[Reisebericht] Antarktis – Große Expeditionsroute intensiv (inkl. Vorprogramm) – 17.01.-11.02.2025 – HANSEATIC nature

  • 29.01.25: Fortuna Bay (Südgeorgien) – Die große Königspinguin-Kolonie (Teil 3)

    Auf unserem Weg kamen uns immer wieder kleine Trupps von Königspinguinen entgegen. Meist 3-5 Tiere. Die kann man auch gleich viel detaillierter betrachten und fotografieren als die großen Massen in der Kolonie.

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    Die Gang macht sich auf den Weg …

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    Königspinguin in der alljährlichen Mauser

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    Erstmal beratschlagen …

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    … dann geht’s los …

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    Nach der ganzen Anstrengung erstmal ausruhen …

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    Und was machen wir jetzt?


    Pünktlich waren wir am Strand bei den Zodiacs – wir hatten hier in Fortuna Bay ca. 90 Minuten Aufenthalt.

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    Verabschiedet wurden wir vom Kindergarten der Pelzrobben.

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    Einige Gäste nahmen tatsächlich die Abwehrhaltung (Arme nach oben und knurren) ein. Unser Expeditionsleiter daraufhin „Mensch, das sind Babies. Die tun nichts!“. :D

    Stimmt, einfach nur niedlich.

    Wir fuhren zurück zum Schiff, damit die zweite Gruppe ihren Besuch unternehmen konnte. Kleiner Fun-Fact: Dieses Mal steuerte der Kapitän persönlich unser Zodiac. Steffie hat irgendwie Probleme, Leute, die man nicht so ausführlich kennt, zu erkennen. Der Kapitän fuhr dann direkt auf den Bug der HANSEATIC nature zu und meinte „Wenn man das Schiff so vor einem sieht, ist der Kapitän nicht an Bord!“. Steffie daraufhin: „Was erzählt denn der da für einen Quatsch???“. Ich: „Naja, der Kapitän ist ja nicht an Bord, der steht bei uns im Zodiac …“ ^^

    Die zweite Gruppe hatte später nicht so viel Glück wie wir. Hatten wir nur kurze, leichte Regenschauer gehabt, regnete es bei ihnen wesentlich stärker und es kam auch immer mehr Wind auf. Die letzten Gäste kamen jedenfalls ziemlich durchnässt wieder auf dem Schiff an. Tja, irgendwie hatte unser Platztausch durch die Putzaktion vor ein paar Tagen doch erneut sein Gutes gehabt …

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    Nebel und Regen ziehen auf …

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    Durch den zunehmenden Wind wurde es nach der Abfahrt dann auch wieder etwas schaukeliger an Bord. Abendessen im Lido, ein Cocktail auf den schönen Tag (netterweise gesponsert vom Hotelmanager). Und dann ab ins Bett, morgen wartete der letzte Südgeorgien-Tag mit erneut frühen Anlandungen …

    Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
    • Antarktischer Seebär (Pelzrobbe)
    • See-Elefant
    • Königspinguin
    • Südgeorgien-Spießente (Spitzschwanzente)
    • Braune Skua (Raubmöwe)
    • Südlicher Riesensturmvogel
    • Küstenseeschwalbe

    VG Sven

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Wahnsinn, diese Bilder CosmoST - und angesichts dieser riesigen Menge an Pinguinen fühlt man sich fast wie ein ungebetener Gast…

  • 30.01.25: Südgeorgien – Bunt statt golden …

    Geplant war für den letzten Südgeorgien-Tag am Vormittag eine Anlandung in Gold Harbour. Laut Aussage unseres Expeditionsleiters eine der schönsten Buchten in Südgeorgien. Dort hätte man „Südgeorgien in a Nutshell“ – alles, was die Tierwelt Südgeorgiens und die Landschaften so auszeichnet auf engstem Raum. Und am Nachmittag war eine Zodiac-Cruise in der Cooper Bay geplant. Dort hätte man u.a. die Chance, die Goldschopfpinguine zu sehen, die es zwar in Südgeorgien in großer Zahl gibt, die sich aber an unzugänglichen Stellen aufhalten.

    Das war zumindest der Plan …

    Über Nacht hatte das Schaukeln des Schiffes merklich zugenommen. Gegen 06:30 Uhr gab es dann auch eine Durchsage, dass der für 07:00 Uhr geplante Landgang für die ersten Gruppen ins Wasser fällt. Katabatische Winde machten eine Anlandung unmöglich. Wir hatten Windstärke 12, der Wind blies teilweise mit 66 Knoten (also über 120km/h). Zum Glück waren die Wellen „nur“ ca. 4,50m hoch – was man bei dem kleinen Schiff aber auch schon merkt.

    Wir sollten aber trotzdem aufstehen, denn es gäbe ein bisschen was rund ums Schiff zu beobachten. Einfach auf den Balkon hinaus, ging für uns nicht – wir waren auf der falschen Seite. Also aufstehen, zurecht machen und dann aufs Deck. Wegen des Windes waren Oberdeck und Nature Walk gesperrt, somit blieb nur das Pooldeck (Deck 8 ) mit dem hinteren Bereich.

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    Bei sonnigem Wetter befanden sich zahlreiche Eisberge vor der Küste Südgeorgiens. Nahezu blauer Himmel und Sonne. Könnte so schön sein, wenn der Sturm nicht wäre.

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    Im hellen Sonnenlicht sahen die Eisberge künstlich, fast wie Styropor aus.

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    Laut Durchsagen handelte es sich hier um einen Eisberg-Friedhof. Die Eisberge, die hierher treiben, laufen vor der Küste auf Grund und bewegen sich dann nicht mehr groß weiter. Sie beenden dann hier ihr „Leben“, d.h. sie schmelzen ab. Sozusagen ist Endstation für sie auf diesem „Friedhof“.

    Um das Naturschauspiel noch zu vervollständigen, erschien ein großer, deutlich sichtbarer Regenbogen über dem Eisberg-Friedhof.

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    Es kostete einiges an Mühe, diesen Regenbogen in seiner ganzen Schönheit zu fotografieren. Dazu musste man mit der Kamera über die Reling, wo ein heftiger Wind blies. Aber ich habe die Mühen nicht gescheut …

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    Am Heck, vor der Ocean Academy, konnte man es sogar halbwegs aushalten, der Wind kam von vorne, da war man hier ein wenig geschützt.

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    An der Seite fegte der Wind doch schon ziemlich am Deck und am Schiff entlang. Da konnte man kaum die Kamera halten. Und man hatte auch Mühe, die Tür zwischen Außengang und Pooldeck zu öffnen, nicht das man am Ende im hinteren Bereich gefangen ist. Da brauchte es teilweise schon 3 Personen, um die Tür aufzustemmen =O

    Für uns war dann erstmal Frühstück angesagt. Es gab noch eine weitere Durchsage, dass man sich um 10:00 Uhr im HanseAtrium einfinden sollte. Der Kapitän wollte das weitere Vorgehen erläutern. Oha …


    VG Sven


    PS: Auch wenn der letzte Tag in Südgeorgien ausgefallen ist, wir waren von den beiden vorherigen Tagen mehr als begeistert. Niedliche Tiere satt (v.a. Königspinguine, Seebären) und wir mittendrin. Wir hatten 4 großartige Anlandungen. Es zahlte sich aus, dass wir mehrere Tage Südgeorgien auf unserer Tour hatten. Es ist ja nicht unbedingt sicher, dass das Wetter mitspielt. Und bei mehreren Tagen hat man auch mehrere Chancen.

    Fast schon allein wegen Südgeorgien hat sich die Reise gelohnt, eben once-in-a-lifetime. Wir sind froh und glücklich, dass wir das erleben durften!

  • 30.01.25: Südgeorgien – Ein Satz mit X … und der A-23 A

    Da saßen wir also um 10:00 Uhr mit vielen anderen Gästen und warteten, was auf uns zukommen würde. Wenn extra der Kapitän spricht, muss es ja was Größeres sein. Zieht ein großer Sturm auf, dass wir zurück nach Ushuaia müssen? Oder ist das Problem eine Nummer kleiner?

    Zunächst wurde uns nochmal die aktuelle Wetter-Situation erläutert. Dass man in Gold Harbour bei dem Wind nicht anlanden konnte, war klar. Dass man bei solchem Wind nachmittags auch keine Zodiac-Fahrt in der Cooper Bay unternehmen kann, ist zwar schade, aber auch logisch.

