Herrlich geschrieben, freue mich schon auf die Fortsetzung
Kanaren mit Madeira 2016 - lustig und vor allem ... "aber schööön"
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Hallo @'Joean,
toller Reisebericht. Ich bin schon so gespannt wie es weiter geht. Bei uns geht es in 4 Wochen auf die MS4 zu den Kanaren.
LG Martina
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Hallo @Joean,
nachdem ich mir die Lachtränen aus dem Gesicht gewischt habe, bedanke auch ich mich für den tollen Start!
Ich kenne dieses "Zwiegespräch" ...
Und als Berlinerin (inzwischen im Exil), kenne ich auch die Taxifahrer und Tegel und fühle mich in Deinem Bericht wie zu Hause!
Sehr cool - freue mich auf mehr!
LG
Anke -
Hallo @Joean,
hast Du schon mal überlegt, ein Buch zu schreiben? Ich finde es sensationell, wie Du den Bericht über Eure KF startest. Seeeehr unterhaltsam. Freu mich schon auf die Fortsetzung....
Wäre es ein Buch................ich könnte es bis zur letzten Silbe nicht weglegen.... :freude:
LG
Gabi -
Hi @Joean
Vielen Dank für den tollen RB-Start
Freue mich diese tolle Reise nochmals erleben zu dürfen
@Seefahrer6168
Wir sind ja hin (2015) und retour (2016) nach Gran Canaria mit Air Berlin geflogen. Der Service war auf beiden Flügen gleich und so wie von @Joean etwa beschrieben. Auf der Langstrecke bietet AB aber viel mehr als bei Mittel/Kurzstrecke.lg meinschiff2712
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Aber, mir wird jetzt schon ganz mulmig, wenn ich lese, was sich bei AB seid Januar so alles geändert hat wir fliegen nämlich am 1.4 mit AB nach La Romana
Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wir sind auch kürzlich mit AB nach La Romana geflogen. War alles einwandfrei!LG Babs
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Hallo @Seefahrer6168 (Sonja)
schlimmer wie unser "Kurzflug mit 16 Stunden Verspätung
mit "GERMANWINGS" von Mailand nach Stuttgart" nach unserer Artania-Kurzreise kann es bestimmt nicht werden. Habe Euch ja darüber berichtet. Ich wünsche es Euch jedenfalls nicht. Bis jetzt hat sich trotz 2maliger schriftlicher Beschwerde noch nichts getan. In 2 Wochen ist definitiv Rechtsanwalt angesagt.
Mit Airberlin waren wir bis jetzt immer zufrieden. Werden auch im Mai wieder damit fliegen. Aber nur Kurzflug nach Griechenland. Mit Germanwings und Eurowings würde ich nie mehr fliegen. Ihr könnt ja mal über Euren Flug berichten, wenn Ihr wieder da seid.
L.G. Sonnenscheins.Hallo Christa @sonnenscheins
Ui, das ist natürlich nicht schön, und bleibt in unangenehmer Erinnerung
ich werde nach dem Urlaub berichten 
Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wir sind auch kürzlich mit AB nach La Romana geflogen. War alles einwandfrei!LG Babs
@Babs2das beruhigt mich

Liebe Grüße
Sonja -
Da bin ich wieder.
Zunächst einmal möchte ich mich für die vielen lieben Kommentare bedanken. Diese enorme Resonanz hat mich doch einigermaßen überrascht.
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Wir gehen erst mal ins nahe gelegene Einkaufszentrum und bleiben folgerichtig in der dortigen Fundgrube hängen. Als wir den Laden wieder verlassen, hat die Verkäuferin leichte Euro-Zeichen in den glänzenden Augen und ich müsste dringend duschen.
Wir schauen auch noch in den anderen Läden vorbei und wundern uns über das Angebot. Wir haben Januar, draußen sind 23° und in den Läden werden dicke Strickpullover mit Rollkragen und Thermojeans vertickt. Alles im Super-Sonderangebot und dies scheint mir bei der Wetterlage hier auch dringend nötig. Wer soll so was kaufen?
