15.03.2015 / 1. Tag
Endlich war der große Tag da. Nach einer recht unruhigen Nacht meinerseits sind wir um 6:40 Uhr losgefahren. Unterwegs kamen direkt die ersten WhatsApp-Nachrichten von M, dass die 2 auch schon unterwegs waren und nur noch gute 100 km vor sich hatten. Um 9:20 Uhr hatten wir es nach diversen Nachrichten zwischen M und mir auch endlich geschafft. Nachdem wir im Parkhaus 4 einen Platz gefunden hatten, sind wir zum Terminal C, wo wir in der Sportsbar M und T getroffen haben. Die Wiedersehensfreude war wie immer groß. Bei einem Radler wurden die ersten Neuigkeiten ausgetauscht und die Freude an der bevorstehenden Reise geteilt. Gegen 10:15 Uhr sind wir zum Check-In. Dies lief reibungslos ab und somit konnten wir noch in aller Ruhe unsere obligatorische Flasche Sekt leeren
. Danach wurde es langsam Zeit für die Sicherheitskontrolle. Weiter ging es auf einen Abstecher in den Duty-Free-Shop. Dort haben wir schon ein Mitbringsel für eine Freundin gefunden. Ansonsten war ich sehr zurückhaltend – habe nichts gekauft und selber nur ein Hérmes Parfum getestet. Im Anschluss haben wir uns in der Abfertigungshalle noch jeweils ein großes Bier gegönnt, das ich auf Grund der Zeitknappheit allerdings nicht geschafft habe, denn nach sehr kurzer Zeit begann schon das Boarding. Wir hatten eine kleine Maschine und saßen jeweils auf den Gangplätzen. Das war aber auf dem kurzen Flug bzw. bei dem schmalen Gang auch nicht sonderlich schlimm. Essen und Trinken waren der reinste Witz. Ich habe ein Käsebrot bekommen - J hatte zumindest ein Salamibaguette. Der Flug zog sich schon ein wenig, aber vor der Zeit sind wir um 15:20 Uhr auf Gran Canaria gelandet. Die ganze Aufregung im Vorfeld auf Grund des separat gebuchten Fluges war also zum Glück umsonst
! Vor dem Flieger haben wir festgestellt, dass die Temperatur recht ordentlich (ca. 21 Grad), aber noch ausbaufähig war. Mit dem Bus ging es zum Flughafengebäude, wo wir auf unsere Koffer gewartet haben. M ist in der Zwischenzeit schon zum Rauchen hinausgegangen und kam kurz darauf mit einem Schild mit meinem Namen drauf zurück – unser Taxifahrer war schon da. Als wir endlich unsere Koffer hatten, konnten wir ebenfalls hinaus. Auf dem Parkplatz waren J und ich ein wenig irritiert, da M vor einem Kleinbus stand. Statt eines größeren Wagens hatten wir einen Bus bekommen – für uns 4 alleine!
Ca. 15 Minuten sind wir nun bis Las Palmas gefahren und um 16:30 Uhr sahen wir endlich unser Schiff im Hafen liegen. Und die MS 3 hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen
. Nach dem schnellen Check-In – und der üblichen Erwähnung meiner guten Vorbereitung – ging es nach ein paar Fotos hinauf auf das Schiff. Sehr schön und sehr groß. Schon im Bereich der Fahrstühle wirkt die MS 3 eher wie ein modernes Hotel. Und von unserer Balkonkabine 11052 waren wir dann endgültig absolut begeistert. Sehr hell und freundlich eingerichtet mit viel Platz und Stauraum. Sehr, sehr schön! Aber wie soll einem hiernach noch eine Innenkabine reichen?
Nach knappen 10 Minuten haben wir uns mit T + M getroffen und wir sind vorbei am Innenpool (traumhaft) und der Arena (die Leinwand sollte auf alle Fälle groß genug sein) in die Aussenalsterbar. Dort hatten wir einen sehr netten Kellner, der auch direkt seine Späße mit uns machte. Mein Malibu mit Bananensaft wurde komplett um mich herum geschwenkt und ich sah ihn schon auf meiner Hose landen. Geschmeckt hat er auf alle Fälle wieder sehr gut. Einen ganz kleinen Happen haben M und ich noch gegessen (Pangasiusfilet, Folienkartoffel und ein Brötchen) und weiter ging es in die TUI Bar. Bezüglich dieser Bar hatte ich im Vorfeld keine sonderlich hohe Erwartung, aber ich muss sagen, wir waren alle absolut begeistert! Sie ist richtig schön und vor allem auch viel gemütlicher als auf der MS 1. Und das allerbeste war, es gibt scheinbar auch wieder meinen heißgeliebten Tagescocktail (Reisefieber)
. Den haben wir natürlich direkt erst einmal getestet – auch zwei Mal!
Gegen 18:45 Uhr haben J und ich noch einen Abstecher in die Schaubar (viel gemütlicher als sie immer auf den Fotos wirkte) und in den Diamanten gemacht. Der Diamant ist auch richtig schön – ich freue mich schon auf einen Molekularcocktail! Danach sind wir in die Kabine und haben unsere Sachen ausgepackt. Zum Abendessen sind wir in das Atlantik Eurasia. Auch das ist sehr schön eingerichtet und hat uns sehr gut gefallen. Unser Kellner war sehr nett und hat auch seine Späße mit uns gemacht. Generell fiel allerdings sehr schnell auf, dass die Kellner für viel zu viele Tische zuständig sind und es somit immer wieder zu Leerlauf kommt. Insgesamt haben wir etwas mehr als eine Stunde gegessen. Über die Zeit kann man nicht meckern, aber auf der MS 1 hatten die Kellner viel mehr Zeit und konnten somit noch viel aufmerksamer sein (aber das ist meckern auf hohem Niveau!).
Nach dem Essen war die Seenotrettungsübung angesetzt. Unsere Musterstation war im Neuen Wall bzw. dem Klanghaus. Unsere Bordkarten wurden eingescannt und nach diversen Durchsagen kam ein Sicherheitsfilm. Das ganze zog sich natürlich wieder, aber im Endeffekt muss ich sagen, dies war eigentlich die beste Übung, die wir je hatten. Der Gang zu den Rettungsbooten wird einem nun auch erspart. Nach der Übung sind T + M in ihre Kabine und J und ich sind herumgelaufen. Dabei kam auch die erste Durchsage von Dimitris. Immer wieder schön! J und ich haben uns danach das Meerleben angeschaut. Hier kann man mit Sicherheit eine lange Zeit verbringen. Hat mir Museumsbanausen vom ersten Eindruck her echt gut gefallen.
Um 22 Uhr sind wir ausgelaufen. J und ich haben es uns vom X-Sonnendeck aus angeschaut und genossen. Das erste Mal die Große Freiheit hören, ist immer besonders schön!
Danach sind wir auf das Pooldeck und haben uns dort ein wenig umgeschaut. Da es doch recht kühl war, war nicht so wirklich viel los. Mit einem Glas Sekt in der Hand haben wir uns noch den Sport und Spa Bereich und die Himmel und Meer Lounge angeschaut. Auch diese Bereiche sind alle wunderschön und ich freue mich schon auf den ausgiebigen Rundgang am Seetag. Nach den ersten Eindrücken muss ich wirklich sagen: Dies ist MEIN Schiff ![]()
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Um 22:30 Uhr sind wir ziemlich erschöpft in unsere Kabine.
