Reisebericht "Race Weekend Monaco" Juni 2026 mit der Explora 1

  • Hallo miteinander,

    vor 3 Tagen sind wir von unserer ersten Kreuzfahrt mit Explora zurückgekehrt. Es war eine spezielle Reise, bei der wir nur kurz mit der Explora 1 über Nacht von Civitavecchia nach Monaco und eine Woche später wieder zurück gefahren sind. Der einzige Halt war in Monaco. Dort lag das Schiff aber dafür vom 3. bis zum 8. Juni für das Formel-1-Rennwochenende im Hafen. Auf der Reise selbst habe ich nichts schreiben wollen (hatte auch nur das Handy dabei und da schreibe ich nicht so schnell und diktiere auch nicht gerne und zudem hatte ich irgendwie sowieso viel zu wenig Zeit für alles) - aber jetzt so im Nachhinein würde ich hier mal ein bisschen zusammenfassen, was wir auf dem Schiff und in Monaco so erlebt haben. Ich wäre vorher ja auch sehr froh gewesen über mehr Infos, was uns da wohl erwartet ...;-).

    Als kleinen Vorgeschmack gibt es erste Fotos und ich muss auch wieder üben, wie das mit den Fotos geht. Bitte seht mir nach, wenn nicht alles sofort klappt. Ich bin da noch ein bisschen Anfänger hier.

    Liebe Grüsse
    Marion


    künftige Reisen:

    • Faszination Südostasien - ab/bis Singapur - Feb./März 2027 (MS6)
    • Full Metal Cruise XIV - Part I und II - ab Hamburg nach Kiel - August/September 2027 (MS6)
    • A Grand Journey from Iberian Artistry to Brazil’s Radiant Shores - ab Barcelona nach Rio de Janeiro - Dezember 2027 (Explora 1)
    • A Journey through Golden Shores, Rainforests & Tango - von Rio de Janeiro nach Buenos Aires - Dezember 2027 (Explora 1)
    • Sehenswürdigkeiten der Adria, befestigte Wunderwerke und pulsierendes Leben an der Küste - Oktober 2028 (Explora 6)

    schon vorbei: 24 x Mein Schiff, 2 x Royal Caribbean, 1 x Explora Journeys

    2 Mal editiert, zuletzt von Monira (15. Juni 2026 um 11:00)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Ich fange mal ganz am Anfang noch vor der Buchung an. Wir sind erfahrene Mein-Schiff-Fahrer und machen neben "normalen" Kreuzfahrten auch gerne die Full Metal Cruise (Eventreisen).
    Mein Mann und ich schauen zudem gerne Formel 1 (im Fernsehen) und wir waren auch 2004 schon mal in Hockenheim zu einem Rennwochenende.
    So habe ich dann natürlich 2025 auch das Rennen in Monaco im TV gesehen und dabei die Explora II, die wunderbar am Rande des Yachthafens lag. Seitdem habe ich versucht, Informationen darüber zu bekommen, wie man da mitfahren kann, wie das alles läuft, was das kostet usw. Zum damaligen Zeitpunkt gab es aber noch keinerlei Infos, wie es sich mit derselben Reise für 2026 verhält.

    Am 30.07.2025 waren dann auf der Explora-Seite diverse Reisen inkl. des Rennwochenendes verfügbar (und 2026 ist es Explora I). Da wir leider schon viel anderes vor hatten und die Formel-1-Reise exorbitant teuer war, haben wir letztlich nur die Kurzreise mit Abfahrt in Civitavecchia am Dienstag, 02.06.26 und Rückkehr in Civitavecchia am Dienstag, 09.06.26 ins Auge gefasst. Aber natürlich hätte man auch die vorhergehende oder nachfolgende Reise dazu kombinieren können.

