Anke66 liebe Anke, wie gut ich dich verstehen kann.....Ich bzw.wir haben viele Jahre für meine Mama gesorgt nachdem mein Vater 2000 verstorben ist. Mit zunehmenden Einschränkungen bei ihr nahmen wir Teile der Familie und die Kurzzeitpflege in Anspruch. Ständig war ich hin und her gerissen ob ich mir die Auszeit nehmen dürfte....ich wusste aber auch, dass wenn ich nicht Luft holen kann, kann ich nicht weiter machen. Das schlechte Gewissen blieb immer und machte die Entscheidung nicht einfacher..... ich wünsche dir alles Gute liebe Anke
Mit der Lan Diep unterwegs auf dem Mekong + Nachprogramm 14.03.-01.04.2025 oder auch: "3 x alles neu" RB ab Seite 9 #175
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Anke66
Ich kann das so gut verstehen!Mein 87-jähriger Vater war gut acht Wochen im Krankenhaus inkl. Geriatrie. Es war klar, dass er danach nicht nach Hause kann - u.a. wegen der räumlichen Gegebenheiten. Eine leichte Demenz ist auch im Spiel.
Wir haben mit ganz viel Glück einen Platz für die Kurzzeitpflege sogar in der Nähe gefunden. Dort ist er am 19.12. eingezogen. Inzwischen ist er dort vollstationär untergebracht. Er sieht es nach wie vor als Übergangslösung und denkt, dass er irgendwann wieder nach Hause kommt. Das dachten wir tatsächlich auch während der Kurzzeitpflege. Ich hatte sogar schon eine seniorengerechte Wohnung an der Hand für ihn und meine Mutter. Ein Gespräch mit der Pflegeleitung hat uns dann auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht.Ich fahre ihn 3x pro Woche besuchen und bringe es kaum übers Herz, seltener hinzufahren. Aber wie lange soll das so gehen? Alle um mich herum - inkl. dem Personal im Heim - sagen „Du hast auch noch ein eigenes Leben. Und dieses Leben geht weiter“. Aber es ist alles andere als leicht. Zumal ich auch das Gefühl habe, dass er denkt, wir schieben ab und wollen ihn nicht zu Hause haben.
Ich hoffe - und das wünsche ich dir auch - dass die Situation für alle „normaler“ und „alltagstauglicher“ wird. Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Kraft und drücke die Daumen, dass ihr einen Platz für ihn findet. -
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Anke66, egal wie du dich entscheidest, ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass durch jede abgesagte Reise, die dadurch gewonnene, gemeinsame Zeit überwogen hat.
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Auch ich kann Deine Sorgen und Bedenken nachvollziehen, habe ich doch immer noch eine Mutter, die in wenigen Wochen ihren 103ten Geburtstag begeht und seit knapp 3 Jahren in der AWO betreut wird. Auch bei ihr war es ein Krankenhausaufenthalt, gefolgt von einer Kurzzeitpflege die in einer stationären Pflege wechselte.
Ob sie sich freiwillig so entschieden hätte? Ich weiß es nicht. Aber was ich weiß , sie hat ihr neues Zuhause ganz schnell angenommen und was ich noch weiß, sie hat uns von Anfang an aufgefordert "unser Leben zu leben" und "unsere Reisepläne zu verwirklichen, so lange es noch geht". Das rechnen wir ihr ganz groß an.
Was ich auch noch weiß, eine Schwebesituation hilft niemanden. Eine Kurzzeitpflege ist sicherlich hilfreich, diese kann ausnahmsweise auch noch einmal verlängert werden. Wenn der Vater nicht schwerkrank ist, geht es doch, wie Du schreibst, im wesentlichen darum, eine Alterslösung zu finden. Die kann man dann doch aber noch ein wenig hinauszögern, also nach dem Urlaub zeitnah "Nägel mit Köpfen machen".
Die letzte Entscheidung kann ich Dir aber leider nicht abnehmen.
