Ein roter Canyon und versteinerte Bäume - Teil 6
Da sich der Himmel im Westen zuzog und damit auch die Sonne wegsperrte, verzichtete ich auf einen erneuten Besuch des Crystal Forests, in dem hauptsächlich in allen Farben schimmernde versteinerte Stücke von Bäumen zu sehen sind, die dem Park auch seinen Namen gaben. Diese Gegend war von einigen Millionen von Jahren einmal ein Urwald, der dann später überflutet wurde. Dabei wurden die Baumstämme im Morast vergraben, wo sie langsam versteinerten und dabei auch die unterschiedlichsten Mineralien aufnahmen, die jetzt die Ursache für die vielfältigen Farben sind.
Außerdem sollte ich noch einige farbigen Baumstämme bei meinem Rundweg durch die Giant Logs sehen, die zwar nicht ganz so farbenprächtig sind wie die im Crystal Forest, aber wenn die Sonne nicht scheint, ist es auch aus mit der Farbenpracht. Außerdem hatte ich 2004 schon einige schöne Fotos im Crystal Forest gemacht. Und dann sollte die Sonne doch noch ab und zu durchkommen, so dass ich bei den Giant Logs noch einige schöne, farbige Baumstämme fotografieren konnte.
Und jetzt sitze ich hier in einem kleinen Motel in Holbrook, in dem wohl hauptsächlich Dauergäste wohnen. Auf jeden Fall werden die Zimmer auch wochenweise vermietet. Zu meiner Überraschung gibt es zwar keine Steckdose in der Nähe des Schreibtisches, über die ich den Laptop betreiben könnte, aber Microwelle und Kühlschrank (die mal kurzfristig vom Strom abgehängt werden). Und einen ab und zu funktionierenden Internetzugang konnte ich auch finden.
Morgen geht es weiter Richtung Westen. Und zwar werde ich wohl jetzt den Tag einbauen, den ich durch den Schnee und das Auslassen von Santa Fe eingespart hatte. Dazu muss ich jetzt natürlich die Strecke erst einmal planen, da ich für diesen Notfall nicht schon fertige Routen habe. Ich habe nur die Informationen dabei, die ich brauche, um ein Ziel auszusuchen und die Strecke dorthin zu finden.