    Wir haben bei unserem üblichen Online-Reisebüro gebucht, bei dem wir auch alle Mein-Schiff-Reisen jeweils buchen. Nun ging aber das Theater mit Explora erst los. Wie ich hier auch schon gelesen hatte, ist die Kommunikation mit Explora etwas schwierig. Bei uns war es auch so.
    Wir wollten die besagte Reise und dazu die Formel-1-Tickets (auf einer Tribüne) mit dazu buchen. Wir hatten die niedrigste Kabinenklasse OT (Ocean Terrace) gewählt und die aber eher höher gelegen (also OT4 auf Deck 9 und 10) und mit City View. Wenn man so lange in Monaco im Hafen liegt, dann möchte man idealerweise ja auch die Stadt, den Yachthafen und ein paar Schnippsel der Rennstrecke sehen.

    Bei jeder Nachfrage (weil immer was unklar in der Optionsbestätigung war) kam wieder eine andere Bestätigung mit anderen Preisen zurück. Es wurde auch bei jeder Frage immer teurer. Nach einer Woche haben wir dann fest gebucht und gehofft, dass dann auch alles stimmt und das Schiff so herum liegen wird, wie man dachte und die Plätze auf der Tribüne auch sicher sind.

    Unser Reisebüro schrieb uns z.B. auf eine Nachfrage:
    "In der Ausschreibung ist zwar ein Aufpreis für den Monaco City View hinterlegt, doch ist dieser leider nicht genau beziffert. Nach Rücksprache mit Explora Journeys ist der Aufpreis so aber korrekt."

    In dem Moment merkt man erst, wie gut doch eigentlich bei TUI Cruises alles funktioniert ...


    (Spoiler: Die Kabine 10027 war dann wirklich richtig, lag perfekt und auch die Sitzplätze auf der Tribüne haben funktioniert. Aber dazu später mehr).

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    • Full Metal Cruise XIV - Part I und II - ab Hamburg nach Kiel - August/September 2027 (MS6)
    • A Grand Journey from Iberian Artistry to Brazil’s Radiant Shores - ab Barcelona nach Rio de Janeiro - Dezember 2027 (Explora 1)
    • A Journey through Golden Shores, Rainforests & Tango - von Rio de Janeiro nach Buenos Aires - Dezember 2027 (Explora 1)
    • Sehenswürdigkeiten der Adria, befestigte Wunderwerke und pulsierendes Leben an der Küste - Oktober 2028 (Explora 6)

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    Einmal editiert, zuletzt von Monira (12. Juni 2026 um 13:32)

  • So, jetzt zur eigentlichen Reise:

    Wir sind auf eigene Faust mit der SWISS am Montag, einen Tag vor der Reise, von Zürich nach Rom geflogen. Wir haben ein Zimmer für eine Nacht im Hotel San Giorgio in Civitavecchia gebucht, das recht nah am Hafen liegt und auch beim Hotel sämtliche Transfers gebucht (von Rom zum Hotel, vom Hotel in den Hafen, vom Schiff zurück nach Rom). Der Fahrer unseres Privattransfers war pünktlich mit Schild mit unseren Namen am vereinbarten Treffpunkt. Ich war bei der Fahrt etwas nervös. Aus dem Flughafen raus war der Fahrer munter am Telefonieren am Steuer und auch nachher wirkte er für mich nicht super aufs Fahren konzentriert. Da bin ich leicht paranoid und die Fahrer in Italien haben doch eine andere Mentalität beim Fahren, schien mir. Aber wir haben die etwa 45 Minuten Fahrt vom Flughafen zum Hotel überlebt.

