RB "Eine Schattenpflanze in der Karibik - ist das eine gute Idee?" oder "Karibik für Ersttäter" - MS 2 vom 23.03.-06.04.2026

  • Pooldeck 24 - Die Kreuzfahrspezialisten
  • Danke dir Sowieso für deinen Reisebericht bis hierher.

    Leider überwiegt für mich beim lesen ein negativer Unterton. Vielleicht waren es die falschen Ausflüge, eine unzureichende Vorbereitung oder einfach Pech.

    Das die meisten Inseln arm sind dürfe nichts Neues sein, ebenso der Müll.
    Bin gespannt ob euch noch eine Insel gefällt und überzeugen kann oder ob die „ Schattenpflanze „ lieber wieder in die Kälte fährt.

    LG Kaline, die gespannt auf die Fortsetzung ist.

    Hallo Kaline, ich äußere mich im Fazit nochmal dazu, damit das hier nicht in eine Diskussion ausartet, dann wirst du sehen, ob eine Wiederholung denkbar ist. Ich denke aber schon, dass man erwähnen sollte, dass es abseits von Traumstränden auch nicht so schöne Ecken gibt - wie fast überall auf der Welt. Ich mag jedenfalls das nicht ausblenden.

    Unsere gebuchten Ausflüge hatte ich aber meines Wissens bisher alle als positiv bewertet.:/

  • ja das hatte ich auch schon vermutet:/

    Jetzt müsste es hoffentlich passen. Welch ein Akt, die zugelieferten Fotos vom Gatten am Handy richtig einzubauen. Ich bin für heute erstmal bedient und es geht frühestens morgen, eher übermorgen weiter.

  • Danke für deinen Bericht - ich finde den sehr interessant und bin schon sehr gespannt auf dein Fazit.

    Ich kann vieles davon bisher sehr gut nachvollziehen. Wir waren dieses Jahr im April zum ersten Mal auf Karibikkreuzfahrt und haben unser persönliches Fazit bereits gezogen ☺️.

  • Sowieso erstmal vielen Dank für Deinen Reisebericht. Wir haben für den Herbst auch die Fahrradtour zum Champagner Riff gebucht. Gab es dort Umkleiden und eine Dusche? Auch wenn Die Tour kurz ist, möchte ich nicht mit Badesachen radeln.

    Bin gespannt wie es weiter geht. :)

    Coming soon:

    26.10.2026 - 11.11.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 5

    19.04.2027 - 06.05.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 2

    17.11.2027 - 01.12.2027 Karibische Inselwelten MS 1

  • Hallo, Laufbine eine Dusche habe ich nicht gesehen, es gibt aber einen Holzverschlag zum Umziehen.

    Ich hatte auf dem Hinweg den Bikini druntergezogen umd habe mich nur vor der Rückfahrt umhezogen.

  • Dienstag 31.03.2026 Sint Maarten

    Da sich die Schattenpflanze bei den karibischen Temperaturen heute eh nur drinnen aufhält, kann sie auch mal weiterschreiben ;).

    Geplant war heute wieder "Seetag". Also Frühkaffee, Aquafit, Frühstück und dann gemütlich los, bisschen am Stadtstrand und durch Philipsburg flanieren. Hinter das Flanieren kam nach dem Vortrag des Lektors ein gedankliches Fragezeichen, als er uns sagte, dass Sint Maartens touristische Infrastruktur bestens für Menschenmassen ausgelegt sei, hier könnten ja bis zu 8 (!!!) Kreuzfahrtriesen gleichzeitig anlegen und wir wären ja an unserem Datum auch nur zu viert. Ok, ihr wisst mittlerweile, dass, wenn schon Strand, dann gerne eher naturbelassen für uns, also das musste man wohl noch mal überdenken.

    Zunächst aber wie geplant Kaffeetrinken beim Anlaufen des Hafens:

    Neben uns parkte das größte Kreuzfahrtschiff der Welt ein, die "Icon of the Seas" - faszinierend und abstoßend zugleich:

    Nach dem genannten Morgenprogramm entschlossen wir uns, Wanderschuhe anzuziehen, ausreichend Getränke mitzunehmen und statt zum Strand (also nach links vom Schiff aus gesehen) nach rechts an der Küstenlinie entlang zu gehen, dort haben wir auf komoot einen Küstenwanderweg entdeckt, der sah doch interessant aus.
    Also starteten wir am späten Vormittag. Blick zurück:

    Schöne Hafenpromenade:

    Nein, lieber GöGa, wir möchten nicht ÜBER den Berg, sondern bitte rechts dran vorbei und später hintenrum zurück!