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uschisiggi Ich hoffe, wenn mein Vater in einer Einrichtung gut versorgt ist und einen geregelte Tagesablauf hat, dass er auch wieder ein bisschen mehr am Leben teilnimmt. Wenn ich weiß, wo er hin kommt und es ihm dort gut geht, fällt mir die Entscheidung zu fahren hoffentlich leichter.
Ich brauche eine Auszeit. Im Job 35 Std. in der Woche zu funktionieren, Papa gerecht zu werden - das erfordert Kraft, die zunehmend schwindet. Mein Akku muss mal wieder aufgeladen werden.
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Ich brauche eine Auszeit. Im Job 35 Std. in der Woche zu funktionieren, Papa gerecht zu werden - das erfordert Kraft, die zunehmend schwindet. Mein Akku muss mal wieder aufgeladen werden.
Das sehe ich genauso liebe Anke Anke66. Als gestresste, ausgelaugte Angehörige bist Du dem Vater bestimmt keine gute Entscheidungshilfe.
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Liebe Anke66 ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass Ihr schnell einen Kurzzeitpflegeplatz für Deinen Papa findet! Und dann genießt Euren verdienten Urlaub. Ich denke, damit ist Deinem Papa mehr geholfen, wenn Du erholt bist und dann viel besser auf ihn eingehen kannst. Gerade, wenn eine Demenz im Spiel ist. Ich weiß, wovon ich rede, mein Vater litt auch an Alzheimer Demenz und hatte Parkinson. Es war nicht einfach. Mein Vater musste auch vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege und bei uns stand auch eine seit langer Zeit gebuchte Reise an. Die behandelnden Ärzte und vor allem das Pflegepersonal haben uns zugeredet, den Urlaub anzutreten, was wir dann auch getan haben. Natürlich hatte ich zwischendurch mal Magenschmerzen (damals hatte ich noch kein Whatsapp etc.). Aber die schönen Erlebnisse haben mich immer wieder abgelenkt, was auch gut war. Nach unserer Rückkehr bin ich sofort zu meinem Vater in die Einrichtung gefahren, er hatte mich gar nicht vermisst. Durch die Demenz meinte er, ich wäre erst gestern da gewesen. In dem Moment fiel jegliches schlechte Gewissen von mir ab und ich war froh, etwas Erholung genossen zu haben.
Vielleicht hilft Dir das bei Deiner Entscheidung, die Du nur ganz alleine für Dich treffen kannst. Fühl Dich gedrückt.
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Liebe Anke Anke66 , ich wünsche Euch für die nächste Zeit ganz viel Kraft. Die Entscheidung kannst nur Du im Rahmen deiner Familie treffen. Wir mussten diese Entscheidung vor ein paar Jahren bei meiner Oma treffen und sagen alle rückblickend, dass wir die Entscheidung für die Pflegeeinrichtung schon früher hätten treffen sollen. Zuhause ist meine Oma fast vereinsamt, da sie nirgends mehr hin wollte und im Heim war sie wieder aktiv unterwegs und das erfreute uns alle.
Aufgrund meines Berufes (Pflegeberaterin) stehen viele Angehörige vor einer solchen Situation und ich würde sagen, dass ca. 90% zufrieden mit der Entscheidung waren, da sie mal Zeit zum „Durchatmen „ hatten und ihren Lieben gut versorgt wussten. Als Angehöriger sollte man-auch wenn es als Außenstehender leicht gesagt ist- sich eingestehen, dass man nicht 24/7 für seine Lieben da sein kann. Nach der Auszeit ist man dann auch physisch und psychisch gestärkt für die weitere Herausforderung. Vielleicht kann Euch der Sozialdienst des Krankenhauses bei der Suche einer Einrichtung behilflich sein.
Liebe Grüße und dicker Drücker