    Das Hotel hat 4 Sterne und ist ein sehr repräsentativer alter Bau an der Uferstrasse. Unser Zimmer war eine Junior Suite nach vorne raus, also zum Meer und zur Strasse. Was wir vorher nicht wussten: dieses Zimmer war eine Maisonette mit einer sehr steilen Treppe zum Bett hoch. Na ja, für eine Nacht ging es. Das Zimmer war extrem hellhörig. Man hörte einfach jedes Geräusch vom Flur und von dort kam viel. Wir haben letztlich gemerkt, dass das Hotel eigentlich mehr wie eine Shuttle-Transfer-Zentrale für Kreuzfahrtgäste wirkte als ein Hotel. Wie im Süden oft üblich, wurde alles per Telefon oder Funkgerät geregelt und offensichtlich lief jeglicher Funkverkehr zentral an alle Mitarbeitenden. Man hatte also auch den ganzen Funkverkehr bei den Zimmermädchen noch gehört und das begann halt auch frühmorgens schon auf dem Flur.

    In unserem Zimmer lief zusätzlich noch Wasser aus dem Drücker für den WC-Spülkasten. Sonst war das Zimmer o.k.
    Hauptsächlich profitierten wir von der wirklich tollen Lage nah am Stadtzentrum und dem Hafen. Wir waren erst 2025 mit Mein Schiff Relax mal einen Tag in Civitavecchia gewesen und kannten die Stadt schon ein bisschen. Wir haben uns daher nicht wahnsinnig viel vorgenommen und gingen einfach nur Shoppen und Essen.

    Mein Koffer war ja schon megavoll. Normalerweise kleiden wir uns eher praktisch und viel in Schwarz (wir mögen gerne Heavy Metal und sind daher auch schon auf vielen Full Metal Cruises auf der Mein Schiff mitgefahren). Mir war aber schon klar, dass das zur Explora und erst recht zu Monaco nicht so wirklich passen wird. Daheim waren wir also schon mal Shoppen gewesen und hatten uns einiges an "normaler" maritimer Garderobe beschafft. In Civitavecchia gab es einige nette Läden - aber ja, eben kaum noch Platz im Koffer.

    Als letzten Tipp aber für kleine Beschaffungen in Civitavecchia hätte ich den Laden von OVS (sehr versteckt, aber einfach googeln). Das ist m.E. ein schönerer H&M und wir haben noch so Accessoires gefunden (Söckchen, kurze Hose), die uns auf der Reise dann später gute Dienste taten.

    Das Hotelfrühstück war dann übrigens am Dienstag recht kurios. Als wir kamen, wirkte es als ob gerade eine grosse Reisegruppe abgefahren wäre. Alle Tische standen voll mit benutztem Geschirr, eine einzelne Angestellte sollte alles wegräumen und das Buffet nachfüllen. Das Buffet war im End-Ausbau nach dem Auffüllen dann voll mit Kuchen und süssen Teilchen, Wurst und Käse gab es auch. Aber Früchte und Gemüse fehlten komplett. Für mich war das nichts - mein Mann war zufrieden.

    Nach dem Check-Out (normal um ca. 10:00 Uhr in dem Hotel!!! - wir hatten gefragt und durften bis 11:00 im Zimmer bleiben) warteten wir in der Lobby auf den für ursprünglich auf 11:30 Uhr avisierten Transfer zum Hafen. Man hatte uns am Vorabend schon gesagt, es würde später werden. Letztlich führen wir gegen 12:00 Uhr ab. Das passte aber auch, denn am Samstag vorher hatte uns das Reisebüro die Mitteilung von Explora Journeys weitergegeben, dass wir nur von 12:00 bis 15:00 Uhr einchecken sollen.

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    • A Grand Journey from Iberian Artistry to Brazil’s Radiant Shores - ab Barcelona nach Rio de Janeiro - Dezember 2027 (Explora 1)
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    • Sehenswürdigkeiten der Adria, befestigte Wunderwerke und pulsierendes Leben an der Küste - Oktober 2028 (Explora 6)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Monira (12. Juni 2026 um 20:31)

  • Monira Was für eine Traum-Reise! Ich freue mich total auf die Berichterstattung, denn wir hatten die Reise im Vorfeld auch gesehen. :love: allerdings abgeschreckt durch den hohen Preis und die unvollständigen Informationen dann doch davon abgesehen. Uns war auch die ganze Zeit nicht klar, wie das mit der Lage der Kabine ist, ob Tribünenplätze inklusive waren oder wie oder was.
    Daher freu ich mich jetzt total auf Deine Erfahrungen. Danke fürs Teilen! <3