    Kapitän und Expeditionsteam hatten sich zusammengesetzt und darauf geeinigt, dass man nicht in Südgeorgien wartet, bis das Wetter vielleicht etwas besser werden würde. Sondern, dass wir uns gleich in Richtung Antarktis aufmachen. Somit würden wir einen zusätzlichen Tag im Weddellmeer gewinnen, so die Aussage des Expeditionsleiters. Wir würden dann übermorgen Abend an unserem nächsten Halt, Point Wild, ankommen. Damit war dann mehr oder weniger die Bekanntmachung auch schon abgeschlossen, am heutigen Tag wurde dann ein geändertes Programm angeboten.

    Hmmm, so richtig schlüssig ist das für den unbedarften Gast nicht, muss ich sagen. Der Plan – wie er auch im Katalog steht – sah ja vor:

    • Heute 3. Tag in Südgeorgien
    • Morgen: Seetag
    • Ab Übermorgen: Expedition in der Antarktis (Süd-Orkney, Süd-Shetland usw.)

    Also ein Seetag zwischen Südgeorgien und dem nächsten Ziel. Das war in den Reiseberichten, die ich vor unserer Reise gelesen hatte, auch tatsächlich so gewesen. Und wir würden jetzt einen kompletten Seetag plus 2 Drei-Viertel Seetage fahren? Irgendwie passt das nicht, wir wollen doch auch was sehen und nicht nur Seetage haben.

    Vielleicht verstanden wir es nicht so richtig – andere Gäste aber auch nicht. Vielleicht hätte man auch noch etwas anders kommunizieren müssen – warum man z.B. die Süd-Orkney-Inseln halt nicht anläuft (nur mit diesen passt es aufgrund der Entfernung mit dem einen Seetag). Hatte man auf dieser Reise andere Prioritäten gesetzt? Verzichtete man auf die Süd-Orkney-Inseln, weil sie nicht so interessant sind? Durfte man nicht anlanden wegen Vogelgrippe? Steht im Katalog Grütze?

    Was auch immer, ein bisschen mehr Info hätte sicher geholfen. So sah man erstmal: fast 3 Seetage gegenüber einem lt. Katalog. Und das soll jetzt vorteilhaft sein? :/

    Neben den Informationen wurde auch das Tagesprogramm umgestaltet, am Vormittag gab es z.B. den Vortrag „Dynamischer Ozean & Atmosphäre – Wind und Strömung“. Wir erfuhren einiges über die unterschiedlichen Meeresströmungen, die treibenden Kräfte und Windsysteme. Passend zum heutigen Sturm da draußen.

    Auch nach dem Mittagessen musste man sich heute eher drin aufhalten, ein paar Runden auf dem obersten Deck waren nicht drin – zu viel Wind. Daher vielleicht mal in die Observation Lounge mit Blick nach vorne gehen und einen Kaffee trinken. Lange hielten wir es dort aber nicht aus, vorne im Schiff merkt man den Seegang doch ziemlich stark. Da ist man mittschiffs, u.a. auf unserer Kabine, besser aufgehoben.

    Unterwegs konnten wir weitere Eisberge entdecken. Kleine, größere, meistens Tafeleisberge.

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    Am Nachmittag gab es einen weiteren Vortrag, aus der beliebten Ecke der Biologie. „Welt der Pinguine“ hieß der Vortrag. Auf den Falklandinseln und Südgeorgien hatten wir ja bereits einige Begegnungen mit diesen besonderen und wunderbaren Vögeln. Neben den Anpassungen an den (teils lebensfeindlichen) Lebensraum, der Nahrungsbeschaffung und Fortpflanzung wurde auch auf die Systematik der Pinguine eingegangen – mit besonderem Augenmerk auf unser Fahrtgebiet versteht sich.

    Hier mal grob die Gattungen und ihre Vertreter:

    • Großpinguine
      • Königspinguin (haben wir in Südgeorgien gesehen)
      • Kaiserpinguin (größte Pinguin-Art, die nur südlich in der Antarktis vorkommt, unwahrscheinlich, dass wir welche sehen werden)
    • Langschwanzpinguine (die werden wir hoffentlich noch alle im Verlauf der Reise sehen)
      • Eselspinguin
      • Adeliepinguin
      • Zügelpinguin
    • Schopfpinguine
      • Felsenpinguin (Rockhopper) – auf den Falklands gesehen
      • Goldschopfpinguin (haben wir leider auf Südgeorgien verpasst – Cooper Bay ist ja ausgefallen)
      • Weitere Arten außerhalb unseres Fahrtgebietes, wie in Neuseeland (z.B. Dickschnabelpinguin, Kronenpinguin, Tristanpinguin)
    • Gelbaugenpinguin (nur in Neuseeland)
    • Zwergpinguin (nur in Neuseeland)
    • Brillenpinguin
      • Brillenpinguin (Südafrika)
      • Humboldt-Pinguin (Chile, Peru)
      • Magellanpinguin – auf den Falklands gesehen
      • Galapagos-Pinguin (nur auf den Galapos-Inseln)


    Wie eigentlich immer – ein sehr interessanter Vortrag.
    Und eines noch: Pinguine machen glücklich! Es gibt nie genug Pinguine! :)

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    Safety first, im Zodiac immer Rettungsweste tragen, das gilt auch für Pinguine …


    Entgegen unserer Gewohnheit suchten wir heute zum Abendessen das Hanseatic Restaurant, also das Bedienrestaurant auf. Wir hatten von einem der Experten eine Einladung zum gemeinsamen Abendessen erhalten. Zusammen mit einem weiteren Ehepaar wurde es zu fünft ein lustiger Abend. Das Essen schmeckte, die Getränke waren für uns heute alle inklusive und wir hatten nette Unterhaltungen. Sehr schön!

    Wir waren dann auch nahezu die letzten, die das Restaurant verließen.

    Kaum im Bett und im schönsten Schlaf, wurde ich dann von einer weiteren Durchsage geweckt. Steffie war noch wach und las. Wir waren am A-23 A angekommen, dem aktuell größten Eisberg der Welt.

    1986 hatte er sich bei einem Abbruch vom Filchner-Ronne-Schelfeis gelöst und hatte sich bis 2020 im Weddellmeer kaum bewegt. Dort war er zwischen den Meeresströmungen gefangen. Ende 2024 hatte er sich aber aus diesen Meeresströmungen befreit und treibt nun auf Südgeorgien zu.

    Die Fläche beträgt etwa 4.000 km2 – er ist damit ungefähr so groß wie Mallorca. Gigantisch, wenn man bedenkt, dass ein Großteil – nämlich bis zu 300m tief – unter der Meeresoberfläche zu finden ist. Die Masse wird auf ca. 1 Billion Tonnen errechnet. Tagsüber wurden wir schon mit Informationen zum A-23 A versorgt und es war klar, dass wir gegen Abend auf ihn stoßen würden. Unklar war aber die Uhrzeit. Da es dunkel sein würde – und man dadurch nicht so viel sehen würde – hatte ich das Ganze als nett, aber kein Muss ausgelegt und war deshalb schon am Schlafen. Und dann kam die Durchsage und riss mich aus den schönsten Träumen. Na gut, schnell mal warme Kleidung überziehen und dann raus aufs Deck.

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    Wie zu erwarten, sahen wir nicht viel. Trotzdem wir recht nahe waren (eine Seemeile) und die Strahler vom Schiff recht leistungsstark sind und der Eisberg verdammt groß, konnte man nur Schemen erkennen. Aber immerhin: Wir können sagen, dem A-23 A begegnet zu sein. Die HANSEATIC nature würde noch eine gewisse Zeit am Eisberg entlangfahren, schließlich ist er ja ein paar Kilometer lang. Aber mehr gibt es dann auch nicht im Dunkeln zu sehen. Also zurück ins Bett …


    VG Sven


    PS: Inzwischen ist der A-23 A Anfang März 2025 ca. 70km vor Südgeorgien auf Grund gelaufen. Wahrscheinlich wird er dort langsam abschmelzen oder in kleinere Eisberge zerfallen. Wenn er jetzt in dieser Position bleibt und sich nicht näher an Südgeorgien heran bewegt, werden für die Tierwelt auch keine großen Auswirkungen erwartet.

