9.9-16.9.17 Cruisedays mit der Mein Schiff 3

  • @whiterose13
    @Nitsrek8
    @waesserchen
    eure abenteuerliche Fahrt geht weiter, aber ihr macht ja, so wie ihr schreibt, das Beste aus der Situation. Finde ich toll. :)
    Drücke euch die Daumen, dass es auf See nicht allzu heftig wird. 


    Ich drücke vor allem den Gästen der MS-3 alle Daumen, dass sie die nächsten Stunden noch das Beste aus der Situation machen können. Die aktuelle Wetterlage auf der Nordsee sieht auf der Forecast-Route der MS-3 leider nicht so gut aus. Aktuell (14:10 MESZ) werden am Ausgang zur Nordsee 36 Knoten Wind angezeigt, Tendenz zunehmend. Da könnte es auf See doch noch recht heftig werden.
    Übrigens, in der Karte links ist die Anfahrt der mit 7 Stunden verspäteten Columbus zu sehen. Die dürfte der MS-3 in Kürze auf der Themse begegnen.

    xxxAdminxxx (bitte nur eigene Bilder, siehe Nutzungsbestimmungen)

    LG
    Uwe

    Leider schon vorbei

    MS-2alt 07.06.-17.06.2012 Ostsee+Baltikum
    MSC Musica 30.06.-07.07.2013 Nordland+Ostsee
    MS-1alt 21.07.-07.08.2014 Norwegen Spitzbergen Island
    MS-1alt 26.10.-10.11.2015 Transreise Antalya~Dubai
    MS-1alt 07.07.-18.07.2016 Südnorwegen m.Eidfjord
    MS-2alt 15.01.-29.01.2017 Kanaren m.Madeira+Marokko
    MS-1alt 25.06.-06.07.2017 Norwegen Nordkap m.Alta
    MS-1alt 03.01.-17.01.2018 Asien ab-bis Singapur
    MS-5 26.10.-12.11.2018 Transreise Mallorca~Barbados
    MS-6 05.04.-24.04.2019 Transreise Dom.Rep~Mallorca
    MS-6 27.10.-12.11.2019 Transreise Kreta~Dubai
    Phoenix Amera 21.08.-12.09.2022 Schottland Grönland Island
    MS-Herz 09.03.-30.03.2023 Azoren Kapverden Madeira Kanaren
    Phoenix Artania 07.11.-03.12.2023 Florida Karibik Madeira DE
    MS-3 27.10.-01.12.2024 Traumreise Karibik ab/bis Bremerhaven
    Phoenix Amera 12.01.-05.02.2026 von Panama durch die Südsee

    bereits neu gebucht

    MS Amera 14.04.-13.05.2027 Peru Panama USA Kanada DE
    MS Amera 23.03.-08.04.2028 Wintertraum/Hamburg bis Nordkap

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Oh jeh, immer so durchgeschaukelt zu werden......
    gewöhnt man sich eigentlich daran?


    Das würde mich auch mal interessieren, denn wir haben damit überhaupt keine Probleme. Vielleicht äußert sich da mal jemand zu, der nicht ganz so anfällig für Seekrankheit ist.
    Eigentlich fängt das Problem ja häufig erst Nachts im Bett an, wenn das Schiff recht stark seitlich schaukelt (Rollbewegungen). Da erwischt es dann häufig auch Gäste, die sich Tagsüber noch "seefest" geglaubt hatten.

    LG
    Uwe

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  • Oh jeh, immer so durchgeschaukelt zu werden......
    gewöhnt man sich eigentlich daran?

    Ob man sich dran gewöhnt? Ich weiß es nicht so genau. Früher konnte ich jedenfalls nicht einmal die Fährfahrt nach Dänemark überstehen, heute habe ich alle wichtigen Kaps der Welt umrundet, allerdings häufig mit Hilfe von verschreibungspflichtigen Scopodermpflastern hinter dem Ohr, Reisetabletten und / oder grünem Apfel, Seabands etc je nach Wellengang im Einsatz.

    LG
    Siegrid

  • @Stabsfeldwebel :

    "Seekrank" wird man im Regelfall dann, wenn die Wahrnehmungen des Gleichgewichtsorgans nicht mit dem Gesehenen übereinstimmen. Das Bogenorgan im Innenohr nimmt Bewegung war, das Auge kann diese jedoch nicht verifizieren - prompt tritt im Gehirn ein Widerspruch auf, welcher sich dann in Schwindel, Übelkeit usw. äussert. Man sollte in solchen Situationen also als erstes versuchen, nach draussen auf's Meer zu schauen. Stimmen die Wahrnehmungen wieder überein, lässt auch die "Seekrankheit" bald nach.