Die ganzen After-Shaves und Parfüms zerren an unserem Arm und wir beschließen, unseren ursprünglichen Plan zum gegenüberliegenden Strand zu laufen, über den Haufen zu werfen. Ein kleiner Spaziergang an der Promenade muss nun reichen. Aber auch dort wird es uns in der knalligen Sonne bald zu warm. Also doch zurück auf Schiff.
Es ist jetzt viertel vor zwei, die restliche Zeit werden wir uns in der klimatisierten Kaffee-Lounge vertreiben. Testen wir doch mal, ob die Eisschokolade hier genauso himmlisch schmeckt, wie auf der 3.
Die Kaffee-Lounge ist gut besucht, aber wir finden noch ein schönes Plätzchen, beobachten das Geschehen im Hafen und zusammen mit meinem Blick schweifen auch meine Gedanken zurück in die Zeit vor fast genau einem Jahr als wir auf der MS 3 an fast genau der gleichen Stelle saßen...
Es war damals der erste Seetag, so gegen 11 Uhr und wir wollten uns einen guten Latte gönnen. Also ab in die Kaffee-Lounge. Es war nichts los. Wir waren die einzigen Gäste, also suchten wir uns den schönsten Tisch, nahmen Platz und studierten die Karte.
Und man muss diese Karte studieren, denn entscheidend für den weiteren Verlauf des Tages kann es schon sein, ob ich mir den Latte nun mit einem Espresso Organico oder etwa einem Il Gusto Naturale aufbrühen lasse! Ich war – zugegebenermaßen – etwas überfordert und hoffte nun darauf, dass mir mit Hilfe einer Servicefachkraft die Entscheidung leichter gemacht wurde. Hoffen darf man ja.
Die Zeit bis zum Moment der Entscheidung verbrachte ich damit – wie so oft – die Leute zu beobachten. Nun ist ja der erste Seetag meist der Tag, an dem die Mehrzahl der Gäste das Schiff erkundet. So war es auch diesmal.
Ein gemächlicher, aber steter Strom von Leuten fand den Weg vorbei an der Diamant-Bar und am Surf&Turf, die Treppe hinunter und was dann kam, schildere ich aus der Erinnerung, vielleicht nicht unbedingt wörtlich, aber immer mit dem gleichen Ergebnis.
„Guck Uschi, hier ist die Kaffee-Lounge. Das ist aber ein schöner Blick. Wie auf der MS 1 unten im Atlantik.“
Uschi nickt und geht die restlichen Stufen runter. Kurz genießt sie den Ausblick und dann geht sie zielsicher zum Nebentisch und greift die Karte.
„Was hammse denn hier?“
'Kaffee’ – denke ich mir und warte darauf, wie lange es dauert, bis sie drauf kommt.Uschi betrachtet die Karte, blättert um und kann ihren spitzen Schrei der Empörung nur mühsam unterdrücken:
„Da stehen ja Preise drin!“
Halleluja – das ging ja fix.
„Komm weiter Günter.“
Also geht’s die Treppe wieder rauf und ich meine noch ein unterdrücktes: „aber der Blick ist so schön...“ zu hören.Inzwischen waren gute 5 Minuten vergangen, wir hatten die Karte auf ihren Platz zurück gestellt, waren immer noch die einzigen Gästen und hätten nun gern einen Latte – aus welchem Kaffee auch immer – gehabt.
Nun muss man dazu sagen, dass wir Beide nicht diejenigen sind, die laut „Kellner“ oder „Service“ oder irgend etwas in der Richtung rufen. Wir lassen es eher ruhig angehen, wir haben Urlaub und schätzen es, wenn wir vom aufmerksamen Personal bzgl. unserer Wünsche angesprochen werden.
Das Personal bestand im Moment aus zwei sehr jungen Männern, die mit dem Rücken zu uns am Tresen lehnten. Sie debattierten über irgendein Thema, welches mir inzwischen entfallen ist – die Beiden aber offensichtlich sehr beschäftigte.
Das versprach lustig zu werden und aus den Augenwinkeln setzte ich meine Beobachtung fort. Zwischendurch kamen und gingen weitere Gäste analog Uschi + Mann.
Nochmals 5 Minuten später tauchte aus den Serviceräumen ein dritter junger Mann auf, der sich sogleich intensiv am diskutierten Thema beteiligte.
