In jedem Ende wohnt ein neuer Anfang. Und da unsere kleine Reise zu Ende ist, kann ich ihn nun anfangen, den Reisebericht.
Ich könnte jetzt mit dem Anfang anfangen, spule aber noch ein paar Tage mehr zurück. Auf den Sonntag, 29.10., an dem Muttern aus der dreiwöchigen Kur zurück kehrt und ich meinen Augen nicht traue, wie viel beweglicher und fitter sie ist! Alle Achtung und mein herzlicher Dank an die Therapeuten, die quasi Wunder bewirkt haben! Dazu ist auch Mutterns Ehrgeizig geweckt und sie will dran bleiben, ganz unbedingt. Sehr schön!
Dienstagnacht ist es dann weniger schön für sie, das Herz flimmert und flattert. Dank der Uhr eines Herstellers von elektronischem Obst ist ihr aber klar: da muss jetzt die Rettung her, hilft nix. Früh morgens vor 6 dann die tatsächlich gut gelaunte Nachricht von ihr: Hallo Kind, hab die Nacht den Rettungswagen gerufen, bin jetzt auf dem Zimmer und melde mich später wieder. Waaaaasssss??? Der Kaffee bleibt mir im Hals stecken! Warum bekommt Muttern immer wieder einen Drauf, wenn es ihr gerade gut geht? Das ist sooo ungerecht! Ein kurzes Telefonat mit ihr beruhigt, sie ist trotz allem gut drauf, ein paar Untersuchungen noch und vermutlich dann ein Schock um das Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen. So kam es auch und Mittwochmorgen konnte ich sie wieder abholen. Die Schwestern, die sich um sie gekümmert haben, haben sich angeboten mit auf die Reise zu kommen. Hmmm, kein Platz mehr, ihr seid ja alle dabei!
Soweit zu der überflüssigen Aufregung, die niemand vor einer Reise braucht.
Nun ist aber Freitag und wir vier machen uns gut gelaunt auf den Weg. Beim Parkservice war schon Betrieb, aber das Auto ist schnell abgegeben. Der Shuttlebus nimmt eine kuriose Route durch die Stadt auf die andere Rheinseite und liefert uns fussläufig, trotz Herbst-Kirmes, am Deutzer Vorhaben ab. Wir nehmen noch kurz auf dem Sonnendeck, über das wir auch die Anesha geentert haben, Platz und kurz drauf fängt dann auch die Einschiffung an. Wie immer nur mit unserem guten Namen, ganz unspäktakulär. Sehr gut! Ein Platz in der Panoramalounge ist auch schnell gefunden und bald schon heißt es „Leinen klar, Leinen los - Kurs Amsterdam“, vorbei an Kirmes, Angler und Dom …..
….. bevor wir anfangen uns mit dem Sinn der Reise zu beschäftigen: ESSEN!
(Warnhinweis: ab hier sollte nicht mit knurrendem Magen weitergelesen werden!)
Guter Anfang, oder?