    Im Englischen spricht man von "motion sickness" (= Bewegungskrankheit), das passt irgendwie noch besser. Man kann sie u.a. dadurch triggern, dass man eine Achterbahnfahrt mit geschlossenen Augen absolviert (natürlich nur, wenn man entsprechend masochistisch veranlagt ist :/ ). Und hierin liegt auch der Grund, warum eigentlich unempfindliche Personen dafür im Schlaf anfällig werden.

    Es gibt aber auch noch Co-Faktoren für das Auftreten der Attacken. So haben z.B. Wissenschaftler vor ein paar Jahren herausgefunden, dass chemische Verbindungen, die beim Räuchern von Fleisch entstehen, die "motion sickness" triggern bzw. verstärken können. Deshalb wird schon seit Jahren empfohlen, dass entsprechend empfindliche Personen an Bord Salami und Räucherschinken meiden sollten. In diesen Lebensmitteln findet sich auch Histamin, welches ebenfalls ein Auslöser für die Beschwerden ist. Histamin findet sich aber auch im Rotwein und Hartkäse - also am Besten auch hierum einen Bogen machen.

    Lange Zeit wurden auch psychologische Faktoren diskutiert, nach aktuellem Wissensstand ist deren Einfluss (ausser Stressanfälligkeit, s.u.) aber eher gering.

    Aber warum sind überhaupt manche Menschen empfindlicher als andere? Klar, ein Teil ist Gewöhnung bzw. Training. Vor ein paar Jahren wurde jedoch eine sehr interessante medizinische Studie eröffentlicht, die mir absolut plausibel erscheint: die Empfindlichkeit hängt anscheinend auch mit der geleeartigen Masse zusammen, die sich in den Bogengängen des Gleichgewichtsorgans befindet, und deren Bewegung dort von feinen Sinneshäärchen gemessen wird. Diese Masse ist bei jedem Menschen unterschiedlich zäh - zum einen bereits von Geburt an, ausserdem nimmt die Zähigkeit (Viskosität) im Laufe des Lebens zu. Je zäher die Masse, umso weniger empfindlich ist das Gleichgewichtsorgan. Bedeutet: je älter, desto weniger empfindlich. Der Rest ist Schicksal, denn der angeborene Anteil ist genetisch ererbt.

    Ein weiterer angeborener Faktor, der diskutiert wird, ist die Häufigkeit bestimmter Rezeptoren im Gehirn, an denen die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin andocken. Ihre Anzahl kann sich im Leben ebenfalls noch verändern. Wer weniger von diesen Rezeptoren hat (was man gut daran erkennen kann, dass diese Menschen unter Stress weniger vegetative Symptome we Herzrasen oder Schwitzen zeigen), hat auch ein niedrigeres Risiko für "motion sickness".

    Es gibt zur Behandlung einige ganz brauchbare Medikamente, aus meiner Sicht sind die Klassiker auf Scopolamin-Basis immer noch die besten (darf man nur nicht überdosieren : Scopolamin ist ein hochpotentes Halluzinogen! (der "Grundsatz" mancher Menschen "viel hilft viel" ist hier definitiv unangebracht)). Es gibt Scopolamin als Tabletten, Injektionen und Pflaster. Aber Achtung - bei den Pflastern gibt es die "normale" Variante und die homöopathische - die gewöhnlichen Pflaster sind mässig gut wirksam. Völlig unwirksam hingegen sind die homöopathischen Mini-Pflaster - da wirkt allenfalls der Placebo-Effekt (mal völlig abgesehen davon, dass sie den Lehren Samuel Hahnemanns (des Begründers der Homöopathie) und dem von ihm postulierten "Simile-Prinzip" komplett widersprechen).

    Man kann sich auch Psychopharmaka wie Promethazin reinballern, wenn man aber bedenkt, dass dieser Wirkstoff üblicherweise vor allem in der Psychiatrie bei Schizophrenie eingesetzt wird, würde ich lieber davon absehen (ausser im akuten Notfall - man muss sich dann aber im Klaren sein, dass man die nächsten 12-18 Stunden ziemlich zugedröhnt umherlaufen wird, Zombifikationsstufe 1). Bei wirklich schweren Fällen würde ich eher Ephedrin empfehlen - zwar mehr ein Aufputschmittel, aber dennoch sehr gut wirksam, wenn das Scopolamin versagt hat.