Auf lautes Rufen wollten wir immer noch verzichten, also begannen mein Mann und ich eine dezente, wenn auch sinnfreie Unterhaltung, um so eventuell etwas Aufmerksamkeit zu erregen. Das klappte auch.
Die drei drehten sich um, schauten in unsere Richtung und unterhielten sich weiter. Nochmals 3 Minuten später umwölkte sich die Stirn meines Mannes doch leicht und es kam zum Showdown.
Fasziniert konnte ich zusehen, wie der eine Kellner dem anderen seinen Ellenbogen zwischen die Rippen rammt und entsetzt: „Ejh, guck mal da die Gäste“ murmelt.
Oh, jetzt konnte es nur um uns gehen, denn wir waren immer noch die Einzigen, die saßen.
„Soll ich wirklich???“
‚Was für eine Frage’, denke ich mir und male mir die Situation aus seiner Sicht aus.
Wahrscheinlich rechnet er damit, dass auch wir mehr oder weniger empört aufstehen und gehen sobald er uns verklickert hat, dass man hier den Latte nicht für nada bekommt wie in der Naschbar auf der MS 1.
Zaghaft nähert er sich unserem Tisch und irgendwie tut er mir leid. Wie viel mehr oder weniger großen Gästezorn er in seinem so kurzen Kellnerleben wohl schon abbekommen hat?
Wir beschließen, ihn zu erlösen und nach einem „Guten Tag“ können wir uns den Satz: „Wir wissen, dass wir hier bezahlen müssen“ nicht verkneifen.
Schlagartig zaubert dies ein Strahlen auf sein Gesicht und wir beginnen eine intensive Diskussion über die Eigenheiten der einzelnen Kaffeesorten. Wirklich viel schlauer macht es mich nicht, es liegt eher daran, dass ich mir Geschmack so schlecht vorstellen kann. Also beschließe ich das einzig richtige zu tun: Ich nehme mir vor, mich so peu à peu durch die Karte zu arbeiten.
Natürlich nicht an einem Tag, wahrscheinlich noch nicht einmal in der dieser einen Woche, aber irgendwann werden wir ja wieder mit Mein Schiff fahren und dann...--------------------------------
gleich geht's noch weiter. Ich hab hier nämlich ein paar Probleme mit der Formatierung. Möglicherweise ist es ja zu viel Text
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so - nun der zweiteTeil... muss doch an der "Menge" Text gelegen haben
Ich tauche auf aus meinen Erinnerungen an 2015 und stelle fest, dass sich zu damals doch etwas geändert hat.
Wie gesagt, die Kaffee-Lounge ist sehr gut gefüllt. Niemand scheint sich mehr daran zu stören, dass man für einen geschmacklich hervorragenden Latte macchiato ganze 2,60 € zahlen soll.
Manch ein Touri, der in Berlin z.B. rund um den Gendarmenmarkt für einen unterirdisch schlechten Latte mal locker 5 € und mehr auf den Tisch legt, sollte da mal drüber nachdenken.
In Anbetracht der Temperaturen werfen wir nur einen kurzen Blick in die Karte, eigentlich haben wir uns schon entschieden. Die Eisschokolade war letztes Jahr schon himmlisch!
Kaum steht die Karte wieder an ihrem Platz, kommt auch schon der Kellner.
„Herzlich willkommen in der Kaffee-Lounge. Was darf ich Ihnen bringen?“
So mag ich das.
„Wir hätten bitte gern zwei Eisschokolade.“
„Heiße Schokolade. Sehr gern. Eine gute Wahl.“
Natürlich ist das eine gute Wahl, aber es ist nicht unsere.
„Nein, EISschokolade.“
Oh – sehr gern.“ Abgang der Kellner.Wir widmen uns wieder der Aussicht und unseren geplanten Aktivitäten. Die vier Mädels des Streichquartetts fiedeln sich durch ihre Noten und manches erkennen wir sogar.
Kurze Zeit später sehe ich, wie sich die Stirn meines Mannes wieder leicht umwölkt. Ungemach bahnt sich an. Ich selbst bin mir keiner Schuld bewusst, umdrehen lohnt sich aber nicht mehr, der Kellner ist schon da.
