RB: Die große Nordlandreise zu den Lofoten im Jahr 2014
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Ui, Sackgasse? Na euer Kapitän wird seinen Weg schon finden in dieser faszinierenden Landschaft.
LG Susanne
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Der Trollfjord - eine Sackgasse und Höhepunkt der heutigen Passage
Bei passender Witterung wird den Reisenden ein besonderes Naturschauspiel geboten: die Einfahrt mit Drehung im Trollfjord.Anders würde ein Schiff dieser Größenordnung gar nicht wieder herauskommen. Der Trollfjord ähnelt einem fränkischen Boxbeutel. Das erfordert äußerste Konzentration des Kapitäns und eine sichere Wettervorhersage. Denn von den steilen Wänden kann es immer wieder zu Steinschlägen kommen. Sollten die Trolle heute vielleicht gute Laune haben, dann erlauben sie uns eine gefahrlose Drehung im Fjord. Eng genug ist es...
Geschafft.
Im Fjord wartet das Ausflugsschiff.
Reichen dafür die üblichen Superlativen oder ist dies eins dieser besonderen Erlebnisse, die man einfach erlebt haben muss, um die ganze Fülle von Eindrücken zu erfassen?
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nordwind ganz sicher letzteres
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Wundervoll!
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Mir läuft es noch heute bei der Erinnerung eiskalt den Rücken hinunter.
Stellt Euch nur vor wir hätten so richtiges Schmuddelwetter gehabt, wie die Passagiere einen anderen Schiffes, welches wir ein paar Tage später von Land aus beobachteten.
Momente, die einmalig sind, brenn sich ganz tief in unseren inneren Speicher.
Lg ücki
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Danach verlassen wir den Raftsund und steuern Svolvaer auf den Lofoten an. Vor uns liegt die berühmte Lofotenwand.
Die abendliche Sonne zaubert eine ganz eigene Atmosphäre um uns herum.
Im Hafen werden wir von einer wartenden Fischersfrau empfangen. Unzählige Generationen werden so, hoffnungsvoll oder bang, auf die Heimkehr der Fischer von ihren Fahrten gewartet haben. Noch heute ist jede gesunde Heimkehr ein Grund zur Freude für die Familie eines Fischers.
Wir haben Svolvær, die größte Stadt auf den Lofoten, unseren Endhafen erreicht. Was für eine wundervolle Passage zu den Lofoten durften wir heute erleben.
Vor uns liegen erlebnisreiche Tage auf den Lofoten, den grünen Inseln im Nordmeer.
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Lg ücki
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Ücki nordwind , ich schmelze dahin bei deinen wundervollen Fotos!
Danke, daß ich mitträumen darf.
Schöne Weihnachten noch!
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Schön, dass Du dabei bist Sola76 auf unserer Traumreise

Lg ücki
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Wunderschön - und genau das ist der Grund warum ich mir nach etlichen Hurtigrutenreisen nie vorstellen konnten, die Reise zum Nordkap mit einem Kreuzfahrtschiff zu machen. Sag niemals nie - für Mai 2021 haben wir gebucht, mal sehen ob mich das schönere und jetzt auch vetraute MS Schiff mit der fehlenden hautnahen Landschaft bei Hurtigruten versöhnen kann.
lg Christine
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Das wird bestimmt wunderschön. Beide Reisearten haben ihren eigenen Reiz. Mai ist eine sehr gute Reisezeit.
Lg ücki,
PS: wie es bis dahin mit den Reisen weitergeht und welche Rahmenbedingungen gerade gelten, ist aktuell ohnehin nicht absehbar, doch notfalls findet sich auch da eine andere Möglichkeit
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Momente, die einmalig sind, brenn sich ganz tief in unseren inneren Speicher.
Da stimme ich zu 100 % zu, das hast du sehr schön formuliert Ücki

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Lofoten - Inseln im Nordmeer
Woran denke ich wenn ich diesen geheimnisvollen fremden Namen höre?