    Gebucht 04/2027: MeinSchiff 6: Von Tokio nach Singapur

    ___________________

    03/2026: AIDAcosma „Von Gran Canaria ins Mittelmeer“

    11/2025: MeinSchiff 6 „Von Kapstadt nach Singapur“

    09/2023: AIDAnova „Norwegen & Dänemark ab Kiel“

    03/2023: AIDAnova „Kanaren & Madeira ab Gran Canaria“

    10/2022: AIDAcosma „Mediterrane Schätze ab Barcelona“

    09/2021: AIDAperla „Spaniens Küste“

    09/2019: AIDAsol „Norwegens Fjorde“

    01/2019: MeinSchiff 4 „Orient“

    12/2016: AIDAdiva „Karibische Inseln“

    09/2015: AIDAblu „Mediterrane Schätze ab Barcelona“

  • Die Fahrt zum Hafen nahmen wir also in einem Shuttle mit 3 anderen Ehepaaren vom Hotel aus in Angriff. Die anderen waren sehr nette Australier, die aber auf ein anderes Schiff gingen. Es lagen etwa 5 Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Das Schiff der Australier war am anderen Pier und so hatten wir eine grosse Hafen-Rundfahrt inklusive. Nach etwa 20 Minuten waren wir aber am Schiff.

    Unser Shuttle musste erst an einem Zelt von Explora halten, wo nur die Koffer ausgeladen wurden und dann mit uns ein bisschen weiterfahren zur Explora I. Für uns bedeutete das einen sehr kurzen Weg aufs Schiff. Bei der Kofferabgabe hatte man schon unsere Pässe eingelesen und dann mussten wir im Prinzip nur noch direkt die Gangway hoch und standen direkt vom Transfer-Fahrzeug im Schiff.

    Man wurde direkt von einer Person zum CheckIn im Schiffstheater gebracht. Da wurde aber im Prinzip nur noch mal kurz der Name auf einem Tablett abgehakt und man bekam die Zimmerkarten. Dann wurde man wieder weiter begleitet zur Musterstation. Dort stand einfach ein Angestellter mit einer Rettungsweste und man sollte sich nur merken, dass an dem Punkt die zugewiesene Musterstation ist. Die eigentliche Einweisung muss man sich auf dem Kabinen-TV ansehen und dann auf der Fernbedienung OK klicken, damit es als abgeleistet zählt ...;-)

    Da die Kabine erst um 14 Uhr fertig sein sollte (das ist wohl die normale Kabinen-fertig-Zeit bei Explora), haben wir uns dann noch ein bisschen das Schiff angesehen und einen Drink in der Explora Lounge genommen (die ist so ein bisschen wie die X-Lounge bei Mein Schiff und war komplett leer).

    Überhaupt waren wenig Gäste zu sehen (diejenigen von der vorhergehenden Reise waren wohl überwiegend auf Landgang) und viele ankommende Gäste waren es gar nicht. Es wirkte alles sehr entspannt.

    Um 14 Uhr kam die Durchsage, dass die Kabinen fertig sind und wir haben unsere OT4 dann mal bezogen. Kurz darauf kamen auch die Koffer und unsere Frau Kabinensteward stellte sich vor. Es war eine einzelne zuständige Dame. In der Kabine wartete eine Flasche Champagner, eine Flasche Chivas Regal, Weiss- und Rotwein und eine volle Minibar mit Softdrinks. Alle genannten alkoholischen Getränke standen auch bei unserem Auszug eine Woche später noch auf der Kabine (unangetastet von uns). Wir haben dafür immer gerne die süssen Naschereien konsumiert, die auf die Kabine gestellt wurden.