  • 31.01.25: Seetag auf dem Weg in die Antarktis

    Nach dem gestrigen ungeplanten Seetag folgte nun heute der geplante. Wir konnten endlich mal wieder halbwegs ausschlafen. Das Wetter hatte sich ein wenig beruhigt, der Wind bzw. Sturm hatte merklich nachgelassen. Etwas Seegang war immer noch vorhanden – auf einem großen Schiff wie der Mein Schiff hätte man wahrscheinlich nichts gemerkt, auf einem kleinen Schiff wie der HANSEATIC nature aber schon. Es war aber für uns kein Problem.

    Stand in Südgeorgien mehr die Tierwelt im Vordergrund, würde es morgen eher historisch werden. Das heißt natürlich nicht, dass es dort, wo wir morgen sein werden, keine Tiere gibt.

    Zur Einstimmung auf das Kommende waren auch die Vorträge am heutigen und morgigen Tag zu verstehen. Los ging es um 10:00 Uhr mit „Last Action Heroes – Erforschung und Entdeckung der Antarktischen Halbinsel“. Wir hörten Geschichten über die heldenhaften Entdecker der Vergangenheit (v.a. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts) sowie über die Forschungen in der Moderne und die heutigen großen Stationen, die sich in der Antarktis befinden. Welche großen Entdecker gab es hier, mit welchen Unwägbarkeiten hatten sie zu kämpfen, was haben sie erforscht? Auf eine spezielle Expedition der Historie werde ich später noch eingehen.

    Im Anschluss ging es meteorologisch weiter. „Wetter, Unwetter oder Klimawandel?“ brachte uns die Begriffe der Meteorologie näher. Was ist Wetter? Was ist Klima? Usw.

    Dann war erstmal Mittag sowie ein bisschen relaxen angesagt.

    Wer sich übrigens gefragt hat, woher ich die ganzen Tiernamen unter den Fotos weiß: Am Nachmittag begaben Steffie und ich uns in die Ocean Academy. Neben den dort befindlichen Mikroskopen und Multimedia-Plätzen und -Panels gibt es dort auch die guten, alten Infomittel ;) Sprich: Tier-Bücher/-Lexika aus Papier!!! Wir glichen die Fotos auf der Kamera mit den Bildern im Buch ab und schon hatte man den Vogel identifiziert :) OK, so schnell geht es dann doch nicht, man muss schon ein bisschen suchen. Aber zum Glück gibt es verschiedene Fachbücher für die Falklands oder Südamerika, man muss also nicht im Welt-Lexikon suchen. Zum anderen können wir schon ein wenig die Familien der Vögel unterscheiden (das ist eine Eule, das ein Falke, das ein Fink usw. und nicht nur: das ist ein Vogel ^^ ). Damit ging es dann ganz gut. Und außerdem waren später am Nachmittag auch die Experten in der Ocean Academy und wenn man gar nicht weiter wusste, konnte man die Biologin fragen. Das meiste haben wir aber selbst herausgefunden!

    Leider macht sich hinten im Schiff genauso wie am Bug der Seegang schon eher bemerkbar. Ganz lange hielt man es dort bei diesen Bedingungen nicht aus. Also besser wieder in die Schiffsmitte.

    Außerdem stand auch der nächste Vortrag an. Gast-Lektor Reinhold Messner erzählte über die Shackleton-Expedition, „Wild: oder der letzte Trip auf Erden“. Untermalt mit zahlreichen Originalfotos tauchten wir ein in die Geschichte dieser berühmten Expedition.

    1914 brach Sir Ernest Shackleton mit seinem Schiff, der Endurance, auf, um die Antarktis zu durchqueren. Insgesamt 28 Männer befanden sich auf dem Schiff. Amundsen hatte 1911 den Südpol erreicht und die Forscher und Entdecker in der Antarktis mussten sich somit neuen Zielen stellen, die Durchquerung war eines davon. Shackleton hatte bereits zuvor einige Expeditionen erfolgreich unternommen. Dieses Mal wollte er vom Weddellmeer die Expedition auf dem Antarktischen Festland starten. Leider fror sein Schiff im Eis ein und es gab erstmal kein Weiterkommen. Die Männer machten es sich auf dem Eis „bequem“, sprich sie richteten ein Lager neben dem eingeschlossenen Schiff ein. Ca. 9 Monate drifteten sie mit den Eismassen mit. Sie lebten von ihren Vorräten. Hunde, die sie auf die Reise mitgebracht hatten, waren bei Transporten hilfreich.

    Dann jedoch führte der Druck der Eismassen dazu, dass das Schiff auseinanderbrach. Die Männer konnten vorher noch die letzten Vorräte und Ausrüstung vom Schiff holen, außerdem konnten 3 Rettungsbote gesichert werden.

    Als im Herbst 1915 eine Fahrrinne zwischen den Eismassen entstand, entschied Shackleton, dass man sich mit den Rettungsbooten in Richtung der Süd-Shetland-Inseln aufmachen sollte. Ziel war es, eine der bekannten Inseln, wo ab und an Walfänger vorbeikommen, zu erreichen und die Chancen auf Rettung dadurch zu erhöhen. Also machte man sich auf und ruderte Richtung Norden. Die Bedingungen bei der Überfahrt waren jedoch schlecht, immerhin erreichte man Elephant Island, eine unbewohnte, abgelegene Insel. Nach mehreren vergeblichen Versuchen konnten die Männer einen halbwegs geeigneten Landeplatz finden und gingen an Land.

    Shackleton erkannte, dass sich hier in diese Gegend nur selten Walfänger oder andere Schiffe verirren würden. Wenn man Chance auf Rettung haben wollte, musste man diese aktiv anfordern. Also reifte der Plan, mit einer kleinen Gruppe die 1.500km nach Südgeorgien in einem der Beiboote zu fahren und dort Hilfe zu holen. Also wurde eines der Boote umgebaut und Shackleton machte sich im April 1916 mit 5 Männern auf. Nach einer kräftezehrenden Überfahrt erreichten sie die Südküste von Südgeorgien. Die Walfangstationen befanden sich aber alle an der Nordküste. Eine Fahrt mit dem Boot dorthin war nicht möglich, die Überfahrt hatte sowohl am Boot als auch an der körperlichen Verfassung der Männer ihren Tribut gefordert. Also blieb nur, die Insel zu Fuß zu durchqueren. Shackleton und 2 weitere Männer wagten die Überquerung der Berge Südgeorgiens und kamen tatsächlich in der Walfangstation in Stromness an. Die übrigen 3 Männer verblieben in der Bucht, sie konnten den Marsch nicht mehr bewerkstelligen. Sie wurden kurz danach aber mit einem Boot von der Walfangstation eingesammelt und gerettet.

    Frank Wild, ein treuer Gefährte Shackletons, der bereits verschiedene Expeditionen mit ihm unternommen hatte, richtete unterdessen auf Elephant Island das Lager ein, in dem die Männer den Winter überstehen und auf Rettung warten sollten. Aus den verbliebenen zwei Booten wurde eine Schutzhütte provisorisch errichtet, in der ein paar Männer stehend Schutz finden konnten. Da die Mitglieder der Expedition in körperlich und psychisch schlechter Verfassung waren, musste Wild die Männer bei Laune halten, es wurden Dienstpläne aufgestellt (wer beschäftigt ist, denkt nicht an andere Dinge), es wurden Feiern unternommen, Lieder gesungen, Fußball gespielt, Jagdausflüge durchgeführt. Da man anfangs zu optimistisch die Dauer der Rettung kalkuliert hatte, deckte man sich fast zu spät mit Vorräten (Pinguin- und Robbenfleisch) ein. Erst als fast alle Tiere die Insel verlassen hatten, begann man mit der Vorratsanlage. Besonders demotivierend kam hinzu, dass der Platz, an dem die Männer verharrten, sehr klein war. Anfangs mit einem Monat für Rettung kalkuliert, gingen Wochen und Monate ins Land. Niemand kam. Die Hoffnung schwand …

    Shackleton unternahm mehrere Rettungsversuche, die alle scheiterten. Erst der vierte Versuch hatte Erfolg. Shackleton bat die chilenische Regierung, ihm die Yelcho unter Kapitän Luis Pardo zu leihen. Einen kleinen, stabilen Dampfer. Mit diesem Schiff gelang im August 1916 die Überfahrt nach Elephant Island, das Lager der Männer um Frank Wild wurde gesichtet und konnte auch angefahren werden. Innerhalb einer Stunde waren alle Männer an Bord und gerettet. Die Yelcho fuhr nach Punta Arenas zurück.