Welche Bilder ziehen vor meinen Auge vorbei?
Welche Geräusche haben sich mir ins Gedächtnis gebrannt?
Höre ich das Rauschen und Toben der Wellen und das Spiel des Windes?
Bevor ich mit meinem eigentlichen Bericht beginne , stell ich mir die obigen Fragen.
Und eine ganz besonders!
Ist für einen Reisebericht über diese wundervollen Tage auf den Inseln des Lichtes wichtig an welchen dieser Tage wir genau an dieser Stelle waren und wohin wir anschließend unsere Wege richteten, was wir in welcher Reihenfolge taten oder ist es wichtiger mit welchen Erinnerungen und Empfindungen bleiben diese Orte und Erlebnisse für uns unvergesslich, wie haben wir diese an verschiedenen Tagen erlebt ?
Wer also einen detaillierten Bericht mit Zahlen, Fakten, Routenbeschreibungen erwartet, muss ich leider enttäuschen. Natürlich werde ich wichtige Namen und Fakten erwähnen, aber statt nur Wissen aus den Internet herauszukopieren, möchte ich Euch lieber auf unsere Reise mitnehmen, so wir sie erlebt haben.
Grundlegend ist zu Sagen, dass uns die Zeit viel zu schnell verrann, die Wege gefühlt länger waren als der Kilometerstand auf dem Tacho und die Fülle der Eindrücke hinter jeder Wegbiegung uns ständig in Atem hielt.
Anfang Mai versinkt die Sonne zwar noch im Meer, doch wirklich finster wird es jetzt längst nicht mehr. Wir lassen uns darauf ein und machen die Nacht zum Tag und kosten dieses magische Licht in vollen Zügen aus.
Das Wechselspiel zwischen den Sonnenstrahlen und den Wolken zaubert geheimnisvolle Stimmungen, Schneeschauer überfallen uns mitten im schönsten Sonnenschein, kalte Winde treiben Nebelbänke über die Bergkuppen. Eine wahre Wetterküche. Das Licht der Lofoten nimmt uns gefangen. Es ist nie das selbe, nie berechenbar und immer wieder atemberaubend.
Wenn Ihr also bereit seid für eine Reise in die Welt der Inseln des Lichtes begleitet uns auf die Lofoten - Inseln im Nordmeer.
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Im Hafen von Svolvaer verlassen wir unser Hurtigrutenschiff die MS Polarlys. Der Tag an Bord ersetzt fast eine ganze Kreuzfahrt. Soviel schöne Eindrücke hat bei uns die Fahrt zu den Lofoten hinterlassen. Schmale Sunde, schneebedeckte Berge, verstreute einsame Inseln und kleine Hafenorte , ob bei grauen Wolken oder strahlenblauen Himmel - es war eine unvergessliche Fährpassage.
Unserer Mietauto Marke Toyota fährt sicher und geschmeidig auf der E10, der Hauptstraße auf den Lofoten. Gekonnt windet sich die Straße durchs Gelände. Die einzelnen Inseln sind mit den typischen Bogenbrücken verbunden. Es gibt auch Unterseetunnel. Meistens sind wir allein. Im Sommer kann es hier schon mal voller sein, wenn all die Wohnmobile und Motorradfahrer unterwegs sind. Die abwechslungsreiche Landschaft mit den kleinen Siedlungen begeistert uns.
An das laute Rollgeräusch der mit Metallspikes bestückten Reifen haben wir uns gewöhnt. Der Winter ist noch nicht gänzlich vorbei, und sind diese auf Eispisten von Vorteil. Doch etwas anderes ist der Zusatz im Mietvertrag keine Geröllstraßen oder Straßen mit Splitt zu fahren. Und bitte, wie soll das wohl gehen? Viele kleinere Straßen haben keinen festen Straßenbelag, so auch die Zufahrt zu unserem Quartier.