„Bitte sehr, Ihr Eiskaffee.“
In dem Moment da das zweite Getränk den Tisch berührt und er meinen irritierten Blick auffängt, findet er seinen Fehler.Er entschuldigt sich sofort und bietet selbstverständlich an, uns das Gewünschte zu bringen.
Wir wollen keinen Aufriss, immerhin ist es ein Kaltgetränk, gegen Kaffee sind wir nicht allergisch und 2 Komponenten stimmen ja (Eis + Sahne).Ein wenig erinnert es mich an einen uralten Witz, den ich auch nicht mehr ganz zusammen kriege. In der Damenboutique sagt die Kundin: „Ich nehme dieses Kleid in der 38.“ Die Verkäuferin bringt stillschweigend die 42. Kleid passt – und alle sind zufrieden.
So vergeht die Zeit bis um 15:00 Uhr sehr schnell und wir dürfen auf unsere Kabine. Der Kellner bringt uns die Rechnung, entschuldigt sich noch einmal wortreich, mein Mann unterschreibt und wir verabschieden uns von ihm mit einem Augenzwinkern und dem Satz:
„Wir versuchen’s einfach morgen noch mal.“ -
Wie toll! Oh Mann, ich könnte Stunden so weiter lesen.... Wann geht's weiter????
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„Wer will denn den Schei... noch lesen?“
...na wir natürlich.
Könnte mir vorstellen, das wird ein BestsellerViele Grüße vom Torfschiffer
Torsten -
Mit unserer Flex-Buchung sind wir diesmal auf Deck 8 gelandet. Schön mittig und trotzdem nicht zu weit vom Treppenhaus B entfernt. Im letzten Jahr waren wir auf Deck 7 noch ein wenig näher an den Fahrstühlen. Insgeheim hatte ich ja bei dem Flex-Kabinen-Poker noch gehofft, etwas höher, vielleicht sogar auf Deck 11 zu landen. Mich würde nämlich mal interessieren, wie viel Sonne das dort überhängende Dach wirklich schluckt.
Aber ich will überhaupt nicht meckern! Die Kabine und ihre Lage sind absolut super und vielleicht ist das ein dezenter Hinweis darauf, dass ich mich bei TUI einfach hochschlafen muss?!
Kurz nach uns treffen schon unsere Koffer ein und wir können auspacken. Dabei fällt mir auf, dass zwar die Bademäntel in den Schränken hängen, aber diese Frottee-TUI-Schlappen fehlen. Hab ich was verpasst? Gibt’s die Dinger nicht mehr? Oder wurd’ ich einfach nur bei der Verteilung vergessen?
Ich beschließe, dass es mir nicht wichtig genug ist, denn immerhin hat mein Mann ungefragt! meine Badelatschen zu Hause mit eingepackt. Lange verheiratet zu sein, bringt also mal wieder Vorteile, denn wichtige Erkenntnisse werden verinnerlicht. Unser Beispiel: „Schuhe kann die Frau nie genug haben.“, selbst wenn es nur Badelatschen sind. -
vielleicht ist das ein dezenter Hinweis darauf, dass ich mich bei TUI einfach hochschlafen muss?!
„Schuhe kann die Frau nie genug haben.“, selbst wenn es nur Badelatschen sind.
Danke für diesen grandiosen Reisebericht - Dein Schreibstil ist einfach der Hammer!!!
LG,
Emma -
Die Zeit bis zum Auslaufen zieht sich heute irgendwie hin, denn lt. Tagesprogramm ist das Auslaufen erst um 22:30 Uhr, statt wie in den Reiseunterlagen angegeben um 21:00 Uhr. Dann ist es endlich halb elf und es heißt: „Leinen los.“
Das Lied der Gezeiten wird gespielt und was ich jetzt schreiben werde, ist ausdrücklich meine persönliche Meinung:
Dieses Lied gehört sofort wieder abgeschafft!
Es vermittelt null Emotion und null Gefühl. Es klingt exakt so, wie das, was es ist. Nämlich ein Auftragswerk.
Wenn ich dieses Lied höre, sehe ich vor meinem geistigen Auge förmlich, wie es entstanden ist. Irgendein Komponist sitzt zu Hause am Klavier, starrt abwechselnd auf die Tasten oder ins Leere und hämmert sich mit beiden Fäusten stetig gegen die Stirn: „Ich MUSS ein Lied schreiben, ich MUSS ein Lied schreiben, ich MUSS....“
Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man sich nicht auch bei Enya bedienen wollte. Auch Vangelis und sein conquest of paradise ist schon vergeben. Aber was haben diese beiden Lieder z.B. gemeinsam?