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Lieb Anke Anke66 ,
wie alle schon vor mir gesagt haben, kannst nur Du mit den Menschen an Deiner Seite die Entscheidung treffen, von der Du vielleicht nie wissen wirst, ob es die „richtige“ war. Meine Erfahrung mit meinem Vater, der quasi durch seine schwersten Erkrankungen über 1 1/2 Jahre gestorben ist, war, dass ihm jeder Urlaub von uns Schwung gegeben hat. Und uns hat jeder Urlaub die Atempause verschafft, die wir dringend brauchten. Und natürlich waren da auch immer Tage mit schlechtem Gewissen dabei, aber die unbeschwerten haben definitiv die Überhand gehabt.Ich wünsche Euch viel Kraft die schwierige Zeit zu meistern und vor allem, dass ihr schnell eine gute Lösung für Deinen Vater findet.
Herzliche Grüße vomQueentchen
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Liebe Anke66
wir haben letztes Jahr mit meiner Mutter gemeinsam die Entscheidung getroffen, dass sie in ein Heim umzieht. Das haben wir auch mit ihr zusammen ausgesucht, haben gleich am Anfang einen Teil ihrer Möbel hingebracht, so dass sie sich da eigentlich heimisch fühlen könnte.
Trotzdem hat sie anfangs immer vergessen, dass sie da bleibt, hat jeden Tag ihre Sachen zusammengepackt und darauf gewartet, dass mein Mann sie abholt. Es hat schon eine Weile gedauert bis sie wirklich verstanden hat, dass sie da bleibt. Mal hat es ihr da gefallen, dann wieder hat sie am Telefon geschimpft und gesagt, dass sie sich umbringt... es ist einfach ein Prozess gewesen und ich hätte diese Zeit glaube ich nicht in Urlaub fahren wollen. Klar kann das Pflegepersonal die Situation auffangen, aber die Menschen waren für sie ja noch alle unbekannt.
Das Heim ist nicht weit weg, und meine eine Schwester wohnt auch direkt bei uns, aber die andere Schwester wohnt knapp 300 km entfernt - es hilft schon, wenn man sich die Betreuung teilen kann. Mittlerweile fahre ich nur noch 1x die Woche hin, meine Schwester fährt vielleicht etwas öfter, aber das wäre sicher nicht nötig. Ich bin auch froh, wenn die dritte Schwester für ein Wochenende kommt - dann ist das Wochenende mal "frei".
So war es bei uns (und dazu kam noch eine Krebserkrankung bei meiner Schwester und der plötzliche Tod meiner Schwiegermutter, alles innerhalb von 2 Wochen. Danach mussten wir dann ein Haus und eine Wohnung auflösen... und haben uns seeeehr auf den nächsten Urlaub gefreut
), aber das kann bei Euch ja total anders sein. Die Entscheidung musst Du selbst treffen.Ich weiß auch noch, wie tieftraurig ich war, als 2020 die Karibikkreuzfahrt (2 Jahre vorher gebucht) 2 Wochen vor Reiseantritt abgesagt wurde. Daher kann ich das auch voll nachfühlen, aber wir haben die Kreuzfahrt nachgeholt, und die, die wir dann 2023 gemacht haben, war noch viel toller als die Karibiktour hätte sein können
.Ich wünsche Dir viel Kraft und sei stark, wenn Du Deinem Vater sagst, dass er nicht mehr nach Hause kann. Da habt ihr jetzt die Rollen getauscht.
LG Maria
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Ruhrpottkind Deinen Beitrag habe ich heute Morgen im Büro gelesen und mich schnell hinter meinem Bildschirm versteckt, damit mein Azubi nicht meine feuchten Augen sah.
AlTo Queentchen Marie Kanin Ich danke Euch für Eure lieben Worte.
Ich habe noch etwas positives zu berichten - ein kleiner Lichtblick. Heute kam ein Anruf von der Seniorenresidenz, die mir in der letzten Woche sagten, dass in den nächsten 1,5 Wochen nichts frei sei.
Mein Papa kann ab Mittwoch dort in die Kurzzeitpflege

