Reisebericht: Howdy und Aloha oder wie wir im Sommer 2024 plötzlich und unerwartet von Texas nach Hawai‘i reisten

  • Ich hatte uns noch den Byodo Inn Tempel ausgesucht, dort ging es nun als nächstes Ziel hin.

    Den ganzen Tag hatte ich irgendwelche Lieder im Kopf, bislang war es „what a wonderful world“<3.

    Wir fuhren weiter die Küste entlang, vorbei am Waimanalo Beach, wo wir im Anschluss an die Tour baden wollten.

    Kurz vor dem Tempel fing es an zu schütten wie aus Eimern, da war nix mit „Raindrops keep falling on my Head“ das war eher eine Sintflut.

    Okay, Picknick im Auto statt am Tempel, man ist ja flexibel ;) und „das knallrote Gummiboot“ schoss mir durch den Kopf.

    Endlich hörte es auf, leichter Niesel, kann man wagen.

    Die 5 Dollar Eintritt zahlten wir sehr gerne, so günstig und schnell kommen wir nie wieder nach Asien ;)

    Beim Eintritt in den Tempel lernten wir zufällig eine Deutsche kennen, sie lebt seit vielen Jahren auf Hawaii und arbeitet hier auf dem Friedhof.

    Der Tempel gehört zu einem riesigen Friedhof mit Bereichen für unterschiedliche Religionen, hier liegt man friedlich vereint nebeneinander.

    Das günstigste Grab kostet 12.000 Dollar, das teuerste mit Ausblick :rolleyes: 2 Millionen =Odas wäre auch noch zu haben8o… I did it my way… noch nicht I love my life8). Die Herren waren leicht genervt von meinen Gesangskünsten, aber ich habe ganz ehrlich immer nur leise vor mich hin geträllert ;).

    Der Beach auf dieser Inselseite hatte sich somit erledigt, im Niesel sieht auch der Strand auf Hawaii nicht viel besser aus, als der Hafen von Duisburg.

    Schnell wurde die Wetter App befragt, im Westen doch was Neues, nämlich Sonne, hurra, dann fahren wir rüber.

    Über die berühmte Highway Brücke ging es durch Tunnel (eine Insel mit 2 Bergen:D) in Richtung Honolulu und dann fanden wir den ersten von UNSEREN Stränden:love:

    In Ko Olina, die Bucht war ein Traum und sogar relativ leer.

    Hier verbrachten wir viele Stunden und hatten wieder einmal das Gefühl: echt jetzt, Hawaii?

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

    Einmal editiert, zuletzt von saha3 (17. Dezember 2024 um 08:15)

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Die abschließenden Bilder des Tages

    Ich bin nicht gefahren :D

    bina.63 somewhere over the Rainbow

    Lecker asiatisches Abendessen, auf dem Balkon im Sonnenuntergang gegessen, für‘s Foto kurz auf dem Bett abgelegt


    Und zum guten Schluss für heute :love:

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Als bekennende Filmfans war ein Besuch auf der Kualoa Ranch für uns schon fast Pflichtprogramm bei einem Besuch von O‘ahu.


    Welche Tour sollten wir bloß wählen? Die Tour mit den Quads hätte uns gereizt, aber nach den noch recht frischen Operationen an den Rippen befürchtete ich, dass die Erschütterungen zu viel wären.

    Wir entschieden uns dann für eine Bootstour und die Filmtour im Bus, soviel vorweg, da hätten wir auch Quad fahren können, war auch rumpelig:D, ging aber alles gut.

    Für uns waren beide Bausteine großartig, riesig viel Spaß auf dem Boot, der Kapitän nahm jede Welle mit und viele waren hinterher klatschnass.

    Bei der Filmtour waren wir in diversen Szenen verschiedener Filme live dabei, wir fanden es genial. Mit knapp 380 Dollar für 3 kein günstiges Vergnügen, für uns hat es sich gelohnt.

    Mittagessen war übrigens auch dabei, keine Haute Cuisine, aber durchaus schmackhaft.



  • Am heutigen Tag hieß es sehr früh aufstehen, konnten wir einen Slot für den Diamond Head ergattern, von 6 bis 8 Uhr.