    Und was immer gut hilft (manchmal allerdings nur ergänzend) ist Ingwer. Entweder als Tee oder als Limonade (Ginger Ale). Ingwer ist d älteste der Menschheit bekannte Naturarznei gegen Übelkeit (ein absoluter Geheimtip für Schwangere) und Schwindel.

    Hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet?


    (Disclaimer: vor jedem Medikamenteneinsatz bitte zuerst einen Arzt wegen der möglichen Gegenanzeigen konsultieren.)

  • Ob man sich dran gewöhnt?
    Sicher. (Man weiß warum es dreht )
    Aber ob jeder wirklich seefest wird?
    Eher nicht.

    Manchmal werden aus Seekranken sogar Kapitäne. So auch Kapitän Greulich.
    In der Kapitänsfragestunde erzählte von seiner ersten Fahrt, als Matrose....
    Daher habe er Verständnis für diejenigen,, auch vom Personal die es erwischt.


    Lg ücki

  • Danke für eure Antworten.
    habe ja noch bis Mai Zeit mich vorzubereiten.
    ich werde auf alle Fälke Ingwer, seabands und meine Medis gegen Übelkeit mitnehmen.

    Lieben Gruß Heidi :love:
     Sparstrumpf aufhängen. :!::!:

  • @Muccerl :

    Spar Dir das Geld für die "seabands" - die funktionieren allenfalls in Deinem Kopf, aber niemals in der Realität. Es gibt für ihre Wirksamkeit keinen wissenschaftlichen Nachweis. Wie auch - sie basieren auf dem wissenschaftlich schon längst widerlegten Konzept der Akupressur. Mit diesen Dingern wird viel Geld gemacht und dabei viele Menschen über den Tisch gezogen. Reine Esoterik, überhaupt nicht seriös.

    Aber wenn Du dran glauben willst...

  • @Stabsfeldwebel :
    ...
    ...
    Hoffe, Deine Frage ist damit beantwortet?


    Sogar mehr als das. In deinem regelrecht wissenschaftlichen Aufsatz stehen ja Sachen (vor allem bestimmte Speisen) drin, deren Zusammenhang ich bisher noch gar nicht kannte.
    Insofern, absolut top. :thumbsup:

    PS:
    Ich hab jetzt sogar mal auf den Like-Knopf :thumbup: gedrückt, obwohl ich i.d.R. von solchen Funktionen nicht viel halte.

    LG
    Uwe

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  • Ein sehr berühmter Seekranker war übrigens Lord Horatio Nelson, Admiral der englischen Flotte und Gewinner so mancher See-Schlacht.
    Seinen letzten Sieg (Trafalgar) hat er leider nicht überlebt.

    Gegen das Unwohlsein helfen sollen ja auch Auf-den-Horizont-gucken und essen.

  • Hier gibt es einen Thread zur Seekrankheit, Klick Welche Mittel gegen Seekrankheit soll man mitnehmen. Tips hierzu evtl. dort einstellen .... habe obigen Beitrag von @Faulpelz schonmal dorthin verlinkt ...

    LG Claudia und Uwe
    - Schreibfehler (vor allem die Groß- / Kleinschreibung) sind oft dem iPad geschuldet - sorry -

    (Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten der in unseren Beiträgen gelinkten Internetseiten und machen uns diese nicht zu Eigen!)

  • @Faulpelz und @Muccerl ich hatte immer große Angst vor Seekrankheit und konnte auch schon einige male die entsprechend aufgehängten Tüten in Flur und Aufzug bewundern. Bisher hat mir aber immer das Seaband geholfen. ich musste noch nie Medikamente nehmen, von denen ich immer reichlich mit habe und einige schon entsorgen musste weil abgelaufen. Aber es ist mir lieber so, also dass die Seabands helfen und dass ich wenn ich die Medis dabei habe keine brauche, als wenn ich sie brauchen würde. Windstärken zu den Gelegenheiten weiß ich leider nicht aber wenn die Tüten schon im Flur hängen...

    Wenn man an die Seabands glaubt, dann helfen sie auch und warum unnötig Chemie einwerfen? (Glaube versetzt bekanntlich Berge)

    Übrigens hab ich in der letzten Zeit mehrfach gelesen und gehört dass Essen immer hilft. Ausprobiert hab ich es noch nicht.

    LG

    Ursula

    Ahoi

    Ursula


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    Neuengland mit Kanada


  • Hallo @Nitsrek8 und Mitfahrer,

    wir haben kurz vor 14 Uhr dann auch Southampton verlassen. Die Abfahrt hatte sich dann doch etwas verspätet, weil wir einen riesigen Autotransporter vorbei lassen mussten.