Ich kenne das Haus und die Leiterin, da meine Mutter dort betreut wurde.
Jetzt hoffe ich einfach, dass es so ist wie AlTo von ihrer Oma berichtet hat und mein Vater wieder mehr Kontakt zur Außenwelt hat. Auch wenn diese 'Außenwelt' erst einmal nur aus der Seniorenresidenz besteht.
Liebe Grüße
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Ich habe noch etwas positives zu berichten - ein kleiner Lichtblick. Heute kam ein Anruf von der Seniorenresidenz, die mir in der letzten Woche sagten, dass in den nächsten 1,5 Wochen nichts frei sei.
Mein Papa kann ab Mittwoch dort in die Kurzzeitpflege

Das sind wirklich gute Neuigkeiten liebe Anke



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Das sind wirklich gute Neuigkeiten liebe Anke



Das sehe ich ganz genauso! Jetzt musste ich wieder an das alte Sprichwort denken "Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her"
. Ich drücke die Daumen, dass Dein Papa einverstanden ist, erstmal in die Kurzzeitpflege zu gehen (ist ja noch nicht für immer!)
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So, die letzten Impfungen -Typhus und Auffrischung Hepatitis A+B- sind auch geschafft. Der Mann hatte zum Glück keinerlei Nebenwirkungen (sonst hätte ich mir etwas anhören müssen, habe ich ihn doch zu Typhus und Tollwut überredet).

Ich habe mir letzte Woche Mittwoch beides impfen lassen - einmal linker Arm - einmal rechter Arm. Nach Rücksprache mit dem Arzt war das möglich, da beides Totimpfstoffe sind.
Mir ging es Mittags nicht gut. Kreislaufbeschwerden, es drehte sich alles. Aber das lag bestimmt an dem 'Gesamtpaket' dieses Tages: Morgens impfen, dann ins Homeoffice und immer der Gedanke "Papa zieht heute in die Kurzzeitpflege". Oh Mann, was war ich wuschig. Vorsichtshalber habe ich keinen Blutdruck gemessen!

Nun ist er also dort und laut dem netten Pflegepersonal 'unauffällig', spricht mit den Mitbewohnern und das Essen schmeckt auch.
Am Sonntag war ich zuletzt da; auch wenn es schwer fällt, aber er soll sich erst einmal eingewöhnen (Empfehlung von der Leitung). Samstag/Sonntag wollte er zur Mama und sich vor's Auto schmeißen.Mal sehen, was mich morgen erwartet! Ich bin erleichtert, dass er dort gut aufgehoben ist! Er hat sich auch schon mit der Frage beschäftigt, was aus seinen Möbeln wird.
Montag unterschreibe ich den Vertrag zur Langzeitpflege und dann hoffe ich....
.... das wir am Donnerstag wie geplant fahren können.

Gestern dann die weiteren Reisevorbereitungen:
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Liebe Anke66 schön zu lesen das sich alles zu finden scheint
. Es braucht sicher seine Zeit denn alte Bäume werden ja bekanntlich nicht gerne verpflanzt. Das wirst Du Deinem Papa aber 1000%ig zugestehen wie ich Dich kennenlernen durfte
.Schön das Eure Vorbereitungen med. Art jetzt abgeschlossen sind und sich somit die üblichen Fragen wie „was nehme ich alles mit“ wieder ganz ungeniert in den Vordergrund drängen können
. Ich freue mich für Euch das die Reise jetzt doch angetreten werden kann und denke auch das sie Euch gut tun wird.Liebe Grüsse und fühl Dich gedrückt,
Bumblebee

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Gute Reise ….
Und noch ein guter Rat aus eigener Erfahrung - lass dir von angeblich so wohlmeinenden Menschen kein schlechtes Gewissen machen!
Du hast alles getan und schöpfst auf der Reise Kraft um das auch weiterhin zu tun!
Außenstehende sollen sich da raushalten mit Wertungen … es reicht schon, dass man sich mit solchen Existenziellen Fragen selbst grämt! -
Liebe Anke Anke66 ,
es freut mich, dass es so schnell und gut mit deinem Vater und der Kurzzeitpflege geklappt hat. Es ist auch für einen selbst beruhigend zu sehen, dass er sich schon ein bisschen eingewöhnt. Das wird schon!!!!

Jetzt ist sicherlich bei euch auch wieder die Vorfreude auf die tolle Reise da. Genießt die Vorfreude.
LG Birgit

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Ach Mensch Anke66 , da freue ich mich sehr für Dich/Euch, dass sich doch noch alles zum Guten wendet! Ihr werdet eine wundervolle Reise haben und Dein Papa ist sehr gut versorgt! Also, genießt es einfach!
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