    ALLE Männer der Expedition waren am Leben! Ein Verdienst von Shackleton und Wild, der auf Elephant Island die Gruppe zusammenhielt. Trotz widrigster Bedingungen und Entbehrungen starb keiner der Männer während der Expedition. Das Fleckchen Erde auf Elephant Island, wo die 22 Männer mehrere Monate bis zur Rettung ausgeharrt hatten, wurde später „Point Wild“ benannt.

    1917 kehrten die Männer einzeln nach England zurück. Da inzwischen der I. Weltkrieg tobte, bekamen sie bei ihrer Heimkehr nicht die zustehende Aufmerksamkeit. Es gab wichtigere Themen als eine Expedition. Viele der Männer meldeten sich freiwillig als Soldaten, einige starben. Da überlebt man widrigste Bedingungen in unwirtlicher Umgebung und stirbt dann auf dem Schlachtfeld …

    Sir Ernest Shackleton unternahm 1921 eine weitere Antarktis-Expedition, erneut zusammen mit Frank Wild. 1922 starb er jedoch an den Folgen eines Herzinfarkts auf Südgeorgien und wurde auf dem Friedhof in Grytviken auf Wunsch seiner Frau beerdigt. Später wurde Frank Wild, der 1939 starb, neben ihm beigesetzt.

    Wir hatten den Friedhof mit beiden Gräbern vor 2 Tagen in Grytviken besucht. Und morgen war der Plan, Point Wild zu besuchen. Wir wandelten also auf geschichtlichen Pfaden.

    Im Multimedia-System auf der Kabine konnte man übrigens auf der Reise den Stummfilm „SOUTH“ sehen. Dieser wurde während der Endurance-Expedition 1914 bis 1917 von Shackleton’s Kameramann auf Film und Foto aufgenommen und um Texttafeln erweitert. Wir konnten somit diese Geschichte mit Original-Aufnahmen nachverfolgen.


    Nach dem Vortrag über die Expedition gab es noch ein Recap/Precap. Das Expeditionsteam ließ zusammen mit den Experten die Anlandungen in Südgeorgien Revue passieren und stimmte uns auf die kommenden Tage auf Elephant Island / Point Wild sowie im Weddellmeer ein.

    Beim folgenden Abendessen wurden wir heute zum zweiten Mal in Folge dem Lido untreu – der Hotelmanager nahm das schon mit Stirnrunzeln zur Kenntnis :rolleyes:

    Heute ging es nochmal ins Hamptons. Ein anderes Menü als beim Besuch vor 7 Tagen. Ich würde sagen, dieses Menü gefiel uns noch besser. Als Hauptgang gab es Burger. Im Anschluss gab es den „Talk an Bord“ im HanseAtrium mit Reinhold Messner und dem Schweizer Reiseveranstalter. Ein Thema war u.a. die Entwicklung des Tourismus in entlegenen Regionen.

    Damit war dann auch dieser Seetag mehr oder weniger zu Ende. Am morgigen Tag wird es dann hoffentlich auch wieder was in Echt zu sehen geben und nicht nur in Vorträgen …


    VG Sven

  • 01.02.25: Nochmal fast ein ganzer Seetag auf dem Weg in die Antarktis

    Obwohl unser Ziel, Elephant Island, eigentlich bereits in greifbarer Nähe lag, verbrachten wir noch fast einen weiteren kompletten Tag auf See. Erst für 18:00 Uhr war die Ankunft an Point Wild vorgesehen. Um dieses Ziel nicht zu gefährden, dümpelte das Schiff mehr oder weniger mit niedriger einstelliger Knoten-Zahl dahin.

    Warum auch immer. Man hätte ja ein wenig früher dort anlanden können, wenn man schneller bzw. mit normaler Geschwindigkeit gefahren wäre. Und die Bekundungen, dass wir durch unsere frühere Abfahrt aus Südgeorgien einen Tag im Weddellmeer gewinnen würden, klang auch wie Hohn. Statt einem Seetag hatten wir jetzt 3, was man da gewinnt, war zumindest nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Frust breitete sich aus. Zusätzlich kam noch hinzu, dass das Wetter jetzt auch nicht so doll war. Vielleicht hat hier nur etwas bessere Kommunikation gefehlt, wir waren ja nicht die Einzigen, die das nicht verstanden. Es gab sicher genug Gründe, warum man halt nicht schon am Vormittag Point Wild anläuft – weil z.B. bereits ein anderes Schiff dort gemeldet war. Egal, wir sind weder Kapitän noch Expeditionsteam, die werden schon wissen, was sie tun …

    Also weiterhin Seetag. Seetage heißen: etwas länger ausschlafen und Vorträge. Aufgrund der Crew-Sicherheitsübung begannen diese nicht schon um 10:00, sondern erst um 11:30 Uhr. Aber immerhin mit dem Thema Biologie. Nach Robben und Pinguinen behandelten wir heute das Thema Wale. Die allseits beliebten Meeressäuger sorgen auf Kreuzfahrten ja immer wieder für eine Flut an Fotos und Videos, wenn eine Gruppe von ihnen oder einzelne Exemplare gesichtet werden. Aufgrund ihrer teils gigantischen Ausmaße immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis, dass wir auch auf dieser Fahrt bereits teilen durften. Auch dieser Vortrag befasste sich mit der Systematik und Lebensweise der Tiere, mit Schwerpunkt auf die hier im Süden anzutreffenden Wale:

    • Unterordnung Bartenwale (haben Barten (Hornplatten im Kiefer) statt Zähne, dienen zum Filtern von Krill und kleinen Fischen, sind die größten Wale)
      • Familie Glattwale
        • Grönlandwal (dürfte schwer werden, den hier zu entdecken)
        • Atlantischer und Pazifischer Nordkaper (leben ebenfalls in den kälteren Regionen der Nordhalbkugel)
        • Südkaper (den kann man in der Antarktis antreffen)
      • Familie Furchenwale
        • Blauwal (der größte Wal auf Erden – bis 33m und 200t schwer, der Jackpot, den zu sehen)
        • Finnwal (bis 27m und 70t – hatten wir rund um die Shag Rocks gesehen)
        • Seiwal (bis 20m und 45t – hatten wir um die Falklandinseln gesehen)
        • Buckelwal (bis 15m und 30t - hatten wir rund um die Shag Rocks sowie in der Arktis und um Island gesehen, wir hofften aber noch auf weitere Begegnungen)
        • Südlicher Zwergwal (bei 11m und 9t kann man ja nicht wirklich von einem Zwerg sprechen)
      • Familie Grauwale
    • Unterordnung Zahnwale (besitzen Zähne und keine Barten, die sie zum Jagen von Fischen und kleineren Meeressäugern benutzen, deutlich kleiner als Bartenwale)
      • Familie Delfine
        • Viele Arten weltweit, für unser Fahrtgebiet sind die meisten jedoch nicht relevant
        • Commerson-Delfin (haben wir zwischen den Falklands gesehen)
        • Stundenglas-Delfin
        • Großer Schwertwal (Orca) (auf Island hatten wir das Vergnügen, einer Orca-Schule bei der Jagd nach Fischen zuzuschauen, wir hoffen auch hier noch auf weitere Begegnungen)
      • Familie Gründelwale
        • Narwal und Beluga (beide hatten wir in der Arktis sichten können)
      • Familie Schweinswale (nicht relevant für die Antarktis)
      • Familie Pottwale (nicht relevant für die Antarktis)
        • Pottwal (größer Zahnwal mit 20m und 50t, mit geschätzten 2.000.000 Exemplaren die größte Population unter den Walen)
      • Familie Schnabelwale und spezielle Fluss-Delfine (u.a. Amazonas-Flussdelfin) sind für unser Fahrtgebiet nicht relevant

    Wie man sieht eine breit gefächerte Spezies. Wir hofften, den Walbegegnungen bei den Shag Rocks sowie auf der Fahrt zwischen den Falklandinseln noch weitere Begegnungen mit den Meeressäugern hinzufügen zu können. Ein paar Tage dafür hatten wir ja noch …

    Nach dem Mittagessen stand um 15:00 Uhr ein weiterer Vortrag an: „Wenn mal nicht alles klappt – heldenhafte Rettungsaktionen“. Es wurden kuriose Geschichten aus der Antarktisforschung erzählt, schlechte Planungen und Zufälle führten zu abenteuerlichen Rettungsaktionen. Neben der bereits bekannten Shackleton Endurance-Expedition von 194-17 wurden weitere Expeditionen beleuchtet. Z.B. die Belgica-Expedition 1897-99 unter de Gerlache, die teilweise wirklich schlecht vorbereitet wurde, aber trotzdem neben dem grandiosen Scheitern auch einige erfolgreiche Entdeckungen durchführen konnte. Oder die schwedische Antarktisexpedition 1901-03 unter Nordenskjöld.