    Müde tapsen Junior und ich zum Parkhaus, nicht mal einen Kaffee gab es, zu früh, es war noch dunkel, dafür aber noch leer auf den Straßen. Hawaii lag noch zum größten Teil im Schlaf. In der Nacht hatte es geregnet, die Insel roch ein bisschen wie frisch gewaschen.

    Bald erreichten wir den Eingang zum Nationalpark, zeigten unser Permit, das Auto wurde abgestellt, ein kurzer Gang zum Restroom und los ging es. Wasserstiefel hatten wir nicht mit, aber Turnschuhe mit robusten Sohlen, das war völlig okay. Ausnahmsweise keine Touristen mit Flipflops ;).

    So ganz fit war ich ja noch nicht, das Sportverbot meiner Ärztin gerade erst aufgehoben und nun bergsteigen?:/

    Für Junior war ich natürlich zu langsam, er blieb aber artig bei mir, bis ich ihm irgendwann sagte, lauf los, warte immer zwischendurch mal auf mich.

    Die ersten Meter fielen schwer, rund 5 Monate nahezu ohne körperliche Belastung, aber von Meter zu Meter wurde es besser, kein Wunder, bei diesen Aussichten

    Meter um Meter ging es stetig nach oben, es war anstrengend ja, aber ich kam erstaunlich gut voran. Einzig die Treppenstufen war super anstrengend, auf den Letzten verfluchte ich jeden Keks, jedes Stück Schokolade und jede Nutzung von Rolltreppen oder Aufzug.

    Es kamen aber weiter oben noch mehr:rolleyes:.

    Die Kamera glühte, um jede Biegung herum wurde es schöner

    Durch einen Tunnel ging es auch

    Und höher und höher

    Der Sonnenaufgang begann langsam :love:

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

    Einmal editiert, zuletzt von saha3 (19. Dezember 2024 um 08:23)

  • Und dann waren wir oben, mir blieb einfach die Luft weg, aber nicht wegen der Anstrengung, seht einfach selbst<3:love:

    Hechel, keuch:D

    Belohnung :love:

    Lange standen wir oben, schauten und fotografierten, selbst heute wo ich diese Bilder hier einfüge, rollen wieder die Tränen, keine Ahnung, was diese Insel in uns ausgelöst hat, es geht jedenfalls sehr tief ins Herz <3.

  • Ich habe für den Aufstieg rund 45 Minuten gebraucht, mit kurzen Pausen, trainierte Leute schaffen es locker in 20 Minuten, okay stehen bleiben, schauen und fotografieren kommt vermutlich dazu. Es waren Einheimische dabei, die joggen als Frühsport jeden Morgen hinauf, wäre jetzt nicht mein bevorzugter Tagesbeginn:D.

    Nach rund 1,5 Stunden waren wir wieder am Auto, gingen Malasadas zum Frühstücken besorgen, mit einem Kaffee auf den Balkon

    danach ein Schläfchen ;).

    Den Nachmittag verbrachten wir an der Lagune vom Hilton und den Abend wie immer8).

    Ein perfekter Tag auf Hawaii <3.

    Leckere Bowls von Uncle Sharky auf der Dachterrasse des Inernational Marketplace.
    Die vermissen wir sehr, neben allen Anderem;)

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Die North Shore war unser heutiges Ziel, da gab es noch einiges anzuschauen und wir hatten noch ein paar Tage Zeit.

    Auf dem Weg dorthin fuhren wir wieder an der Dole Plantation vorbei, es war aber noch früh und Ananas Eis wollten wir nun doch nicht zum frühstücken essen, vielleicht später, so dachten wir.

    Also dran vorbei und weiter ging es. An der berühmten Banzai Pipeline, DEM Highlight für Surfer hofften wir auf coole Wellen und verrückte Surfer, äh… Ententeich

    das war wohl nix, aber trotzdem traumhaft schön.

    Ein junger Mann kam mit seinem Fang aus dem Wasser


    er war sichtlich stolz und freute sich, als ich nach einem Foto fragte, die Fische sahen echt lecker aus, zum Essen wollte er uns komischerweise nicht einladen :D.

    Am Sunset Beach guckten wir auch vorbei, auch keine Surfer, leider heute starke Unterströmungen, wir verzichteten auf ein Bad.

    Nun bekamen wir Hunger, ich wollte eine Acai Bowl probieren, die Herren eher typisch amerikanische Spezialitäten.