Sie waren schon Hits, bevor sie ihre zweite Karriere als Auslaufhymnen starteten. Und warum waren Sie das?
Weil diese Lieder an sich die Menschen schon emotional berührten! Weil die Melodie oder der Text – idealerweise beides – dem Künstler zufloss, er musste nicht darauf warten, er musste nicht danach suchen, die Melodie war einfach da und sie musste raus, weil er sonst an den ganzen Gefühlen geplatzt wäre.
So ist das mit Sachen, die von Herzen kommen. Die gehen dann auch zu Herzen.
Das Lied der Gezeiten findet diesen Weg leider nicht, weil es auch nicht von dort kommt.
Der Tag war lang und nach uns ruft nun das Bett.
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P.S. Ich weiß, daß ich nun möglicherweise eine erneute Diskussion über dieses Lied lostrete. Aber ich möchte Euch Foris herzlich darum bitten, diese dann nicht in diesem Thread "auszufechten", sondern in dem dafür bereits vorhandenen Thema. Ich danke Euch.
Neue Auslauf-Hymne für die Wohlfühlflotte[/url] -
Damit das hier heute nicht mit so einem "negativen" Eindruck endet, hab ich mich gerade dazu entschlossen, auch noch den ersten Seetag komplett einzustellen - wahrscheinlich wieder in mehreren Teilen...
Montag, 25. Januar 2016 (Seetag)Wir sind doch relativ zeitig wach und gehen ins Anckelmanns frühstücken.
Ich war der Meinung, irgendwo im Forum gelesen zu haben, dass es dort jetzt auch noch andere Kaffeemaschinen gibt (ähnlich wie auf der 1 oder 2). Muss ich mich wohl geirrt haben, oder ich bin blind oder blöd oder beides. Geb ich also den vorhandenen (bekannten) Automaten noch mal eine Chance.
Ein Fehler, wie ich nach dem ersten Schluck feststelle. Okay, vielleicht müssen die Geschmacksknospen auch erst noch erwachen. Zweiter Schluck – Fehler. Dritter Schluck – großer Fehler.
Ab diesem Zeitpunkt trinke ich – genau wie letztes Jahr – Kakao. Und zwar nicht aus dem Automaten, sondern aus dem Thermobehälter an der Backbord-Stirnseite, wo es abends die Suppen gibt. Der iss lecker.
Und für den Kaffeegenuss haben wir uns ja von zu Hause selber Kapseln mitgebracht. Und zwar nicht die von Nespresso, sondern die von Onkel Dahlmeyer. Dazu kann man dann auch auf dem Balkon gemütlich eine rauchen. So geht wohlfühlen.Anschließend machen wir das, was die meisten anderen auch tun. Wir bummeln durch die Shops. Warum es die „Mein Schiff“-Kofferanhänger ausschließlich im Online-Shop gibt und nicht auch im Shop an Bord, wird sich mir auch nicht mehr erschließen.
Wir haben ja noch die ganz alten aus 2009 auf denen die „Mein Schiff“ – damals noch ohne Nummer! abgebildet ist. Vielleicht haben die Dinger ja mal irgendwann seltenheitswert.Das Angebot an Bekleidung reißt uns nicht so vom Hocker, Kosmetik haben wir gestern schon geshoppt. Aber beim Juwelier – da bekommt die Joean große Augen. Und mein Mann macht mir ein wunderschönes leicht verspätetes Geburtstagsgeschenk.
P.S. Die Rose ist TUI’s Zimmerdeko. Auch dafür Danke.
Wie wir mitlesenderweise erfahren haben, trifft sich um12:00 Uhr das Forum an der Außenalsterbar. Wir haben uns zu diesem Treffen nicht angemeldet, außerdem haben wir sowieso schon etwas anderes vor.