Doch da sind die Norweger ziemlich entspannt, auch als sich der schon bei der Übernahme in Narvik entdeckte Steinschlag zu einem längeren Riß auf der Frontscheibe entwickelt, heißt es kein Problem. Und so ist es auch letztendlich. Zuverläßig brachte es uns zurück. Nur einmal versuchte es sich selbständig zu machen.
Wir standen gerade an eine dieser vielen Aussichtsplätze an der Straße und genossen den Blick über den Strand. Das Auto hatten wir nur kurz verlassen und der Schlüssel steckte, diese Gelassenheit entwickelte sich ganz schnell, schrecken wir fassungslos von unseren begeisterten Blicken auf…
Motorgeräusche und weit und breit kein anderes Auto als unseres!
Das kann doch nicht sein? Will es ohne uns starten? Stand etwa Herby, der kesse Rennkäfer (Mann, was hab ich bei diesen Filmen gelacht.) mit ihm in Verbindung?
Weder noch. Irgendeine Startautomatik hatte sich eingeschaltet. Diese Lektion merkten wir uns, der Schlüssel wurde nun jedesmal abgezogen. Irgendwo im Nirgendwo ohne Fahrzeug wollten wir nicht wirklich stehen.
Tja, einen Schlüssel für unsere Unterkunft brauchten wir auch, und wo finden wir diesen? Telefonische Auskunft vom Vermieter, den wir die ganze Zeit nie gesehen haben, am Haus in einem Kästchen mit Code. Okay, kennen wir schon von Schweden. Bloß bei dem Code hätte der Blumentopf oder die Fußmatte die gleiche Sicherheit geboten… Doch hier ticken nicht nur die Uhren, sondern auch die Menschen anders. Das Vertrauen und die Gelassenheit sind spürbar entspannter, als in unserer ständig von Einbrüchen und Misstrauen geprägten Umgebung. Dieses wunderbare Gefühl wird auch zu unseren ständigen Begleiter während dieser Tage. Es hält auch noch einige Zeit an, bevor es wieder von einem gestressten Alltag aufgefressen wird. Die Sehnsucht danach bleibt.
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Die Lofoten haben mich schon bei deinen ersten Sätzen bzw. Fragen in den Bann der Neugier gezogen liebe Ücki und ich freue mich sehr auf deinen Bericht.
Ich mache es mir mal auf der Rückbank eures Toyota bequem

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bina.63 über angenehme Reisebegleitung freuen wir uns
Dann kanns losgehen 
Lg ücki
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Alstadpollen - unser „Heimathafen“ für unsere Unternehmungen in den nächsten Tagen
Schauen wir zunächst unsere Unterkunft etwas genauer an. Wir haben eine Ferienwohnung im Erdgeschoß des ehemaligen Elternhauses des Vermieters. Das Gebäude ist kein typisches Holzhaus, sondern ein ehemaliges Bauernhaus. Liebevoll eingerichtet, mit dem neuesten Standard versehen, sind zwei schöne Ferienwohnungen entstanden. Die obere größere Wohnung bleibt in diesen Tagen leer. So sind wir auf dem Grundstück am See mit Blick in die Berge für uns. In unserer Nachbarschaft gibt es weitere Gehöfte und diese werden noch bewirtschaftet. Und dies bekommen wir auf recht eindrückliche Art zu spüren. Die Zeit nach dem Winter nutzen die Landwirte um die Felder vorzubereiten, wozu auch das Jauchen gehört. Leider. Lüften wird daher zu einer Frage des Windes…
Dies war allerdings das wirklich einzige Manko.