    Man hätte wohl auch eine kleine Bimmelbahn irgendwohin nehmen können:

    Also, das sah alles recht nett aus hier. Wie mag es dann an der Küste sein? Es wird gleich eine Bilderflut geben!

  • Sint Maarten - Fortsetzung

    Ich denke, so etwa 2-3 km mussten wir schon erst durch Industrie- und dann Wohngebiete gehen, bis wir am "nature pool trail" ankamen. Bis auf ab und an wütend kläffende Hunde auf den Grundstücken fühlte man sich hier aber als Fußgänger wohl, es war auch kaum Autoverkehr, alles gut zu gehen. Und dann ging es los - ein Traum dieser Trail - ich beschränke mich euch zuliebe auf 9 Bilder...:

    Es ging schon auch ordentlich auf und ab:

    Hier an der Landspitze ungefähr auf halber Strecke hätte man zu den "nature Pools" herunterklettern können. Etwa eine Handvoll Leute hatte sich außer uns hierher verirrt. Wir sind aber "oben" geblieben.

    Geschafft. Am Ende des Trails (ca. 5 km lang) war ein kleiner Parkplatz und ein Hinweisschild. Hier könnte man sich also mit dem Taxi hinbringen lassen und direkt zu den nature pools gehen, falls das vielleicht für jemanden interessant ist.



    Wir reden immer noch begeistert von dieser schönen Wanderung. Ja, Sint Maarten gefiel uns sehr! Fortsetzung folgt...

  • Sint Maarten - Fortsetzung

    Natürlich mussten wir nun auch noch zurück und da wir einen Rundkurs gehen wollten, mussten wir nun wieder durch eher ruhiges Wohngebiet, aber auch eine ordentliche Steigung über die Rückseite des "Hügels" gehen. Das war dann bei der Hitze schon hart - einmal kam tatsächlich ein Bus vorbei, den hätten wir wohl nehmen können. Da waren wir aber nicht schnell entschlossen genug und im Endeffekt haben wir es ja auch so geschafft und kamen dann irgendwann auch in Philipsburg an. Dort empfing uns natürlich erstmal reger Straßenverkehr. Wir gingen nun ohne größere Umwege durch eine oder zwei Einkaufsgassen und dann an der Wasserlinie des zwar sehr schönen, aber halt auch sehr touristischen Strandes zurück. Wer´s mag ist hier sicher gut aufgehoben und kann ohne große Anreise fußläufig vom Schiff einen schönen Tag verleben.

    So nah liegen die Schiffe am Strand. Wir kühlten hier gerade unsere Füße im Wasser.

    (ich hoffe, die Personen sind von der Seite nicht erkennbar und weit genug weg, damit das Foto bleiben darf)

    Nach 11 km Wanderung waren wir zurück am Schiff und tauchten erstmal in den Pool, noch war es ja leer am Pooldeck, und gönnten uns eine Stärkung beim Griechen. Nebenbei konnten wir ein bisschen an Deck des Nachbarriesen schauen, schon spannend was da abgeht. Klettergarten, Rutschen...

    Nach meiner "Einmal-Pro-Schiffsreise"-Kosmetik um 17 Uhr gingen wir abends in der Dämmerung noch einmal durch den schön gestalteten Hafenbereich, nun hatten aber die Geschäfte schon zu. Es war jedoch eine schöne Stimmung und ich hoffte auch noch auf etwas WLAN, das hat aber nicht so geklappt.



    (Exkurs zur Internetversorgung: mittlerweile lief nach Verbrauch der inkludierten 100 MB auch mein vorab für 15€ gebuchter Schiffstarif über 1GB, womit ich ja mehr als komfortabel ausgestattet war. GöGa hatte sich bei seinem Anbieter günstig versorgen können, so dass ich mein GB noch nicht mal teilen musste, also alles gut.)

    Unseren Liegeplatz hatten wir nun wieder für uns allein - wie so oft schon stellten wir fest, dass TC mit längeren Liegezeiten als die Konkurrenz punkten kann.