    Die Kabine sieht natürlich schon sehr beeindruckend aus, also sehr hochwertig. Von der Grösse her würde ich mal sagen, dass da nicht viel Unterschied zu einer Balkonkabine auf Mein Schiff ist. Eine Juniorsuite auf Mein Schiff wirkt für mich da schon luftiger.
    Auch das Bad ist eher kleiner auf der Explora. Dafür liegt der begehbare Schrank ganz praktisch in einem Flur vor dem Bad.

    Als Goodies lag eine Explora-Badetasche auf der Kabine und zwei Explora-Käppis sowie ein Parfum mit dem typischen Explora-Duft.



    Für mich war das Highlight die Lounge-Liege auf dem Balkon.

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  • Danke an alle, die schon mitlesen. Ich muss noch sagen, dass ich jetzt alles aus dem Gedächtnis schreibe, unterstützt durch den Verlauf der gemachten Fotos auf dem Handy. Aber ich merke schon, dass ich bei einzelnen Punkten nicht mehr ganz sicher bin, was an welchem Tag war (wenn es kein Foto dazu gibt) und ich bin halt doch auch schon 57. Mein Gedächtnis war schon mal besser ...
    Vielleicht gibt es daher dann mal Einschübe von Dingen, die mir hinterher noch einfallen und als wichtig erscheinen. Wie man sicher an den ersten Einträgen auch sieht, habe ich einen Hang zu ausschweifenden Erklärungen ...
    Wenn Ihr aber sonst irgendwas wissen wollt, fragt einfach. Ich beantworte gerne alles, was ich kann. Wenn es zu detailliert ist, sonst auch als persönliche Nachricht.

    Bald geht es weiter ...

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  • Oh.....da lese ich sehr gerne mit!

    Wart ihr vorher schon mal auf einer Explora?

    Nein, wir waren bisher zweimal bei einer Metal-Kreuzfahrt mit Royal Carribean (70000 tons of metal) und etwa 20 mal auf Mein Schiff (davon auch die Hälfte Full Metal Cruises).

    Luxus-Schiffchen hatten wir bisher noch nicht. Ich werde unsere diesbezüglichen Empfindungen oder Struggles auch noch thematisieren ...:S

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  • Also, jetzt ist es in meinem Bericht ungefähr 15 Uhr am Anreisetag. Wir haben unsere Koffer erst mal ausgepackt, ein neues System gefunden, wie wir unsere Kleidung in der Kabine unterbringen (alles anders als bei Mein Schiff) und sind dann zum grossen Pool (Conservatory Pool) auf Deck 11 gegangen. Das ist der Hauptpool, der bei gutem Wetter im Freien ist und bei schlechtem Wetter kann das "Schiebedach" über dem ganzen Bereich geschlossen werden. Wir haben uns ein grosses Daybed im Schatten gesucht und waren schon mal absolut geflashed von den tollen Liegen und riesigen Handtüchern. Die Handtücher liegen in entsprechenden Regalen bereit, auf jeder Liege ist aber auch schon ein Handtuch aufgerollt bereitgelegt.

    Und als erstes haben wir bemerkt: Wenn man im Bademantel zum Pool geht, ist man der Einzige der das tut. Vielleicht auch nur auf dieser Reise? Alle anderen Gäste waren englischsprachig. Die grosse Mehrheit aus den USA, auch einige Australier und Engländer - sonst kaum andere Nationalitäten bzw. Sprachen. Jedenfalls war das auch das letzte Mal, dass wir den Bademantel ausserhalb der Kabine trugen (ins Spa haben wir es nämlich nie geschafft).

    Toll auch, dass die Kellner der Bar herumgehen und Getränke bringen. Man kann eigentlich alles haben, auch Cocktails etc. Und das ist auch alles im Reisepreis inkludiert. Es waren an dem Tag einige Gäste im Pool, auf dem grossen Bildschirm lief Tennis (wie wir später erfuhren, zeigt Explora wegen ihres Ambassadors Jannik Sinner alle Turniere, bei denen er mitspielt) - denn in Paris war ja French Open - Roland Garros.