    Gegen 18:00 Uhr erreichten wir Elephant Island. Die Insel gehört zu den Süd-Shetland-Inseln, ist 47km lang und 27km breit bei einer Fläche von 558km2. Sie ist fast vollständig vergletschert und weist eine max. Höhe von 973m auf. Ihren Namen hat sie entweder vom Reichtum an See-Elefanten, der bei ihrer Erkundung entdeckt wurde, oder von ihrer Form. Diese erinnert nämlich an einen Elefanten-Kopf inkl. deutlichem Rüssel. Beide Varianten sind schlüssig, da scheiden sich die Geister.

    Schroffe Bergfelsen und die fast vollständige Vergletscherung machen die Anlandung auf der Insel nicht einfach. Lediglich ein kleiner Teil – Point Wild – ist halbwegs flach. Dort verbrachten die Männer der Endurance-Expedition unter Frank Wild mehrere Monate in unwirtlicher Umgebung und warteten auf Rettung durch Shackleton.

    Eine Anlandung ist aber auch hier nicht möglich. Abgesehen von der Brandung ist der Platz für eine Anlandung von 100 Personen einfach zu klein! Daher war eine Zodiac-Cruise an diesem historischen Punkt geplant.

    Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. Konnte man zu einem Zeitpunkt noch halbwegs Land erkennen,

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    sah es Minuten später schon ganz anders aus.

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    Dichte Nebelschwaden hatten uns bereits den gesamten Tag über begleitet. Dazu Regen und Schnee. Und besonders kritisch: Wellengang und Brandung, der Feind des Zodiacs. Zwar typisches Antarktiswetter, aber konnte die Cruise stattfinden? Das Expeditionsteam beriet sich. Würden wir tatsächlich eine Zodiac-Cruise unternehmen können oder würde dieser Tag als weiterer, kompletter Seetag in die Geschichte eingehen?

    Fortsetzung folgt …


    VG Sven

  • 30.01.25: Südgeorgien – Ein Satz mit X … und der A-23 A

    Zunächst wurde uns nochmal die aktuelle Wetter-Situation erläutert. Dass man in Gold Harbour bei dem Wind nicht anlanden konnte, war klar. Dass man bei solchem Wind nachmittags auch keine Zodiac-Fahrt in der Cooper Bay unternehmen kann, ist zwar schade, aber auch logisch.

    CosmoST
    Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für den tollen Bericht!!! :love:
    Ich weiß nicht, ob es für dich tröstlich ist, aber wir konnten 2023 auch nicht in Gold Harbour anlanden und ich war erst beleidigt, dass wir stattdessen in einen Fjord fahren... ABER, es war der Drygalski-Fjord und der entschädigte sowas von mit seinem türkisfarbenen Wasser, den Gletschern und das dann doch bei Sonnenschein...

    Ich kann die Enttäuschung trotzdem sehr gut nachvollziehen!

    Liebe Grüße
    Britta :)

  • CosmoST

    Moin Sven, mittendrin muss ich dann auch mal herzlichen Dank sagen. Ich lese von Beginn an mit und vor. Mein Mann hört begeistert zu. Auch, weil wir uns diesen Reisewunsch nicht mehr erfüllen können.

    Zur Shackleton Expedition: zufällig liest mein Mann seit Wochen über dieses unglaubliche " Abenteuer".

    Seine Empfehlung für alle die es interessiert, das Buch von

    Alfred Lansing - 635 Tage im Eis - Die Shakleton Expedition

    LG Nane

  • 01.02.25: Point Wild (Süd-Shetland-Inseln) - Zodiacs im Nebel vor schroffer Kulisse (Teil 1)

    Und tatsächlich wurde grünes Licht für die Zodiac-Rundfahrt gegeben. Wir waren gegen 19:30 Uhr in der 2. Gruppe dran. Daher gab es für uns ein schnelles Abendessen im Lido, bevor wir in die Zodiacs stiegen. Eine rund 90-minütige Zodiac-Rundfahrt begann.

    Auch heute stand in unserem Zodiac der Kapitän persönlich am Steuer, dieses Mal hatte Steffie ihn auch erkannt. ^^ Bei bestem Antarktischen Wetter – sprich: Schnee, Regen, ein bisschen Seegang und Nebel - ging es los …

    Der Nebel wechselte fast minütlich, mal war es weniger, mal mehr – reine Glückssache, ob man dann auch gute Sicht hatte oder keine.

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    Der erste Weg führte die Gruppe von Zodiacs in Richtung der Gletscherzunge.

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    Im Größenvergleich Zodiac zu Gletscher mag man erahnen, welche Ausmaße der Gletscher hat. Ab und an lösten sich Eismassen vom Gletscher. Aufgrund der dann entstehenden Wellen ist es sicherer, sich nicht zu nah am Gletscher aufzuhalten. Ich denke aber, unser Kapitän wusste schon, was er tat.

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    Weiter führte die Fahrt entlang der schroffen Felsen. Aufgrund des Nebels eine wahrhaft mystische Fahrt.

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    Unterwegs musste der Kapitän eine Durchsage an seinen Staff-Kapitän machen, dass er doch mal die Lichter am großen Schiff anmachen solle, man könne ja kaum was erkennen in der Nebelsuppe 8|

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    Im kleinen Zodiac hatten wir mit durchaus mit etwas Wellengang zu kämpfen, es war bei weitem nicht spiegelglatt. Deshalb war es auch schwierig bei der Schaukelei schöne Fotos zu machen. Die großen Teleobjektive machen bei so einer Fahrt keinen richtigen Sinn, zumal es auch regnete und schneite. Daher entstanden alle Fotos während der Fahrt mit einem normalen Objektiv oder dem Handy, Tiere in Nahaufnahme findet man leider keine.

    Auf dem Wasser befanden sich immer wieder zahlreiche kleine Eisschollen oder auch frisches Meereis. Fuhr das Zodiac da rüber, gab es immer ein besonderes Gefühl, man wird so schön durchgeschüttelt.

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    VG Sven

  • 01.02.25: Point Wild (Süd-Shetland-Inseln) - Zodiacs im Nebel vor schroffer Kulisse (Teil 2)

    Auf den Felsen an Point Wild befindet sich eine große Kolonie von Zügelpinguinen.

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    Diese trotzen den Bedingungen, die hier größtenteils herrschen. Die Brandung unten an den Felsen ist schon mächtig.

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    Und dann müssen sie auch noch die steilen und schroffen Felsen irgendwie hinauf. Man sieht ja keine Treppe oder ähnliches.

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    Es ist erstaunlich wie die Tiere so hoch auf die Felsen und Berge gelangen, sie können ja bekanntlich nicht fliegen.

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    Zügelpinguine gehören zu den Langschwanzpinguinen und sind mit dem Adelie- und Eselspinguin verwandt. Charakteristisch ist der schmale, schwarze Streifen, der sich vom Hinterkopf über die Kehle zieht. Zusammen mit dem schwarzen Kopf sieht es so aus, als ob der Pinguin eine Mütze mit Kinnriemen trägt, ähnlich den englischen Bobbies. Daher auch der engl. Name Chinstrap Penguin. Man schätze den Bestand auf etwas 7,5 Mio. Brutpaare, sie kommen v.a. auf den Süd-Shetland-, den Süd-Orkney- sowie den Süd-Sandwich-Inseln vor. Die Körpergröße beträgt ca. 75cm bei einem Gewicht von 5kg. Während der Brutzeit im Sommer werden meist 2 Eier gelegt und auch ausgebrütet. Beide Elternteile wechseln sich bei Brut und Aufzucht der Jungtiere ab. Für ihre Nester werden eisfreie Küstenabschnitte bevorzugt, gerne an etwas steileren Felsen – so wie es hier der Fall ist. Zu den Feinden gehört der Seeleopard sowie – wie bei allen Pinguinen – die Raubmöwen und der Riesensturmvogel.