    Was für ein toller, toller, toller Tag auf einer gepflegten und landschaftlich schönen Insel !!!!!!!

    Er endete noch mit einem sehr guten Essen im Ganz-Schön-Gesund-Bistro und einem ausgiebigen Deckspaziergang.

    Die abendliche Durchsage verwirrte uns leicht "Hier spricht Ihr neuer Kapitän für 17 Tage - Günther Batzner" - ???? Hatte uns bislang nicht Käpt´n Panos durch die Karibik gesteuert? Der hatte sich aber gar nicht verabschiedet? Weitere Erläuterungen gab es dazu nicht. Aber mein Bauchgefühl sagte mir schon, da soll bestimmt jemand ein Schiff aus dem Orient retten. Und so falsch lag ich ja nicht.

  • Danke schon mal für deinen ehrlichen, schönen Reisebericht. :thumbup:

    Auch wir sind so eher die "25°C-sind eine tolle Urlaubstemperatur"-Urlauber und auch wir waren noch nicht in der Karibik. Dein Reisebericht ist also mega-interessant für uns.

    Freue mich auf die Fortsetzung und dein Fazit.

    LG, Polar


    Reiseberichte:
    Winter im hohen Norden (freigeschaltet)

    Noch nicht freigeschaltet: Großbritannien mit Irland, MS5 2016 - Nordeuropa mit Island, AIDAluna 2015 - Gotland 2014 - Der Süden Finnlands - Jungfernfahrt, AIDAmar 2012

  • Sowieso danke für den Tipp mit der Wanderung, habe ich mir direkt notiert. Vielleicht machen wir die Wanderung im November, wenn wir auf St. Maarten sind.

    Coming soon:

    26.10.2026 - 11.11.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 5

    19.04.2027 - 06.05.2026 Auszeit auf dem Atlantik MS 2

    17.11.2027 - 01.12.2027 Karibische Inselwelten MS 1

  • Mittwoch 01.04.2026 St. Kitts

    Heute hatten wir mal wieder Programm, gebucht war die "Abenteuer-E-Bike-Tour zum Timothy Hill". Zunächst gab es morgens beim Einlaufen diesen Blick vom Balkon:

    Dann starteten wir um 9:00 mit der Radtour. Mittlerweile kannte man schon einige der Teilnehmer und der Guide H-P war uns schon vom ersten Tag bekannt und er hat das wirklich gut gemacht. Wir waren eine Gruppe mit der man gut sportlich fahren konnte, niemand ist zurückgefallen oder hatte Schwierigkeiten. Trotz Hitze (!) war es so gut möglich, sich draußen in der Natur zu bewegen.

    Zunächst ging es etwas durch die Stadt auf wirklich schlechten Straßen, bei denen man auf Löcher achten musste und wir hielten an ein oder zwei markanten Punkten:

    Danach ging es bald auf die sehr gut ausgebaute Ausfallstraße vorbei am Golfplatz und exklusiven Landgütern und luxuriösen Häusern gut bergauf zum Timothy Hill. An diesem Aussichtspunkt war natürlich der Bär los, auch viele Kleinbusse fuhren hier hoch. Der Blick ist aber auch zu schön:

    Diese Straße sind wir dann im folgenden weiter bis zur Landspitze gefahren und auf selbem Weg zurück. Ab hier war relativ wenig Verkehr und es ließ sich gut fahren. Natürlich mussten wir erst noch das Foto vom Schriftzug machen - leider müssen sich da immer Leute mit drauf stellen, den Schriftzug solo konnte ich nicht erhaschen. Den Personen habe ich zur Strafe den Kopf mit KI abgeschnitten:

    Die Gegend wurde immer einsamer und links und rechts der Straße waren die schönsten Naturstrände zu sehen und ich freute mich schon auf den Strand, den wir am Ende der Landspitze ansteuern sollten. Es war der "Reggae Beach". Da war ich schon enttäuscht, mir gefiel der gar nicht. Natürlich sehen die Bilder trotzdem schön aus.
    Also Naturschatten gab es schon mal gar nicht. Wir hatten nur eine Stunde Aufenthalt, da hätte man sich zwar in eine der eher einfachen Bars setzen können, aber dafür bin ich ja nicht an den Strand geradelt. Ein "netter" Mitarbeiter einer Bar wollte uns unbedingt eine seiner Klapperliegen ohne Schirm für 10 $ andrehen - nein danke. Was soll ich damit?

