach dem Rundgang brachte der Bus uns zurück zum Schiff. Die Festung Peterwarden auf der gegenüberliegende Donauseite sahen wir nur aus der Ferne. Sie wird auch Gibraltar der Donau genannt und bildete einst den Wachturm von Peter, dem Einsiedler.

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    Nach der serbischen Ausreisekontrolle verabschiedeten wir uns um 13.00 Uhr von Novi Sad und nahmen Kurs auf Kalocsa in Ungarn. Zum Mittagessen ließen wir uns heute einen Schimanski Teller schmecken (Currywurst mit Pommes).

    Später machten wir es uns wieder auf dem Sonnendeck bequem. Die Waffel-Party in der Lounge fiel für uns wegen Überfüllung des Magens aus. Unsere Kreuzfahrtleiterin Erika gab dann Informationen zum weiteren Verlauf der Reise. So sei damit zu rechnen, dass die ungarischen Behörden bei der Wiedereinreise in die EU erneut eine Pass/Gesichtskontrolle durchführen würden. An sich kein Problem, wenn wir Mohacs nicht mitten in der Nacht erreichen würden. Wir sollten uns daher schon einmal darauf einstellen, unsanft aus dem Schlaf gerissen zu werden. Was Bratislava betreffe, stünden in Komarom Busse bereit, die die Ausflugsteilnehmer und auch diejenigen, die Bratislava auf eigene Faust erkunden wollten, in die Stadt bringen würden. Die Fahrzeit betrage 1 bis 1 ½ Stunden, so dass Bratislava zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr erreicht werde. Die Aurelia würde zwischen 19.00 und 20.00 Uhr eintreffen und alle wieder an Bord nehmen.

    Nach dem Abendessen gönnten wir uns noch einen Drink in der Lounge und waren schon gespannt, wann man uns in der Nacht aus den Betten holen würde. Die Rede war von einer Pyjamaparty.

  • Kalocsa, Solt, Budapest, Ungarn (24.08.2018), sonnig, um 30 Grad

    Wie vorhergesagt, so ist es auch geschehen. Um 02.30 Uhr in der Nacht erklang die Stimme der Kreuzfahrtleiterin über Lautsprecher in sämtlichen Kabinen und rief erst die Crewmitglieder und dann die Passagiere zur Kontrolle durch die ungarischen Behörden. Schlaftrunken marschierten wir an den Beamten vorbei, um dann wieder ins Bett zu fallen. Ob das sein musste? Da möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

    Morgens gegen 08.00 Uhr näherten wir uns Kalocsa. Dieser Halt diente nur der Ausschiffung der Teilnehmer des Ausflug „Pusztafahrt“; danach setzte die Aurelia ihre Fahrt fort. Da wir diesen Ausflug ebenfalls gebucht hatten, machten wir uns nach dem Frühstück auf die Socken. Die Avalon Passion leistete der Aurelia in Kalocsa Gesellschaft. Mit zwei Bussen fuhren wir zunächst in die kleine Bischofsstadt Kalocsa. Unsere temperamentvolle Reiseleiterin Malika, die sehr gut deutsch sprach, versorgte uns während der kurzen Fahrt bereits mit einigen Informationen zu Land und Leuten. In Kalocsa besichtigten wir die Kathedrale, die in diesem Jahr nach langen Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet wurde.

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    Anschließend fuhren wir zum Paprikahaus. Dort gab uns eine nette alte Dame einen Einblick in die Herstellung der ungarischen Spezialität, natürlich in der Landessprache, Malika übersetzte. Ein kleines Museum befindet sich ebenfalls dort, zudem wurden auch Paprikaprodukte und Souvenirs verkauft.

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    Weiter ging die Fahrt zu einem Reiterhof, wo wir mit einem Glas Marillenschnaps begrüßt wurden. Vorbei an einigen Stallungen, in denen u.a. Schafe und Schweine gehalten wurden, gelangten wir zu einer Art Arena, in der uns die ungarischen Hirten eine Reitervorführung mit rassigen Pferden und tollkühnen Reitern präsentierten.

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    Im Anschluss wurden uns leckeres Fladenbrot mit Knoblauch und Wein serviert. Schließlich machten wir noch eine Kutschfahrt von etwa 10 Minuten in die Umgebung des Reiterhofs bei der wir ordentlich durchgeschüttelt wurden. Der Besuch des Reiterhofs endete an einigen Verkaufsständen mit Souvenirs; dort erhielten wir noch einmal Wein zur Probe sowie ein leckeres Schmalzgebäck. Hier konnte man auch Fotos kaufen, die während unseres Aufenthaltes von emsigen Fotografen gemacht worden waren. Ein Foto kostete 3,00 €. Wir haben 5 gekauft. Mit der Rückkehr zur Aurelia, die inzwischen in Solt festgemacht hatte, endete der Ausflug gegen 13.00 Uhr.

    Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Sonnendeck. Nach dem Abendessen, heute bereits um 18.30 Uhr, näherten wir uns wieder Budapest. Lt. Reisebeschreibung wären wir weiter gefahren; weil die Donau aber nachts in Ungarn immer noch gesperrt war, machten wir erneut in Budapest fest. Wir lagen neben der Filia Rheni. Um 20.30 Uhr fand in der Lounge eine Tombola statt; die Lose hatte man an der Rezeption erwerben können. Daran schloss sich die Crew-Show an; die Besatzung der Aurelia präsentierte ihre versteckten Talente. Beiden Veranstaltungen blieben wir fern; wir genossen vom Sonnendeck aus noch einmal das Lichtermeer der ungarischen Hauptstadt.

    In der Ferne blitzte es schon und es schien ein Gewitter aufzuziehen. Das zog dann jedoch offenbar an Budapest vorbei; Regen fiel auch nicht viel. Einige Passagiere verließen das Schiff, um Budapest noch einen abendlichen Besuch abzustatten. Wir hingegen ließen den Abend in der Lounge ausklingen.

  • Hallo zusammen,

    hier muss ich für heute abbrechen, weil ich gleich nach dem Mittagessen zu meinem Fußball-Stammverein gehe, der letzte Saison aufgestiegen ist und jetzt in der Landesliga (7.Klasse!) spielt. Mal sehen, wie sie sich in der neuen Umgebung schlagen.

    Morgen geht es dann weiter.

    Schönen Sonntag noch.

    Peter

  • Hallo zusammen.

    heute will ich mal zum Schluss kommen:

    Bratislava, Slowakei (25.08.2018), bedeckt mit Regen, 23 Grad

    Um 04.00 Uhr in der Früh machte die Aurelia die Leinen los und verließ Budapest in Richtung Bratislava. Als wir aufwachten, waren wir bereits unterwegs. Heute morgen war zum ersten Mal die Sonne nicht zu sehen, es war bedeckt und auch kühler. Nach dem Frühstück erwartete uns die Kreuzfahrtleiterin in der Lounge mit Informationen zur Rückreise und Ausgabe von Kofferkennzeichnungen.

    Nach dem Mittagessen, das um 12.00 Uhr serviert wurde, erreichte die Aurelia gegen 14.00 Uhr die uns schon bekannte ungarische Grenzstadt Komarom. Dort warteten insgesamt 3 Busse auf uns. Zwei waren für Gäste bestimmt, die den Ausflug „Bratislava Stadtrundfahrt“ gebucht hatten; der dritte Bus war ein Transferbus für die Passagiere, die Bratislava auf eigene Faust erkunden wollten. Weil wir vor zwei Jahren schon einen geführten Rundgang durch Bratislava unternommen hatten, ließen wir uns im dritten Bus nieder. Im Konvoi ging es los Richtung slowakischer Hauptstadt. Dort sollte uns die Aurelia gegen 19.30 Uhr wieder aufnehmen. Ursprünglich hatte es geheißen, die Aurelia mache in Samorin, 6 km vor Bratislava fest, dann teilte die Kreuzfahrtleiterin jedoch mit, dass das Schiff direkt in Bratislava anlegen werde.

    Die Fahrt nach Bratislava dauerte doch länger als erwartet; nach ungefähr zwei Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Kreuzfahrtleiterin Erika erklärte den Passagieren aller Busse noch, wo wir uns am Abend treffen würden, danach orientierten wir uns Richtung Innenstadt. Leider regnete es etwas; im Laufe der nächsten Stunde wurde der Regen heftiger. Daher suchten wir zunächst ein Lokal auf, dessen Außenbereich durch eine Markise geschützt war. Während wir uns dort ein einheimisches dunkles Bier gönnten, hörte es tatsächlich auf zu regnen, so dass wir unseren Rundgang fortsetzen konnten. Bratislava ist eine schöne Stadt mit vielen sehenswerten Gebäude. Vor zwei Jahren bei schönstem Sonnenschein hatte sie uns schon verzaubert.

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    Als wir uns nach 18.00 Uhr zum Treffpunkt am Gebäude des slowakischen Nationaltheaters begaben, teilte uns Erika mit, dass sich die Ankunft der Aurelia verzögern würde; sie rechne nicht vor 20.00 Uhr mit ihr. Wir sollten schon einmal in ein nahe gelegenes Lokal gehen und dort ein Getränk auf ihre Kosten bestellen. Zusammen mit anderen bereits eingetroffenen Passagieren machten wir uns dorthin auf. Im Laufe der Zeit trudelten dann alle Passagiere ein und bevölkerten das Lokal. Nach Ankündigung einer weiteren Verzögerung machte sich die gesamte Gruppe um 20.30 Uhr auf den Weg zum Anleger. Dort angekommen war von der Aurelia noch nichts zu sehen. Sie traf dann um 21.00 Uhr ein. Es ging dann auch sofort an Bord und zügig zum Abendessen. Am Eingang des Restaurants erhielt jeder Gast als Ausgleich für die Strapazen ein Glas Sekt.