    Der Pool war angenehm warm. Es begann also schon einmal alles sehr entspannt. Die überwiegend amerikanischen Gäste wirkten recht zwanglos und nicht irgendwie "schickimicki". Das war ja eine meiner grössten Sorgen gewesen, wenn man einen Luxus-Dampfer in Richtung Monaco besteigt.

    Da um 17:30 schon Sailaway mit DJ in der Skybar auf Deck 14 (das ist der höchste Punkt auf der Explora 1) sein sollte, blieben wir nicht allzu lange am Pool und machten uns in der Kabine fürs Abendessen fertig.
    Erst schauten wir mal zur Skybar zum Sailaway. Dort war das Publikum dann schon eher "schickimicki". Die Markenklamotten und Handtaschen wurden sichtbar, aber es war noch relativ o.k. für uns. Genervt hat uns aber die irrsinnig laute Musik des DJ. Deswegen blieb es beim Vorbeischauen. Wir machten noch ein paar Fotos vom Hafen und gingen dann zum Essen ins Buffet-Restaurant Emporium Marketplace.

    Da waren noch nicht viele Gäste gegen 18:30 Uhr. Uns fiel erstmals auf, dass es ziemlich kalt war. Es war alles so heruntergekühlt wie auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen. Was auch extrem auffallend war: die extrem hohe Servicementalität. Wirklich jeder grüsste und fragte, wie es einem geht. Das wurde uns im Verlauf der Kreuzfahrt dann auch schon eher zu viel. Die Mitarbeitenden sprachen alle sehr gut Englisch und dabei blieb es für uns auch. Wir haben auf dem Schiff nur Englisch gesprochen und es ergab sich eigentlich auch keine andere Möglichkeit.

    Am Buffet bedient man sich nicht selbst, sondern an jeder Station legen einem die Servicekräfte das gewünschte auf einen Teller und reichen dann den Teller herüber. So bleibt es natürlich viel hygienischer. Viele Speisen (z.B. Pasta) werden auch erst auf Wunsch zubereitet.

    Jetzt muss ich noch sagen, dass ich Gelegenheitsvegetarierin bin. Ich versuche weitestgehend, auf alles Fleisch zu verzichten und Fisch und Seafood mag ich sowieso nicht. Mein Mann isst auch kein Seafood/Fisch.
    Von daher brauche ich jetzt nicht viele Fotos vom Essen hochladen. Das hält sich bei mir echt in sehr unspannenden Grenzen. Ich habe viel Gemüse und Salat gegessen, dann am ersten Tag mal eine Portion Pasta (die war doppelt so gross, wie ich erwartet hätte) und jeweils einen kleinen Nachtisch. Es war alles von sehr guter Qualität und schmeckte. Die riesige Seafood-Auswahl am Buffet haben wir natürlich geflissentlich ignoriert - ich sehe das schon nicht mal gerne.

    Was uns etwas gefehlt hat: Das Auslaufen wurde nicht gross zelebriert. Es gab diesen DJ in der Skybar und da konnte man sitzen und schauen. Das Schiff lief aber schon einige Minuten vor 18 Uhr aus, ohne dass man das erfahren hätte und überhaupt hatte man den Eindruck, dass das niemanden interessiert. Also ganz anders als das kollektive Erlebnis bei Mein Schiff mit Hymne und allem Drum und Dran.

    Nach dem Essen gingen wir in die Astern Lounge auf Deck 5 hinten. Das ist eine schöne Bar und da gab es täglich "Name that track - Music Trivia" mit dem Entertainment-Manager Emil. Das war für uns eine sehr unterhaltsame Angelegenheit. Es gab jeweils ein paar Gästegruppen, die gegeneinander antraten. Songs wurden kurz angespielt und man musste auf einer Liste Songtitel und Interpret notieren. Jeden Tag gab es da andere Mottos (Songs verschiedener Dekaden, One-Hit-Wonders usw.). Das war immer lustig und wir haben ja eh Freude an Musik (nicht nur Heavy Metal). Wir schauten dann ganz kurz nochmals in die Explora Lounge auf Deck 11 vorne, wo Josh mit Gitarre Wunschsongs fürs Publikum performte. Sehr angenehm.