Besonders schön war der zusätzliche Holzofen zum Heizen. So ein Holzfeuer nach einem langem Tag im Freien erwärmte uns wohlig. Das Knistern und Prasseln des Feuers versetzte uns auch ein Stückweit zurück in eine andere Art zu leben, obwohl die Räume hell und modern eingerichtet waren. Die Küchezeile war mit allen Notwendigen ausgestattet, so konnten wir uns sehr gut selbst versorgen. Oftmals begannen wir erst spät abends zu kochen. Lebensmittel sind in Norwegen deutlich teurer. Darauf eingestellt, hatte ich eine große Salami und festen Schinken, sowie Nougataufstrich auf die doch längere Anreise mitgenommen. Alles andere wurde zugekauft. Besonders lecker ist das Polarbröd. Dazu haben wir uns typischen Brunoost, einen karamellisierten Käse, frische Eier, Gemüse und alles was es sonst so braucht im Supermarkt geholt. Rotmos, das norwegische Kartoffelpüree war auch eine leckere Entdeckung. In unserer Nähe fanden wir einen kleinen Supermarkt, so dass wir auf die größeren in Svolvaer oder Leknes verzichten konnten. Auf Bier verzichtete mein Mann freiwillig, bei 8€ die Büchse verständlich. Als Ersatz sollte Cidre herhalten, spritzig frisch. Nur mit dem Alkoholgehalt stimmte es dann doch nicht, wir waren in Norwegen…Lecker war das Getränk trotzdem, trinken wir halt leichte Apfelschorle ohne Alk.
Wir haben uns rundum wohlgefühlt und gleichzeitig gelöst, in unserer kleinen nur auf uns gestellten Welt inmitten der Inseln des Lichtes.
Vom Essplatz aus konnten wir das wechselnde Licht auf der gegenüberliegenden Bergkette beobachten. Egal, ob gerade ein Schneesturm darüber hinwegfegte oder bei klarer Luft die Berge im abendlichen Licht wie mit Feuerschein überzogen waren.
Dieses Glühen zog mich an das Ufer des Alstadpollen bis das Licht fast schwand und nur noch eine dunkle Dämmerung den Weg zurück beleuchtete. Trotz der Einsamkeit am Ufer des Sees spürte ich keinerlei Angst. Die Stille und Weite der Landschaft nahm mich gefangen. Möchtet Ihr Euch ebenfalls von dieser einzigartigen Landschaft bezaubern lassen und Eintauchen in die faszinierende Welt auf den Inseln des Lichtes? Dann beginnen wir mit unserer nächsten Umgebung, den Alstadpollen.
Gegenüber durch die Straße E10 getrennt, liegt der Steirapollen.
Der Lichtwechsel läßt sich hier besonders schön festhalten.
Im ruhigen Wasser spiegeln sich die Bergkuppen. Es strahlt so viel Ruhe aus.
Zeit also für Entdeckungen in der Umgebung.
An der Ausfahrt zur E10, der Hauptstraße auf den Lofoten, befindet sich eine kleine Touristinfo.
Unser Weg führt über Knutstad zu einem touristisch neuangelegten Aussichtspunkt Tovsdalshalsen, den wir von nun an fast täglich angefahren . Die Wetterwechsel lassen sich hier sehr gut beobachten.
(Jetzt wißt Ihr auch wo Knut´s Heimat liegt. Damals kannten wir den kleinen Kerl noch nicht.)
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Tovsdalshalsen
Vor uns liegt die gut geschützte Inselmitte mit einem relativ flachen Hochplateau auf der sich seit Jahrhunderten Ansiedlungen befanden. Seen mit ihren silbrigen Schein blinzeln gleich Augen zu uns herüber, in denen sich manchmal die Wolken spiegeln, oder ein anderes Mal die Wellenkämme tanzen.
Seitlich richtet sich der Blick auf eine mächtige Bergkette. Gleich einem Kap fallen hier die Felswände hinunter zum Meer. Diese Stelle nennt sich Eggum und ist ein beliebter Platz für Mittsommernächte. Strategisch günstig gelegen, gibt es hier noch mehr zu entdecken, doch davon später.
Uraltes Siedlungsland begünstigt durch den Golfstrom.
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Ich bin immer wieder begeistert von deinem Erzählstil, Ücki. Eigentlich sollten dir Verlage die Tür einrennen.
Die Spiegelbilder tragen natürlich auch noch ihren Teil bei

LG Susanne
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