    Himbeereis zum Frühstück? Das Zeug war richtig lecker, aber warum hat mir keiner gesagt, dass das rund 500 Gramm gefrorene Acai Beeren als Untergrund hat=O, es war schon lecker, aber echt viel und halt echt kalt, okay, muss man auch mal probiert haben. Den Rest teilten sich die zwei als Nachtisch, ich holte mir eine Jacke ^^. Pappsatt verließen wir den Laden und fuhren weiter.

    Hier und da ein Halt

    Bald kamen wir an der Shark‘s Cove an und hurra, heute fanden wir einen Parkplatz, genau vor uns fuhr einer raus.

    In diesen Tide Pools kann man super schnorcheln, allerdings sind die Steine Lava, sehr scharfkantig und da wir ja ursprünglich Washington und Boston geplant hatten, hatten wir natürlich weder Wasserschuhe noch Schnorchelsachen dabei.

    Ein bisschen mit den Füßen plantschen war okay, war aber zum Teil sehr unangenehm.

    Insofern beschlossen wir, wir suchen uns einen anderen Ort zum Baden.

    Es war in jedem Fall wunderschön hier, gern würden wir nochmals kommen, wenn es richtig hohe Wellen gibt und dann den Profis bei Ihren Surfkünsten zuschauen.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

    Einmal editiert, zuletzt von saha3 (20. Dezember 2024 um 07:44)

  • Kurzer Check der Inselkarte, eine deutsche Familie, die wir im Iolani Palace kennengelernt hatten, empfahl einen Strand an der Westküste.

    Da waren wir noch nicht, okay über 1 Stunde Fahrt, egal, wir haben Zeit.

    Auf dem Dole Parkplatz war nun die Hölle los und noch ein Eis? Bloss nicht!

    Also fröhlich weiter quer durch die Insel und dann kamen wir auf dem Boden der Realität an, die Kehrseite des Paradieses.

    Überall Zelte von Obdachlosen, Schilder an den Parkplätzen mit Warnungen, nur nichts im Auto liegen zu lassen. Davon hatte ich viel gelesen, es aber ehrlich gesagt bis heute verdrängt.

    An dem empfohlenen Strand angekommen fühlten wir uns absolut unwohl, zumal null Schattenplätze und nur knallende Sonne.

    Er war wirklich sehr schön,



    ein Grummeln im Bauch war da. An der öffentlichen Toilette der Hinweis, kein Wasser trinken, starke gesundheitliche Risiken, ach nein, irgendwie ist das hier nicht unser Ort.

    So beschlossen wir, ach kommt: Never change a Running Beach8o, ab nach Ko Olina, da ist es toll und wir brauchen das jetzt einfach

    Wir hatten viel Spaß hier, es war wieder traumhaft, hier zu sein und zu schwimmen, nachdenklich blieben wir trotzdem.

    Die Insel hat gravierende Probleme, welcher Teil der Welt einschließlich wir in Deutschland, hat das nicht. In jedem Fall waren wir doch sehr dankbar, ein anderes soziales Netz für den Notfall zu Hause zu haben.


    Der Tag war nicht verdorben, wir lieben die Insel weiterhin, ganz ohne touristische Angebote geht es dort nicht, dafür gibt es zu wenig, womit die Menschen Geld verdienen können.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Der vorletzte Tag des Urlaubs, heute sollte es wieder an die Ostküste gehen, Strände pur.

    Zunächst noch ein Tempel der Kirche der Heiligen der letzten Tage, was für eine Straße dorthin. Wir hielten nur für ein paar Bilder.



    Und dann fanden wir ihn, UNSEREN Strand :love:<3, nirgendwo erwähnt, klein und geheim einfach irgendwo am Straßenrand, wir wollten eigentlich nur ein Foto machen

    Wir tobten durch die Wellen, wurden umgeworfen, Nasenspülung inklusive :D, es war einfach nur toll.

    Stundenlang blieben wir hier, bis der Wind auffrischte und es zu frisch wurde.

    Dann wollten wir wenigstens einmal den angeblich schönsten Strand der Insel, den Lanikai Beach besuchen, unterwegs der ein oder andere Stopp, endlich ein Shrimp Truck, sooo lecker

    Dann waren wir da.
    Ja er ist wirklich schön, aber völlig überfüllt und für uns war der andere Strand toller.

