10.01.2025 Entlang der Pazifik-Küste - Teil 2
Weiter ging unsere Fahrt entlang Patagoniens. Am späten Nachmittag bogen wir dann in einen geschützten Seitenarm eines Fjordes.
Jetzt begann für den Kapitän und seine Navigations Crew „Mission Impossible“ – Würde ihr Zeitplan und die Routenberechnung aufgehen?
Wir dagegen konnten die wunderschöne Landschaft genießen. Wir waren mitten in Patagonien. Der Anblick der mächtigen Anden erinnerte mich wieder an unseren tollen Flug von Buenos Aires nach Santiago de Chile über dieses große Bergmassiv. Unglaublich was wir seitdem alles erlebt hatten und wie unendlich lang diese Bergkette ist. Sie, die Anden, waren immer noch da.
Die aktuelle Routenänderung war nicht schön. Natürlich hätten wir die chilenischen Fjorde mit ihren bekannten Gletscher Formationen gerne gesehen. Aber auf früheren Reisen hatten wir bereits das Glück Gletscher z.B. in Alaska oder Grönland zu erleben. Daher war dieser Wegfall für uns nicht so tragisch. Andere Gäste waren schon sehr enttäuscht. Sie hatten sich auf ihre „ersten“ Gletscher so richtig gefreut. Ich war dagegen über die verlängerte Liegezeit in Ushuaia happy. Auf diesen Hafen habe ich mich besonders gefreut und fand die ursprüngliche Liegezeit von 14:00 bis 20:00 Uhr sehr knapp bemessen.
Uns beschäftigte an diesem Tag viel mehr die Frage, ob es wirklich mit der Antarktis klappen wird. Denn in 3 Tagen sollten wir in Ushuaia sein und dann würde am Abend unsere große Fahrt in die Antarktis starten. Dieser Teil der Reise war der Hauptgrund für uns, warum wir nach Südamerika geflogen sind. Kap Horn und die Antarktis waren für meinen Mann die absoluten Reise Highlights. Wir wussten aber auch, dass nicht jede geplante Reise in die Antarktis auch stattfindet. Das Wetter hier unten in Südamerika kann einem manchmal einen bösen Streich spielen.
Wir konnten also nur die Daumen drücken, hoffen, dass der Wetter-Gott uns gnädig ist und immer wieder einen verstohlenen Blick auf die Windy App werfen. Aber die war halt aktuell einfach nur sehr pink.
Dies und Das – Buchtipp „Der Pinguin meines Lebens“:
Buch: Der Pinguin meines Lebens
Auto: Tom Michell
In diesem Buch wird die Rettung eines kleinen, völlig ölverschmierten Magellan Pinguins beschrieben. Der Lehrer Tom findet ihn in Punta del Este und nimmt ihn – notgedrungen- mit nach Buenos Aires. Er tauft ihn auf den Namen Juan Salvador und damit beginnt eine unglaubliche Freundschaft.
Das Buch ist sehr charmant und nett geschrieben. Eine leichte Lektüre zum Schmunzeln, an einigen Stellen auch zum Nachdenken.
Für alle, die Pinguine mögen, eine absolute Empfehlung. Für alle die Pinguine mögen und schon mal in Punta del Este, Montevideo und / oder Buenos Aires waren, aus meiner Sicht, eine Pflichtlektüre. Viel Spaß beim Lesen! ![]()
Ob wir es tatsächlich bis Punta Arenas geschafft haben, verrate ich Euch morgen.![]()
Viele Grüße und bis morgen