    Wir konnten die Zügelpinguine intensiv bei ihrem Tagwerk vom Zodiac aus beobachten, wir waren nahe genug an den Felsen dran.

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    Zügelpinguine sprangen die Felsen hinunter, um auf Fischfang zu gehen. Andere nutzten die Brandung, um von den Wellen an Land gespült zu werden und begannen dann den beschwerlichen Aufstieg.

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    Erstaunlich, wie diese Tiere auf den Felsen sich bewegen, da gibt es schmale Grate, auf denen sie trittsicher in großer Höhe wandeln. Rutschige Steine, auf denen man laufen muss. Faszinierend!

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    Jungtiere haben wir unten auf den Felsen keine gesehen, hier halten sich nur die Pinguine auf, die zur Jagd gehen, von dort kommen und sich ausruhen. Die Jungtiere sind in den Nestern, die sich hoch oben auf den Felsen befinden.

    Die Statue für Luis Pardo, der 1916 mit dem Dampfschiff Yelcho die 22 Männer um Frank Wild, von Elephant Island rettete, befindet sich direkt am Wasser auf Point Wild.

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    Das ist auch der Platz, an dem die Männer mehrere Monate auf Rettung ausharrten – auf kleinstem Raum.

    Neben den Zügelpinguinen befanden sich auch vereinzelte Seebären an Land und im Wasser um Point Wild. Außerdem konnten wir Riesensturmvögel, Kapsturmvögel sowie Weißgesicht-Scheidenschnäbel um die Zügelpinguin-Kolonie herum sehen.

    Nach intensiver Betrachtung der Natur um Point Wild sowie der Tiere, die hier leben, fuhren wir zurück Richtung Schiff.

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    Da die HANSEATIC nature inzwischen heller beleuchtet war, konnte man sie jetzt auch gut erkennen.

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    Damit endete auch unser abendlicher Besuch an diesem geschichtsträchtigen Ort. Schön, dass es mit der Zodiac-Fahrt doch geklappt hat. Auch wenn man im Nebel nicht immer alles genau erkannt hat. Dafür gaben die vorherrschenden Wetterbedingungen dem Ganzen ein mystisches Flair.

    Da es auch schon am Abend war und wir bereits gegessen hatten, ging der Tag für uns auch mehr oder weniger dem Ende zu. Von der Fahrt doch etwas durchgefroren zog es uns eher auf die Kabine Richtung Bett als in die Bar bei einem kühlen Cocktail. Zumal es am nächsten Tag auch wieder zeitig raus gehen sollte …

    Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
    • Antarktischer Seebär (Pelzrobbe)
    • Zügelpinguin
    • Kapsturmvogel
    • Weißgesicht-Scheidenschnabel
    • Südlicher Riesensturmvogel
    • Küstenseeschwalbe

    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Eisberge im Antarctic Sound (Teil 1)

    Den heutigen Tag verbrachten wir im Weddellmeer. Im Tagesprogramm stand: „Heute steht der Tag ganz im Zeichen der Expedition. Wir kreuzen im Weddellmeer. Genießen Sie die einzigartige Szenerie auf dem Nature Walk oder den Außendecks und nehmen Sie Ihr Fernglas mit. Alle eventuell möglichen Aktivitäten werden wir per Durchsage kommunizieren, da vieles von den Wetterbedingungen abhängen wird. Achten Sie bitte auf unsere Durchsagen und genießen Sie einen ganz besonderen Tag im Weddellmeer.“

    Ein Expeditionstag im Weddellmeer also. Auf unserer Arktis-Reise 2022 hatten wir auch einen solchen Expeditionstag auf See gehabt, daher wussten wir bereits ungefähr, was auf uns zukommt. Man steht fast den gesamten Tag auf den Außenbereichen des Schiffes und genießt die Szenerie dort draußen und schießt das eine oder andere Foto, während das Schiff dahingleitet. Eigentlich ein Seetag – oder sollte ich lieber sagen „Sehtag“ – ohne Anlandung, aber trotzdem ganz anders und meist wunderschön. OK, nicht im Tagesprogramm aufgelistete Aktivitäten (z.B. Anlandungen oder Zodiac-Cruises) wurden zwar nicht ausgeschlossen, aber gehen wir mal nicht davon aus …

    Das Weddellmeer ist das größte der 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent. Seine Grenzen sind klar definiert: Im Osten die Küste von Coatsland, im Westen von Grahamland, im Norden durch den Atlantisch-Indischen Rücken, einem unterseeischen Gebirgszug, und im Süden durch das Filchner-Ronne-Schelfeis. Die Fläche beträgt ca. 2,8 Mio. km2, die max. Breite 2.150km ungefähr auf der Höhe von Elephant Island. Es ist zwischen 500 und 5.000m tief. Der westliche Teil des Meeres ist bis auf die Höhe von Elephant Island ständig von Packeis bedeckt, im übrigen Teil des Weddellmeeres geht die Eisbedeckung im Sommer für ca. 3 Monate zurück.

    Namensgeber für das Weddellmeer ist der britische Segler James Weddell, der 1823 bis zum 74. Breitengrad Süd in diese nahezu unschiffbare Bucht eindrang.

    Weitere bekannte Expeditionen im Weddellmeer:

    • 1902-04: William Spears Bruce erforscht und vermisst das Weddellmeer.
    • 1901-04: Die schwedische Nordenskjöld Expedition. Die vom Packeis eingeschlossene „Antarctic“ sank 1903, die komplette Besatzung erreichte nach einem 16-tätigen Marsch über das Eis Paulet Island und überwinterte dort in selbst gebauten Steinhütten, wo sie nach 10 Monaten gerettet wurden.
    • 1916: Shackleton-Endurance-Expedition. Darüber hatte ich bereits ausführlich berichtet. Die „Endurance“ wurde vom Packeis eingeschlossen und sank später. 2022 wurde das Wrack in einer Tiefe von 3.008m auf dem Meeresgrund entdeckt.
    • 1910-12: Deutsche Südpolarexpedition. Wilhelm Filchner wollte mit dem Schiff „Deutschland“ so weit wie möglich nach Süden vorstoßen und denn per Schlitten zum Südpol vordringen. 1912 fror das Schiff im Packeis fest und driftete 9 Monate im Uhrzeigersinn durch das Weddellmeer. Dadurch entdeckte man die hier vorherrschenden Strömungsverhältnisse.
    • Seit 1983: Die „Polarstern“ betreibt Polare Klima- und Meeresforschung auf jährlichen Expeditionen.

    Und nun waren wir hier auf Expedition. Wobei man unsere „Expedition“ natürlich nicht mit den richtigen Expeditionen der Forscher aus der Geschichte vergleichen kann. Und hoffentlich werden wir nicht vom Packeis eingeschlossen. Ich habe aber durchaus die Vermutung, dass das bei uns nicht der Fall sein wird …

    Da wir möglichst wenig verpassen wollten, standen wir an diesem Seetag, äh Sehtag, relativ zeitig auf, um nach einem schönen Frühstück für das Kommende bereit zu sein.

    Also warm anziehen, Fotoausrüstung packen und dann rauf auf die Außendecks. Wir bevorzugen die Sicht von oben (Deck 9). Auf dem Nature Walk (Deck 6) ist man zwar viel näher am Wasser dran, hat aber nur den Blick nach vorne und ein bisschen zur Seite. Von oben hat man fast den Rundumblick (wenn man ans Heck möchte, muss man runter auf Deck 8). Man hat einfach mehr Überblick. Und die Menschen verteilen sich besser, da mehr Fläche. Daher waren wir meistens dort – auch wenn der Nature Walk an sich eine feine Sache ist.

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    Wir befanden uns im Antarctic Sound, einer Meerenge zwischen der Antarktischen Halbinsel und den Joinville-Inseln. Sie wurde 1902 während der schwedischen Antarktisexpedition unter Otto Nordenskjöld entdeckt. Benannt ist sie nicht nach dem Antarktischen Kontinent, sondern nach seinem Schiff, der „Antarctic“. Dummerweise hatte dieses Schiff diesen für Benennungen nicht gerade attraktiven Namen. Die Antarktis gab es ja bereits, und man kann ja nicht einfach alles Antarctic nennen. Aber für den Antarctic Sound hat es gereicht – nur würde man wahrscheinlich bei diesem Namen nicht unbedingt darauf schließen, dass es nach einem Schiff benannt wurde.