    Später trat in der Lounge dann ein Stargast auf, eine Sängerin, die Wiener Lieder zum besten gab. Sie hatte zwar eine schöne Stimme, unser Fall war diese Musik aber nicht. Nach ihrem Auftritt leerte sich die Lounge relativ schnell; es war auch viel später als ursprünglich eingeplant.

  • Melk, Österreich (26.08.2018), bedeckt, zeitweise sonnig, um 20 Grad

    Heute mussten die Passagiere nach dem Frühstück zum ersten Mal auf dieser Reise mit der Lounge vorlieb nehmen. Auf dem Sonnendeck war es einfach zu frisch; es regnete allerdings nicht mehr. Mit Lesen und Sudoku vertrieben wir uns die Zeit bis zum Mittagessen um 12.00 Uhr. Eine Stunde später machte die Aurelia auch schon in Melk fest. Dort befand sie sich in Gesellschaft der Viking Freya, der Scenic Amber und einem Schiff von Nicko Cruises. Melk wird in Fließrichtung Osten auch als Tor zur Wachau bezeichnet. Bekannt ist der Ort wegen seines Benediktinerstiftes, das über der Stadt thront. Während wir vor zwei Jahren wegen des schönen Wetters nur den Garten des Stiftes besucht hatten, wollten wir uns heute das Innere ansehen. Zu diesem Zweck hatten wir den Ausflug „Stift Melk“ gebucht. Ein Bus brachte uns bequem zur Anlage hinauf. Kreuzfahrtleiterin Erika besorgte die Tickets für unsere Gruppe. Weil wir noch etwas Zeit bis zu unserer geführten Innenbesichtigung hatten, schlenderten wir noch durch die Außenanlagen. Bald danach begann dann die Innenbesichtigung unter sachkundiger Führung. Wir sahen u.a. den Marmorsaal und die weltberühmte Bibliothek mit über 80.000 literarischen Werken und einem überwältigendem Wandgemälde. Bevor wir die Bibliothek betraten, hatten wir von einer Terrasse aus einen eindrucksvollen Blick in das Donautal. Zu guter Letzt statteten wir der Stiftskirche einen Besuch ab. Der Transferbus brachte uns dann zurück zum Schiff. Um 16.00 Uhr verließen wir Melk und machten uns auf den Weg nach Passau. Für uns war jetzt Kofferpacken angesagt.

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    Zum Abschieds-Cocktail fanden sich alle Passagiere um 18.30 Uhr in der Lounge ein. Bei einem Glas Sekt verabschiedeten sich der Kapitän, die Hotelmanagerin und die Kreuzfahrtleiterin von den Gästen. Bei dieser Gelegenheit wurden alle Crewmitglieder vorgestellt, mit Ausnahme der Küchencrew. Die hatte schließlich gerade zu tun, denn im Anschluss an den Abschieds-Cocktail erwartete Küchenchef Imre Banga die Passagiere zum Gala-Abschieds-Abendessen. Ein letztes Mal ließen wir uns die Kreationen aus der Küche schmecken. Bevor dann zum krönenden Abschluss die obligatorische Eisparade durch das Restaurant zog, wurde auch die Küchencrew vorgestellt und mit viel Beifall bedacht. Nach einem Abschiedsdrink mit unseren Tischnachbarn beglich ich die Bordrechnung an der Rezeption. Hierzu war nur noch eine Unterschrift nötig, weil ich unsere Kreditkarte bereits vor einigen Tagen hatte einlesen lassen. Dann ging es in die Koje.


    Passau und Abreise (27.08.2018), sonnig, 25 Grad

    Bis um 07.00 Uhr mussten die Koffer mit den entsprechenden Anhängern vor die Kabinen gestellt werden. Der größere ging mit Tefra gen Heimat, den kleineren nahmen wir mit in den ICE. Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal in die Kabine um die letzten Kleinigkeiten einzupacken. Danach setzten wir uns in die Lounge zu unseren Tischnachbarn. Die vier Damen aus Bayern wurden um 09.00 Uhr zum Transferbus gerufen, der sie zum Bahnhof bringen sollte. Wir hatten uns am Vortag an der Rezeption ein Taxi für 09.30 Uhr bestellt, das auch pünktlich eintraf. Die Aurelia hatte wieder in Passau-Lindau angelegt; dort sahen wir auch das neueste Schiff von Nicko Cruises, die Nicko Vision. Die soll sich nach Aussage unseres Taxifahrers gleich bei ihrer zweiten Fahrt infolge des Niedrigwassers einen Schaden an der Schraube zugezogen haben. Am Bahnhof verstauten wir den Koffer in einem Schließfach und bummelten dann durch Passau. Unser Zug sollte erst um 13.30 Uhr abfahren, so dass uns noch Zeit blieb, dem griechischen Restaurant Korfu doch noch einen Besuch abzustatten.