    Weiter rechts gab es schönere Bars und Liegemöglichkeiten, dafür reichte aber unsere Zeit nicht. Aber eine Toilette fand ich dort und einfache Duschen gab es auch.
    Wir haben uns dann mit einigen Mitradlern unter der gefühlt einzigen Palme ausgebreitet, direkt an der Zufahrtsstraße, und gingen dann etwas zum Abkühlen mit den Füßen ins Wasser.

    Dann ging es in flotter Fahrt auf gleichem Weg zurück und wir hielten nochmal an einem ganz tollen Aussichtspunkt, bevor wir wieder die Stadt erreichten:

    Im Gespräch mit dem Guide H-P konnte ich erfahren, dass er mit uns 2027 zum Nordkap fährt, da freue ich mich schon auf die Radtouren.

    Durchgeschwitzt aber glücklich nach einer ganz tollen Tour auf einer traumhaft schönen Insel kamen wir nach 41km und 700hm gegen 14:30 wieder am Schiff an. Das Eis im Anckelmanns hatten wir uns mehr als verdient und konnten den Nachmittag entspannt mit Lesen verbringen.

    Später, kurz vor Ladenschluss, bummelten wir in der Dämmerung noch ein bisschen durch die Geschäfte der Hafenanlage und kauften ein paar Kleinigkeiten. Da gab es auch wieder ein schönes Bild von unserem schönen Schiff:

    Der Abend endete mit einem guten Essen im Atlantik, einigen Runden Skip Bo in der Schaubar und dem Shantychor-Singen für mich. Letzteres liebe ich ja, da für mich als Hamburger Deern dort immer Kindheitserinnerungen hochkommen - wir hatten natürlich die Mundorgel zu Hause und mein Vater spielte alles dazu auf dem Akkordeon -, aber ich finde es passt besser in nordische / kühlere Fahrtgebiete.

    Tag heute - 10 Sterne!

  • Donnerstag 02.04.2026 (endlich!) Seetag

    Heute brach nun der zweite, entspanntere Teil der Reise an:

    Teil 1: 10 Tage action und neue Eindrücke und Aktivitäten - jeden Tag eine neue Insel die entdeckt werden wollte. Das haben wir hinter uns.

    Teil 2: Seetag- Wechseltag La Romana -Seetag - noch eine Insel - nach Hause.

    Seetage verbringen wir mit einem Wechsel aus Sport, essen, lesen, über das Schiff schlendern in beliebiger Reihenfolge. Eine der begehrten Poolliegen benötigen wir nicht. So gibt es heute auch nur ein Foto, aufgenommen beim Morgenkaffee um 6:30 auf dem Balkon - der Tag könnte schlechter starten!

    Die Sonne wanderte dann zum Heck, so dass wir den ganzen Tag den perfekten Schatten auf dem Balkon genießen konnten. Unterbrochen von diversen Programmpunkten:

    8:15 Aquafit (ich)

    Frühstück

    10:30 Spinning (GöGa)

    13:00 Linedance (ich)

    14:00 Sportkurs "Meine Balance" (ich)

    Snack im Anckelmanns

    15:30 Theater Vortrag des Lektors zu La Romana

    Abendessen Anckelmanns

    20:15 waren wir wieder in der Schaubühne, hatte uns ja "Stan and Laurel" so gut gefallen. Für heute war im Tagesprogramm eine Komödie angesetzt. Offensichtlich war das ein Kommunikationsfehler, es fand ein anderes Programm statt (was genau, ist mir entfallen). Da es unterhaltsam war und nicht gut besucht, wollten wir nicht mittendrin aufstehen und gehen. Aber seltsam und etwas enttäuschend war das schon, zumal niemand den Fehler nochmal angesprochen oder bemerkt hat, die Komödie wurde auch nicht nachgeholt.

    Der Abend endete mit einigen Runden SkipBo in der Schaubar.

    Fast den ganzen Tag war Puerto Rico am Horizont zu sehen und gegen Abend machte sich auch erstmals leichter Seegang bemerkbar.

