Hallo ihr Lieben,
durch mein "einmischen" im Susi66 live Bericht von der deutschen Lieblingsinsel Mallorca bin ich auf die Idee gekommen, einen kleinen, wahrscheinlich später recht fotolastigen, Bericht von unserem Fincaurlaub zu schreiben, ich hoffe, ihr seid dabei...
Eigentlich hatten wir bei Manu79 eine Option für die 15 Tage Griechenland auf der Mein Schiff 5 ab 13.05. Meine Kollegin und ich hatten mehrmals darüber gesprochen und erst spät fiel uns auf, dass die letzte Woche blöderweise in die Pfingstferien fällt und sie ihre Zwillinge dann Zuhause hat. Also haben wir nach einer Alternative gesucht und da blieb nicht viel übrig, wenn man danach nicht in die Quarantäne kann (da ja die Kollegin dann weg ist). Tja, und da lag Mallorca natürlich ganz vorne, weil wir noch längst nicht genug von dieser ausgesprochen schönen und vielfältigen Insel gesehen haben...
Flüge zu buchen und eine Finca zu finden war dann letztendlich wesentlich einfacher, als die zeitliche Abfolge für die obligatorische PCR Testung hinzubekommen... wo, wann und wie? Wir wohnen ca. 45 km nördlich von Stuttgart, so dass die Helios Klinik in Pforzheim, die wir von unserer Panoramfahrt im Oktober ab Kiel kannten, und die AMC am Flughafen Stuttgart beide ähnlich weit weg waren, immer ca. 65 km und mindestens 45 Minuten Fahrt (wenn die Autobahn leer ist). Letztendlich haben wir uns online einen Termin am Flughafen gebucht... für Samstag morgen um 8.45h, unser Flug sollte am Sonntag um 14.50h starten.
Sonst fliegen wir gerne früh los, um noch ein wenig Zeit am Zielort zu haben, aber gerade sind die Zeiten ja Alles andere als normal. Die frühen Flüge gegen 7h konnten wir wegen der Ausgangssperre nicht buchen, das wäre mit der Anfahrt von uns aus zu eng gewesen. Das hat uns anfänglich ziemlich genervt, aber am Sonntag selber war es dann ziemlich cool, auszuschlafen und ganz gechillt frühstücken zu können, bevor es losging.
Der Test am Flughafen war easy, die Fahrt dorthin dauerte wesentlich länger als die Sache an sich. Das Ergebnis sollte maximal 24 Stunden später online abrufbar sein. Und tatsächlich hatten wir abends, keine 12 Stunden später, das Ergebnis: negativ. Hui, jetzt endlich erlaubte ich mir, mich zu freuen...
... ganze 2 Minuten lang, denn so lange dauerte es, bis ich erfolglos versuchte, auch das Ergebnis meines Mannes abzurufen. Dazu musste man entweder einen QR Code einlesen (so hat es bei mir gekappt) oder einen Buchungs- und Sicherheitscode manuell eingeben, ein Beispiel war auf dem Blatt von AMC angegeben. Blöd nur, dass es eine solche Zahlen- und Buchstabenkombination nirgends auf dem Testlauf meines Mannes gab. Ich sag euch, mein Puls stieg unaufhörlich, je mehr erfolglose Versuche ich hatte, ich hab mich dann langsam innerlich schon wieder vom Urlaub verabschiedet. Aber ein Glück gibt es Männer, die die Ruhe bewahren und einfach den ellenlangen Code manuell eingeben, auch wenn er überhaupt nicht zum angegeben Muster passte. Und siehe da, auch er war negativ. Yippie... diesmal dauerte die Freude nicht mal 1 Minute, denn nun fiel mir auf, dass auf dem Download des Ergebnisses keine Passnummern standen. Dieses sind aber ausdrücklich von den Spaniern gefordert. Also schnell die Telefonnummer vom Testinstitut gewählt - und den AB ranbekommen, da das Telefon am Wochenende nicht besetzt war. Na toll, wir sollten aber in 17 Stunden fliegen... da blieb nur, eine Mail zu schreiben und zu hoffen, dass Jemand die auch vor unserem Flug liest. ![]()
Nachts hatte ich dann beschlossen, dass wir die Testergebnisse ausdrucken würden, statt sie auf dem Handy vorzuzeigen, und einfach handschriftlich die Ausweisnummern zu ergänzen, in der Hoffnung, dass Mallorca uns damit nicht wieder sofort zurück in den Flieger nach Hause schickt.