    Die Rückfahrt mit dem ICE bis nach Hagen verlief genauso unspektakulär wie die Hinfahrt. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Der große Koffer traf bereits am nächsten Tag ebenfalls ein.


    Fazit

    Die Aurelia ist ein etwas älteres Schiff (Baujahr 2006), das aber noch gut in Schuss ist. Einzig der etwas plüschigen Einrichtung merkt man das Alter an. Sie ist 110 m lang und bietet Platz für 158 Passagiere. Ein Vorteil, der sich insbesondere bei unserer Kreuzfahrt zeigte, ist ihr im Vergleich zu größeren Schiffen geringerer Tiefgang von 1,60 m. Dem hatten wir es zu verdanken, dass wir unsere Reise fast ohne Einschränkungen, trotz des Niedrigwassers der Donau und der nächtlichen Sperrung durch die ungarischen Behörden, durchführen konnten.

    Wir hatten eine Kabine mit frz. Balkon auf dem Saturndeck. Die Größe wird mit 14 qm angegeben. Sie bot genügend Ablagemöglichkeiten; allerdings stehen die Betten getrennt. Als sehr klein haben wir das Bad empfunden. Ablageflächen sind aber auch dort vorhanden gewesen.

    Zum Essen erhält man im Restaurant für die Dauer der Kreuzfahrt feste Plätze. Das Frühstück wird in Buffetform angeboten. Brot, Brötchen, Wurst- und Käsesorten, Eierspeisen, Müsli, Früchte, es war alles vorhanden, was der Gast zum Frühstück erwartet. Während des Frühstücks nahm ein Kellner die Vorbestellungen für das Mittag- und Abendessen auf. Diese Mahlzeiten werden am Tisch serviert und bestehen aus einer Vorspeise, zwei Suppen zur Auswahl, drei Hauptgerichten zur Auswahl (eins davon vegetarisch) sowie einer Nachspeise. Zum Nachtisch konnte man auch Früchte oder Käse wählen. Das Essen war, wie immer wenn der Hotelbetrieb von Sea Chefs gemanagt wird, sehr gut.

    An Bord gilt das All inclusiv Konzept. Konkret bedeutet das, das alle Softgetränke, Kaffee und Tee, Bier vom Fass sowie die Hausweine von 08.00 bis 24.00 Uhr ohne Zusatzkosten konsumiert werden können. Die Preise für die übrigen Getränke (z.B. Cocktails) sind, wie immer bei Phoenix, günstiger als bei den Mitbewerben.

    Das Preis-/Leistungsverhältnis der von uns gebuchten Ausflüge passte. Die Ausflüge waren gut organisiert und wurden von gut deutsch sprechenden Reiseleitern begleitet.

    Die Crewmitglieder in allen Bereichen waren sehr freundlich und zuvorkommend. Ihnen gebührt ein großes Lob; trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen waren sie immer gut gelaunt.

    Die Aurelia können wir auf jeden Fall uneingeschränkt weiter empfehlen.

  • Liebe Forenmitglieder,

    das war mein Bericht über unsere Donaukreuzfahrt. Ich hoffe, ich konnte euch das Besondere einer Reise auf einem Fluss etwas näher bringen und den einen oder anderen auf diese Reiseart neugierig machen. Wir werden uns nächstes Jahr wieder einem Fluss anvertrauen; demnächst steht allerdings erst wieder ein großes Schiff an. Zum Highlight in diesem Jahr geht es über den großen Teich nach New York; von dort startet unsere Kreuzfahrt nach Montreal mit der AIDAdiva.

    Viele Grüße

    Peter

  • Vielen Dank Peter Blu51

    Das war ein sehr interessanter Einblick und du hast deinen ersten Bericht richtig gut hinbekommen :thumbup:.

    LG Susanne

  • Dein Reisebericht fand ich sehr informativ und die Bilder waren auch super:thumbup:

    Vielen Dank Blu51 für deine Mühe.

    Übrigens mein Mann ist auch nicht mehr so abgeneigt.

    Liebe Grüße

    Nordlichter64

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann (unbekannter Autor)


    Vom 22.01.27 - 27.02.27 mit der Mein Schiff Flow von Hamburg in die Karibik und zurück<3

    *MeinSchiff*