    Die Prima fährt jetzt etwas über 20 Knoten und wir werden schön durchgeschaukelt. Habe vorsichtshalber meine Seabands angelegt.

    Morgen früh um 4.30 Uhr soll der Maaslotse an Bord kommen. Da haben wir noch eine ganz schöne Strecke vor uns.

    LG waesserchen

    bisher 381 Nächte auf Mein Schiff - 492 Nächte auf Aida - 10 Nächte mit Cunard - 50 Nächte mit Hurtigruten unterwegs


  • Sogar mehr als das. In deinem regelrecht wissenschaftlichen Aufsatz stehen ja Sachen (vor allem bestimmte Speisen) drin, deren Zusammenhang ich bisher noch gar nicht kannte.
    Insofern, absolut top. :thumbsup:

    Merci. Ich habe als junger Assistenzarzt mehrere Jahre lang nebenbei als Medizin- und Wissenschaftsjournalist gearbeitet, noch heute schreibe ich gerne mal als Gastautor in dem einen oder anderen Internet-Blog. Einfach, um nicht in der Königsdisziplin der Medizin aus der Übung zu kommen: der Fähigkeit, einem Patienten nahezu jeden medizinischen Zusammenhang in verständlichen Worten erklären zu können. Nur so kann ich mit meinen Patienten auf Augenhöhe interagieren. Und die dadurch erzeugte Mündigkeit des Patienten ist in unserer heutigen Zeit, in der via Internet extrem viel pseudowissenschaftlicher Murks verbreitet wird, wichtiger denn je.


    Zitat

    Ich hab jetzt sogar mal auf den Like-Knopf :thumbup: gedrückt, obwohl ich i.d.R. von solchen Funktionen nicht viel halte.

    Ich fühle mich sehr geehrt.


    Wenn man an die Seabands glaubt, dann helfen sie auch und warum unnötig Chemie einwerfen? (Glaube versetzt bekanntlich Berge)

    1. Es helfen aber nicht die Seabands. Du könntest Dir genauso ein Gummiband mit einem Steinchen ans Handgelenk basteln.
    2. Der Placebo-Effekt (Glaube) ist aber leider nicht einkalkulierbar (weil nicht voraussehbar). Nur hört man eher selten von Leuten, bei denen es nicht gefunzt hat.
    3. Ingwer ist nicht synthetisch (ich denke mal, darauf wolltest Du mit dem Begriff "Chemie" hinaus), Scopolamin auch nicht - das ist ein Pflanzenwirkstoff, gewonnen aus dem "gemeinen Stechapfel" und seit über 2'500 Jahren in medizinischer Anwendung (einer der ältesten bekannten Arzneistoffe überhaupt, schon im antiken Griechenland bekannt). Der einzige Grund, warum er phytochemisch aus der Pflanze gelöst und in standardisierter Form verabreicht wird, ist die Dosierbarkeit (zu den Nebenwirkungen der Überdosierungen habe ich ja weiter oben schon etwas geschrieben - und bei nur 15facher Überdosierung kann er sogar tödlich sein).
    4. Ob Du es glaubst oder nicht: Du bestehst zu 100% aus Chemie. Ich auch. Und alle anderen Foristi ebenfalls. Der Hauptbestandteil des Menschen ist Dihydrogenmonoxid, eine Substanz, die im Übermass giftig und tödlich ist. Bitte aufhören mit dem "natürlich/chemisch" Denken, das ist völlig irrational.

  • ok, ersetze "Chemie" durch "Wirkstoff" und wolle auch nur meine positiven Erfahrungen mit den Seabands mitteilen.

    Ahoi

    Ursula


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  • Also seabands hab ich schon während meiner Chemo Zeit getragen, hab natürlich auch Medis genommen,
    und es war mir so was von egal, warum was gewirkt hat.
    Ich nehme alles mit

    Lieben Gruß Heidi :love:
     Sparstrumpf aufhängen. :!::!:


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    Ok, ich bin nicht normal. :/ Achterbahnfahren ist für mich Folter, aber wenn ich die Augen geschlossen lasse ist es einigermaßen erträglich. Und wenn ich seekrank werde, leg ich mich ins Bett und schlafe.

  • Kann beim Einzelnen natürlich auch funzen, aber bei sehr starkem Seegang wird diese Taktik zwangsläufig an ihre Grenzen stossen.