Sonntagmorgens aber rief mich eine unglaublich nette Dame vom Labor in Tübingen an und sie konnte dann Alles vorschriftsmäßig eingeben.
Die Moral von der Geschicht: Solltet ihr euch in Stuttgart am Flughafen testen lassen, bitte immer eine Kopie des Ausweises mitnehmen und zum Test dazulegen lassen, damit die Nummer dann auch, das geht wohl hier nur manuell, vom Labor im Dokument direkt vermerkt werden kann.
Dagegen war das Ausfüllen des obligatorischen Einreiseformulars ganz unspektakulär. ![]()
So, genug geredet, jetzt könnte es endlich losgehen... wie gesagt, ausschlafen und auf der Terrasse in Ruhe frühstücken zu können, statt wie sonst nachts um 4h den Schlaf abzubrechen und zum Flughafen zu sausen, hatte durchaus etwas für sich. Unser Auto ließen wir wieder auf einem der vielen Parkplätze in Stuttgart- Plieningen stehen (79 Euro für 14 Tage) und der Shuttlebus brachte uns pünktlich zum Check in.
Eurowings hatte zu unserem Flug im Nachhinein noch einen weiteren aufgelegt, mit der gleichen Abflugzeit, so dass 2 Flieger gleichzeitig eingecheckt wurden. Es dauerte dennoch nur gute 30 Minuten, dann waren wir durch. Beide Flieger starteten und landeten auch just in time, unserer übrigens rappelvoll.
Ja, und dann waren wir auch schon da. Das lange Tragen der FFP2 Maske, für die wir persönlich uns zu unserer eigenen Sicherheit entschieden hatten, war nicht angenehm aber aushaltbar, aber länger hätten wir das nicht haben wollen. Da war die Flugzeit von knapp 2 Stunden für uns das Maximum des Vorstellbaren, denn die Zeit vorher und nachher an den jeweiligen Flughäfen kommt ja auch noch dazu.
Am Flughafen in Palma lief dann Alles seinen gewohnten Gang: Mein Mann lief schnurstracks zum Gepäckband und ich zum Shuttlebus, um an der außerhalb liegenden Mietwagenstation unseren Fiat 500l für die kommenden 14 Tage abzuholen. Zurück am Flughafen konnte ich dann auch schon meinen Mann samt Gepäck einladen und die ca. 50 km zur Südostküste starten.
Der erste Eindruck von Santanyi, das ca. 3km von unserer Finca entfernt ist:
Unsere Finca hatten wir über einen Anbieter online gebucht, ein Familienunternehmen, wo es im Vorfeld schon einen sehr netten Kontakt gab. Wir haben sogar eine Mappe mit der Wegbeschreibung, Informationen zur Umgebung, zu Märkten etc. bekommen, denen zwei kleine Päckchen Gummibärchen beigelegt waren sowie ein Blatt mit einem Foto der Veranstalterfamilie... einfach nett.
Die Dame vor Ort, eine ältere, sehr freundliche Spanierin namens Mimi, führte uns durch die Finca und ließ uns auch gleich frischen Salat, Zitronen und frische Eier vom Hof ihrer Freundin da, dazu von ihr selbstgemachte Quittenmarmelade (sehr lecker) sowie etwas Wasser, Bier und Orangensaft da... was für eine tolle Begrüßung!
Das Auspacken der Koffer und unserer Einkäufe (die Supermärkte haben hier Sonntags wieder auf, so dass wir auf dem Weg vom Flughafen in die Finca gleich kurz die ersten Lebensmittel einkaufen konnten) ging uns angesichts unserer tollen Finca zügig von der Hand und schon saßen wir gegen 19.30h glücklich und zufrieden auf der Terrasse und stießen mit einem Glas Wein auf unseren Urlaub an.
Es ist doch ein unglaublich schönes Gefühl, endlich einen "normalen" Urlaub erleben zu können, richtig schön.
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