Wir gehen zur Fleischverkostung. Ca. 30 Leute finden sich zu dieser Veranstaltung ein, hätt ich nicht gedacht! Gern würde ich an dieser Stelle auf die einzelnen Fleischsorten und ihre Besonderheiten eingehen, wenn ich mir denn die Fülle an Information hätte merken können. Als erstes gab’s natürlich wieder die Salzeinführung. Danach ging’s um Temperaturen und Garstufen wie medium und rare und das was es dazwischen noch gibt.
Das erste war eine kleine Scheibe Rib-Eye-Steak vom Pommernrind. Daran kann ich mich noch erinnern. Unabhängig voneinander kamen mein Mann und ich nach der Verkostung zu dem Schluss, dass dies uns am Besten schmeckte. So nach und nach wurden die anderen Fleischsorten auch vorgestellt und verkostet. Lamm war allerdings nicht dabei. Iberico und Kleeschwein ja. Insgesamt eine sehr unterhaltsame und informative Veranstaltung. Bei unserer nächsten Fahrt wissen wir schon, wofür das Bordguthaben draufgehen wird. -
Danach waren wir rechtschaffen satt, ein erneuter Spaziergang über Bord war nötig, um Platz zu schaffen für Kaffee-Lounge, die Zweite.
Auch heute ist hier gut besucht. Wir nehmen einen von zwei freien Tischen und haben uns kaum gesetzt, da steht schon „unser“ Kellner neben uns.
„Eisschokolade?“
„Genau die.“
Was soll ich sagen? Sie ist immer noch sehr, sehr lecker und ersetzt eine Mahlzeit (zumindest bei mir).
Mein Mann zückt die Karte (hat er heute ja schon etwas geübt), damit die Rechnung ausgestellt werden kann.
Der Kellner kommt an unseren Tisch. Wir verstehen seine Worte, aber begreifen sie nicht sofort.
„No, No. Iss chon okay.”
Wir sehen uns an. So war das eigentlich nicht gedacht! Wir versuchen noch mal, dem Kellner die Karte in die Hand zu drücken, aber er winkt nur ab.
„Ales gutt.“
Hm. Müssen wir eben einen anderen Weg finden. Wir bedanken uns und gehen.
Der Rest des Nachmittags plätschert so an uns vorbei. Gegen halb sieben machen wir uns auf ins Atlantik-Klassik. Die Vorspeise „Crème-Brülée von der Gänseleberpastete“ hat es uns angetan. Wir müssen nicht warten, da wir der Gastgeberin sofort signalisieren, dass wir uns auch gern an einen großen Tisch mit Gesellschaft setzen würden.
So bekommen wir den – für uns - besten Platz im Atlantik. Direkt in der Mitte an einem der großen runden Tische, die weiße Treppe direkt im Rücken. Herrlich. Man kann fast das gesamte Restaurant überblicken. Kurz nach uns wird noch ein älteres Paar mit an den Tisch gesetzt. Wir bestellen uns munter durch die Karte. Wein ist nicht so GöGa’s Ding. Er hätte gern ein Bier. Der ältere Herr atmet hörbar auf. „Dann hätte ich auch gern eins.“
In unserer Ehe hab ich’s ja eher mit dem Schreiben, er mit den Reden. Also versucht er, so etwas wie eine Konversation in Gang zu bringen. Schwierige Sache.
Die brüllierte Gänseleberpastete ist lecker, atmet sich aber leider viel zu schnell ein. Die Spargelcremesuppe macht ihrem Namen alle Ehre. Spargelig, cremig, suppig. Hervorragend.
Ein erneuter Versuch.
„Und waren Sie schon mal auf der Mein Schiff 4?“
„Nein.“
„Auf einem der anderen Schiffe?“
„Nein.“
Oh Mann, das ist ne echte Herausforderung!
Unser Zwischengang kommt. Das Steinpilzrisotto findet bei mir ein klein wenig mehr Anklang als bei meinem Mann, aber er ist eh nicht so der Reisfan.
Weiter geht’s.
„Morgen kommen wir ja nach Madeira. Haben Sie etwas Besonderes geplant?“
„Nein.“
Puh.
Glücklicherweise kommt der Hauptgang. Wir beide nahmen die Ente und das ältere Paar hatte etwas aus der „Gesund-Karte“. Wir spachteln unsere Teller leer. Anschließend versichern wir uns beide gegenseitig, wie toll und zart doch diese Ente war.