    Danach sind wir noch ins Theater - die Journeys Lounge - auf Deck 4 vorne gewechselt. Jenna Lee-James, eine stimmgewaltige Musical-Darstellerin im goldenen Paillettenanzug, trug dort bekannte Hits vor und erzählte dazu jeweils aus ihrer Bühnenlaufbahn. Sie war amüsant und tatsächlich eine hochklassige Entertainerin.

    Wie wir auch in den nächsten Tagen noch bemerkten, war es immer ein bisschen Stress, dass zwischen Music Trivia und Beginn der täglichen Show im Theater genau null Minuten Zeit lagen. Aber man bekam immer einen Platz im Theater und so ging das. Für uns hätte aber das Music Trivia auch länger als 30 bis 40 Minuten dauern dürfen.

    Nach dem ersten Tag fielen wir also recht zufrieden ins Bett. Das Doppelbett war für uns sehr gut und angenehm. Mich nervte, dass wir eine gemeinsame Decke hatten. Das habe ich überhaupt nicht gerne, weil ich mich am liebsten wie ein Wrap in meine Decke einrolle. Aber ja, wir haben es die 7 Nächte so durchgehalten. Ich wollte nicht fragen, ob wir auch zwei einzelne Decken haben könnten. Da die Decke sehr gross war, ging es auch für mich. Was mich eher störte, war die Vibration des Schiffs. Wir fuhren ja ab 18 Uhr über Nacht nach Monaco. Man spürte immer diese Vibration (vom Schiffsmotor). Ich habe auf anderen Schiffen sehr gerne die Bewegung und schlafe super. Diese permanente Vibration hat mich aber in der ersten Nacht sehr stark vom Schlafen abgehalten und ich war dann am nächsten Tag erst mal nicht so megafit.


    Fotos unten sind vom Buffet-Restaurant Emporium Marketplace, vom grossen Conservatory-Pool bei Nacht und von den Drinks in der Astern-Lounge, wo das Music-Trivia stattfand.


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    2 Mal editiert, zuletzt von Monira (12. Juni 2026 um 20:36)

  • Zum Thema Marken…habe letztens irgendwo gelesen, dass Du die Reichen an Hermes erkennst und die Armen an LV, weil sie sich reich fühlen wollen:) sorry für OT, viel mir gerade dabei ein.

  • Irgendwann am Mittwoch, 03. Juni, kamen wir morgens in Monaco im Hafen an. Wir hatten nachts ja die Vorhänge komplett zu und dann stehst Du morgens auf einer Kreuzfahrt ja üblicherweise so auf und schaust mal raus, wo das Schiff eigentlich steht und was Du siehst. Ja, in dem Fall war das dann wirklich das Jackpot-Gefühl gepaart mit:
    "Wir haben also tatsächlich das bekommen, was wir (aufpreispflichtig) gebucht haben: City-View!"

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  • Zum Thema Marken…habe letztens irgendwo gelesen, dass Du die Reichen an Hermes erkennst und die Armen an LV, weil sie sich reich fühlen wollen:) sorry für OT, viel mir gerade dabei ein.

    Das passt super zu dieser Kreuzfahrt. Im späteren Verlauf habe ich nämlich dann mal Hermes-Sandalen gegoogelt, nachdem ich etwa die 10. Frau mit denselben braunen Schlappen gesehen hatte. Die typische ikonische Hermes-Sandale für ca. 780 Euro war stark vertreten. Dazu aber noch mehr, sobald sich das für uns herausstellte ...;-)

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