Ich denke, es geht nicht darum, das Streikrecht abschaffen zu wollen. Es ist ein hohes Gut und zeugt von einer intakten Demokratie.
Allerdings, gerade weil es ein so hohes Gut ist, soll und muss verantwortungsvoll damit umgegangen werden. Aktuell vermisse ich das bei den Gewerkschaften, gefühlt nutzen sie das Streikrecht mittlerweile inflationär. Ich kann ich noch gut an Tage in 2023 - also der vergangenen Tarifrunde - erinnern, in der zeitgleich die Bahnmitarbeiter, die Flughafenangestellten und die Bauern gestreikt haben. Sprich: in der Luft, auf der Schiene und auf der Straße ging gar nichts mehr.
Da braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn das Verständnis in der Bevölkerung zum Arbeitskampf gen Null geht. Nur leider haben das die Gewerkschaften bis heute nicht begriffen. Verantwortungsvollen Umgang mit Streiks kann ich nicht erkennen bei bundesweiten bzw. z.T. mehrere Tage dauernden „Warn“streiks…
