Nach einem weiteren kurzen Stopp an einem Geldautomaten für einige Mitreisende (Andrea weiß einfach alles), hatten wir einen kurzen Fotostopp an einer Anhöhe mit Blick auf eine wunderschöne Oase mit malerischen, landestypischen Häusern (Lehmhütten?) im Hintergrund. Wir haben echt schöne Bilder gemacht (und die aufdringlichen Verkäufer da einfach ignoriert).
Höhepunkte Marokko – eine 10tägige Rundreise im April 2024
-
-
Anschließend gings weiter zur Todra-Schlucht. Das hatte ich mir irgendwie auch anders vorgestellt. Aber es war auch wieder so – Bus hält an, wir steigen aus „ohh, beeindruckend, toll, wow“, wir laufen 10 Minuten auf der Straße durch einen Bruchteil der Schlucht und machen einige Bilder, wir steigen wieder in den Bus ein. Hm. Aber gut, was hätte man sonst noch machen sollen .. wohl kaum an einer Felswand abseilen, wie das ein Mann gemacht hat, den man da beobachten konnte.
-
Danach sind wir weitergefahren zur Oase von Tinerhir. Richtig schön da! Unser Guide hat uns durchgeführt, hierhin und dahin gedeutet und ein bisserl was erklärt. Er hat sich richtig ins Zeug gelegt, ist sogar auf eine Palme geklettert und hat danach mit so einem Wedel unsere Schuhe entstaubt. Hat sich sein Trinkgeld verdient
. -
Das Hotel mit Namen Xaluca Cades für die heutige Nacht war superschön, im afrikanischen Stil gehalten und irgendwo in der Wüste am Rande von Boumalne. Wir haben nur schnell unser Zimmer angeschaut und uns dann den Pool/Außenbereich angesehen.
Es gab einen spendierten Drink von Studiosus an der Bar, dann waren wir die ersten beim extrem guten Buffett und auch die ersten, die wieder aufgestanden sind (große, runde Tische, war daher komplett okay).
Dann haben wir in aller Ruhe geduscht, sitzen jetzt gut gesättigt um halb zehn schon in unserem wunderschön, landestypisch eingerichteten Zimmer und freuen uns, dass wir endlich mal Zeit haben und entschleunigen können. Das Fenster ist auf, die warme Luft kommt herein, draußen regnet es etwas und es ist einfach nur still und friedlich. Ein prima Ende eines wunderbaren Tages. Schön
! -
Rundreisen in der Gruppe kennen wir hingegen gut, anstrengend aber man holt aus der Zeit so viel raus. Nach drei Tagen haben wir immer das Gefühl schon ewig unterwegs zu sein

Ging mir exakt genau so
. Man bekommt definitiv sehr viel Input für's Geld
. -
.....ein toller Reisebericht, danke...
Bei deiner Beschreibung des Marktes zu Beginn und des Fleisches musste ich gleich an unseren letztjährigen Marktbesuch in Tanger denken und hatte gleich wieder den Geruch in der Nase...... das hatte mir sehr zugesetzt.
-
Tag 7 / Donnerstag – über Ait Benhaddou nach Marrakesch
Das Programm war heute sehr überschaubar, was keinesfalls negativ gemeint ist.
Auf dem Weg nach Ait Benhaddou haben wir zu einem kurzen Fotostopp bei den Atlas Filmstudios angehalten und im „Tal der Rosen“ ist Andrea kurz aus dem Bus gehüpft, um bei einem Straßenhändler zwei Herzen aus Rosenblüten zu kaufen, die sie dann den beiden Geburtstagskindern der Reise geschenkt hat. Ist sie nicht nett, unsere Reiseleiterin
.Irgendwo haben wir noch für eine Toilettenpause gehalten und die anderen haben im Shop daneben irgendwelche Rosen-Mitbringsel eingekauft. Der Geruch ist schon sehr .. intensiv.
Man kann sich gar nicht vorstellen, dass in dieser kargen Gegend ein Anbaugebiet mit über 4.000 km langen Rosenhecken sein soll. Während der Haupterntezeit werden hier offenbar über 400 Tonnen Blüten geerntet und zu Rosenwasser etc. verarbeitet. Wo bekommen die denn das ganze Wasser her? Gesehen haben wir davon allerdings nicht viel, war ja keine Blütezeit.