  • Freitag 03.04.2026 La Romana

    Da uns meine Mutter im Vorfeld bestimmt 20x gebeten hat, in der Dom Rep bloß nicht auf eigene Faust loszuziehen und auch der Lektor so Sätze ließ wie "Sie können sich gern in der Altstadt bewegen, sie merken schon wo der gesicherte touristische Bereich endet, dort stehen Polizisten und passen auf, dass Sie nicht weitergehen" haben wir hier das geplant, was wir nie machen. Strand!

    Also buchten wir den TC-Ausflug mit Transfer zur Isla Catalina mit dort 3-stündigem Strandaufenthalt. Dazu mussten wir früh raus, unser Transfer ging bereits um 08:40. Zu dieser Zeit war es sogar mal noch ganz leicht frisch draußen, es hatte früh auch leicht geregnet.

    Per kurzem Bustransfer ging es zur Anlegestelle der Fährboote, die nur Personen mitnehmen. Die Überfahrt dauerte ca. 45 Minuten und dabei hatte man schöne Ausblicke auf die Küstenlinie. Wir waren das allererste Boot an diesem Tag und betraten auch mit als erstes die wirklich sehr schöne Isla Catalina. Es gab für jeden ein Willkommensgetränk am Anleger und dann ging man mit sehr hilfsbereiten Mitarbeitern über den Strand und durfte sich seinen Wunschplatz aussuchen, dort wurden dann Liegen und Sonnenschirm nach Wunsch platziert. Wir wählten einen schönen Platz mit "Doppelschatten - Palme plus Sonnenschirm". Bei einem späteren 3-Minuten-Schauer war das die richtige Wahl.

    Für ungefähr 15 Minuten hatten wir den perfekten Platz - Schatten, Blick auf den karibischen Traum vor uns. Dann kamen leider 4 Sonnenanbeter und ließen sich ihre Liegen plus zwei Schirme genau vor uns platzieren. Das war es dann mit dem schönen Blick. Wir gingen je einmal schwimmen und da es immer noch nicht sooooo heiß war, machten wir uns dann zu einem Strandspaziergang auf, bei dem wir wirklich schöne Motive entdecken konnten.

    Bei dem Spaziergang waren wir weitgehend allein unterwegs. Ich ging anschließend nochmal ins Wasser und dann hieß es auch schon Sachen packen und zurück zum Transferboot. Mittlerweile war es an dem Strand sehr voll geworden und es kamen auch sehr viele Motorboote und Yachten, die vor der Bucht lagen, zusätzlich war es jetzt auch wieder richtig heiß. Ich würde den Ausflug auf jeden Fall am Vormittag machen, so hat man zumindest in den ersten beiden Stunden den Strand noch nicht zu sehr gefüllt.
    Es war ein schöner Ausflug, der gegen 14:15 Uhr endete.

    Nach einer Stärkung mit einem Döner und Eis sind wir dann später nochmal durch das sehenswerte Hafenterminal geschlendert. Wer es noch nicht kennt - hier ein paar Eindrücke:

    Abends aßen wir wieder sehr gut im Fischmarkt und besuchten dann die Willkommensshow an Deck für die Neuankömmlinge. Gegen 22:00 liefen wir aus, jetzt so richtig mit Sekt und Stimmung. Für uns 10 Tage zu spät.

  • Samstag 04.04.2026 (zweiter und letzter) Seetag

    Das Reisetagebuch weist folgenden Notizen auf: warm, bewölkt, sehr windiges und angenehmes Wetter

    Kaffee auf Balkon

    8:15 Pilates (ich)

    Frühstück, Deckrundgang, Shopping an Bord

    11:30 die neue Lektorin Claudia Oldenburg stellte Karibik allgemein (für die Neuankömmlinge 😉) sowie St. Vincent im Detail vor, guter und informativer Vortrag

    14:00 Spinning (GöGa)

    14:15 Fitness (ich)

    dazwischen viel gelesen auf dem schattigen Balkon

    18:00 gutes Essen im Atlantik, es war wie immer so früh wenig los und wir hatten nette Gespräche mit unser Bedienung im Service, eine aufgeschlossene Österreicherin. Sie war froh, dass die Karibiksaison sich dem Ende nähert, denn sie fuhren ja seit Monaten die gleiche Route und in den Städten gibt es wenig Möglichkeiten an freien Tagen selbst mal nett essen zu gehen oder ähnliches (ihre Worte).