    Voll mit wunderbaren Erlebnissen und Eindrücken ging es zurück ins Hotel und bald ins Bett, wir waren richtig müde getobt und geschwommen.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Nun war er da, der letzte Urlaubstag, morgen sollte es über las Vegas zurück nach Hause gehen, aber erst morgen, den heutigen Tag wollten wir noch auskosten.

    Den berühmten Friedhof National Memorial Cemetry of the Pacific, noch einmal Patriotismus pur wollten wir sehen.

    Es war schon irgendwie berührend, auf jeden Fall ganz anders, als man Friedhöfe in der Karibik oder in Europa kennt, es war sehr „clean“.

    Wunderbare Aussichten hatte man auch

    Weiter ging es zum Tantalus Drive, eine Aussicht jagte die Nächste.

    Lange standen wir, schauten und nahmen Abschied von O‘ahu, fuhren viele Wege einfach noch einmal, um die Bilder weiter in Kopf und Herz zu brennen :love:

    Den Abend verbrachten wir im Hard Rock Café

    Heute teilten wir die Rippchen, mitnehmen hätte im Flugzeug vermutlich komisch ausgesehen ;).

    Abends in Waikiki ist schon eine besondere Stimmung

    Nun war das Unvermeidliche nicht mehr hinauszuzögern, Koffer wurden gepackt und bald ging es ins Bett, lag ein gruselig langer Rückflug vor uns.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Den Rückflug möchte ich am Liebsten vergessen, fast 6 Stunden mit Hawaiian in der Vierer Reihe Economy bis Las Vegas, vor mir eine leider sehr übergewichtige Dame, die den Sitz natürlich bis zum Anschlag nach hinten klappte, ich hatte immerhin noch einen Finger breit Platz an den Knien;(.

    6 Stunden warten in Las Vegas, nun ja, irgendwann möchte man die dingelnden Spielautomaten sehr gerne sprengen 8o

    Endlich im Flugzeug, hier PE, aber fast 11 Stunden ziehen sich auch sehr, ich konnte nicht wirklich schlafen, mein Mann auch nicht, nur Junior ratzte so vor sich hin, beneidenswert.

    In Frankfurt nochmals 2 Stunden warten, 1 Stunde bis Hamburg und dann eine gute halbe Stunde bis nach Hause.

    Langt, wir waren einfach nur noch fertig.

    Trotzdem würden wir jederzeit wieder zurück kehren :love:.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • Das war’s liebe Mitreisenden, unsere schräge, verrückte, geplant-ungeplante Reise nach Texas und Hawaii.

    Danke allen für Euer Interesse, Likes und Kommentare, ich habe mich sehr darüber gefreut.

    Ein Fazit brauche ich nicht zu ziehen, wir lieben beide Ziele, und hoffen, irgendwann diese Stückchen Erde nochmals zu besuchen.

    Falls Ihr Fragen habt oder Tipps braucht, meldet Euch einfach.

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann ;)

  • saha3

    Es war wirklich das pure Vergnügen Euch zu begleiten. Nach Hawaii und Texas werden wir - glaube ich zumindest - nicht so schnell kommen:/ Sollte es doch sein, schlage ich gerne bei euren tollen Tipps hier nach.... :love:<3

    Wünsche schöne Weihnachten und ein gesundes 2025

  • Liebe saha3

    Mensch war das eine tolle Reise. Und an deinem Bericht hat mir so richtig gut gefallen, dass man aus jeder Zeile deine Begeisterung erkenne konnte. Ich ziehe auch meinen Hut vor eurem Kraftakt, alles auf die schnelle umzubuchen.

    Vielen Dank auch für die wunderschönen Fotos.

    Frohe Weihnachtstage

    Susanne

  • saha3 das habt Ihr richtig toll gemacht. Ich habe Euch auf diese Abenteuerreise sehr gerne begleitet.

    Ob ich selbst noch mal nach Hawaii kommen werde? Auf keinen Fall auf dem Luftweg ( solche Flugstrapazen können wir einfach nicht mehr auf uns nehmen) aber vielleicht ja doch noch mal per Schiff. Träumen darf man ja und dazu tragen Deine Fotos und Erzählungen tüchtig bei.

    LG
    Siegrid