-
gerade entdeckt und gleich abonniert, liebe sabische73 . Für uns geht es von Donnerstag bis Sonntag auf einen Kurztrip nach Marrakesch (auch mit einer Gruppe). Ich bin sehr gespannt, was uns da erwartet. Vielleicht sehe ich schon vorab Bilder davon in Deinem Bericht. Bin sehr neugierig, was Du uns noch alles zeigen wirst.
Gruß Joni
-
Okay, Ait Benhaddou also, das Highlight des heutigen Tages. Das ist eine befestigte Stadt am Fuße des Hohen Atlas. Der alte Ortskern ist seit 1987 Weltkulturerbe und halbwegs gut erhalten in seiner Lehmbauweise. „Man“ (ich nicht, wenn ich ehrlich bin) kennt es als Filmkulisse für Gladiator, Indiana Jones, Game of Thrones etc.
Mit uns waren viele, viele andere Touristen da. Wir hatten wie üblich einen einheimischen Guide, der allerdings nur vorausgelaufen ist, ohne zu sprechen. Ein Teil der Gruppe (die nicht so gut laufen konnten) haben sich mit Andrea in ein Café gesetzt, der Rest ist mit dem Guide bis hoch und dann wieder runter gelaufen. Irgendwie hat mich das mit den vielen Geschäften an Ibiza erinnert. Da haben sie auch aus jedem noch so kleinen „Loch“ ein Geschäft gemacht und wollten was verkaufen. Nur halt nicht in weiß – sondern in Lehmbraun.
Im Hochsommer möchte ich da allerdings nicht hin, mir war an dem Tag schon zu heiß. Aber es war wirklich sehenswert. Wenn man da in der Gegend ist, kann man sich das (mit den vielen, vielen anderen Touristen) durchaus mal ansehen.
Danach sind wir in ein völlig überfülltes Restaurant mit völlig überforderten Kellnern zum Essen, wo Andrea Tische reserviert hatte. Dementsprechend hat es ewig gedauert, bis das Essen kam und schlussendlich haben sie dann auch noch drei Essen vergessen. Ich weiß nicht mehr, wie lange wir in diesem Restaurant saßen – gefühlt ewig. So kam es mir zumindest vor. Immerhin saßen wir schön. Wir hatten Tische auf der Terrasse im Schatten, das hat dann schon gepasst und wir saßen gut. Uns gegenüber zwei angenehme Mitreisende, mit denen man sich entspannt unterhalten konnte. Passt
. -
-
-
Ja, und dann sind wir in Marrakesch angekommen, der letzten Station unserer Reise für zwei Nächte. Das Hotel Opera Plaza ist sehr schön, sehr groß und (leider) sehr modern. Gar nicht landestypisch, wie die beiden schönen in der Wüste, allerdings auch nicht so „einfach“ wie die beiden ersten. Allerdings sieht man auch hier schon wieder einen Renovierungsstau.
Wir haben an der Rezeption den letzten Fish der Reise mit Andacht ausgefüllt
, war’s das jetzt echt schon? Kein neues Hotel mehr? Es ging so schnell vorbei …Im Hotel haben wir uns nur schnell die Hände gewaschen und sind zum Essen, denn dieses ständige späte Essen ist nicht so unseres. Wir waren wieder die ersten und dementsprechend auch bei den ersten, die wieder gegangen sind.
Natürlich wird man da etwas irritiert angeschaut (wir gehen, die letzten kommen gerade), aber das war uns ehrlich gesagt egal. Einfach lächeln, grüßen und gut ist. Unser Mitteilungsbedürfnis war absolut gestillt, denn man unterhält sich ja schon den ganzen Tag. Müde waren wir auch und wir wollten einfach nur duschen und ausruhen. Die Gruppe ist wirklich angenehm, da kann man nix sagen – aber ich (mein Mann sowieso) brauch einfach mal eine Pause. Wie heißt es heutzutage immer so schön „Meine soziale Batterie war voll.“
Plan für die Freizeit am letzten Tag in Marrakesch: Wir fahren zurück zum Hotel und ruhen uns aus. Schaun mer mal, wie wir es dann wirklich machen. Aber so ein paar Stunden ausruhen vor dem „gemeinsamen Abendessen, wo wir die schönen Stunden der Reise zusammentragen“ sowie der anstrengenden Rückreise, hören sich aktuell sehr verlockend an. (Spoiler: Wir haben es natürlich nicht gemacht.)