Ich würde dieses Gespräch – wenn es denn partout kein anderes Thema gäbe – auch gern mit unseren Tischnachbarn führen, nur wie?
Okay. Ein allerletzter Versuch.
„Waren Sie schon einmal auf Madeira?“
„Ja.“
Die zu dem Kurzantworter gehörende Dame fühlt sich berufen, sich an dem Frage-und-Antwort-Spiel zu beteiligen. Sie tupft sich mit der Serviette den Mund ab und presst etwas raus, was wie „Aei…a“ klingt.
Oh, mein Gott. Sitzen wir doch wirklich mit Aida-Fahrern am Tisch. Na, das eröffnet doch völlig neue Themen, ach was sag ich: Themenwelten!
„Und wie gefällt Ihnen die Mein Schiff bisher so?“
„Na ja, nich so.“
„Oh, was denn nicht?“
Was jetzt folgt, ist genau wie die bisherige Unterhaltung exakt so passiert. Wenn ich allerdings nicht selber dabei gewesen wäre, würde ich es wahrscheinlich auch nicht glauben können.
„Das Essen dauert so lange. Und man muss so viele Gänge bestellen, damit man überhaupt satt wird.“
Boah, was für ein langer Satz. Hätt ich ihm gar nicht zugetraut.
Gut, was die Länge des Essens angeht, kann ich ihm zustimmen. Es ist auch nicht unser Ding jeden Abend 1 ½ Stunden beim Essen zu sitzen. Daher haben wir für uns eine gute Mischung zwischen Atlantik und Anckelmanns gefunden. Aber das kann ja jeder so halten, wie er mag. Aber er ist noch nicht fertig.
„Und dass man hier so wenig Salat bekommt, finden wir auch nicht gut. Wir hätten lieber jeder einen großen Teller voll Gemüse statt die vielen kleinen Portionen.“
„Hm. Aber warum gehen Sie denn dann hier im Atlantik essen?“
„Gibt ja nichts anderes.“
„Äh – doch.“ Wir erklären ihnen, dass es oben auf Deck 12 ein Büffetrestaurant mit Selbstbedienung gibt.
„Wo soll das sein?“
„Da oben, wo auch das Sonnendeck ist.“
Ich beschäftige mich intensiv mit meinem Taschentuch und tue so, als müsse ich niesen. Ich schwöre, wenn der Typ gleich noch fragt, wo denn das Sonnendeck sei, dann schrei ich.
Nett wie wir sind, beschreiben wir den Weg idiotensicher. Sie bedanken sich bei uns, lächeln! uns an, als sie sich dann wenig später verabschieden. Was die wohl vorhaben?
Gegen 23:00 Uhr laufen wir schon in Madeira ein. Auch ein schönes Bild so im Dunkeln. Auf den Außendecks ist ziemlich was los, auch wir halten uns noch eine ganze Weile an der Außenalsterbar auf. Irgendwann beschließen wir aber, dass uns Madeira nicht wegrennt und gehen schlafen. Schließlich geht es morgen relativ früh los. -
Super lustiger Reisebericht. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
P.S. Was den Auslaufsong anbelagt, stimme ich dir voll zu. -
Hallo, @Joean,


!! Einfach SPITZE, dein Schreibstil!!!
Freu mich wie es weitergeht!!!
lg Heike -
Toll wie du schreibst. Ich lache mich fast kaputt. Bin gespannt wie es weitergeht. Wir waren auch dabei. Die beiden hätten wir auch gern erlebt. Was haben die den ganzen Seetag nur gemacht, wenn sie nichts vom Schiff gesehen haben?
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Dienstag, 26. Januar 2016 (Madeira)
Als ich früh um kurz vor sieben die Balkongardinen wegziehe, bietet sich mir folgendes Bild:
Externer Inhalt www.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt www.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Es ist die AIDAsol, die sich im Zeitlupentempo rückwärts an uns vorbeischiebt, um den etwas stadtnäheren Liegeplatz hinter uns zu belegen.
Schon im Oktober hatte ich über MHT die West-Tour gebucht. Treffpunkt war um 08:30 Uhr vor dem Schiff.