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    In der Meerenge befinden sich häufig treibende Eisberge, v.a. Tafeleisberge. Diese konnten wir bereits seit den Morgenstunden erspähen.

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    Die Eisgiganten präsentieren sich in den unterschiedlichsten Formen. Die ständige Brandung nagt kontinuierlich am Eis, es bilden sich tiefe Einschnitte und auch Eishöhlen. Auch Lagunen und Unterwasserplateaus konnten wir ausmachen.

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    Dank dem bewölkten Himmel waren die unterschiedlichen Blautöne an den Eisbergen sehr schön wahrnehmbar.

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    Das eine oder andere, kleine Pinguin-Taxi wurde ebenfalls passiert. Allerdings waren wir bei diesen Ansagen noch nicht an Deck und verpassten diese. Das würde sich doch hoffentlich nicht rächen?


    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Pinguin-Taxis im Fridtjof Sound (Teil 2)

    Vom Antarctic Sound ging es in den kleineren Fridtjof Sound. Dieser ist nur etwa 3km breit. Hier herrscht oft eine starke Gezeitenströmung, die sich durch die Vielzahl von Eisbergen zwängt.

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    Jetzt konnten auch wir die ersten, sogenannten Pinguin-Taxis sehen.

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    Auf meist größeren Eisschollen stehen oder liegen Pinguine. Sie lassen sich von diesen Eisschollen treiben und sparen so Kräfte während der kräftezehrenden Jagd nach Nahrung. Es gab Eisschollen mit kleinen Gruppen von Pinguinen, Eisschollen mit Einzelbuchung, Eisschollen mit Massen an Pinguinen.

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    Vor allem Adeliepinguine stehen wie kleine Zinnsoldaten auf den Eisschollen.

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    Einige liegen auch auf dem Bauch oder bewegen sich bäuchlings vorwärts.

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    Adeliepinguine gehören, wie die gestern gesehenen Zügelpinguine, zu den Langschwanzpinguinen. Sie tragen ein elegantes, einheitlich schwarz-weißes Gefieder. Charakteristisch ist der weiße Ring um die Augen, der aus feinen, weißen Federn besteht. Der Kopf ist ansonsten komplett schwarz. Uhre Größe beträgt ca. 70cm bei 5kg Gewicht. Benannt wurden die Adeliepinguine nach der Frau des Polarforschers Jules Dumont d’Urville. Warum auch immer. War sie besonders schön, und man wollte die schönen Tiere nach ihr benennen? War sie tollpatschig? …

    Zusammen mit den Kaiserpinguinen brüten die Adeliepinguine am südlichsten von allen Pinguin-Arten. Adeliepinguine brüten in großen Kolonien auf felsigen Inseln, Halbinseln oder Küstenabschnitten. Die Weibchen legen ihre Eier in die aus zusammengehäuften Steinen bestehenden Nester. Das Brutgeschäft wird komplett von den Männchen übernommen, die Weibchen sind in dieser Zeit auf Futtersuche. Nachdem die Küken geschlüpft sind, erfolgt die Aufzucht abwechselnd durch beide Elternteile. Im Alter von 2-3 Wochen schließen sich die Jungtiere zu Kindergärten zusammen, beide Eltern sind dann auf Futtersuche. Jungtiere haben noch keinen weißen Augenring. Der Bestand der Adeliepinguine wird als ungefährdet eingestuft, 2014 wurde der Bestand auf ca. 7,5 Mio. Brutvögel geschätzt.

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    Ein einsamer Adeliepinguin im weiten, weißen Nichts …

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    … entschließt sich, dass die Einsamkeit doch nichts ist …

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    … und begibt sich langsam zum Meer …

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    … stößt ich kräftig ab und verschwindet im Meer …


    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Pinguin-Taxis im Fridtjof Sound (Teil 3)

    Massen dieser Adeliepinguine machten es sich auf den Eisschollen hier im Weddellmeer gemütlich.

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    Wenn das Schiff dann näherkommt und ein paar der Pinguine die Nerven verlieren – sprich sie rennen über die Scholle und springen ins Wasser – kommen bald alle Pinguine auf so einem Taxi nach.

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    Noch ist alles ruhig auf der Scholle, …

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    … doch die ersten verlieren die Nerven und rennen zum Meer, alles ist in Aufruhr …

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    … inzwischen stürzen alle zum Rand der Scholle …

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    … und von dort ins Meer …

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    … immer mehr Pinguine verschwinden im Meer …


    Nach Sekunden hat sich die Scholle geleert.

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    Auf vielen der Fotos konnten wir zuhause erkennen, dass sich auch ein paar Eselspinguine „eingeschlichen“ haben. Eine große Gruppe von Adeliepinguinen und oft ein einziger Eselspinguin dazu auf der Scholle.

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    Viele Adeliepinguine und ein Eselspinguin (ganz vorne an der Scholle, mittig im Bild)


    Immer nur einer! :/ Handelte es sich um einen Kundschafter auf feindlichem Terrain? Wollte man mit den Adeliepinguinen anbandeln? Waren die Eselspinguine verwirrt und hielten sich für Adeliepinguine?

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    Ein Eselspinguin unter vielen Adeliepinguinen. Wer findet ihn? Kleiner Tipp: Vorne auf der Scholle links …


    Oder war es nur Zufall? Wir werden es wohl nie erfahren …

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    Ein Eselspinguin (oben, mittig) unter Adeliepinguinen


    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Das Meer kocht (Teil 4)

    Wir sahen eine unglaubliche Anzahl von Pinguinen um uns herum. Tausende Adeliepinguine schwammen oder sprangen im Wasser auf der Suche nach Nahrung.

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    Es sah aus, als ob das Meer kochen würde vor Tieren! Dieser Ausspruch stammt übrigens nicht von mir, sondern vom Expeditionsleiter während der Durchsagen.

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    Zwischen den Pinguinen waren Dutzende Buckelwale unterwegs, die ebenfalls am großen Fressen teilhaben wollten.

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    Pinguine und Wale vereint bei der Aufnahme von Krill und kleinen Fischen. Das Meer schien hier besonders nahrhaft zu sein, der Tisch war reich gedeckt.

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    Buckelwale gehören zu den Bartenwalen. Sie werden bis 18m lang, bei einem Gewicht von 30t. Im Unterschied zu anderen Furchenwalen ist der Körper sehr kräftig ausgebildet. Die Brustflossen sind wesentlich größer als bei anderen Walarten, sie erreicht fast ein Drittel der Körperlänge. Die Rückenfinne ist dagegen winzig. Die Fluke ist dagegen wieder sehr groß. Auf dem Körper (inkl. Brustflossen) befindet sich häufig Narbengewebe in Form weißer Flecken, dieses kommt durch den Befall mit Seepocken zustande. Buckelwale leben in allen Ozeanen, Sommerquartiere liegen in der Arktis/Antarktis, die Winterquartiere in tropischen/subtropischen Regionen. Man geht davon aus, dass Buckelwale bei ihren Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartier den Äquator nicht überqueren.

    Bekannt sind Buckelwale durch ihren ausgeprägten Walgesang sowie ihrer Lebhaftigkeit. Charakteristisch für ihr Verhalten ist das Zeigen der Fluke vor dem Abtauchen. Der Bestand der Buckelwale ging durch die intensive Bejagung weltweit bedrohlich zurück. Seit 1966 steht der Buckelwal unter weltweitem Artenschutz. Inzwischen hat sich der Bestand zum Glück wieder erholt.

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    Normalerweise leben Buckelwale überwiegend allein oder in kleinen Gruppen von 2-9 Tieren. Hier im Fridtjof Sound kamen die Tiere aber durchaus in größerer Menge zusammen. Das Festbuffet war wohl für die Tiere zu verlockend!

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    Alleine auf diesem Foto sind 7-8 Wale zu sehen!


    Immer wieder schossen Blasfontänen zwischen den Massen an Pinguinen in die Höhe.

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    Wir beobachteten die eine oder andere imposante Fluke, die kurz vor dem Abtauchen gezeigt wurde.