Heute haben wir mitbekommen, dass Andrea zufällig mit uns zurückfliegt. Das finde ich schon mal super, da wir in Casablanca umsteigen müssen und ich daher leicht nervös bin. Wir müssen also einfach ihrer weißen Lederjacke hinterherlaufen und alles wird gut. Praktisch!
Bevor wir uns nach dem Abendessen zurückgezogen haben, haben wir uns länger mit einer sehr netten Mitreisenden Ü80 und ihrer Freundin unterhalten. Die Freundin meinte, der passende Name für Studiosus wäre ja fast Strapaziosus. Ich musste so lachen, das passt genau. Da die beiden aber schon viele solcher Reisen mit diesem Veranstalter unternommen haben, scheint man diese Strapazen schnell wieder zu vergessen und bucht die nächste. Reise. Strapaze. Whatever
.Allerdings waren sich beide einig, dass diese unsere Reise schon sehr vollgepackt wäre. Das sei nicht immer so. Na dann. Ich würde mal sagen, man bekommt sehr viel geboten für sein Geld

. -
.....ein toller Reisebericht, danke...
Bei deiner Beschreibung des Marktes zu Beginn und des Fleisches musste ich gleich an unseren letztjährigen Marktbesuch in Tanger denken und hatte gleich wieder den Geruch in der Nase...... das hatte mir sehr zugesetzt.
Ja, das ist schon krass. Ich vermute, das Wort "Kühlkette" kennen die Menschen hier gar nicht
. Da liegt Quark in der Sonne, bei Fleisch und Fisch nascht die Katze mal kurz von dem, was da so runterfällt. Uns wurde erklärt, es gäbe da "sehr strenge" Hygieneregeln. Ich wage mal die These, dass diese nicht mit denen in DE vergleichbar sind
. -
gerade entdeckt und gleich abonniert, liebe sabische73 . Für uns geht es von Donnerstag bis Sonntag auf einen Kurztrip nach Marrakesch (auch mit einer Gruppe). Ich bin sehr gespannt, was uns da erwartet. Vielleicht sehe ich schon vorab Bilder davon in Deinem Bericht. Bin sehr neugierig, was Du uns noch alles zeigen wirst.
Gruß Joni
Oh, da beneide ich dich
. Marrakesch ist krass, was für ein Gewusel! Wir hätten hier gerne noch einen Tag länger Zeit gehabt, um uns richtig treiben zu lassen. Meine Marrakesch-Tage kommen heute Abend oder morgen als Abschluss des Berichts. -
sabische73 da bin ich direkt bei deinem Marokko RB hängen geblieben und habe ihn in einem Rutsch gelesen. Ich habe mich sofort zurück gesetzt gefühlt, Frühjahr 2019 waren wir 1 Woche mit einer Gruppenreise unterwegs. Fes, Rabat, Marrakesch, Casablanca, was für tolle Erinnerungen. Ich bin ganz begeistert von deinem Bericht

-
Das mit der Gerberei finde ich sehr interessant da ich selbst in einer Kleinstadt wohne, die über Jahrhunderte eine Metropole des Lederhandwerks war. Führend in Württemberg.
Kann das Vaihingen sein?
-
Kann das Vaihingen sein?
Wow biggilo da bin ich jetzt aber wirklich beeindruckt


. Volltreffer. Selbst falls das WWW geholfen haben sollte bei der Recherche
. -
Tag 8 / Freitag - Marrakesch, Teil 1
Marrakesch. Wow. Eine Kollegin hatte ja so geschwärmt und ich hab mir gedacht .. naja. Aber ich muss sagen, es ist wirklich unbeschreiblich und war ein sehr guter Abschluss dieser Reise.
