Mietwagen in Le Havre
Im Mai 2008 haben wir während der Transeuropakreuzfahrt auch Le Havre besucht. Da wir möglichst viel von der Küste
der Normandie kennenlernen wollten, haben wir uns entschieden, vorab einen Mietwagen zu buchen. Anfangs waren wir über die doch eher hohen Mietwagenpreise überrascht, im nachhinein war dies aber einer der schönsten Landausflüge, welche wir jemals auf einem Landgang erlebt haben und er war jeden Cent wert.
Gemietet haben wir über Hertz, der Kleinwagen war fast neu und natürlich in bestem Zustand. Wenn ich mich recht erinnere haben wir für den Tag um die 80 € gezahlt. Vom Schiff sind wir mit dem Taxi zur Hertz Station gefahren, was um die 8 € gekostet hat. (Es standen genug Taxen am Schiffsterminal.) Am späten Nachmittag nach Rückgabe, hat uns ein Hertzmitarbeiter freundlicherweise wieder zum Schiff gebracht.
Wir hatten uns vorab informiert, was wir alles sehen wollen, und so haben wir uns eine individuelle Tour zusammen gestellt. Wir sind zuerst zur Nordküste gefahren und haben die wunderschönen Orte Fecamp und Etretat besucht. Beeindruckend ist vor allem die Steilküste die sich nördlich von Le Havre befindet. In Fecamp haben wir das Benedictinenkloster besichtigt, was bekannt für den Likör Dom Benedictin ist.
In Etretat sind wir am Strand spazieren gegangen und haben die wundervolle Landschaft auf uns einwirken lassen. An der
Strandpromenade, mit Blick auf Steilküste und Meer, haben wir uns dann noch eine Meeresfrüchteplatte gegönnt. Die Lokalität und Kulisse hätte dafür nicht besser passen können.
Für den Nachmittag hatten wir uns den Süden vorgenommen. Dank der großen Seine-Brücke ist es von Le Havre auch nur ein kurzer Weg bis Honfleur. (Wichtig! Für die Brückenüberfahrt muss gezahlt werden. Allerdings kann ich nicht genau sagen, wie viel. Als wir da waren, wurde gestreikt und man hat uns ohne Maudzahlung durchgewunken.) Wir waren entzückt
von dieser kleinen Stadt, den zauberhaften Gassen, malerischen Häusern und der Holzkirche. Auch dort haben wir uns in eines der vielen Straßencafe's gesetzt und bei einem Apfelwein die Atmosphäre genossen.
Eigentlich hatten wir noch den mondänen Badeort Deaville eingeplant, da uns Honfleur aber so gefesselt hat, haben wir Deaville doch nicht mehr besucht. Ausserdem waren wir durch den Streik etwas verunsichert, ob die Brücke bei der Rückfahrt eventuell gesperrt ist. Wir wollten in dieser Situation einfach auf "Nummer Sicher" gehen. Zeitlich gerafft hätte man Deaville noch anfahren können.
Während des Tages haben wir mehrmals Aida-Reisegruppen gesehen, die sich strengstens an ihren Zeitplan halten mussten
und deshalb vereinzelt gestresst wirkten. Für uns war es sehr entspannend, genau dort länger verweilen zu können, wo es uns besonders gut gefallen hat.
Aus diesem Grund kann ich eine Mietwagen-Tour ab Le Havre nur empfehlen. Die Straßen sind alle gut ausgeschildert, wir hatten nirgends Probleme uns zurecht zu finden.