Unser Kleinbus für ca. 20 Mann stand schon da und Sergio – unser Fahrer und Guide - war gerade dabei, seine Schäfchen einzusammeln.
An Sergio werden wir uns immer erinnern. Warum? Lest selbst!
Zunächst einmal ging es zügig raus aus Funchal, Richtung Camara de Lobos. Sergio spricht gut und verständlich Deutsch und erzählt uns auf dem Weg schon mal, was wir heute alles zu sehen bekommen werden.
Er schwärmt von den Tälern „so schööön“ und der Felsklippe „schööön“ und der Hochebene „Da müsse Sie komme im April. Aber schööön.“
Er ist ein Vollblutmadeirer, er liebt seine Insel, jedes Tal, jede Bucht und jeden Ort „Aber schööön“.
Den Ausflug hier im Einzelnen zu beschreiben, spar ich mir. Das haben andere hier im Forum schon sehr gut gemacht. Ein paar meiner Bilder (bisher gab’s ja noch nicht so viele) stell ich aber trotzdem mal mit ein.
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Genau das tun wir (und andere auch). Wir entdecken das Wi-Fi und genießen die Aussicht auf die Bucht. Natürlich kommt es auch noch zu dem einen oder anderen Foto. Es ist wirklich alles schön!
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Leider haben wir danach auf dem Hochplateau Paul da Serra ziemlich diesiges Wetter.
„Sie müsse wieder komme in Frühjahr. Dann blühe hier alle Blume. Aber schööön.“In Porto Moniz essen wir zu Mittag – übrigens äußerst lecker. Diesen schwarzen Degenfisch wollt ich ja schon immer mal probieren.
Dann haben wir noch ausreichend Zeit, um uns die Beine zu vertreten und Bilder zu machen. „Gehen Sie zu Naturswimmbad. Dort kommen immer große Welle. Iss so schööön.“ Natürlich machen wir das.
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Und er kommt natürlich auf Poncha zu sprechen. Das Nationalgetränk schlechthin. Er verspricht uns den besten Poncha, wenn wir im Laufe des Nachmittags bei dem Wasserfall halten werden. „Die habe da richtig gute Poncha. Kost aber 1 Euro. Aber schööön.“
So vergeht der Nachmittag. Sergio zeigt uns seine Insel und verhehlt zu Recht auch nicht seinen Stolz auf das, was in den letzten Jahren hier alles entstanden ist.
„Früher war nur Schule in Funchal. Heute wir haben in alle Gegend Schulen, gleich mit Sporthalle und manchmal Schwimmbad. Aber schööön.“
Wir hören ihm ehrlich interessiert zu. Möglicherweise haben sich die Mitreisenden in unserem Bus ja gewundert, warum mein Mann ich uns ab und zu so plötzlich abgeklatscht haben? Ganz einfach: Wir hatten eine stille Wette laufen, wann wieder etwas „Aber schööön“ ist.
Wir kommen nach Seixal. Die Besichtigung des Wasserfalls steht an. Auch soll sich hier der von Sergio angepriesene Souvenirladen mit dem 1-€-Poncha befinden.
„Leider diese Winter wenig Wasser. Sie müsse wieder kommen noch mal. Dann ist Brautschleier-Wasserfall bestimmt größer. Aber so schööön.“
`Schei... auf den Wasserfall’, denke ich mir, ‚Ich will jetzt Poncha’. Soweit ich mich erinnere hatte hwsster diesen Souvenirshop schon gelobt und er hat nicht übertrieben. Das Angebot begeistert uns auch, vor allem weil es nicht der übliche Touristennepp ist. Natürlich gibt es davon auch ein wenig, aber eben nur wenig. Dafür begeistern mich die Schuhe und die Handtaschen aus Kork. Selbstverständlich probieren wir auch den Poncha. Hier wären wir gern noch länger geblieben.
Nach einem weiteren Stopp auf einer Passhöhe (leider wieder ziemlich diesig) geht es nun nach Funchal zurück. Irgendwann so gegen 18:00 Uhr liefert er uns wieder am Schiff ab. Es war ein wunderschöner Tag mit wahnsinnig vielen Eindrücken. Sollten wir mal wieder nach Madeira kommen, werden wir garantiert noch eine andere Tour mit MHT buchen. -