Irgendwo stand „auf Marrakesch treffen alle Adjektive und ihre Gegensätze zu: laut/leise, wuselig/ruhig, stinkig/duftend, bunt/schwarz, leuchtend/trüb, reich/arm, verwinkelt/offen, alt/neu, touristisch/authentisch, schön/hässlich und noch 1.000 andere mehr (oder so ähnlich) Alles stimmt, alles findet man hier“.
Zuerst hat uns der Bus in die Stadt gefahren. Wir waren die ersten bei den Saadier-Gräbern, die waren auch wirklich schön. Allerdings konnte man da schon erahnen, dass es voll werden wird in der Stadt.
Leider kann ich keine Bilder davon einstellen, es sind alles Innenaufnahmen.
Danach ist Andrea mit uns in eine Naturapotheke gelaufen, wo sie uns einen Raum reserviert hatte. Das war vielleicht eine Verkaufsshow, die machen richtig viel Umsatz da. Der Mann war aber auch echt überzeugend (und witzig), als er seine Gewürze, Cremes und Salben angepriesen hat und das auch noch alles in deutscher Sprache („die Creme gegen Hämorriden können Sie auch als Augencreme benutzen – aber beachten Sie bitte die Reihenfolge“). Auch wir haben da so einiges eingekauft. Weiterer Pluspunkt: Handeln war nicht nötig
. -
Anschließend sind wir weitergelaufen und haben dabei den Verkehr bewundert. Der Hammer. Turbulent und wuselig, nix für schwache Nerven. Autos, Pferdekarren, Mofas, Roller und Fahrräder fahren gefühlt völlig unkontrolliert quer durcheinander und es wird permanent gehupt und gerufen. Nix für mich, ich komm vom Dorf
.. ich war völlig überfordert, der reinste Kulturschock.Der Bahia Palast war das Ziel des Spaziergangs durch den Verkehr. Er hat sehr viele Räume mit Stucktafeln, Verzierungen, Fliesenböden, geschnitzten Zedernholzdecken, Marmorverkleidungen und bemalten Decken. Ein paar konnte man ansehen und ich fand das alles ganz furchtbar. Das lag aber nicht am Palast, sondern an den MASSEN von Menschen. Jeden Freitag kostet so was nämlich keinen Eintritt - was zur Folge hatte, dass auch jede Menge Schulklassen und auch Gruppenweise Erwachsene da waren. Wie die Ameisen, grauenvoll. In einem Ohr hatte man das Headset und hat Andrea zugehört, mit dem anderen hat man das Geschnatter der Menschen wahrgenommen. Horror! Ich war froh, als wir wieder draußen waren. Also wenn ich an Casablanca denke, die wunderbare Moschee Hassan II und auch das Mausoleum von Moulay Ismail – das war viel, viel, viel schöner. Und vor allem ruhiger …
Merke also für künftige Aufenthalte in Marokko: Bahia Palast JA, wirklich sehr schön - aber keinesfalls an einem Freitag.
Leider kann ich auch hier keine Bilder der schönen Mosaike zeigen, es sind alles Innenaufnahmen.
-
Irgendwo und irgendwann im Gewimmel der Straßen sind wir dann wieder in unseren Bus gestiegen und der hat uns zum Anfang eines Parks gefahren, wo wir dann langsam und geruhsam auf die Koutoubia-Moschee zugelaufen sind, eine der ältesten Moscheen in Marokko und die größte in Marrakesch (und ein guter Orientierungspunkt). War schön
. Vor allem musste man ausnahmsweise keine Angst haben, von einem der Roller überfahren zu werden …Nach der Moschee sind wir dann links abgebogen und in ein Restaurant zum Mittagessen, wo auf der Dachterrasse im Schatten Tische für uns reserviert waren. Da konnten wir dann auch in der Ferne die Menschen vor der Moschee beim Beten sehen und den Ruf des Muezzins hören, denn es war schon 14:00 Uhr. Das hat schon auch was, dieser Muezzin. Irgendwie meditativ dieser Klang, finde ich.
Es hätte übrigens Gemüse-Tajine gegeben
, aber die konnten wir mittlerweile wirklich nicht mehr sehen und haben uns eine vegetarische Pizza bestellt. War sehr gut. -