    20:15 Lesung "Mayday" in der Schaubar, es ging um historische Schiffsunglücke und fiktive Katastrophen, anschaulich von einer Schauspielerin gelesen und vertont. Die Veranstaltung war wieder schwach besucht, aber für uns hat es sich gelohnt.

    Abschließend gab es noch ein paar Runden Skip Bo in der Schaubar - danach stand es nun zum Schluss der Reise genau patt an Siegen für uns beide. Die Nacht war unruhig, der Seegang spürbar.

  • Sonntag 05.04.2026 St. Vincent

    Und schon war er da, der letzte Reisetag und unsere allerletzte Insel. Das Wetter gab nochmal alles, die südlichen Inseln empfanden wir nicht nur heiß, sondern auch eher schwül. Vorgenommen hatten wir uns heute nichts Größeres.

    Nach dem obligatorischen Morgenkaffee auf dem Balkon (Rituale sind schon was Schönes) ging ich ein letztes Mal zum Aquafit und wir frühstückten entspannt. Obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, auf dieser Reise mal morgens das Atlantik auszuprobieren, sind wir doch immer im Anckelmanns gelandet, da es nie so voll war wie wir das von anderen Reisen kennen. Wir hatten wohl einen anderen Rhythmus als die Massen.

    Am späten Vormittag brachen wir zu Fuß auf zum botanischen Garten. Die Stadt war zumindest im Hafenbereich wieder sehr unansehnlich, vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass es Sonntag war und daher wie ausgestorben. Positiv aufgefallen sind mir mehrere Kirchengebäude und die Singer-Nähmaschinenfabrik.

    Alle anderen Gebäude außer Schulen und kirchlichen Gebäuden waren oft halb verfallen.

    Zum botanischen Garten ging es immer leicht bergauf, er war aber leicht zu finden. Hier zahlten wir 5 $ p. P. und hätten auch für kleines Geld eine Führung buchen können. Der Garten war hübsch angelegt und so konnten wir z. T. im Schatten etwas in der Natur spazieren. Leider waren viele für uns exotische Pflanzen nicht mit Schildern zur Erläuterung versehen.

    Nach einer guten halben Stunde waren wir aber damit durch und hatten eigentlich geplant, noch weiter zum Fort zu gehen. Das wäre aber sicher noch eine gute Stunde zusätzlich gewesen und so richtig Lust hatten wir dann nicht mehr - es war ja auch recht warm. Also spazierten wir zurück, vorbei an diesem beruhigenden Schild:

    Nach etwa 2 Stunden und insgesamt 6,5 km waren wir wieder an Bord und genossen noch einmal den zu dieser Zeit recht leeren Pool zur Abkühlung. Der Rest des Tages verlief unspektakulär mit Lesen und einem letzten Abendessen im Anckelmanns. Nach einem kurzen (und unserem einzigen) karibischen Schauer erlebten wir unser letztes Auslaufen an Deck, dann hieß es Koffer packen, diese sollten bis 22:00 vor der Tür stehen.

    Schöne Abendstimmung - kurz vor dem Schauer:

  • Montag 06.04.2026 Barbados - Abreise

    Bei der Flugzuteilung ärgerte ich mich, hatten wir doch den spätesten Flug um 20:55 und dann auch noch mit Discover bekommen (zur Erinnerung, hin sind wir mit dem frühen Flug und Condor geflogen). Eine Umbuchung auf den frühesten Condorflug um 18:15 hätte p.P. 50€ gekostet - och nö, bei sowas sind wir ja sparsam veranlagt. Also stellten wir uns auf einen langen letzten Tag ein.

    Wie immer waren wir um 6:00 wach und konnten bei unserem Morgenkaffee das Einlaufen und Festmachen beobachten. Hier lagen wir nämlich ausnahmsweise mal mit Steuerbord am Kai. Dann hieß es noch vor der Kabinenfreigabe zu frühstücken, denn wir bekamen ein Zeitfenster ab 10:00 zugeteilt, in dem wir die Koffer im Hafenterminal aufgeben mussten.