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    Außerdem waren immer wieder die Walgesänge zwischen den Tieren deutlich zu hören. Dieses Mal also nicht nur das Schnaufen beim Blasen, sondern richtige Kommunikation. Ein wunderbares Gefühl, das hören zu können!!! Die eine oder andere Freudenträne wurde verdrückt …


    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Das Meer kocht (Teil 5)

    Nachdem wir den gesamten Vormittag auf dem Außendeck verbracht hatten, wurde es Zeit für eine kleine Aufwärmung sowie einen Imbiss. Die Lufttemperaturen lagen immerhin knapp unter 0 Grad (so ca. -1 Grad Cesius bei 3 Bft Wind). Deshalb gingen wir auch kurz auf die Kabine.

    Beim Gang auf den Balkon bot sich eine unvergleichliche, nicht erwartbare Begebenheit: Mehrere Buckelwale – größere wie kleinere, insgesamt waren es 4 Tiere – schwammen direkt in unsere Richtung. Drehten dann ab und schwammen weiter am Schiff entlang.

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    So ca. 5m von uns entfernt, riesige Tiere. Und dann auch noch mit Walgesang. Mit nichts zu vergleichen, was wir diesbezüglich bisher erlebt hatten! :love::thumbup:

    Etwas weiter weg begann dann ein weiterer Wal noch mit seiner Fluke wiederholt auf das Wasser zu schlagen. Was immer er oder sie uns damit sagen wollte.

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    Das Ganze war insgesamt so beeindruckend, dass wir einfach nur die Szenerie genossen. Für Fotos hatten wir die falsche Kamera in der Hand – die Buckelwale waren einfach zu nah! UNVERGESSLICH :)

    Nach einem kurzen Mittagsimbiss ging es auch sofort wieder zurück aufs Außendeck. Nicht, dass man was verpasst.

    Wir genossen weiterhin die Passage durch den Fridtjof Sound. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Wale? Pinguine? Eisberge? Landschaft? Alles unglaublich schön …

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    Adeliepinguine schwammen und tobten im Meer,

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    ruhten sich auf Pinguin-Taxis aus oder sprangen von diesen herunter

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    oder erklommen mit einem kühnen Sprung ein ebensolches Pinguin-Taxi.

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    Wenn es mal schneller gehen sollte, ging es ab auf den Bauch und mit den Beinen wurde angeschoben. So kommt ein Pinguin auf den Schollen doch gleich viel schneller vorwärts.

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    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Wir stecken im Eis fest (Teil 6)

    Am Nachmittag gelangten wir in ein größeres Packeis-Feld. Die HANSEATIC nature bahnte sich sicher ihren Weg durch das Eis. Brücke und Expeditionsteam hatten beratschlagt und schließlich wurde eine überraschende Zodiac-Rundfahrt hier im Packeis-Feld angekündigt. Hätten wir jetzt gar nicht gebraucht ob der unvergleichlichen Beobachtungen am heutigen Tag bisher. Aber gut, nehmen wir natürlich trotzdem mit!

    Der Kapitän rammte das Schiff – natürlich planmäßig - in eine der großen Eisschollen und parkte das Schiff dort. Wir steckten fest und drifteten mit dem Eis …

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    Die Zodiacs wurden ins Wasser gelassen und die Cruise wurde vorbereitet. Aber es schien, dass man die Strömung im Fridtjof Sound doch etwas unterschätzt hatte. Die Zodiacs, die HANSEATIC nature in der Scholle, die kleinen und großen Eisschollen um uns herum, alles war in Bewegung. Und so dauerte es nicht lange, bis die ersten Zodiacs vom Eis eingeschlossen waren. Es ging sogar so weit, dass ein Zodiac von zwei Schollen angehoben wurde und dann auf der Eisscholle auflag.

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    Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt noch keine Gäste in den Zodiacs. Mit vereinten Kräften wurde eine Bergung versucht. Die HANSEATIC nature setzte durch gezieltes Rammen weitere Eisschollen in Bewegung, Zodiacs erreichten das havarierte Zodiac und schleppten dieses letztendlich erfolgreich ab. Der Motor war hin, es gab aber wohl genügend Ersatz an Bord.

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    Am Ende kamen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon, die geplante Zodiac-Rundfahrt wurde aber natürlich nicht mehr durchgeführt. Sicherheit geht immer vor!

    Waren für uns die großen Eisschollen eher hinderlich gewesen, wurden sie von anderen intensiv genutzt ;)

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    VG Sven

  • 02.02.25: Kreuzen im Weddellmeer (Antarktis): Nachmittägliche Tierbeobachtungen (Teil 7)

    Für den Rest des Nachmittags erfreuten wir uns weiterhin an der wunderschönen Natur und den vielen Tieren.

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    Zahlreiche Buckelwale kreuzten nach wie vor unseren Weg. Mal weiter entfernt,

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    mal näher.

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    Hunderte, wenn nicht Tausende Pinguine standen auf den zahlreichen Pinguin-Taxis, flohen von diesen, wenn sich unser Schiff näherte, schwammen und sprangen in großer Zahl vor dem Schiff oder neben dem Schiff umher.

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    Buckelwale und Pinguine fraßen in direkter Nachbarschaft.

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    Und nicht zu vergessen auch die zahlreichen Eisberge und Eisschollen, die im Weddellmeer trieben.

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    Ein toller, beeindruckender Tag, den wir heute hier erlebt hatten.

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    Je weiter die Zeit fortschritt, wurde es an Deck aber auch immer frischer. Der Wind nahm zu, die Temperatur ab. Wir verlagerten unser Tun mal so langsam ins Innere. Schließlich hatten wir mehr oder weniger den gesamten Tag draußen in der Kälte verbracht, irgendwann musste man sich mal aufwärmen.

    Um 17:00 Uhr stand im HanseAtrium „Cruise Talk – Eine Reise um die Welt an“. Es wurden besondere Reisen und Reiseziele mit Hapag-Lloyd Cruises vorgestellt. Klar, da ist einiges dabei, was man sich vorstellen könnte. Aber Budget und auch Urlaub geben das nicht unbedingt her. Aber vielleicht ja in ein paar Jahren …

    Zum Abendessen stand heute „Köche-Dinner“ auf dem Programm, sowohl im Hanseatic-Restaurant als auch im Lido. Verschiedene Köche hatten einzelne Gänge, teilweise inspiriert von ihrer Nationalität, gezaubert. Wie fast immer, nahmen wir diese im Lido ein. Es war sehr lecker.

    Unterbrochen wurde das Abendessen von einer Durchsage. Es wurde eine Schule Großer Schwertwale – bekannt als Orcas – gesichtet. Also mal kurz Essen, Essen sein lassen und nach den Tieren schauen.

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    Leider zogen die Orcas ziemlich schnell in entgegengesetzter Richtung vorbei. Sie waren mehr oder weniger nur auf Durchreise. Daher konnte man sie auch nur kurz verfolgen. Und wir hatten beim Essen auch nicht die Kamera mit dem großen Objektiv dabei.

    Nach dem Abendessen gab es noch einen letzten Programm-Punkt für uns: „Köche-Dinner-Digestif“. Bei einem (oder zwei) Digestif(en) ließen wir den Abend ausklingen. Die Köche, die heute Abend die Gänge gestaltet hatten, stellten sich und ihre Gänge vor.

    Danach ging es aber direkt auf die Kabine und ins Bett. Morgen früh um 07:00 Uhr sollten wir laut Plan bereits Paulet Island erreichen und die ersten Zodiacs kurz darauf starten …

    Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
    • Buckelwal
    • Großer Schwertwal (Orca)
    • Adeliepinguin
    • Eselspinguin
    • Kapsturmvogel
    • Südlicher Riesensturmvogel

    VG Sven


    PS: Auch wenn es mehr oder weniger nur ein Seetag war und ich die letzten Tage ja viel über Seetage „gemeckert“ habe, dieser Seetag war anders. Beeindruckende Landschaften, Eisberge und erst die Tierwelt! Tausende Pinguine auf Schollen und im Wasser, dazu Dutzende Buckelwale! Viel mehr geht nicht :thumbup: Man kann hier zwar die Fotos sehen, aber live dabei ist dann nochmal eine andere Hausnummer!!! Auch die Akustik – Walgesänge und das Tröten der Pinguine – all das gehört auch dazu. Und rundherum tolles, unvergessliches Erlebnis, was wir an diesem Tag erleben durften. Dazu die sehr nahen Buckelwale an unserem Balkon. Und das alles, ohne an Land gewesen zu sein! :)

    Es war im Übrigen auch der Tag, an dem wir mit Abstand die meisten Fotos geschossen hatten, …