    Das hat dann wirklich super geklappt, man holte seine Koffer aus dem "Lager", stellte sich mit Reisepass kurz in die Schlange und zack war man die Koffer wieder los und hatte die schon vorbereiteten Bordkarten in der Hand. Alles top organisiert. Übrigens, gewogen wurde hier kein Koffer. Keine Ahnung, ob die noch im Flughafen gewogen wurden und was passiert wäre, wenn man über den Frei-kg gewesen wäre? Hier war ja ein Vorteil von Discover, da wir auf dem Hinflug mit 20kg auskommen mussten und nun 23 kg hatten, konnte ja trotz einiger weniger Käufe nichts schiefgehen.

    Ursprünglich, von zuhause aus, hatten wir vor heute noch zum Stadtstrand Carlisle Bay zu schlendern. Aber unser Bedarf an Schwitzen und Sonne und Sonnencreme in Kombination mit Schwitzen war gedeckt und die Logistik mit umziehen, duschen usw. wäre auch schwieriger gewesen. Also lasen wir zunächst lange im Schattenbereich der noch geschlossenen Überschaubar und beobachteten auch das Treiben an Land. Niedlich, die vielen kleinen LKW, die die ganzen Koffer zum Flughafen bringen - und Respekt für die logistische Leistung.

    Gespräch zweier älterer Damen neben uns: "Du, an dem Strand XY, da war das aber nicht schön. Die wollten uns da ja gar nicht haben. Da gab es ja nicht mal Liegen und Sonnenschirme und auch keine vernünftige Bar!" - So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Das wäre vielleicht unser Traumstrand gewesen.

    Irgendwann wurde es uns zu warm und ein Hüngerchen machte sich breit. Also gingen wir nochmal ins Ganz-schön-gesund-Bistro, dort waren wir während der Reise sehr zufrieden. Heute nicht. Das Essen war nicht so gut, der Service unaufmerksam, der bestellte Nachtisch kam nie. Vielleicht sollte es so sein, dass der Abschied leichter fällt.

    Dann verzogen wir uns in den Innenbereich und spielten noch zwei Runden Skip Bo - immer noch Gleichstand bei den Siegen.

    Um 17:30 wurden wir zum Flughafen abgeholt und bekamen dort zunächst einen verspäteten Abflug angezeigt. Also wanderten wir eine Weile im Flughafengebäude (mit recht vielen kleinen Geschäften) umher und dann ging auf einmal doch ganz fix los mit dem Boarding, so dass wir sogar noch vor der Condormaschine starten konnten, die eigentlich zeitgleich um 20:55 mit uns auf die Reise gehen sollte. (Wir waren dann auch 15 Minuten früher in Frankfurt!)

    Wir hatten wieder XL-Sitze gebucht - diesmal 18 K und H - und diese Plätze waren total super. Kein Vergleich zum Hinflug.

    Der Service war sehr nett, das Essen schmeckte und es gab im Gegensatz zu Condor auch Decken inklusive und die Decken waren nicht in Folie verpackt, sondern in Papier. Dazu wurden die Becher mehrfach genutzt. Bei dem Condorflug auf der Hinreise haben sich wirklich Müllberge angehäuft. Also, Discover bekommt ein dickes Lob. Der Flug war trotz kleiner Turbulenzen ruhig, schlafen konnten wir nicht, aber ein bisschen döst man ja doch und kriegt so ein paar Stunden rum.

  • Dienstag 07.04.2026 Home sweet home...

    Wir landeten überpünktlich um 11:33 statt 12:15 und konnten so bereits einen früheren ICE in die Heimat erreichen. Dieser fuhr zwar nicht durch nach Göttingen, sondern war eine Umsteigeverbindung, dafür war er recht leer. Unsere Sitzplatzreservierung war irgendwie verloren gegangen, aber auch nicht nötig. Wir fuhren durch herrliche Frühlingslandschaften, ach was ist Deutschland an einem sonnigen Apriltag schön! Überall diese weißen Blüten und hellgrünen Blattknospen 💚....

    Unser Sohn holte uns am Bahnhof ab und kurz vor 17 Uhr schlossen wir die Wohnungstür auf. Gut, dass wir den Jetlag in Grenzen halten konnten, wir schliefen in der ersten Nacht gut und saßen brav am nächsten Tag am Arbeitsplatz.

    Danke an die vielen Mitleser, die durchgehalten haben. Ein ausführliches Fazit zum Schiff, der Route und dem Wohlfühlgrad der Schattenpflanze folgt zeitnah. Dann erfahrt ihr auch, ob eine Wiederholung angedacht ist.

  • Ja, das ging leider nicht anders...